Mit „Pferdelunge“ gegen Dortmund: Youssoupha Niang nutzt seine Chance

Youssoupha Niang vom 1. FC Köln
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Mit „Pferdelunge“ gegen Dortmund: Youssoupha Niang nutzt seine Chance

Nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund herrscht beim 1. FC Köln Redebedarf: VAR-Ärger, Platzverweis-Diskussionen – und mittendrin ein 19-jähriger Startelfdebütant vom 1. FC Köln: Youngster Youssoupha Niang nutzt die Topspiel-Bühne.

Einen kühlen Kopf zu bewahren, fiel allen Beteiligten am Samstagabend anlässlich des Topspiels zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln nicht leicht. Mit dabei war Startelfdebütant Youssoupha Niang.

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Nach der gestrigen Niederlage gegen Borussia Dortmund herrscht beim 1. FC Köln eine Menge Gesprächsbedarf. Wieso entscheidet sich der VAR beim Handspiel von BVB-Verteidiger Yan Couto gegen das Eingreifen? Was ging in Jahmai Simpson-Puseys Kopf vor, als er Dortmunds Maxi Beier gefoult hat? Beim Samstagabendspiel gegen die Schwarzgelben überschlugen sich die Ereignisse. Und mittendrin ein 19-jähriger Startelfdebütant, der in dieser Gemengelage versuchte, gegen den Tabellenzweiten Eindruck zu schinden. Die Rede ist von Youssoupha Niang.

Kwasniok: „Er hat einfach eine Pferdelunge“

FC-Coach Lukas Kwasniok hatte sich vor der Begegnung mit der Kovac-Elf den Kopf darüber zerbrochen, wie er der Tormaschinerie der Gäste Sand ins Getriebe streuen und gleichzeitig nicht auf Offensivpower verzichten könnte, um eine Nullnummer wie gegen Augsburg zu verhindern. Kwasnioks Lösungsansatz war mutig: Das Sturmjuwel Youssoupha Niang kam in dieser Saison in der Bundesliga für den FC erst auf vier Kurzeinsätze. Der Flügelspieler laborierte zudem den Großteil der Saison an einer Schulterverletzung und wurde auch immer wieder durch muskuläre Probleme ausgebremst. Trotzdem erhielt er gegen die Borussia den Vorzug gegenüber Luca Waldschmidt und Marius Bülter. Linton Maina musste nach Erkrankung noch geschont werden, der 27-Jährige verfolgte das Geschehen zu Beginn noch von der Bank.

„Wir gehen davon aus, dass wir gegen Dortmund viel laufen müssen. Youss ist ein sehr laufstarker Spieler, der sich leider zu Beginn der Saison die Schulter verletzt hat und deshalb länger ausgefallen ist”, erklärte Kwasniok am Samstag am Sky-Mikrofon. Für das Duell mit Dortmund war Niang wieder fit und passte laut Kwasniok mit seinem Spielerprofil gut zu den Anforderungen des Gegners: „Er hat einfach eine Pferdelunge, kann in beide Richtungen sehr gut arbeiten, ist laufstark und schnell. Ich glaube, dass du heute über Geschwindigkeit kommen musst. El Mala und Niang müssen gegen den Ball sehr fleißig sein.”

Niang mit Bestwert gegen Borussia Dortmund

Von Beginn an war klar: Niang nahm seinen Coach beim Wort. Bis zu seiner Auswechslung in der 75. Minute bewies er, dass er das Vertrauen des Trainers verdient hatte. So gehörte ihm die erste nennenswerte Chance der Begegnung nach gut fünf Minuten. Eine Flanke von Said El Mala beförderte er per Aufsetzer auf den Kasten von BVB-Keeper Kobel. Dieser konnte den Ball gerade noch über die Querlatte lenken. Auch in der 56. Minute scheiterte Niang nur knapp. Der unermüdliche Jakub Kaminski schoss nach Ablage von El Mala auf das gegnerische Tor und zwang Kobel zu einem Abpraller.

Niang stand goldrichtig und kam aus kürzester Distanz an den Ball, doch sein Abschluss wurde in letzter Sekunde geblockt. Insgesamt schloss der 19-Jährige häufiger ab als jeder andere Spieler auf dem Platz. Dabei muss erwähnt werden: Niang bemühte sich, die gefährlicheren Gelegenheiten lagen aber bei den Gästen, die bekanntlich mehr als die Hälfte der Partie in Überzahl agierten. Dies spiegelt sich auch in den xGoals-Werten der Partie wider: Diese lagen bei 1,03 für den FC zu 1,88 für den BVB.

FC-Nachwuchsarbeit trägt Früchte

Auch wenn Niangs Startelfdebüt nicht mit einem Scorerpunkt oder gar einem Punktgewinn gegen ein Topteam gekrönt wurde, bleibt der Eindruck, dass die Geißböcke auf das nächste „Young Goat“ zählen können – auch in derart brenzligen Situationen wie dem Fight gegen Dortmund, der von Beginn an intensiv war und in der Nachspielzeit seinen Höhepunkt fand. Es bleibt abzuwarten, ob Lukas Kwasniok den 19-Jährigen auch für das nicht weniger wichtige Aufeinandertreffen mit dem Hamburger SV kommenden Samstag von Beginn an aufstellt.


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„Ich will niemandem den Willen absprechen, aber…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Marvin Schwäbe im Kasten des 1. FC Köln
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„Ich will niemandem den Willen absprechen, aber…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Am Samstagabend empfing der FC den BVB im heimischen Stadion. Nach der 1:2-Niederlage in Unterzahl äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und Lukas Kwasniok: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund.

Die Partie in Müngersdorf startet stark für den FC. Dennoch kassieren die Geißböcke nach 16 Minuten das 0:1. Nach der Roten Karte für Jahmai Simpson-Pusey agierten die Kölner die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl.

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Ich will niemandem den Willen absprechen, aber…“

Marvin Schwäbe im Kasten des 1. FC Köln

Marvin Schwäbe zur Unterzahl: „Das macht die Mannschaft aus, die versucht immer alles reinzuhauen. Natürlich funktioniert nicht immer alles so, wie wir uns das vorstellen, aber heute hat man – gerade in Unterzahl über diese lange Strecke – wieder gesehen, dass wir dem BVB so die Stirn bieten, dass ist top. Am Ende ist es natürlich schade, dass nichts dabei rumkommt.“

Zu den Toren durch Standards: Die letzten Wochen waren viel besser als noch die Hinrunde. Deswegen lassen wir uns von dem einen Gegentor nicht unterkriegen. Da müssen wir auf jeden Fall noch einmal drüber gucken und vielleicht enger am Mann sein. Der steht da komplett blank alleine vor mir. Das ist dann extrem schwer.“

Natürlich würden wir alle gerne ein bisschen weiter oben stehen und hätten gerne ein paar Punkte mehr. Am Ende muss sich jeder an die eigene Nase fassen und gucken, ob er immer 100 Prozent gegeben hat und ob er komplett da ist. Ich will niemandem den Willen absprechen, aber wir sind im Leistungssport, wir wollen immer alles reinhauen, wollen aber auch Punkte holen. Jetzt kommen die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind und wo wir die Punkte holen müssen und darauf kommt es dann an.“

Zur Trainerdiskussion: Für uns steht das jetzt gerade nicht zur Debatte.

Das war für mich ein ganz klares Handspiel

Tom Krauß überzeugt zunehmend

Tom Krauß:
Das war für mich ein ganz klares Handspiel. Und wenn das ein 50/50-Ding ist, muss man rausgehen und sich das wenigstens anschauen. Klar, der Schiedsrichter hat es vielleicht nicht gesehen, aber die im Keller. Und es bringt am Ende nichts, dass du sagst, wir haben wieder Pech. Jetzt kommen die entscheidenden Phasen. Dann musst du vielleicht auch mal ein bisschen Glück haben mit so einer Handsituation. Für mich ist das ganz klar Hand und deswegen ist es unfassbar bitter.“

„Am Ende musst du es leider hinnehmen, weil am Ende die entscheiden. Die stehen da auf dem Platz und sind die Schiedsrichter. Wir sind auch nur Menschen, wir geben auch alles jede Woche, um irgendwie hier die Punkte zu holen. Am Ende brauchen wir jetzt Punkte, ganz klar.“

Zur Roten Karte: Es ist natürlich unfassbar bitter. Du bist eigentlich gut im Spiel, musst vielleicht auch mit der ersten Chance das 1:0 machen, kriegst dann wieder ein scheiß Gegentor, das muss man ehrlicherweise sagen. Dann gehst du mit 1:0 in die Halbzeit und mit der Roten Karte natürlich, kriegst dann das 2:0. Aber am Ende siehst man trotzdem, dass wir uns irgendwie zurückkämpfen wollen, das 2:1 noch schießen wollten. Und das haben wir erreicht. Dann hat man gesehen, was dann in den letzten Minuten los war. Und eigentlich spielst du ja 2:2 mit der Entscheidung, wenn dann natürlich der Schütze den Elfmeter trifft. Aber ja, normalerweise hast du dann einen Elfmeter.“

Zum VAR im Fußball:Uns bringt das gerade wenig. Du weißt gar nicht mehr, was sie für eine Linie haben. Und das ist in der Phase, wo wir gerade sind, absolut bitter.“


„Das ist eine klare Vereitlung einer Torchance

Thomas Kessler beim Spiel des 1. FC Köln

Thomas Kessler: „Es ist natürlich eine sehr große Enttäuschung jetzt nach dem Spiel. Das ist sehr unglücklich gelaufen für uns. Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen, haben gerade in der ersten Viertelstunde ein paar gute Aktionen gehabt.“

Zum VAR: „Ich glaube, der VAR war ja heute sehr wachsam. Die Spiel entscheidende Szenen aus unserer Sicht ist natürlich die Rote Karte gegen Jahmai. Wenn man sich das im Video anschaut, Jahmai ist das ganze Spiel super fleißig gewesen und kommt einfach einen Schritt zu spät. Und wenn du jemanden dann so auf die Achillissehne triffst, dann brauchst du dich nicht beschweren, wenn der VAR kommt und sagt, dass das eine Rote Karte ist. Das ist natürlich bitter für uns, über eine Halbzeit in Unterzahl zu spielen.

Zum Handspiel: Ich muss ganz ehrlich sagen, ich verstehe es nicht. Ich weiß nicht, was Benjamin Cortus in diesem Moment im Keller gemacht hat. Der Ball ist lange unterwegs, er geht am Kopf vorbei, er berührt ihn mit der Hand und deswegen ist Linton Maina im Rücken, wo er sich verschätzt, nicht in der Lage, den Ball anzunehmen. Dann ist es eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Ball am Fuß hat und frei vorm Tor steht. Dass da keiner von Außen eingreift… Ich will da auch ehrlicherweise keine Erklärung hören. Das ist eine klare Vereitlung einer Torchance. Dass man das nicht sieht, dafür habe ich absolut kein Verständnis.“


Dann kannst du das nicht mehr kontrollieren

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln

Lukas Kwasniok zum Handspiel: „Ich brauche mir die Situation nicht öfter anschauen, ich muss ja nur einmal hinschauen. Da gibt es für mich nicht so viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie man die Szene bewerten kann. Ich habe da keine Erklärung für. Ich möchte, ich weiß gar nicht wer verantwortlich ist, dem DFB oder der DFL den Gefallen nicht tun, und losledern. Denn dann müsste ich dafür bezahlen. Das macht kein Sinn. Den Elfmeter bekommen wir nicht mehr gepfiffen.“

“Ich fand, dass wir die erste Halbzeit die bessere Mannschaft gewesen sind. Wir haben die ersten 15 Minuten auf ein Tor gespielt, hatten fünf, sechs Eckbälle. Dann schenken wir dem Gegner einen Eckball, den wir eigentlich auf den ersten Ball sehr sehr gut verteidigen, dann aber nicht schnell genug rausrücken. Guirassy ist dann knapp nicht im Abseits und auf einmal steht es 0:1 und keiner weiß in dem Moment so recht, warum. Die Mannschaft hat sich davon aber auch nicht unterkriegen lassen und hat dann zumindest bis zur 25 Minute den Gegner immer wieder gestresst. Wir hatten keine hochkarätigen Torchancen, aber es waren schon Einschussmöglichkeiten da.“

„Mit der Roten Karte war das dann ein völlig anderes Spiel. Wir haben in der Halbzeit darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, das Spiel zu gewinnen oder einen Punkt zu holen, gering ist, aber sie da ist, wenn wir uns bis zum Schluss hier aufopfern. Leider kassieren wir dann das 2:0 – ein bisschen zu früh mit der ersten Aktion in der zweiten Halbzeit. Tom Krauß, der ein gutes Spiel auf der rechten Position als Notnagel gemacht hat, rutscht in dem Moment weg und ruckzuck waren es dann nicht nur einer weniger, sondern zwei. Dann kannst du das nicht mehr kontrollieren.“

“Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Dortmunder uns an die Wand gespielt haben. Sie hatten den Ball, aber uns war schon klar, wenn eine Aktion mal im Netz landet, dass das Stadion dann nochmal explodiert. So war es dann. Am Ende meint es der gute Mann da oben nicht ganz so gut mit uns.“

Zum anstehenden Duell beim HSV und der Trainerfrage: „Aktuell bin ich erstmal mit dieser Niederlage sehr beschäftigt. Ich glaube, das aller Wichtigste im Leben ist, sich auf die Dinge zu fokussieren, die man beeinflussen kann. Wenn man die Mannschaft heute hier gesehen hat, dann glaube ich nicht, dass es zwei Meinungen gibt im Bezug auf Leistung und Aufopferungsbereitschaft. Das ist uns als Trainer ganz ganz wichtig. Grundsätzlich liegt dein Schicksal nie in deinen eigenen Händen.“

Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund: Kaminski verkürzt nochmal

Ragnar Ache und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund: Kaminski verkürzt nochmal

Am Samstagabend empfängt der FC Borussia Dortmund. Dann steht für die Geißböcke das 25. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund.

Nach der 0:2- Niederlage gegen den FC Augsburg am vergangenen Wochenende wollen die Geißböcke im Heimspiel gegen die Mannschaft von Nico Kovac zeigen, was in ihnen steckt. Keine leichte Aufgabe für das Team von Lukas Kwasniok, denn die Bilanz spricht klar für den BVB.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund. Personell gibt es im Gegensatz zur vergangenen Woche guten Nachrichten für Coach Lukas Kwasniok. Mit Linton Maina und Alessio Castro-Montes kehren zwei Akteure zurück. Für letzteren sowie Youngster Said El Mala gab es vom Trainer bereits am Donnerstag einen Einsatzgarantie. Im Duell gegen den BVB fehlen den Geißböcken neben den Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian weiterhin Joel Schmied, Jan Thielmann, Denis Huseinbasic und Sebastian Sebulonsen.

Gegen Dortmund stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe. Dennoch blickt Lukas Kwasniok positiv in die Zukunft. „Wir fokussieren uns auf uns und wissen, dass das möglich ist“, so der Coach. „Wir sind in der Lage, zwei, drei, vier Spiele am Stück nicht zu verlieren. Das ist nicht einfach so dahergebabbelt, sondern ich sehe, wie die Jungs arbeiten. Und wenn ich dieses Gefühl irgendwann nicht mehr habe, glaubt mir, ich weiß, wo die Büros der Verantwortlichen sind.“ Das Ziel des Klassenerhalts sieht der Trainer nicht gefährdet. „Ich werde euch nicht damit plagen, dass die Mannschaft Grütze kickt und ich euch damit nerve. Solange ich diese Überzeugung habe, muss man sich keine Gedanken machen, denn die Mannschaft ist zu gut, um das Ziel am Ende nicht zu erreichen“, so Kwasniok.



Qualität vorn und hinten, gute Standards, Intensität und Gefahr in der Luft – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln im Duell mit dem BVB
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Qualität vorn und hinten, gute Standards, Intensität und Gefahr in der Luft – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Nach der 0:2-Niederlage beim FC Augsburg am vergangenen Freitag steht für den 1. FC Köln das nächste Top-Spiel auf dem Programm. Am Samstagabend empfängt das Team von Trainer Lukas Kwasniok den BVB. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund.

Der 1. FC Köln ist am 25. Spieltag gegen Dortmund gefordert. Nach vier Spielen ohne Sieg wollen die Kölner endlich wieder einen Dreier einfahren und erstmals gegen ein Team in einem Samstagabendspiel punkten.

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Form: Borussia Dortmund hat in den vergangenen Wochen gleich zwei bittere Niederlagen hingenommen. Nach sechs Siegen und zwei Unentschieden aus den ersten acht Ligaspielen im Jahr 2026 kassierte der BVB am vergangenen Wochenende die überhaupt erst zweite Pleite in der kompletten Saison. Gegen den FC Bayern München zeigten die Schwarzgelben eine gute Leistung, gaben sich am Ende dann jedoch knapp mit 2:3 geschlagen. Dennoch steht Dortmund aktuell mit 52 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz.

Stark in der Luft und bei Standards

Gute Offensive: Borussia Dortmund erzielte in dieser Saison bereits 51 Tore und damit die zweitmeisten der ganzen Liga. Nur der FC Bayern München ist mit 88 Treffern noch effektiver vor dem gegnerischen Kasten. Im Durchschnitt trifft der BVB ca. 2,1 Mal pro Partie.

Stabile Defensive: Mit lediglich 25 Gegentreffern kassierten die Schwarzgelben in dieser Saison hinter Bayern die zweitwenigsten Tore aller Bundesligisten. Gregor Kobel behielt dabei insgesamt elf Mal eine Weiße Weste und blieb damit als Torwart am häufigsten ohne Gegentor.

Stark in der Luft: Der BVB erzielte in dieser Spielzeit bereits zwölf Treffer per Kopf und damit so viele wie keine andere Mannschaft. Eine besondere Gefahr strahlen dabei Serhou Guirassy und Nico Schlotterbeck aus.

Gute Flanken und Standards: Das Team von Trainer Niko Kovač ist die beste Mannschaft nach Flanken und Ecken. Überdies erzielte Dortmund mit 17 Toren die zweitmeisten Treffer nach Standards. Insgesamt ein Drittel der BVB-Erfolgserlebnisse resultierten aus ruhenden Bällen.

Intensität: Dortmund absolvierte hinter der TSG Hoffenheim und Bayern München die drittmeisten intensiven Läufe. Insgesamt spulten die Schwarzgelben 17161 Läufe mit hoher Intensität ab.

Im Fokus

Julian Ryerson hat sich in diesem Jahr zum Stammspieler beim BVB entwickelt. Der Norweger, der im Januar 2023 für fünf Millionen Euro von Union Berlin nach Dortmund gewechselt war, sammelte in seinen ersten zweieinhalb Jahren für die Westfalen 13 Scorerpunkte. Diese Zahl übertrumpft Ryerson in der bisherigen Saison. In wettbewerbsübergreifend 32 Pflichtspielen gelangen dem 28-Jährigen ganze 14 Vorlagen. Davon stammen neun aus dem Jahr 2026. Neben der Qualität als Vorbereiter gibt Ryerson dem Dortmunder Spiel Intensität, Dynamik und Robustheit. Gegen den FC steht der ehemalige Unioner dem BVB nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung.

3-4-2-1-System

Formation: Niko Kovač lässt seine Mannschaft in einem 3-4-2-1-System auflaufen. Im Tor ist Gregor Kobel die klare Nummer eins. Vor dem Schweizer sind Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck gesetzt. Den dritten Platz in der Dreierkette machen Ramy Bensebaini, Luca Reggiani, Emre Can, Niklas Süle und Filippo Mane unter sich aus. Da Can, Süle und Mane aktuell jedoch verletzt sind, wird entweder Reggiani oder Bensebaini in der Abwehr beginnen. Auf der rechten Schiene hat Julian Ryerson im Duell mit Yan Couto die Nase vorn, während Daniel Svensson links ohne wirkliche Konkurrenz ist. Im Zentrum hat Felix Nmecha seinen Platz sicher.

Neben dem deutschen Nationalspieler wechseln sich meist Marcel Sabitzer und Jobe Bellingham ab. Hinter der Spitze, die vorwiegend Serhou Guirassy heißt, hat Kovač mit Julian Brandt, Karim Adeyemi, Carney Chukwuemeka und Maximilian Beier einige Optionen.

Mögliche Aufstellung Dortmund:
Kobel – Bensebaini, Anton, Schlotterbeck – Ryerson, Sabitzer, Nmecha, Svensson – Brandt, Adeyemi – Guirassy

Ausfälle Dortmund: Niko Kovač muss in Köln auf Emre Can (Kreuzbandriss), Filippo Mane (Muskelverletzung) und Niklas Süle (Oberschenkel-Verletzung) verzichten.


Der Faktor Zufall: Warum der 1. FC Köln gegen Dortmund nicht chancenlos ist

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Der Faktor Zufall: Warum der 1. FC Köln gegen Dortmund nicht chancenlos ist

Köln gegen Dortmund, Abstiegskampf gegen Champions-League-Ambitionen. Trotz Ergebniskrise glaubt FC-Trainer Lukas Kwasniok an seine Mannschaft. Denn im Fußball kann ein Faktor Spiele kippen, der den Geißböcken sogar in die Karten spielen könnte im Duell zwischen Dortmund und dem 1. FC Köln: Darum spielt der Zufall den Geißböcken in die Karten

„50 bis 60 Prozent“ – so hoch beziffert FC-Coach Lukas Kwasniok den Anteil, den er bei der Vorbereitung seiner Spieler für Spieltage hat. Welche Rolle spielt der Zufall für den 1. FC Köln und wie können die Kölner ihn sich zunutze machen?

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Der 1. FC Köln hat eine schwere Aufgabe vor der Brust. Am Samstag empfangen die Kölner den Tabellenzweiten Borussia Dortmund im RheinEnergieStadion. Und das inmitten einer Ergebniskrise der Domstädter, die im Rennen gegen den Abstieg auf jeden Punkt angewiesen sind. FC-Trainer Lukas Kwasniok teilte am Donnerstag auf der Pressekonferenz vorab mit, weshalb er trotz der brenzligen Ausgangssituation einen kühlen Kopf bewahrt: „Wir versuchen, den Jungs einen ordentlichen Plan mit auf den Weg zu geben. Die Nächte rund um das Spiel sind grundsätzlich relativ kurz. Aber ich habe eins gelernt: Du bist für alles verantwortlich und kannst nur etwa 50 bis 60 Prozent beeinflussen. Das ist einfach so.“ Überlässt Kwasniok das Schicksal seiner Mannschaft demnach einfach ohne weiteres dem Zufall? Keineswegs. Denn letzterer spielt im Fußball nachweislich eine schwerwiegende Rolle und in mancher Hinsicht könnte er dem 1. FC Köln sogar in die Karten spielen.

Underdog 1. FC Köln: So können Sie sich den Zufall zunutze machen

Ein wesentlicher Grund für die große Rolle des Zufalls im Fußball ist, dass es sich um eine sogenannte Low-Scoring-Sportart, also eine Sportart mit vergleichsweise wenigen Treffern, handelt. Da in der Bundesliga im Durchschnitt nur etwa drei Tore pro Spiel fallen, haben Außenseiter deutlich bessere Chancen als in vielen anderen Sportarten, ein Spiel offen zu gestalten oder sogar Punkte zu holen – trotz eigentlich schlechterer Voraussetzungen. Wie eng die Spiele häufig sind, zeigen die Ergebnisse einer Untersuchung der Deutschen Sporthochschule Köln zur englischen Premier League im Zeitraum von 2012 bis 2019: Von insgesamt 2 451 ausgewerteten Partien endeten mehr als 60 Prozent unentschieden oder mit nur einem Tor Unterschied. Bei nahezu jedem zweiten Tor (46 %) spielten Zufallseinflüsse eine Rolle.

Besonders ausgeprägt war dieser Effekt bei schwächeren Mannschaften sowie bei einem unentschiedenen Zwischenstand, also in Spielsituationen, in denen einzelne Ereignisse stärker ins Gewicht fallen. Gleichzeitig zeigte die Analyse, dass der Zufall seltener eine große Rolle spielte, wenn Tore aus dem offenen Spiel oder durch Elfmeter erzielt wurden. Treffer nach Standardsituationen wie Freistößen oder Ecken waren dagegen stärker von unvorhersehbaren Faktoren geprägt. Eine Möglichkeit für Mannschaften, die auf dem Papier unterlegen sind, den Zufall auf ihre Seite zu ziehen, sind ruhende Bälle, also Standardsituationen. Während es den Geißböcken bislang beeindruckend konsequent gelingt, Gegentreffer nach Standards zu verhindern, tun sie sich weiterhin schwer, daraus offensiv Kapital zu schlagen.

Mit nur einem Treffer nach einem ruhenden Ball gehören sie zu den harmlosesten Teams der Liga. Auch nach Ecken warten die Kölner bislang noch auf ein Tor. Mit durchschnittlich nur vier Ecken pro Spiel erhält die Mannschaft von Lukas Kwasniok allerdings auch vergleichsweise wenige Gelegenheiten. Gleichzeitig muss sie im Schnitt etwa sechs gegnerische Ecken pro Partie verteidigen, und das gelingt den Domstädtern nach dem Jahreswechsel so gut wie keiner anderen Mannschaft in der Liga.

Warum Köln gegen Dortmund an seine Chance glaubt

Am Samstagabend gilt es für die Kölner, das Schicksal herauszufordern und den deutlichen Vorzeichen der Partie ein Schnippchen zu schlagen. Wer weiß, vielleicht gelingt den Geißböcken gegen die Schwarzgelben ja der Coup (Samstag, 18:30 Uhr, Liveticker auf come-on-fc.com). Sicher ist: Trainer Lukas Kwasniok glaubt an seine Mannschaft.

„Wir fokussieren uns auf uns und wissen, dass das möglich ist“, so der 44-Jährige. „Wir sind in der Lage, zwei, drei, vier Spiele am Stück nicht zu verlieren. Das ist nicht einfach so dahergebabbelt, sondern ich sehe, wie die Jungs arbeiten. Und wenn ich dieses Gefühl irgendwann nicht mehr habe, glaubt mir, ich weiß, wo die Büros der Verantwortlichen sind. Ich werde euch nicht damit plagen, dass die Mannschaft Grütze kickt und ich euch damit nerve. Solange ich diese Überzeugung habe, muss man sich keine Gedanken machen, denn die Mannschaft ist zu gut, um das Ziel am Ende nicht zu erreichen“, so Kwasniok weiter.

Am Samstagabend wird sich zeigen, ob seine Überzeugung auch gegen Niko Kovačs Dortmunder Bestand hat – und vor allem, ob die Geißböcke diesmal das Glück auf ihrer Seite haben.


Schwache Ausbeute gegen Top-Teams: Immerhin steht der 1. FC Köln im Vergleich gar nicht so schlecht da

Said El Mala im Duell des 1. FC Köln gegen den BVB
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Schwache Ausbeute gegen Top-Teams: Immerhin steht der 1. FC Köln im Vergleich gar nicht so schlecht da

Zuletzt feierten der FC St. Pauli und Union Berlin überraschend Siege gegen Champions-League-Anwärter, der FC offenbart dagegen Probleme. Vier Zähler holten die Geißböcke gegen Mannschaften aus der Top-6. Der 1. FC Köln hat Schwierigkeiten gegen die Top-Teams. Doch das Problem haben andere Abstiegskandidaten auch.

Im Podcast von Radio Köln sprach Tom Krauß die schwache Leistung gegen Augsburg an und verwies darauf, dass die Konkurrenz eben nicht schlafe und nun punkte. Und das zuletzt sogar gegen die Favoriten. Das fällt dem FC bislang schwer. Die Bilanz ist nicht gut, sie ist aber im Vergleich zur direkten Konkurrenz dann vielleicht doch nicht so schlimm wie befürchtet.

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Als der 1. FC Köln vor seinem letzten Topspiel an einem Samstagabend stand, da hatte Lukas Kwasniok überraschende Worte parat. Der Kölner Trainer gratulierte dem damals kommenden Gegner bereits zum Erfolg, da war die Kugel noch nicht einmal auf den Platz gelegt. Zu vernichtend ist die Samstagabend-Bilanz in dieser Spielzeit für die Geißböcke. Sechs Topspiele, sechs Niederlagen, dazu noch eine Partie am ungeliebten Karnevalssamstag und gegen eine Mannschaft aus der Top-6. Es brauchte keine besonders hellseherischen Fähigkeiten, um zu erahnen, dass die Glückwünsche – dem Galgenhumor zum Trotz – durchaus ihre Berechtigung hatten. Tatsächlich setzte sich der VfB Stuttgart dann bekanntlich auch nicht unverdient gegen die Kölner durch.

Einige Teams erst mit einem Punkt

Nun steht mit dem BVB das nächste Topspiel gegen eine Mannschaft aus der Top-6 an und Kwasniok könnte zumindest aufgrund der genannten Bilanzen die nächsten Glückwünsche verfassen. Die Bilanz gegen die Mannschaften, die sich Hoffnungen auf die Königsklasse machen, ist in der Tat mau. Vier Punkte gab es bislang in neun Begegnung – diese Zähler alle gegen Hoffenheim. Und da zuletzt der ein oder andere direkte Konkurrent eben die vermeintlichen Großen überraschte, wurden die Forderungen nach einem Erfolg gegen die Favoriten lauter. Dabei ist der FC im Kampf gegen die Topteams wahrlich nicht die schlechteste Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte. Die Kellerkinder Bremen, Heidenheim und Wolfsburg holten in ihren Begegnungen gegen die ersten Sechs der Liga jeweils nur einen Punkt.

Auch die Borussia liegt mit drei Zählern aus acht Spielen hinter dem FC. Allerdings hört es dann auch schon wieder auf. Der Hamburger SV hat nach dem Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen fünf Zähler in geholt, die Mannschaft der Stunde aus Augsburg sechs. Am besten kommt Union Berlin mit den Teams aus dem oberen Tabellendrittel zurecht. Die Mannschaft von Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart sammelte schon elf Punkte gegen die Teams von oben ein. Der FC hat am Samstagabend gegen Dortmund also die Chance, diese Bilanz ein wenig aufzupolieren. Allerdings wird das bekanntlich nicht leicht. Selbst, wenn Lukas Kwasniok die Vision hat, den Negativtrend der Samstagabendspiele ausgerechnet gegen den BVB zu brechen.

Vielmehr geht es für die Kölner in der näheren Zukunft dann darum, die Duelle gegen die direkte Konkurrenz zu gewinnen. Und da ist die Bilanz auch nicht die beste. Gegen Bremen, Union Berlin, St. Pauli, Heidenheim und Gladbach gab es jedenfalls keinen Sieg.


Die Vision des Gewinnens beim 1. FC Köln – So will Lukas Kwasniok den BVB knacken

Said El Mala im Hinspiel gegen Dortmund
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Die Vision des Gewinnens beim 1. FC Köln – So will Lukas Kwasniok den BVB knacken

Der FC befindet sich nach vier sieglosen Spielen in Serie im Krisenmodus. Ausgerechnet jetzt kommt eine der besten Mannschaften der Liga. Doch Lukas Kwasniok sieht durchaus seine Chance. So will der 1. FC Köln gegen den BVB punkten.

Im Hinspiel im Oktober vergangenen Jahres haben die Geißböcke bewiesen, dass sie gegen den BVB durchaus nicht chancenlos sind. Gereicht hat es am Ende nicht. Das soll sich im Rückspiel nun ändern.

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Nach dem 0:2 gegen den FC Augsburg am vergangenen Freitag gab Lukas Kwasniok eine fast schon wild erscheinende Prognose ab. Der Trainer kündigte an, die Negativserie der verlorenen Topspiele ausgerechnet gegen Borussia Dortmund durchbrechen zu wollen. Ausgerechnet, weil der BVB trotz der jüngsten beiden Niederlagen gegen Atalanta Bergamo und Bayern München eine durchweg hervorragende Saison spielt. In der Liga kassierten die Westfalen genau zwei Niederlagen – beide gegen den FCB, belegen einen sehr guten zweiten Tabellenplatz und das auch mit sechs Zählern Vorsprung. Zwar kam das Aus in der Champions League früher als erwartet, doch die Mannschaft von Niko Kovac befindet sich immerhin auf direktem Weg in die Königsklasse der kommenden Saison.

„Wir können das“

Die Aufgabe wird also nicht leicht. Und doch scheint der Kölner Trainer seine doch mutige Aussage nicht nur aufgrund der Emotionalität nach dem 0:2 bei den Fuggerstädtern getroffen zu haben. „Es ist immer ein erstes Mal. Irgendwann sprichst du dein erstes Wort, fährst das erste Mal mit dem Rad in die Schule. Wir haben in dieser Saison noch kein Spiel am Samstagabend gewonnen“, sagte Kwasniok. „Und dann wird es irgendwann auch einfach Zeit. Es ist ja nicht so, dass wir uns aufs Fahrrad setzen, obwohl wir es gar nicht können. Wir können das.“ Der 44-Jährige betonte, dass man sich nicht nur von Ergebnissen würde leiten lassen. Das Füreinander in der Mannschaft geben dem Coach das Gefühl, das nächste Spiel gewinnen zu können.

Davon war nur beim letzten Auftritt recht wenig zu sehen. Und so sind die Zweifel des ein oder anderen Fans durchaus verständlich. Kwasniok erklärte, dass gegen den FCA die Überzeugung gefehlt habe, für einen Sieg viel zu machen. Das soll gegen die Borussia anders aussehen. Als Beispiel wie es klappen kann, dient das Hinspiel. Der FC spielte wie so oft gegen ein Topteam der Liga munter mit, hatte sogar selbst die Chance in Führung zu gehen und musste durch ein sehr spätes Gegentor dann doch die Pleite hinnehmen. Viel schlimmer war aber die schwere Verletzung von Timo Hübers. „In diesem Spiel haben wir unseren wichtigsten Spieler in der Abwehr verloren“, erklärte Kwasniok. „Wir haben dort 20 Minuten mit zehn gegen elf leidenschaftlich verteidigt, aber die Ecke in der 97. Minute konnten wir dann nicht mehr verteidigen.“

Jungs haben eine „Vision“

Gerade durch den Ausfall sei das Konstrukt in der Defensive ein wenig anfälliger gewesen. „Ich glaube, dass wir mit der Rückkehr von einigen Spielern nach und nach genau diese Stabilität auch wieder reinbekommen, ohne an offensiver Gefährlichkeit zu verlieren“, so Kwasniok. Für das Spiel am Samstagabend kehren Alessio Castro-Montes und Linton Maina wieder in den Kader zurück. Ersterer wird auch beginnen, erhielt eine Startelf-Garantie. Ansonsten fehlen die Langzeitverletzten, dazu Joel Schmied, Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Denis Huseinbasic. Kwasniok glaubt, „dass die Dortmunder nach wie vor ähnlich oder gleich spielen in der gleichen Herangehensweise, mit der gleichen Überzeugung, es sind die gleichen Abläufe, nur, dass sich halt jetzt noch mal perfektioniert haben in der Zwischenzeit.“

Der 44-Jährige weiß um die Qualität der Schwarzgelben. „Ja, die Dortmunder sind sehr sehr schwer zu bespielen. Weil sie unglaublich diszipliniert sind. Sie haben eine große körperliche Wucht und sind einfach bereit, Spiele dann 1:0 zu gewinnen“, erklärte der Trainer. Das aber nicht, ohne nicht auf die eigene Chance hinzuweisen. Der Trainer spürte diese „Woche wieder im Training zu 100 Prozent, dass die Jungs daran glauben, dass sie diese Vision haben tatsächlich nicht nur diese Samstagabend Fluch zu brechen, sondern auch eine große Mannschaft zu schlagen und den BVB sozusagen bis auf die Bayern die erste Niederlage zuzuführen.“ Dafür muss aber eine fast 180-Grad-Wende zum Spiel gegen den FCA gelingen.  


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„Muss Abbitte leisten“: Deshalb bittet Lukas Kwasniok Jakub Kaminski um Verzeihung

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli
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„Muss Abbitte leisten“: Deshalb bittet Lukas Kwasniok Jakub Kaminski um Verzeihung

Lukas Kwasniok leistet Abbitte. Zum „erstes Mal in seiner Laufbahn” könne der FC-Coach ein Versprechen nicht halten. Was steckt dahinter vor dem Duell zwischen Dortmund und dem 1. FC Köln? Trainer Lukas Kwasniok bittet Spieler um Verzeihung.

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund gestand FC-Coach Lukas Kwasniok, er müsse Abbitte bei Jakub Kaminski leisten. Was steckt dahinter?

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Selten hört man von Bundesliga-Trainern derart deutliche Eingeständnisse wie jenes von FC-Trainer Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem wichtigen Spiel seiner Geißböcke gegen Borussia Dortmund: „Ganz ehrlich, ich muss Abbitte leisten. Ich muss Abbitte leisten, denn das ist der Spieler, bei dem ich sagen muss, dass es das erste Mal in meiner Laufbahn als Trainer ist, dass ich mich nicht an dem messen lassen kann, was ich ihm versprochen habe.“ Ein Statement, das einem sportlichen Verantwortlichen sicher nicht leicht über die Lippen kommt. Der Spieler, den Kwasniok hier so inständig um Verzeihung bittet, hört auf den Namen Jakub Kaminski. Doch was hat den Kölner Coach zu dieser Aussage bewegt – und was hat er dem Polen versprochen, was er bisher nicht einlösen konnte?

Schadet die Rolle des „Wandervogels” Jakub Kaminski?

Denn auch wenn die Ergebnisse mit nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen gerade nicht stimmen und man sich zehn Spieltage vor Saisonende mitten im Abstiegskampf wiederfindet, ist Kaminski sicherlich kein Name, der mit der Kölner Krise in Verbindung gebracht wird. Der polnische Nationalspieler ist für die Domstädter eine der wenigen verbliebenen Konstanten. Er hat ausnahmslos jedes der 24 bisherigen Spiele im FC-Trikot von Anfang an bestritten und wurde nur zweimal in der Schlussphase ausgewechselt (gegen Union Berlin und Wolfsburg). Kaminski kann sich demnach nicht über zu wenig Einsatzzeit beklagen. Problematisch ist für ihn lediglich, wo sein Trainer ihn aufstellt.

Kwasniok räumte ein, dass er seinem Schützling versprochen habe, er werde „nicht als Wandervogel auf dem Feld unterwegs sein”. Je nachdem, wie man es auslegt, hat Kaminski in der laufenden Spielzeit bereits neun verschiedene Rollen im System des Coaches ausgefüllt, den Großteil davon (neun) auf seiner bevorzugten Position links außen. Kwasniok argumentierte, der 23-Jährige sei „nun mal derjenige mit diesem Spielverständnis und dieser Grundqualität in allen Elementen des Spiels, sodass er sowohl links außen als auch rechts hinten spielen kann”. Kaminski, der gerne als polyvalent charakterisiert wird, hat die Rolle des Lückenfüllers bereits in seiner Zeit beim VfL Wolfsburg gespielt. Dass diese Unbeständigkeit der Entwicklung in Wolfsburg einen Dämpfer verpasst hat, ist auch seinem jetzigen Trainer bewusst. Dennoch macht dieser sich die Anpassungsfähigkeit seines Spielers zunutze.

Kwasniok: „Haben ihn dort eingesetzt, wo er für uns am wertvollsten sein kann“

Im Rückspiel gegen den FC Augsburg am vergangenen Spieltag musste Kaminski erneut auf seine Paraderolle links vorne verzichten und auf der rechten Schiene aushelfen. Die Auswirkungen dieser Entscheidung waren in der harmlosen Kölner Offensive zu beobachten, die im Wesentlichen nicht über einen Lattentreffer durch Eric Martel hinauskam. Der Kölner Coach schwächte hier allerdings nicht sich selbst, sondern konnte die verletzungsgebeutelte rechte Seite nur durch den Polen ausbessern. Der Trainer tat dies nicht ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber seinem Spieler und betonte, inwiefern sich Kaminskis derzeitige Ausgangslage von der in unglücklichen Wolfsburger Zeiten unterscheidet.

„Wir haben ihn immer dort eingesetzt, wo er für uns am wertvollsten sein kann, auch wenn er dort nicht zwangsläufig seine beste Leistung abrufen kann. In Wolfsburg war es, glaube ich, ein bisschen anders. Es war eher so, wie es bei uns in Augsburg war: Wenn da einer fehlt, dann spielt er eher dort.“ Kwasniok erkennt jedoch an, dass Kaminski aufgrund der vielen Positionswechsel sein volles Entwicklungspotenzial nicht ausschöpfen kann: „Bei uns ist es so, dass wir überlegen, wie er der Mannschaft am meisten helfen kann. Das führt dazu, dass er nicht immer im Flow ist. Aber an seiner Einstellung und Qualität hat sich nichts geändert. Der Flow ist gerade nicht da, aber er stellt sich mit einem Torerfolg ein. Und das ist ja am Samstag schon wieder möglich.“

Castro-Montes kehrt zurück- Wo startet Kaminski?

Mit der Rückkehr des genesenen Alessio Castro-Montes entspannt sich zumindest die Personallage auf der rechten Außenposition. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kaminski wieder auf seiner gewohnten offensiven Seite beginnen kann. Gleichzeitig sinkt die Wahrscheinlichkeit, eine Hängepartie zu sehen, wie es gegen die Augsburger noch der Fall gewesen ist. Es bleibt abzuwarten, ob die Qualitäten des „Wandervogels” den Geißböcken im Abstiegskampf helfen können, mögliche Punkte gegen den aktuell Zweitplatzierten der Liga einzufahren. Denn mit den Schwarz-Gelben ist immerhin die zweitbeste Defensive der Bundesliga zu Gast im RheinEnergieStadion (Samstag, 18:30 Uhr, Liveticker auf come-on-fc.com).


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Das sagt Lukas Kwasniok zur aufkeimenden Kritik: „Wir haben nie über die nächsten drei Spiele gesprochen“

Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz des 1. FC Köln
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Das sagt Lukas Kwasniok zur aufkeimenden Kritik: „Wir haben nie über die nächsten drei Spiele gesprochen“

Nach der Niederlage gegen den FC Augsburg wurde der Ton rauer am Geißbockheim, die Kritik am Trainer wuchs. Unter anderem war von einem Ultimatum die Rede. Nun äußerte sich der Coach des 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zur Trainerdiskussion.

Die Kritik am Trainer nahm nach der 0:2-Niederlage gegen den FC Augsburg in den Sozialen Medien noch einmal zu. Unter anderem wurde über ein Ultimatum spekuliert, dass der Coach von Thomas Kessler erhalten haben soll. Auch dazu äußerte sich der Trainer am Donnerstag auf der obligatorischen Pressekonferenz.

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Lukas Kwasniok erlebt gerade stürmische Zeiten beim FC. Nach der 0:2-Niederlage gegen den FC Augsburg und einer mäßigen Leistung sind die Geißböcke auf Rang 13 abgerutscht. Der Relegationsplatz ist nur noch zwei Punkte entfernt. Kein Wunder also, dass die Diskussionen um den Trainer dann noch einmal zugenommen haben. „Wir gehen auf den Platz, um nach Möglichkeit Spiele zu gewinnen. Und wenn dir das eine Zeit lange nicht gelingt, dann kommen andere Themen auf. Das ist nichts Außergewöhnliches“, sagte der Trainer. „Mein Auftrag ist es, dauerhaft gut mit den Jungs zu arbeiten und den Glauben zu haben, die Situation verändern zu können.“ Der Coach nannte auch einige Beispiele von Clubs, die zuletzt den Turnaround geschafft haben.  

„Man entwickelt schon ein Gefühl dafür“

„Wir sind in der Lage, drei, vier Spiele in Folge nicht zu verlieren“, sagte Kwasniok. „Ich werde euch nicht damit plagen, dass die Mannschaft eine Grütze zusammenkickt.“ Dabei war die Begegnung gegen Augsburg alles andere als eine ordentliche Leistung. Das weiß auch der 44-Jährige. „Nach Augsburg war es so, dass ich das Gefühl hatte, dass wir gehofft haben, dass die Augsburger einen Fehler machen“, so der Coach weiter. Den Gefallen tat der FCA dem FC nicht. Im Gegenteil. Die entscheidenden Fehler machte der FC. „Ich habe darauf hingewiesen, dass wir keine Tretertruppe sind. Wir haben aber auch keine Angriffe clever unterbunden“, sagte der Coach. Tatsächlich ließ der schwache Auftritt in Augsburg die Kritik an Kwasniok noch einmal wachsen.

„Man entwickelt schon ein Gefühl für so eine Situation. Das ist aber in Paderborn oder Jena nicht anders, wenn du die Spiele nicht gewinnst. Mir geht es aber einzig um die Arbeit mit der Mannschaft“, sagte der Trainer und erklärte, man könne sich gerne mit seiner Person aufhalten, wenn das gleichzeitig bedeute, dass seine Spieler weiter fokussiert arbeiten könnten. Unter der Woche wurde dann über ein mögliches Ultimatum spekuliert. Demnach habe Kwasniok drei Spiele um vier Punkte zu holen. „Wir haben noch nie über die nächsten drei Spiele gesprochen, seitdem ich da bin. Wir sprechen immer nur über das nächste“, sagte der Coach. Und das nächste Spiel ist das Duell gegen den BVB am Samstagabend. Ein Sieg käme wohl einer Überraschung gleich. Er würde aber ein wenig die Wogen glätten.


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Unglückliche Krise oder berechtigte Realität? Darum ist der Tabellenkeller für den 1. FC Köln statistisch leistungsgerecht

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Unglückliche Krise oder berechtigte Realität? Darum ist der Tabellenkeller für den 1. FC Köln statistisch leistungsgerecht

Unglückliche Krise oder berechtigte Realität? Nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen steckt der 1. FC Köln mitten im Abstiegskampf. Und Statistiken belegen: Der Tabellenkeller ist für den 1. FC Köln leistungsgerecht.

Im Saisonverlauf betonte FC-Coach Lukas Kwasniok immer wieder, dass der Abstiegskampf für einen Aufsteiger völlig normal sei. Gleichzeitig habe es viele Punkte gegeben, die die Geißböcke hätten eintüten müssen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Der FC steckt zu recht im Tabellenkeller.

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Nach dem blutleeren Auftritt des 1. FC Köln beim 2:0 gegen den FC Augsburg am Freitagabend ist man am Geißbockheim nun endgültig in den Krisenmodus geschlittert. Einen Punkt von möglichen zwölf holte die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok in den vergangenen vier Spielen, obendrein gelangen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf unerwartete Punktgewinne. Somit stehen die Geißböcke nach 24 Spieltagen auf Rang 13 mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz.

“Wir haben immer das Gefühl, ein Spiel gewinnen zu können. Aus den letzten vier Spielen haben wir, glaube ich, einen Punkt geholt. Das ist einfach zu wenig, wenn du dich unten absetzen willst”, urteilte Kwasniok nach der Schlappe am Freitag. Im Vorfeld des Auftrittes seiner Kölner gegen die TSG Hoffenheim teilte der Trainer offenherzig mit: “Ich habe mich darauf eingestellt, dass das bis zum 34. Spieltag gehen muss. Und um ehrlich zu sein, war mein Ziel, wenn wir das schaffen, nach 33 Spielen das Ziel zu erreichen, dann haben wir einen guten Job gemacht”. Die Frage ist, ob dieser Realismus auch Leistung garantiert. Die Daten hinter den Ergebnissen zeigen, wie es wirklich steht. Das Zahlenwerk hilft dabei, das Gefühl, ein Spiel gewinnen zu können, in harte Tatsachen zu überführen und auch über die Tabellenplatzierung hinaus zu bewerten, inwiefern die Geißböcke unter Kwasniok einen guten Job machen – oder eben nicht.

Zwischen Über- und Underperformance: Ein Saisonverlauf nach xPoints

Das xPoints-Modell ist dabei ein statistisches Werkzeug, um Aussagen darüber zu treffen, wie viele Punkte eine Mannschaft auf Basis ihrer Leistung schätzungsweise verdient hätte. Anstatt nur die reale Tabelle zu betrachten, beantwortet xPoints die zentrale Frage: „Wie oft würde dieses Spiel bei denselben Chancenverhältnissen 3, 1 oder 0 Punkte bringen?” Dazu greift das Modell auf die Werte Expected Goals (xG) und Expected Goals Against (xGA) zurück: xG berechnet die erwarteten eigenen Tore aus allen Abschlusssituationen und xGA die zugelassenen Gegenchancen. Mithilfe der Poisson-Verteilung, die berechnet, wie oft ein unabhängiges Ereignis innerhalb eines festgelegten Zeitraums oder Raums eintritt, wenn die durchschnittliche Häufigkeit bekannt ist, werden aus diesen Werten tausende mögliche Spielausgänge simuliert und die Wahrscheinlichkeiten für Sieg (3 Punkte), Unentschieden (1 Punkt) oder Niederlage (0 Punkte) gewichtet.

So entsteht eine „verdiente” Punktzahl, die den Zufall weitgehend herausfiltert. xPoints zeigt konkret, dass Teams, die deutlich mehr xPoints als echte Punkte haben, zwar tolle Chancen herausgespielt, diese aber nicht genutzt haben – sie sind klassische Pechvögel, die für einen Aufschwung reif sind. Umgekehrt punkten Glückskinder mit wenigen Chancen überproportional und riskieren einen Absturz. Bei der angewandten Analyse besteht die Gefahr, xPoints absolut auszulegen („Tabelle, wie sie sein müsste“), obwohl Unsicherheiten und Modellfehler oft nicht transparent kommuniziert werden. Sinnvoller ist es, xPoints als Indikator für Tendenzen und mögliche Über-/Unterperformance zu nutzen und diese Information stets weiterführend durch beispielsweise taktische Analysen und andere Kennzahlen zu ergänzen.

Zwischen Überflug und Punktverlust

Für den 1. FC Köln ergibt sich eine spannende Beobachtung: Laut FootyStats steht der FC mit Platz 14 nach 24 Spieltagen genau dort, wo ihn das xPoints-Modell ansiedelt, eine tabellengetreue Leistung ohne große Glücks- oder Pechfaktoren. In dieser alternativen Tabelle zeigen sich jedoch weitere faszinierende Tendenzen: Werder Bremen thront auf Platz 7 nach erwarteten Punkten, grüßt real aber von Rang 16 und hat satte 14 Punkte liegen lassen. Die Überraschungsmannschaft TSG Hoffenheim übertrifft ihr xPoints-Ergebnis um acht Punkte (46 real), Borussia Dortmund sogar um neun (52 real). Wichtig bleibt die Einschränkung: Eine xPoints-Tabelle zeigt, wie die Reihenfolge aussehen könnte, wenn nur Chancenqualität zählte und Zufall geglättet wäre. Sie ist kein endgültiges Urteil über „verdient“ oder „gerecht“. Modelle enthalten Fehler und Vereinfachungen, und Glück sowie Zufall bleiben ein frustrierender, aber unvermeidbarer Teil des Fußballs.

In diesem Zusammenhang lassen sich die Leistungen der Kölner im ersten Saisondrittel wie folgt darstellen. Mit Daten des Anbieters Understat lässt sich nachvollziehen, dass der 1. FC Köln von Spieltag eins bis inklusive der 3:1-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach im Schnitt fast zwei Punkte mehr einfuhr, als zu erwarten waren. Die Geißböcke haben zu Saisonbeginn überperformt. Das zweite Saisondrittel liefert mittels der xPoints dann Argumente dafür, dass die Mannschaft von Kwasniok tatsächlich mehr aus ihren Auftritten hätte herausholen müssen. Die Domstädter ließen annähernd vier Punkte liegen, die sie den Berechnungen zufolge sicher hätten einfahren müssen.

Zehn schwierige Aufgaben für den FC

Den Geißböcken bleiben zehn Spiele, die darüber entscheiden, ob der 1. FC Köln auch über den Sommer hinaus in der ersten Liga spielen darf oder bereits nach nur einer Saison wieder in die zweite Liga absteigt. Fest steht, dass die Kölner mit Blick auf die nackten Zahlen genau dort stehen, wo sie aller Wahrscheinlichkeit nach zum jetzigen Zeitpunkt der Saison stehen sollten. Es bleibt abzuwarten, wie die Kwansiok-Elf das nächste Kapitel im Abstiegskampf schreibt, wenn es am Samstagabend gegen Borussia Dortmund geht (Anstoß 18:30 Uhr, Liveticker auf Come-on-fc.com).