Seit Anfang Dezember hatte der Österreicher nicht mehr für die Geißböcke gespielt, am Samstag gab es das Comeback beim 1. FC Köln: Und das war ein bitterer Abend für Florian Kainz.
Mehr als zwei Monate spielte Florian Kainz keine Rolle mehr bei den Geißböcken, am Samstagabend war es eine besonders bittere. Der Österreicher kam kurz vor Spielende und leitete den dritten Gegentreffer ein.
Florian Kainz und der 1. FC Köln stehen am Ende in Stuttgart wieder mit leeren Händen da (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Die vergangenen Wochen dürften für Florian Kainz alles andere als einfach gewesen sein. Der 33-Jährige kam unter Lukas Kwasniok seit Anfang Dezember nicht mehr zum Einsatz. In acht Begegnungen in Folge wurde der Österreicher gar nicht erst eingesetzt, in diesem Jahr blieb Kainz bislang nur die Rolle des Zuschauers. Nicht nur das, in vier jener acht Partien reichte es noch nicht einmal für einen Kaderplatz. Dafür waren Youngster wie Fynn Schenten und Youssoupha Niang mit von der Partie. Für den Offensivspieler eine schwierige Situation. Aber auch eine, die sich bereits angedeutet hat. Kainz war über Jahre Stammspieler, Leistungsträger, zwischenzeitlich Kapitän, in die Rolle des Jokers musste der Österreicher in den vergangenen Jahren erst hineinwachsen.
Fehler leitet Gegentreffer ein
Und das mit offener Zukunft. Denn der Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Es ist mindestens fraglich, ob es für den 33-Jährigen beim FC weitergehrt. Die Kölner werden ihren Kader-Umbruch vorantreiben wollen. Für Kainz wird es also auch darum gehen, die wenigen Chancen, die er offensichtlich nun noch bekommen wird, auch weiterempfehlend zu nutzen. So wie gegen den Hamburger SV, als Kainz überraschend in der Startelf stand und mit einem Traumtor sogar erfolgreich war. Doch genau das ist dem Grazer am Samstagabend nun wahrlich nicht gelungen. Gegen Stuttgart kehrte der Offensivspieler wieder in den Kader zurück und kam in den letzten Minuten auch tatsächlich zum Einsatz. In Szene setzen konnte sich Kainz aber nicht mehr.
Auf vier Ballkontakte kam der Österreicher und einer war folgenschwer. Kainz verlor gegen Atakan Karazor nach einem schlechten ersten Kontakt den Ball. Der Stuttgarter Kapitän schaltete sofort und leitete das 3:1 für den VfB ein. Ob der Mittelfeldspieler am kommenden Spieltag wieder im Kader steht, erscheint fraglich. Allerdings kann Kainz Hoffenheim. Gegen die TSG erzielte der 33-Jährige insgesamt drei Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor.
Seit Anfang Dezember nicht mehr gespielt: Stehen bei Florian Kainz die Zeichen auf Abschied?
Simon Bartsch
Sechs Mal in Folge blieb Florian Kainz zuletzt nur die Rolle des Zuschauers, zwei Mal stand der Mittelfeldspieler noch nicht einmal im Kader. Es zeichnet sich eine klare Tendenz ab beim 1. FC Köln: Stehen bei Florian Kainz die Zeichen auf Abschied?
Vor ziemlich genau sieben Jahren wechselte Florian Kainz zum FC. Abstieg, Aufstieg, Conference League – der Österreicher hat viel in den vergangenen Jahren erlebt. Im kommenden Sommer läuft der Vertrag des Mittelfeldspielers aus und es deutet nicht viel daraufhin, dass der Kontrakt noch einmal verlängert wird beim 1. FC Köln: Stehen bei Florian Kainz die Zeichen auf Abschied?
Florian Kainz auf Abschiedstour?
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Angesprochen auf die Personalsituationen bei den Geißböcken zeigte sich Florian Kainz im Sommer kämpferisch. Die Entwicklung mit der Verpflichtung von Jakub Kaminski und die „Rückkehr“ von Said El Mala sei ein Gewinn für die Mannschaft, sagte der ehemalige FC-Kapitän im Interview mit come-on-fc.com. „Das ist aber auch gut und jeder nimmt das im Training gut an und versucht, Gas zu geben.“ Tatsächlich hat sich durch den Konkurrenzkampf aber die Rolle des Mittelfeldspielers in der Mannschaft grundlegend verändert. Nach einigen Jahren als Leistungsträger oder Leader, zwischenzeitlich sogar als Kapitän, deutete sich schon zu Saisonbeginn an, dass Kainz eher als Ersatzspieler fungieren würde. In einem Team, in dem es laut Lukas Kwasniok keine Stammelf gäbe, eigentlich keine große Sache.
„Wenn besser möglich ist, ist gut nicht gut genug“
Zumal sich die Spieler immer wieder beweisen dürfen. Nur hat der 33-Jährige seit Anfang Dezember nicht mehr für die Kölner gespielt. Gegen Freiburg wurde Kainz noch nicht einmal in den Kader berufen, bereits zum zweien Mal im Jahr 2026. Dafür wurden mit Fynn Schenten und Youssoupha Niang gleich zwei Youngster berufen, gegen Heidenheim stand mit Matthias Köbbing sogar der dritte Keeper im Kader. Damals sagte der Coach zu der Nicht-Nominierung: „Ich glaube einfach: Wenn besser möglich ist, ist gut nicht gut genug.“ Und so deutet sich für den Offensivspieler ein Abschied auf Raten an. Denn der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft im kommenden Sommer aus. Angesichts der überschaubaren Spielzeit spricht aktuell sehr wenig für eine Vertragsverlängerung.
Zumal der FC im kommenden Sommer beim Kader natürlich nachbessern wird. Dabei hatte auch diese Saison schon Highlights für den Österreicher. Das 200. Pflichtspiel für den FC, das Traumtor gegen den Hamburger SV, das gleichzeitig den ersten Freistoßtreffer seiner Karriere bedeutete. Ob noch weitere Highlights hinzukommen, ist offen, aber durchaus möglich. Wie schnell es bei den Kölnern unter Lukas Kwasniok gehen kann, zeigt aktuell das Beispiel Linton Maina, der in den vergangenen Spielen seine Einsatzzeit von Beginn an verbuchte. Aktuell scheint der 33-Jährige beim Kölner Coach aber keine Option zu sein. Und das stößt in den Sozialen Medien auf geteilte Meinungen. Die jüngsten Leistungen stehen demnach den vergangenen sieben Jahren des dienstältesten Kölners gegenüber.
An Kainz Zukunft beim FC wird die Diskussion sicherlich nicht viel ändern.
Kaum noch Einsatzzeit: Wie geht es weiter mit Florian Kainz beim 1. FC Köln?
Redaktion
Für den dienstältesten Kölner Spieler läuft es aktuell nicht rund beim FC. Die vergangenen fünf Duelle Stand der 33-Jährige nicht eine Minuten auf dem Platz: Spielt Florian Kainz noch einmal für den 1. FC Köln?
Bereits seit Januar 2019 steht der ehemalige österreichische Nationalspieler für die Geißböcke auf dem Platz. In der aktuellen Saison kommt der Österreicher allerdings nicht auf viele Einsatzminuten, war zuletzt sogar gar nicht mehr berücksichtigt worden: Spielt Florian Kainz noch einmal für den 1. FC Köln?
Florian Kainz bekommt beim FC nur noch wenig Einsatzzeit
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Noch im November des vergangenen Jahres hatte Florian Kainz beim 1. FC Köln ein Jubiläum gefeiert. Ganze 200 Pflichtspiele absolvierte der Österreicher mit seinem Einsatz gegen Werder Bremen mit dem Geißbock auf der Brust. Die Einsatzzeit hielt sich bei seinem besonderen Spiel allerdings in Grenzen, denn der 33-Jährige wurde von FC-Trainer Lukas Kwasniok erst acht Minuten vor Ende der Partie eingewechselt. Auch bei seinem 201. und bisher letzten Auftritt für die Kölner bekam der ehemalige Nationalspieler Österreichs nur acht Spielminuten. Seit nunmehr fünf Duellen spielt Kainz bei den Einwechslungen des FC-Coaches keine Rolle mehr – in die Startelf schaffte es der Mittelfeldspieler in dieser Saison sogar erst zwei Mal. Und das, obwohl Kwasniok 17 Mal mit einer unterschiedlichen ersten Elf begann.
Bittere Entscheidung
Trauriger Höhepunkt dürfte wohl die frühzeitige Rückreise nach Köln aus dem Trainingslager im spanischen La Nucia bedeutet haben. Denn Kainz kehrte nicht, wie der Rest der Mannschaft, über die Zwischenstation Heidenheim an den Rhein zurück. Der Kölner Routinier musste gemeinsam mit Luca Waldschmidt den direkten Weg wählen und stand für das vorletzte Duell der Hinrunde 2025/26 überraschend nicht im Kader der Geißböcke. Besonders bitter war bei dieser Entscheidung, dass Kwasniok Matthias Köbbing den Platz auf der Bank anbot – ein deutliches Zeichen. Zwar stand der Österreicher seitdem wieder zwei Mal im Kölner Kader, seine Qualitäten auf dem Platz beweisen durfte der Routinier allerdings nicht.
Noch im November äußerte sich Kwasniok zur Rolle seines Mittelfeldspielers. „Es ist oft sinnig, einen Schwimmer auf den vorderen Positionen zu haben. Mit Kainzi und Huseinbasic und Johannesson dahinter war Spielfreude im Zentrum möglich“, sagte der Trainer nach dem Duell gegen den Hamburger SV im November. Zur zugedachten Rolle von Kainz sagte der Kölner Coach im November: „Mit zunehmender Dauer einer Fußballlaufbahn wird es einfach etwas schwieriger, diese Akzente dann auch von Beginn an zu setzten“, so Kwasniok. Eine deutliche Aussage – und eine Rollenzuweisung, die in Verbindung mit den aktuellen Entwicklungen der Spielzeit zukünftig nicht auf viele Einsatzminuten hindeutet. Ob und vor allem wie viele Minuten der dienstälteste Kölner noch mit dem Geißbock auf der Brust auf dem Platz stehen wird, ist offen.
Der Vertrag des 33-Jährigen läuft bekanntlich im Sommer 2026 aus. Eine Tendenz bezüglich möglicher Gespräche ist noch nicht abzusehen, doch der Österreicher weiß um seine Situation. „Ich bin jetzt in einem Alter, in dem man nicht mehr die ganz langen Verträge hat“, sagte Kainz im Sommer im Interview mit come-on-fc.com. „Ich lasse es in Ruhe auf mich zukommen.“
29 Mal probiert, endlich ist es passiert! Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück
Simon Bartsch
Mit einem guten Spiel und einem überragenden Freistoß setzt er nach einer schwereren Phase wieder ein Ausrufezeichen beim 1. FC Köln: Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück.
Noch kein Mal schaffte es der Mittelfeldspieler in die Anfangsformation – bis zum Sonntag. Und sofort zeigte er eine beeindruckende Leistung für den 1. FC Köln: Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück.
Florian Kainz jubelt mit der Mannschaft
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Für Florian Kainz gab es erst einmal nur einen Weg. Den zu Linton Maina. Der Mittelfeldspieler schüttelte seine Mannschaftskollegen nach seinem Treffer mit einer kurzen Täuschung ab, um seinem langjährigen Weggefährten lächelnd in die Arme zu fallen. Die beiden Kölner Profis eint eine ungewohnte Rolle in dieser Saison. Sowohl Maina als auch Kainz gehörten in den vergangenen Jahren zu den Stammspielern, oft auch zu den Leistungsträgern, zumindest zum erweiterten Kreis der Startelf. In dieser Saison ist alles anders. Die beiden Offensivkräfte kommen nicht so recht über die Rolle des Jokers hinaus. Im Sommer hatten sowohl Maina als auch Kainz im Interview mit come-on-fc.com gesagt, dass sie sich über den neuen, großen Konkurrenzkampf freuen. Die Freude hielt sich sicherlich zuletzt in Grenzen.
„Die ganze Situation war Wahnsinn“
Doch Lukas Kwasniok hält auch weiterhin sein Wort. Am Freitag hatte der Trainer gesagt, dass Florian Kainz irgendwann durchaus seine Chance von Beginn an bekommen würde. Und nur zwei Tage später war das irgendwann dann auch gekommen. Kainz und Maina standen in der Anfangsformation, der Österreicher zum ersten Mal in dieser Spielzeit, der gebürtige Berliner in der Liga zum zweiten Mal. „Dadurch, dass die Hamburger eben auch in einem 3-4-3 oder einem 3-5-2 zum Teil gegen den Ball agieren, war die Überlegung mit Ragnar Ache und mit Linton zwei unterschiedliche Spielertypen auf die letzte Reihe zu positionieren“, sagte Kwasniok. „Dann ist es manchmal schon auch sinnig, so einen Schwimmer irgendwo rund um die zwei zu positionieren.“ Kwasniok wollte mit diesem Schwimmer spielerische Mittel durchs Zentrum finden.
Und Kainz fand diese. Gerade im ersten Abschnitt lief im Zentrum viel über den Mittelfeldspieler. Der Routinier wich aber auch auf die Außen aus. Schon im ersten Abschnitt hätte der Offensivspieler treffen müssen, kurz bevor Ache die Führung erzielte. „Vor dem 1:0 wäre der Weg für mich frei gewesen und im Nachhinein war die ganze Situation Wahnsinn. Ich hätte dreimal selbst schießen können, dann wollte ich nicht zu Linton passen, weil ich dachte, dass er im Abseits stehen könnte“, sagte Kainz. „Dann kriegt ihn Linton auch nicht unter. Ragy hat es dann gut gemacht und ich freue mich, dass er wieder getroffen hat.“ Kainz nutzte dafür einen ruhenden Ball. Und das hatte nicht nur Seltenheitswert, das war die Premiere. „Ich habe ihn gut getroffen und bin froh, dass ich jetzt das erste Freistoß-Tor in meiner Karriere geschossen habe.“ 15 Jahre und 29 Versuche brauchte es für dieses Tor.
„Er hat die Chance genutzt“
Ein besonders schönes und ein besonders wichtiges. Denn eigentlich hatte der FC damit das Momentum wieder auf seiner Seite. „Kainzi hat heute diese Möglichkeit bekommen. Er hat sie genutzt und mit einem tollen Freistoß dann auch untermauert“, lobte Kwasniok, der aber auch schnell wieder bremste. „Er weiß, dass er nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten machen kann. Wir hoffen, dass wir nicht so lange auf das zweite Freistoß-Tor von ihm werden warten müssen wie aufs erste.“ Das hofft wohl auch Kainz, der sich in seiner „neuen Rolle“ auf der Bank erst einmal zurecht finden musste. „Es ist natürlich schön, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte der Mittelfeldspieler. Für Kainz wird es in den kommenden Wochen und Monaten darum gehen, Eigenwerbung zu betreiben. Denn bekanntlich läuft der Vertrag des Österreichers im Sommer aus. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Dienstältester Profi des 1. FC Köln: Florian Kainz zwischen Akzeptanz und Ehrgeiz für mehr
Simon Bartsch
Vor zwei Spielzeiten Kapitän, in dieser Saison meist Joker beim 1. FC Köln: Florian Kainz muss seine neue Rolle bei den Geißböcken akzeptieren. Das tut der Österreicher laut Trainer Lukas Kwasniok auch.
In der Vorbereitung gehörte der Offensivspieler zu den auffälligsten Kölnern. Doch aktuell gibt es eher wenig Einsatzzeit für den Spieler des 1. FC Köln: Florian Kainz muss seine neue Rolle akzeptieren.
Schwere Zeit für Florian Kainz beim 1. FC Köln (Foto: Lars Baron/Getty Images)
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Die Begegnung war längst entschieden, als Florian Kainz noch einmal an seiner Einsatzzeit-Uhr drehen durfte. Der Österreicher kam so aber in den Genuss, wieder einmal einen Flutlicht-Pokalfight auf dem Platz zu erleben und das auch noch gegen die wohl beste Mannschaft des Landes. Für Kainz sicherlich ein Highlight-Spiel, vielleicht generell ein Highlight. Denn so richtig viel Spielzeit bekommt der Ex-Kapitän der Geißböcke beim FC zurzeit nicht mehr. Angesichts der Neuverpflichtungen in der Offensive ein erwartbares Szenario. „Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß mit Jakub und seiner Bundesligaerfahrung. Dazu Said, der ein Shootingstar ist. Aber auch mit Linton und rechts mit Jan Thielmann. Gerade auf den Außen ist die Konkurrenz sehr groß“, hatte Kainz im Sommer im Interview mit come-on-fc.com gesagt.
Große Konkurrenz für Kainz
Die Konkurrenz ist aktuell so groß, dass der 33-Jährige eben ein wenig hinten dran ist. Eine ganz neue Rolle für Kainz, die sich aber schon in der vergangenen Saison andeutete. Auch da gehörte der Mittelfeldspieler nicht immer zur ersten Wahl, kam aber immerhin auf 28 Einsätze, 16 von Beginn an. In dieser Spielzeit machte der Österreicher am Mittwoch die 100 Spielminuten voll, steht jetzt bei 109. „Die Kommunikation ist der wichtigste Part in der heutigen Zeit, in der heutigen Welt und wir haben sehr klar miteinander kommuniziert, dass diese Rolle für ihn jetzt erstmal angedacht ist, weil er der Mannschaft vor allem am Ende des Spiels Impulse geben kann“, sagte Lukas Kwasniok. „Bundesliga ist auch ein gewisser Abnutzungskampf. Da gibt es viel Physis.“ Mit zunehmender Laufbahn, sei es etwas schwieriger, Akzente zu setzen, fuhr der Trainer fort.
Kainz ist beim FC mittlerweile der dienstälteste Spieler. Der Österreicher wechselte im Januar 2016 an den Rhein, kommt mittlerweile auf 196 Pflichtspiele für den FC. Kainz stand bei den Geißböcken öfter auf dem Platz als Lukas Podolski, Dirk Lottner oder Thomas Häßler. Dennoch ist die Rolle neu und für Kainz sicherlich nicht immer einfach. „Er hat dennoch diesen Ehrgeiz, uns auch von Beginn an helfen zu können und es wird Spiele geben, wo das der Fall sein wird. Genauso ist er dann auch enttäuscht, wenn er diese Rolle mal am Ende eines Spiels wie jetzt in Dortmund nicht bekommt“, sagte der Coach. „Wenn er das nicht mehr hätte, würde ich ihm raten, Beachfußball an der Copacabana zu spielen. Er ist aber ein Leistungssportler.“ Die Mischung zwischen Rolle akzeptieren und Ehrgeiz für ein bisschen mehr, sei laut Kwasniok die richtige.
Gegen den Hamburger SV wird es angesichts der starken Konkurrenz wohl auch erst einmal wieder der Bankplatz sein.
Florian Kainz im Interview – von Heimat, alten Fotos und bitteren Momenten
Simon Bartsch
Florian Kainz geht in dieser Spielzeit in seine siebte komplette Saison beim FC. Mit come-on-fc.com sprach er im Interview während des Trainingslagers in Bad Waltersdorf über seine Zeit beim 1. FC Köln: Florian Kainz spricht über seine Konkurrenz und die Zukunft.
Die Rückkehr in die Steiermark freut den Österreicher besonders. Das diesjährige Trainingslager findet in Bad Waltersdorf statt – und der Routinier fühlt sich wohl – in der Heimat und beim 1. FC Köln: Florian Kainz spricht über seine Konkurrenz und die Zukunft.
Florian Kainz im Interview mit come-on-fc.com
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Herr Kainz, Sie scheinen keine großen Probleme mit Drehschwindel zu haben. In der ersten Trainingseinheit hier in Bad Waltersdorf mussten Sie sich einige Male um eine Stange drehen und dann aufs Tor schießen. Während die Kollegen zum Teil umgefallen sind, haben Sie den Ball in den Winkel genetzt…
Florian Kainz: Das war reines Glück (lacht). Es war eine unübliche Übung zum Start ins Trainingslager. Die hat natürlich jedem Spaß gemacht. Ich wollte einfach den Ball aufs Tor bekommen. Aber es ist cool, dass nicht immer die gleichen Sachen gemacht werden. Die Übung war aber eher dem geschuldet, dass wir noch das Spiel von Freitag in den Beinen und die Reise in den Knochen hatten. Deswegen haben wir nicht so viel trainiert. Die nächsten Tage werden wir richtig Gas geben.
„Das bedeutet etwas“
Im vergangenen Jahr hatten Sie in einem Interview angedeutet, wie sehr Sie sich auf das Trainingslager hier freuen. Sie kommen schließlich aus der Steiermark. Doch es kam anders. Eine Verletzung hat die Pläne durchkreuzt. Dieses Mal hat es geklappt.
Ich freue mich sehr, dass ich dieses Mal dabei bin. Das war letztes Jahr schon extrem bitter. Ich habe mich einen Tag vor dem Trainingslager im Testspiel verletzt, dann bin ich operiert worden. Ich hatte mich schon sehr gefreut. Denn ich war hier schon vor 15 Jahren mit Sturm Graz im Trainingslager. Auch hier im Hotel. Im Keller hängen noch Fotos von 2010 und 2011, auf denen ich zu sehen bin. Das ist schon lustig.
Löst so eine Rückkehr auch Wehmut aus. Immerhin sind Sie jetzt seit sehr langer Zeit aus der schönen Steiermark weg, Köln ist ein anderes Pflaster.
Ich freue mich einfach, dass wir hier sind und zum Testspiel dann auch ein paar bekannte Gesichter kommen – Freunde, aber auch Familie. Das ist sonst ja nicht so möglich. Für die Familie ist das schon cool, wenn sie sich das Training anschauen können.
Sie gehen beim FC nun in die siebte komplette Saison. Köln muss doch mittlerweile auch so etwas wie Heimatgefühle auslösen?
Es ist eine lange Zeit. Und ich fühle mich sehr wohl in Köln. Meine beiden Söhne sind in Köln geboren. Ich verbinde also sehr viel mit der Stadt. Im Fußballerleben ist ja fast schon außergewöhnlich, eine so lange Zeit bei einem Verein zu verbringen. Das bedeutet etwas.
Die siebte volle Saison, sechseinhalb Jahre FC. Europa, Ab- und Aufstieg – es gab Höhen und Tiefen. Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Viel. Wir sind zwei Mal Zweitliga-Meister geworden. Auf-, aber auch abgestiegen, die Relegation, die Conference League, Klassenerhalt – es ist schon sehr viel passiert. Gerade die Spiele in der Conference League, aber auch die Aufstiege bleiben einem sehr positiv in Erinnerung. Genauso wie besondere Spiele und Tore.
„Ich habe einfach versucht, meinen eigenen Weg zu finden“
Es gab aber auch negative Erlebnisse. Gerade die vorletzte Saison war für Sie keine besonders schöne, obwohl sie mit dem Kapitänsamt doch recht gut begonnen hat. Wie haben Sie die Spielzeit persönlich erlebt?
Es war eine schwierige Saison, mit einem schlechten Ende. Ich habe es auch persönlich nicht geschafft, meine Leistung zu bringen und dann ist natürlich Kritik aufgekommen. Das ist so im Fußball. Ich habe versucht, mich da rauszukämpfen und wieder meine Leistung zu bringen. Das war in der vergangenen Saison eine andere Konstellation. Da war es aber auch schwierig für mich, in die Saison reinzukommen. Ich bin erst spät in die Vorbereitung eingestiegen, war dann lange raus wegen der Verletzung. Dann in die Mannschaft zu kommen, war nicht einfach. Aber so ist das im Fußball.
Sie sind einer der routinierten Spieler. Wie gehen Sie mit Kritik um. Sind Sie da nach all den Jahren abgehärtet oder tut das dann doch noch irgendwie weh?
Jeder hat ja einen anderen Zugang zu Kritik. Ich kann das ganz gut einschätzen. Wenn ich weiß, dass es gerade nicht so gut läuft und auch mit meiner Leistung selbst nicht zufrieden bin, dann ist es ja ganz normal, dass Kritik aufkommt. Wenn ich weiß, dass ich gerade nicht so performe, dann lese ich mir auch nicht alles durch. Es ist einfach, Sachen zu lesen, wenn man ein Tor schießt oder gewinnt. Ich war aber nie der Spieler, der viele Kommentare gelesen hat. Vielleicht auch als Selbstschutz. Für mich habe ich da einen guten Weg gefunden, damit umzugehen.
Es wurde viel darüber gesprochen und geschrieben, dass Sie die Kapitänsbinde gelähmt haben könnte. War die Binde für Sie dann doch auch eine Bürde?
Es ist von Anfang an viel geschrieben geworden, auch dass die Binde vielleicht eine große Bürde ist. Ich bin nicht so der Lautsprecher, der war ich nie. Vielleicht ist das von mir erwartet worden. Ich habe einfach versucht, meinen eigenen Weg zu finden.
„Meine stärkste Position ist sicher Linksaußen“
Als Leader werden Sie im Team aber dennoch wahrgenommen. Die jungen Spieler haben doch bestimmt immer den Rat bei Ihnen gesucht.
Das war damals auch so. Das ist aber nichts, was von außen wahrgenommen wird – und auch nicht muss. Das mache ich weiterhin, obwohl ich kein Kapitän mehr bin. Das machen aber alle älteren Spieler.
Sie haben in der Vergangenheit einige Male eine Art offensive Sechs gespielt. Auch dort gab es Stimmen, die wussten, dass das nicht Ihre Position ist…
Meine stärkste Position ist sicher Linksaußen. Da kommt es aber auch auf das System an. Ich habe in der Vergangenheit aber auch schon gezeigt, dass ich auf anderen Positionen gute Spiele machen kann und flexibel einsetzbar bin. Nur, wenn ich dann gute Spiele gemacht habe, ist das nicht so thematisiert worden.
“Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß“
Der FC hat mit Said El Mala einen Außenspieler bekommen, Jakub Kaminski ist dazugekommen, Linton Maina geblieben. Gerade auf den Außen wird die Konkurrenz nicht kleiner.
Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß mit Jakub und seiner Bundesligaerfahrung. Dazu Said, der ein Shootingstar ist. Aber auch mit Linton und rechts mit Jan Thielmann. Gerade auf den Außen ist die Konkurrenz sehr groß. Das ist aber auch gut und jeder nimmt das im Training gut an und versucht, Gas zu geben.
Jetzt wird es wohl wieder um den Klassenerhalt gehen. Was erwarten Sie von der kommenden Saison?
Es wird eine harte Saison. Eine, in der wir von Beginn an direkt da sein müssen. Wir müssen die vier Wochen jetzt richtig gut nutzen. Es gibt einen neuen Trainer. Wir haben in den Testspielen gesehen, dass noch nicht alles funktioniert. Wir haben noch ein bisschen Zeit. Wir freuen uns alle auf den Saisonbeginn. Es sind viele Spieler dabei, die beim Abstieg und dann beim Aufstieg dabei waren. Wir freuen uns, wieder zurück zu sein.
Florian Kainz spricht über seine Zukunft
Ihr Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Wie geht es weiter? Hat es schon Gespräche gegeben?
Es gab noch keine Gespräche. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem man nicht mehr die ganz langen Verträge hat. Ich lasse das in Ruhe auf mich zukommen.
Gegen Leicester spielt der FC in der Merkur-Arena. Eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Wie wird das für Sie?
Das ist schon sehr cool, dass wir da spielen. Das ist das Stadion, in dem ich aufgewachsen bin. Das war das Stadion, in das ich als kleines Kind als Fan hingegangen bin. Ich hab da 14 Jahre gespielt. Das letzte Mal 2016. Ich freue mich, dass wir dort spielen. Das wird für mich ganz besonderes.