Rav van den Berg vor Rückkehr beim 1. FC Köln: „Wenn mich der Coach braucht, bin ich da“
Simon Bartsch
Gut zwei Monate fiel der Niederländer nach einer Schulterverletzung aus. Nun steht das Comeback schon aufgrund der Verletzungen der Mitspieler bevor beim 1. FC Köln: Rav van den Berg drängt wieder in die Startelf.
Die Begegnung gegen Wolfsburg wird Rav van den Berg nicht in bester Erinnerung haben. Nach einem Foulspiel fiel der Abwehrspieler lange aus. Doch auch aufgrund weiterer Verletzungen wird ein Einsatz am Samstag wahrscheinlich für den Königstransfer des 1. FC Köln: Rav van den Berg drängt wieder zurück in die Startelf.
Rav van den Berg wird beim 1. FC Köln wieder eine Option
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Durch das Gegentor von Jonathan Burkardt war die Verletzung von Joel Schmied am vergangenen Samstag vielleicht zunächst ein wenig untergegangen. Doch spätestens als der Schweizer nach dem Spiel in die Kabine humpelte, war wohl klar, dass der FC den nächsten Ausfall eines Innenverteidigers zu beklagen hat. Zunächst Luca Kilian, dann Rav van den Berg, schließlich Timo Hübers und nun also Schmied. Immerhin kehrt der Niederländer nun wieder in den Kader der Geißböcke zurück. Und angesichts der Verletzungswelle stehen die Chancen nicht schlecht, dass van den Berg am Samstag gegen Bremen auflaufen wird. „Wenn der Trainer mich braucht, dann bin ich da“, sagte van den Berg am Rande der Trainingseinheit am Donnerstag.
So ein wenig würde es wieder ein Sprung ins kalte Wasser werden. Denn so richtig ist der 21-Jährige beim FC noch gar nicht angekommen. Beim FC Middlesbrough war der Abwehrspieler im Sommer nicht zum Einsatz gekommen – auch nicht in den Testspielen. In Köln war daher erst einmal Aufbau angesagt. „Ich musste ja erst einmal fit werden, dann war es schön zu spielen, dann kam die Verletzung“, sagt van den Berg. Gegen Wolfsburg zog sich der Abwehrspieler eine Schulterverletzung zu, fiel lange aus. „Das waren keine guten Monate für mich“, so der 21-Jährige. „Jetzt bin ich wieder da.“ Der Abwehrspieler wurde bekanntlich im Sommer für rund acht Millionen Euro verpflichtet, gilt als sportliche und wohl auch wirtschaftliche Hoffnung beim FC. Denn van den Berg macht keinen Hehl daraus, eines Tages in der Premier League spielen zu wollen.
Nun könnte es mit einem Startelf-Einsatz schnell gehen. Die Verletzungen seien natürlich keine gute Nachrichtigen für die Spieler und den Verein. Aber einen besonderen Druck verspüre der Niederländer nicht. „Ich will ja spielen“, sagt van den Berg. Einen ersten Einsatz gab es sogar schon wieder für die U21 der Elftal. „Ich war sehr glücklich. Ein Fußballer will immer spielen. Ich habe fast zwei Monate nicht gespielt“, so van den Berg weiter. „Deswegen war es schon sehr schön, auf dem Platz zu stehen.“ Gegen Frankfurt reichte es noch nicht für den Kader. Doch van den Berg fühlt sich bereit. Dennoch ist ein Startplatz in der Anfangsformation noch nicht sicher. „Das entscheidet der Trainer, nicht ich. Ein Fußballspieler denkt immer, dass er bei 100 Prozent ist“, so der 21-Jährige. „Vielleicht denkt der Trainer anders. Aber wenn mich der Coach braucht, bin ich da.“
Durch die Ausfälle der weiteren Abwehrspieler wird Kwasniok eigentlich nicht mehr an van den Berg vorbeikommen. Allerdings probierte der Kölner Coach schon mehrfach nominell positionsfremde Spieler in der letzten Kette aus.
Rav van den Berg trainiert mit dem Team, Lukas Kwasniok bremst aber die Erwartungen
Simon Bartsch
Am Freitag absolvierte Rav van den Berg wieder eine Einheit mit dem Team. Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining will FC-Coach Lukas Kwasniok daraus aber noch nicht machen beim 1. FC Köln: Rav van den Berg arbeitet am Comeback.
Seine Rückkehr wird laut Lukas Kwasniok „herbeigesehnt“. Dennoch ist auch weiterhin Geduld gefragt beim 1. FC Köln: Rav van den Berg arbeitet am Comeback.
Rav van den Berg am Ball
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Viele Fans hatten sich am Freitag nicht zum Training der Kölner ans Geißbockheim aufgemacht. Die, die vor Ort waren, bekamen Rav van den Berg beim Fußballtennis mit seinen Mannschaftskollegen zu sehen. Der Niederländer machte die lockere Einheit mit dem Team mit und hatte sichtbar Spaß. Van den Berg hatte sich im Duell gegen den VfL Wolfsburg eine Schultereck-Verletzung zugezogen, musste operiert werden und fällt seitdem aus. Der teuerste Abwehrspieler der Kölner Vereinsgeschichte wird ohnehin vermisst, durch die schwere Verletzung von Timo Hübers ist eine schnelle Rückkehr der Wunsch des Trainers und wohl auch der Fans. Und diese dürften sich dann auch Hoffnung auf ein baldiges Comeback machen, immerhin ist der 21-Jährige wieder am Ball.
Kein Mannschaftstraining
Doch Lukas Kwasniok schob einer möglichen Euphorie um eine baldige Rückkehr sehr schnell einen Hebel vor. „Ich weiß nicht, ob man das als Mannschaftstraining titulieren kann, wenn man ein wenig Fußballtennis spielt“, sagte der Kölner Coach am Rande des Trainings. „Es war heute der zweite Tag nach der Schlacht gegen die Bayern. Die Jungs sind in keinem Spiel so viel gesprintet. Insofern war klar, dass wir heute nicht so viel machen. Ohne jeglichen Körperkontakt war es ein perfekter Tag, um ihn da einzubinden.“ So arbeitete der Abwehrspieler am Ball, ohne der Gefahr von Zweikämpfen ausgesetzt zu sein. „Es ist schon der Plan, dass er spätestens nach der Länderspielpause wieder alles absolvieren kann“, so Kwasniok weiter. „Die nächste Woche wird noch mit angezogener Handbremse stattfinden. Wir sehnen die Rückkehr grundsätzlich herbei.“
Damit würde sich der Engpass in der Hintermannschaft ein wenig verbessern. Aktuell stehen den Kölnern als nominelle Innenverteidiger Dominique Heintz, Joel Schmied und Cenk Özkacar zur Verfügung. Tom Krauß und Eric Martel spielten in dieser Saison schon häufig auf der Position, am Mittwoch wurde die Rolle von Kristoffer Lund übernommen. Dennoch sollen sich die Kölner Verantwortlichen auf der Suche nach einem weiteren Innenverteidiger befinden. Timo Hübers und Luca Kilian fallen mit ihren Knieverletzungen bekanntlich noch monatelang aus. Eine Rückhol-Aktion von Julian Pauli oder Elias Bakatukanda erscheint weiterhin sehr unwahrscheinlich. Mit Jan Thielmann soll auch ein weiterer Verletzter in der Länderspielpause wieder ins Training einsteigen. Der Offensivspieler hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen.
Fanprojekt-1991: Im Wahlcheck äußern sich die Kandidaten zum Stadion, dem Geißbockheim und Pyros
Hendrik Broschart
Vorstandswahl im Blick: Beim Kandidatencheck des Fanprojekts 1991 stellten sich die Teams den Fragen der Anhänger des 1. FC Köln: Podiumsdiskussion zur Vorstandswahl.
Über 3000 Fans verfolgten die erste Wahlarena des Fanprojekts 1991, bei der drei Teams mit teils gegensätzlichen Positionen um das Vorstandsamt warben beim 1. FC Köln: Podiumsdiskussion zur Vorstandswahl.
Historisch: Erstmals in der Vereinsgeschichte treten drei Teams zur FC-Vorstandswahl an. Foto: Redaktion
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Am Freitagabend lud das Fanprojekt 1991 zum großen Kandidatencheck für die anstehende Vorstandswahl Ende September ein. Über 3000 Zuschauer verfolgten im Livestream auf YouTube die erste Ausgabe der Wahlarena zur FC-Vorstandswahl. Im Vorfeld konnten Mitglieder ihre Fragen an die Kandidaten einreichen. Diese wurden von den Organisatoren thematisch zusammengefasst und bildeten die Grundlage für den Abend. So erhielten alle Anwärter die Möglichkeit, ihre Ideen und Konzepte einem breiten Publikum zu präsentieren und für ihre Teams zu werben.
Ein Novum in der Geschichte des 1. FC Köln
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des 1. FC Köln Ende September wartet dabei eine Premiere: Erstmals in der Vereinsgeschichte treten gleich drei Teams zur Wahl des Vorstands an. Vom Mitgliederrat vorgeschlagen wurde das Trio Jörn Stobbe, Ulf Sobek und Jörg Alvermann. Zwei weitere Bewerbergruppen sicherten sich durch die notwendige Unterstützung von mindestens drei Prozent der Mitglieder ebenfalls die Teilnahme. Dazu gehört das Team um Wilke Stroman, die ehemalige FC-Spielerin Tugba Tekkal und den amtierenden Vizepräsidenten Carsten Wettich. Als drittes Trio bestätigte der Verein im Juli die Gruppe um Sven-Georg Adenauer, Thorsten Kiesewetter und Martin Hollweck. Kiesewetter allerdings musste die Podiumsdiskussion krankheitsbedingt absagen. Seinen Platz übernahm Roland Koch, langjähriger Co-Trainer von Christoph Daum und Mitglied des Teams um Sven-Georg Adenauer.
Zukunftsvisionen, Talentflucht und Wirtschaftlichkeit
Moderator Cedric Pick führte durch den Abend und hatte gleich von Beginn an alle Hände voll zu tun. Denn die Parteien bemühten sich, dem Publikum vor Ort und den Zuschauern an den Bildschirmen ihre unterschiedlichen Auffassungen zu zentralen Themen deutlich zu machen. Neben komplexeren Fragen wie einer möglichen Veränderung der Rechtsform oder der wirtschaftlichen Ausrichtung des Vereins wurde auch über die Bedeutung sportlicher Kompetenzen im Vorstand intensiv diskutiert. Team Adenauer betonte dabei, die sportliche Expertise liege nicht im Präsidium.
Vielmehr sei es dessen Aufgabe, „die richtigen Leute auf den entscheidenden Positionen zu finden“, wie es Roland Koch formulierte. Ulf Sobek widersprach und erklärte: „Sportkompetenz im Vorstand ist unabdingbar und hat bislang gefehlt.“ Tugba Tekkal schloss sich dieser Sichtweise an. Über ihr Netzwerk und ihre Erfahrung aus 95 Bundesliga-Partien wolle sie ihre Expertise einbringen. Gleichzeitig sei jedoch wichtig, „dass der Vorstand keine operativen Entscheidungen trifft und dass man dem Sportdirektor freie Hand gibt und ihm Wertschätzung entgegenbringt.“
Der ablösefreie Abgang vielversprechender Talente ist immer wieder ein Thema am Geißbockheim. Er zählt ohne Zweifel zu den Fragen, die auch die FC-Fans besonders beschäftigen. Entsprechend stand dieser Punkt bei der Podiumsdiskussion weit oben auf der Agenda, wobei sich die Kandidaten in ihren Ansätzen deutlich voneinander unterschieden. Roland Koch sagte dazu: „Ich glaube, man sollte Spielern wie Florian Wirtz ganz klar aufzeigen: Der FC hat dich ausgebildet. Und wenn du ihn verlassen willst, dann gib dem Verein etwas zurück.“ Tekkal hingegen betonte Nähe und Wertschätzung: „Nahbarkeit und Wertschätzung zeigen und Jugendspiele schauen. Wir wollen die Nummer eins im Westen sein, und dafür müssen wir etwas tun.“ Ulf Sobek wiederum plädierte für eine ganzheitliche Förderung. Entscheidender sei die persönliche Entwicklung junger Spieler. „Wie fühlt sich ein Spieler im Umfeld, im Verein?“, fragte er und verwies auf die Idee, zusätzliche Übergangs- und Entwicklungstrainer einzusetzen, die die Talente individuell begleiten und betreuen könnten.
Wo stehen die Kandidaten im Konflikt um das Geissbockheim?
Der Ratsbeschluss vom 3. Juni, der jede Möglichkeit zum Ausbau der Heimat des 1. FC Köln verhindert hätte, war erfolgreich von den Vereinsanhängern auf dem Rathausplatz in Köln unter lautem Protest blockiert worden. In dieser Frage zeigten sich die Kandidaten einig: Der Ausbau des Geißbockheims muss weiterverfolgt werden. Sven-Georg Adenauer betonte: „Mir kann keiner weismachen, dass auf der Fläche der Gleueler Wiesen keine Plätze Platz haben. Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit: Der Ausbau des Geißbockheims gehört dazu.“
Jörg Alvermann forderte: „Wir brauchen zwei Dinge: einen komplett neuen politischen Aufschlag und eine neue gerichtliche Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts. Wir haben erlebt, wie die Gleueler Wiesen zum Spielball politischer Interessen geworden sind. Viel eher brauchen wir gemeinsame Lösungen mit den anliegenden Breitensportvereinen. Solange dieser Streit anhält, müssen wir alternative Sportplätze haben, und die bekommt der FC nur zusammen mit dem Breitensport.“ Tekkal unterstrich die gesellschaftliche Dimension der Angelegenheit: „Ich glaube, Emotionalität ist wichtig. Wir müssen sagen: Es geht nur gemeinsam. Es darf nicht das Gefühl entstehen, dass es sich hier nur um ein Anliegen des FC handelt, sondern um ein Projekt, das das gesamte Stadtbild verändern kann. Wir brauchen alle an einem Tisch.“
Adenauer: “Wir bauen das erste klimaneutrale Stadion”
Auch das RheinEnergieSTADION rückte im Laufe des Abends in den Fokus. Hier sorgte das Team Adenauer mit einer Aussage für besonderes Aufsehen: „Wir wollen ein einmaliges Stadion bauen, ein grünes Stadion, das dazu beiträgt, dass CO₂-Emissionen sinken. Es soll auch ein Magnet für Touristen werden mit 80.000 Plätzen Kapazität und einem weltweiten Vorbildcharakter“. Carsten Wettich machte direkt klar, was er und seine Mitstreiter von diesem Vorschlag hielten: „Ein Neubau kommt nicht infrage, den schließen wir aus.“
Ein solcher Schritt sei im Grundsatz denkbar. Er bringe aber erhebliche Probleme mit sich, etwa für Anwohner oder bei der infrastrukturellen Erschließung. Auch die Kostenfrage spiele eine Rolle, denn ein Ausbau würde sich finanziell nicht lohnen. Stattdessen stellte er eine andere Perspektive heraus: „Man müsste es schaffen, dass das Stadion ein Anlaufpunkt wird, der 365 Tage im Jahr genutzt wird.“ Jörn Stobbe führte diesen Gedanken noch weiter aus: „Man muss größer denken und über Olympia nachdenken. Eventuelle Probleme eines Neubaus kann man angehen. Wir wollen eine Strategie entwickeln für 2048, mit der Einbindung der Mitglieder. Alle Probleme sind lösbar in Kooperation mit der Stadt.“
Der Umgang mit der aktiven Fanszene
Gegen Ende der Veranstaltung rückte schließlich auch der Umgang mit der aktiven Fanszene sowie der Einsatz von Pyrotechnik im Stadion in den Fokus. Bezug genommen wurde dabei auf die umstrittene Messer-Choreografie aus dem Rhein-Derby im Februar diesen Jahres. Diese hatte für Aufruhr und harsche Kritik gesorgt. Unter anderem von NRW-Innenminister Herbert Reul, der damals von einem „Skandal“ sprach. Adenauer schloss sich der Kritik an und betonte: „Das ist geschmacklos und hätte es mit mir nicht gegeben.“ Jörg Alvermann widersprach: „Es ist ein Irrglaube, dass wir als Verein weiterkommen, wenn wir die Geschmackspolizei spielen. Wenn wir das verbieten, werden wir mit der Südkurve nicht weit kommen.“ Auch Jörn Stobbe stellte sich hinter diese Haltung: „Choreo ist Kunst und muss provozieren.“ Wilke Stroman hingegen zeigte sich ablehnend: „Ich fand’s drüber. Man kann eine Haltung haben und sagen: Es ist unsere Verantwortung, das muss nicht sein.“
Im gleichen Zusammenhang äußerten sich die Kandidaten auch zum Einsatz von Pyrotechnik in den Stadien und zu den damit verbundenen Bedenken. Alvermann erklärte: „Pyro und Bengalos sind keine Erfindung des 1. FC Köln, sondern Teil der Fankultur. Doch wie gehen wir damit um, dass der FC dadurch solch hohe Strafen bekommt? Wenn Ängste bestehen, muss man darauf reagieren.“ FC-Vizepräsident Carsten Wettich machte hingegen deutlich: „Der Stadionbesuch beim 1. FC Köln ist sicher. Grenzüberschreitungen, die wir nicht akzeptieren, gibt es beim Thema Pyro ganz klar. Alles, was die Hand verlässt, ist ein No-Go. Das ist aber kein isoliertes Problem des FC, sondern eine Aufgabe des Verbands.“ Den bestehenden Strafenkatalog des Deutschen Fußball-Bundes bezeichnete Wettich in diesem Zusammenhang als gescheitert.
Veränderungen im Team um Jörn Stobbe
Zum Abschluss der Diskussionsrunde nutzten die Anwärter noch einmal die Gelegenheit, ein Wort an das Plenum zu richten. Tekkal begann: „Der FC steht für Werte, für die auch ich stehe. Der Fußballplatz ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Es geht darum, alle Menschen zu erreichen und zu beeinflussen. Ich bin davon überzeugt, dass wir drei die beste Antwort darauf sind, weil wir das beste Spiegelbild dieser Stadtgesellschaft repräsentieren.“ Adenauer betonte: „Ich werde Werte wie Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz in den Vordergrund stellen. Wir müssen zeigen, wie wichtig der Sport für die Gesellschaft ist. Für die Stadt Köln, aber auch für das ganze Land. Wenn der FC stark aufgestellt ist, dann tut das auch ganz Deutschland gut.“
Jörn Stobbe und Ulf Sobek schließlich nutzte die Bühne für eine besondere Ankündigung. „Wir glauben, dass wir vom Mitgliederrat ausgewählt wurden, weil wir in unserem Team Gedankenvielfalt darstellen.“ Dennoch kündigte Ulf Sobek das Trio personelle Veränderungen an: „Wir werden konkret darstellen, wie wir unser Team diverser und weiblicher aufstellen können. Wir freuen uns, dass wir eine absolut fachkompetente Frau an unserer Seite haben werden.“
Lukas Kwasniok bremst die Euphorie um Rav van den Berg
Simon Bartsch
Mit Rav van den Berg haben die Kölner spät in der Transferphase ihren Königstransfer gelandet. Um den Niederländer herrscht sicherlich auch aufgrund der hohen Ablöse jetzt schon mächtig Euphorie. Das geht den Verantwortlichen ein bisschen zu schnell beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bremst Euphorie um Rav van den Berg.
Bevor er überhaupt gegen einen Ball im Trikot des FC getreten hat, entwickelt sich der Niederländer schon zum Publikumsliebling beim 1. FC Köln: Doch Lukas Kwasniok bremst Euphorie um Rav van den Berg.
Fans beim Training des 1. FC Köln im neuen Jersey
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Natürlich hatten das gute Wetter und die Sommerferien einiges dazu beigetragen, doch sicherlich waren am Donnerstag und Freitag auch zahlreiche Fans ans Geißbockheim gekommen, um den neuen Innenverteidiger bei den ersten Einheiten auf dem Platz zu sehen. Die Hoffnung in den 21-Jährigen Niederländer ist groß. Und das, obwohl Rav van den Berg zuletzt seine Erfahrung in der zweitklassigen Championship sammelte. Das Potenzial des Abwehrspielers muss groß sein, sonst hätte sich der FC die Dienste des Spielers nicht an die zehn Millionen Euro kosten lassen. Englische Medien berichten hartnäckig weiter von rund zwölf Millionen. Und schon die exorbitante Ablösesumme, immerhin die dritthöchste, die der FC je auf den Tisch gelegt hat, hat eine regelrechte Euphorie entfacht. So waren am Freitag zahlreiche Fans zum Geißbockheim und zum Dom, wo die obligatorische Andacht stattfand, gepilgert und hatten sich zuvor mit „van den Berg“-Domtrikots eingedeckt.
Keine „Wunder-Dinge erwarten“
Ob der Niederländer aber schon im Pokalspiel am Sonntag bei Jahn Regensburg zum Einsatz kommt, erscheint mindestens fraglich. Zumindest trat Kwasniok auf der obligatorischen Pressekonferenz mächtig auf die Euphoriebremse. „Ich möchte den Hinweis geben, dass gerade Rav van den Berg in den vergangenen drei Wochen nur individuell trainiert hat, nicht mehr am Mannschafts-Training zugelassen war. Deshalb sollten wir da eben auch keine Wunder-Dinge – weder von ihm noch von uns – erwarten, sondern da gilt es, ihn verantwortungsvoll dorthin zu bringen, wo wir ihn hinhaben wollen. Ich glaube, dass das eher in Richtung Länderspielpause sein wird, dass er bei 100 Prozent sein kann“, sagte Kwasniok. Die Begegnung gegen den Drittligisten dürfte für van den Berg somit deutlich zu früh kommen. Der Niederländer war bei Middlesbrough aus dem Trainingsbetrieb genommen worden, weil er sich um seine Zukunft kümmern sollte.
Die ist mittlerweile bekanntlich geklärt. Für fünf Jahre hat van den Berg beim FC unterschrieben. Es ist aber durchaus davon auszugehen, dass der Neuzugang auch schon vor der Länderspielpause zum Einsatz kommen wird. Einsatzzeit könnte dagegen Cenk Özkacar sammeln. Der Türke war auch spät vom FC verpflichtet worden. „Bei Cenk sieht es ein bisschen anders aus. Er hat zwar keine Spiele bestritten in den vergangenen Wochen, aber war schon Teil des Mannschafts-Trainings. Deshalb ist er da schon ein Stück weiter“, so Kwasniok. Ein Einsatz von Beginn an käme aber auch bei Özkacar überraschend.