Ein Monat René Wagner als Cheftrainer des 1. FC Köln: In der Offensive gibt es statistische Veränderungen, in der Defensive nicht

René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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Ein Monat René Wagner als Cheftrainer des 1. FC Köln: In der Offensive gibt es statistische Veränderungen, in der Defensive nicht

Genau ein Monat ist René Wagner nun beim FC als Cheftrainer im Amt. Fünf Punkte holten die Kölner in dieser Zeit, ohne spielerisch zu glänzen. Und doch scheint sich nicht nur etwas in der Kommunikation verändert zu haben. Zumindest nach den Zahlen: Die Statistik zum Trainerwechsel beim 1. FC Köln.

Spielerisch war die Begegnung gegen den FC St. Pauli alles andere als ein Leckerbissen. Am Ende hat der FC aber wieder einen Punkt eingefahren. Zwar ist die Statistik noch mit Vorsicht zu genießen, doch nach einem Monat René Wagner zeigen sich rein von den Zahlen schon Unterschiede.

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FC-Kapitän Marvin Schwäbe wirkte nach der Begegnung gegen den FC St. Pauli ein wenig ratlos. Er könne sich auch nicht erklären, warum man im Schlussdrittel keine Lösungen gefunden habe, so der Kölner Keeper. Tatsächlich war der Auftritt am Millerntor wohl einer der schlechteren in dieser Spielzeit. Und es dauerte nicht lange und in den Sozialen Medien kritisierten die ersten FC-Anhänger, dass sich durch den Trainerwechsel spielerisch wenig verändert habe. Die Begegnung in Hamburg war durchaus trostlos, Fans, Spieler und Verantwortliche hatten nach dem 3:1-Erfolg über Bremen auf mehr gehofft. Immerhin hatte René Wagner zuvor von einer Riesenchance bei den Kiezkickern gesprochen und meinte die Vorentscheidung im Kampf um die Klasse, die dem FC mit einem Sieg wohl gelungen wäre. Auch, wenn es gegen St. Pauli nicht unbedingt zu sehen war, hat sich durchaus etwas an der Spielweise der Kölner verändert.

Gefährlicher, aber nicht so kaltschnäuzig

Zumindest sprechen dafür die Zahlen – sofern diese nach drei Spieltagen unter René Wagner schon aussagekräftig sind. Tendenzen lassen sich aber allemal erkennen – vor allem in der Offensive. Unter Lukas Kwasniok kamen die Kölner auf einen durchschnittlichen xGoals-Wert von 1,4 pro Spiel, bei René Wagner liegt dieser mittlerweile bei 3. Die Qualität der Kölner Torchancen hat sich also wenn man so will verdoppelt. Vielleicht auch, weil sich die Anzahl der Torschüsse erhöht hat. Der FC versuchte es unter Kwasniok zwölf Mal pro Spiel, nun sind es 17 Abschlüsse. In den 27 Spielen zuvor hat sich der FC 17 Großchancen erspielt, bei Wagner waren es an den Spieltagen 28 bis 30 acht. Nur ließen die Geißböcke Gute aus. Die xGoals-Effizienz entsprach unter Kwasniok den geschossenen Toren, aktuell hinkt der FC dem xGoals-Wert von neun mit drei Treffern hinterher. Auffallend ist aber auch die Anzahl der Konter. Bei Kwasniok kamen die Geißböcke zu 24 Abschlüssen nach Kontern in 27 Spielen, nun sind es zehn in drei Partien.

Dabei ist der FC deutlich mehr auf Ballbesitz aus, auf Spielkontrolle. Dieser hat sich um zehn Prozent erhöht. Und das Spiel scheint nun deutlich intensiver zu sein. Der FC läuft deutlich mehr als unter Lukas Kwasniok, zieht mehr Sprints, mehr intensive Läufe an. In der Defensive sind in der Statistik noch keine großen Unterschiede zu erkennen. Der gegnerische xGoals-Wert ist nahezu der gleiche geblieben (1,6 : 1,8), die gefangenen Tore auch (beide 1,3). Auch die Bilanzen der prozentual gewonnenen Zweikämpfe (49% : 48%), der Anzahl der Foulspiele pro Spiel (je 8) und der gegnerischen Abschlüsse pro Spiel (13,5) ist exakt gleichgeblieben. Unterm Strich spielen die Kölner bislang kontrollierter, mit mehr Ballbesitz, dafür aber intensiver. Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass in die Bilanz das Überzahl-Spiel gegen Bremen einfließt.


Wenig Spielzeit unter René Wagner: Das sind bislang die Leidtragenden des Trainerwechsels beim 1. FC Köln

René Wagner wirkt nachdenklich
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Wenig Spielzeit unter René Wagner: Das sind bislang die Leidtragenden des Trainerwechsels beim 1. FC Köln

Seit einem knappen Monat ist René Wagner nun beim FC im Amt. Punktemäßig hat sich der FC stabilisiert. Doch es gibt auch Leidtragende des Trainerwechsels beim 1. FC Köln: Diese Spieler bekommen wenig Spielzeit unter René Wagner.

Auch, wenn die Begegnung gegen St. Pauli am vergangenen Freitag alles andere als eine sportliche Offenbarung war, seit der Beförderung von René Wagner hat sich die sportliche Situation beim FC verbessert. Fünf Zähler sammelten die Geißböcke unter Wagner, fünf Zähler beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz – und das vier Spieltage vor dem Saison-Ende. Zwar hat der Interimstrainer nicht an den ganz großen Stellschrauben gedreht, es gibt dennoch einige personelle Veränderungen. Und die bedeuten zwangsläufig, dass es auch Verlierer gibt.

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Denis Huseinbasic: Der 24-Jährige bekam beim Wagner-Debüt die Chance von Beginn an. Doch der Mittelfeldspieler wusste gegen seinen Jugendverein wahrlich nicht zu überzeugen. Durch die Rückkehr von Eric Martel rotierte Huseinbasic zunächst auf die Bank und am vergangenen Wochenende sogar aus dem Kader. Das könnte sich durch die Verletzung von Ragnar Ache schon im kommenden Spiel gegen Bayer Leverkusen wieder ändern, muss es aber nicht. Überhaupt ist die Saison für den siebenmaligen bosnischen Nationalspieler nicht die einfachste. Isak Johannesson und Eric Martel scheinen gerade die Nase vorn zu haben.

Wenig Spielzeit für Leistungsträger

Tom Krauß: Und das auch vor einem weiteren Mittelfeldspieler, der sich über Einsatzzeit im Jahr 2026 eigentlich nicht beschweren konnte. Krauß avancierte zu Beginn des Jahres zum unumstrittenen Stammspieler. Der 24-Jährige ging als absoluter Leader und Spieler mit Willen und Leidenschaft voran. Vor dem Duell gegen Mönchengladbach musste der gebürtige Leipziger kurzfristig passen. Zwar stand Krauß gegen Frankfurt fast 90 Minuten auf dem Platz (wohl auch, weil Martel gesperrt fehlte), anschließend folgten in der Begegnung gegen Bremen vier Minuten Einsatzzeit und gegen Pauli saß der ehemalige U21-Nationalspieler komplett auf der Bank.

Rav van den Berg: Der Innenverteidiger kam im vergangenen Sommer als Königstransfer – zumindest wirtschaftlich. Rund acht Millionen Euro ließen sich die Kölner die Dienste des U21-Nationalspielers der Niederlande kosten. So richtig eingeschlagen ist der Innenverteidiger bislang noch nicht. Und das, obwohl van den Berg eine hohe Veranlagung und viel Potenzial mitbringt. Aktuell haben Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar die Nase vorne. Gerade Zweiterer überrascht dabei ein wenig. Der bisherige Karriereverlauf ließ nicht darauf schließen, dass sich die Situation für den Türken so entwickeln würde. Ob Wagner die Abwehr in den verbleibenden Spielen noch einmal umstellt, ist offen.

Ausbootung der Routiniers: Mit Florian Kainz und Dominique Heintz wurden zwei erfahrene Spieler im Grunde ausgebootet. Beide Akteure haben keine Zukunft mehr beim FC. Kainz hat sein Karriere-Ende bereits bekannt gegeben, der Vertrag von Heintz wird in Köln nicht verlängert. Gleichzeitig waren beide zuletzt auch nicht mehr Teil des Kaders. Aufgrund der entspannten personellen Situation musste Wagner bekanntlich Spieler aus dem Kader streichen. Die beiden Routiniers traf es gleich zwei Mal – und Wagner deutete an, dass es schwer werden würde, wieder zurückzukommen.

Youngster: Auch Fynn Schenten und Youssoupha Niang waren bei den jüngsten Spielen nicht mehr Teil des Profi-Kaders. Ebenfalls, weil der Kader aktuell sehr breit ist. Sicherlich auch, weil die beiden Angreifer bei der U21 einfach mehr Spielzeit erhalten. Gut möglich, dass sich für einen der beiden Stürmer die Situation mit dem Spiel gegen Leverkusen und durch die Verletzung von Ragnar Ache verändert.