„Nicht in Opfer-Rolle verfallen“: U21-Coach des 1. FC Köln Sbonias traut seinem Team den Umschwung zu

Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln
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„Nicht in Opfer-Rolle verfallen“: U21-Coach des 1. FC Köln Sbonias traut seinem Team den Umschwung zu

Die U21 des 1. FC Köln sammelt in diesen Wochen eine ganze Reihe von Negativ-Erlebnissen: Last-Minute-Gegentore und nunmehr fünf Niederlagen in Folge trüben den Eindruck einer bis zum Jahreswechsel soliden Regionalliga-Saison.

Dabei spiegeln die jüngsten nackten Ergebnisse die Auftritte auf dem Rasen nicht einmal wieder. Zwei große Baustellen gibt es aktuell allerdings bei der U21 des 1. FC Köln.

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Die laufende Saison biegt mit einer kuriosen Situation am Geißbockheim auf die Zielgerade. Die U21 bewegt sich dank einer starken Hinserie schon seit der Weihnachtszeit fernab der Abstiegszone und hat mit dem Kampf um den Klassenerhalt nichts zu tun. Entsprechend entspannt können die Verantwortlichen bereits die Planung für die kommende Saison forcieren und bereits ohne Ergebnis-Druck vermehrt den aufstrebenden Talenten aus der U19 Spielpraxis vermitteln.

„Ich sehe es relativ nüchtern“

In diese entspannte Grundhaltung mischt sich jedoch immer mehr der Malus der schlechtesten Serie seit einem Jahrzehnt im Liga-Endspurt. Fünf Niederlagen wie aktuell gab es zuletzt im Frühjahr 2016. Doch anders als damals schwebt die FC-Reserve diesmal nicht in sportlicher Gefahr, weswegen die Entscheidungsträger auch weitgehend gelassen mit der Situation umgehen. Der Zwiespalt der Gefühle ist allerdings da, denn auch der Trainer Evangelos Sbonias verliert natürlich nicht gerne – schon gar nicht wochenlang am Stück.

Der Coach zeigte sich nach dem Schlusspfiff in Bonn jedoch weitgehend aufgeräumt: „Ich sehe es relativ nüchtern, auch ohne Emotionen. Es ist ein enger Platz, es ist kein guter Platz. Es ist ein tiefstehender Gegner und dann entscheidet ein Fehler so ein Spiel. Das ist die Phase, die wir momentan haben. Die muss man ein Stück weit akzeptieren, aber sich nicht darin ergeben. Das habe ich aber auch nicht gesehen.“ Vielmehr war seiner Mannschaft insbesondere nach der Pause anzumerken, dass sie das Spiel drehen wollte. Allerdings fehlten der jungen Mannschaft die Ideen, um gefährlich in die Offensive zu kommen. Gefährliche Torchancen sprangen gegen einen harmlosen Gegner kaum heraus. So wirkte dann auch die Schlussoffensive eher wie eine mit angezogener Handbremse.

Zwei große Baustelllen

„Es waren schon zwei, drei Situationen, wenn man da einfach ein bisschen abgeklärter, ruhiger, vielleicht auch mit mehr Gier das Ganze spielt, dann zu Torschüssen kommt, das schaffen wir momentan nicht“, verwies der Coach auf die eine von zwei großen Baustellen in diesen Wochen, nannte zudem die zweite: „Und jetzt kommen individuelle Fehler, die knallhart bestraft werden.“ Letztlich gehöre dies aber auch zur Entwicklung der Spieler dazu: „Damit muss man umgehen, da muss man sich rausziehen und nicht in eine Opfer-Rolle verfallen. Die Entwicklung muss sein, dass man als Mannschaft weiterhin arbeitet, um da rauszukommen. Und das wird passieren, da glaube ich fest dran. Die Spiele sind ja okay, wir sind hier auch nicht unterlegen oder werden an die Wand gespielt. Es passen gerade zwei, drei Dinge nicht zusammen, die sind erklärbar. Die müssen wir zusammenbringen, um dann wieder ein Spiel zu gewinnen.“ Weiter ins Detail gehen wollte Sbonias jedoch gegenüber come-on-fc.com nicht, setzt stattdessen auf die interne Aufarbeitung.

Am kommenden Freitagabend geht die U21 sicherlich nicht als Favorit in das Heimspiel gegen den designierten Meister und Aufsteiger SC Fortuna Köln. Im Duell gegen die Südstädter droht die sechste Niederlage in Folge. Dafür muss man in der FC-Historie weit zurückblättern: Im März und April 2015 der Saison 2014/15 verlor die FC-Zweitvertretung letztmals sechs Mal in Folge. Der Trainer hieß damals noch Stephan Engels.


Das gab es zuletzt vor 10 Jahren: 0:1 in Bonn ist fünfte U21-Pleite des 1. FC Köln in Folge

Evangelias Sbonias, U21 des 1. FC Köln
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Das gab es zuletzt vor 10 Jahren: 0:1 in Bonn ist fünfte U21-Pleite des 1. FC Köln in Folge

Die Niederlagen-Serie der Kölner Talente setzte sich auch beim Bonner SC fort: Die U21 des 1. FC Köln kassierte mit dem 0:1 (0:1) die fünfte Pleite in Folge. Eine solch schwarze Bilanz gab es für die Kölner zuletzt vor zehn Jahren.

In Bonn war es letztlich der Aussetzer von Ilias Elyazidi, der die Niederlage einleitete. Die Schlussoffensive der Kölner gegen das Bonner Bollwerk blieb letztlich zu harmlos.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zur 0:2-Niederlage zuhause gegen Fortuna Düsseldorfs U23 auf drei Positionen. Mikail Özkan, Ilias Elyazidi und Bernie Lennemann ersetzten Luc Dabrowski, Fayssal Harchaoui und den verletzten Etienne Borie. Die FC-Reserve trat damit einmal mehr mit einer extrem jungen Startelf an. Nur aufgrund des 32-jährigen Routiniers Marvin Ajani lag das Durchschnittsalter der Anfangsformation bei 20,7 – ohne ihn bei 19,6. Dennoch übernahm die U21 von Anfang an die Spielkontrolle, die abwartend agierenden Gastgeber kamen kaum für längere Zeit in Ballbesitz. Die Kölner konnten aus dieser optischen Überlegenheit jedoch kein Kapital schlagen und kamen nicht gefährlich Richtung Bonner Strafraum, allerdings fehlte dazu auch der notwendige Nachdruck im Offensivspiel.

Treffer aus dem Nichts

Der Führungstreffer für den BSC fiel entsprechend aus dem Nichts – und begünstigt von einem Kölner Blackout: Elyazidi trat bei seinem Passversuch im Mittelfeld über den Ball. Bonns Maximilian Pommer nahm die Kugel schnell auf, sprintete unbedrängt in den Strafraum, schüttelte dort noch Mikail Özkan mühelos ab und schob am Torwart Mikolaj Marutzki vorbei zum 1:0 ein (21.). Der Treffer war ein Wachmacher für die Hausherren: Lucas Cuetos strammer Schuss kurz danach flog knapp über die Latte (25.). Die U21 tauchte nach einer halben Stunde erstmals gefährlich im Bonner Strafraum auf: Marvin Ajani spielte in die Gasse zu Bernie Lennemann, der frei vor Elias Bördner auftauchte. Der BSC-Schlussmann war jedoch aufmerksam und spitzelte dem Kölner Angreifer den Ball mit den Händen vom Fuß (30.). Lennemann ging dabei zwar auch zu Boden, ein Foul lag jedoch nicht vor.

Kurz danach ging es für den Stürmer nach einem weiteren unglücklichen Zusammenprall mit einem Abwehrspieler im Strafraum nicht mehr weiter. Fynn Schenten rückte dafür fortan vom linken Flügel ins Sturm-Zentrum neben Youssoupha Niang, der eingewechselte Safyan Toure übernahm die vorherige Schenten-Position. Bis zur Halbzeit passierte vor beiden Toren jedoch nichts mehr. Die FC-Talente waren nach dem Seitenwechsel entschlossener, den Weg Richtung Angriffsdrittel zu suchen, doch gefährliche Szenen entwickelten sich weiter nicht. Die Bonner Abwehr stand sicher. Im Gegenzug agierte der BSC jedoch ebenfalls komplett ungefährlich, ruhte sich auf dem knappen Vorsprung aus.

Der Wille war den Kölnern anzumerken, auch Sbonias versuchte mit seinen Wechseln noch einmal Akzente zu setzen. Doch es blieb dabei, dass die Geißböcke die Lücke in der Abwehr nicht fanden. Die Niederlage im Sportpark Nord war für den FC die fünfte Niederlage in Folge. Eine solche schwarze Serie gab es zuletzt vor zehn Jahren im Frühjahr 2016 der Saison 2015/16 mit ebenfalls fünf Niederlagen in Serie unter dem damaligen Trainer Martin Heck.

Für die U21 geht es bereits am Freitagabend (19:30 Uhr) mit dem Stadtderby zuhause gegen den SC Fortuna Köln weiter.

1. FC Köln U21: Marutzki – Neumann, Mausehund, Özkan, Friemel – Ajani (61. Süne), Kristal (71. Harchaoui), Elyazidi (71. Dürholtz), Schenten (61. Adamyan) – Lennemann (37. Toure), Niang. Tore: 1:0 Pommer (21.). Zuschauer: 1499.


„Dann sind wir schwer zu schlagen“: Das fordert U21-Coach Sbonias vor dem Bonn-Spiel

Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln
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„Dann sind wir schwer zu schlagen“: Das fordert U21-Coach Sbonias vor dem Bonn-Spiel

Die U21 des 1. FC Köln strebt nach doppelter Wiedergutmachung: Das Team von Trainer Evangelos Sbonias will am Sonntag (14 Uhr) nach zuletzt vier Niederlagen am Stück endlich wieder gewinnen – und das just beim Bonner SC. Das Hinspiel gegen den Aufsteiger endete nämlich ebenfalls mit einer Niederlage.

Zuletzt blieb die U21 der Kölner viermal hintereinander ohne Punkte und rutschte daher auch in der Tabelle ab. Gegen den Bonner SC soll diese Niederlagenserie am Wochenende gebrochen werden.

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Es war ein bitterer Nachmittag damals Mitte Oktober, als die U21 des 1. FC Köln den Bonner SC zu Gast hatte im Franz-Kremer-Stadion. Die FC-Talente ließen ihre Chancen zum Führungstreffer ungenutzt – und kassierten in der Schlussminute den entscheidenden Gegentreffer zur 0:1-Niederlage. Solche Last-Minute-Knockouts sollten der U21 insbesondere nach der Winterpause noch häufiger passieren. Zuletzt kassierte das Team sogar vier Niederlagen in Serie. Die FC-Talente haben damit ihre gute Ausgangslage in der Tabelle verspielt, im Saison-Endspurt droht sogar der Sturz bis auf Platz zwölf. Das wäre eine Bilanz, mit der die Verantwortlichen – allem vorgetragenen Fokus auf die Talente-Entwicklung zum Trotz – sicher im Mai nicht zufrieden wären.

Balance zwischen Defensive und Offensive als Baustelle

Schon am Sonntag könnte sich der Bonner SC mit einem Heimsieg in der Tabelle an der U21 vorbeischieben. Trainer Evangelos Sbonias schob diese Rechenspiele im Gespräch mit unserer Redaktion jedoch beiseite: „Ich beschäftige mich nicht damit, dass Paderborn und Bocholt kommen und wir auf Platz zwölf abrutschen können. Das ist nicht mein Thema. Mein Thema ist, dass wir am Wochenende das Spiel verloren haben und dafür gibt es ganz klare Gründe, die vermeidbar gewesen wären. Das müssen wir besser machen und darum geht es. Dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen.“

Sbonias sieht als seine Baustellen, „eine Balance zu kriegen von Offensive und Defensive, Intensität gegen den Ball und eine gute Box-Verteidigung zu haben und seine Chancen zu nutzen“. Des Trainers Schlussfolgerung lautete: „Kommen diese Themen halbwegs zusammen, dann sind wir ganz schwer zu schlagen. Das war in der Saison auch schon ein, zwei Mal der Fall in Phasen, in denen wir gepunktet und Siegesserien hingelegt haben.“ Zuletzt habe es jedoch die vom Coach angesprochene Balance nicht gegeben: „Dann verliert man Spiele.“ So blickte Sbonias zurück auf das Düsseldorf-Spiel: „Wir sind bei zwei Standard-Gegentoren zu gierig, um ein Tor zu machen, vernachlässigen ein wenig die Defensive und fressen einen Konter. Das darf uns gegen Bonn nicht passieren.“ Die Kölner müssen im Sportpark Nord auf Etienne Borie verzichten. Der Offensivspieler habe laut Sbonias zu Wochenbeginn eine Muskelverletzung im Training erlitten: „Er wird damit ausfallen.“ 

Trio aus der U19 mit Chancen auf Regionalliga-Spielzeit

Dafür könnte Sargis Adamyan nach seiner Zwangspause wieder ein Kandidat für die Startelf sein: „Er trainiert voll mit und ist natürlich dann auch ein Faktor für das Wochenende.“ Gerade bei Standards könnte der Armenier helfen, der gegen Düsseldorf als Joker zu einem Kurzeinsatz kam, dabei jedoch noch unauffällig blieb. Aus der U19 trainierten in dieser Woche David Fürst, Luis Stapelmann und Jonathan Friemel mit der U21. Letzterer verlängerte in dieser Woche seinen Vertrag beim FC. Das Trio besitzt auch gute Chancen auf Regionalliga-Spielzeit am Sonntag, wie Sbonias verriet: „Bei den Jungs, die jetzt bei uns trainieren, kann es gut sein, dass sie alle am Sonntag im Kader sind.“ Das sicher auch vor dem Hintergrund, dass die U19 am Sonntag das weite Auswärtsspiel in der Nachwuchsliga beim SSV Ulm absolvieren muss.