Vom Drittligisten zum Bundesliga-Hoffnungsträger: Said El Mala vs. Ayoube Amaimouni-Echghouyab

Said El Mala und Ayoube Amaimouni-Echghouyab
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Vom Drittligisten zum Bundesliga-Hoffnungsträger: Said El Mala vs. Ayoube Amaimouni-Echghouyab

Zwei Dribbler, zwei außergewöhnliche Wege und ein Duell, das mehr verbindet, als es auf den ersten Blick scheint. Warum Eintracht Frankfurts Ayoube Amaimouni-Echghouyab Erinnerungen an den Shootingstar des 1. FC Köln Said El Mala weckt: Kommt es zum Duell der Straßenfußballer?

Auf der einen Seite Frankfurts Ayoube Amaimouni-Echghouyab auf der anderen Kölns Shootingstar Said El Mala. Es ist das Duell der Straßenfußballer. Zwei Fußballer, deren Weg doch ähnlich erscheint.

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Quizfrage: Gesucht ist ein Spieler, der in dieser Spielzeit den Sprung aus der 3. Liga in die Beletage gemeistert hat. Ein Straßenfußballer, der Gegenspieler umkurvt wie Pylonen, zeitweise schon zum Unterschiedsspieler avanciert und mit spektakulären Toren die Herzen der Anhänger erobert. Said El Mala kommt dem geneigten FC-Anhänger als Erstes in den Sinn. Doch die Rede ist von Ayoube Amaimouni-Echghouyab, der seit Winter das Trikot der Eintracht trägt und aus mehreren Gründen verblüffend an den Kölner Shootingstar erinnert. Ein Vergleich.

Shootingstars über Umwege

Im Sommer 2023 wurde dem Marokkaner mitgeteilt, dass sein Arbeitspapier nicht verlängert würde. Es folgte eine kurze Phase der Vereinslosigkeit sowie erfolglose Probetrainings bei Regionalligisten. Dann kam es zum Wechsel in die Oberliga zur SpVgg Erkenschwick. Der Offensivspieler erzielte für den Aufsteiger aus der Westfalenliga, der am Saisonende überraschend den vierten Platz belegte, 18 Treffer und bereitete sechs weitere vor. Über die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim spielte er sich als überragender Spieler der Hinrunde der laufenden Spielzeit in der 3. Liga in den Fokus einiger Bundesligisten – unter anderem auch in den des FC. Für Hoffenheim II gelangen ihm in 18 Spielen neun Tore und vier Assists. Im Winter 2025 folgte der Wechsel zu Eintracht Frankfurt. Bei seinem Bundesliga-Debüt traf er zwei Minuten nach seiner Einwechslung. Und bei seinem ersten SGE-Spiel von Anfang an legte er per Traumtor gleich den nächsten Premierentreffer nach.

Auch der Weg von El Mala auf die große Fußballbühne war steinig. 2021 wurde er in der U15 von Borussia Mönchengladbach aussortiert, wodurch sein Traum vom Profifußball geplatzt schien. Es folgte ein Wechsel zum TSV Meerbusch in die Niederrheinliga. Eine besondere Maßnahme entpuppte sich als genialer Kniff: El Mala bewarb sich auf mehrere Nachwuchsleistungszentren im Westen und fertigte für das Fußball-Start-up „Skillers Academy“ einen Film über sich an. Der einzige Club, der ihn zu einem Probetraining bat, war Viktoria Köln. Dort wurden die beiden Brüder von den Nachwuchs-Scouts des FC entdeckt und der Wechsel von der rechten auf die linke Rheinseite vorbereitet. Der Rest ist Geschichte.

Echte Straßenfußballer

Beide Spieler sorgen für Spektakel auf dem Platz. Was Amaimouni-Echghouyab und El Mala verbindet, ist, dass sie über Fertigkeiten verfügen, die in der Bundesliga rar sind. Dadurch können sie in brenzligen Situationen den Unterschied für ihre Mannschaften ausmachen. „Du kannst vieles im Training lernen. Ich lerne bei uns im Training mit unseren Trainern und meinen Mitspielern jeden Tag sehr viele Dinge dazu“, sagte Amaimouni-Echghouyab einmal gegenüber Vereinsmedien in Hoffenheim. Damals noch für die U23 der Kraichgauer im Einsatz, erläuterte auch, worin seine attraktive und unbekümmerte Art zu spielen wurzelt: „Aber das Kreative lernst du besonders in jungen Jahren, finde ich. Das kannst du dir, je älter du wirst, nur noch schwer aneignen.“

In einem Interview mit dfb.de aus dem vergangenen September gewährte El Mala Einblicke, was während des Spiels in seinem Kopf vorgeht: „Wenn ich den Ball bekomme, überlege ich nicht lange, sondern handle instinktiv. Ich liebe es, Eins-gegen-eins zu spielen. Aufgrund meiner Physis bin ich trotz meiner Größe ein recht schneller Spieler. Grundsätzlich können sich meine Mitspieler auf Spaß einstellen, wenn sie neben mir spielen. Ich suche viel Tiefe, will den Ball aber eher in den Fuß bekommen, dann kann ich einfach machen.“

Kreative Krisen-Kicker

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass beide Spieler derzeit in ihren Vereinen unter denkbar schwierigen Bedingungen arbeiten müssen. Die Kreativität von Amaimouni-Echghouyab kann der Mannschaft von Albert Riera derzeit nicht aus der Offensivflaute helfen. Die Adler müssen sich spätestens seit der jüngsten Niederlage gegen Mainz ernsthafte Sorgen um das europäische Geschäft machen. Said El Mala, der mit seinem Verein gegen den Abstieg kämpft, konnte trotz seines zehnten Saisontors im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach die Entlassung von Lukas Kwasniok nicht abwenden. Ob und in welcher Besetzung beide Dribbler am Sonntag in Frankfurt gegeneinander antreten werden (Anstoß 17:30 Uhr, abrufbar im Liveticker via come-on-fc.com), ist derzeit noch ungewiss.

Denn wie El Mala im Anschluss an das U21-Qualifikationsspiel gegen Griechenland ankündigte, gibt es Überlegungen, aufgrund des tragischen Verlusts seiner Großmutter am Sonntag eine Pause zu nehmen. „Ich reise nun erst einmal nach Hause zu meiner Familie und schaue dann, ob es sofort mit dem Fußball weitergeht oder ob ich eine Pause brauche“, sagte er am Dienstag gegenüber der „Bild“.


Transfergerücht: Der 1. FC Köln ist offenbar an diesem Drittliga-Talent interessiert

Ayoube Amaimouni-Echghouyab beim Spiel gegen Duisburg
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Transfergerücht: Der 1. FC Köln ist offenbar an diesem Drittliga-Talent interessiert

Trotz des insgesamt soliden Saisonauftakts dürfte hinter den Türen am Geißbockheim über Verstärkungen des Kaders nachgedacht werden. Der FC wird wohl noch einmal nachlegen. Und es gibt auch das nächste Transfergerücht: Der 1. FC Köln ist angeblich an Ayoube Amaimouni-Echghouyab interessiert.

Wenige Wochen vor Beginn der Winterpause gibt es das nächste Kölner Transfergerücht: Laut „RevierSport“ ist der 1. FC Köln an Ayoube Amaimouni-Echghouyab von der TSG Hoffenheim II interessiert.

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Natürlich steuerte er ebenfalls einen Treffer beim 4:1-Erfolg der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim gegen den MSV Duisburg bei. Das zwischenzeitliche 3:0 ging auf die Kappe des Marokkaners. Natürlich, weil Ayoube Amaimouni-Echghouyab bei seinen vergangenen vier Einsätzen immer erfolgreich war. Drei Tore und zwei Vorlagen sammelte der 20-Jährige in den Partien und kommt nun in der Liga schon auf insgesamt acht Treffer und vier Assists. Damit befindet sich das Talent sowohl in der Torjägerliste als auch in der Scorerliste in der Top-5. Was die Torgefahr angeht werden ein wenig Drittliga-Erinnerungen an das Vorjahr wach, als Said El Mala die Liga aufräumte, nur eben auf der linken Seite, der gebürtige Spanier Amaimouni-Echghouyab spielt auf der rechten Seite.

Dribbelstark und torgefährlich

Und das eben ziemlich erfolgreich. So erfolgreich, das gleich mehrere Bundesligisten auf den Außenspieler aufmerksam geworden sind. Neben Bayer Leverkusen, dem VfB Stuttgart, dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg soll auch der 1. FC Köln an dem Offensivspieler „dran sein“. Das berichtet „RevierSport„. Demnach hätten aber auch der FC Como und der FC Brügge die Fühler ausgestreckt. Der 20-Jährige gilt in der Tat als großes Offensivtalent. Amaimouni-Echghouyab ist dribbelstark, gilt als schnell und sorgt eben für mächtig Torgefahr – wenn auch noch in der 3. Liga. Der 20-Jährige spielte in der Jugend für Rot-Weiss Essen und Arminia Bielefeld. Während die Kölner auf der linken Seite mit Jakub Kaminski, Said El Mala und Linton Maina richtig stark besetzt sind, fehlt auf der rechten Seite ein wenig die Alternative zu Jan Thielmann.

Auch, wenn Spieler wie Kaminski oder Maina natürlich beide Flügel beackern können. Zuletzt betonte der 20-Jährige, dass er sich aktuell nur auf die Drittliga-Saison mit der Zweitvertretung aus Hoffenheim konzentriere. Allerdings läuft der Kontrakt des Talents bereits im kommenden Sommer aus. Kein Wunder, dass die ersten Vereine anklopfen. Zumal der Marktwert aktuell noch auf 500.000 Euro geschätzt wird. Möglich ist natürlich auch, dass die TSG Hoffenheim den Kontrakt verlängert. Immerhin soll es auch in der Sinsheimer Offensive im Sommer weitere Veränderungen geben. Der Offensivspieler wäre sicherlich eine Verstärkung, allerdings ist die Konkurrenz wieder einmal sehr groß.