Die DFL hat eine neue Liga fรผr Nachwuchsmannschaften beschlossen. Diese soll zur kommenden Saison bereits eingefรผhrt werden. Ob der Geiรbรถcke daran teilnehmen werden, ist allerdings noch offen. Der 1. FC Kรถln hat Vorbehalte gegenรผber der U21-Liga.
Die Haltung des 1. FC Kรถln gegenรผber der neuen Liga ist noch nicht abschlieรend geklรคrt. Der Verein will prรผfen, wie sich die Idee in den Kรถlner Ablรคufe passt.

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Es hatte sich bereits angedeutet, nun wurde es auf der DFL-Mitgliederversammlung beschlossen: Zur Saison 2026/27 wird ein zusรคtzlicher U21-Wettbewerb fรผr die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga einzufรผhren. Das Angebot soll allerdings ein freiwilliges Zusatzangebot darstellen. Der neue Wettbewerb soll das bestehende Lizenzsystem ergรคnzen, ohne dass zweite Mannschaften ausgegliedert werden. Dabei richtet sich die Teilnahme an bereits vorhandene Spieler im รbergang der U17 bis U21. Pro Mannschaft dรผrfen zudem bis zu vier รคltere Akteure eingesetzt werden, um sowohl junge Talente gezielt zu fรถrdern als auch beispielsweise Rekonvaleszenten nach lรคngeren Pausen die Rรผckkehr in den Spielbetrieb zu erleichtern. In anderen Lรคndern ist ein รคhnliches Format lรคngst Usus. In England wird beispielsweise seit 2022 die Premier League 2 mit Nachwuchsmannschaften der Profi-Teams ausgetragen.
„Regionalliga bietet gute Voraussetzungen“
Ob der FC an der Liga teilnehmen wird, ist allerdings offen. „Wir mรผssen natรผrlich schauen, wie der Vorschlag in unsere Welt beim FC passt. Wir haben etwa vor knapp drei Jahren das Konzept der U21 komplett verรคndert. Wir haben uns damals Gedanken gemacht, wie wir den รbergang aus dem Nachwuchsbereich zu unseren Profis durchlรคssiger gestalten kรถnnen“, sagte Lukas Berg jรผngst im Interview mit come-on-fc.com. „Wir sind, anders als andere Vereine, wirklich darauf angewiesen, dass wir hervorragende Jugendarbeit machen und diese auch Frรผchte trรคgt. Titel im NLZ-Bereich sind relativ wenig wert, wenn wir keinen der Jungs in der Profimannschaft sehen.“ Grundsรคtzlich sei man beim FC glรผcklich darรผber, dass sich Gedanken um die Nachwuchsfรถrderung gemacht wird.
Aber: „Aktuell sind in der Regionalliga West sieben Zweitvertretungen vertreten. Damit haben wir schon einmal zwรถlf Spiele nur unter U-Mannschaften รผber die gesamte Saison auf sehr hohem Niveau. Dazu kommen die Spiele gegen gestandene Seniorenteams“, sagt Berg. „Die Regionalliga West bietet fรผr uns aktuell in dieser Konstellation sehr gute Voraussetzungen, um unsere jungen Spieler frรผhzeitig an den Seniorenbereich heranzufรผhren. Wir haben fรผr uns also schon viele Probleme gelรถst, die an anderer Stelle jetzt unter anderem mit der U21-Liga angegangen werden.“ Das Format sieht zwei eigenstรคndige Serien im Liga-Modus vor, deren jeweils beste Mannschaften sich fรผr ein Finalturnier qualifizieren. Durch flexible Kaderbenennung und variable Terminierung der Spiele im jeweiligen Zeitraum wird den Clubs ein hohes Maร an Flexibilitรคt geboten.
„Wir sind dabei, eine interne Haltung zu entwickeln“
Fรผr die Kรถlner wรผrden zehn zusรคtzliche Begegnungen anstehen, die den ohnehin schon vollen Kalender noch einmal anreichern wรผrden. „Was nicht passieren darf, ist, dass wir auf einmal zu viele Spiele haben und dann die Vereine in der neuen Spielrunde vermehrt Ergรคnzungsspieler einsetzen. Wir wรคgen daher aktuell noch ab, wie dieser Vorschlag zu unserer Ausrichtung passt, weil wir eben in dieser Stoรrichtung bereits einiges unternommen haben“, so Berg. โWir sind dabei, eine interne Haltung zu entwickeln. Wir schlieรen noch gar nichts aus oder ein, weil wir es aus verschiedenen Perspektiven betrachten mรผssen.“ Zudem stellen sich einige logistische Fragen. โWie kriegen wir das รผberhaupt mit unseren Platzkapazitรคten am Geiรbockheim hin? Da kommt wieder die altbekannte Problematik ins Spiel.“
So kรถnnen die Spiele auf neutralen Plรคtzen ausgetragen werden, um finanzielle und zeitliche Belastungen mรถglichst gering zu halten. Die Vereine verpflichten sich dazu, Platz zu bieten. „Das ist fรผr uns faktisch nicht mรถglich.“ Die Partien finden unter Ausschluss der รffentlichkeit statt, um den organisatorischen Aufwand zu minimieren. Fรผr das Finalturnier im Sommer 2027 wird eine Austragung mit Zuschauern und medialer Vermarktung geprรผft.
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