Trainingsauftakt für Ron-Robert Zieler beim 1. FC Köln

Ron-Robert Zieler beim Training des 1. FC Köln
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Trainingsauftakt für Ron-Robert Zieler beim 1. FC Köln

Am Montagabend vorgestellt, am Dienstagmorgen erstmals auf dem Platz. Ron-Robert Zieler trainiert das erste Mal mit dem 1. FC Köln – zumindest seit seiner Rückkehr. Lukas Kwasniok leitet eine anspruchsvolle zweite Einheit.

Für den FC stand am Dienstag die zweite Einheit der aktuellen Saisonvorbereitung an und die mit einem neuen Gesicht. Ron-Robert Zieler trainiert das erste Mal mit dem 1. FC Köln. Für die Mannschaft soll es in den kommenden Tagen intensiv werden.

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Mit einer guten halben Stunden Verspätung startete am Dienstag die zweite Trainingseinheit unter Lukas Kwasniok der aktuellen Saisonvorbereitung beim FC. Und erneut wollten sich zahlreiche Fans die Chance nicht nehmen lassen, Trainer und Mannschaft aus nächster Nähe zu sehen. Vor allem der neue, alte Keeper Ron-Robert Zieler zog natürlich Aufmerksamkeit auf sich. Zieler hatte am Montag seinen Vertrag bei den Geißböcken unterschrieben, wird die kommenden zwei Jahre den Kölner Kader unterstützen und könnte dann auch eine Karriere nach der Karriere bei den Geißböcken angehen. „In den Gesprächen spürte ich eine große Wertschätzung – und, was mir besonders wichtig war: eine klare Perspektive für die Zeit nach der aktiven Karriere. Ich werde die Mannschaft jetzt noch mindestens zwei Jahre als Spieler unterstützen. Danach bietet mir der FC die Möglichkeit, eine Management-Ausbildung zu absolvieren“, schreibt Zieler selbst bei Instagram.

Testspiel am Samstag

Zunächst aber stehen zwei Jahre als aktiver Spieler auf dem Programm. „Ich kann es kaum erwarten, loszulegen“, sagt Zieler im Vorstellungsvideo der Geißböcke. Und am Dienstag legte der neue Torwart los. Unter Applaus betrat der Keeper schließlich auch Platz 7 am Geißbockheim. „Willkommen zu Hause“, rief ein Fan und erntete ein Lächeln des Torhüters. Kwasniok hatte schon am Montag angekündigt, mit seinen „Jungs“ in die Arbeit zu kommen und möglicherweise auch die unliebsamen Trainingsinhalte zu forcieren: Laufeinheiten und Krafttraining. Doch am Dienstag standen auch verschiedene Spielformen auf dem Trainingsplan. „Training, Arbeit, Video – damit wir uns aneinander gewöhnen. Die Jungs müssen das Gefühl bekommen, dass sie mir Folge leisten können“, hatte der Coach die kommenden Trainingseinheiten beschrieben. Und dafür gibt es offenbar auch genügend Zeit.



Für diese Woche sind noch mehrere Einheiten anberaumt. So auch am Dienstagnachmittag eine nicht-öffentliche. Auch am Donnerstag gibt es direkt zwei Trainingseinheiten, an Mittwoch und am Freitag jeweils eine. Am kommenden Samstag gibt es dann in Bergisch-Gladbach auch das erste Testspiel. Dann wird sich Ron-Robert Zieler wohl auch erstmals seit der Spielzeit 20/21 wieder im FC-Trikot zeigen dürfen. Am Sonntag hat die Mannschaft dann zum ersten Mal wieder frei. In der kommenden Woche testen die Geißböcke dann gegen Fortuna Köln.

Der nächste vielversprechende Transfer beim 1. FC Köln: Thomas Kesslers Handschrift wird deutlicher

Thomas Kessler auf Spielersuche
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Der nächste vielversprechende Transfer beim 1. FC Köln: Thomas Kesslers Handschrift wird deutlicher

Mit Ron-Robert Zieler hat der FC seinen fünften Transfer dieses Sommers präsentiert. Die Verpflichtung des Keepers reiht sich in die bisherige Kaderplanung des neuen Sportchefs ein. Wie viel sie wert ist, wird sich erst zeigen müssen beim 1. FC Köln: Die Planung des Kaders ist durchdacht und vielversprechend.

Drei Bundesliga erfahrene Spieler, zwei Leistungsträger der 2. Bundesliga – die bisherigen Sommer-Transfers können auf den ersten Blick funktionieren für den 1. FC Köln: Die Kaderplanung ist durchdacht und wirkt vielversprechend. Wie viel sie am Ende wert ist, wird sich aber noch zeigen müssen.

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Thomas Kessler wirkte entspannt, als er am Montagnachmittag auf dem Trainingsplatz 7 am Geißbockheim aufschlug. Der Sportdirektor war sichtbar guter Dinge, vermutlich, weil ihm ein weiterer guter Transfer gelungen ist. Und dazu noch einer, den irgendwie niemand auf der Kette hatte. Ron-Robert Zieler wechselt zu den Geißböcken. Eine Nachricht, die am Vormittag aufploppte und doch für das ein oder andere Stirnrunzeln gesorgt haben dürfte. Zumindest auf den ersten Blick. Denn auf den zweiten macht der Deal absolut Sinn. Stirnrunzeln, weil bis dato eher wenige Torhüter-Namen in der Gerüchteküche hochgekocht waren. Manuel Riemann wurde genannt, weil er unter Lukas Kwasniok bereits trainiert hatte, Alexander Schwolow, weil er gerade frei war und da waren da noch Gerüchte um Marcel Lotka und Jonathan Fischer, die irgendwie schon deutlich an Hitze verloren hatten.

Zieler-Verpflichtung ein sehr guter Move

Der zweite Blick zeigt dann aber doch, wie sinnvoll der Name Zieler in dem Zusammenhang der Torhütersuche ist und war. Der Weltmeister von 2014 kommt aus Köln, kennt den Verein, ist ein erfahrener Keeper, der aber ganz sicher immer noch das Zeug hat, jederzeit für Marvin Schwäbe einzuspringen und ihn im Zweifel adäquat zu ersetzen. Zieler weiß zudem, was ihn erwartet und der Keeper soll schon vorab bei vielen Spielern einen enormen Respekt-Vorschuss haben. Zudem wird der Torhüter in Köln eine Karriere nach der Karriere anstreben und auch das scheint ein durchaus sinnvoller Move. Denn Zieler gilt als intelligenter, eloquenter Zeitgenosse, der aber im Zweifel dann auch kein Blatt vor den Mund nimmt. Kurzum die Variante mit dem Kölner ist so sinnvoll, dass es verwundert, wie lange der so klar scheinende Deal im Verborgenen geblieben ist.

Zieler reiht sich damit in eine illustre Runde an Transfers ein, die in diesem Sommer getätigt wurden, die zumindest zum Saisonauftakt allesamt viel Sinn machen und durchaus den Verdacht zulassen, dass nun ein anderer Wind durch die Räumlichkeiten beim FC weht. Zur Erinnerung: In den vergangenen drei Jahren gab es in Köln eher wenige Transfer-Gewinner. Eine Vielzahl der von Christian Keller getätigten Neuverpflichtungen sind – mindestens bislang – nicht so eingeschlagen wie erhofft – die Liste ist lang. Auf der anderen Seite gab es auch positive Ausreißer. Spieler wie Denis Huseinbasic, Linton Maina oder Eric Martel und mit großer Wahrscheinlichkeit auch Said El Mala.

Andere Voraussetzungen

Und dennoch konnte man in der jüngeren Vergangenheit das Gefühl gewinnen, als ginge es bei vielen Transfers zumindest oft darum, als Jäger des unentdeckten Schatzes oder als Antreiber einer ins Stocken geratenen Karriere zu gelten, um den Weg des Entwicklungsclubs auf Teufel komm raus zu implementieren. Mit Zieler, Tom Krauß und Jakub Kaminski wurden Bundesliga erfahrene Spieler verpflichtet, mit Ragnar Ache und Isak Johannesson Leistungsträger der 2. Bundesliga. Thomas Kessler wirkt bei seinen Entscheidungen pragmatischer, stringenter bei der Reaktion auf Kaderlücken. Das kann eine Momentaufnahme sein, immerhin wurden in den vergangenen Wochen schon die ersten kritischen Stimmen laut, als der Transfermotor vermeintlich ins Stocken geriet. Es ist auch nicht gänzlich bekannt, wie viel Keller in den Kessler-Entscheidungen steckt.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Kessler unter anderen Voraussetzungen arbeitet als sein Vorgänger. Die Verhandlungsposition eines Bundesliga-Aufsteigers ist zumindest ganz sicher eine andere als die eines Absteigers, der aus einem Registrierungsverbot kommt. Zudem ist der Verein finanziell anders aufgestellt, hat andere Möglichkeiten. Und: Bislang ist noch kein Spiel gespielt, die Qualität der Transfers insofern noch nicht messbar. Die bisherigen Neuverpflichtungen wirken durchdacht, nur werden sie nach den Leistungen der vergangenen Spielzeit wohl in der Breite noch nicht reichen. Oder anders ausgedrückt: Es wäre dann der Vergangenheit entsprechend leichtsinnig, mit dem Gedanken kriselnde Spieler in Leistungsträger coachen zu können, auf weitere Verstärkungen zu verzichten.

Immerhin gibt es durch die ebenfalls sinnvollen Verkäufe von Spielern wie Max Finkgräfe und Damion Downs Gelder, die bei weiteren Verstärkungen helfen werden. Es ist sicher noch zu früh, die Arbeit von Thomas Kessler ernsthaft zu bewerten. Dennoch: Die Handschrift des neuen Sportchefs wird mit zunehmenden Abstand zum Keller-Aus immer deutlicher. Und aktuell lässt sich das Geschriebene sehr gut und auch mit viel Hoffnung lesen.