„Jungs müssen klaren Sprung machen“: U21-Coach Hartmann trotz spätem Punktgewinn unzufrieden

Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln
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„Jungs müssen klaren Sprung machen“: U21-Coach Hartmann trotz spätem Punktgewinn unzufrieden

Die FC-Reserve kommt gegen die Sportfreunde Lotte spät zum Ausgleich. Trainer Manuel Hartmann haderte im Gespräch mit come-on-fc.com trotz des Punktgewinns mit dem Auftritt seiner Mannschaft und forderte eine schnelle Entwicklung. Schon am Dienstag besteht die Chance zur Besserung. Die U21 des 1. FC Köln trifft auf den VfL Bochum.

Nach dem Unentschieden gegen Lotte am Wochenende steht für die U21 des 1. FC Köln am Dienstag bereits die nächste Begegnung auf dem Plan. Dann geht es gegen den VfL Bochum.

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Die U21 des 1. FC Köln wendete die zweite Saison-Niederlage gegen die Sportfreunde Lotte in der Nachspielzeit noch ab. Nilas Yacobi sicherte der FC-Reserve mit seinem Freistoß-Treffer zumindest noch einen Punkt. „Ich freue mich am Ende über den Punkt, den wir geholt haben, weil es ja auch kurz vor Schluss so ein Lucky Punch nochmal war“, äußerte Manuel Hartmann kurz nach dem Abpfiff im Gespräch mit come-on-fc.com. Zugleich betonte der Coach aber auch: „Insgesamt war ich heute hoch unzufrieden, das muss man einfach so sagen.“

Hartmanns Kritik

Seiner Mannschaft habe es von Beginn an an den Dingen gefehlt, die der FC-Trainer sehen wolle: Ballbesitz, Aktivität, Bewegung und technische Sauberkeit. Stattdessen hätten die Kölner zu fehleranfällig und zu ungeduldig gespielt. „Da erwarte ich einfach, dass wir es klarer spielen und besser vorbereiten, da sind wir viel zu ungeduldig“, kritisierte Hartmann, der nach dem Schlusspfiff noch auf dem Rasen des Franz-Kremer-Stadions minutenlang mit den Routiniers Marvin Ajani, Jonas Arweiler und Niklas Hoffmann das Spiel analysierte.

Auch die Reaktion auf eigene Fehler missfiel dem Trainer: „Es war heute so ein Ergeben in das eigene Schicksal und das darf nicht passieren“, ärgerte sich Hartmann. Gerade mit Blick auf die Entwicklung der jungen Spieler fand er deutliche Worte: „Da müssen die Jungs einen klaren Sprung machen, wenn sie irgendwann hier beim FC oder sonst im Profibereich weiterkommen möchten.“ Die U21 hatte gegen Lotte zwar über weite Strecken viel Ballbesitz und damit auch die Kontrolle über das Spiel: „Ballbesitz in Ebenen vom Platz, wo er nichts bringt, nichts Zielführendes bringt, ist schön“, konstatierte der Coach. Entscheidend sei, aus dem Ballbesitz auch Gefahr zu entwickeln: „Wir müssen halt auch lernen, aus dem Ballbesitz dann eine andere Beschleunigung zu bekommen, dann in die torgefährlichen Bereiche zu kommen.“

“Ein schöner Tag macht noch keinen schönen Sommer“

Genau das sei seiner Mannschaft gegen Lotte zu selten gelungen. Nach dem Rückstand habe sich zudem ein bekanntes Problem gezeigt: Die junge Mannschaft verliere in schwierigen Phasen noch zu schnell ihre gemeinsame Linie. „Die Jungs haben noch nicht die Stabilität, wenn es schlecht läuft, einfach sich an den Plan zu halten, sondern dann geht jeder so in sein eigenes Rettungsboot und versucht da rumzupaddeln und dann fährt halt das Schiff nicht mehr in die gleiche Richtung“, erklärte Hartmann und forderte: „Wir müssen da als Team funktionieren, wie wir es in Oberhausen getan haben.“

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt der U21 nicht. Am Dienstag wartet bereits die nächste Partie bei der U21 des VfL Bochum, am Freitag folgt das nächste Auswärtsspiel beim Bonner SC. Hartmann sah den engen Spielplan nach einer enttäuschenden Leistung durchaus positiv. Die Mannschaft habe damit schnell die Gelegenheit, es besser zu machen. Allerdings müsse dafür die Einstellung stimmen: „Ein schöner Tag macht noch keinen schönen Sommer“, mahnte Hartmann. Gerade in der Regionalliga würden Fehler und Nachlässigkeiten sofort bestraft: „Jeder Gegner kann dir wehtun, wenn du nicht die richtigen Einstellungen an den Tag bringst.“ Auch in Bochum erwarte Hartmann eine spielstarke Zweitvertretung, die hoch pressen und selbst Fußball spielen wolle. Gleichzeitig sei auch der VfL fehleranfällig. Am Ende gehe es darum, „wer das dann an dem Tag solider durchkriegt“. Und der Coach wäre sehr dankbar und zufrieden, wenn das am Dienstag wieder seine Mannschaft wäre.

Yacobis Last-Minute-Ausgleich: U21 des 1. FC Köln rettet Punkt gegen Lotte

Nilas Yacobi von der U21 des 1. FC Köln
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Yacobis Last-Minute-Ausgleich: U21 des 1. FC Köln rettet Punkt gegen Lotte

Die U21 des 1. FC Köln hat die zweite Saison-Niederlage in letzter Sekunde abgewendet: Nilas Yacobi verwandelte in der Nachspielzeit einen Freistoß zum 2:2-(1:1)-Endstand gegen die Sportfreunde Lotte. Martin James feierte dabei im Tor seine Premiere im FC-Trikot. Die U21 des 1. FC Köln holt einen Punkt gegen Lotte.

Am Samstagnachmittag gelingt der Kölner Reserve in der letzten Minute der Ausgleich gegen die Gäste aus Lotte.

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come-on-fc.com berichtet live vom U21-Duell

Kölns Trainer Manuel Hartmann änderte seine Startelf im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Oberhausen auf zwei Positionen. Martin James stand diesmal zwischen den Pfosten und absolvierte sein erstes Pflichtspiel im FC-Trikot. Mit Marvin Ajani rückte ein Routinier in die Anfangsformation. Mikolaj Marutzki und Lionel Voufack fehlten dafür beide komplett im Kader. Die U21 war in den Anfangsminuten die aktivere Mannschaft, ohne dabei aber gefährlich in den Strafraum zu kommen. Bitter: Die Gäste gingen mit dem ersten Angriff überhaupt in Führung. Rohin Shivani konnte ein Zuspiel am Sechzehner annehmen und sich den Ball zurechtlegen. Martin James war gegen den Distanzschuss machtlos, weil der Ball noch von Kölns Kapitän Niklas Hoffmann unglücklich, aber entscheidend zum 0:1 abgefälscht wurde (12.).

Der Ausgleich als Lohn

Der Rückstand aus dem Nichts war ein Wirkungstreffer für die FC-Talente, die einige Minuten brauchten, um sich davon zu erholen. Zur Mitte der ersten Hälfte übernahmen die Kölner wieder das Heft des Handelns. Der Lohn war der Ausgleich noch vor der Pause. Gil Neves passte den Ball unter Bedrängnis an der linken Seitenlinie zu Marvin Ajani. Der Routinier sprintete nach innen Richtung Sechzehner, ließ noch einen Gegenspieler stehen und vollstreckte von der Strafraumgrenze platziert ins lange Eck zum 1:1 (37.). Die U21 blieb auch nach dem Seitenwechsel die bestimmendere Mannschaft. Maik Akumu dribbelte rechts am Sechzehner und brachte den Ball scharf in die Mitte, Malek El Mala scheiterte aus kurzer Distanz und spitzem Winkel an Lottes Torwart (55.).

Yacobi rettet Köln den Punkt

Einmal hatten die Young Goats allerdings Glück, als die Abwehr bei einem Konter der Gäste mit einem langen Zuspiel ausgehebelt wurde und Shivani frei aufs Tor zustürmte. Der Stürmer schoss den Ball über das FC-Tor (65.). Noch bitterer wurde es kurz danach: Ausgerechnet der Kapitän Niklas Hoffmann vertändelte im Mittelfeld den Ball. Lotte reagierte blitzschnell, Malte Zumdieck passte zu Embarki Hadj, der frei aufs Tor zustürmte und den Ball am machtlosen James vorbei zum 1:2 ins Tor schob (71.). Die Kölner stürmten im Anschluss wütend an aufgrund des unverdienten Rückstands, fanden jedoch keine Lücke in der Lotter Hintermannschaft. Und so war es am Ende ein ruhender Ball, der zumindest noch den einen Punkt sicherte: Nilas Yacobi verwandelte einen Freistoß aus rund 20 Metern zum 2:2 (90.+1).

Für die U21 geht es bereits am Dienstagnachmittag (16 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei der U21 des VfL Bochum weiter. Die englische Woche endet drei Tage später am Freitagabend (19:30 Uhr) beim Bonner SC.

1. FC Köln U21: James – Fürst, Stapelmann, Hoffmann, Ajani (67. Harchaoui) – Neves (72. Elyazidi) – Akumu (67. Hekmat), Irmiev – Yacobi, M. El Mala (67. Arweiler), Labenz (80. Okpodu). Tore: 0:1 Shivani (12.), 1:1 Ajani (37.), 1:2 Hadj (71.), 2:2 Yacobi (90.+1). Zuschauer: 275.

„Papier spielt am Samstag keinen Fußball“ – U21-Coach Hartmann über Lotte, die Reaktion auf Gütersloh und das Profi-Quartett

Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln
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„Papier spielt am Samstag keinen Fußball“ – U21-Coach Hartmann über Lotte, die Reaktion auf Gütersloh und das Profi-Quartett

Die U21 hat sich mit dem 2:1 in Oberhausen eindrucksvoll zurückgemeldet nach dem 0:3-Dämpfer davor gegen Gütersloh. Vor der Mannschaft des Trainers Manuel Hartmann liegt jetzt eine englische Woche, die am Samstag (14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Lotte startet. Der Coach der Nachwuchstalente wirft im Gespräch mit come-on-fc.com einen Blick nach vorne auf den Gegner. Die U21 des 1. FC Köln empfängt Lotte.

Manuel Hartmann sprach mit come-on-fc.com über den kommenden Gegner Lotte, die Reaktion auf Gütersloh und das Profi-Quartett.

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Manuel Hartmann sprach mit come-on-fc.com

Herr Hartmann, wie wichtig war der Sieg gegen Oberhausen als direkte Reaktion auf das Gütersloh-Spiel für die Moral Ihrer Mannschaft?

Manuel Hartmann: Ich glaube, dass es sehr wichtig war – nicht nur wegen der drei Punkte, sondern vor allem wegen der Reaktion, die die Mannschaft gezeigt hat. Nach dem Spiel gegen Gütersloh war bei uns allen eine gewisse Enttäuschung da, weil wir uns mehr vorgenommen hatten und das Ergebnis auch nicht unbedingt den Spielverlauf widergespiegelt hat. Entscheidend ist aber, wie wir damit umgehen. In Oberhausen haben die Jungs Charakter gezeigt, sind mutig aufgetreten und haben sich für ihren Aufwand belohnt. Das gibt natürlich Selbstvertrauen und zeigt, dass wir auch nach Rückschlägen schnell wieder in die richtige Richtung kommen können. Das ist eine gute Entwicklung bei einer jungen Mannschaft.

„Ein Sieg verändert immer etwas“

Wie nehmen Sie die Stimmung im Unterschied zur Vorwoche wahr?

Manuel Hartmann: Die Stimmung ist natürlich gelöster. Ein Sieg verändert immer etwas, gerade innerhalb einer jungen Mannschaft. Gleichzeitig versuchen wir als Trainerteam und auch innerhalb der Mannschaft, das so zu kommunizieren, dass wir weder nach einer Niederlage alles schlecht reden, noch nach einem Sieg alles überbewerten. Wir wollen da eine gewisse Stabilität in unsere Emotionen bekommen. Die Jungs wirken im Training sehr fokussiert und haben natürlich Lust auf das Heimspiel, das den Beginn der englischen Woche markiert. In dieser Woche können wir als Mannschaft wieder einen sehr großen Sprung machen.

Lotte hat noch kein Spiel gewonnen. Gehen Sie als Favorit in das Heimspiel?

Manuel Hartmann: Auf dem Papier geht man vielleicht als Favorit ins Spiel. Aber so ein Papier spielt am Samstag keinen Fußball. Fußball funktioniert da einfach anders. Wir wissen, dass Lotte noch keinen Sieg hat, dürfen uns davon aber nicht in falsche Sicherheit wiegen und Prozentpunkte weniger investieren. Gerade Mannschaften, die auf ihren ersten Erfolg warten, bringen eine gewisse Unberechenbarkeit mit, aber auch eine enorme Energie und Entschlossenheit. Unser Anspruch muss es sein, unabhängig vom Tabellenstand in jedem Spiel unsere Leistung auf den Platz zu bringen. Wenn wir das schaffen, haben wir eine gute Voraussetzung für eine gute Leistung und vor allem dafür, die Punkte hier in Köln zu behalten.

Was für einen Gegner erwarten Sie und was für ein Spiel?

Manuel Hartmann: Ich erwarte mit Lotte eine sehr junge Mannschaft, die über sehr viel Talent verfügt und sehr unangenehm und unberechenbar spielen wird. Sie werden immer versuchen, uns das Leben schwer zu machen, die Räume eng zu halten und die Zweikämpfe sehr intensiv zu führen. Für uns geht es darum, geduldig zu bleiben, trotzdem mit voller Überzeugung und Volltempo unsere Angriffe zu spielen. Hinten müssen wir im Gegensatz zum Gütersloh-Spiel voll konzentriert sein und dürfen keine Situationen unterschätzen.

Wir wollen uns im Spiel durchsetzen und gleichzeitig die Bereitschaft zeigen, die ein Regionalliga-Spiel verlangt. Ich erwarte ein intensives Heimspiel, in dem einem nichts geschenkt wird und in dem wir von der ersten Minute an hoch präsent sein müssen.

“Wir wollen nichts erzwingen“

Sind Etienne Borie und Len Wörsdörfer zurück im Training und wann könnten beide wieder Alternativen für den Kader sein?

Manuel Hartmann: Bei den beiden gibt es eine positive Entwicklung. Sie sind jetzt Anfang der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und sind weiter auf dem Weg, sich wieder näher ans Team heranzuarbeiten und möglichst bald wieder vollständig ins Mannschaftstraining einzusteigen. Wichtig ist dabei für uns, dass beide vollständig gesund sind. Wir wollen nichts erzwingen.

Wird Ihr „Profi“-Quartett aus Gil Neves, Maik Akumu, Nilas Yacobi und David Fürst am Samstag wieder dabei sein und wie nehmen Sie die Jungs wahr?

Manuel Hartmann: Ob unser Profi-Quartett wieder dabei ist, entscheidet sich immer in der Abstimmung mit dem Profibereich. Da kann kurzfristig oben etwas passieren oder es kann noch einmal eine Verschiebung geben. Wir sind immer in einem sehr guten Austausch und wollen natürlich die beste Lösung für die Entwicklung der Jungs und gleichzeitig für den Mannschaftserfolg beider Mannschaften finden.

Wenn sie bei uns dabei sind, dann sind sie vollwertiger Teil der Gruppe und werden von uns genauso behandelt und verhalten sich auch genauso. Was ich bei allen Jungs sehr positiv wahrnehme, sind  die Energie und das Engagement, das sie einbringen.  Auch die Erfahrungen, die sie im Profibereich sammeln konnten, haben bei allen einen positiven Effekt für ihre Entwicklungen.

Gleichzeitig müssen die Spieler verstehen, dass es nicht darum geht, einfach nur der Spieler zu sein, der im Profi-Setting war. Sie müssen jeden Tag zeigen, dass sie unserer jungen Mannschaft helfen und dort auch den Unterschied machen können. Das ist dann auch der Step, den man braucht, um die nächsten Schritte Richtung Profi-Team zu machen. Aktuell gefällt mir diese Haltung bei den Jungs sehr gut.

„Wir schauen von Tag zu Tag“

Wie schaut es ansonsten personell für Samstag aus?

Manuel Hartmann: Wir schauen von Tag zu Tag. Wir müssen die Trainingswoche abwarten, dazu gibt es immer wieder Verschiebungen im Training. Einer bekommt mal eine Blessur, jetzt kommt wieder die Erkältungszeit, sodass vielleicht jemand krankheitsbedingt ausfällt. Das wollen wir natürlich alles so gut wie möglich minimieren.

Grundsätzlich haben wir eine sehr gute Konkurrenzsituation im Kader. Genau das wollen wir auch, weil es für die Entwicklung der Jungs extrem wichtig ist. Für mich ist wichtig, dass jeder Spieler das Gefühl hat, dass er gebraucht wird und seinen Beitrag leisten kann. Bisher hat sich auch schon gezeigt, dass das genauso ist.

Wer am Samstag final im Kader steht, entscheiden wir natürlich auch anhand der Trainingswoche, des Fitnessstatus und in Rücksprache mit dem athletischen Bereich. Wir besprechen, bei wem wir vielleicht im Hinblick auf die Belastungssteuerung etwas aufpassen müssen. Dazu kommt die englische Woche mit drei Spielen innerhalb weniger Tage. Ich glaube trotzdem, dass wir sehr, sehr gut aufgestellt sind.

Das Interview führte Daniel Mertens