Davie Selke wechselt zum Hamburger SV

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Davie Selke wechselt zum Hamburger SV

Nun ging es alles sehr schnell. Davie Selke wechselt zum Hamburger SV. Der HSV hatte zunächst via „X“ mit einem Video auf den Transfer hingedeutet, nun ist er offiziell.

Es hatte sich in den vergangenen Stunden bereits angekündigt, nun haben es der Hamburger SV und der Stürmer offiziell gemacht. Davie Selke wechselt zum Hamburger SV.

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Der Abschied wurde lange herausgezögert und war dann doch mit viel Wirbel verbunden. Der nächtliche Post von Davie Selke mit doch einigermaßen emotionalen Abschiedsworten, die wiederum mit einem Seitenhieb gegen den FC garniert wurden, wurde seit vergangenem Montag in den Sozialen Medien heftig diskutiert. Der Sinn seiner Worte hallte nach, wurde von den Kölner Verantwortlichen wohl wahrgenommen, mehr aber auch nicht. Die FC-Bosse hatten dem Stürmer ein Angebot gemacht, das hatte dieser verstreichen lassen. Ein weiteres Angebot hat der Stürmer offenbar jedenfalls nicht bekommen. Und so endet nach einigen Wochen eine kleine Hängepartie über die Kölner Zukunft des Angreifers.

Davie Selke: „Ich wollte unbedingt dabei sein“

Die sportliche Zukunft generell ist nun geklärt. Davie Selke hat beim Hamburger SV unterschrieben. Auf „X“ hatte der HSV am Nachmittag ein Video veröffentlicht, auf dem ein Sticker an eine Laterne geklebt wurde. Auf der Rückseite befand sich ein Bild eines Fußballspielers – offensichtlich Selke. Mittlerweile hat der Verein die Verpflichtung offiziell bestätigt „Ich habe mit Stefan Kuntz und Steffen Baumgart bereits erfolgreich zusammengearbeitet, beide haben mir ihre klaren Vorstellungen und Ziele überzeugend aufgezeigt. Der HSV ist einer der spannendsten Clubs im deutschen Fußball und der Gedanke daran, dabei mitzuhelfen, diesen Verein in die Bundesliga zurückzubringen, hat mich sofort gepackt“, so Selke. „In diesem Gesamtpaket aus Club, Verantwortlichen und Zielen haben andere Dinge nur eine untergeordnete Rolle gespielt, denn ich wollte unbedingt dabei sein.“

„Davie hat im Fußball schon viel erlebt und bringt einen großen Erfahrungsschatz mit nach Hamburg. Mit seiner Spielweise, aber vor allem auch seiner Mentalität wird er für unsere Mannschaft eine große Bereicherung sein“, sagte HSV-Boss Stefan Kuntz. „Ich habe mit Davie in der deutschen U21-Nationalmannschaft zusammengearbeitet, als er entscheidenden Anteil daran hatte, dass wir 2017 Europameister geworden sind. Steffen Baumgart hat ihn zudem beim 1. FC Köln trainiert und wir sind absolut davon überzeugt, dass Davie uns auf dem Platz wie auch in der Kabine stärker machen wird.“ 

38 Pflichtspiele für den 1. FC Köln

Tatsächlich hatten sich die Anzeichen für einen Wechsel nach Hamburg in den vergangenen Tagen verdichtet. So soll Selke bereits am Dienstag zu Gesprächen nach Hamburg aufgebrochen sein. Unter anderem gab es auch Berichte über einen Medizincheck am Mittwoch. Nun also der Wechsel. Tatsächlich hatte der Stürmer seinen Vertrag beim FC vor ziemlich genau einem Jahr bis zum Sommer 2026 verlängert. Allerdings galt dieser nur für die Bundesliga. Durch den Abstieg lief der Kontrakt bei den Geißböcken nun zum 1. Juli aus. Nach den Aussagen des Stürmers hätte es aber auch in der 2. Bundesliga eine weitere Zusammenarbeit geben können. „Es ist kein Geheimnis, dass ich es mir vorstellen konnte, den Weg mit euch weiterzugehen“, schreibt Selke weiter und: „Diese Chance wurde mir final genommen.“ 

Das Kapitel 1. FC Köln endet für Selke also nach anderthalb Jahren und 38 Pflichtspielen für die Geißböcke. Selke erzielte in der Bundesliga elf Tore für den FC. Zuletzt fiel der Stürmer aufgrund seines zweiten Mittelfußbruches innerhalb weniger Monate aus. Selke konnte in den finalen Abstiegskampf nicht mehr eingreifen. Laut „Bild“ hat Selke beim HSV einen Vertrag bis 2026 unterschrieben. Nun kommt es also zum Wiedersehen mit dem Stürmer. Ob am ersten Spieltag ist unklar, Selke fiel zuletzt verletzt aus, Baumgart ist ein Freund davon, Rekonvaleszenten zunächst einmal auszukurieren.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Davie Selke verabschiedet sich vom 1. FC Köln

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Davie Selke verabschiedet sich vom 1. FC Köln

Davie Selke wird in der kommenden Saison nicht mehr für den 1. FC Köln auflaufen. Der Stürmer verabschiedete sich in der Nacht über seinen Instagram-Kanal von den FC-Fans.

Es hatte sich in den vergangenen Wochen bereits angekündigt, nun hat es der Stürmer mit einigen Worten auf seinem Instagram-Kanal offiziell gemacht. Es kommt zu einer weiteren defintiven Personalie beim 1. FC Köln: Davie Selke verlässt den FC.

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Nach Jeff Chabot, Justin Diehl, Benno Schmitz und Faride Alidou hat der 1. FC Köln einen weiteren Abgang zu vermelden, wenn auch keinen besonders überraschenden. Davie Selke wird in der kommenden Saison nicht mehr für die Geißböcke auflaufen. Das hat der Stürmer in der Nacht offiziell gemacht. „Weiß gar nicht so recht was ich schreiben soll. Ich habe mich in Köln und beim FC sehr wohl gefühlt“, schreibt Selke auf Instagram. Ähnlich klangen die Worte von Frau Evelyn im April: “Wir beide fühlen uns super wohl hier in Köln. Erst am Wochenende habe ich wieder gemerkt, wie toll der Verein und die Leute sind.“ Und dennoch gehen Verein und Spieler getrennte Wege. Tatsächlich hatte der Stürmer seinen Vertrag beim FC vor ziemlich genau einem Jahr bis zum Sommer 2026 verlängert. Allerdings galt dieser nur für die Bundesliga.

Davie Selke: „Diese Chance wurde mir genommen“

Durch den Abstieg lief der Kontrakt bei den Geißböcken nun zum 1. Juli aus. Nach den Aussagen des Stürmers hätte es aber auch in der 2. Bundesliga eine weitere Zusammenarbeit geben können. „Es ist kein Geheimnis, dass ich es mir vorstellen konnte, den Weg mit euch weiterzugehen“, schreibt Selke weiter und: „Diese Chance wurde mir final genommen.“ Tatsächlich hatte der FC dem Angreifer ein Angebot vorgelegt. Mutmaßlich aufgrund des Abstiegs zu deutlich geringeren Bezügen. Selke ließ das Angebot verstreichen. „Bei Davie ist es so, dass wir ihm ein Angebot unterbreitet haben und er es nicht angenommen hat. Insofern gibt es da keinen neuen Stand“, sagte Christian Keller bei der Vorstellung von Gerhard Struber vor gut zwei Wochen. „Jetzt ist die Frage, ob es noch mal eine neue Frist gibt.“ Möglicherweise hat es die nicht gegeben.

Ohne Frage hätte der FC einen Zielstürmer wie Selke in der 2. Bundesliga gut gebrauchen können. Zumal der Stürmer auch ein Leader ist, voran geht. Auch deswegen hätten die Kölner gerne verlängert – zu anderen Konditionen. „Davie war für uns ein total wichtiger Spieler”, sagte Keller vor zwei Wochen. „Es braucht halt auch ein hundertprozentiges Commitment. Dazu gehört nicht nur das sportliche und das menschliche ‘Ja’, sondern auch das formelle ‘Ja’. Und da konnten wir bis dato kein Commitment herstellen.“ Dazu wird es nun auch nicht mehr kommen. Warum Selke „diese Chance genommen wurde“, schreibt der Stürmer indes nicht. Vor zehn Tagen hatte Sky-Transfer-Experte Florian Plettenberg bereits vermeldet, dass es wohl zu keiner Einigung kommen würde, finanzielle Gründe aber nicht den Ausschlag gegeben hätten.

Selke: „Ihr seid und bleibt in meinem Herzen“

Tatsächlich hätte Selke trotz Einbußungen wohl zu den Spitzenverdienern beim FC gezählt. Von Seiten der Kölner war man aber offenbar nicht bereit, das Gehaltsgefüge für Selke zu verändern. Dem 29-Jährigen sollen lukrative Angebote aus Saudi-Arabien, Südkorea und Zypern vorliegen. Aber auch ein Bundesliga-Club soll dem Vernehmen nach bei Selke angeklopft haben. Zuletzt gab es auch gerüchte über ein HSV-Interesse. Konkrete Gespräche hat es aber noch nicht gegeben.

Das Kapitel 1. FC Köln endet für Selke also nach anderthalb Jahren und 38 Pflichtspielen für die Geißböcke. Selke erzielte in der Bundesliga elf Tore für den FC. Zuletzt fiel der Stürmer aufgrund seines zweiten Mittelfußbruches innerhalb weniger Monate aus. Selke konnte in den finalen Abstiegskampf nicht mehr eingreifen. Mit dem Kölner Aufstiegskampf wird er auch nichts zu tun haben. „Danke für die kurze aber intensive Zeit! Ihr seid und bleibt in meinem Herzen“, schreibt Selke den Fans.


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Transfergerüchte

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Golden-Boy-Award: Max Finkgräfes Führung sorgt international für Aufmerksamkeit

Max Finkgräfe vom 1. FC Köln schneidet beim Golden-Boy-Award bisher gut ab
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Golden-Boy-Award: Max Finkgräfes Führung sorgt international für Aufmerksamkeit

Max Finkgräfe hat es auf die Liste des Golden-Boy-Awards geschafft und führt diese in der ersten Phase auch souverän an. Bei der Wahl handelt es sich in den ersten Runden um eine Zuschauer-Wahl. Dennoch sorgt das Zwischenergebnis offenbar für Verwunderung.

Die Abstimmungsfreude der Fans des 1. FC Köln zahlt sich für Max Finkgräfe bislang aus. Der 20-jährige Abwehrspieler der Geißböcke steht momentan auf Platz eins der Liste zum Golden-Boy-Award. Das bleibt auch einigen internationalen Pressevertretern nicht verborgen, die sich fragen, wer dieser Youngster ist vom 1. FC Köln: Max Finkgräfe führt die Golden-Boy-Wahl weiterhin an.

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Seine offensiven Vorstöße beeindruckten schon im vergangenen Sommer, als Max Finkgräfe bereits in der Vorbereitung der Profis sein Potenzial andeutete. Neben Meiko Wäschenbach stach vor allem Finkgräfe in den ersten Testspielen hervor. Ein Jahr später scheint der 20-Jährige auf der linken Abwehrseite auch im „neuen“ Kader fest eingeplant zu sein, den Stammplatz sicher zu haben. Routinier Leart Pacarada muss sich jedenfalls ganz schön strecken, wenn er eine Chance im Kampf um einen Startelf-Einsatz haben will. 24 Einsätze, davon 18 von Beginn an hat der Youngster mittlerweile aufzuweisen und ist damit einer der Newcomer der vergangenen Saison. Kein Wunder also, dass die italienische Sportzeitung „Tuttosport“ den FC-Profi auf die Liste der 100 Nominierten für den Golden-Boy-Award, die Wahl zum besten U21-Spieler Europas, gesetzt hat.

Finkgräfe führt mit 40 Prozent aller Stimmen

Und diese führt der 20-Jährige im Grunde seit dem Startschuss vergangene Woche souverän an – vor den eigentlichen Favoriten wie den EM-Halbfinalisten Lamine Yamal vom FC Barcelona oder Kobbie Mainoo von Manchester United. Mittlerweile sind mehr als 80.000 Stimmen eingegangen. Wirklich nennenswert nur für sechs Spieler. Fast 40 Prozent der Stimmen erhielt laut „Tuttosport“ eben der Kölner Max Finkgräfe. Es folgen Yamal mit rund 16 Prozent, Darío Esteban Osorio von Midtjylland (11), Mainoo (9), sein Mannschaftskollege von ManU Alejandro Garnacho (8) sowie Dortmunds Youssoufa Moukoko (6). Bis zum 15. Juli haben die Leser noch Zeit, abzustimmen. Dann wird die Nominierten-Liste von 100 auf 80 reduziert. Es folgen weitere „offene“ Abstimmungsrunden. Bei den verbliebenen Nominierten trifft dann eine Fachjury aus Sportjournalisten die finale Wahl.

Jan Thielmann war 2022 nominiert

Dass Finkgräfe die Wahl anführt, hängt natürlich mit der Abstimm-Freude der FC-Bubble zusammen. Es gab gleich mehrere Aufrufe in den Sozialen Medien und Foren. Die deutliche Führung ist also alles andere als eine Überraschung oder Sensation. Und dennoch reagieren einige europäische Pressevertreter verwundert. „Wer ist dieser Finkgräfe?“, fragt beispielsweise die große spanische Sportzeitung „Sport“. Das britische Online-Portal „Joe“ schreibt davon, dass Fans die Wahl gekapert hätten und ein Spieler, „von dem noch niemand etwas gehört“ habe in Führung läge. Das französische Sport-Portal „so foot“ erklärt, dass jemand in Führung läge, der die Leser „überraschen würde.“

Dabei kommt die Abstimmungsfreude der Kölner Fans nicht wirklich überraschend. Immerhin haben die FC-Fans Jan Thielmann 2022 ebenfalls weit gebracht. Das Kölner Eigengewächs schaffte es so locker in die Runde der letzten 40. Damals gewann Gavi die Wahl, in der vergangenen Saison war es Jude Bellingham vor Jamal Musiala. Auch Erling Haaland, Kylian Mbappé oder Paul Pogba haben die Auszeichnung, die seit 2003 jährlich vergeben wird, erhalten. Der einzige deutsche „Golden Boy“ war Mario Götze 2011. 2005 musste sich Lukas Podolski den Topstars Lionel Messi und Wayne Rooney geschlagen geben.


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Wer geht, wer bleibt?

Die Mutmacher

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Die Mutmacher

Auch, wenn am Samstag nicht alles rund lief, sind die Kölner Youngsters Justin Diehl und Max Finkgräfe die Hoffnungsträger der aktuellen Mannschaft. Ihre Unbekümmertheit könnte sich im Abstiegskampf noch auszahlen.

Der 1. FC Köln spielte am Samstag mit der jüngsten Startelf der gesamten Liga gegen den VfB Stuttgart. Auch, wenn sie nicht restlos überzeugen konnten: Justin Diehl und Max Finkgräfe sind die Mutmacher beim FC.

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Eigentlich hätte es das Startelf-Debüt schon vor einigen Wochen geben sollen, nun hätte es für die besondere Premiere wohl keinen besseren Gegner geben können. Gegen den VfB Stuttgart stand Justin Diehl erstmals in der Bundesliga-Anfangsformation. Ausgerechnet Stuttgart, der Club, der anscheinend am intensivsten um die Dienste des Youngsters buhlt. Der Arbeitsnachweis des 19-Jährigen war am Samstag dann aber doch überschaubar: Diehl kam in 60 Minuten auf einen Torschuss, keine Torschussvorlage, immerhin sechs Dribblings und einen haarsträubenden Fehlpass.

Schultz: „Wir wissen was der Junge kann“

So wirklich rund lief es bei dem Youngster gegen den VfB nicht. „Er ist ein talentierter junger Spieler, der auch noch Lehrgeld bezahlen muss. Aber er hat die Qualität und den Mumm, das Eins-gegen-eins zu suchen“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. Und gerade das suchte der 19-Jährige auch ab und an gegen den VfB. Zwar meist mit mäßigem Erfolg, doch seine Laufwege sind vielversprechend und unterscheiden sich beispielsweise von denen eines Linton Maina, der eher mit Tempo über die Flügel geht und dann den Ball in die Box bringt. Diehl will lieber den direkten Abschluss, auch, wenn es dafür schon mal leise Kritik geben mag. Den direkten Weg Richtung Tor suchen die FC-Profis in dieser Spielzeit bislang eher selten – zu selten.

„Wir wissen, was der Junge kann. Aber er hat heute auch gesehen, dass er in einigen Bereichen noch zulegen muss”, sagte auch FC-Trainer Timo Schultz. So tat sich der Offensivspieler gerade im Duell mit Josha Vagnoman am Samstag unheimlich schwer und hatte zudem seine Probleme in der Defensivarbeit. “Wir hatten auf unserer linken Seite in der ersten Halbzeit schon ein bisschen Probleme mit der wechselnden Spieleröffnung des VfB. Das war für Justin sicher nicht ganz so einfach, da immer sofort die Situation zu erkennen und Max Finkgräfe zu unterstützen“, so Schultz weiter. Dennoch ist der 19-Jährige so etwas wie der Mutmacher oder neben Max Finkgräfe einer der Mutmacher der Geißböcke.

Wie geht es weiter mit Diehl?

Finkgräfe und Diehl stehen symptomatisch für die Zukunft, für den Weg des 1. FC Köln. Selbst wenn jene Zukunft gerade bei Diehl nach wie vor in den Sternen steht. Für die jungen Wilden rückt Schultz ganz bewusst von seiner Aussage, dass es im Abstiegskampf gerade auch auf die erfahrenen Spieler ankomme, ab. Wenn es nur um Erfahrung ginge, hätte beispielsweise ein Leart Pacarada auf der linken Defensivseite den Vorzug vor Finkgräfe erhalten müssen. Doch der Routinier saß einmal mehr 90 Minuten auf der Bank, hat gegen Finkgräfe zurzeit nicht den Hauch einer Chance. Auch der Linksverteidiger erwischte am Samstag nicht den besten Tag, fiel aber auch nicht in ein spielerisches Loch.

Schultz vertraut den Profis wie dem Shootingstar oder eben Diehl. Fast schon selbstverständlich krallen sich die Youngsters gefühlt jede Standardsituation – im Fall von Finkgräfe gegen Hoffenheim auch mit Erfolg. Die Eigengewächse sorgen für Tempo im Spiel, für den Überraschungsmoment, für das gewisse, vielleicht das fehlende Etwas. Diehl und Finkgräfe, die beiden Jüngsten, beleben das Kölner Spiel in einer fast schon erschreckenden Art und Weise. Zumindest bringen die beiden aktuell mehr Spielwitz und Gefahr auf den Rasen als so mancher Routinier. An Selbstvertrauen mangelt es den 19-Jährigen nicht. Im Gegenteil, im Vergleich zu einigen anderen Spielern scheint der Kopf frei zu sein.

Diehl zahlt das Vertrauen nicht nur mit seiner unbekümmerten Spielweise auf dem Platz zurück. Dem Vernehmen nach soll der Youngster einen Abgang aus Köln nicht mehr kategorisch ablehnen, die Chancen für einen Verbleib sind nicht gut, sie haben sich aber minimal verbessert. Ein kleiner, aber vielleicht nicht unbedeutender Erfolg. In einer ähnlichen sportlichen Situation feierten in der Spielzeit 2019/2020 ebenfalls vier Kölner Youngster ihr Bundesliga-Debüt. Ismail Jacobs, Jan Thielmann, Tim Lemperle und Noah Katterbach.


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„Und dann: Pure Emotion“

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„Und dann: Pure Emotion“

Der 1. FC Köln spielt gegen Hoffenheim 1:1 unentschieden und fährt einen Punkt ein. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem der Torschütze. Die Stimmen zum Hoffenheim-Spiel.

Am Sonntagabend spielte der FC gegen die TSG Hoffenheim 1:1 und steht aktuell mit 16 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Jeder Punkt hilft, findet auch Max Finkgräfe. Die Stimmen zum Hoffenheim-Spiel.

In der ersten Halbzeit war wohl Hoffenheim ein Stück besser, in der zweiten Halbzeit habe ich das sehr ausgeglichen gesehen. In der 94. dann so ein Tor zu bekommen ist natürlich unendlich bitter. Unser Fokus ist im Moment, unsere Defensive zu stabilisieren. Ich glaube, wir haben das letzte Spiel zu Null gespielt, waren auch heute wieder ganz knapp dran. Vorne müssen wir dann wieder über Einzelaktionen kommen, aber da tun wir uns dann auch in den Heimspielen leichter, dass wir dann mehr Wucht, auch mit den Fans im Rücken mehr Selbstvertrauen entwickeln können. Es gilt, hinten die Basis und vorne einen Dosenöffner zu finden. Max macht es im Moment überragend, deswegen hat er sich das Tor auch redlich verdient. Er hat heute wieder ein super Spiel gemacht. Er ist ein bodenständiger Junge und mit ihm kann man gut arbeiten.
 

Benno Schmitz


 Ich freue mich trotzdem, versuche das positiv zu sehen, es fühlt sich aber eher wie eine Niederlage an. Ich trainiere schon jeden Tag, nehme mir nach dem Training so zehn Bälle und ich bin der einzige Linksfuss auf dem Platz, wenn ich das richtig im Kopf habe, außer Jeff. Und dann habe ich drum gebeten und habe den Freistoß bekommen. Ich habe mir gedacht, das ist er jetzt, dafür trainiere ich jeden Tag. Und dann: Pure Emotion. Jeder Punkt hilft, wir müssen das mitnehmen und es positiv sehen und nächste Woche geht es schon wieder weiter. 

Max Finkgräfe

„So ein spätes Gegentor ist immer extrem bitter. Vor allem, wenn man im Nachhinein das Gefühl hat, zwei Punkte liegen gelassen zu haben. Wir haben einen Punkt mitgenommen, was in unserer Situation sehr wichtig ist, und der Punkt war verdient. Darauf lässt sich aufbauen. Zudem müssen wir das Gefühl mitnehmen, dass wir lange zu Null spielen können. Wir können mit Selbstvertrauen aus dem Spiel gehen. Gerade in der zweiten Halbzeit waren wir dann auch mutiger nach vorne und haben uns in den Eins-gegen-Eins-Situationen mehr getraut.“

Marvin Schwäbe

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Einzelkritik

TV-Experte sieht Finkgräfe auf dem Weg in die DFB-Elf

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TV-Experte sieht Finkgräfe auf dem Weg in die DFB-Elf

Er ist nicht nur eins der größten Talente des 1. FC Köln, seit Beginn des Jahres ist Max Finkgräfe konstant der beste Feldspieler der Kölner. Für Lothar Matthäus könnte der 19-Jährige die Antwort auf die Frage nach dem Linksverteidiger im DFB-Dress werden.

Im Spiel des 1. FC Köln am Samstagabend gegen Eintracht Frankfurt überzeugte der Youngster nicht nur die Fans und den Trainer Timo Schultz. Auch TV-Experte Lothar Matthäus lobte den 19-Jährigen für seine Spielweise und sah Max Finkgräfe als möglichen DFB-Elf Kandidaten.

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Wirklich gerne werden die FC-Fans die Worte von Lothar Matthäus vor einigen Wochen nicht gehört haben. Der TV-Experte und Weltmeister von 1990 war sich ziemlich sicher, dass die Geißböcke unter Timo Schultz nicht mehr die Kurve bekommen würden, den Gang in die zweite Liga antreten müssten. Am Samstag klangen die Worte des Rekord-Nationalspielers schon deutlich versöhnlicher – aus Kölner Sicht. Vor allem Max Finkgräfe wurde von Matthäus immer wieder hervorgehoben. Geradezu begeistert zeigte sich der TV-Experte und suchte den Vergleich zu Jonas Hector. „Man sollte immer schön den Ball flachhalten, es ist mein elftes Bundesligaspiel und mal gucken, was noch kommt“, sagte der Youngster. „Aber der neue Jonas Hector, das bin ich ganz sicher nicht.“

Matthäus mit Hinweis auf DFB-Elf

Doch Matthäus beließ es nicht bei dem Vergleich mit der Kölner Ikone. „Dann wieder Finkgräfe, wieder dieses Umschalten, wie er den Ball gewinnt, mit Geschwindigkeit nach vorne geht – das ist dieser Spieler“, stellte der 62-Jährige nach gut 70 Minuten fest. „Er kann auf jeden Fall Linksverteidiger. Mehr will ich mal dazu nicht sagen“, betonte Matthäus wiederum vielsagend und sprach dann nach dem Hinweis von Kommentator Wolff-Christoph Fuss, dass es nicht so viele Linksverteidiger gäbe, doch weiter: Zumindest nicht so viele „mit Ausweis, der dazu berechtigt, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen.“ Finkgräfe ein Fall für die DFB-Elf? Nach elf Einsätzen für den FC dürfte der Sprung zu Julian Nagelsmann bei allem Talent und Potenzial dann doch noch ein sehr großer sein. Zumal der Linksverteidiger nahezu unter dem Radar der Nationalmannschaft geflogen ist. Erst im Oktober war Finkgräfe erstmals auf Abruf in der U20. Einen Einsatz gab es nicht.

Das Thema Nationalmannschaft dürfte und sollte für Finkgräfe zurzeit noch weiter entfernt sein, als der Vergleich mit Jonas Hector. Dabei sind allerdings zwei Punkte nicht von der Hand zu weisen. Dass die Nationalmannschaft gerade auf den Außenpositionen dünn besetzt ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Hansi Flick entschied sich nicht umsonst für Spieler Joshua Kimmich oder Nico Schlotterbeck, die eigentlich auf anderen Positionen zu Hause sind. Mit Kai Havertz zauberte auch Julian Nagelsmann keinen etatmäßigen Linksverteidiger auf diese Position. Dabei gibt es natürlich auch starke Linksverteidiger wie Robin Gosens oder David Raum, die ihre Stärken vor allem in der Vorwärtsbewegung haben, in der Verteidigung in der Nationalmannschaft nicht immer ganz sicher wirkten. Benjamin Henrichs ist da schon deutlich stabiler. Die Außenverteidiger-Position ist sicherlich eine Baustelle der DFB-Elf, in der die Konkurrenz nicht so breit gefächert ist, wie im Zentrum.

Vergleich mit Hector ist nicht von der Hand zu weisen

Zudem spielt Finkgräfe tatsächlich eine bislang überragende Rückrunde. Schon gegen Dortmund sah der Linksverteidiger gegen Donyell Malen lange gut aus, gegen Wolfsburg war der 19-Jährige zweifelsohne bester Feldspieler. Finkgräfe hatte die meisten Ballkontakte und eroberte die meisten Bälle. Gegen Frankfurt schaltete sich der gebürtige Gladbacher zudem immer wieder in die Offensive ein, brachte Flanken, setzte seine Mitspieler gut in Szene und führte 70 Prozent erfolgreicher Dribblings durch. In der Defensive wirkt der 19-Jährige bereits überraschend souverän, in der Offensive kann er ein Faktor werden. Zwangsläufig erinnert Finkgräfe aktuell an Jonas Hector, der das Talent in seinem Podcast „Schlag und fertig“ ebenfalls lobte. Einen frappierenden Unterschied gibt es zwischen den Linksverteidiger dann offenbar doch: Finkgräfe erreichte gegen Frankfurt eine Höchstgeschwindigkeit von 34 km/h.

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Eintracht Frankfurt


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Winterkritik

„Wir müssen auf der Welle weitersurfen“

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„Wir müssen auf der Welle weitersurfen“

Der 1. FC Köln gewinnt gegen Frankfurt verdient 2:0 und fährt drei Punkte ein. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem der Trainer. Die Stimmen zum Frankfurt-Spiel.

Am Samstagabend spielte der FC gegen Eintracht Frankfurt 2:0 und steht aktuell mit 15 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Der FC belohnt sich endlich, findet auch Max Finkgräfe. Die Stimmen zum Frankfurt-Spiel.

Die Fans sind immer für uns da und unterstützen uns auch in schweren Zeiten. Heute konnten wir zum Glück etwas zurückgeben und das soll uns Aufschwung geben für die nächsten Wochen. Wir haben schwere Spiele über Karneval. Wir müssen fokussiert bleiben, können den heutigen Tag nutzen und uns freuen und uns ab übermogen wieder vorbereiten auf das nächste Spiel. Wir müssen weiter Druck ausüben, Punkte machen. Die Gelb-Roten Karten haben uns gutgetan und wir haben hintenraus auch verdient gewonnen. Wir waren gut im Spiel, es war nur eine Frage der Zeit, wann das erste Tor für uns fällt. Auch in Normalzahl hätten wir ein gutes, wenn nicht überragendes Spiel gemacht. Ich bin froh, dass Dejo mich gesehen hat. Im Training haben wir öfter Kontersituationen und dass wir sie heute so gut ausspielen konnten, da freuen wir uns drüber. Wenn man nur mit erfahrenen oder nur jungen Spielern spielt, ist es nicht gut, man braucht ein gewisses Gleichgewicht. Dass wir momentan viele junge Spieler haben, spricht für unsere Ausbildung und für die Qualität unserer jungen Spieler. Wir müssen Punkte machen, gewinnen und dann auf der Welle weitersurfen.
 

Jan Thielmann

Ich freue mich vor allem über das zu Null. Man kann daran schrauben, dass man mehr Tore schießt, oder du spielst zu Null. Das haben wir heute hervorragend gemacht. Die Mannschaft hat das sehr stabil verteidigt. Es ist eine lange Woche bis Hoffenheim, daher können die Jungs auch heute Abend mal ein Kölsch trinken. Es ist Karneval in Köln, es gibt einige Termine. Für mich entscheidend ist das Spiel am Sonntag und das haben die Jungs auch anhand des Trainingsplans gesehen. Es freut mich für Faride, dass er jetzt sogar im zweiten Spiel hintereinander treffen konnte. Seitdem ich hier bin, ist er sehr auffällig im Training. Er hat auch die Gelb-Rote Karte herausgeholt und hat einen großen Anteil daran, dass wir das Spiel gewonnen haben. Jan hat einen guten Abschluss und hat das auch unter Beweis gestellt. Es sind nur drei Punkte. Wir schauen schon auch auf die Tabelle und wissen, dass wir Ergebnisse brauchen. Wir wissen aber auch, dass wir die Fans hinter uns haben. 
 

Timo Schultz

Dafür spielen wir Fußball, das haben die Fans sich verdient. Ich fand mich in Ordnung und die ganze Mannschaft hat das klasse gemacht. Wir haben die letzten Spiele schon immer alles gegeben und heute haben wir uns endlich belohnt. Der Klub hat mich groß gemacht und mich aufgenommen in Zeiten, wo es mir persönlich und leistungstechnisch nicht so gut ging und hat mir die Möglichkeit gegeben, jetzt hier auf dem Platz stehen zu dürfen. Das versuche ich zurückzugeben. Man sollte immer schön den Ball flachhalten, es ist mein elftes Bundesligaspiel und mal gucken, was noch kommt. Aber der neue Jonas Hector, das bin ich ganz sicher nicht. Es ist ein extrem wichtiger Sieg und nächste Woche versuchen wir, es dann ganz genauso zu machen.

Max Finkgräfe

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Max Finkgräfe: Warum ein Einsatz gegen Gladbach so besonders wäre

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Max Finkgräfe: Warum ein Einsatz gegen Gladbach so besonders wäre

Max Finkgräfe ist der Shootingstar in dieser Saison beim FC und somit einer der Gewinner der Krise. Am Sonntag könnte der fünfte Einsatz des Eigengewächses erfolgen. Es wäre ein besonderer.

Während die Spielzeit für die meisten Profis des 1. FC Köln eher mäßig verläuft, ist Max Finkgräfe einer der wenigen Gewinner. Der Kölner Youngster feierte im zarten Alter von 19 Jahren bereits sein Debüt, kommt auf vier Einsätze und hat nun einen Profivertrag in der Tasche. Nun folgt das Spiel gegen die Fohlen. Max Finkgräfe: Warum ein Einsatz gegen Gladbach so besonders wäre

So mancher FC-Fan wird im Juli in Österreich zwei, vielleicht sogar drei Mal genau hingeschaut haben, welcher Spieler da über die linke Seite für ordentlich Tempo, für ein aggressives Pressing und für Gefahr sorgte. Der FC testete Mitte Juli im Rahmen des Trainingslagers gegen Gornik Zabrze, jenen Klub für den das Kölner Idol und Eigengewächs Lukas Podolski auf dem Feld stand, doch ein anderes Eigengewächs erhaschte die Aufmerksamkeit der Kölner Anhänger: Max Finkgräfe. Der 19-Jährige trat selbstbewusst auf, erkämpfte sich im Mittelfeld viele Bälle und leitete so auch vielversprechende Angriffe ein. Natürlich war der Auftritt zu Beginn der Vorbereitung nicht mehr als eine Duftmarke, eine Momentaufnahme und doch wird schon der ein oder andere geahnt haben, welches Talent da schlummert. Mindestens Christian Keller, der nur wenige Wochen zuvor dem „Express“ verriet, dass er Finkgräfe am ehesten den Sprung zu den Profis zutrauen würde.

In Mönchengladbach geboren, bei der Borussia gespielt

Drei Monate später ist der 19-Jährige einer der Hoffnungsträger, vor allem aber der Senkrechtstarter des FC. Finkgräfe debütierte gegen Dortmund, erhielt durch vier Kurzeinsätze in der Bundesliga seinen Profivertrag und durfte als besonderes Gimmick im Testspiel gegen Reusrath in der vergangenen Woche sogar die Kapitänsbinde tragen. Am Sonntag könnte der fünfte Einsatz folgen und das ausgerechnet gegen die Borussia. Ausgerechnet, weil nicht viel gefehlt hat und Finkgräfe würde eher im Trikot der Fohlen auflaufen. Und das nicht, weil der Linksverteidiger in Mönchengladbach geboren wurde. Finkgräfe kommt aus der Stadt Willich am Niederrhein, die ziemlich zentral zwischen Neuss, Gladbach und Düsseldorf liegt. Für den talentierten Kicker ging der erste Weg Richtung leistungsorientierten Fußball nach Düsseldorf zur Fortuna. Es folgte aber schon bald der nächste Schritt, der Wechsel in das Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Dortmund. Durchsetzen konnte sich Finkgräfe auch beim BVB nicht, als 14-Jähriger ging es zum Klub seiner Geburtsstadt.

Juniorenzeit mit vielen Verletzungen

Finkgräfes Juniorenzeit war geprägt von Verletzungen, die ihn immer wieder zurückwarfen. Wahrscheinlich ein Grund, warum er sich in den diversen NLZs schwer tat. Möglicherweise hätte er ausgerechnet bei der Borussia den Durchbruch geschafft. Denn sein Talent war auch dort unbestritten. Dem Vernehmen nach setzte man auch in der Zukunft auf ihn. Doch Finkgräfe brach sich 2019 im Dienste der Gladbacher das Bein. Gegen seinen Ex-Klub aus Dortmund erlitt er eine Fraktur des Standbeins und das ohne Fremdeinwirkung. Der damalige Mittelfeldspieler fiel monatelang aus. Das junge Talent verlor den Anschluss, der Traum vom Profifußball schien vorerst geplatzt, die Leidenschaft des Sports nicht. Und so verließ der damals 16-Jährige den Weg der Nachwuchsleistungszentren. Finkgräfe schloss sich der SG Unterrath an, bei der er immerhin Junioren-Bundesliga spielen konnte. Zu dieser Zeit hatten ihn die Kölner Scouts bereits längst auf dem Schirm. Nach einem Testspiel der SG gegen die Junioren des FC folgte die Einladung zum Kölner Probetraining.

Seit Juli 2021 trägt Finkgräfe nun das Trikot mit dem Geißbock. Auch hier wurde der Youngster bereits von langwierigen Verletzungen heimgesucht. Der Wechsel zu Unterrath wurde in gewisser Weise zu Kölns Glück. Denn nur wenige Monate nach dem Wechsel von Florian Wirtz mit allen Nachwehen um das gebrochene Agreement zwischen den rheinischen Klubs, wäre ein Transfer eines Jugendspielers von Gladbach direkt zum FC wohl kaum möglich gewesen. So winkt dem gelernten Linksverteidiger am Sonntag der Einsatz gegen seinen Ex-Klub.

Macht es Finkgräfe wie einst Thielmann?

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Macht es Finkgräfe wie einst Thielmann?

Nach den Ausfällen von Linton Maina und Luca Waldschmidt ist FC-Trainer Steffen Baumgart auf der Suche nach einem Linksaußen. Eine Option wäre Max Finkgräfe. Der Youngster könnte gegen Leverkusen sein Startelf-Debüt geben – er wäre nicht die erste Nachwuchskraft, die gegen die Werkself die Wende einläutete.

Nun hat es also Linton Maina auch erwischt. Der Linksaußen fehlte am Samstag beim Abschlusstraining, wird also gegen Bayer nicht auflaufen. Da auch Luca Waldschmidt krank ist, suchen die Kölner eine Alternative auf der linken Seite. Es könnte ein weiteres Debüt geben. Macht es Finkgräfe wie einst Thielmann?

Vier Minuten gab es am vergangenen Samstag für den Youngster. Max Finkgräfe kam für die letzten Momente bei der 0:2-Niederlage gegen Stuttgart auf den Platz. Eine undankbare Einwechslung, schließlich fiel keine 120 Sekunden später das 0:2, der FC war wieder einmal geschlagen, Einfluss auf das Spiel konnte der Kölner Nachwuchsspieler aber nicht mehr nehmen. Dennoch war es im sechsten Spiel bereits der dritte Einsatz bei den Profis für den Youngster – eine beachtliche Bilanz. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass am Sonntag im Duell bei Bayer Leverkusen ein weiterer, der vierte dazukommt. Diese Möglichkeit ist tatsächlich am Samstag noch einmal gestiegen. Denn zum Abschlusstraining fehlte mit Linton Maina ein Leistungsträger und Stammspieler. Maina hatte bereits Teile der Vorbereitung und Spiele zum Saisonauftakt wegen Rückenbeschwerden verpasst, nun scheinen die Beschwerden wieder aufgetreten zu sein. Der 24-Jährige wird dem FC am Sonntag nicht zur Verfügung stehen.

Wer ersetzt Maina?

Maina ist nicht der einzige Offensivspieler, der ausfällt. Auch Luca Waldschmidt fehlt krankheitsbedingt. FC-Trainer Steffen Baumgart steht nun vor der schweren Aufgabe, die richtigen Mosaiksteinchen für das Duell gegen den Nachbarn zu finden. Während Mainas Ausfall zu Beginn der Saison spielte Waldschmidt auf der linken Seite. Viele Optionen bleiben dem Kölner Trainer nun nicht. Florian Kainz spielte die Position bis in die vergangene Saison hinein beim FC, wurde von Baumgart dann aber zum Zehner umfunktioniert. Zuletzt mehrten sich die Stimmen in den Sozialen Medien, dass Kainz doch wieder auf die Seite ausweichen solle. Baumgart sieht aber die Qualitäten des Kölner Kapitäns hinter den Spitzen. Sollte er Kainz auf die linke Seite ziehen, entstünde die nächste Vakanz auf der Zehn. Faride Alidou ist gelernter Linksaußen, konnte bislang aber noch nicht überzeugen. Gegen Stuttgart ließ er seine Qualitäten aufblitzen, mehr aber auch nicht.

Und genau da kommt Max Finkgräfe ins Spiel. Der 19-Jährige startete gegen Dortmund auf der linken Außenbahn, hatte wenige Minuten vor Spielende sogar den Ausgleich auf dem Fuß. Auch in der Vorbereitung setzte Baumgart den Youngster auf dieser Position ein. Finkgräfe überzeugte auch damals. Eigentlich hatte Baumgart davon gesprochen, den Nachwuchshoffnungen mehr Einsatzzeit in der U21 zu verschaffen. Soll heißen: die Spiele über 90 Minuten in der Regionalliga sind für die Entwicklung der Youngsters wichtiger, als die wenigen Minuten bei den Profis. Nun ist es alles andere als ausgeschlossen, dass Finkgräfe sein Startelf-Debüt bei den Profis feiert. Der 19-Jährige wäre nicht der erste in einer ähnlichen Situation.

Thielmann gab gegen Leverkusen sein Debüt

Denn vor vier Jahren schmiss der damalige FC-Trainer Markus Gisdol ebenfalls einen Youngster in der sportlichen Krise ins kalte Wasser. Der FC stand nach dem 14. Spieltag mit dem Rücken zur Wand. Mit gerade einmal acht Zählern belegten die Kölner den letzten Tabellenplatz, noch hinter Baumgarts SC Paderborn. Sieben Pflichtspiele hatten die Kölner nicht mehr gewonnen. Unterlagen Teams, die sich eigentlich maximal auf Augenhöhe befinden sollten. Und dann kam das Duell gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Leverkusen, der zwar nur den sechsten Rang belegte, allerdings mit nur einem Zähler Rückstand auf den Tabellendritten aus Dortmund. Gisdol wechselte sein Team auf sieben Positionen, brachte unter anderem den 17-jährigen Jan Thielmann von Beginn an. Zwar trug sich der Youngster nicht in die Torschützenliste ein, Thielmann kam aber in der knappen Stunde Spielzeit auf beachtliche drei Torschüsse, lief nahezu acht Kilometer und absolvierte 18 Sprints. Alles in allem war es ein sehr ansprechendes Debüt und gleichzeitig der Start einer verheißungsvollen Karriere.

Für den FC war es aber am Ende ein Sieg über Leverkusen, ein Befreiungsschlag, vor allem aber der Startschuss einer Aufholjagd, die am Ende der Spielzeit mit dem Klassenerhalt belohnt wurde. Finkgräfe hat sein Bundesliga-Debüt bereits absolviert, das Startelf-Debüt könnte gegen Leverkusen folgen. Aus Kölner Sicht gerne mit einer ähnlichen Aufholjagd verbunden.

So könnte der FC gegen Leverkusen spielen

 

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Max Finkgräfe: Unbekümmert und selbstbewusst auf den Radar

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Max Finkgräfe: Unbekümmert und selbstbewusst auf den Radar

Ausgerechnet gegen den Vizemeister Borussia Dortmund feierte Max Finkgräfe sein Profidebüt – es war ein eindrucksvolles und eins, das Lust auf mehr macht.

Zwar blieb der 1. FC Köln beim starken Auftritt gegen Borussia Dortmund ohne Punkte, dennoch gab es gleich einige Gewinner. Zum Beispiel Max Finkgräfe: Unbekümmert und selbstbewusst auf den Radar.

Auf den ersten Blick überraschte dieser Moment nach einer guten Stunde im Duell der Kölner bei Borussia Dortmund. Der FC bäumte sich gerade gegen eine erwartbare Niederlage beim Vizemeister auf. Nicht nur das, die Kölner schnupperten an der Überraschung. Dennoch nahm FC-Trainer Steffen Baumgart mit Florian Kainz und Luca Waldschmidt zwei der Routiniers vom Platz. Dafür schickte der Kölner Coach den 22-jährigen Mathias Olesen und Max Finkgräfe auf den Platz. Baumgart verhalf dem A-Junioren-Pokalsieger zum Profidebüt. Das Debüt an sich kam alles andere als überraschend. Das hatte Baumgart dem Youngster bereits vor dem Pokalspiel in Osnabrück in Aussicht gestellt. Viel überraschender war der Zeitpunkt, der Gegner, das Momentum. „Am Montag bei Osnabrück haben wir den Zeitpunkt noch nicht für richtig gehalten. Auch, weil da viele Emotionen dabei waren“, sagte Baumgart. „Heute fanden wir es richtig, ihn zu bringen.“ Und mit einer beeindruckenden Unbekümmertheit, mit einem gesunden Selbstbewusstsein zahlte der 19-Jährige das Vertrauen dem Trainerteam zurück.

Selbstbewusster Auftritt von Finkgräfe

Das Arbeitszeugnis konnte sich jedenfalls sehen lassen. In den verbliebenen 25 Minuten lief Finkgräfe, der noch im April mit der U19 der Geißböcke den DFB-Pokal gewann, mehr als vier Kilometer, absolvierte 20 Sprints, brachte 70 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler und drei Flanken in den Strafraum. Kurzum, Finkgräfe belebte das Kölner Offensivspiel. Und: Der 19-Jährige hatte unmittelbar vor Spielende sogar den Siegtreffer aus dem Fuß. Aus spitzem Winkel jagte der Youngster den Ball über das Gehäuse. „Die Eier musst du erst einmal haben“, lobte Baumgart seinen Schützling. Und die „Eier“ hatte Finkgräfe nicht nur bei dem Schuss. Der 19-Jährige war sich für keinen Zweikampf zu schade, suchte auch gegen vermeintliche Dortmunder Größen das direkte Duell und gewann vier von fünf. Ein beeindruckender Auftritt.

Finkgräfe

Max

70%

Passquote

80%

Zweikampfquote

Und das, obwohl Finkgräfe gar nicht auf seiner angestammten Position in der Viererkette spielte. Baumgart brachte den Youngster für die Offensive und machte damit viel richtig, genauso wie mit Rasmus Carstensen auf der rechten Seite. Dass Finkgräfe auf dem linken Flügel spielen kann, bewies er zuvor – wenn auch selten – in der U19, nun auch in der höchsten deutschen Spielklasse. Für die Kölner Verantwortlichen ist die rasante Entwicklung keine große Überraschung. Schon bei der US-Reise im Herbst vergangenen Jahres hatte Finkgräfe auf sich aufmerksam gemacht. Im April gab es die folgerichtige Vertragsverlängerung bis Sommer 2025. Dabei war Finkgräfes Weg zu den Profis alles andere als einfach. Der Youngster hatte in verschiedenen Juniorenteams von Mönchengladbach über Dortmund seine Startschwierigkeiten und auch beim Nachwuchs vom FC tat sich der Defensivspieler zunächst schwer, entwickelte sich aber schließlich zu einer festen Größe. 

Finkgräfe plötzlich auf dem Radar

So sehr, dass Christian Keller bereits Anfang des Sommers dem „Express“ verriet, dass dem heute 19-Jährigen wohl am ehesten der Sprung zu den Profis zuzutrauen sei. Kein Wunder also, dass Finkgräfe zu den Nachwuchskräften gehören sollte, die sich in der Vorbereitung beweisen sollten. Das tat er eindrucksvoll. „Wir haben mit Max Finkgräfe einen sehr interessanten Spieler, der noch unter dem Radar schwirrt. Der aber das Zeug hat, über den Radar zu kommen“, sagte Christian Keller vor knapp zwei Wochen. Spätestens seit Samstagabend hat es der Youngster mit dem Profidebüt auf den Radar der Bundesliga geschafft. Die Chancen, dass die Kölner noch viel Freude an Finkgräfe haben werden, stehen jedenfalls nicht schlecht.

 

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