„Ein Stück weit nach Hause kommen““ – Lukas Sinkiewicz und Armin Reutershahn über das Co-Traineramt beim 1. FC Köln

Armin Reutershahn und Lukas Sinkiewicz arbeiten Hand in Hand
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„Ein Stück weit nach Hause kommen““ – Lukas Sinkiewicz und Armin Reutershahn über das Co-Traineramt beim 1. FC Köln

Seit vergangener Woche sind die beiden neuen Co-Trainer beim 1. FC Köln nun im Amt. Zusammen sollen sie mit Cheftrainer René Wagner die Mission Klassenerhalt erfüllen. Für die Trainer ist der Verein nicht unbekannt, denn beide haben ihre Vergangenheit mit dem 1. FC Köln: Das sagen Sinkiewicz und Reutershahn zum neuen Trainerjob.

Nach dem Aus von Lukas Kwasniok nach dem 3:3 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach ging alles sehr schnell. Denn die Verantwortlichen sowie das neue Trainerteam wollte die Länderspielpause für Anpassungen nutzen. Im vereinseigenen Interview sprechen die beiden neuen Co-Trainer über ihre ersten Tage beim FC.

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Sieben Spiele bleiben dem neu zusammengesetzten Trainerteam um Chefcoach René Wagner noch, um das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen. Kein Wunder also, dass es nach dem Aus von Lukas Kwasniok nach dem Duell gegen Gladbach schnell gehen musste. Und schon am Montag im Anschluss an das Derby standen mit René Wagner und Armin Reutershahn ein beförderter sowie ein neuer Co-Trainer auf dem Platz und leiteten die Einheit der Geißböcke. Im Interview mit fc.de verrät Reutershahn, wie schnell seine Entscheidung für den FC gefallen ist.

„Ein Stück weit nach Hause kommen“

Am Sonntagnachmittag sei er noch beim Tennisspiel seiner Tochter gewesen, als der Anruf aus dem Geißbockheim kam. „Noch am Abend habe ich mich das erste Mal mit René getroffen. Das Gespräch war sehr angenehm, deswegen haben wir dann beschlossen, dass wir die Aufgabe gemeinsam angehen wollen. Am nächsten Tag standen wir schon zusammen auf dem Platz“, erinnert sich der 66-Jährige. Reutershahn kennt den Verein noch aus Studienzeiten, besuchte damals die Spiele und schaute sich das Training der Geißböcke an. Er sei von der Mannschaft begeistert gewesen erinnert sich der gebürtige Duisburger.

Doch es gibt noch weitere Verknüpfungen zum Verein: „Später habe ich auch meinen Fußballlehrer hier gemacht. Dadurch ist eine enge Verbundenheit mit der Stadt entstanden. Auch für mich ist es ein Stück weit nach Hause kommen“, sagt der heutige Co-Trainer. Auch Lukas Sinkiewicz, der vor knapp einer Woche als weitere Verstärkung an Geißbockheim gekommen ist, fällte seine Entscheidung, für den FC zu arbeiten, schnell. Der Bezug des 40-Jährigen nach Köln habe im Vorfeld immer lose bestanden. „Mit Kess hatte ich unregelmäßig Kontakt. Wir haben gelegentlich telefoniert, zuletzt hatte ich ihm zum Geburtstag gratuliert“, so der neue Co-Trainer. „Dann hat er mich in der vergangenen Woche angerufen und gefragt, ob ich mir diese Rolle vorstellen könne. Ich habe um ein bisschen Bedenkzeit gebeten. Danach hat mich René zuhause besucht, am Tag später habe ich zugesagt.“

“Wir haben alle denselben Anspruch: Wir wollen gewinnen“

Gemeinsam mit Wagner sollen nun also die benötigten Punkte im Klassenkampf eingefahren werden. Dafür ziehen alle an einem Strang. „Man kann nicht sagen, dass Sinke dafür zuständig ist und ich hierfür. Wir stimmen uns untereinander ab. Klar, ich habe einige Spiele mehr auf dem Buckel. Mir war es aber wichtig, dass ich auch auf dem Platz arbeite“, definiert Reutershahn seine Rolle. „Ich möchte nicht nur dabeistehen und meine Erfahrung weitergeben. Ich will Dinge vorbereiten und die Jungs auf dem Feld mit weiterentwickeln. Das ist meine Berufung.“

Und auch Sinkiewicz hat eine klare Vorstellung von seinen Aufgaben: „Wir haben alle denselben Anspruch: Wir wollen gewinnen. Dafür brauchen wir alle möglichen Mittel. Wenn es mal ruhiger ist und wir eine laute Stimme brauchen, bin ich schon ein temperamentvoller Typ. Trotzdem bleibe ich realistisch und kann die Situationen gut einordnen“, so der 40-Jährige. „Die Jungs können immer zu uns kommen, das ist wichtig. Die ersten Tage haben schon unheimlich viel Spaß gemacht, ich konnte von Armin und seiner Erfahrung bereits viel mitnehmen.“

“Wir dürfen uns die Situation nicht schönreden“

Am Sonntag steht das erste Duell unter dem neuen Trainerteam auf dem Plan. Dann reist der FC nach Frankfurt und steht vor keiner leichten Aufgabe gegen den Tabellensiebten. Das weiß auch Reutershahn. “Wir dürfen uns die Situation nicht schönreden“, so der 66-Jährige. Nach der ersten Woche habe er aber ein sehr gutes Gefühl, weil alle in eine Richtung arbeiten. Das habe er über die Jahre auch schon anders erlebt. Ein Garant für Punkte ist die positive Mannschaftseinstellung dennoch nicht. „Im Fußball passieren auch Dinge, die man nicht vorhersehen kann. Deswegen müssen wir bis zum letzten Spiel hellwach bleiben. Das macht die Mannschaft bislang. Die Jungs geben in jeden Training Gas“, so Reutershahn.

Für Sinkiewicz ist das Duell gegen die Eintracht ein Rückkehr zu seinem Ex-Verein. „Es ist für mich eine besondere Partie, weil ich bei der Eintracht zehn Jahre lang gearbeitet habe und meine Kinder in Frankfurt aufgewachsen sind“, so der Co-Trainer. „Mein Fokus liegt aber auf den drei Punkten. Da ist es egal, gegen wen es geht.“

„Genau das brauchen wir gerade“ – Marvin Schwäbe äußert sich über den neuen Coach René Wagner

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln
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„Genau das brauchen wir gerade“ – Marvin Schwäbe äußert sich über den neuen Coach René Wagner

Eine Woche ist der neue Coach René Wagner nun im Amt. Die Mannschaft steht hinter dem Ex-Co-Trainer und sieht durchaus positive Effekte durch die bisherigen gemeinsamen Erfahrungen beim 1. FC Köln: Das sagt Marvin Schwäbe zum neuen Trainer.

Sieben Spiele bleiben den Geißböcken samt neuem Trainerstab noch bis zum Saisonende. Genug Zeit, den Klassenkampf zu gewinnen – wenn denn die Ergebnisse stimmen und auch Punkt eingefahren werden. FC-Keeper Marvin Schwäbe äußerte sich im vereinseigenen Interview optimistisch.

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Wenn Florian Kainz im kommenden Sommer seine Karriere wie angekündigt beendet, dann ist Marvin Schwäbe gemeinsam mit Timo Hübers nach Jan Thielmann der dienstälteste Spieler der Geißböcke. Seit 2021 ist der Keeper mittlerweile beim FC und erlebt in dieser Zeit nun mit René Wagner seinen sechsten Coach und damit den fünften Trainerwechsel. Und doch ist es dieses Mal anders für den Kölner Kapitän, vor allem der Weg der Informationskette. „In der Vergangenheit hat man davon auch mal über die Medien erfahren. Ich finde, Kess hat das sehr gut geregelt. Er hat uns am Sonntag eine Nachricht geschickt, dass René als Cheftrainer übernehmen wird“, sagt Schwäbe nun im Interview bei fc.de. Nach dem 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach hatte der FC reagiert und Lukas Kwasniok frei- und René Wagner als dessen Nachfolger vorgestellt.

Volle Rückendeckung für den neuen Coach

Gerade, dass mit dem 37-Jährige der bisherige Co-Trainer befördert wurde, hatte einige Kölner Fans irritiert. Der ganz große Impuls bleibe doch so aus, so die Meinung einiger Anhänger. „René ist schon länger bei uns, er kennt uns Spieler gut. Das gestaltet den Übergang sicher einfacher. Er weiß, wie wir ticken und wo er anzupacken hat“, sagt Schwäbe. „Ich glaube aber, dass es nur positiv sein kann, dass er uns bereits gut kennt. Das wird uns helfen, gerade weil wir gut gespielt haben, aber zuletzt nicht die passenden Ergebnisse eingefahren haben. In den ersten Tagen als Cheftrainer hat René einen sehr unaufgeregten und kommunikativen Eindruck hinterlassen.“ Das werde in der aktuellen Situation helfen. Wagner war im vergangenen Sommer von Union Berlin ans Geißbockheim zurückgekehrt.

Auch, weil Thomas Kessler den gebürtigen Dresdener im Team haben wollte und ihn dem Vernehmen nach mittelfristig als Cheftrainer sah. Das ist nun schneller gegangen als zunächst angenommen. „Er bringt ein enormes Fußballverständnis mit, ansonsten wäre er nicht in dieser Position. Er ist ein unaufgeregter und positiver Charakter und weiß, dass er die volle Rückendeckung von uns hat“, sagt Schwäbe. Wagner könne sich auf die Unterstützung durch das Team verlassen. Mit dem Team wurden nun einige Dinge aufgearbeitet, Videos analysiert. Am ganz großen Rad wurde bislang noch nicht gedreht. Die Leistungen haben oft gestimmt. „Jetzt geht es darum, vor dem Tor effizienter zu sein. Im Übergangsspiel vor dem letzten Drittel hatten wir zuletzt ein paar Probleme.“ Auch auf die Grundtugenden werde es ankommen.

„Wir sind eine Einheit auf dem Platz“

Tatsächlich spricht der Torhüter auch indirekt ein Problem an, dass unter Lukas Kwasniok für Kritik sorgte: Die Rotation in der Mannschaft. Allerdings bezieht sich der Keeper auf die zahlreichen Verletzungen, die sich wie ein roter Faden durch die Saison ziehen. „Man kennt sich zwar gut, aber es ist nochmal etwas anderes, wenn man jede Woche in einer anderen Konstellation zusammenspielen muss. Ob es Abstimmungen oder verschiedene Spielsituationen sind, wird es einfacher, wenn es ein gewisses Grundkonstrukt gibt“, sagt Schwäbe. Innerhalb der Mannschaft habe es aber nie größere Unstimmigkeiten gegeben. Das Team würde nichts aufeinander kommen lassen. “ Das wird uns tragen. Wir sind eine Einheit auf dem Platz“, sagt Schwäbe. Und die soll den Klassenerhalt mit dem neuen Coach René Wagner in trockene Tücher bringen.