Vier Gegentore und trotzdem bester Kölner – das bittere FC-Jubiläum von Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe nach einem Gegentreffer in seinem 100. Spiel
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Vier Gegentore und trotzdem bester Kölner – das bittere FC-Jubiläum von Marvin Schwäbe

Vier Mal musste Marvin Schwäbe am Samstagabend hinter sich greifen und war dennoch einer der besten Spieler der Geißböcke. Dennoch lief das besondere Spiel nicht so wirklich glücklich für den Keeper des 1. FC Köln: Das bittere Jubiläum des Marvin Schwäbe.

Sein 100. Bundesliga-Spiel hat der FC-Kapitän am Samstagabend abgerissen und es war ein schmerzhaftes – trotz starker Leistung für den 1. FC Köln: Das bittere Jubiläum des Marvin Schwäbe.

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Die Ausgangslage war prädestiniert für eine schöne Fußballgeschichte. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Club stand für Marvin Schwäbe das 100. Bundesliga-Spiel an. Gegen den Ex-Club und wenn man so will gegen einen der Lieblingsgegner der Geißböcke. Immerhin hatte der FC seit 1994 genau einmal ein Heimspiel gegen die Eintracht verloren. Und um die Basis noch ein wenig perfekter zumachen, hatten die Kölner Anhänger den Keeper gerade erst zum Spieler des Monats Oktober gewählt. Doch am späteren Samstagabend war es mit der freudigen Stimmung zum Jubiläum vorbei. Vier Mal musste Schwäbe gegen seinen Ausbildungsverein hinter sich greifen. Besonders bitter: Schwäbe war bei den Gegentoren nicht nur chancenlos, er hatte den FC sogar vor einer höheren Niederlage bewahrt.

„Da kann man ein Stück weit stolz drauf sein“

Schon nach gut 20 Minuten hatte Ansgar Knauff einen Ball scharf vors Kölner Tor geschlagen, Schwäbe tauchte ab, hielt die Kugel vor heraneilenden Frankfurtern. Der Keeper rettete auch sehenswert gegen Jonathan Burkardt, der nach einer Ecke einen Ball mit dem Kopf Richtung Winkel schickte. Ebenso parierte Schwäbe stark vor dem 1:2, legte dabei allerdings Mo Dahoud den Ball vor die Füße, der nur noch einschieben müsste. Hätte der Keeper nicht vier Mal die Kugel aus dem Netz holen müssen, er wäre ein heißer Anwärter für den Mann des Spiels geworden. So aber kassierten die Kölner eine bittere Pleite und das ausgerechnet zum 100. Bundesliga-Spiel. „Ich glaube, dass wir grundsätzlich kein schlechtes Spiel gemacht haben und darauf müssen wir aufbauen“, sagte der Keeper.

Immerhin blieb dem Kölner Kapitän das 200. Gegentor in Pflichtspielen für die Geißböcke erspart. Da steht Schwäbe aktuell bei 199 und das bei insgesamt 140 FC-Pflichtspielen. Das 100. Bundesliga-Spiel wird wohl trotz Niederlage ein besonderes bleiben. „Da kann man ein Stück weit stolz drauf sein. Nicht jeder darf 100 Bundesligaspiele machen. Dann auch noch für den FC, das freut mich natürlich enorm“, sagte Schwäbe. Bei drei durchaus möglichen Punkten und vielleicht dem ein oder anderen Gegentor wäre die Freude sicherlich deutlich größer ausgefallen.

Kapitän des 1. FC Köln: Marvin Schwäbe gibt die passende Antwort

Marvin Schwäbe ungewohnt unsicher
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Kapitän des 1. FC Köln: Marvin Schwäbe gibt die passende Antwort

Nach den durchwachsenen Leistungen gegen Leipzig und Stuttgart drehte der Keeper in der vergangenen Woche wieder auf und sicherte drei Punkte für den 1. FC Köln: Marvin Schwäbe mit überragender Leistung gegen Hoffenheim.

Auch dank des Keepers gab es am vergangenen Spieltag wieder drei Zähler für den 1. FC Köln: Marvin Schwäbe sichert mit überragender Leistung den Sieg bei der TSG Hoffenheim.

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Marvin Schwäbe ist sicherlich nicht die Sorte von Spieler, die lautstark auf Kritik, eingeschnappt oder vielleicht auch gar nicht reagiert. Der Keeper der Geißböcke wirkt als sei er der Inbegriff der inneren Ruhe. Auch nach eher durchwachsenen Leistungen stellt sich der Keeper mitunter unangenehmen Fragen, übernimmt Verantwortung, lebt das Amt des Spielführers. Nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart kam der Kapitän der Geißböcke zu den Mikros der wartenden Journalisten und nahm den gegen ihn – im Nachhinein – gepfiffenen Elfmeter auf seine Kappe. „Ich treffe ihn und wenn man die Bilder sieht, glaube ich, muss man ihn dann auch einfach geben“, sagte der Keeper. „Ich lege den Ball ein bisschen zu weit vor, da hätte ich ihn im ersten Kontakt einfach direkt wegschlagen müssen.“

„Das ist für alle ein Gewinn“

Trotz seines Bekenntnisses wurde über den Elfmeter im Nachhinein weiter diskutiert – wenn auch nicht mehr so sehr über ein vermeintliches Foulspiel. Schwäbe hatte schon in der Woche zuvor gegen RB Leipzig nicht immer die beste Figur gemacht. Mehrfach rutschte dem Keeper der Ball aus den Händen. Die passende Antwort hat der Torhüter nun am vergangenen Freitag wieder auf dem Platz gegeben. Gegen Hoffenheim war der Keeper der überragende Mann der Kölner und machte wohl neben Said El Mala den Unterschied. Gegen die TSG zeichnete sich der Keeper vor allem in drei Aktionen besonders aus. Bei einem verdeckten Schuss von Muhammed Damar tauchte Schwäbe schnell genug ab. Beim Versuch aus spitzem Winkel von Bazoumana Touré bleib der Keeper umso länger stehen und schließlich fischte er noch einen weiteren Abschluss von Fisnik Asllani aus dem langen Eck.

Tatsächlich ließen die Chancen der Hoffenheimer einen xGoals-Wert von 1,4 zu, die Qualität der Möglichkeiten sprach also für mehr als ein Gegentor. Doch der Kölner Keeper hielt alle Schüsse, die am Freitag auf sein Gehäuse kamen. Mit 61 Ballkontakten war der Torhüter auch der FC-Profi mit den meisten Aktionen, wichtig für den Spielaufbau. Auch, wenn gerade bei den langen Bällen nicht immer jede Kugel auch ankam. Mit ähnlichen Leistungen hatte der Keeper in der vergangenen Spielzeit auch maßgeblichen Anteil am Aufstieg. „In erster Linie freut es mich, der Mannschaft zu helfen. Das war in den ersten Wochen nicht immer ganz so einfach. Wenn man der Mannschaft helfen kann und die wissen, dass sie auch einen Rückhalt hinten drin haben, dann ist das für alle ein Gewinn“, sagte der Keeper am Freitag. Gewohnt sachlich, gewohnt ruhig.

Marvin Schwäbe begeistert und weckte offenbar das Interesse der Bayern

Wie schon in den vergangenen Wochen überragte Marvin Schwäbe am Freitag gegen Fürth. Der Kölner Keeper ist längst der wichtigste Faktor der Kölner im Aufstiegsrennen. Kein Wunder, dass er Interesse weckt. Und das soll es im Winter auch von der Säbener Straße gegeben haben an dem Keeper des 1. FC Köln: Hat Marvin Schwäbe das Interesse von Bayern München geweckt?

Schwäbe widerspricht dem FC – Aussagen lassen aufhorchen

Marvin Schwäbe beim Training des 1. FC Köln
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Schwäbe widerspricht dem FC – Aussagen lassen aufhorchen

Für Marvin Schwäbe ist die aktuelle Situation beim FC eine schmerzhafte. Das betonte der Keeper in einem Interwiew mit dem „Kicker“. Mittlerweile sitzt der Keeper auf der Bank des 1. FC Köln: Marvin Schwäbe sieht die Torwartfrage anders.

Eigentlich wäre Marvin Schwäbe im Sommer gerne gewechselt, dazu ist es nicht gekommen. Von Seiten des Clubs wurde die Situation bislang so dargestellt, dass der Keeper erst den Wechselwunsch kommuniziert habe und es dann zur Degradierung gekommen ist beim 1. FC Köln: Marvin Schwäbe sieht die Torwartfrage anders.

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Als Jonas Urbig am vergangenen Sonntag zur Pause der Begegnung der Geißböcke auf Schalke unmittelbar vor der Reservebank Halt machte, eilte Philipp Pentke zur Kölner Nummer eins und gab offensichtlich gestikulierend einige Hinweise. Nur wenige Meter entfernt saß Marvin Schwäbe auf der Bank. Der FC reiste einmal mehr mit drei Keepern im Kader zu einem Ligaspiel. Wenn es nach Spieler und Verein gegangen wäre, hätte es zu dieser Konstellation aber bekanntlich nicht kommen sollen. Marvin Schwäbe wollte den Verein verlassen, der FC hätte den Keeper ziehen lassen. Nur gibt es nun offenbar unterschiedliche Sichtweisen über den zeitlichen Ablauf der Geschehnisse. Darauf lässt zumindest ein Interview schließen, dass der Keeper dem „Kicker“ gegeben hat.

Andere Sichtweise?

Laut Verein habe Schwäbe dem Club frühzeitig mitgeteilt, den FC im Abstiegsfall verlassen zu wollen. Auch deswegen habe man sich frühzeitig zu Jonas Urbig als neue Nummer eins bekannt. Noch am Deadline Day wiederholte Thomas Kessler, dass Schwäbe frühzeitig seinen Wechselwunsch hinterlegt habe. Die Situation hört sich im Interview mit dem Fachmagazin aber ein wenig anders an. „Vor dieser Saison habe ich von verschiedenen Seiten erfahren, dass ich ins zweite Glied rücken soll und Jonas Urbig die Nummer eins wird. Das war für mich natürlich extrem bitter, gerade wenn man ans Leistungsprinzip glaubt“, sagt Schwäbe. „Nachdem klar war, wie die Situation ist, habe ich verständlicherweise Alternativen eruiert. Ich will ja spielen.“ Der 29-Jährige betont, dass die Situation natürlich nicht zufriedenstellend sei und er wisse, was er am Verein habe. „Dementsprechend war klar für mich, dass ich nicht einfach sage: Ich gehe definitiv.“

Ein hundertprozentiger Wechselwunsch hört sich anders an. Noch in der vergangenen Spielzeit ließen Äußerungen des Torhüters aufhorchen. „Erst mal muss sich der Verein klar werden: Wer soll bleiben? Wer darf bleiben? Wer soll den Weg mitgehen und wer nicht? Dann werden wir sehen, was in den kommenden Wochen dabei rauskommt“, hatte der Keeper nach dem 1:4 beim 1. FC Heidenheim gesagt. Nach einem klaren Statement in der Torwartfrage hörten sich die Worte damals ebenfalls nicht an. Sie ließen eher darauf schließen, dass man sich beim FC alles andere als sicher sei, wie eine kommende Mannschaft für die 2. Bundesliga aussehen könne. Im Juni folgte dann auch öffentlich die Bestätigung, dass Jonas Urbig die neue Nummer eins werden würde. „Das ist eine Entscheidung, die ich respektieren muss“, sagt Schwäbe, der betont, dass er aus seiner Sicht seine Leistung gebracht und sich nichts zu „Schulden kommen“ lassen habe.

Schwäbe: „Mein Ziel ist es, zu spielen“

„Wenn man ins zweite Glied rückt, ist es alles andere als das, was man sich als Sportler vorstellt“, sagt Schwäbe. „Aber tut es natürlich weh, das ganze Geschehen auf dem Platz von der Bank aus zu begutachten.“ Auch deswegen wollte der Keeper den Verein nun offenbar verlassen. Wirklich konkrete Angebote gab es wohl nur wenige. Schwäbe wurde mit den Blackburn Rovers in Verbindung gebracht. Der englische Zweitligist hatte gleich mehrere Keeper auf der Shortlist, entschied sich aber schließlich für den ungarischen Keeper Balázs Tóth. Noch im vergangenen Sommer hatte sich der Keeper im Dunstkreis der Nationalmannschaft befunden. Dass es nun nicht zum Wechsel gekommen sei, habe „unterschiedliche Gründe“, so Schwäbe, der nun seinen Berater gewechselt hat. „Jörg Neblung hat mich bereits auf meinem Weg in den Profifußball begleitet und ich hoffe mit neuen Impulsen und seiner Erfahrung mit Torhütern die richtigen nächsten Schritte machen zu können.“

Ob Schwäbe noch in dieser Transferperiode einen weiteren Schritt machen wird, ist eher unwahrscheinlich. Das Transferfenster hat in den meisten großen europäischen Ligen bereits geschlossen. Nur noch wenige Optionen bleiben, der Torwartmarkt ist nach wie vor ein schwieriger. Auch ein Wechsel im Winter wäre eine Möglichkeit. „Mein Ziel ist es, zu spielen“, sagt Schwäbe, betont aber auch, dass er einen künftigen Job mit der Familie in Einklang bringen müsse. Somit bleibt Schwäbe vorerst beim FC und arangiert sich mit der Rolle. „Nun ist es anders gekommen, als es zu erwarten war. Ich bin aber professionell genug, um diese Rolle erst mal anzunehmen“, sagt Schwäbe.


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