Ist Ragnar Ache der Schlüssel? Frankfurts Schwäche ist die Stärke des „Königs der Lüfte“

Ragnar Ache jubelt nach einem Treffer
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Ist Ragnar Ache der Schlüssel? Frankfurts Schwäche ist die Stärke des „Königs der Lüfte“

Für Ragnar Ache wird das Spiel am Sonntag zur besonderen Heimkehr. Wirklich glücklich wurde der Stürmer in Frankfurt nicht. Doch am Wochenende wird gerade seine Stärke gefragt sein beim 1. FC Köln: Ist Ragnar Ache der Schlüssel zum Erfolg?

Sechs Tore erzielte der Angreifer in der Liga, einen Treffer im Pokal. Ragnar Ache gehört zu den besten Stürmern der Mannschaft. Und gerade bei seinem Heimatverein könnte eine seiner Qualitäten besonders wichtig werden.

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Das Bild von Ragnar Aches Fallrückzieher ging alleine aufgrund von Social Media um die Welt. Der Treffer hat sicherlich gute Chancen bei der Tor-des-Jahres-Wahl der ARD-Sportschau. Cenk Özkacar schlug verblüfft die Hände über den Kopf, Joel Schmied ließ sich zu einem neckenden Seitenhieb hinreißen („sonst schleppt er sich nur über den Platz“) und Lukas Kwasniok bezeichnete den Torschützen als den „König der Lüfte“ und gratulierte schon mal zum Jahressieg. Tatsächlich war Kwasniok schon zu Beginn der Saison von Aches Lufthoheit fasziniert. Der Ex-Trainer erklärte, dass Ache nur sehr schwer in der Luft zu verteidigen sei, bereits zu Saisonbeginn sagte der 44-Jährige: „Das Krasse an ihm ist: Er köpft nicht blind. Er hüpft, steht, guckt sich um und kann dann ablegen. Das habe ich in der Form selten gesehen.“

Flanken als Mittel?

Zu dieser Zeit war Ache meist noch Ergänzungsspieler kam über die Rolle des Jokers lange nicht so richtig hinaus. Zuletzt drehte der Mittelstürmer auf. Immerhin hat Ache fünf seiner sechs Saisontore im Jahr 2026 erzielt. Und gerade seine Lufthoheit könnte dem FC ausgerechnet gegen Frankfurt in die Karten spielen. Ausgerechnet, weil Ache bei seinem Heimatclub nicht seine beste Zeit erlebte. Der gebürtige Frankfurter kam über den Umweg Rotterdam 2020 zur Eintracht, feierte dort auch sein Bundesliga-Debüt. Doch so richtig rund lief es bei den Hessen nicht. In zwei Jahren spielte der Stürmer auch aufgrund von Verletzungen 23 Mal für die SGE, erzielte ein Tor und einen Assist. Schon vor dem Hinspiel fragte Ache mit breitem Grinsen: „Was habe ich zwei Jahre da gemacht? Nicht wirklich gespielt.“

Am Sonntag wird Ache in seinem alten Stadion aufspielen und dem Angreifer könnte eben eine tragende Rolle zukommen. Denn genau die Stärke des Mittelstürmers ist aktuell eine Schwäche der Hessen. Die Eintracht kassierte bereits 13 Gegentreffer nach Flanken – ist in dieser Kategorie das Liga-Schlusslicht. Auch in der Kategorie Gegentore nach Kopfbällen gehört Frankfurt mit acht zu den schlechteren der Liga (allerdings vor Köln mit neun). Zudem gewannen die Hessen gerade einmal 45 Prozent ihrer Luftzweikämpfe – auch das ist der schlechteste Wert der Liga. Dagegen stehen die 55 Prozent gewonnener Luftzweikämpfe von Ache. Ein folgerichtiges Mittel könnten also Flanken auf den Kölner Angreifer sein.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Ache in dieser Saison noch nicht so richtig als Kopfball-Goalgetter in Erscheinung getreten ist. Von seinen wettbewerbsübergreifenden sieben Treffern nickte der Stürmer für ihn ungewöhnlich nur zwei ein. Gegen Frankfurt wäre doch genau der richtige Zeitpunkt, die Bilanz aufzubessern.

Ragnar Ache zum Spieler des Monats März gewählt

Ragnar Ache jubelt nach dem Treffer im Rheinderby
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Ragnar Ache zum Spieler des Monats März gewählt

So wirklich überrascht die Wahl des Angreifers nicht. Denn der 27-Jährige befindet sich aktuell in einer Top-Form beim 1. FC Köln: Ragnar Ache wird Spieler des Monas März.

Im Februar noch das Tor des Monats, nun zum zweiten Mal in Serie Spieler des Monats. Für Ragnar Ache läuft es derzeit rund bei den Geißböcken.

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Die Wahl zum Spieler des Monats vom 1. FC Köln hat einen Sieger – und erneut heißt er Ragnar Ache. Der Kölner Angreifer wurde von den Fans der Clubs zum Spieler des Monats März gekürt und bekam am Rande der Trainingseinheit zur Vorbereitung auf das Duell gegen Eintracht Frankfurt den goldenen Geißbock überreicht. In der offiziellen App des 1. FC Köln stimmten diesmal über 7000 Fans mit ab und hoben Ache mit 46 Prozent der Stimmen auf Rang eins. Die weiteren Plätze belegten Offensiv-Kollege Said El Mala mit 28 Prozent, Jakub Kaminski mit 24 Prozent und Rav van den Berg mit den verbleibenden zwei.

Auszeichnung

Die Auszeichung hatte sich Ache unter anderem durch seinen Treffer im Rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach verdient. Der Angreifer traf gegen die Fohlen zum 2:1 und brachte den FC nach turbulenten Anfangsminuten in Führung. Das Duell endete bekanntlich 3:3-Unentschieden. Gemeinsam mit El Mala und Kaminski bildet der 27-Jährige zuletzt ein stark aufspielendes Angriffstrio und stand zuletzt unter Lukas Kwasniok acht Mal in Folge in der Startelf. Insgesamt kommt der gebürtige Frankfurter in der aktuellen Saison auf sechs Treffer und vier Vorlagen.

Ache wird von seinen Mannschaftskollegen besonders für seinen unermüdlichen Willen und seine Arbeitseinstellung gelobt. Immer wieder legt der Kölner Extra-Schichten ein, um seine Mängel aufzuarbeiten. Auch unter dem neuen Cheftrainer René Wagner wird Ache seinen Platz wohl voraussichtlich behalten. Gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag kann der Angreifer dann das nächste Mal beweisen, dass er die Auszeichnung nicht umsonst in den Händen hält.