Said El Mala beim Training der DFB-Elf
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Die nächste DFB-Nominierung, doch die Welt ist nun eine andere: Said El Mala auf der Spur der ganz großen FC-Idole

Am Abend wird die Kölner Anhängerschaft den Blick wohl Richtung DFB-Elf richten. Said El Mala könnte seine Premiere im Nationaldress feiern. Köln hätte sieben Jahre nach dem letzten Spiel von Jonas Hector wieder einen A-Nationalspieler. Die Chancen stehen gut für Einsatzminuten des Spielers vom 1. FC Köln: Said El Mala steht vor seinem DFB-Debüt.

Am Abend könnte Said El Mala im Dress der DFB-Elf auflaufen. Es wäre das Debüt für den Youngster für die A-Nationalmannschaft. Gleichzeitig trägt sich der Abwehrspieler in das Buch der Vereinsgeschichte ein.

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Der Spaß ist ihm anzusehen. Wenn Said El Mala seine Übungen im Training der DFB-Elf absolviert, dann gibt es kaum einen Zweifel daran, dass sie ihm große Freude bereiten. El Mala wirkt befreit, völlig losgelöst. Am Donnerstagabend könnte der Kölner das Debüt im Dress der Nationalmannschaft feiern – der A-Nationalmannschaft. Und ehrlicher Weise stehen die Chancen wie berichtet sehr gut, dass genau das eintreten wird. El Mala ist neben Derry Scherhant der einzige gelernte Linksaußen im zweiten Kader von Jürgen Klopp. Und eigentlich passt die Spielweise des neuen Bundestrainers besser zum jungen Kölner. Möglicherweise wirkt El Mala auch befreit, weil der Spieler ahnt, dass die zweite Nominierung seiner Karriere die erste mit Spielzeit sein wird. Denn im vergangenen Jahr ist unheimlich viel um das Kölner Talent passiert. Der 20-Jährige ist jedenfalls nicht mehr der Kölner Shootingstar, der von Julian Nagelsmann vor einem knappen Jahr berufen und dann ausgebootet worden war.

13 Tore, fünf Assists

Durchaus zwiegespalten waren die Anhänger vor einem knappen Jahr, als der heute 20-Jährige zum ersten Mal berufen wurde. Auf der einen Seite gab es das Fanlager, das Angst hatte, der Youngster könne verheizt werden. Damals war der FC selbst sehr darum bemüht, den Hype um den Shootingstar klein zu halten – alleine nach den Leistungen des Offensivspielers alles andere als ein leichtes Unterfangen. Die Fans wunderten sich über eine Berufung, obwohl El Mala gerade einmal auf neun Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse kam. Und dann war da die andere Seite, jene Fans, die sich sechs Jahre nach Jonas Hector nichts sehnlicher als einen FC-Spieler im DFB-Dress wünschten. Es gibt Argumente für beide Seiten. Fakt ist, El Mala hatte nach jenen neun Spielen bereits vier Tore erzielt. Davon drei als Joker, von der Bank. Nicht wenige Fans haben sich im Sommer diese Qualität auch bei der WM in den USA, in Kanada und Mexiko gewünscht.

Zu diesem Zeitpunkt war der Angreifer aber schon ein ganz anderer. Bei der Nominierung war El Mala noch ein Stück weit vom Stammspieler beim FC entfernt. im Sommer hatte der Youngster eine beeindruckende erste Spielzeit finalisiert. 13 Tore, fünf Assists, unumstritten auf dem Platzl und längst nicht mehr nur die Kölner Joker-Waffe. Und auch außerhalb des Platzes hat sich die Wahrnehmung grundlegend verändert. El Mala trägt beim FC mittlerweile die Nummer zehn, die Erwartungen sind gewachsen und mit ihnen auch die Begehrlichkeiten anderer Vereine. Nicht umsonst soll es Interesse aus halb Europa gegeben haben – sogar Angebote, die den Marktwert von mehr als 40 Millionen um weitere Millionen übersteigen. Der Kölner ist längst kein Talent mehr, bei dem der Verein den Hype aufhalten will, er befeuert ihn mit der Nummer zehn, einer Vertragsverlängerung und LED-Lampen mit El-Mala-Konterfei.

Auf den Spuren von Overath, Podolski oder Hector

El Mala ist keine Überraschung mehr im Trikot der DFB-Auswahl, seine Nominierung ist folgerichtig, sie ist logisch. Und Menschenfänger Jürgen Klopp wird dem Youngster diese große Chance nun wohl auch ermöglichen. Denn El Mala bringt eine Qualität mit, die im zweiten DFB-Kader nicht gerade im Überfluss vorhanden ist. Der 20-Jährige sucht das Eins-gegen-eins, zieht von der linken Seite nach innen, sucht selbst den Abschluss und kann einem Spiel damit eine andere Dynamik verleihen, er kann es vielleicht sogar entscheiden. Auch beim FC wünscht man sich das Debüt. Sollte El Mala am Donnerstag tatsächlich zum Einsatz kommen, wäre das aber nicht nur für den Youngster ein besonderer Moment. Auch für den 1. FC Köln würde eine lange Wartezeit enden. Seit Jonas Hector hat kein FC-Profi mehr das Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft getragen. Hectors letztes Länderspiel liegt mittlerweile fast sieben Jahre zurück.

Noch länger warten die FC-Fans auf einen Spieler, der dann auch sein Debüt im DFB-Elf feiert. Das war 2012 – ebenfalls Jonas Hector gegen Gibraltar. Sollte El Mala am Donnerstag tatsächlich zum Einsatz kommen, wäre das aber nicht nur für den Youngster ein besonderer Moment. Auch für den 1. FC Köln würde eine lange Wartezeit enden. Seit Jonas Hector hat kein FC-Profi mehr das Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft getragen. Hectors letztes Länderspiel liegt mittlerweile fast sieben Jahre zurück. Und würde El Mala ein Tor schießen, wäre er hinter Lukas Podolski der zweitjüngste FC-Profi, der für die DFB-Auswahl getroffen hätte. Auch das wäre keine Überraschung und auch kein Novum. Unter anderem hatte Pierre Littbarski bei seinem Debüt für Deutschland ebenfalls getroffen.

Noch ist es nicht so weit. Zunächst einmal muss Klopp dem Kölner überhaupt die Gelegenheit geben. Doch schon die Ausgangslage unterscheidet sich grundlegend von El Malas erstem Lehrgang. Vor einem knappen Jahr war seine Berufung selbst die große Geschichte. Dieses Mal könnte es das sein, was daraus folgt.

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