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Kurswechsel beim FC: Said El Mala macht es vor – Wer hat ebenfalls Entwicklungspotenzial?

Junge Spieler günstig verpflichten, weiterentwickeln und mit Erlös wieder verkaufen – Der Weg klingt gleichermaßen lukrativ wie logisch. Und Said El Mala bietet das perfekte Beispiel, dass dieser Weg auch gangbar ist. Doch nicht jedes Talent wird irgendwann auch das erhoffte Geld bringen. Doch welche weiteren FC-Spieler besitzen großes Entwicklungspotenzial?

Insbesondere die Neuzugänge aus dem vergangenen Sommer deuten beim 1. FC Köln auf einen möglichen Kurswechsel bei den Transfers hin. Der FC setzt offenbar verstärkt auf junge, entwicklungsfähige Spieler wie beispielsweise Reigan Heskey oder Paul Okon-Engstler, die durch ihre  Entwicklung finanziell und sportlich an Wert gewinnen sollen. Einen ähnlichen Weg sind Vereine wie Borussia Dortmund oder auch Eintracht Frankfurt bereits erfolgreich gegangen. Doch welche Spieler aus dem aktuellen Kader könnten den 1. FC Köln künftig tatsächlich für eine hohe Summe verlassen?

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Der offensichtlichste Kandidat ist Said El Mala. Denn der 20-Jährige hat sich in kurzer Zeit zum wertvollsten Spieler im Kader der Domstädter entwickelt. In diesem Sommer lagen bereits Angebote vor, deren Gesamtpakete die Marke von 50 Millionen Euro überstiegen haben sollen. El Mala zeigt damit exemplarisch, welches wirtschaftliche Potenzial in einer erfolgreichen Entwicklung stecken kann. Doch neben ihm gibt es weitere junge Spieler, bei denen der FC auf eine ähnliche Entwicklung hofft. Jahmai Simpson-Pusey, Reigan Heskey, Paul Okon-Engstler, Ísak Jóhannesson, Gil Neves, Patrik Kristal, Fynn Schenten und Youssoupha Niang sind allesamt noch jung und bringen grundsätzlich das Potenzial mit, ihren Wert deutlich zu steigern.

Nicht immer eine positive Entwicklung

Bei Simpson-Pusey und Heskey wurde medial darüber spekuliert, dass Manchester City aufgrund von Rückkaufklauseln oder einem Matching-Right nach wie vor das letzte Wort bei den jungen Engländern haben. Bei Gil Neves soll Benfica angeblich an einem späteren Verkauf beteiligt sein. Dennoch bleiben genügend vielversprechende Spieler, bei denen der FC das Heft des Handelns in den eigenen Händen hält. Allerdings ist der Weg für einige der genannten Akteure noch weit. Teilweise müssen sie sich überhaupt erst dauerhaft im Spieltagskader und anschließend in der Startelf der ersten Mannschaft etablieren, bevor ernsthaft über größere Transfererlöse gesprochen werden kann. Es handelt sich deshalb nicht um sichere Millionenwerte, sondern um Spieler, denen der FC den Feinschliff verpassen muss.

Doch nicht jede Karriere entwickelt sich so, wie es sich Verein und Spieler erhoffen. Bei Rav van den Berg, Julian Pauli und Elias Bakatukanda ist das Potenzial nach wie vor bekannt, die großen Entwicklungssprünge sind bislang jedoch ausgeblieben. Besonders deutlich wird das am Beispiel Jan Thielmann. Beim inzwischen 24-Jährigen waren die Erwartungen bereits vor mehreren Jahren groß. Der nächste Schritt in seiner Entwicklung ist jedoch über einen längeren Zeitraum ausgeblieben. Während bei anderen Talenten noch viel Zeit für eine Entwicklung vorhanden ist, wird es bei Thielmann zunehmend schwieriger, mit einer deutlichen Vervielfachung seines Wertes zu rechnen. Ein gewisser Wiederverkaufswert bleibt dennoch bestehen.

Sportliche Soforthilfe ebenfalls von Bedeutung

So auch bei diesen Spielern. Denn natürlich gibt es im Kader Akteure, bei denen sportlicher Nutzen und wirtschaftlicher Wert aufgrund ihres Alters stärker zusammenkommen. Ragnar Ache, Sebastian Sebulonsen oder Tom Krauß sind Beispiele dafür. Sie gelten weder als Talente, noch als Spieler über ihrem Zenit. Die Profis können dem FC bereits kurzfristig auf dem Platz helfen und gleichzeitig aufgrund ihrer sportlichen Qualität und ihres nicht zu hohen Alters noch einen gewissen Wiederverkaufswert erzielen. Sie sind damit keine klassischen Ausbildungsspieler, bei denen es um eine mögliche Vervielfachung des Marktwerts geht, sondern welche, die sportliche Gegenwart und wirtschaftliche Perspektive miteinander verbinden.

Dann gibt es aber auch Routiniers, deren größter Wert nicht in einem möglichen späteren Verkauf liegt. Ellyes Skhiri, Timo Hübers, Marius Bülter, Marvin Schwäbe, Alessio Castro-Montes oder Luka Lochoshvili können für den FC vor allem sportlich wichtig sein. Bei ihnen geht es weniger darum, ihren Marktwert in den kommenden Jahren massiv zu steigern, sondern darum, mit Erfahrung und Leistung zum Erfolg der Mannschaft beizutragen. Genau darin liegt die entscheidende Unterscheidung: Der Wert eines Spielers lässt sich für den 1. FC Köln nicht allein daran messen, wie viel Geld er bei einem späteren Transfer einbringen könnte. Entscheidend ist auch, ob und wie sehr er dem FC bereits heute auf dem Platz hilft.

Am Ende zeigt der Blick auf den Kader damit, dass der FC verschiedene Formen von Wert miteinander verbinden muss. Junge Talente können zu erheblichen Transfererlösen führen, andere Spieler besitzen zumindest noch einen soliden Wiederverkaufswert und bei wieder anderen steht der sportliche Beitrag im Vordergrund. Für Köln dürfte es deshalb nicht nur darum gehen, die nächsten El Malas zu finden, sondern auch darum, die vorhandenen Akteure tatsächlich so weiterzuentwickeln, dass aus Potenzial irgendwann sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg wird.

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