Cenny Neumann im Rheinderby
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Vom Bundesliga-Debüt auf das Abstellgleis: Wie geht es weiter mit Cenny Neumann beim 1. FC Köln?

Im letzten Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach stand Cenny Neumann erstmals in der Startelf der Profis des 1. FC Köln, nachdem er zwei Wochen zuvor gegen Dortmund debütierte. Aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls von Tom Krauß rutschte der Rechtsverteidiger im Derby in die Anfangsformation. Sein Startelfdebüt lief jedoch anders als verhofft. Beim 3:3-Unentschieden war Neumann an allen Gegentoren beteiligt. Für die Profis kam er seitdem nicht mehr zum Einsatz, und auch bei der U21 wurde seine Rolle zuletzt immer kleiner.

Cenny Neumann galt zu Beginn des Jahres als einer der Gewinner der Wintervorbereitung. Da der FC hinten rechts aufgrund einiger Ausfälle von den gesetzten Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes, einen Ersatz benötigte, rückte der Jugendspieler in den Fokus von Ex-Trainer Lukas Kwasniok. Nach mehreren Kadernominierungen ohne Einsatz debütierte der Chemnitzer Anfang März im Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Im folgenden Heimspiel stand er dann zum ersten Mal in der Startelf. Seitdem verlief sein Weg jedoch anders als erwartet.

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Seit Jahren sucht der 1. FC Köln nach Konstanz auf der Rechtsverteidigerposition. Spieler wie Benno Schmitz, Kingsley Ehizibue, Rasmus Carstensen und Jan Thielmann erwiesen sich allesamt nicht als langfristige Lösung. Im Sommer 2025 wurden mit Sebulonsen und Castro-Montes gleich zwei Spieler verpflichtet, die diese Baustelle schließen sollten. Insbesondere der Norweger wurde schnell zu einer Konstanten im Team der Geißböcke. Um jedoch möglichen Verletzungen vorzubeugen, entschloss sich Kwasniok dafür, Neumann im Winter ins spanische La Nucia mitzunehmen. Der ehemalige Übungsleiter sprach in höchsten Tönen von dem 19-Jährigen, sodass sein Profi-Debüt nur noch eine Frage der Zeit war.

Achterbahnfahrt für Cenny Neumann beim 1. FC Köln

Jeder junge Fußballer in Deutschland träumt davon, eines Tages in der Bundesliga zu spielen. Für Neumann ist dieser Traum innerhalb weniger Wochen in Erfüllung gegangen. Nach den ersten Schritten in seiner Heimatstadt Chemnitz wechselte er zunächst in den Nachwuchs von RB Leipzig, bevor im Sommer 2025 der Wechsel an den Rhein folgte. Obwohl der Außenverteidiger noch für die U19 hätte spielen können, war er von Anfang an Teil des Regionalligakaders. Die Jugendmannschaft unterstützte er lediglich zweimal, wobei ihm im UEFA-Youth-League-Spiel gegen Racing Union aus Luxemburg direkt ein Treffer gelang. Als Stammkraft in der zweiten Mannschaft spielte er sich schnell in den Fokus von Kwasniok, der ihn am 14. Spieltag in Leverkusen erstmals in den Spieltagskader berief. Es dauerte jedoch bis in den März, ehe Neumann in der Bundesliga debütierte.

Bei seinem ersten Startelfeinsatz zeigte das Talent einen schwachen Auftritt und war mit der Gladbacher Offensive maßlos überfordert. Dreimal trafen die Kicker vom Niederrhein, dreimal sah Neumann im Vorfeld nicht gut aus. Ausgerechnet der Ex-Kölner, das ehemalige FC-Talent, Jens Castrop führte den Rechtsverteidiger geradezu vor. „Die Frage ist immer, welche Alternativen hast du. Ich hätte Cenny Neumann vor vier Wochen noch nicht von Beginn an reingeworfen, weil er noch nicht so weit gewesen ist. Aber die Alternative war, Jan Thielmann nach einer vierwöchigen Verletzungszeit ins Verderben laufen zu lassen. Dann wäre ihm der Muskel vielleicht durchgerissen. Der 1. FC Köln wird noch viel Freude an Neumann haben“, sagte Kwasniok. Mit dem Unentschieden im Derby endete die Amtszeit von Kwasniok. René Wagner wurde zum Cheftrainer befördert und durch die Rückkehr von Sebulonsen und Castro-Montes bestand zudem auf der Position kein Bedarf mehr. Für den 19-Jährigen ging es für den Rest der Saison zurück zur zweiten Mannschaft. Genauso schnell wie er im Kader auftauchte, verschwand er auch wieder.

Neue Saison, neues Glück?

Die FC-Verantwortlichen hatten im Sommer viel zu tun. Aufgrund diverser Abgänge von Säulen und Schlüsselspielern fand ein Umbruch im Kader der Profis statt. Daher beförderte Wagner viele Spieler der U21 ins Profitraining, um den Kader aufzufüllen und sich zu zeigen. Neumann verweilte währenddessen bei der Zweitvertretung. Zwischenzeitlich stand eine Leihe im Raum, konkret wurde ein Wechsel allerdings nie. Der Außenverteidiger schien für die Profis ebenfalls nicht mehr interessant zu sein, weshalb er Teil des Teams von Manuel Hartmann blieb. An den ersten beiden Spieltagen der Regionalliga West stand Neumann zunächst wie gewohnt in der Startelf und steuerte zum Saisonauftakt eine Vorlage zum 2:1-Sieg bei. Seit dem 3. Spieltag fehlt der Chemnitzer verletzt im Kader des FC und hat seitdem bereits acht Spiele verpasst.

Immerhin arbeitet der Spieler nun an seinem Comeback, war vergangene Woche wieder teilintegriert bei der Mannschaft und trainierte nun sogar am Donnerstag bei den Profis wieder mit. Neumann erlebte in den letzten Monaten eine Berg- und Talfahrt, wie sie andere in ihrer gesamten Karriere nicht erleben. Bei der U21 hält man große Stücke auf den Akteur, er ist ein wichtiger Teil der Kabine, gilt als Sprachrohr. Doch die Konkurrenz ist mit David Fürst groß. Ob und wann er wieder für den FC auf dem Platz steht und wie seine Zukunft in Köln aussieht, ist noch ungewiss.

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