Said El Mala bejubelt seinen Treffer im Derby (Foto: Lars Baron/Getty Images)
,
Startseite » Matchwinner Said El Mala: Der 1. FC Köln gewinnt das Derby gegen Mönchengladbach mit 2:1

Matchwinner Said El Mala: Der 1. FC Köln gewinnt das Derby gegen Mönchengladbach mit 2:1

Nach drei Spielen ohne Sieg standen die Kölner im Derby schon etwas unter Druck. Doch diesem hielten die Geißböcke stand: Der 1. FC Köln gewinnt das Derby gegen Mönchengladbach mit 2:1. Dabei war Said El Mala der Kölner Matchwinner.

Am Ende mussten die Geißböcke nochmal zittern, doch nach intensiven 90 Minuten stand der Derbysieg: Dank zweier Traumtore von Isak Johannesson und Said El Mala besiegte der FC Borussia Mönchengladbach mit 2:1.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Schon Stunden vor dem Anpfiff lag diese besondere Atmosphäre in der Luft, die nur ein Derby heraufbeschwören kann. Zwei Stunden vor Spielbeginn ließ ein lauter Knall bereits das Stadion erzittern. Die Fans waren da, geladen und bereit. Geknallt hatte es bei den Kölner schon im Vorlauf der Partie. Im Test gegen Viktoria Köln verletzten sich mit Ragnar Ache und Thijs Dallinga gleich beide nominellen Stoßstürmer. Im Umfeld des Vereins lieferte die Frage nach dem Ersatz viel Gesprächsstoff. „Wir haben Bülti, der eine Option sein kann, wir haben aber auch schon mit Said in der vordersten Reihe gespielt letztes Jahr“, verkündete René Wagner am Freitag auf der Pressekonferenz. Und tatsächlich standen sogar beide im Aufgebot der Kölner, wobei El Mala im Zentrum begann, während sich Bülter auf dem rechten Flügel einsortierte. Komplementär zum kopfballstarken Rechtsaußen beförderte der Cheftrainer zum ersten Mal Neuzugang Borna Sosa in die erste Elf, dessen Flankenqualität ligaweit gefürchtet wird. Dem stellte der neue Gladbach-Trainer Alexander Blessin wie erwartet eine neu formierte Dreierkette entgegen. Oberste Priorität hatte bei den Fohlen nach dem verkorksten Saisonstart eindeutig der Schutz des eigenen Tores. 

Jóhannesson lässt das Trömmelche erklingen

Bedacht starteten beide Teams in die Partie. Der Funke der Leidenschaft war zu Beginn vor allem in den Fanlagern zu spüren, die Mitte Oktober bereits Silvester feierten und den Nachmittagshimmel in dichten Nebel hüllten. Nach dem abtastenden Beginn wurden zunächst die Hausherren gefährlicher. Aus den Kölner Rängen erbebte in der 13. Spielminute dann ein kollektiver Handschrei. Skhiri bediente rechts im Sechzehner Sebulonsen, der viel Zeit und Platz hatte. Als der Rechtsverteidiger die Kugel schließlich in Richtung Gehäuse feuerte, warf sich ein Gladbacher in den Weg. Jedoch erfolgte der Block ohne Zuhilfenahme der Hand, völlig zu Recht blieb die Pfeife von Schiedsrichter Badstübner stumm.

In den Folgeminuten bewies Neu-Nationalspieler Said El Mala gleich doppelt seinen Zug zum Tor, verfehlte dieses aber beide Male deutlich. In Minute 26. machte es Jóhannesson besser und ließ das Trömmelche durch die Stadionboxen schmettern. Bülter hatte zuvor gegen Leszczyński auf dem rechten Flügel einen Freistoß gezogen. Der Sache nahm sich Sosa an, dessen Flanke initial per Kopf geklärt werden konnte, allerdings genau vor die Füße von Jóhannesson, der am Strafraumrand auf genau diesen Ball lauerte. Nicht mit Gewalt, sondern mit Gefühl und Präzision hängte der Kölner Stratege das Spielgerät mit der Innenseite links oben unter die Latte und ließ Nicolas im Tor der Gäste nicht den Hauch einer Chance.

Gladbacher schlagen aus dem Nichts zurück

Die Gladbacher blieben im ersten Durchgang dagegen größtenteils hinter den Erwartungen zurück. Ein gewisser Spielfluss im Kombinationsspiel ließ dennoch die Handschrift von Blessin erahnen. Trotzdem erzielten die Fohlen in der 39. Spielminute aus dem Nichts den Ausgleich. Im Anschluss an eine kleinere Belagerungsphase flankte Ullrich von links gefühlvoll in den Kölner Fünfmeterraum, wo Simpson-Pusey klären müsste. Stattdessen verlängerte der junge Engländer die Hereingabe unglücklich zum eingerückten Joe Scally, der aus fünf Metern cool blieb und lässig einköpfte.

Der erste Durchgang hielt zum Schluss noch eine Hiobsbotschaft für den FC bereit. Ellyes Skhiri verletzte sich nach einem harten Zweikampf mit Neuhaus und musste mit der Trage vom Feld gebracht werden. Anschließend ging es mit einem für Gladbach schmeichelhaften Unentschieden in die Halbzeitpause.

Kölner bekommen das Runde nicht ins Eckige

Erneut kamen die Kölner besser aus der Kabine. Beinahe konnte Simpson-Pusey seinen Fauxpas wiedergutmachen, als er von El Mala, der vom linken Flügel in die Mitte gezogen war, mit einer Mischung aus Schuss und Flanke rechts am Fünfer gefunden wurde. Irgendwie brachte der Innenverteidiger das Leder mit den Oberschenkeln auf das Gladbacher Gehäuse, wo jedoch Leszczyński goldrichtig stand und auf der Linie klären konnte. Wenig später hätte endgültig das 2:1 fallen müssen. Hashioka schenkte die Kugel her und brachte damit El Mala ins Spiel. Dieser marschierte über links frei in Richtung des Tores und ließ den einzigen noch verbliebenen Gegenspieler mit einem Haken in die Mitte aussteigen. Anstatt dann aber zum mitgelaufenen Bülter querzulegen, wählte der 19-Jährige selbst den Abschluss und scheiterte an Moritz Nicolas, der sich vor dem Kölner zu voller Größe aufbäumte.

El Mala-Traumtor bringt Köln auf die Siegerstraße

Wie alle großartigen Spieler ließ sich Said El Mala von der verpassten Gelegenheit aber nicht entmutigen. Stattdessen zog er nach Zuspiel von Linton Maina in der 67. Spielminute mit seinem unnachahmlichen Selbstbewusstsein vom linken Flügel ins Zentrum und schweißte die Kugel halbhoch zur 2:1-Führung ins lange Eck. Wenig später könnte der Youngster sogar das Dritte nachlegen, verfehlte das Tor aber, nachdem er mit viel Platz, diesmal vom rechten Flügel kommend, in die Mitte zog.

Im Anschluss wurde es unschön. Zwischen den mitgereisten Gladbacher Fans und dem Kölner Anhang entstand ein hitziger Konflikt. Als dann sogar Böller und Raketen ins Kölner Fanlager flogen, unterbrach Florian Badstübner die Partie verständlicherweise. Nach der Deeskalation durch die Polizei konnte die Partie nach einigen Minuten fortgesetzt werden.In der Schlussphase versuchten die Fohlen noch einmal alles. Zwar drängten die Kölner, wie schon zuletzt, nicht auf die endgültige Entscheidung, verteidigten dafür aber aufopferungsvoll und warfen sich in jeden Schuss. Als schließlich der Schlusspfiff ertönte, war die Erleichterung über den Derbysieg förmlich greifbar. Das Team von René Wagner konnte einen bedeutungsschwangeren Sieg einfahren, der so viel mehr bedeutet als nur drei Punkte.

1. FC Köln: Schwäbe – Sosa, Lochoshvili (78. Schmied), Simpson-Pusey, Sebulonsen – Skhiri (45.+2 Krauß), Johannesson, Moore (85. Rondic) – Maina (90.+2. Waldschmidt), El Mala (78. Thielmann), Bülter; Tore: 1:0 Johannesson (26.), 1:1 Scally (38.), 2:1 El Mala (67.)

Google Link Verpasse keinen Artikel mehr und markiere come-on-fc.com als bevorzugte Quelle

Schreibe einen Kommentar