Ausschreitungen beim Derby
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Anhänger prügeln sich im Derby und werfen Pyro – Spiel zwischen 1. FC Köln und Mönchengladbach unterbrochen

Das neue Sicherheitskonzept scheint seine Lücken zu haben. Zumindest wurde die Begegnung des 1. FC Köln gegen Mönchengladbach wegen Ausschreitungen kurzfristig unterbrochen. Fans lieferten sich während des Derbys eine Schlägerei auf der Nordtribüne.

Das Spiel zwischen dem FC und Borussia Mönchengladbach wurde natürlich bereits im Vorfeld als Risikospiel eingestuft. Und das Derby wurde dem Namen während des Spiels im Stadion gerecht. Denn in der zweiten Halbzeit bewies das neue Sicherheitskonzept, dass es nicht so richtig sicher ist. Mehrere Minuten konnten sich Fans ungestört prügeln.

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Eigentlich war es im Derby lange ruhig geblieben. Das übliche Feuerwerk, ein wenig Provokationen der Spieler, natürlich auch der Anhänger. Doch Mitte der zweiten Halbzeit eskalierte die Situation auf der Nordtribüne zunehmend. Zunächst warfen die Gladbach-Fans noch ziellos ihre Pyros umher, erstaunlicherweise sogar im eigenen Block. Doch schon früh zeichnete sich ab, dass es dabei nicht bleiben würden. Eine Trennscheibe zwischen den FC-Anhängern und Gladbach-Fans wurde eingetreten und innerhalb von wenigen Minuten gingen die Anhänger aufeinander los. Von Sicherheitspersonal oder Polizei weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenteil: Die Anhänger konnte sich sicherlich zehn Minuten ungestört bekämpfen, das Spiel lief in der Zeit erstmal ebenfalls ungestört weiter.


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Derby des 1. FC Köln mehrere Minuten unterbrochen

Mit der Zeit kamen außerdem die Gladbach-Fans auf die Idee, ihre Pyros in den Kölner Fanblock zu schießen. Gleich mehrere Feuerwerkskörper landeten im Block der Geißböcke. Als auch einige Geschosse Richtung Platz flogen, unterbrach Schiedsrichter Florian Badstübner doch die Begegnung. Dass es zu so starken Ausschreitungen kam, ist gerade deshalb besonders brisant, weil zum ersten Mal das neue Sicherheitskonzept ausprobiert wurde. So sollen die Veranstalter mit ihren Ordnungsdiensten, Fanbeauftragten und Sicherheitsbeauftragten für die Sicherheit in den Stadien sorgen. Dadurch soll die Polizeipräsenz möglichst verringert werden. Im Vorfeld des Derbys hat die Polizei auch bereits konkrete Maßnahmen ergriffen. Gegen acht Angehörige der Kölner Fanszene und drei Anhänger von Borussia Mönchengladbach wurden Bereichsbetretungs- und Aufenthaltsverbote für den Spieltag ausgesprochen. Darüber hinaus führte die Polizei mit 50 weiteren Kölner Fußballanhängern sogenannte Gefährderansprachen durch. Nur so wirklich gegriffen hat das Konzept zunächst noch nicht und hinterlässt Fragen.

Nach dem Spiel äußerte sich Philipp Türoff, Sprecher der Kölner Geschäftsführung, zu den Ausschreitungen: „Selbstverständlich verurteilen wir aufs Äußerste die gewalttätigen Aktionen, von denen wir heute auf der Nordtribüne leider Zeuge werden mussten.
Diese Bilder haben im Fußball nichts verloren und geben dem Derbysieg heute einen unschönen Beigeschmack. Wir haben noch keine Informationen, aber ich hoffe sehr, dass möglichst wenige Unbeteiligte Schaden genommen haben.“ Das Spiel wiederum wurde nach wenigen Minuten dann wieder angepfiffen. Die Kölner brachten den Sieg über die Zeit und feierten dann mit den Fans vor der Südkurve. Gladbach kassierte dagegen eine historische Niederlage. Die fünfte in Folge. Das hatte es bislang erst einmal gegeben.

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