Marvin Schwäbe dirigiert seine Abwehr
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20 Spiele ohne Weiße Weste: Dem 1. FC Köln droht der Negativrekord

Die Defensive ist beim 1. FC Köln schon länger ein Problem. Seitdem René Wagner das Traineramt übernommen hat, blieben die Geißböcke in 13 Pflichtspielen kein einziges Mal ohne Gegentreffer. Gegen Frankfurt soll sich das nun ändern. Andernfalls droht sogar ein neuer Negativrekord.

In den ersten fünf Spielen der Bundesligasaison 2026/27 musste Marvin Schwäbe schon zehnmal hinter sich greifen. Nur fünf Teams in der Liga haben bisher mehr Gegentore kassiert. Zu diesen Mannschaften gehört auch der kommende Gegner Eintracht Frankfurt. In der hessischen Großstadt will der FC am Freitag endlich wieder die weiße Weste wahren.

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Der 1. FC Köln hat seine Abwehr im Sommer auf gleich mehreren Positionen verstärkt. Neben Innenverteidiger Luka Lochoshvili wurde hinten links gleich doppelt nachgelegt. Mit Gideon Mensah und Borna Sosa wurden direkt zwei erfahrene Spieler für diese Position verpflichtet. Die defensiven Baustellen bestehen jedoch weiterhin. Seit Januar warten die Domstädter auf ein Spiel ohne Gegentor. Seitdem sind inklusive DFB-Pokal schon 20 Pflichtspiele vergangen.

1. FC Köln seit 19 Bundesligaspielen ohne Zu-null

Im Jahr 2020 blieben die Kölner saisonübergreifend 21 Bundesligaspiele am Stück ohne weiße Weste. So oft hintereinander wie kein zweites Mal in der Vereinsgeschichte – bisher zumindest. Sollten die Kölner Defensive gegen Frankfurt und anschließend gegen Schalke nicht dichthalten, wäre dieser Rekord eingestellt. Für René Wagner wäre ein Pflichtspiel ohne Gegentreffer ein Novum als Cheftrainer des 1. FC Köln. Seit seiner Übernahme gelang es den Geißböcken kein einziges Mal, das eigene Tor über 90 Minuten erfolgreich zu verteidigen. Stattdessen musste sein Team in 13 Spielen insgesamt 27 Gegentore hinnehmen. Eine erschreckende Bilanz, die weder den Erwartungen noch den eigenen Ansprüchen entsprechen dürfte. Ein zentraler Schwachpunkt ist nach wie vor die Anfälligkeit bei gegnerischen Standards. Alleine in den ersten vier Ligaspielen trafen die Kölner Gegner viermal nach ruhenden Bällen. Eine Schwäche, die nicht erst seit Kurzem bekannt ist. Die Partie in Frankfurt wäre also ein guter Zeitpunkt, diese Gegentor-Serie zu beenden.

Warum bekommt der 1. FC Köln seine Abwehr nicht stabil?

Bereits während der Sommervorbereitung zeichnete sich eine klare Hierarchie in der Innenverteidigung ab. Neben dem fest von Manchester City verpflichteten Jahmai Simpson-Pusey spielte sich der Georgier Lochoshvili in der Startelf fest. An diesem Duo hat sich nach den ersten fünf Spielen nichts geändert. Für Joel Schmied und Rav Van den Berg blieb bisher bloß der Bank- bzw. Tribünenplatz. Der Neuzugang aus Nürnberg hatte vor allem in den ersten Partien sichtlich Schwierigkeiten, sich an das Niveau der Bundesliga zu gewöhnen. Insbesondere beim Spiel in Stuttgart sammelte er wertvolle, wenn auch schmerzhafte Erfahrungen. Dennoch bringt der 28-Jährige Qualitäten mit, die der Mannschaft zuvor nur begrenzt zur Verfügung standen. Mit seinen 1,92 m Körpergröße ist der Abwehrschrank ein guter Kopfballspieler und strahlt auch bei offensiven Standards Torgefahr aus. Auf seinen ersten Treffer für den FC wartet er allerdings noch.

Hinten links duellieren sich aktuell Mensah und Sosa um den Startelfplatz. Nachdem der Ghanaer zunächst die Nase vorne hatte, stand im Derby Sosa überraschend in der Anfangsformation und wurde anschließend von seinem Trainer für seine Leistungen im Training gelobt. Wer von den beiden am Freitag startet, ist noch unklar. Auf der Rechtsverteidigerposition scheint die Rollenverteilung hingegen klarer. Während Alessio Castro-Montes zu Saisonstart von dem Ausfall von Sebastian Sebulonsen profitierte, hat sich die Situation inzwischen umgekehrt. Durch eine Verletzung des Belgiers rückte Sebulonsen direkt zurück in die Startelf und wird auch in den nächsten Wochen dort gesetzt sein.

Klar ist jedoch: Wer auch immer auf dem Platz steht, Interesse an einem ersten Zu-Null-Spiel unter Wagner dürften alle haben.

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