Thomas Kessler und Tim Steidten vom 1. FC Köln
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Nach dem Schock um Ellyes Skhiri: Der 1. FC Köln trifft eine klare Transfer-Entscheidung

Die Verletzung von Ellyes Skhiri hat die Begegnung des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach überschattet. Der Mittelfeldspieler wird den Kölnern fehlen. Zumal gerade ein routinierter Sechser im Sommer verpflichtet werden sollte. Nun stellt sich die Frage, ob die Kölner nachbessern müssen. Die Antwort ist bereits getroffen.

Der 1. FC Köln wird auf die Verletzung von Ellyes Skhiri vorerst nicht mit einer Neuverpflichtung reagieren. Das stellte Geschäftsführer Sport Thomas Kessler gegenüber der „Bild“ klar. Stattdessen sollen Tom Krauß, Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler den Ausfall des Routiniers intern auffangen. Damit haben die Kölner eine wichtige Personalentscheidung bereits vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt getroffen.

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Eigentlich hätte es am Freitag ein besonderes Wiedersehen geben sollen. Ellyes Skhiri hat noch in der vergangenen Spielzeit bei der Eintracht gespielt. Für das Duell in Frankfurt, die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte hätte sich der 31-Jährige sicher viel vorgenommen. Denn, wie Skhiri vor einigen Wochen in einem Interview dem „Express“ verriet, war die Trennung nicht so einfach, wie vielleicht von Außen wahrgenommen. „Ich habe nach der WM mit Markus Krösche gesprochen und er hat mir früh mitgeteilt, dass sie auf meiner Position nicht mehr mit mir planen und ich mir einen neuen Verein suchen soll“, sagt Skhiri, der mit dieser Entscheidung auch hätte leben können. Aber: „Als ich nach der WM zurückgekehrt bin, hat man mir wenige Minuten vor dem Training mitgeteilt, dass ich nicht auf den Platz darf. Ich wurde auch erst sehr spät darüber informiert, dass ich nicht mit ins Trainingslager reisen darf.“ 


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Ellyes Skhiri: Der 1. FC Köln verliert seinen Mittelfeld-Leader

Nun wäre Skhiri gerne nach Frankfurt zurückgekehrt, nur eben im FC-Trikot. Und auch in anderer Rolle. Denn der Sechser ist beim FC schnell zum Leader geworden. René Wagner hält große Stücke auf den Spieler, lobt seinen Willen und sein Engagement in höchsten Tönen. Noch im Interview mit come-on-fc.com erklärte der Trainer vor gut zwei Wochen, wie wichtig der Tunesier für die Mannschaft sei. Das Vertrauen hatte Skhiri bei den Hessen zuletzt nicht mehr gespürt. Auch deswegen war der Abschied im Sommer nur folgerichtig. Zum Wiedersehen kommt es nun aber bekanntlich nicht. Der Mittelfeldspieler hat sich am Sonntag im Derby gegen Mönchengladbach schwer verletzt. Florian Neuhaus war gegen Skhiri zu späte gekommen. Skhiri musste mit einem verletzten Sprunggelenk und vor allem der Trage vom Platz.

Nun fällt beim FC eine weitere Säule aus – und das über Wochen. Besonders bitter, die Geißböcke hatten im Sommer über Wochen nach dem richtigen Sechser, einem erfahrenen Spieler mit Führungsqualitäten gesucht. Es waren mehrere Namen in der Verlosung, es wurden viele Namen genannt. Doch die Verhandlungen zogen sich. Erst kurz vor Toresschluss, unmittelbar vor dem Deadline Day wurde Skhiri verpflichtet. Nun fällt jener Routinier, der Leistungsträger und Leader weg. Und natürlich wird erneut über einen möglichen vertragslosen Sechser spekuliert. Namen gäbe es einige. Wie beispielsweise Abdoulaye Touré, der bis zum Sommer noch bei Le Havre spielte oder Adrien Tamèze, der vergangene Spielzeit für den FC Turin auflief. Doch die Kölner werden auch dieses Mal nicht voreilig nachbessern.

Thomas Kessler schließt Skhiri-Nachverpflichtung aus

„Wir beschweren uns nicht. Wir haben den Kader in der Breite bewusst so aufgestellt, dass wir auf solche Dinge reagieren können. Tom Krauß hat den Part von Ellyes schon im Derby übernommen und sich stark präsentiert. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Ausfall von Ellyes mit ihm, Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler gut kompensieren können“, sagte Thomas Kessler nun der „Bild„. „Es gibt keine Überlegungen, einen vertragslosen Spieler nachzuverpflichten.“ Schon nach den Ausfällen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache hatte es ähnliche Spekulationen gegeben. Auch dort hatte man sich – wie von come-on-fc.com berichtet – am Geißbockheim gegen einen Schnellschuss ausgesprochen. Alle Ausfälle sollen intern aufgefangen werden.

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