Es zieht sich schon seit vergangener Saison wie ein roter Faden durch die Wochen bei den Geißböcken: Die muskulären Verletzungen bleiben beim 1. FC Köln ein Dauerthema. Nach Ragnar Ache hat es am vergangenen Wochenende auch Rav van den Berg erwischt. René Wagner räumt ein, dass sich nicht jeder Ausfall erklären lässt. Gleichzeitig versichert der Trainer, dass der Verein jeden einzelnen Fall untersucht.
Alessio Castro-Montes kehrt wieder in den Kader zurück, da fällt der nächste aus. Rav van den Berg wird verletzt fehlen. Die Diagnose: Muskuläre Verletzung. Und da klingelt doch was? Es setzt sich eine Entwicklung fort, die bei den Geißböcken längst Fragen aufwirft. Bereits Ende September hatte come-on-fc.com die auffällige Häufung muskulärer Verletzungen beim FC intensiv beleuchtet. Seitdem sind zwei weitere Fälle hinzugekommen. René Wagner erklärte nun, die Verantwortlichen würden sich mit möglichen Ursachen beschäftigen, würden ihre Erkenntnisse allerdings nicht öffentlich diskutieren wollen.

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Sebastian Sebulonsen, Alessio Castro-Montes, Ragnar Ache, nun auch Rav van den Berg – die Muskelverletzungen wollen bei den Geißböcken auch weiterhin nicht abreißen. „Wir haben dieses Jahr schon ein paar gehabt, klar. Bei jedem neuen Vorfall schauen wir natürlich intern, wie der vielleicht zustande gekommen ist“, sagte Wagner am Mittwoch. Der Trainer machte allerdings auch deutlich, dass sich nicht für jede Verletzung eine eindeutige Erklärung finden lasse. „Manchmal ist es im Fußball nicht zu erklären. Wir schauen natürlich dennoch, ob wir im Prozess verändern können. Das machen wir jeden Tag. Bei jeder Verletzung sollten wir erst einmal da gucken, wo wir etwas beeinflussen können. Aber mit dem Wissen, dass wir eben nicht alles steuern können.“ Manchmal sei dann aber auch eben Pech dabei. Allerdings ist die Häufung doch auffällig.
Schon bei der letzten Bestandsaufnahme von come-on-fc.com Ende September waren seit Beginn der Vorsaison 19 entsprechende Verletzungen zusammengekommen. Mit den Ausfällen von Ache und van den Berg wären es nach derselben Zählweise inzwischen 21. Die jüngste Verletzung von Rav van den Berg hat die Verantwortlichen erneut beschäftigt. „Jetzt haben wir mit Rav einen dazubekommen, wo wir natürlich nicht glücklich drüber sind“, sagte Wagner. Die Reaktion darauf unterscheide sich nicht von den vorherigen Fällen: Der Verein habe untersucht, wie es zu der Verletzung gekommen sein könnte. „Auch da haben wir aber intern geschaut, woran es vielleicht gelegen hat. Haben uns dann da unsere Gedanken zugemacht und haben das intern aufgearbeitet“, erklärte Wagner. Über mögliche Erkenntnisse oder Konsequenzen wollte der Coach allerdings nicht sprechen: „Das ist dann auch, glaube ich, eine Sache, die bei uns bleiben sollte.“
Eine Muskelverletzung muss wie berichtet nicht auf eine falsche Belastungssteuerung zurückzuführen sein. Schon in der vergangenen Saison erklärte ein Sportwissenschaftler gegenüber come-on-fc.com, dass es zahlreiche Gründer für diese Art der Verletzung geben würde. Unterschiedliche körperliche Voraussetzungen, Spielsituationen und individuelle Belastungen können eine Rolle spielen. Auch Ernährung könne ein Faktor sein. Einzelne Verletzungen lassen sich auch bei professioneller Betreuung nicht vollständig verhindern. Die Vielzahl der Fälle macht die Frage nach möglichen Zusammenhängen dennoch relevant. Vor allem, weil jeder zusätzliche Ausfall unmittelbare sportliche Konsequenzen hat. Mit Ache fehlt dem FC eine wichtige Option im Angriff, van den Berg vergrößert die personellen Sorgen zusätzlich.
Es geht also nicht nur um die Ursachenforschung, sondern auch um die Suche nach Lösungen auf dem Platz.
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