Nach dem emotionalen Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach steht für den 1. FC Köln am Freitagabend die nächste Herausforderung in der Bundesliga an. Zum Auftakt des 6. Spieltags sind die Geißböcke zu Gast bei Eintracht Frankfurt. Trotz der aktuellen Situation darf man die SGE auf keinen Fall unterschätzen.
Bei Eintracht Frankfurt ist die Stimmung bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Saison angespannt. Sowohl die Mannschaft als auch die Verantwortlichen stehen bei den Fans in der Kritik. Nun wollen die Adler vor heimischem Publikum den Bock umstoßen und wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Der 1. FC Köln, der nach dem Derbysieg mit viel Selbstvertrauen nach Frankfurt reist, dürfte allerdings etwas dagegen haben.

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Form: Eintracht Frankfurt ist mit wechselhaften Leistungen in die neue Bundesligasaison gestartet. Zum Auftakt kamen die Hessen bei Union Berlin nicht über ein 3:3 hinaus. Anschließend setzte es vor heimischem Publikum eine 1:4-Niederlage gegen den FC Augsburg. Am dritten Spieltag gelang mit einem 3:1-Auswärtssieg beim 1. FSV Mainz 05 der bislang einzige Dreier. Darauf folgte ein 2:2 gegen den SC Freiburg, ehe die Eintracht am vergangenen Spieltag bei RB Leipzig mit 0:6 unterging. Damit stehen nach fünf Partien ein Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche. Aktuell belegt Frankfurt mit lediglich fünf Zählern den 14. Tabellenplatz.
Im Fokus: Kapitän Robin Koch wurde bei der deutlichen Niederlage in Leipzig bereits zur Halbzeit ausgewechselt. Anschließend übte Trainer Adi Hütter deutliche Kritik an der Leistung seines Abwehrchefs und forderte von ihm als Führungsspieler mehr Verantwortung. Vor dem Spiel gegen Köln stellte der Coach allerdings klar, dass Koch weiterhin Kapitän bleiben und am Freitag von Beginn an spielen wird. Die Diskussion verdeutlicht, wie groß der Druck auf die Frankfurter Führungsspieler derzeit ist.
Begegnung bei Eintracht Frankfurt verspricht Spektakel
Anfällige Defensive: Mit 16 Gegentoren nach fünf Spieltagen stellt Eintracht Frankfurt die drittschlechteste Defensive aller Bundesligisten. Nur Union Berlin mit 17 und Borussia Mönchengladbach mit 18 Gegentreffern mussten den Ball noch häufiger aus dem eigenen Netz holen als die SGE.
Spektakel: Die bisherigen Auftritte der Eintracht versprechen jede Menge Tore. In jedem der fünf Bundesligaspiele mit Frankfurter Beteiligung fielen mindestens vier Treffer. Beim 3:3 gegen Union Berlin, der 1:4-Niederlage gegen Augsburg, dem 3:1 in Mainz und dem 2:2 gegen Freiburg kamen die Zuschauer bereits auf ihre Kosten. Den vorläufigen Tiefpunkt bildete das 0:6 bei RB Leipzig. Insgesamt fielen in den fünf Partien 25 Tore, was einem Schnitt von 5 Treffern pro Spiel entspricht.
Formation: Adi Hütter hat sich bislang nicht auf ein festes System festgelegt und ließ seine Mannschaft sowohl mit Dreier- als auch mit Viererkette spielen. Da die SGE in Leipzig mit einer Dreierkette jedoch völlig überfordert wirkte, könnte Hütter gegen den FC wieder auf vier Abwehrspieler setzen. Im Tor ist Noah Atubolu gesetzt. Vor dem Schlussmann dürften Robin Koch und Lilian Brassier in der Innenverteidigung sowie Keita Kosugi auf der linken Abwehrseite beginnen. Auf der Rechtsverteidigerposition könnte Elias Baum in die Mannschaft rücken.
Im Mittelfeld sind Noel Aseko und Raphael Onyedika aktuell die erste Wahl und dürften erneut das Vertrauen erhalten. In der Offensive hängt vieles davon ab, ob Hütter auf einen oder zwei Stürmer setzt. Bei einer Variante mit nur einer Spitze würden Ritsu Dōan, Can Uzun und Ansgar Knauff die offensive Dreierreihe bilden, während Jonathan Burkardt im Sturmzentrum auflaufen dürfte. Entscheidet sich Hütter dagegen für zwei Angreifer, könnte Knauff aus der Mannschaft rücken. Uzun und Dōan würden dann die Außenbahnen besetzen, während Younes Ebnoutalib neben Burkardt stürmen könnte.
Mögliche Aufstellung Frankfurt: Atubolu – Baum, Koch, Brassier, Kosugi – Aseko, Onyedika – Dōan, Uzun, Knauff – Burkardt
Ausfälle Frankfurt: Die Eintracht muss gegen den FC auf Jessic Ngankam (Muskelverletzung) und Malik Pimpong (angeschlagen) verzichten. Alle anderen Profis stehen Adi Hütter zur Verfügung.
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