Mikey Moore im Trikot des 1. FC Köln
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„Ich hatte Möglichkeiten, in England zu bleiben“ – Warum sich Mikey Moore bewusst für den 1. FC Köln entschied

Zwar ist die Scorer-Ausbeute noch überschaubar, aber Mikey Moore hat schon innerhalb weniger Wochen dem Offensivspiel beim 1. FC Köln seinen Stempel aufgedrückt. Der 19-Jährige hat sich bewusst für den Schritt in die Bundesliga entschieden und dafür sogar Angebote aus seiner Heimat ausgeschlagen. Über die Beweggründe sprach der Spieler in England in einem Interview.

Dass die Bundesliga als Sprungbrett für englische Talente gelten kann, ist nicht erst seit Jude Bellingham oder Jadon Sancho bekannt. Einen ähnlichen Weg erhofft sich offenbar auch Mikey Moore. Der Offensivspieler wechselte bekanntlich kurz vor dem Deadline Day auf Leihbasis zum FC und will in Köln den Durchbruch schaffen. Und das, obwohl es für den Offensivspieler durchaus Alternativen in seiner englischen Heimat gegeben hätte. Im Gespräch mit dem BBC-Podcast „Euro Leagues“ verriet Moore nun, warum seine Wahl dennoch auf den FC gefallen ist.

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Dabei spielt der Blick auf die englischen Akteure, die es in der Liga geschafft haben eine große Rolle. „Ich denke, über die Jahre hat man so viele junge Spieler gesehen, die hierhergekommen sind. Und es gibt einige wirklich gute Beispiele von Weltklassespielern wie Jude Bellingham und Jadon Sancho, die sich hier hervorragend entwickelt haben“, sagte Moore, der die Bundesliga besonders hervorhob. „Es ist eine großartige Plattform, um Fußball zu spielen. Das haben mir auch die Verantwortlichen des Vereins und der Trainer vermittelt.“ Doch die Aussicht auf Spielzeit in einer der Top-5-Ligen war für den Londoner nur ein Aspekt. Vor allem das Vertrauen, das ihm die Kölner Verantwortlichen entgegenbringen, scheint für Moore eine entscheidende Rolle gespielt zu haben. Das erklärte René Wagner auch erst kürzlich im Interview mit come-on-fc.com.

Mikey Moore: „Ich wollte meine Komfortzone verlassen“

Der Engländer hat sich bereits in kurzer Zeit zum Stammspieler gemausert und fühlt sich in seiner Entscheidung dementsprechend auch bestätigt. „Sie haben wirklich Vertrauen in mich gesetzt. Dass ich so früh in meiner Karriere beim FC schon so viel Spielzeit bekommen habe, ist schön“, sagte der 19-Jährige. Das Vertrauen des Trainerteams und der Verantwortlichen wisse er zu schätzen. „Ich bin schon jetzt glücklich mit meiner Entscheidung. Jetzt kann ich richtig durchstarten, meine eigene Geschichte schreiben und meinen eigenen Weg im deutschen Fußball gehen“, so Moore. „Ich hatte Möglichkeiten, in England zu bleiben und vielleicht irgendwo zu spielen, wo ich mich etwas wohler gefühlt hätte“, erklärte der Offensivspieler. Doch genau das wollte er offenbar nicht. „Ich wollte meine Komfortzone ein wenig verlassen, mich selbst testen und in einer großen Liga, einer der fünf besten Ligen, spielen.“

Erste Deutschstunde und englische Nachbarn in Köln

Die Gespräche mit den Verantwortlichen hätten ihn zusätzlich überzeugt. Moore habe frühzeitig entschieden, dass er nach Deutschland wechseln wolle. Die Intensität der Bundesliga und die Qualität der Gegner seien für ihn besondere Herausforderungen. „Für mich war das eine klare Sache“, sagte der Engländer. Auch abseits des Platzes scheint sich Moore inzwischen in Köln einzuleben. Der 19-Jährige hat mittlerweile eine Wohnung in der Nähe seiner englischen Teamkollegen Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey gefunden. Und auch die sprachliche Integration nimmt der Offensivspieler mittlerweile in Angriff. Seine erste Deutschstunde hat Moore bereits hinter sich. Nicht zuletzt auf Wunsch seiner Mutter möchte er sich künftig besser verständigen können. Dabei nimmt sich der Engländer selbst nicht allzu ernst. „Ich war in der Schule nicht gerade der Hellste, deshalb könnte es eine Weile dauern, bis ich die Sprache lerne“, so Moore.

Mikey Moore hat einen besonderen Wunsch an Harry Kane

Vorerst liegt der Fokus ohnehin auf seiner Arbeit am Ball. Gegen Frankfurt wollen die Kölner nachlegen. Ein Blick geht dann doch schon in die nähere Zukunft. Das Treffen mit seinem Idol Harry Kane, mit dem er bereits gemeinsam trainierte. „Er war schon seit meiner Kindheit ein riesiges Vorbild für mich. Ich habe Torabschlüsse gesehen, wie ich sie seitdem nie wieder gesehen habe.“, erklärte Moore. „Es wird eine großartige Erfahrung sein, gegen ihn zu spielen und mit ihm auf dem Platz zu stehen. Darauf freue ich mich wirklich sehr.“ Einen ganz besonderen Wunsch hat der Engländer für die Begegnung allerdings auch noch. Er möchte unbedingt das Trikot seines einstigen Teamkollegen ergattern. „Ich werde mein Bestes versuchen, dieses Trikot zu bekommen“, sagte Moore.

Während der vergangenen Länderspielpause habe er Kane bereits getroffen und begrüßt. Sollte sich vor dem Bundesliga-Duell noch einmal die Gelegenheit ergeben, wolle er den Stürmer direkt darauf ansprechen. „Hoffentlich komme ich mit dem Trikot zurück nach Köln“, sagte Moore.

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