Luka Lochoshvili im Zweikampf im Duell gegen Eintracht Frankfurt
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Vom Luxusproblem zur Personalnot: Dem 1. FC Köln gehen schon wieder die Innenverteidiger aus

Eigentlich schien der 1. FC Köln in der Innenverteidigung besonders gut aufgestellt. Doch nach dem Ausfall von Rav van den Berg droht mit Joel Schmied bereits der nächste Abwehrspieler wegzubrechen. Für René Wagner könnte damit ausgerechnet die zuletzt stabilere Fünferkette zum Problem werden. Und für ein Kölner Talent eröffnet sich möglicherweise eine unverhoffte Chance.

Durch die Fünferkette wirkte der FC am Freitagabend nicht so anfällig, hielt lange die Null. Auch René Wagner sprach später davon, dass dieses taktische Mittel eine Option für die Zukunft darstelle. Nur fehlen dafür möglicherweise die Spieler.

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Ein paar Minuten hat er es nochmal probiert. Doch die Bilder hatten bei Joel Schmied nicht getäuscht. Der Innenverteidiger ist nicht wirklich bekannt dafür, mit einer Showeinlage auf ein Foulspiel zu reagieren. Als der Schweizer im Duell gegen Eintracht Frankfurt also am Boden lag und eindeutig Hilfe benötigte, war klar, da könnte etwas ernsteres passiert sein. Eine genaue Diagnose steht bei Schmied noch aus, doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Innenverteidiger nun auch erst einmal ausfällt. Der Abwehrspieler weist bei den Geißböcken eine erstaunlich lange Krankenakte auf. Gleich zwei längere Verletzungen verzeichnete Schmied in der Vorsaison, verpasste dadurch 14 Spiele. Nun wird er anscheinend wieder fehlen. Und damit tut sich in der Innenverteidigung plötzlich eine ungeahnte Lücke auf.

Kommt Assad Kotya-Fofana zu seinem Debüt?

Ungeahnt, denn eigentlich schienen die Geißböcke in der zentralen Defensive besonders gut aufgestellt. Immerhin so gut, dass die beiden Kölner Talente Elias Bakatukanda und Julian Pauli vor dem Deadline Day noch die nächste Leihe eingegangen sind. Zumindest bei Pauli soll nach Informationen von come-on-fc.com ein Verkauf ebenfalls eine Option gewesen sein. Das Vertrauen von Trainer René Wagner gehörte also vier erfahreneren Spielern. Nun fallen mit Rav van den Berg und Schmied zwei Innenverteidiger aus. Assad Kotya-Fofana rückte am Freitag schon zum ersten Mal bei einem Pflichtspiel in den Profi-Kader auf, ein erster Einsatz rückt nun sogar noch einmal näher. Denn es bleiben „nur“ die beiden Stammspieler Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili, der ebenfalls nicht unversehrt aus dem Spiel gegen die Eintracht hervorging.

Aus den vier sind nun also innerhalb weniger Tage zwei nomineller Innenverteidiger im Kader geworden. Angesichts der unterm Strich doch recht stabilen Fünferkette ein kleines Problem – denn diese benötigt bekanntlich drei zentrale Abwehrspieler. Dafür gibt es nach aktuellem Verletztenstand nur zwei Alternativen. Entweder Sebastian Sebulonsen wird wie in der Vorsaison wieder zum Innenverteidiger umfunktioniert oder Kotya-Fofana wird tatsächlich zur Alternative. Für den 18-Jährigen vielleicht ein etwas großer Schritt. So oder so wird René Wagner wohl in den kommenden Tagen wieder puzzeln müssen. Das vermeintliche Luxusproblem des Saisonbeginns ist innerhalb weniger Tage zu einer gravierenden Baustelle geworden.

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