Reigan Heskey bei der U21 des 1. FC Köln
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Nach Joker-Einsatz gegen die Eintracht: Wie stehen die Chancen von Reigan Heskey auf (mehr) Spielzeit beim 1. FC Köln?

Das erste Mal seit dem zweiten Spieltag kam Reigan Heskey am vergangenen Freitag wieder für die Profis des 1. FC Köln zum Einsatz. Dabei deutete der Flügelspieler sein Potential in der kurzen Zeit als Joker zumindest an. Aber reicht das auch für mehr Einsatzzeit unter FC-Coach René Wagner?

Die vielen Ausfälle im Sturm führten dazu, dass Reigan Heskey in den Partien nach der Länderspielpause zumindest wieder im Kader der Profis des 1. FC Köln stand. Gegen die Eintracht reichte es außerdem zu einem Kurzeinsatz. Über diese Rolle dürfte der Engländer aber auch in den kommenden Wochen wohl nicht hinauskommen.

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Es war eine Aktion, die Lust auf mehr machte: Nach einem langen Pass von Borna Sosa zog Reigan Heskey in der Schlussphase der Partie gegen die Eintracht mit dem Ball von links in den Strafraum. Dort dribbelte der Engländer mit Dynamik an Frankfurts Robin Koch vorbei und versuchte, den Ball in die lange Ecke zu schlenzen. Diesen Abschluss konnte Noël Aséko gerade noch per Grätsche am Tor vorbei lenken. Auch wenn die Situation bei einem Treffer bestimmt nochmal überprüft worden wäre, weil Heskey SGE-Verteidiger Elias Baum in der Entstehung wohl in die Hacken gelaufen war und erst durch dessen Fall den Raum für sein Dribbling hatte, konnte der 18-Jährige in dieser Szene sein zweifellos vorhandenes Potential auch auf Bundesliga-Niveau andeuten. Denn der Joker-Einsatz in Frankfurt war überhaupt erst sein zweites Pflichtspiel für die FC-Profis. Nur am zweiten Spieltag gegen den VfB brachte René Wagner ihn noch für die Schlussphase. Sonst war das Talent in Köln noch einmal Mitte September in der Regionalliga für die U21 auf Spielzeit gekommen.

Heskey als Joker bei Rückständen

Denn trotz des Einsatzes gegen die Eintracht scheint der Sommerneuzugang aus Sicht des Trainerteams noch mehr Zeit zu brauchen, um endgültig in der Bundesliga anzukommen. So hatte Wagner schon Anfang September gemeint, dass Heskey „die Bundesliga auch athletisch bewältigen muss“. Und weiter: „In der Bundesliga gehört mehr dazu, als im Eins-gegen-eins unfassbar gut zu sein.“ Der Engländer muss beim FC in der Bundesliga auch gegen den Ball arbeiten, um für Wagner mehr als eine Joker-Option zu sein. Und um eben überhaupt für den Kader in Frage zu kommen, wenn es nicht so viele Offensiv-Ausfälle gibt.

Dazu passt, dass der Coach das Talent bisher nur eingewechselt hat, wenn der FC einem Rückstand hinterher lief. In diesen Situationen fallen zum einen die defensiven Schwächen des Youngsters weniger ins Gewicht. Denn sowohl gegen Stuttgart als auch gegen die SGE haben die Geißböcke versucht, zum Schluss nochmal alles nach vorne zu werfen, um den Rückstand umzubiegen. Zum anderen sind das genau die Momente, in denen Heskey der Mannschaft nochmal einen Impuls geben kann. Mit seinen Fähigkeiten im Dribbling kann der 18-Jährige auch in der Bundesliga für einen entscheidenden Moment sorgen. Das hat er gegen die Eintracht schon fast geschafft. Wenn seine Mannschaft wie gegen Borussia Mönchengladbach jedoch kurz vor Spielschluss führt, ist der Neuzugang eher keine Option. Denn er ist nicht der Spielertyp, der hilft, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Starke Konkurrenz auf Linksaußen

Mit seinen Stärken erinnert Heskey aber beim FC beinahe automatisch an Said El Mala. Dieser dürfte damit ein weiterer Grund sein, warum Heskey noch nicht mehr gespielt hat. Denn seine Idealposition auf Linksaußen war vor den Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache immer vom deutschen Nationalspieler belegt. Jetzt lief El Mala durch die Ausfälle zwar zuletzt im Sturmzentrum auf. Trotzdem hat der 20-Jährige weiterhin die Freiheit, sich nach links fallen zu lassen und von dort nach innen zu ziehen. So geschehen beim Siegtreffer im Derby vor einer Woche. Wenn allerdings nun Heskey auf links spielt und ähnlich wie El Mala gerne nach innen ziehen möchte, könnte das dazu führen, dass die beiden sich in die Quere kommen.

Daher passt ein Spieler wie Maina, der eher mal in die Tiefe geht, besser als Heskey, wenn El Mala auf dem Platz steht. Da Letzterer gesetzt ist, wird es für den Engländer schwierig, auf mehr Spielzeit zu kommen. Der 18-Jährige wird seine Chancen als Joker nutzen müssen, wenn der FC kurz vor Schluss noch einen Treffer benötigt. Für mehr wird es allerdings wahrscheinlich erstmal nicht reichen – was für ein so junges Talent aber natürlich auch normal ist. Auch wenn Dribblings wie das gegen die Eintracht bestimmt dafür sorgen dürften, dass ihn sein Coach öfter als bisher als gute Option sieht.

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