Tom Krauß ist bisher im Zentrum des 1. FC Köln gesetzt
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Nach Skhiri-Ausfall: Darum ist Tom Krauß jetzt umso wichtiger für den 1. FC Köln

Der lange Ausfall von Ellyes Skhiri schmerzt den 1. FC Köln sehr. Umso bedeutsamer wird in den kommenden Wochen die Rolle von Ersatzmann Tom Krauß werden. Im Spiel gegen die Eintracht untermauerte der 25-Jährige bereits seine Wichtigkeit für die Truppe von Trainer René Wagner.

Beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt rückte Tom Krauß für den verletzten Ellyes Skhiri in die Startelf. Nach dem Ausfall des Tunesiers wird Krauß seine Rolle in den kommenden Wochen vermehrt übernehmen müssen. Der Sechser soll ein zentraler Baustein im Mittelfeld des 1. FC Köln werden.  

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Mit einer veränderten Grundordnung startete der FC gegen die Eintracht am vergangenen Freitag in die Partie. Durch die Umstellung auf eine Dreierkette wollte Wagner für mehr Stabilität sorgen, um „aus einem kompakteren Block einfacher umschalten zu können“. Besonders in der ersten Halbzeit konnte die Mannschaft diesen Plan gut umsetzen. Im Frankfurter Ballbesitz agierten die Kölner in einer 5‑3‑2‑Formation. Im Mittelfeld übernahm Krauß die zentrale Position, während Isak Johannesson und Linton Maina auf die Halbräume auswichen. Sobald die Eintracht den Ballbesitz in das Zentrum verlagerte, schaltete der FC ins Pressing um und störte die Gastgeber im Spielaufbau. Krauß schob aus dem Mittelfeldzentrum immer wieder nach vorn und erkämpfte sich gleich mehrmals den Ball. Den 25-Jährigen zeichnet sein schlaues Anlaufverhalten und Spielverständnis aus. Er setzt in den richtigen Momenten den Gegner unter Druck und provoziert Fehler.

Krauß ist wichtig für seine Teamkollegen

Im eigenen Spielaufbau reihte sich Krauß vor der Abwehrkette ein und bot Anspielstationen für seine Innenverteidiger-Kollegen. Bei gegnerischem Pressing schaffte Krauß durch seine Läufe immer wieder Räume für seine Nebenleute. Wenn die Frankfurter jedoch nicht auf vorderster Linie direkt Druck machten, ließ sich Krauß fallen und übernahm den Spielaufbau aus der letzten Reihe selbst. Mit einer Passgenauigkeit von gut 80 Prozent kam Krauß zwar nicht an den Durchschnittswert von Skhiri heran (94 Prozent), seine Zweikampfquote von 53 Prozent übertraf die des Tunesiers jedoch knapp.

Im zweiten Durchgang drehten die Frankfurter dann auf und setzten den FC über längere Strecken ordentlich unter Druck. Das Mittelfeld-Trio zog sich weit zurück, wodurch Krauß direkt vor der Abwehrkette agierte. Dabei lief er wichtige Räume zu und schmiss sich in jeden Zweikampf. Mit seiner Mentalität und Erfahrung ist der 25-Jährige zudem ein wichtiger Kommunikator auf dem Platz – vor allem für die vielen jungen Spieler um sich herum. Diese Qualität war wohl auch einer der Gründe, warum die Geißböcke den gebürtigen Leipziger im Sommer fest verpflichteten.

Schlüsselspieler vor der Abwehr

Womöglich kommen die Qualitäten von Krauß in der Rolle von Skhiri sogar besser zum Vorschein, als wenn die beiden nebeneinander auf dem Platz stehen. Beide sind vorwiegend defensiv orientiert und koordinieren das Spiel gerne von hinten heraus. Besonders Krauß hat sich während seiner Zeit in Köln nicht durch offensive Gefahr ausgezeichnet (zwei Vorlagen in 34 Spielen). Zuletzt hatte Isak Johannesson deswegen den Vorzug erhalten, während für Krauß nur der Bankplatz blieb. Während der kommenden Wochen werden die beiden voraussichtlich gemeinsam auf dem Platz stehen, was der Kölner Nummer fünf zu Gute kommen könnte.

In einer Grundformation mit Viererkette kann sich der Isländer immer wieder offensiver in die Halbräume fallen lassen, wie er es auch beim Sieg gegen Borussia Mönchengladbach häufiger tat. In dieser Rolle konnte sich Johannesson stärker im Angriff einschalten und erzielte sogar einen Treffer selbst.  Währenddessen übernahm Skhiri den defensiven Part im Mittelfeld, den nun Krauß übernehmen wird. Ob Wagner in den kommenden Wochen eher auf Dreier- oder Viererkette setzen wird, wird sich zeigen. Tom Krauß dürfte in jedem Fall zu einem wichtigen Faktor für die Geißböcke werden.

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