Mikey Moore auf dem Wag zum Mannschaftsbus
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„Wenn es dann mal Knall macht“: Mikey Moore soll jetzt für den 1. FC Köln wichtig werden

Kurz vor Ende der Transferphase wurde Mikey Moore nach wochenlangen Spekulationen in Köln vorgestellt. Die Tottenham-Leihgabe sollte die Kölner Offensive beleben und für mehr Kreativität sorgen. Auf seinen großen Durchbruch wartet er allerdings noch. Gegen Frankfurt saß der 19-Jährige erstmals auf der Bank und war mit dieser Entscheidung sichtlich unzufrieden. Im Heimspiel gegen Schalke soll es jetzt endlich „Knall machen.“

Als die Startaufstellung des 1. FC Köln vor dem Auswärtsspiel in Frankfurt bekanntgegeben wurde, überraschte René Wagner gleich mehrfach. Nicht nur dadurch, dass der Trainer zum ersten Mal auf eine Fünferkette setzte, sondern auch damit, dass Youngster Mikey Moore zunächst nur auf der Bank saß. Anstatt sich mit den anderen Auswechselspielern den Ball zu zuspielen, stand der Engländer während des Aufwärmen etwas abseits und jonglierte alleine mit dem runden Leder. Nach seiner Einwechslung blieb er wie das gesamte Team im zweiten Durchgang blass. In der Pressekonferenz vor Schalke stärkte Wagner Moore jedoch den Rücken und forderte Geduld.

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„Ich glaube, wir haben Spieler, die es vielleicht noch nicht geschafft haben, Spiele zu entscheiden, die aber definitiv in der Lage sind, Spiele in der Zukunft zu entscheiden“, erklärte René Wagner am Donnerstagnachmittag in der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Schalke. Nicht zuletzt spielte der Übungsleiter damit wohl auf Mikey Moore an. Der Engländer kam als Hoffnungsträger nach Köln und hat schon in Glasgow und bei Tottenham bewiesen, dass er den Unterschied machen kann. Trotz einiger vielversprechender Ansätze sind die entscheidenden Momente bisher ausgeblieben. Der flexible Offensivspieler wartet weiterhin auf seinen ersten Treffer für die Geißböcke. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass Moore auch nur ein junger Mann ist, der nicht nur die ersten Schritte seiner Profikarriere, sondern auch im Erwachsensein geht. Wagner zeigt dafür Verständnis: „Wir haben junge Spieler dabei, die natürlich auch noch teilweise neu in der Liga sind und die sich ein bisschen zurechtfinden müssen.“

Die besonderen Qualitäten von Mikey Moore

Obwohl die ganz großen Momente noch ausblieben, sind die FC-Verantwortlichen weiterhin von dem Ausnahmetalent überzeugt. Schon bei der Verpflichtung wurde angekündigt, dass es sich bei Moore um einen Spieler handelt, der im Normalfall in wenigen Jahren einige Regale zu hoch für die Domstädter sein dürfte. Die Frage ist nur: Wann platzt der Knoten? „Ich habe heute länger mit Mikey gesprochen, der natürlich sehnsüchtig auf diesen einen Moment wartet, wenn es dann mal Knall macht. Den hat er in Schottland dann auch irgendwann gefunden und wenn er den einmal gefunden hat, dann glaube ich, ist er auch mit viel Mut dabei und weiß auch mit Selbstbewusstsein, dass er im eins-gegen-eins in der Liga fast jeden Gegenspieler schlagen kann“, erklärte Wagner. In Frage steht also nicht ob, sondern nur wann der Leistungsschub folgt. Im Heimspiel gegen Schalke dürften Spieler und Trainer daran interessiert sein, das Warten auf sein erstes Tor zu beenden.

Aus Köln in die weite Fußballwelt

Dass junge Spieler beim FC den nächsten Schritt gehen können, hat die jüngere Vergangenheit gezeigt. Spieler wie Said El Mala oder Jahmai Simpson-Pusey stiegen am Rhein schnell zu Schlüsselspielern auf. Wohl auch einer der Gründe, warum sich die Kölner im Werben um Moore am Ende gegen namhafte Konkurrenz durchsetzen konnten. Dennoch genießt der Brite keine Sonderbehandlung im Kader. Gegen Frankfurt rotierte er zuletzt sogar aus taktischen Gründen aus der Startelf. Obwohl ihm diese Entscheidung sicherlich nicht schmeckte, könnte sie doch eine wichtige Lektion gewesen sein. Erfolge können nur durch Teamleistungen erzielt werden und dafür müssen sich einzelne Spieler manchmal unterordnen. Dennoch dürfte der Bankplatz von Moore in der Zukunft wohl weiterhin eher die Ausnahme als die Regel sein. Ein Treffer gegen Schalke könnte ihm dabei helfen, seine Ambitionen weiter zu untermauern. Wagner ist jedoch bewusst, dass man so einen Brustlöser nicht erzwingen kann. „Wenn wir es könnten, würden wir es natürlich tun. Dann würden wir alles da rein zwingen, was wir können. Leider ist es im Fußball nicht so einfach, weil der Gegner natürlich versucht, das Tor zu verteidigen“, erläuterte der Trainer.

Klar ist jedoch: Sollte Moore sein Potenzial ausschöpfen, ist der Weg an die europäische Spitze kein weiter. Zunächst gilt es jedoch für den 19-Jährigen in der Bundesliga Fuß zu fassen. Mit dem Heimspiel gegen die Königsblauen und den folgenden beiden Partien gegen Union Berlin, hat er dazu innerhalb weniger Tage gleich mehrfach die Gelegenheit.

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