Die Fußballerinnen des 1. FC Köln treten am Samstagmittag beim VfL Wolfsburg an und sind klar in der Außenseiterrolle. Genau dies liegt dem FC erfahrungsgemäß aber am meisten – vielleicht gelingt diesmal endlich der erste Sieg gegen die Wölfinnen. Kathrin Hendrich könnte bei ihrem Ex-Verein das Comeback feiern.
Außenseiter, aber nicht chancenlos: Der 1. FC Köln spielt am Samstagmittag beim VfL Wolfsburg. Als Underdog fühlt sich der FC traditionell wohl, und noch wartet er auf den ersten Sieg gegen die Wölfinnen. Für zusätzliche Würze könnte Kathrin Hendrich sorgen.

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Spiele gegen den VfL Wolfsburg sind für den 1. FC Köln eigentlich undankbar – zu klar sind die Rollen jedes Mal verteilt, auch wenn der FC in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung hin zu einer festen Größe der Bundesliga hingelegt hat. Gerade in Niedersachsen hängen die Früchte aber stets hoch für den FC. Bislang gab es nur einmal etwas Zählbares in der Autostadt – und das liegt bereits acht Jahre zurück beim 0:0 im Juni 2018. Ansonsten gingen alle Duelle beim VfL verloren. Allerdings: Die jüngsten Aufeinandertreffen konnten sich sehen lassen aus Kölner Sicht. Im Februar 2025, bei der Premiere von Britta Carlson auf der FC-Bank, reichte es zuhause zu einem 0:0. Und die beiden Partien danach endeten nur knapp mit jeweils 1:2.
Carlson: „Müssen an unser Maximum gehen“
Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, endlich einen Dreier aus Wolfsburg mitzunehmen. „Für mich hat Wolfsburg in der Liga die klarste Spielanlage von allen, und eine Mannschaft, die die meisten Torschüsse hat. Wir wissen also, was auf uns zukommt“, charakterisierte Carlson den kommenden Gegner, „das ist eine sehr offensiv ausgerichtete Mannschaft, aber sie haben auch ein paar Gegentore bekommen, sodass wir darin unsere Chancen sehen.“
Die Kölner Trainerin forderte: „Wir müssen gegen Wolfsburg wieder an unser Maximum gehen, aber das ist bei allen anderen Spielen auch so, damit wir sie für uns entscheiden. Wir brauchen wieder die Effizienz aus unserem vergangenen Spiel gegen den HSV.“ Gerade dieser Sieg trage die Mannschaft in den Tagen danach: „Dieser Sieg gibt uns Selbstbewusstsein, vor allen Dingen, weil die Spielerinnen merken, dass sie sich aufeinander verlassen können und Herausforderungen gemeinsam meistern.“
Hilft Hoffnungsträgerin Hendrich?
Für Carlson selbst sei das Aufeinandertreffen mit ihrem Ex-Verein mittlerweile nichts Besonderes mehr: „Kontakte habe ich immer noch, weil ich da ja auch fast zehn Jahre war, aber es ist jetzt kein emotionales Spiel mehr für mich. Es ist ein Zurückkommen, was immer schön ist, aber es hat nicht mehr diesen emotionalen Wert aufgrund des Fußballspiels, sondern eher aufgrund der Begegnung mit den Menschen. Dafür ist das jetzt von 2018 auch zu lange her.“
Helfen könnte dem FC in Wolfsburg zweifelsohne die Erfahrung von Kathrin Hendrich. Die 34-Jährige stand zuletzt gegen den Hamburger SV erstmals wieder im Kader, konnte aber nach ihrer monatelangen Verletzungspause noch keine Spielpraxis sammeln. Carlson begründete ihre Entscheidung, auf Hendrich noch zu verzichten: „Weil es eng war und ich dann nicht die Notwendigkeit gesehen hatte zu wechseln in der Kette. Du wechselst nicht die Innenverteidigung aus, wenn es eng ist. Ich hätte ihr aber gern schon ein paar Spielminuten gegeben.“
Historisches Vorhaben in Wolfsburg
Bei ihrem Ex-Verein könnte das für die deutsche Nationalspielerin schon anders aussehen. Zwar dürfte Hendrich auch hier nach der langen Pause noch nicht in der Startelf stehen,
aber eine Einwechslung nach der Pause ist durchaus denkbar. Und dann könnte Hendrich daran mitwirken, an ihrer alten Wirkungsstätte etwas Historisches für den FC zu schaffen.
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