Im Pokalspiel gegen Union Berlin avancierte Said El Mala zum Matchwinner. Da der 1. FC Köln weiterhin von Verletzungsproblemen im Sturmzentrum geplagt wird, lief auch am Dienstagabend wieder der 20-Jährige in der Spitze auf – mit Erfolg. Zwei Treffer erzielte er selbst, das Tor von Linton Maina legte er vor. Der Angreifer selbst sieht in seiner neuen Position einige Vorteile. Und die Frage nach seinem künftigen Platz in der FC-Offensive gewinnt an Bedeutung.
Die FC-Offensive galt zuletzt als größte Baustelle der Geißböcke. In den letzten beiden Ligaspielen blieben die Kölner jeweils torlos und erzielten generell erst acht Tore in der laufenden Saison – nur vier Mannschaften trafen seltener. Gegen Union wurde diese Torflaute eindrucksvoll beendet. Said El Mala brillierte dabei und sicherte sich nach Abpfiff die Auszeichnung zum Spieler des Spiels. Als zentraler Angreifer tauchte der Nationalspieler in verschiedenen Räumen auf und strahlte durchgehend Gefahr aus.

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Nach den Ergebnissen der letzten Wochen war die Stimmung am Geißbockheim zuletzt sehr angespannt. Das überzeugende Weiterkommen im Pokal gegen Union Berlin dürfte zunächst für etwas Ruhe sorgen. Trotz fünf-Tore-Gala stellt sich jedoch weiterhin die Frage, wer bei den Domstädtern in der Spitze auflaufen soll. Zuletzt teilte sich El Mala diese Rolle mit Marius Bülter. Zudem ist Ragnar Ache mittlerweile wieder ein Teil des Mannschaftstrainings und soll bald wieder zur Option werden. Dennoch ist vorstellbar, dass auch El Mala weiterhin in einer zentraleren Rolle zum Einsatz kommt und nicht mehr ausschließlich über den linken Flügel. Nach einem holprigen Start hat sich das Zusammenspiel zwischen den beiden Stürmern, aber auch mit Linton Maina und Mikey Moore dahinter, in den letzten Wochen sichtlich verbessert.
Said El Mala als Mittelstürmer: Welche Vorteile die neue Rolle bietet
Die Position im Sturmzentrum ist für El Mala keine Unbekannte. In der Schlussphase der vergangenen Saison kam er dort ebenfalls schon zum Einsatz. Trotz der Unterschiede zu seiner gewohnten Position, sieht der geborene Krefelder das Positive. „Ich fühle mich extrem wohl in meiner Rolle. Ich kann auch da Tore erzielen, weil ich da nicht festgenagelt bin“, sagte der Angreifer im Anschluss der Partie gegen die Köpenicker. Ähnlich wie einst Arjen Robben, ist El Mala für einen speziellen Move bekannt. Er bekommt den Ball an der linken Außenlinie, zieht in die Mitte und schließt mit seinem starken rechten Fuß aufs lange Eck ab. Auf diese Bewegung stellten sich die Gegenspieler allerdings irgendwann ein und setzten häufig direkt zwei Verteidiger auf den 20-Jährigen an.
Durch die zentrale Rolle hat er mehr Freiheiten und ist nicht nur auf die linke Seite beschränkt. Beim 3:0 war es ein Ball von rechts, den El Mala verarbeitete und nach einem Dribbling mit links im langen Eck versenkte. Zudem bringt der 1,87 m große Offensivspieler einiges an Physis mit, wodurch er sich selbst gegen robuste Innenverteidiger oft durchsetzen kann. Wie seine Rolle nach der Ache-Rückkehr aussehen wird und ob womöglich sogar eine Doppelspitze zu erwarten ist, wird sich noch zeigen.
1. FC Köln: El Mala profitiert vom besseren Zusammenspiel in der Offensive
Eine Offensive lebt von festen Abläufen. Das Verständnis für die Laufwege und Stärken der Mitspieler muss sich jedoch zunächst einmal entwickeln. El Mala betonte nach dem 5:0-Triumph, dass sich die Kölner Offensive zuletzt immer besser gefunden hat und es nur eine Frage der Zeit war, bis der Knoten platzen würde. Genau das ist am Dienstagabend passiert. Im Vergleich zu den Auftritten gegen Frankfurt und Schalke wirkten die Spieler teilweise wie ausgewechselt. Dafür betonte der Youngster mehrfach die Wichtigkeit der Video-Analyse. In den letzten Tagen sollen viele Szenen betrachtet worden sein um das eigene Zusammenspiel zu verbessern. Gleichzeitig wurden auch die Berliner genau analysiert. Durch die Fünferkette konnten sich außerdem die beiden Außenverteidiger Alessio Castro-Montes und Borna Sosa häufiger in der Offensive einschalten und für zusätzliche Gefahr sorgen.
Nicht nur auf dem Platz, auch zwischenmenschlich scheinen sich die Offensivspieler gut zu verstehen. Anstatt das Tor selbst erzielen zu wollen, haben die Spieler auch Spaß daran, sich gegenseitig Tore vorzulegen. El Mala ist dabei sowohl auf als auch neben dem Platz ein wichtiger Baustein. Der Nationalspieler gilt im Team als lustig und beliebt. Entscheidend ist am Ende jedoch, was auf dem Rasen passiert. „Wir verstehen uns mittlerweile auf dem Platz alle gut, kennen die Räume und wissen wo wir reinspielen müssen“, erklärte El Mala. Dieses Verständnis blitze am Dienstagabend gleich mehrfach auf. In der Liga soll nun daran angeknüpft werden und El Mala soll dabei, egal auf welcher Position, eine wichtige Rolle spielen.
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