Es war die große Geschichte des vergangenen Wochenendes beim 1. FC Köln. Malek El Mala debütierte im Auswärtsspiel gegen Union Berlin in der Bundesliga und traf mit seinem zweiten Ballkontakt zum 1:1-Ausgleich. Keine Woche später bringt sich schon der nächste Nachwuchsstürmer in Position. Nilas Yacobi ist Schlüsselspieler der U21 und könnte jetzt seine Chance bei den Profis bekommen. Unter der Woche hat er jedenfalls schon mit der Mannschaft von René Wagner trainiert – nicht zum ersten Mal.
Sieben Tore und sieben Vorlagen in 13 Einsätzen in der Regionalliga. Das sind die aktuellen Zahlen von Yacobi für die U21 des 1. FC Köln. Im Sommer durfte der Angreifer bereits die Vorbereitung mit den Profis bestreiten, unter der Woche stand er erneut mit der Wagner-Truppe auf dem Rasen. Bekommt er nach El Mala nun ebenfalls die Chance in der Bundesliga?

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Viele Fans waren überrascht, dass Wagner El Mala und nicht Yacobi in den Profi-Kader beorderte. Obwohl der Bruder von Starspieler Said El Mala bisher eine gute Saison in der Regionalliga spielt, war es eigentlich Yacobi, der die Offensive mit seinen Toren am laufen hielt. Ob die Entscheidung aufgrund des Profils, des Nachnamens oder Wagners Gefühl getroffen wurde, wird sich wohl nicht klären lassen. Klar ist allerdings: Die Entscheidung für El Mala hat sich sofort ausgezahlt. Mit seinem Treffer an der Alten Försterei sicherte der Angreifer den Geißböcken einen wichtigen Punkt gegen direkte Konkurrenz.
Dennoch bleibt die Situation im Kölner Angriff kompliziert. Ragnar Ache könnte gegen Leverkusen wieder eine Option sein, kommt aber aus einer Verletzung. Said El Mala und Marius Bülter haben es zuletzt ordentlich gemacht, haben ihre Stärken dennoch woanders. Dass Wagner nicht zurückschreckt, auf Talente zu setzen, hat er in Berlin mit der El-Mala-Einwechslung bereits bewiesen und in dieser Woche mit der erneuten Beförderung von Yacobi ins Profitraining erneut bestätigt.
Nilas Yacobi: Vom Testspieltor zum Profitraining
Im Sommer 2023 wechselte Yacobi aus Kopenhagen nach Wolfsburg, zwei Jahre später schloss er sich dem FC an. In seiner ersten Saison am Rhein konnte der Angreifer direkt insofern überzeugen, dass Wagner ihm und einigen anderen Talenten in der Sommervorbereitung die Chance gab, sich bei den Profis zu zeigen. Im Testspiel gegen Real Sociedad traf der Däne sogar. Obwohl der 19-Jährige im Anschluss viel Lob erntete, ging es zunächst zurück zur U21. Trotzdem scheint die Aussicht auf eine Chance mit den Profis seinen Ehrgeiz geweckt zu haben. Seitdem war Yacobi in zehn von elf Partien direkt an einem Tor beteiligt. Seine Quote ist hervorragend und speziell seine Flexibilität und Vielseitigkeit zeichnen ihn aus. Der Ex-Wolfsburger strahlt Torgefahr aus, kann aber auch selbst seine Mitspieler in Szene setzen und Treffer vorbereiten.
Wie Thielmann 2019? Ein Debüt gegen Leverkusen hat beim 1. FC Köln Tradition
Wie sich die Konkurrenzsituation im Sturmzentrum in den nächsten Wochen tatsächlich gestaltet, bleibt abzuwarten. Die Ache-Rückkehr bietet neue Optionen, die Sturmflaute wird er alleine aber auch nicht beenden können. Obwohl speziell das Pokalspiel gezeigt hat, dass Said El Mala auch in der Zentrale funktionieren kann, stellt sich trotzdem nach wie vor die Frage, ob der Youngster auf seiner gewohnten linken Außenbahn nicht wertvoller für das Team ist. Yacobi hat bewiesen, dass er weiß, wo das Tor steht und könnte eine weitere Option darstellen. Plötzliche Debüts von Jugendspielern gegen Leverkusen wären zudem nichts Neues in Köln. Im Dezember 2019 stand Jan Thielmann unerwartet in der FC-Startelf im kleinen Derby, half beim 2:0-Sieg und ist seitdem aus dem Profi-Kader nicht mehr wegzudenken. Vielleicht wiederholt sich diese Geschichte am Sonntag mit Yacobi.
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