Wolfgang Niedecken über seine Verbindung zum 1. FC Köln: „Ich bin damals sehr dicht am Rathausbalkon gewesen“

Wolfgang Niedecken auf der Tribüne
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Wolfgang Niedecken über seine Verbindung zum 1. FC Köln: „Ich bin damals sehr dicht am Rathausbalkon gewesen“

In der neuen Folge des FC-Podcasts spricht BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken über seinen Weg zur Musik, sein Verhältnis zum 1. FC Köln und seinen ersten Besuch im Müngersdorfer Stadion. Der Sänger erlebte Höhen und Tiefen mit dem Verein und seine Lieder werden bei den Spielen bis heute gespielt. Was der Club für ihn bedeutet, beantwortet er mit einem Wort: Heimat.

Wolfgang Niedecken hat die FC-Geschichte nicht nur miterlebt, sondern war ein Teil von ihr. Als Kind hat er die Spiele noch vor dem Radio verfolgt, später stand er nur wenige Meter entfernt, als 1978 vor dem Rathaus das Double gefeiert wurde. Obwohl BAP weit über die Kölner Stadtgrenzen bekannt ist, trägt der Musiker die Stadt und den Verein tief im Herzen.

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Wie so viele Kölner hat auch Niedecken den FC als seinen Herzensverein in die Wiege gelegt bekommen. Für den 75-Jährigen muss es auch genauso sein. „Da darf man auch ruhig beratungsresistent sein“, erklärt er. Seine ersten Erinnerungen an den Club sind ebenfalls noch präsent. Als Junge nahm ihn sein Bruder häufiger mit zum Geißbockheim. Bis heute ist das Trainingszentrum im Grüngürtel ein absoluter „Herzensplatz“ für den Kölner. Sein Bruder brachte ihn dann auch zum ersten Mal mit ins Müngersdorfer Stadion. An das genaue Ergebnis erinnert sich der Musiker nicht, nur an „einen hohen Sieg für uns.“

Privates FC-Museum

Trotz einiger Nummer-eins-Alben spielt der FC im Kalender von BAP eine wichtige Rolle. Wenn möglich werden die Konzerttermine an die Spieltage angepasst. Generell ist Niedecken während Spielen nur eingeschränkt für andere Dinge zu gebrauchen. „Dann muss ich FC gucken“, erklärt er. Auch im Wohnhaus des Kultsängers ist der Geißbockclub mehr als nur vertreten. Ein ganzer Flur ist in Rot und Weiß dekoriert und gleicht eher einer „FC-Fankneipe“. Sein persönliches Highlight ist ein Poster, das einst von der gesamten Doublesieger-Mannschaft aus dem Jahr 1978 unterschrieben wurde. Generell ist die Beziehung zum eigenen Verein für den 75-Jährigen etwas ganz Besonderes: „Einem Menschen, der von Fußball keine Ahnung hat, dem kannst du das nicht erklären.“

An sein erstes Autogramm erinnert sich Niedecken auch noch. Als kleiner Junge besuchte er eine Autogrammstunde seines Idols Hans Schäfer in einem Kölner Möbelhaus. Später wurde der Weltmeister von 1954 ein guter Freund und war ein Teil des Musikvideos der Neuauflage des Klassikers „FC, Jeff Jas“. In dem Ausschnitt sitzen die beiden gemeinsam im Stadion und schauen sich ein Spiel der Domstädter an. Obwohl die Kölner ihr Pokalspiel gegen Rostock an diesem Tag verloren, ist es für Niedecken bis heute eine ganz besondere Erinnerung. Über die Jahre entwickelten sich auch Freundschaften zu anderen großen Persönlichkeiten des Vereins. Ex-Stürmer Toni Polster rief ihn damals sogar persönlich an, um ihn über den verpassten Klassenerhalt zu berichten.

Besonderer Moment für Co-Trainer

Zur Musik fand Niedecken damals durch die Beatles. Heute behauptet er, die britische Band hätte „sein Leben verändert“. Später war es der Kölner selbst, der gemeinsam mit seiner Band hunderttausende Zuhörer begeisterte. Bei einem Konzert der Rolling Stones in Müngersdorf stockte der Ticketverkauf, weshalb BAP als Vorband einsprang und den Ticketverkauf noch einmal ankurbelte. „Wir haben denen das Ding vollgemacht“, erinnert er sich.

Einen schönen Moment gab es zudem, als Armin Reutershahn sich dem Podcast für einige Minuten anschloss. Der Kölner Co-Trainer ist schon lange großer BAP-Fan, besuchte selbst viele Konzerte und ersteigerte sogar nach einem Auftritt die Setlist der Band. Obwohl er damals kein Kölsch beherrschte, begeisterte und begleitete ihn die Musik einen großen Teil seines Lebens.

Niedecken und seine Musik zählen für viele Menschen wohl genauso zu Köln wie für ihn der FC.

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Was ist von den Vorbereitungseindrücken des 1. FC Köln geblieben? Ein Indikator, eine Tendenz, aber wenig Aussagekraft

René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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Was ist von den Vorbereitungseindrücken des 1. FC Köln geblieben? Ein Indikator, eine Tendenz, aber wenig Aussagekraft

Nachdem sich der 1. FC Köln in der vergangenen Saison nur knapp in der Bundesliga halten konnte, haben im Sommer einige Veränderungen stattgefunden. René Wagner wurde vom Interims- zum festen Cheftrainer befördert, einige Spieler verließen die Geißböcke und andere wurden neu verpflichtet. In der Sommervorbereitung deuteten sich zudem interessante Entwicklungen an. Haben sich diese nach den ersten vier Spieltagen bestätigt?

Die Vorbereitung im Sommer ist für die Fans, aber auch für Trainer und Verantwortliche ein erster Anhaltspunkt für die anstehende Spielzeit. Die Intensität nimmt wöchentlich zu und jedes Testspiel liefert neue Erkenntnisse. Manche Dinge finden sich nachher genauso während der Saison wieder, andere sind wenige Wochen später schon wieder vergessen. Beim 1. FC Köln ist das nicht anders. Zwischen neuen Rollen, Vorbereitungskönigen und sicheren Stammplätzen war vieles dabei, was mittlerweile nur noch zum Teil gültig ist.

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Obwohl René Wagner bereits zum Ende der vergangenen Saison den FC betreute, sollte diese Spielzeit ein Neuanfang sein. Der 38-Jährige konnte den Kader nach seinen Vorstellungen anpassen, sich mit der Mannschaft intensiv vorbereiten und seine eigenen Ideen umsetzen. Die Aufstellungen in den Testspielen und Trainingseinheiten variierten dabei häufig, sodass lange keine klare Tendenz erkennbar war. Dennoch lieferte die Vorbereitung regelmäßig neue Erkenntnisse.

Anders als gedacht

In der FC-Offensive galten diesen Sommer drei Spieler als positive Überraschungen: Luca Waldschmidt, Marius Bülter und Youssoupha Niang. Einige Wochen später ist die Situation der drei Stürmer unterschiedlich. Niang wurde kurz vor Saisonstart an den FC St. Pauli verliehen, um Spielzeit zu sammeln. Waldschmidt hingegen verletzte sich noch vor dem ersten Pflichtspiel. Beim Auswärtsspiel in Hamburg stand er erstmals in dieser Saison auf dem Platz, der Ex-Nationalspieler dürfte es allerdings schwer haben, an den etablierten Offensivakteuren um Said El Mala, Mikey Moore und Linton Maina vorbeizukommen. Bülter stand zwar schon mehrfach in der Anfangsformation, konnte bisher allerdings noch nicht überzeugen. Für ihn dürfte die Luft in der Offensive ebenfalls dünn werden und fürs Erste wohl nur der Bankplatz bleiben. Bei Waldschmidt und Bülter ist es zudem nicht das erste Mal, dass sie nach guten Vorbereitungen in den Pflichtspielen enttäuschen.

Isak Johannesson sucht in seiner zweiten Saison beim FC ebenfalls noch nach seiner Rolle im Team. Während der Vorbereitung schien er diese im offensiven Mittelfeld gefunden zu haben. Gegen Würzburg im Pokal traf er zudem doppelt und sicherte damit das Weiterkommen. Im Anschluss konnte der Isländer allerdings nicht mehr an diese Leistungen anknüpfen. Im offensiven Mittelfeld ist Talent Moore gesetzt und auf der Doppelsechs hat er hinter Skhiri und Krauß das Nachsehen. Die Suche nach seiner Rolle geht für Johannesson also vorerst weiter.

Ähnlich ernüchternd verlief der Saisonstart für Schmied. Der Schweizer galt lange als heißer Kandidat für die Position neben Lochoshvili und bekleidete diese in Test- und Trainingsspielen auch regelmäßig. In den ersten Pflichtspielen war die Realität jedoch eine andere: Jahmai Simpon-Pusey startete und Schmied sammelte bisher in der Bundesliga lediglich am ersten Spieltag eine Minute Spielzeit, um den Sieg zu sichern und Zeit von der Uhr zu nehmen. Eine Veränderung seiner Situation ist im Moment nicht absehbar. Bemerkenswert ist wie berichtet auch der Umgang mit den U21-Spielern, die sich ebenfalls zeigen dürften, von denen es aber keiner dauerhaft in die Nähe des Profikaders geschafft hat.

Vom guten Eindruck zum Stammplatz

Früh zeigte sich, dass Tom Krauß unter Wagner eine noch größere Rolle spielen soll als in der Vorsaison. Der Sechser war von Beginn an unangefochten und stand bisher in jeder Partie in der Startelf. Während um ihn herum bereits mehrfach rotiert wurde, ist Krauß bisher die Konstante im Kölner Zentrum. Selbst nach der Verpflichtung von Ellyes Skhiri, mit dem er zuletzt ein Duo bildete, stand sein Stammplatz zu keinem Zeitpunkt in Frage.

Ähnliches gilt für Neuzugang Luka Lochoshvili. Nachdem der Georgier im Sommer aus Nürnberg verpflichtet wurde, avancierte er sofort zum Stammspieler in der Abwehr. Besonders seine Kopfballstärke wurde immer wieder hervorgehoben. In der zunächst breit besetzten Innenverteidigung setzte sich der 28-Jährige auf Anhieb gegen Konkurrenten wie Joel Schmied, Rav Van den Berg und Julian Pauli durch. Trotz kleinerer Unsicherheiten hielt Wagner bisher an seiner Nummer 24 fest.

Seine starke Form aus der Vorbereitung konnte auch Linton Maina bestätigen. Der Flügelspieler pendelte beim FC in den letzten Jahren meistens zwischen Startelf und Auswechselbank und kämpfte regelmäßig mit Formschwankungen. In den ersten Testspielen überzeugte Maina jedoch und bestätigte diese Form später in den ersten Pflichtspielen. Gegen Würzburg und Hoffenheim hatte der 27-Jährige in beiden Spielen entscheidenden Anteil an den späten Siegen und spielte sich damit in die erste Elf. Maina ist gut drauf und aktuell wohl nur schwer aus der Anfangsformation zu verdrängen. Wenn er diese Form konservieren kann, wird der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler für den FC in dieser Saison noch sehr wichtig.

An diesen Beispielen zeigt sich jedoch, dass die Vorbereitung zwar ein Indikator sein kann, letztendlich jedoch erst die Pflichtspiele aussagekräftig sind. Dennoch weiß der FC aus eigener Erfahrung: In einer langen Saison kann jeder Spieler wichtig werden, manchmal sogar völlig unerwartet.

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Fast drei Wochen Pause: Von Profiteuren und Leidtragenden des 1. FC Köln

Die Mannschaft des 1. FC Köln vor dem Spiel
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Fast drei Wochen Pause: Von Profiteuren und Leidtragenden des 1. FC Köln

Die Länderspielpause im September dauert dieses Jahr erstmals nahezu drei Wochen. Die Vereine haben dadurch mehr Zeit, um an ihrer Taktik zu arbeiten, gleichzeitig muss das Training ohne die jeweiligen Nationalspieler stattfinden. Für einige Spieler des 1. FC Köln könnte die Pause genau zum richtigen Zeitpunkt kommen, für andere weniger.

Bereits nach vier Spieltagen gleicht die Saison des 1. FC Köln einer Achterbahnfahrt. Nach einem Weiterkommen im Pokal und einem furiosen 3:2-Auftaktsieg gegen Hoffenheim schien zunächst alles in Ordnung zu sein. In den drei anschließenden Spielen konnte die Mannschaft von René Wagner allerdings nicht mehr an diese Ergebnisse anknüpfen. Gegen Stuttgart, Bremen und den HSV holten die Geißböcke nur einen Punkt bei einem Torverhältnis von 3:7. Die Länderspielpause soll helfen, wieder in den Rhythmus zu finden. Die Unterbrechung kommt allerdings nicht für jeden Spieler gelegen.

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Zum Vorbereitungsstart auf das Derby gegen Borussia Mönchengladbach musste René Wagner am Montag auf neun fitte Spieler verzichten, die allesamt mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind. Fünf von ihnen gehören zudem zum absoluten Stammpersonal. In dem dezimierten und von Nachwuchsspielern aufgefüllten Trainingskader könnten einige der verbliebenen Profis nun ihre Chance wittern.

Pause zum richtigen Zeitpunkt

Unter Wagner hat sich in den ersten Wochen schnell eine vermeintliche Stammformation gebildet. Sebastian Sebulonsen und Luca Waldschmidt spielten dabei allerdings keine Rolle. Beide haben verletzungsbedingt den Saisonauftakt verpasst und mussten sich die ersten Spiele von der Tribüne anschauen. Jetzt sind beide wieder zurück und haben die Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen. Sebulonsen wird dabei seinen Stammplatz zunächst wohl sicher haben. Nach der Verletzung von Alessio Castro-Montes wird der Norweger in die Startaufstellung rücken und will dafür sorgen, diese Position auch nach Rückkehr des Belgiers zu behaupten. Waldschmidt hingegen muss sich in der Offensive gegen große Konkurrenz durchsetzen. Da Said El Mala und Mikey Moore wohl weiterhin gesetzt sein werden, bleibt nur noch die dritte Offensivposition. Zuletzt hat hier Linton Maina gespielt und seinen Job auch gut gemacht. Der routinierte Waldschmidt hat nun jedoch zwei Wochen lang die Chance, auf sich aufmerksam zu machen.

Da die Defensive der Geißböcke auch in dieser Saison noch nicht die erhoffte Stabilität liefert, könnte eine Veränderung in der Innenverteidigung zur Option werden. Joel Schmied ist aktuell die dritte Wahl und könnte gegen Gladbach seine Chance erhalten. Als Nicht-Nationalspieler hat der Schweizer in Köln aktuell jeden Tag die Gelegenheit, sich zu zeigen. In anderen Situationen befinden sich derweil Paul Okon-Engstler und Isak Johannesson. Die beiden Mittelfeldspieler gehörten zunächst noch zum Stammpersonal, haben ihren Platz jedoch nach durchwachsenen Leistungen wieder verloren. Die Reise zur Nationalmannschaft könnte dabei eine angenehme Abwechslung sein. Beide zählen für ihr Land zu den Säulen im Mittelfeld. Dieses Vertrauen könnte dem Duo helfen stärker nach Köln zurückzukommen und am Geißbockheim wieder anzugreifen. Während Okon-Engstler mit Australien im ersten Spiel gegen Brasilien erst in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen musste, starteten die Isländer um Johannesson mit einem 1:1 gegen Estland in die Nations League.

Schlechtes Timing

Wagner dürfte sich in der verlängerten Pause einige Gedanken über seine Startelf gegen Gladbach machen und die Leistung aller Spieler verfolgen. Dadurch könnten Startelfplätze wackeln. Luka Lochoshvili wurde im Sommer aus Nürnberg verpflichtet. Eine seiner Hauptaufgaben sollte das Auflösen des Kölner Standardproblems sein. Nach vier Spieltagen ist ihm das noch nicht gelungen. Der FC ist weiterhin anfällig bei Ecken und Freistößen, strahlt selbst hingegen in der Offensive kaum Gefahr aus. Dazu kommen einige kleinere Unsicherheiten des Georgiers. Während er aktuell bei der Nationalmannschaft weilt, könnte er seinen Stammplatz verlieren, ohne selbst etwas dagegen tun zu können. Keine Chance auf seinen Platz in der Startelf dürfte Rav Van den Berg haben. Der Niederländer stand zuletzt nicht einmal mehr im Kader. Der 22-Jährige ist zudem ebenfalls für die Niederlande im Einsatz, weshalb er aktuell wenig Möglichkeiten hat, Wagner von sich zu überzeugen.

Der letzte Neuzugang am Geißbockheim in diesem Sommer war Borna Sosa. Der Kroate sollte sich auf der Linksverteidigerposition mit Gideon Mensah um den Stammplatz duellieren. Bislang ist davon jedoch wenig sichtbar. Mensah ist klar gesetzt, während für Sosa nur die Bank bleibt. Da der Ghanaer aktuell ebenfalls für seine Nationalmannschaft im Einsatz ist, hat der offensivstarke Sosa nicht einmal die Möglichkeit, sich im direkten Vergleich hervorzutun.

Wie steht es um René Wagner?

Für den Trainer der Geißböcke ist die Situation sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung. Nach unglücklichen Auftritten hat der 38-Jährige deutlich mehr Zeit als üblich, um an den eigenen Schwächen zu arbeiten. Gleichzeitig können sich Spieler im Training zeigen und aufdrängen. Weniger förderlich ist jedoch die Tatsache, dass die halbe Startelf und ein Teil der Bank an diesen Einheiten gar nicht teilnehmen kann. Ein Großteil der Inhalte wird also an Spieler vermittelt, die diese auf dem Rasen gar nicht zwingend umsetzen werden. Wagner steht also vor der Aufgabe, die Zeit gut zu nutzen. Gleichzeitig müssen seine Stammspieler die neuen Vorgaben nach ihrer Rückkehr schnell umsetzen können. Das anstehende Derby wird sowohl für Wagner als auch für den FC zur Standortbestimmung.

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Nachwuchsspieler des 1. FC Köln: Große Talente, starke Profi-Vorbereitung, warme Worte – und doch keine Chance unter Wagner?

Die Talente des 1. FC Köln
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Nachwuchsspieler des 1. FC Köln: Große Talente, starke Profi-Vorbereitung, warme Worte – und doch keine Chance unter Wagner?

Während der Sommervorbereitung haben einige Talente des 1. FC Köln ihre Chance im Training der Profis erhalten. René Wagner betonte dabei immer wieder, welch positiven Eindruck die Jungböcke hinterließen. Nachhaltig festspielen konnte sich allerdings keiner. Mittlerweile sind alle entweder verliehen oder zurück in der U21 von Trainer Manuel Hartmann. Eine Zukunft im Verein ist dennoch nicht ausgeschlossen.

Neun Spieler des FC befinden sich auf Länderspielreise. Somit stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Kader in den kommenden Tagen mit U21-Spielern aufgefüllt wird. Mit Kristiyan Irmiev, Jonathan Friemel, David Fürst, Nilas Yacobi, Maik Afri Akumu und Patrik Kristal waren schon sechs Nachwuchsspieler während der gesamten Vorbereitung Teil des Profikaders. In einen Spieltagskader schaffte es bisher lediglich Friemel und das auch nur, weil zu dem Zeitpunkt noch kein zweiter Linksverteidiger zur Verfügung stand. Mit der Verpflichtung von Borna Sosa rutschte aber auch er endgültig aus dem Aufgebot. Zurück im Regionalliga-Alltag sind Profi-Einsätze für die eigenen Talente aktuell scheinbar in weiter Ferne.

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Der 1. FC Köln glänzt seit Jahren mit hervorragender Jugendarbeit. Die A-Jugend erreichte in den vergangenen zwei Saisons jeweils das Finale um die Deutsche Meisterschaft, gewann dieses 2025 sogar und erreichte in der abgelaufenen Saison das Achtelfinale der UEFA Youth League. Obwohl der FC nicht alle diese Spieler halten konnte, sind doch einige immer noch für die Geißböcke im Einsatz und sollen in Zukunft ihre Chance im Herrenbereich erhalten. Den direkten Sprung in den Profikader schaffte zuletzt lediglich Stürmer Fynn Schenten, der unter Wagner allerdings keine Rolle mehr spielte und aktuell in die Niederlande zu Roda Kerkrade verliehen ist. Wie die Perspektive der anderen Spieler zurzeit aussieht, ist unklar.

Schwerer Stand für den Nachwuchs

Nachdem im Sommer zeitnahe Profi-Einsätze der Nachwuchsspieler noch möglich erschienen, ist die Perspektive wenige Wochen später bereits eine ganz andere. Der Kader von Wagner ist groß und nahezu jede Position ist mindestens doppelt besetzt. Zudem scheint der Übungsleiter der Geißböcke bevorzugt auf erfahrenere Spieler zu vertrauen. Während sein Vorgänger gelegentlich junge Spieler einfach mal reinschmiss, ist Wagner weniger experimentierfreudig. Ausnahmen sind Jahmai Simpson-Pusey, der sich unter Ex-Trainer Lukas Kwasniok bereits in die Mannschaft spielte, sowie die beiden Top-Talente Said El Mala und Mikey Moore.

Das Verhalten des Trainers wirkt teilweise widersprüchlich zu seinen Worten aus dem Sommer. Selbst als Thijs Dallinga am zweiten Spieltag ausfiel, rückte kein Spieler aus dem Nachwuchs nach, obwohl gerade in der Offensive mit Spielern wie Malek El Mala, Maik Afri Akumu und Nilas Yacobi einige spannende Kandidaten zur Verfügung stünden. Stattdessen stand der zuvor Aussortierte Imad Rondic im Aufgebot und durfte sogar ein paar Minuten Spielzeit sammeln. Ein klares Zeichen an die jungen Herausforderer, dass sie zurzeit nicht gefragt sind.

Welche Perspektive gibt es?

Trotz vermeintlich klarer Rollen könnte sich die Situation um die jungen Kicker nun wiederholen. Aufgrund der Länderspielpause fehlen Wagner neun Spieler im Training. Um dennoch intensive Einheiten in der Vorbereitung auf das Derby gegen Borussia Mönchengladbach absolvieren zu können, gilt eine erneute Berufung einiger Talente in das Profi-Training als wahrscheinlich. Nach dem bisherigen Verlauf wäre auch diese Entscheidung jedoch nur von kurzer Dauer. Unter diesen Umständen stellt sich auch die Frage nach der generellen Zukunft der Spieler beim FC. In den letzten Jahren sind mit Spielern wie Justin Diehl, Jason Ponente-Ramirez oder Justin Von der Hitz einige Talente abgewandert, da sie woanders eine bessere Perspektive gesehen haben als beim FC. Gladbach-Profi Jens Castrop betonte mehrfach, dass er in Köln nie die Chance bekommen habe, sich zu beweisen.

Daher hat sich die Strategie in den letzten Jahren am Geißbockheim ein wenig gewandelt. Die Verantwortlichen suchen früh die Gespräche und greifen immer wieder auf Leihen zurück, um den eigenen Talenten Spielzeit zu ermöglichen. Am Dienstag wurde zudem der Vertrag von Kristiyan Irmiev „langfristig“ verlängert. Er gehörte zu der Gruppe, die im Sommer mit den Profis trainierte und scheint vom aufgezeigten Weg überzeugt zu sein, obwohl er zunächst nur für die U21 eingeplant ist. Mit Spielern wie Yannick Mausehund, Jaka Potocnik und Patrik Kristal sind mehrere Spieler zurzeit verliehen und sollen anschließend gestärkt nach Köln zurückkehren. Dieses Modell könnte auch für Irmiev interessant werden. Trotzdem hilft es jedem Verein bei Vertragsverhandlungen und Verpflichtungen junger Spieler, wenn diese sehen, dass der Weg zu den Profis möglich ist.

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Wirtz, Urbig, Bisseck: Warum der 1. FC Köln aus seinen vermeintlichen Fehlern bei den Nationalspielern nichts gelernt haben kann

Jonas Urbig im DFB-Dress
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Wirtz, Urbig, Bisseck: Warum der 1. FC Köln aus seinen vermeintlichen Fehlern bei den Nationalspielern nichts gelernt haben kann

Im ersten DFB-Aufgebot von Jürgen Klopp stehen insgesamt vier Spieler, die zumindest Teile ihrer Ausbildung in den Nachwuchsmannschaften des 1. FC Köln verbracht haben. Obwohl die Situationen höchst unterschiedlich waren, bleibt die Frage, warum diese Spieler die entsprechende Entwicklung nicht in Köln nehmen konnten. Stattdessen haben alle den Club jung verlassen und den Durchbruch anschließend woanders geschafft. Konnte der FC aus diesen Fehlern etwas mitnehmen, oder lag es womöglich gar nicht an den Geißböcken?

Der 1. FC Köln glänzte speziell in den vergangenen Jahren durch hervorragende Jugendarbeit. Die U19 erreichte zuletzt zweimal hintereinander das Finale um die Deutsche Meisterschaft und auch die U17 gehört zu den besten Teams des Landes. Es dürfte also wenig überraschen, dass auch in der deutschen A-Nationalmannschaft einige Spieler am Geißbockheim ausgebildet wurden. Mit Yann-Aurel Bisseck, Florian Wirtz, Jonas Urbig und Chris Führich sind es insgesamt vier. Beim FC selbst durchsetzen, konnte sich damals jedoch keiner von ihnen.

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Obwohl die Bedingungen im Kölner Grüngürtel mit vielen anderen Nachwuchsleistungszentren nicht vergleichbar sind, gehören die Jugendteams des 1. FC Köln seit einigen Jahren schon zu der deutschen Elite. Beispiele der letzten Jahre für Spieler, die sich beim FC selbst durchsetzen konnten sind Jan Thielmann, Timo Horn oder Salih Özcan. Dennoch schaffen den Sprung in den Profibereich in der Regel nur die allerwenigsten. Die Kunst ist jedoch, die größten Talente in den eigenen Reihen zu halten. Mit Blick auf die heutigen Nationalspieler muss konstatiert werden, dass das nicht immer der Fall war. Trotzdem ist diese Frage nicht so leicht zu beantworten, wie es zunächst den Anschein hat. Die Antwort ist mindestens vielschichtig.

Aussortierte Talente

Führich und Bisseck debütierten beide in der Saison 2017/18 für den FC in der Bundesliga. Während die Mannschaft über das ganze Jahr hinweg mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, wurden immer wieder junge Spieler eingesetzt, um dem drohenden Abstieg entgegenzuwirken. Ändern konnte keiner von ihnen etwas und am Saisonende stiegen die Kölner abgeschlagen ab.

Bisseck galt damals als Top-Talent in der Innenverteidigung. Bei seinem Debüt gegen Hertha BSC wurde er zum damals zweitjüngsten Bundesligaspieler aller Zeiten. Durchsetzen konnte sich der gebürtige Kölner beim FC jedoch nie. Dreimal wurde er verliehen, bevor er 2021 endgültig abgegeben wurde. Bei keinem seiner Leihclubs überzeugte er und wurde häufig sogar in die zweite Mannschaft verwiesen. Der Verkauf an Aarhus GF im Sommer 2021 überraschte zu diesem Zeitpunkt niemanden mehr. Der Entwicklungsschub wurde dem Innenverteidiger lange zugetraut, tatsächlich folgte dieser jedoch erst in Dänemark. An eine Entwicklung, wie sie später folgte, glaubte in Köln damals keiner mehr.

Bei Führich war die Situation eine andere. Nach seiner Zeit in der A-Jugend von Rot-Weiß Oberhausen wechselte der Außenspieler 2017 zunächst in die zweite Mannschaft des FC. Trotz einiger Kaderberufungen spielte er am Ende nur zweimal für die Profis. 2019 trennten sich die Wege und Führich wechselte zu Borussia Dortmund. Die Erwartungen des Vereins und auch von ihm selbst konnte er nie erfüllen. Sein Abgang bekam damals kaum Aufmerksamkeit. Nach einer guten Saison in der zweiten Mannschaft des BVB und einigen Einsätzen im Profitraining ging es für den Techniker später über Paderborn nach Stuttgart. Beim VfB gelang ihm der Durchbruch und der Aufstieg zum Nationalspieler. Dass er überhaupt einmal für die Kölner gespielt hat, war vielen Fans bis dahin wohl gar nicht mehr bewusst. Auch bei Führich war es zu diesem Zeitpunkt also nicht absehbar, dass er irgendwann für Deutschland spielen würde.

Thronfolger ohne Chance

Bei Wirtz und Urbig handelt es sich hingegen um Spieler, deren Talent nie in Frage gestellt wurde. Beide verbrachten ihre gesamte Jugend beim FC und galten früh als Ausnahmetalente. Bei beiden Talenten wurde jedoch eine frühzeitige Karriereplanung verpasst, wodurch sie den Club verließen und woanders in kürzester Zeit zu Champions-League-Spielern wurden.

Urbig galt in ganz jungem Alter bereits als die Zukunft im FC-Tor. Nachdem er während seiner Leihen nach Regensburg und Fürth bereits in der 2. Liga auf sich aufmerksam machte, wurde er im Sommer 2024 nach dem Kölner Abstieg zur neuen Nummer eins erklärt. In den ersten Spielen leistete sich Urbig allerdings immer wieder kleine Wackler, die zu Gegentoren oder dem Verlust von defensiver Sicherheit führten. Zudem war Marvin Schwäbe noch da, der in der Bundesliga stets einen guten Job gemacht hatte. Nach einigen Spielen kam es zum Torhüterwechsel und von da an auch zum Aufschwung. Für Urbig war die Situation alles andere als zufriedenstellend, weshalb er den Verein verlassen wollte. Im Januar 2025 folgte der Wechsel zum FC Bayern. Der FC bekam eine stolze Ablöse von rund zehn Millionen Euro für seinen Ersatztorwart, während der eigene Torwart lieferte. Aus Kölner Sicht wohl der bestmögliche Deal – denn der Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen. Die besseren Verhandlungskarten hatte der FCB, der den Spieler im Sommer ablösefrei geholt hätte.

Das Drama um Florian Wirtz

Bei den Kölner Fans gehört Wirtz wohl nicht gerade zu den Lieblingen. Doch auch beim Offensivmann war die Situation kompliziert. In der U19 der Geißböcke war der heutige Liverpool-Star der absolute Leistungsträger. Trotzdem ließ sich der Verein lange Zeit, um an den Spieler bezüglich einer Vertragsverlängerung heranzutreten. Womöglich waren sich die Verantwortlichen zu sicher, dass der Kölner in Köln bleiben würde. Stattdessen wechselte Wirtz auf die andere Rheinseite zu Bayer Leverkusen. Dort wurde er in kürzester Zeit ein elementarer Bestandteil des Profi-Kaders. Nach dem Triumph bei der U21-Europameisterschaft ließ auch der erste Einsatz in der A-Nationalmannschaft nicht lange auf sich warten. Während Wirtz innerhalb weniger Monate zu den besten Spielern Deutschlands aufstieg, blieb in Köln vor allem eine Frage: Wie konnte man es verschlafen, diesen Spieler frühzeitig an den eigenen Verein zu binden?

Verträge und Ablösen

Ein zentraler Aspekt bei Transfers junger Spieler ist häufig die Vertragslage. Natürlich können auch Talente versuchen, sich durch langes Abwarten eine bessere Verhandlungsposition zu verschaffen. Anstatt Gespräche mit dem Verein führen zu müssen, können sich interessierte Clubs direkt an den Spieler wenden und ihn nach Ablauf seines Vertrags verpflichten, wobei Talent und Berater zusätzlich ein ordentliches Handgeld winkt. Für den abgebenden Verein stellt sich dadurch ein Jahr vor Vertragsende häufig eine schwierige Frage: Wird der Spieler gehalten, mit dem Risiko eines ablösefreien Abgangs im nächsten Jahr, oder wird versucht, den Youngster zu verkaufen, so lange noch die Chance besteht? Situationen, in denen Spieler über Jahre ausgebildet werden und schließlich ablösefrei wechseln, sollen wohl im Idealfall vermieden werden. Solche unangenehmen Erfahrungen hat der FC unter anderem schon bei Spielern wie Tim Lemperle, Justin Von der Hitz oder Justin Diehl machen müssen.

Im professionellen Fußball spielen zudem Berater und Egos eine sehr große Rolle. Junge Spieler sehen sich oft zu Höherem bestimmt, als den aufgezeigten Weg über Leihen und die zweite Mannschaft. Die Berater, die an den Transfers üppig mitverdienen, befeuern die Wechselgedanken oft zusätzlich. Die Vereine geraten dadurch in Situationen, in denen der Verkauf des wechselwilligen Spielers häufig der beste Ausweg ist.

Aber auch wenn die Spieler den Verein nur auf Leihbasis verlassen, setzen sie sich nicht zwangsläufig langfristig durch.  Gerade bei Talenten, die mehrfach verliehen werden, muss irgendwann entschieden werden, wie lange dieser Weg noch fortgesetzt werden soll. Neben der Beteiligung am Gehalt blockiert der Spieler auch einen potenziellen Kaderplatz für die Zeit nach seiner Rückkehr. Das Vertrauen in die Entwicklung nimmt ebenfalls mit der Zeit ab. Ein Verkauf ist dementsprechend häufig die logische Konsequenz. Die Entwicklung danach ist dennoch nicht absehbar. Manchmal benötigt es wohl einen Tapetenwechsel, um sein volles Potenzial auszuschöpfen.

Die Zukunft der Talente beim 1. FC Köln

Aus FC-Sicht ist es schade, Spieler in der Nationalmannschaft zu sehen, die im eigenen Verein nie diese Rolle gespielt haben. Dennoch gehört es zu der Arbeit eines Fußballvereins dazu, dass sich auf der einen Seite nicht jeder Spieler so entwickelt wie verhofft und auf der anderen Seite Spieler abgegeben werden, die woanders aufblühen. Gleichzeitig ist mindestens offen, ob sich all diese Spieler in Köln genauso entwickelt hätten. Bisseck und Führich suchten lange nach der passenden Station, während Urbig und Wirtz bei ihren neuen Clubs unter ganz anderen Bedingungen trainiert haben. Beim Blick auf die DFB-Auswahl stellt sich für FC-Fans daher nicht nur die Frage nach eigenen Versäumnissen. In einigen Fällen kommt auch der Gedanke: Wären diese Fehler überhaupt alle vermeidbar gewesen?

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Der Traum vom Heimfinale lebt: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen in Berlin und ziehen ins Pokal-Achtelfinale ein

Die Frauen des 1. FC Köln
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Der Traum vom Heimfinale lebt: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen in Berlin und ziehen ins Pokal-Achtelfinale ein

Die Frauen des 1. FC Köln haben ihre Pflichtaufgabe in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals erledigt. Auswärts bei Hertha BSC gewannen die Kölnerinnen mit 2:1 und sicherten sich damit ihr Ticket für die nächste Runde. Im Schatten des Berliner Olympiastadions hatten die Gastgeberinnen dem FC nur phasenweise etwas entgegenzusetzen. Die Kölner Tore erzielten Dora Zeller und Pauline Bremer.

Obwohl das Pokalfinale der Damen traditionell in Köln stattfindet, enttäuschte der FC in den letzten Jahren in diesem Wettbewerb. In den vergangenen beiden Saisons war jeweils früh gegen einen Zweitligisten Schluss. In Berlin wurde die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson ihrer Favoritenrolle jedoch gerecht. Am Ende standen ein 2:1-Sieg und das Weiterkommen.

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Zwei Gesichter in der ersten Halbzeit

In den ersten Minuten zeichnete sich schnell ein Spiel auf ein Tor ab. Der FC probierte früh, das Spiel an sich zu reißen. Durch hohes Pressing wurden die Berliner Spielerinnen früh unter Druck gesetzt und zu Ballverlusten gedrängt. Den ersten Abschluss hatte Stürmerin Pauline Bremer, die von Sophie Nachtigall durch einen tiefen Ball in Szene gesetzt wurde. Der Abschluss landete schließlich jedoch nur im Außennetz (3.). Die verdiente Führung folgte nur wenig später. Nach einer Hereingabe von links kam Nachtigall im Sechzehner zum Abschluss. Schlussfrau Inga Lux konnte den Ball zunächst entschärfen, beim Nachschuss von Dora Zeller aus kurzer Distanz war sie jedoch machtlos (14.). Für die Ungarin war es der neunte Treffer bei ihrem 50. Einsatz im FC-Trikot.

Im Anschluss glich sich die Partie jedoch immer weiter an. Der FC überließ der Hertha mehr und mehr das Spiel und wurde zunehmend passiv. Nach einem Fehler im Aufbau kam Hertha-Stürmerin Elfie Wellmann zum Abschluss. Der Schuss der Berlinerin ging nur knapp am linken Pfosten von Torhüterin Lisa Schmitz vorbei. Die Spielerinnen von Britta Carlson streuten regelmäßig einfache Fehler ein und verloren ihre anfängliche Spielkontrolle. Nach einem unsauberen Rückpass von Amelie Bohnen auf Laura Vogt spritze Wellmann dazwischen und tauchte anschließend alleine vor Schmitz auf. Die Berliner Toptorschützin blieb eiskalt und schob zum Ausgleich ein (37.). In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs hatte der FC dennoch die Gelegenheit, sofort wieder in Führung zu gehen. Jubilarin Zeller traf mit ihrem Kopfball jedoch nur die Unterlatte. Ein kurzer Schock sorgte die Behandlung von Vanessa Leimenstoll, die nach einem Zweikampf mit einer Kopfverletzung liegen blieb. Kurze Zeit später ging es für die Außenspielerin allerdings weiter.

Schnelle Entscheidung

Wie schon im ersten Durchgang drängten die Domstädterinnen auch nach der Pause auf einen schnellen Treffer. Nach einer Ecke von Laura Feiersinger stieg Bremer in der Mitte am höchsten und traf per Kopf zum 2:1 (51.). Im weiteren Spielverlauf kontrollierte der FC die Partie, wobei Großchancen auf beiden Seiten weitestgehend ausblieben. Eine positive Nachricht des zweiten Durchgangs war außerdem aus Kölner Sicht das Comeback von Celina Degen, die nach Verletzung erstmals wieder auf dem Platz stand. Nach einer ordentlichen Partie steht der Bundesligist nun im Achtelfinale. Die Auslosung für die nächste Runde findet am Sonntag statt. In der Liga empfangen die Kölnerinnen nächste Woche Samstag (16 Uhr) den SC Freiburg im Franz-Kremer-Stadion. Die wichtigste Erkenntnis des Tages: Der Traum vom Pokalfinale in Köln lebt noch.

1. FC Köln: Schmitz – Sterner, Bohnen (Degen 46.), Vogt, Hegering, Leimenstoll (Zawistowska 66.)  – Elsen (Donhauser 89.), Feiersinger, Nachtigall – Bremer, Zeller. Tore: 0:1 Zeller (14.), 1:1 Wellmann (37.), 1:2 Bremer (51.).

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FC-Mittelfeldmann bringt Ancelotti, Vini & Co an den Rand einer Niederlage: Erfolg für Paul Okon-Engstler und Australien

Paul Okon-Engstler überzeugt im Duell gegen Brasilien
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FC-Mittelfeldmann bringt Ancelotti, Vini & Co an den Rand einer Niederlage: Erfolg für Paul Okon-Engstler und Australien

Nachdem Paul Okon-Engstler beim 1. FC Köln zuletzt nicht mal mehr im Kader stand, gab es für den 21-Jährigen nun wieder einen Erfolg zu verbuchen. Beim 1:1-Unentschieden seiner Australier gegen den Rekordweltmeister Brasilien stand der Kölner in der Anfangsformation. Den Treffer für die Socceroos erzielte Ex-Bayern-Talent Nestory Irankunda per Freistoßtor, der Ausgleich der Selecao fiel erst in der Nachspielzeit durch Rayan.

Paul Okon-Engstler hat einen turbulenten Sommer hinter sich. Nach seinem Einsatz bei der Weltmeisterschaft in  Nordamerika wechselte der Sechser zum FC. Trotz einiger anfänglichen Schwierigkeiten stand er in den ersten Pflichtspielen der Saison sofort in der Anfangsformation von René Wagner. Nach der Verpflichtung von Ellyes Skhiri ging seine Spielzeit jedoch immer weiter zurück. Der Erfolg gegen Brasilien könnte der Kölner Nummer 23 jetzt neue Energie geben.

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Neun FC-Spieler sind aktuell auf Länderspielreise. Die mit Abstand weiteste Anreise hatte Paul Okon-Engstler. Der Mittelfeldspieler ist für seine Heimat Australien im Einsatz und trifft dabei gleich doppelt auf Brasilien. Das erste Aufeinandertreffen konnte der Außenseiter dabei beinahe direkt für sich entscheiden. Immer wieder verzweifelte die Truppe um die Weltstars Raphinha, Vini Jr. und Marquinhos an der Defensive der Socceroos. In Queensland sahen die Australier gegen die überlegenen Südamerikaner lange wie der Sieger aus. Trotz des späten Ausgleichs zeigte die Mannschaft von Tony Popovic eine engagierte Leistung und leistete lange Widerstand. Okon-Engstler stand in der Startelf und wurde erst in der 84. Minute ausgewechselt.

Konkurrenz im Mittelfeldzentrum

Während Okon-Engstler wie schon bei der WM in der Nationalmannschaft gesetzt ist, gestaltete sich die Situation in Köln zuletzt komplizierter. Hinter Skhiri, Isak Johannesson und Tom Krauß bekam er zuletzt immer weniger Spielzeit. Der Abstand zum Geißbockheim und das Vertrauen des Nationaltrainers könnten ihm helfen, vor dem anstehenden Derby wieder Selbstvertrauen aufzubauen. Die Qualitäten von Okon-Engstler sind unbestritten – schließlich sind sie der Grund, warum der FC ihn überhaupt verpflichtet hat. In Zukunft soll er sich in der Domstadt weiterentwickeln und mittelfristig zu einer Säule des Kölner Spiels werden. Der Auftritt gegen Brasilien untermauerte erneut, dass der Neuzugang dazu fähig ist. Am Dienstag testen die Australier erneut gegen Brasilien. Womöglich gelingt den Australiern dann im zweiten Anlauf der Sieg gegen die Rekordweltmeister.

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Schwierige Situation: René Wagner gewinnt Spieler für den 1. FC Köln, aber nur wenige Spiele

René Wagner auf der PK
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Schwierige Situation: René Wagner gewinnt Spieler für den 1. FC Köln, aber nur wenige Spiele

Trotz der aktuell schwierigen Situation am Geißbockheim ist FC-Präsident Jörn Stobbe weiterhin fest von René Wagner überzeugt. Im Podcast „Dreierkette Köln“ sprach der 60-Jährige über die aktuelle Lage des Vereins. Für ihn lebt der 1. FC Köln von Euphorie und Emotionalität. Im Derby gegen Gladbach soll genau diese Euphorie wieder entfacht werden.

Cheftrainer René Wagner hat aktuell einen schweren Stand. Nach einem 3:2-Heimsieg zum Saisonauftakt gegen die TSG Hoffenheim folgten in den anschließenden drei Partien nur ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Präsident Jörn Stobbe hält den Übungsleiter hingegen weiterhin für den richtigen Mann. Er betonte insbesondere auch die Qualitäten, die über den Alltag auf dem Trainingsplatz hinausgehen.

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Obwohl der FC in der vergangenen Saison sicherlich auch dank der Unfähigkeit der Konkurrenz in der Liga blieb, hielt Sportchef Thomas Kessler an Wagner fest und machte ihn vom Interimstrainer zum Hauptverantwortlichen. Eine Entscheidung, die nicht gerade bei den Fans nicht überall positiv aufgenommen wurde. Nachdem es zum Saisonstart noch so aussah, als ob die Rechnung aufgehen könnte, ließen die Auftritte zuletzt einiges vermissen und so wachsen die Misstöne in den Sozialen Medien. Präsident Stobbe fordert Zeit für einer seiner vielleicht wichtigsten Mitarbeiter: „Bei René ist es ganz klar so, dass wir glauben, dass die Spiele, in denen er nicht die volle Punktzahl abräumt, dass er die noch nachbessern kann. Mit jedem Spiel kommt mehr Erfahrung bei ihm dazu“, so der Präsident im Podcast „Dreierkette Köln„.

Wagners Rolle bei Transfers

Dennoch stehen nun nach elf Ligaspielen unter Wagner gerade einmal zwei Siege und neun Punkte auf der Haben-Seite. Die reine Statistik spricht nicht für den Coach und auch die Art und Weise der Auftritte überzeugte vor allem zum Ende der Vorsaison eher selten. Fakt ist, Wagner gewinnt zu wenig Spiele, laut dem Präsidenten gewinnt er aber die Spieler. Auch wenn der Trainer selbst die Akteure nicht aussucht, soll der 38-Jährige doch einen großen Anteil an der finalen Verpflichtung haben. Laut Stobbe war zudem auch die Vertragsverlängerung von Said El Mala, die wohl alle Neuzugänge des Sommers überschattete, nicht zuletzt auf Wagner zurückzuführen. „Ein Mikey Moore wäre ohne René gar nicht gekommen. Gleiches gilt für Said El Mala. René hat der Familie ein so gutes Gefühl gegeben, dass der Junge weiter bei uns spielt“, erzählte der Präsident.

Allein diese Qualität soll den Verantwortlichen die Arbeit vereinfacht haben. Zudem scheint der Trainer auch bei einigen seiner Akteure den richtigen Ton zu treffen. Im Trainingslager in Kitzbühel war an manchen Stellen durchaus zu hören, wie gut die Profis mit der Kommunikation des Trainers klar kämen. Wagner gewann also auf mehreren Ebenen Spieler für sich und für den FC, die Anzahl an gewonnenen Spielen seit seiner Übernahme ist weiter überschaubar. Gegen Gladbach soll sich das ändern. Ein gewonnenes Derby hat bisher jedem FC-Trainer geholfen, seine Position im Umfeld zu stärken. Dabei sollen die durch Wagner verpflichteten Spieler eine entscheidende Rolle einnehmen. Am Ende wird schließlich jeder Trainer an sportlichen Erfolgen gemessen.

Entscheidende Wochen

Nach der Länderspielpause stehen für den FC sechs Pflichtspiele an, bevor der Ligabetrieb erneut für ein Wochenende ruht. In diesem Zeitraum gilt es für die Domstädter, endlich wieder Zählbares zu holen. Neben fünf Partien in der Bundesliga steht außerdem am 27. Oktober die zweite Runde des DFB-Pokals an. Die Geißböcke empfangen dafür Union Berlin in Müngersdorf, bevor es fünf Tage später in der Liga erneut gegen die Eisernen geht. Neben dem Derby und den beiden Duellen mit Union warten außerdem Spiele gegen Frankfurt, Schalke und Leverkusen auf die Geißböcke. Trainer und Spieler haben die Gelegenheit zu beweisen, dass sie noch mehr zeigen können als in den vergangenen Wochen. Sollten Ergebnisse und Leistungen sich nicht verbessern, dürfte die Luft für Wagner irgendwann dünn werden. Präsident Stobbe sieht für die Situation eine einfache Lösung: „Jetzt müssen wir natürlich schauen, dass wir die Ergebnisse kriegen, weil dann hört so eine Diskussion schnell auf.“

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Deutscher Nationalspieler beim 1. FC Köln: Konkurrenz, Spielzeit, Chancen – Das erwartet Said El Mala beim DFB

Said El Mala beim Training der deutschen A-Nationalmannschaft
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Deutscher Nationalspieler beim 1. FC Köln: Konkurrenz, Spielzeit, Chancen – Das erwartet Said El Mala beim DFB

Nachdem Said El Mala im vergangenen Jahr bei seiner ersten DFB-Nominierung ohne Einsatz blieb, hofft der Kölner nun auf sein Debüt. Der Linksaußen gehört dem XXL-Kader von Jürgen Klopp an und darf für die zweite Hälfte der Länderspielpause auf seine Premiere hoffen.

Seit Jonas Hector wartet der FC auf einen deutschen Nationalspieler in den eigenen Reihen. Knapp sieben Jahre später könnte es jetzt wieder so weit sein. Aber welche Rolle kann El Mala für den DFB spielen? Wie heißen die Gegner? Und wo werden die Partien übertragen?

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Seine erste Nominierung hatte sich der Kölner Youngster sicherlich anders vorgestellt. Im November 2025 wurde El Mala von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann erstmals für die Nationalmannschaft berufen. Bei einem unspektakulären 2:0-Sieg in Luxemburg blieb der Krefelder ohne Einsatz und wurde anschließend zurück in die U21 geschickt. Seitdem wartete er vergebens auf eine erneute Berufung und musste auch die Weltmeisterschaft in Amerika, Mexiko und Kanada aus dem Urlaub verfolgen. Mit dem Trainerwechsel ist die Situation nun eine andere. Die Kölner Nummer zehn steht im ersten Aufgebot und darf sich dieses Mal vermutlich auch auf dem Rasen beweisen. Obwohl die Gegner nicht zu den Top-Nationen zählen, gilt es dennoch einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die interne Konkurrenz ist groß.

Debüt in München?

Jürgen Klopp möchte seine erste Nominierung nutzen, um möglichst viele Spieler kennenzulernen und im Training zu sehen. Dafür hat der Trainer direkt zwei Kader berufen, die jeweils zwei Spiele bestreiten werden. El Mala steht im zweiten Aufgebot und ist dementsprechend für das Spiel gegen die Niederlande in Amsterdam und in Augsburg gegen Griechenland noch keine Option. Sein Debüt könnte es am 1. Oktober in München geben, wenn die DFB-Auswahl in der Nations League auf Serbien trifft. Der Anpfiff ist um 20:45 Uhr und die Partie wird im ZDF übertragen. Für Kurzentschlossene stehen auf der DFB-Website auch noch Tickets zur Verfügung. Dass El Mala weiß, wie man in der Allianz Arena trifft, hat er bereits am letzten Spieltag der Vorsaison unter Beweis gestellt. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte trat er an, schüttelte Dayot Upamecano ab und blieb vor Manuel Neuer eiskalt.

Die zweite Partie findet nur drei Tage später statt. Wie schon für den ersten Kader heißt der zweite Gegner auch für den anderen Kader Griechenland. Dieses Mal sind die Nationalspieler jedoch auswärts in Thessaloniki gefordert. Angestoßen wird die Partie am Sonntag, den 4. Oktober um 20:45 Uhr, RTL überträgt live. Klopp betonte, dass er die Nations League natürlich als Pflichtspiele ernst nehmen und angehen wolle, gleichzeitig jedoch die Entwicklung im Vordergrund stehe. Insgesamt sind 44 Spieler dabei, wodurch es zu vielen Debüts kommen wird. El Mala soll eins davon sein.

Aussichten auf Spielzeit

Fußball-Deutschland wartet auf die ersten Auftritte des neuen Bundestrainers. Die Fans versprechen sich eine neue Herangehensweise und hoffen auf ein Team, das die Nation wieder begeistern kann. Mit Klopp soll der absolute Wunschkandidat für diese Position gefunden worden sein. Das geplante System könnte El Mala dabei sehr entgegenkommen. Der 59-Jährige möchte mit klassischen Flügelspielern auflaufen, während seine Vorgänger vermehrt auf inverse Mittelfeldspieler setzten. Der Kölner erfüllt dieses Profil eindeutig, weshalb er sofort zur Startelfoption werden könnte. Zudem stehen mit Lennart Karl und Derry Scherhant nur zwei weitere Kandidaten im Aufgebot, wobei der Bayern-Star vermutlich auf der rechten Seite starten wird.

Der Leipziger Brajan Gruda, der ebenfalls eine Option gewesen wäre, musste kurzfristig absagen. Der DFB verzichtete auf eine Nachnominierung. Florian Wirtz spielte im Sommer bei der Weltmeisterschaft noch links, dürfte unter Klopp jedoch wieder zentraler zum Einsatz kommen. In Zukunft muss sich der Kölner allerdings im Kampf um Einsatzzeit auch mit Spielern des ersten Kader wie Karim Adeyemi, Kevin Schade und Chris Führich messen.

Einem ersten Einsatz von El Mala, womöglich sofort in der Startelf, steht also auf dem Papier nichts im Weg. Nach einem etwas unglücklichen Saisonstart, könnte dem Angreifer die Zeit beim DFB neues Selbstbewusstsein geben. Nach seiner Rückkehr ans Geißbockheim steht schließlich direkt die nächste Herausforderung an, wenn Borussia Mönchengladbach zum Derby nach Müngersdorf kommt.

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Auch Jonas Hector über den HSV und den nächsten Standard: „Dass da etwas nicht stimmt, liegt auf der Hand“

Jonas Hector äußert sich regelmäßig zum FC in seinem Podcast Schlag & fertig
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Auch Jonas Hector über den HSV und den nächsten Standard: „Dass da etwas nicht stimmt, liegt auf der Hand“

In der neuen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kölner Kapitän über die große Baustelle der Geißböcke, die Standardschwäche. Der ehemalige Defensivspieler findet deutliche Worte. Außerdem spricht der Ex-Nationalspieler über Jürgen Klopp und das jüngste Spiel des FC. Jonas Hector kritisiert die Standardschwäche des 1. FC Köln.

Der Kölner Ex-Kapitän Jonas Hector ärgert sich in der neuen Folge von „Schlag und fertig“ über die hellseherischen Fähigkeiten der beiden Hosts. Denn er und sein Talk-Partner Fabian Köster hattes es in der vergangenen Woche schon prophezeit. Der FC könnte zum Aufbaugegner für den HSV werden. Das wurde er bekanntlich. Doch Hector fand auch deutliche Worte zu einem Problemfeld.

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Jonas Hector hatte es bereits in der vergangenen Woche geahnt. Das Spiel gegen den HSV würde für seinen Ex-Club kein Selbstläufer werden. Und nicht nur das, Hector und Köster alberten schon in der jüngsten Folge ihres Podcasts rum, dass der FC für die Rothosen zum Aufbaugegner werden könne. Genau das trat bekanntlich ein. Der HSV gewann das Heimspiel 2:1. „Ich war erst einmal überrascht, dass sich der HSV so tief hinten reinstellt. Gut, die haben 12 Gegentore bekommen. Aber sie hatten ein Heimspiel. Da war ich sehr überrascht, dass es so defensiv war“, so Hector. „Du siehst, was passiert, wenn du ein Tor bekommst. Die konnten nicht, die wollten nicht und wenn du das 1:0 nicht machst und sie das Tor so machen – und dann ist eine Standardsituation im Fußball schon mal entscheidend – dann haben sie plötzlich auch das Selbstvertrauen. Die spielen dann eine ganz andere Halbzeit“, erklärte der Ex-Kapitän der Geißböcke.

„Die konnten nicht, die wollten nicht“

Tatsächlich dominierte der FC das Spiel, war über weite Strecken die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen. Unter anderem vergab Thijs Dallinga eine große Möglichkeit, als er frei stehend den Ball zu zentral aufs Tor brachte. Nur wenige Minuten später fiel das 1:0 für Hamburg. Besonders ärgerlich: Das Gegentor fiel ein weiteres Mal nach einer Standardsituation. Bereits der fünfte Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Ein Problem, das den FC schon in der Vorsaison beschäftigte und nun wieder präsent ist. „Das ist ein Ball, der kommt im Fünfer runter. Da stehen zwei Leute komplett blank und einer köpft das Ding eben rein. Dass da etwas nicht stimmt, das liegt auf der Hand“, sagt Hector. „Wenn du solche Themen immer wieder ansprichst, dann ist das genauso wie bei uns, wenn wir unser Thema ansprechen: der FC ist ein Aufbaugegner und natürlich baut der dann auf.“ In der Situation standen gleich drei Kölner Abwehrspieler in der Nähe des Torschützen. Doch Nicolas Capaldo konnte trotzdem ungestört treffen.

Doch Hector sieht in diesem Fall noch einen anderen möglichen Grund. „Dazu kommt, dass mit Marvin noch ein Keeper da ist, der nicht die Körpergröße hat wie andere Torhüter in der Bundesliga und dann vielleicht nicht das Selbstvertrauen hat, da voll reinzufliegen. Es wirkt auf jeden Fall so“, so Hector, der mit seinen Mit-Zuschauern diskutiert habe, ob der Kölner Keeper vielleicht hätte rauskommen sollen. „Nichtsdestotrotz stehen da zwei Spieler einfach blank. Das regt natürlich auf. Da geht es dann wirklich ums Aufbauen. Die konnten nicht, die wollten nicht und wenn du das 1:0 nicht machst und sie das Tor so machen – und daher ist eine Standardsituation im Fußball schon mal entscheidend – dann haben die das Selbstvertrauen.“ Der HSV traf bekanntlich noch unmittelbar nach dem Wechsel zum zweiten Mal, der Anschlusstreffer von Ragnar Ache kam zu spät. Em Ende scheiterten die Geißböcke an dem Samstag aber auch an der eigenen Effizienz.

„Zum Glück hat das ein anderes Geschmäckle“

Sorge, dass auch das Duell gegen das aktuelle Tabellenschlusslicht aus Gladbach am fünften Spieltag ein ähnliches Szenario und der FC erneut zum Aufbaugegner wird, hat der ehemalige Defensivspieler nicht. „Zum Glück hat das ein anderes Geschmäckle. Das ist dann eine andere Hausnummer. Das Spiel gehst du anders an – so war es bei uns immer. Zumindest wird es anders angepriesen“, sagt Hector. „In dem Jahr wo wir abgestiegen sind, hatten wir sechs Punkte, jeder dachte, wir würden sang- und klanglos absteigen. Wir hatten die Fans beim Training und die haben uns schon mitgeteilt, dass das das wichtigste Spiel des Jahres ist.“ Nun aber habe man den Vorteil, dass man ja mit einem kleinen Polster in das Duell gehe.

Zunächst aber steht ohnehin die Länderspielpause an, auf die sich der ehemalige Nationalspieler besonders freue. Bundestrainer Jürgen Klopp hat für die anstehenden vier Länderspiele 44 Spieler in zwei Kadern nominiert. „Ich verstehe, dass er sich die Spieler anschauen will. In drei Wochen kann man auch schon intensiver arbeiten. Durch die zwei Kader hast du ja dennoch nur anderthalb Wochen. Ich fand es ein wenig komisch, verstehe aber die Vorgehensweise“, so der 36-Jährige. „Ich bin echt gespannt, der gesamte DFB hat appelliert, dass das Ganze Zeit braucht, wie viel Zeit er am Ende bekommt.“ Hector hofft darauf, eine Veränderung zu sehen. „Wenn wir dann noch tollen Fußball spielen…“