Karnevals-Misere geht weiter: Der 1. FC Köln lässt in Stuttgart wieder Punkte liegen

Marius Bülter ärgert sich über eine vergebene Chance
, ,

Karnevals-Misere geht weiter: Der 1. FC Köln lässt in Stuttgart wieder Punkte liegen

Der FC und Karneval, das will punktetechnisch nicht mehr zusammenpassen. Der 1. FC Köln unterliegt beim VfB Stuttgart 1:3. Dabei spielten die Kölner einmal mehr lange mit. Das reichte am Ende wieder nicht.

Der 1. FC Köln hat sich trotz einer ordentlichen Leistung gegen die Schwaben aus Stuttgart nicht belohnt und unterliegt dem VfB Stuttgart mit 1:3. Nach frühem Rückstand konnten sich die Kölner zunächst durch Stürmer Ragnar Ache mit dem durchaus verdienten Ausgleich belohnen, mussten nur kurz darauf dann aber einen bitteren Doppelschlag hinnehmen und stehen am Ende mit null Punkten da.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 2500 Instagram und 1000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig in der Vorwoche schickte FC-Trainer Lukas Kwasniok den 1. FC Köln gegen die Schwaben aus Stuttgart zunächst ohne Shootingstar Said El Mala und den erkrankten Isak Johannesson von Beginn an ins Rennen, stattdessen starteten Joel Schmied und Marius Bülter. Gegen den VfB ging es für die vor dem Spiel elftplatzierten Kölner darum, die ernüchternde Karnevalsbilanz (nur drei Siege am Karnevalswochenende in den vergangenen 25 Jahren, dazu neun Unentschieden und 14 Niederlagen) endlich ein wenig aufzubessern und den Abstand auf den Tabellenkeller nach den Niederlagen der Konkurrenten aus Mainz, St. Pauli und Werder Bremen zu vergrößern.

Schwungvoller Beginn, Demirovic trifft wie im Hinspiel

Unter regnerischen Bedingungen in Stuttgart begann die Partie aus Kölner Sicht gleich mit einem Schreckmoment: Nach einem langen Schlag von FC-Keeper Marvin Schwäbe in die Mitte kam die Kugel prompt zurück und landete in zentraler Position vor den Füßen von VfB-Stürmer Deniz Undav, der per Chip am aufmerksamen Kölner Schlussmann scheiterte (2.). Die Gastgeber bemühten sich in der Folge schon früh um Kontrolle und versuchten, die Kölner bereits in deren Spielhälfte unter Druck zu setzen und den Führungstreffer zu erzielen. Die erste echte Gelegenheit auf Seiten der Geißböcke ergab sich nach dem Anfangsschreck dann wenig später durch Jakub Kaminski, der nach Weiterleitung von FC-Stürmer Ragnar Ache aus halblinker Position zum Abschluss kam, den Ball allerdings mit links nicht richtig traf und so das Tor rechts verfehlte (9.).

Mitten in die vermehrten Bemühungen der Kölner hinein sorgte der VfB dann für die frühe Führung. Nach einem weiten Ball von Chris Führich setzte sich Jamie Leweling rechts im Strafraum gegen seinen Kölner Bewacher Kristoffer Lund durch und legte überlegt per Kopf in die Mitte zu Offensivkollege Ermedin Demirovic ab. Der Bosnier ließ sich nicht zweimal bitten und veredelte die Vorlage durchaus ansehnlich per Volley zum frühen 1:0 für die Schwaben und seinem insgesamt sechsten Saisontreffer (15.).

Beflügelt durch die Führung kamen die Stuttgarter einige Minuten später über die linke Seite erneut über den agilen Führich und den durchstartenden Maximilian Mittelstädt zu einer Gelegenheit. Der Pass des VfB-Linksverteidigers in den Rückraum landete bei Torschütze Demirovic, der das Tor per Direktabnahme aber um rund zwei Meter verfehlt (23.). Die Kölner zeigten sich in der Folge zwar durchaus bemüht, die Gastgeber verdienten sich die Führung nach einer gespielten halben Stunde allerdings mit mehr Ballbesitz und der besseren Zweikampfquote.

Bemühten Kölnern fehlt letzte Durchschlagskraft

Nach einer kurzen Druckphase der Schwaben kam die Mannschaft von FC-Coach Kwasniok dann über Jan Thielmann zu einer Chance. Das Eigengewächs probierte es nach Zuspiel von Bülter von der Strafraumkante mit einem wuchtigen, aber letztlich doch recht unplatzierten Abschluss – kein Problem für VfB-Schlussmann Alexander Nübel (38.). Auch die letzten Minuten der ersten Spielhälfte inklusive einer Minute Nachspielzeit brachten den FC trotz mehr und mehr Mut und Zug nach vorne nicht mehr aufs Scoreboard, sodass die Geißböcke trotz einer durchaus ordentlichen Auswärtsleistung mit einem 0:1-Rückstand in die Pause gingen.

Zunächst einmal unverändert starteten beide Mannschaften in die zweite Halbzeit. In den ersten rund 15 Minuten nach dem Seitenwechsel ging es dann ruhig und ohne nennenswerte Torchancen zu, das Geschehen spielte sich weitestgehend zwischen den beiden Strafräumen ab. In der Folge waren es dann zunächst die Gastgeber, die über den weiter auffälligen Führich in den Strafraum der Kölner drängten. Seine Hereingabe von der linken Seite fand allerdings keinen Abnehmer, auch der Nachschuss von Atakan Karazor blieb in der Kölner Hintermannschaft hängen (58.). Mehr oder weniger im darauffolgenden Angriff kamen dann auch die Gäste wieder in Tornähe: Nach einer Seitenverlagerung von Sebastian Sebulonsen landete der Ball über Umwege bei Bülter, der die Kugel aus kurzer Distanz aus der Drehung allerdings nicht aufs Tor bringen konnte (59.).

VfB kontert Ache-Ausgleich doppelt

Die Kölner agierten auch nach rund einer Stunde weiter bemüht und arbeiteten an Torchancen für den Ausgleich, es fehlte dennoch weiter der letzte Pass oder die letzte Konsequenz im Abschluss. Der VfB Stuttgart hingegen zog sich ein wenig zurück, setzte aber immer wieder kleine Nadelstiche in Richtung Kölner Strafraum. Für die Schlussphase nahm Kwasniok dann mit Özkacar und Schmied gleich zwei Innenverteidiger raus, Said El Mala und Luca Waldschmidt sollten frische neue Impulse in die wenig zwingende Offensive bringen – und das sollte mit dem Ausgleich belohnt werden! Nach einem groben Fehlpass des Ex-Kölners Jeff Chabot fing der eingewechselte Waldschmidt die Kugel ab leitete weiter zu Ragnar Ache. Der Stürmer ließ Gegenspieler Finn Jeltsch mit einer Finte ins Leere rutschen und überlupfte VfB-Keeper Alexander Nübel sehenswert aus rund fünf Metern zum durchaus verdienten 1:1-Ausgleich (79.).

Noch im Kölner Freudentaumel sorgte der VfB Stuttgart nur fünf Minuten später wieder in Person von Demirovic dann für den Dämpfer. Nach feinem Hackenzuspiel des neuen Bilal El Khannouss von der linken Seite beförderte der ebenfalls eingewechseltes Ramon Hendriks die Kugel mustergültig per Flanke in den Strafraum. Dort wartete erneut Demirovic und vollendete mit rechts aus kurzer Distanz am chancenlosen Schwäbe vorbei zur erneuten Führung (84.)

Sichtlich getroffen durch den schnellen Gegentreffer versuchte der 1. FC Köln es noch einmal, unter anderem waren auch Florian Kainz und Youngster Fynn Schenten ins Spiel gekommen. Doch statt des erneuten Ausgleichs sorgte Stuttgarts Top-Torjäger Deniz Undav in seinem 100. Pflichtspiel dann mit dem 3:1 in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung. Nach Kainz-Ballverlust landete die Kugel über Umwege beim eingewechselten Stuttgarter Angelo Stiller, der ein gutes Auge bewies und auf seinen Kollegen aus der Nationalmannschaft querlegte. Dessen platzierter Rechtsschuss besorgte dann den Endstand, Schwäbe war auch hier wieder machtlos.


1.FC Köln: Schwäbe – Lund, Özkacar, Schmied, Sebulonsen, Thielmann – Martel, Krauß – Kaminski, Bülter, Ache; Tore: 1:0, 2:1 Demirović (15., 84.), 1:1 Ache (79l), 3:1 Undav (90.+2)

Das Warten auf die Entscheidung: Wohin führt der Weg von Eric Martel? Welche Optionen hat der 1. FC Köln?

Marvin Schwäbe und Eric Martel nach dem Spiel gegen Wolfsburg
,

Das Warten auf die Entscheidung: Wohin führt der Weg von Eric Martel? Welche Optionen hat der 1. FC Köln?

Der FC muss sich möglicherweise im Sommer nach einem Ersatz für Leistungsträger Eric Martel umsehen. Die Situation ist nach wie vor nicht geklärt, eine Tendenz noch nicht absehbar. Wie geht es weiter mit Eric Martel und dem 1. FC Köln?

Es ist wohl eine der spannendsten Personalien dieser Saison – zumindest wird schon sehr lange darüber diskutiert und spekuliert. Wie geht es weiter mit Eric Martel? Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Aber für Spieler und Verein gibt es Pro und Contra.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Nach wie vor ist es eine Hängepartie. Und eine, die sich wie ein Kaugummi zieht. Schon im vergangenen Frühling war die Personalie um Eric Martel eine heiß diskutierte. Spekulationen um die Vertragsverlängerung, Gerüchte um einen Abschied, Interessenten aus dem In- und Ausland. In einem Nebensatz droppte der Sechser im Trainingslager in Bad Waltersdorf, dass er beim FC bleiben würde – allerdings vorerst ohne Vertragsverlängerung. Im Februar soll die Entscheidung nun folgen. Und sie wird mit Spannung erwartet und in den Sozialen Medien weiterhin heiß diskutiert. Doch wie sehen die Optionen für Verein und Spieler überhaupt aus?

Unauffälliger Anführer

Für den 1. FC Köln wäre ein Abgang von Eric Martel aus sportlicher Perspektive definitiv ein herber Verlust, gehört er doch zu den Leistungsträgern im Team von Cheftrainer Lukas Kwasniok. Der ehemalige Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft gilt als zweikampfstark und spielintelligent, verfügt über ein gepflegtes Passspiel und kann sowohl im Mittelfeldzentrum als auch zentral in der Abwehrkette auflaufen. Darüber hinaus bringt er mit gerade einmal 23 Jahren bereits die Erfahrung aus mehr als 150 Pflichtspielen auf nationalen, aber auch internationalem Niveau mit. Ein sehr attraktives Paket, zumal er in Zukunft durchaus auch in den Dunstkreis der A-Nationalmannschaft stoßen könnte. Das wissen auch andere Clubs, Clubs aus dem In- und Ausland. Die Tatsache, dass er aktuell ablösefrei zu haben wäre, bringt ihn wohl ziemlich sicher in die Notizbücher von zahlreichen Vereinen.

Neben der sportlichen Komponente wäre ein ablösefreier Abschied des Leistungsträgers aus Kölner Sicht wirtschaftlich für den FC mehr als schwierig. Martels Marktwert wird laut transfermarkt.de derzeit auf rund acht Millionen Euro geschätzt, ein ablösefreier Abgang wäre ein herber Verlust. Selbst eine Vertragsverlängerung für eine weitere Saison dürfte den Kölnern bei einem dann kurzen Vertrag nur eine Summe deutlich unter dem Marktwert bescheren. Dass die FC-Bosse sich aber nicht lange hinhalten lassen wollen, scheint auch klar. So ist das Interesse an vielversprechenden Sechsern wie Dan Neil oder Silas Andersen zu erklären, an denen der FC stark interessiert war. Der FC braucht Planungssicherheit und die möglichst schnell.

Felipe Chávez spielt indes eine andere fußballerische Rolle. Martel ist kein dominanter Spielgestalter, kein Spieler mit Glamour-Faktor. Ebenso wenig ist er Torvorbereiter oder gar Torschütze. Er ist Motor und Antreiber, ein Kämpfertyp in der Spielfeldzentrale. Und genau einen solchen Spielertyp braucht es im Kampf um den Klassenerhalt und gegen den Abstieg. Einen Spieler seiner Qualität zu finden, noch dazu ohne die finanziellen Einbußen bei einem ablösefreien Wechsel, dürfte für den FC mindestens schwierig werden. In seinem Alter ist das Potenzial noch groß und die Zukunft vielversprechend.

Ambition vs. Emotion

Der Spieler selbst hält sich bislang weiterhin bedeckt und lässt sich seine Zukunft offen. Seinen Aussagen zufolge wolle er sich nun nach dem Winter-Transferfenster entscheiden, was für ihn der richtige nächste Schritt ist. In der Bundesliga wird es im Sommer mehrere Optionen geben. Clubs wie der SC Freiburg, Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart oder die TSG 1899 Hoffenheim könnten in Frage kommen. Allerdings ist nicht sicher, ob Martel dort auch einen Stammplatz sicher hätte. Anders ist die Situation beim FC: Mit seinen Leistungen in Köln und seinem jungen Alter von 23 Jahren hat sich Martel in jedem Fall ein ordentliches Standing erspielt, war in den vergangenen zwei Jahren unumstrittener Stammspieler und dürfte es auch wieder werden.

Auf der anderen Seite ist Martel durch seinen auslaufenden Vertrag und das gegebene Interesse zudem in einer guten Verhandlungsposition. Ein Wechsel würde für ihn wohl ziemlich sicher zu einem Club mit Europapokal-Ambitionen führen, inklusive einer deutlichen Gehaltssteigerung. Martel selbst machte nie einen Hehl aus seiner Verbundenheit zum Club. Dennoch sagte er bereits im Vorjahr, dass er von der Champions League träume. Dass er dieses Ziel in Köln irgendwann erreichen könnte, scheint bei allem kölschen Optimismus dann doch eher unwahrscheinlich.


Mit der Viererkette zu mehr Stabilität beim 1. FC Köln?

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
, ,

Mit der Viererkette zu mehr Stabilität beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln hat mit dem 1:0-Erfolg über den VfL Wolfsburg einen möglichen direkten Konkurrenten auf Distanz gehalten und hält zumindest tabellarisch einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Trainer Lukas Kwasniok setzte gegen die Niedersachsen erneut auf eine Viererkette in der Defensive: Gewinnt der 1. FC Köln durch die Viererkette an Stabilität?

Auch wenn die Neubesetzungen von Sebastian Sebulonsen in der Innenverteidigung und Alessio Castro-Montes auf der Rechtsverteidigerposition sicher noch nicht ganz eingespielt sein kann, so zeichnet sich doch eine gewisse Zukunftstauglichkeit im neuen System ab. Oder wechselt der Köln Coach wieder auf die Dreierformation?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Der Heimsieg gegen die „Wölfe“ bescherte der Mannschaft von Coach Lukas Kwasniok den ersten Zu-Null-Erfolg der laufenden Spielzeit seit Spieltag sechs Anfang Oktober vergangenen Jahres. In der Zwischenzeit ließ der Trainer immer wieder zwischen Dreier- und Viererkette wechseln. Kwasniok ließ sich nie auf ein bestimmtes System festnageln. Flexibel müsse der FC sein, je nach Gegner bedarf es Überraschungsmomenten und individuellen Anpassungen von System und Positionen, so die Worte des Trainers. Damit könnte nun womöglich aber Schluss sein. Der knappe Heimsieg gegen die Mannschaft von VfL-Coach Daniel Bauer lieferte durchaus einige Erkenntnisse, warum eine Viererkette in der defensiven Grundordnung womöglich auch langfristig der Schlüssel zu mehr Stabilität sein könnte.

Mehr Raumabdeckung, weniger Platz für den Gegner

In erster Linie bietet eine Abwehr mit vier Spielern und somit logischerweise zwei Außenverteidigern zumindest in der Theorie weniger Platz für den Gegner. Gerade die Außenbahnen sind rund um den eigenen Strafraum besser abgedeckt als beispielsweise mit einer Dreier bzw. Fünferkette. Gegnerische Flügelspieler und Spielzüge können so zumindest theoretisch besser verteidigt und Flanken unterbunden werden. In der Bundesliga agieren viele Mannschaften wie auch Wolfsburg und Freiburg mit zwei offensiven Flügeln. Wenngleich der Däne Christian Eriksen auf Seiten des Gegners am Freitagabend eine Halbposition bekleidete.

In Bezug auf die Raumverteidigung können sich ebenfalls Vorteile ergeben. Die Spieler können besser auf einer gemeinsamen Linie verteidigen und verschieben. Je nach Situation kann auch die Abseitsfalle für den Gegner besser organisiert und umgesetzt werden. Oft sind im eigenen Spielaufbau auch die Abstände zwischen den Spielern geringer als mit einer Dreierreihe. Sofern sich bei eben dieser kein Mittelfeldspieler zurückfallen lässt, um den Ball hinten abzuholen. Bei schnellen Gegenzügen senkt eine Grundordnung mit vier Abwehrspielern zudem die Wahrscheinlichkeit, dem Gegner aussichtsreiche Eins-gegen-eins-Situationen zu bieten. Vor allem schnelle und riskante Gegenstöße können so minimiert werden.

Zwei Neuzugänge im Fokus

Trotz genannter Vorteile gilt es natürlich auch mit einer Viererkette, die theoretischen Vorteile und Unterschiede in der Praxis gewinnbringend um- und einzusetzen. Beim 1. FC Köln haben sich in den vergangenen drei Spielen vor allem zwei Neubesetzungen hervorgetan. Zum Einen hat sich Coach Kwasniok dafür entschieden, den Norweger Sebastian Sebulonsen von der rechten Schiene eine Position weiter in die Zentrale zu rücken. Der 26-Jährige bringt mit 1,87 Meter gute Voraussetzungen mit, um Kopfballduelle in der Luft und harte Zweikämpfe gegen wuchtige gegnerische Angreifer zu gewinnen. Dazu ist er körperlich recht robust und bringt eine ordentliche Grundgeschwindigkeit mit, die heutzutage vor allem bei Innenverteidigern immer gefragter wird.

Als zweite Personalie kommt auch der Belgier Alessio Castro-Montes aus Kölner Sicht immer besser in Fahrt. Zu Saisonbeginn noch außen vor, stand der Neuzugang aus Saint-Gilloise in den letzten fünf Ligapartien vier Mal in der Startelf. Nachdem er gegen Heidenheim und Mainz nominell im linken Mittelfeld eingesetzt wurde und mit drei Vorlagen überzeugte, beorderte Kwasniok ihn gegen die (vermeintlich) stärkeren Gegner auf die Rechtsverteidigerposition. Der 28-Jährige bringt eine gute Dynamik mit, schlägt immer wieder gute Flanken und Standards in Richtung gegnerischen Strafraum. Zudem verfügt er über ein ordentliches Passspiel. In der Rückwärtsbewegung ist Castro-Montes laufstark und taktisch flexibel. Er kann sowohl auf den Außenbahnen agieren als auch im zentralen defensiven oder offensiven Mittelfeld.

Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass die Dreierkette auch ihre Vorteile hat. Etwa steht ein Offensivspieler mehr zur Verfügung. Die Defensive kann viel flexibler verteidigen. Das Zentrum im Schlussdrittel ist kompakter, dadurch vielleicht sicherer. Dennoch: der 1. FC Köln hat mit dem Heimsieg gegen Wolfsburg einen wichtigen, aber noch lange nicht den letzten Schritt zum Saisonziel Klassenerhalt gemacht. Die neuen Optionen dürften Trainer Kwasniok zum aktuellen Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der Verletztenliste dennoch gefallen. Mit Blick auf die künftigen Bundesligapartien könnte eine Viererkette bei den Rheinländern nun also vielleicht endlich die lang ersehnte Stabilität liefern. Eine Stabilität, auf die die Fans auch wegen wechselnder Aufstellungen und Systemänderungen bislang vergeblich warten.


Starkes Offensivtrio, starke Bilanz – eine schwere Aufgabe für den 1. FC Köln

OF Alessio Castro-Montes im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
,

Starkes Offensivtrio, starke Bilanz – eine schwere Aufgabe für den 1. FC Köln

Der 1. FC Köln eröffnet den 20. Bundesliga-Spieltag mit dem Freitagabendspiel gegen den VfL Wolfsburg. Nach der guten Leistung auswärts beim SC Freiburg am vergangenen Wochenende will die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok gegen die Wölfe auch vor heimischem Publikum wieder überzeugen. Das erwartet den 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg.

Nach dem Punktverlust in Freiburg geht es für den FC bereits am Freitag gegen Wolfsburg weiter. Einfach wird die Aufgabe allerdings nicht: Das erwartet den 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Sowohl für die Kölner als auch die Gäste aus Wolfsburg dürfte die Partie von richtungsweisender Bedeutung sein: Beide Teams stecken aktuell im grauen Mittelfeld fest, wobei der Blick zuletzt tendenziell eher in Richtung unteres Tabellendrittel geht. Trotz guter Leistung stand der FC in Freiburg nach Spielschluss (1:2) ohne Punkte da und verpasste es, einen weiteren Befreiungsschlag zu setzen. Gegen die aktuelle kriselnden Wölfe soll nun ein ähnlich guter Auftritt wie in Freiburg möglichst in Einklang gebracht werden mit einem positiven Endergebnis.

Form & Bilanz: VfL-Coach Daniel Bauer durchlebt mit seiner Mannschaft nach seiner Übernahme derzeit eine schwierige Phase. Von den vergangenen fünf Partien konnte sein Team nur gegen Aufsteiger FC St. Pauli (2:1) gewinnen, ansonsten unterlagen die „Wölfe“ neben dem 1:8-Debakel gegen Rekordmeister FC Bayern München zu Jahresbeginn auch in der Vorwoche nach schwacher Leistung und Führung dem direkten Konkurrenten aus Mainz mit 1:3. Dazu kommt eine wackelige Defensive: In den letzten elf Ligapartien kassierten die Niedersachsen stets mindestens ein Gegentor.

Ein Mutmacher dürfte dennoch die Vergangenheit sein: Die jüngsten drei Partien in Köln konnte Wolfsburg allesamt gewinnen. Auch die Bilanz spricht für die Gäste: In bislang 40 Duellen ging der VfL 18 Mal als Sieger vom Platz, während der 1. FC Köln zehn Siege verbuchen konnte. Zwölf Partien endeten mit einem Unentschieden. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften in einem höchst unterhaltsamen Spiel mit einem 3:3.

Personallage: Gegen den 1. FC Köln müssen der VfL Wolfsburg und Coach Daniel Bauer auf folgende Spieler verzichten: Joakim Maehle (Schulterverletzung), Rogerio (Muskelverletzung), Bence Dardai (Kreuzbandriss), Jonas Wind (Muskelverletzung), Jenson Seelt (Knieverletzung), Cleiton (Sprunggelenksverletzung).

Offensive und Defensive

Zweitschwächste Abwehr der Liga: Mit insgesamt 41 Gegentoren hat der VfL Wolfsburg nach Liga-Schlusslicht 1. FC Heidenheim (42) die schlechteste Abwehr der Bundesliga. Zuletzt blieben die Niedersachsen am 8. Spieltag im Oktober letzten Jahres beim 1:0-Auswärtssieg in Hamburg ohne Gegentor.

Essenzielles Angriffs-Trio: 15 der bislang 28 erzielten Bundesligatore in der laufenden Saison beim VfL Wolfsburg gehen auf das Konto der Mittelstürmer Mohamed Amoura und Dzenan Pejcinovic sowie Flügelmotor Patrick Wimmer.

Im Fokus

Mittelstürmer Dzenan Pejcinovic erzielte alle seine fünf Saisontore in den letzten vier Bundesligaspielen. Nach Fußverletzung im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim blieb er über 90 Minuten bei der 1:3-Niederlage in Mainz ohne Treffer und dürfte darauf brennen, sein Torkonto am Freitagabend in Köln weiter aufzubessern. Wichtig ist für VfL-Coach Bauer auch die Rückkehr von Kapitän und Routinier Maximilian Arnold, der nach Gelbsperre in Köln wieder zur Verfügung steht und mit seiner Standardstärke aller Voraussicht nach in die Startelf rückt.

4-2-3-1-System

Trainer Daniel Bauer lässt den VfL Wolfsburg seit seiner Übernahme in einem 4-2-3-1-System mit einer Doppel-Sechs im defensiven Mittelfeld auflaufen, wo neben dem gesetzten Kapitän Maxi Arnold sowohl Yannick Gerhard als auch Vini Souza und Matthias Svanberg um einen Platz konkurrieren. Im Angriff führt derzeit kein Weg am Trio Pecjinovic, Amoura und Wimmer vorbei, die zusammen mehr als 50 Prozent aller Wolfsburger Tore erzielen oder vorbereiten. Je nach Spielstand und Situation verändert sich die Grundformation der Wölfe im Laufe eines Spiels auch mal zu einem 4-3-3.

Mögliche Aufstellung: Grabara – Kumbedi – Jenz, Koulierakis, Gerhardt – Arnold, Vini Souza, Eriksen – Wimmer, Amoura – Pejcinovic


Trotz guter Leistung: Der 1. FC Köln belohnt sich nicht für ordentliches Auswärtsspiel

Die Spieler des 1. FC Köln nach der Niederlage gegen Freiburg
, ,

Trotz guter Leistung: Der 1. FC Köln belohnt sich nicht für ordentliches Auswärtsspiel

Der 1. FC Köln steht nach einer durchaus ansprechenden Leistung in Freiburg inklusive gehaltenem Elfmeter am Ende doch mit leeren Händen da und verliert 1:2 auswärts.

Trotz früher Führung konnte die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok kein zweites Tor nachlegen und sich somit am Ende nicht mit Punkten belohnen. Der 1. FC Köln steht in Freiburg mit leeren Händen da.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Keine zwei Minuten dauerte der Erfolgskurs der Geißböcke. Der FC war gerade durch ein Eigentor von Max Rosenfelder in Führung gegangen, da hatte Derry Scherhant schon wieder ausgeglichen und damit für großen Unmut bei den FC-Profis gesorgt. „Wir machen zwei einfache Fehler und lassen die Tore zu einfach zu. Vor allem nach dem 1:0, das ist einfach zu schnell. Da sind wir nicht wach“, so Linton Maina nach Spielschluss. In die gleiche Kerbe schlug auch Keeper Marvin Schwäbe im Bezug auf das schnelle Gegentor. „Da lassen wir uns zu tief reinfallen mit dem langen Ball. Das darf uns so nicht passieren. Da müssen wir das Ding einfach ganz klar klären und versuchen, den Ball so weit wie möglich vom Tor wegzubringen. Das war dann natürlich direkt der Killer für die Euphorie, das müssen wir einfach besser machen.“

„Das waren alles so Halbsituationen“

Tatsächlich waren die Kölner zunächst besser im Spiel. Zwar hatte Freiburg den Ballbesitz, die Kölner aber die Chancen. Die Führung war daher auch alles andere als unverdient. Doch die Kölner versäumten es, nachzulegen. Und so veränderte der schnelle Ausgleich die Spieldynamik. Freiburg kam ebenfalls zu Möglichkeiten, das Tempo der Anfangsphase nahm auf der anderen Seite zunehmend ab. Erst unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff wurde es wieder richtig gefährlich. Mehr als das. Stürmer Igor Matanović traf im zweiten Versuch, nachdem die Kölner Hintermannschaft weder Flanke noch Kopfball noch Nachschuss verhindern konnte. „Das waren alles so Halbsituationen, wo wir den Ball auch mal in die Füße gespielt bekommen haben und das nicht gut ausspielen“, sagte Thomas Kessler.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Geißböcke gegen die nunmehr seit 13 Heimspielen ungeschlagenen Breisgauer mit mehr Druck gut aus der Kabine, konnten trotz einiger vielversprechenden Gelegenheiten aber letztlich kein weiteres Tor mehr erzielen. „So kurz nach dem Spiel ist das jetzt extrem ärgerlich. Hier war mehr drin – Minimum ein Punkt. Ich bin sogar der Meinung, dass eigentlich noch mehr drin war – so ist das momentan bei uns“, so Maina weiter. Zumindest die Leistung in der Fremde sorgte beim Flügelspieler dennoch für Zufriedenheit, ungeachtet des Endergebnisses. „Wir wollten heute unbedingt, ich glaube, das hat man gesehen. Wir haben aus allen Lagen probiert zu schießen und zu flanken, um Gefahr auszustrahlen.“

„Am Ende geht es immer um Punkte“

Kessler sah eine insgesamt „vermeidbare Niederlage“ der Kölner und haderte mit der Effizienz nach der Pause, wo die Mannschaft „ein zweites Tor verdient gehabt“ hätte und so mit dem zweiten Sieg in Folge ein Statement in Richtung der Verfolger hätte setzen können. Trainer Kwasniok bescheinigte seinen Jungs ebenfalls ein „ausgeglichenes Spiel“ mit „zwei, drei Möglichkeiten auf das 2:2“, wenngleich sich nach dem gehaltenen Elfmeter von Schwäbe auch noch die ein oder andere Freiburger Möglichkeit ergab. Am Ende des Tages sah er ganz nüchtern betrachtet das große Ganze, das da völlig richtig lautet: „Die Leistung war absolut solide, aber am Ende geht es immer um die Punkte und die haben wir heute nicht auf unserer Haben-Seite.“


Heimstärke und erfolgreiche Standards – Das erwartet den 1. FC Köln in Freiburg

Eric Martel vom 1. FC Köln im Duell mit Lucas Höler vom SC Freiburg
, ,

Heimstärke und erfolgreiche Standards – Das erwartet den 1. FC Köln in Freiburg

Für den 1. FC Köln geht es nach dem 2:1-Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 am Sonntag mit dem Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg weiter. Gegen die Breisgauer will die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok nach dem Erfolg gegen die Mainzer den zweiten Sieg in Folge feiern und sich Luft verschaffen im Kampf um den Klassenerhalt. Das erwartet den 1. FC Köln gegen den SC Freiburg.

Die Geißböcke wollen den Schwung aus dem wichtigen 2:1-Heimsieg gegen den 1. FSV Mainz 05 mitnehmen, wenn es am Sonntag im Breisgau erneut in der Bundesliga zur Sache geht. Nach dem Erfolg am vergangenen Wochenende hoffen FC-Coach Lukas Kwasniok und seine Mannschaft, auch auswärts eine gute Leistung zu zeigen, um die nächsten Punkte in Freiburg zu holen. Mut macht unter anderem die gemeinsame Vergangenheit: Im Hinspiel setzten sich die Domstädter deutlich mit 4:1 durch.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Form: Der SC Freiburg beendete die Bundesliga-Hinrunde mit gemischten Gefühlen und blickt bislang auf eine wechselhafte Spielzeit zurück. Aktuell belegen die Breisgauer dennoch Platz 8 der Tabelle und haben die internationalen Plätze im Visier. In den vergangenen sechs Pflichtspielen ging die Truppe von Cheftrainer Julian Schuster nur ein einziges Mal als Verlierer vom Platz (0:1 gegen RB Leipzig). Nach dem 2:2-Remis im letzten Bundesligaspiel gegen den FC Augsburg dürften die Breisgauer mit breiter Brust gegen den FC antreten. In der Europa League ist man auch nach sieben Partien weiterhin ungeschlagen, zuletzt gelang dem SC ein 1:0-Sieg gegen Maccabi Tel Aviv.

In der Bundesliga standen sich beide Mannschaften bislang in 37 Spielen gegenüber: Der 1. FC Köln ging dabei 14 Mal als Sieger vom Platz, der SC Freiburg 16 Mal (7 Unentschieden).

Offensive, Defensive

Mittelmäßige Torausbeute: Der SC Freiburg steht nach 18 absolvierten Bundesligaspielen bei 29 erzielten Toren, der schlechteste Wert in den Top acht der Bundesliga. Pro Spiel erzielen die Breisgauer etwa 1,6 Tore, was ziemlich genau dem Ligadurchschnitt entspricht. Allerdings liegen die Freiburger in der xGoals-Statistik auf Rang sechs.

Luft nach oben: Mit 31 Gegentoren stellt der SCF auch die schlechteste Defensive in den Top acht der Bundesliga und hat genauso viele Gegentore hinnehmen müssen wie die beiden Tabellenschlusslichter Mainz 05 und der FC St. Pauli. Überhaupt haben in der Bundesliga nur fünf Mannschaften vor dem 19. Spieltag mehr Gegentreffer kassiert als das Team von Julian Schuster.

Zuhause eine Macht, auswärts anfällig: Von den 29 kassierten Toren hat der SC Freiburg 19 Tore in der Fremde kassiert, nur zehn daheim im eigenen Stadion. Insgesamt blieb man in der laufenden Spielzeit erst vier Mal ohne ein Gegentor. Gut hingegen läuft es daheim, wo der SCF nunmehr seit zwölf Partien ungeschlagen ist.

Standardstärke: Keine Mannschaft erzielt nach Standards so viele Treffer wie Freiburg. Mittlerweile sind es in der Liga 15, davon acht nach Ecken.

Im Fokus

Mit Blick auf die Freiburger Offensivbemühen wird vor allem eine gewisse Abhängigkeit von Vincenzo Grifo deutlich. Der Italiener ist nicht nur mit sechs Toren der beste Torschütze des Teams in der Bundesliga, sondern mit eben jenen sechs Toren inklusive 1 Vorlage auch insgesamt auch der beste Scorer im Team. Zudem ist er auf dem Weg nach vorne der wichtigste Kreativspieler im System von Coach Schuster. Neben seiner Spielintelligenz tritt der Italiener immer wieder auch gefährliche Ecken und Freistöße und macht den SCF so auch bei Standards immer wieder gefährlich.


4-2-3-1-System (meistens)

Formation: Julian Schuster lässt die Freiburger meist im 4-2-3-1-System mit einer defensiven Viererkette und einer offensiven Dreierreihe hinter der Sturmspitze auflaufen. Vor allem Grifo genießt hinter dem einzigen nominellen Mittelstürmer meist alle Freiheiten, kann sowohl zentral agieren als auch über die beiden Außenbahnen. Im Mittelfeld setzt Coach Schuster auf aggressives Pressing, die Doppelsechs im Mittelfeld ist meist eher defensiv orientiert und soll für Stabilität sorgen. Durch die Zusatzbelastung in der Europa League rotiert Schuster immer wieder auch und gibt seinen Leistungsträgern hier und da wichtige Verschnaufpausen.

Mögliche Aufstellung Freiburg: Atubolu – Kübler, Ginter, Ogbus, Treu – M. Eggestein, Manzambi – Beste, Höler, Grifo – Matanovic


Ein guter Auftritt des 1. FC Köln reicht gegen pure Qualität nicht

Serge Gnabry trifft sensationell gegen den FC
, ,

Ein guter Auftritt des 1. FC Köln reicht gegen pure Qualität nicht

Der FC zeigte gegen die Bayern über lange Phasen eine richtig gut Partie und kassierte dennoch eine verdiente 1:3-Pleite. Dennoch war man unterm Strich mit der Leistung zufrieden. Der 1. FC Köln kann gegen Bayern München lange mithalten.

In der vergangenen Woche noch im Krisenmodus, nun eine sehr positive Erkenntnis: Der 1. FC Köln kann gegen Bayern München am Mittwochabend lange mithalten. Zu Punkten reichte es dennoch nicht.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram-Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Die Enttäuschung war den Kölner Profis in den Gesichtern anzusehen, als sie am späten Mittwochabend Richtung Südkurve schritten. Für den 1. FC Köln endete die Bundesliga-Hinrunde mit dem 1:3 gegen den FC Bayern München zwar mit einer Niederlage, dennoch gab es auch einiges Positives aus dem Spiel mitzunehmen. Trotz des mittlerweile achten sieglosen Bundesligaspiels in Serie war der Rekordmeister für die Kölner an diesem Abend kein unschlagbares Team. Vor allem in Halbzeit eins zeigten die Geißböcke, dass man mit einer kompakten Defensive und einer guten Staffelung auch gegen den Tabellenführer mithalten kann. „Ich glaube, dass wir das Spiel sehr lange offen gehalten haben, dass wir unsere Chancen hatten, dass wir Umschalter gut ausgespielt haben“, bescheinigte auch FC-Keeper Marvin Schwäbe seinen Vorderleuten nach Abpfiff eine gute Leistung.

Individuelle Qualität macht den Unterschied

Die Geißböcke agierten defensiv von Beginn an kompakt mit einer Fünferkette, standen vor allem in den ersten 30 Minuten sehr gut gestaffelt und organisiert. Die Münchner fanden so nur selten einen Weg in die Tiefe und konnten nie wirklich ihr gewohntes Offensivspiel aufziehen. Auch dem Star-Trio um Harry Kane, Michael Olise und Luis Diaz gelang gegen die über weite Strecken mehr als stabile Defensive der Gastgeber kein Tor. Am Ende war vor allem die Qualität des FCB der Faktor, der den Ausschlag gab. Möglicherweise wäre gegen die Münchner sogar offensiv auch noch mehr drin gewesen, als nur der Treffer zur 1:0-Führung. „Wir hatten die ein oder andere Situation, die hätten wir klarer sein können, um einfach ein bisschen zwingender vor dem Tor zu sein“, sagte Schwäbe. So bei Said El Malas frühem Versuch oder Jakub Kaminskis Alleingang.

Insgesamt habe man gegen den Bundesliga-Rekordmeister dennoch „sehr, sehr gut verteidigt“. Der Rekordmeister, der mit dem Sieg die beste Bundesliga-Hinrunde aller Zeiten hingelegt hat. „Wir haben alles getan. Wir kämpfen, wir laufen. Am Ende ist es einfach die Qualität der Bayern – mit Harry Kane, Michael Olise und Luis Diaz“, erklärte Jakub Kaminski anerkennend. Vergaß dabei aber Serge Gnabry, der mit einem Zaubermoment die Führung von Linton Maina ausglich. Trotz der Niederlage attestierte FC-Trainer Lukas Kwasniok seiner Mannschaft eine „große Laufbereitschaft. Aber die Bayern haben das Spiel mit ihrer individuellen Qualität entschieden.“ Dennoch dürfte der Trainer mit den Leistungen seiner Akteure zufrieden gewesen sein. Zumal mit Linton Maina und Cenk Özkacar Spieler auffielen, die zuletzt eher außen vor waren.

Insgesamt ein guter Auftritt

Rückblickend war sein Team auch gegen die anderen Schwergewichte „der Liga häufig nah dran. Das bestärkt die Überzeugung in uns selbst.“ In der Tat sahen die Kölner gegen viele Mannschaften aus den Top 6 der Tabelle gut aus. Gegen den aktuellen Tabellenzweiten Borussia Dortmund verlor man beispielsweise nur unglücklich mit 0:1, auch gegen den derzeitigen Tabellenvierten aus Stuttgart war die knappe 1:2-Niederlage nicht unbedingt verdient. Mit dem Auftritt gegen die aktuell neben dem FC Arsenal wohl formstärkste Mannschaft Europas können Trainer, Fans und Verantwortliche des 1. FC Köln in jedem Fall mehr als zufrieden sein. Zumindest ist der FC Bayern sicher nicht der Gegner, bei dem drei Punkte fest eingeplant sind. Dennoch müssen in den kommenden Spielen nun auch wieder Siege eingefahren werden. Denn trotz der guten Leistung gab es beim 1:3 am Ende eben keine Zähler.

Aufopferungsvoller Fight wird nicht belohnt: Der FC unterliegt den Bayern 1:3

1. FC Köln gegen FC Bayern München
, , ,

Aufopferungsvoller Fight wird nicht belohnt: Der FC unterliegt den Bayern 1:3

Der FC hat dem Rekordmeister zwar alles abverlangt, sich für eine gute Leistung am Ende aber nicht belohnt. Der 1. FC Köln unterliegt Bayern München 1:3. Dabei spielten die Geißböcke gerade in Halbzeit eins stark auf.

So wirklich große Chancen hatte man den Geißböcken nach sieben sieglosen Spielen in Serie gegen den Rekordmeister nicht ausgerechnet. Doch die gab es. Der FC lieferte einen aufopferungsvollen Kampf, belohnte sich aber nicht. Der 1. FC Köln unterliegt Bayern München 1:3. Die Führung von Linton Maina glich Serge Gnabry. Nach dem Wechsel trafen Minjae Kim und Lennart Karl.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Für das Duell gegen den Rekordmeister hatte sich Lukas Kwasniok erneut eine taktische und personelle Umstrukturierung überlegt. Unter anderem lief wie erwartet Cenk Özkacar für den gesperrten Eric Martel auf und Kristoffer Lund startete für Alessioa Castro-Montes. Auch in der Offensive gab es Umstellungen. Dabei überraschte gar nicht so sehr die Startelf-Berufung von Said El Mala, vielmehr, dass Linton Maina von Beginn an auflief. Und das hätte sich beinahe direkt ausgezahlt. Nach einem Fehlpass der Münchner im Mittelfeld schalteten die Kölner blitzschnell um. Tom Krauß eroberte den Ball, spielte weiter zu Maina, der aus dem Zentrum heraus auf die linke Seite zu El Mala weiterleitete. Der Kölner Angreifer scheiterte allerdings aus kurzer Distanz am gut reagierenden Gäste-Keeper Manuel Neuer. Kurz danach war dann erstmal Schluss mit Fußball: Dichter Nebel zog sich durch das Stadion und sorgte für eine fast 10-minütige Unterbrechung.

Maina bringt Köln in Führung

Erst nach gut 20 Minuten meldeten sich auch die Bayern mit zwei Torchancen an. Erst scheiterte Verteidiger Hiroki Ito nach feinem Steckpass des Kolumbianers Luis Diaz links im Strafraum per Flachschuss an FC-Schlussmann Marvin Schwäbe, wenig später versuchte es der Franzose Michael Olise aus zentraler Position ebenfalls vergebens. In der Folge übernahmen die Gäste aus München mehr und mehr die Kontrolle und kamen durch Serge Gnabry per Distanzschuss zur nächsten Möglichkeit, die Schwäbe aber zur Ecke abwehrten konnte (34.). Kurz danach zeigten sich auch die Kölner erneut gefährlich, Ragnar Aches Versuch von der rechten Strafraumseite ging nur knapp am Münchner Kasten vorbei (38.).

Ermutigt durch die sich bietenden Gelegenheiten ging der FC schließlich in Führung. Maina eroberte in der eigenen Hälfte das Spielgerät von Gnabry. Nach einem Sprint fast über den gesamten Platz setzte der Flügelspieler aus rund 16 Metern zum strammen Schuss an. FCB-Keeper Neuer war zwar dran, konnte das Gegentor letztlich aber nicht mehr verhindern – ein womöglich haltbarer Ball. Mit der Führung ging es in die lange Nachspielzeit und die Bayern trafen mitten in die Kölner Euphorie hinein zum sehenswerten Ausgleich. Nach einem harmlosen Schussversuch des Kölners Lund starteten die Bayern zum schnellen Gegenangriff. Über Leon Goretzka landete der Ball rechts am Kölner Strafraum bei Michael Olise, der zu Gnabry gab. Der Nationalspieler setzte sich gegen Jahmai Simpson-Pusey durch und überwand Schwäbe aus spitzem Winkel per Aufsetzerschuss (45+5.).

Bayern dreht die Partie

Halbzeit zwei startete mit einem Schreckmoment für die Gäste. Nach einer Klärungsaktion fasste sich der Japaner Hiroki Ito ans Knie, konnte nach kurzer Behandlungspause aber weiterspielen (49.). Die nächsten Minuten waren geprägt von viel Münchner Ballbesitz, große Chancen und Räume ergaben sich für den Rekordmeister der Bundesliga dabei gegen gut gestaffelte und organisierte Gastgeber allerdings nicht.

In der 58. Spielminute kamen dann die Kölner durch den Polen Jakub Kaminski aus rund 15 Metern zu ihrem ersten Abschluss nach dem Seitenwechsel, Neuer war jedoch zur Stelle – und konnte knapp eine Viertelstunde später dann selbst wieder jubeln. Nach einer kurz ausgeführten Ecke und Flanke von der linken Seite von Diaz lang an den zweiten Pfosten legte Ito per Kopf überlegt in den Rückraum zurück auf seinen Abwehrkollegen Kim, der aus kurzer Distanz zur verdienten 2:1-Führung einnickte (71.).

Durch den Rückstand zu mehr Offensive gezwungen, versuchte Kwasniok in der Schlussphase unter anderem mit den Einwechslungen von Marius Bülter, Isak Bergmann Johannesson und Luca Waldschmidt noch einmal Druck zu erzeugen. Doch wirklich relevant wurden die Wechsel nicht mehr, denn die Bayern sorgten mit dem 3:1 für die Entscheidung. Nach einem langen Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte setzte Luis Diaz zum Solo-Tanz an, dribbelte sich von links quer durch den Kölner Strafraum nach rechts. Anstatt selbst abzuschließen, spielte er dann im richtigen Moment auf den eingewechselten Youngster Lennart Karl, der Schwäbe mit einem überlegten Schuss ins lange Eck keine Chance ließ (84.). In der Schlussphase passierte nicht mehr viel.

Der FC bleibt also auch im achten Spiel in Folge ohne Sieg und schließt die Hinrunde mit einer Pleite ab. Bereits am Samstag geht es mit dem Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz weiter.

1.FC Köln: Schwäbe – Cenk, Simpson-Pusey, Sebulonsen – Lund (79. Waldschmidt), Kaminski, Krauß, Thielmann (86. Niang) – El Mala (79. Johannesson), Ache (79. Bülter), Maina (67. Schenten); Tore: 1:0 Maina (41.), 1:1 Gnabry (45.+5), 1:2 Kim (71.), 1:3 Karl (85.)


Isak Johannesson mit entscheidender Rolle beim 1. FC Köln: „Das ist die perfekt Position für mich“

Isak Johannesson fühlt sich wohl beim 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)
,

Isak Johannesson mit entscheidender Rolle beim 1. FC Köln: „Das ist die perfekt Position für mich“

Der isländische Nationalspieler hat sich nach seinem Wechsel von Fortuna Düsseldorf zum 1. FC Köln ziemlich schnell an den neuen Verein gewöhnt und stand bei den Geißböcken zu Saisonbeginn gleich regelmäßig in der Startelf. Diese Rolle spielt Isak Johannesson beim 1. FC Köln.

Auch der Isländer konnte den in den letzten Spielen anhaltenden Negativtrend jedoch nicht verhindern. Trotz der sportlich schwierigen Phase ist der Mittelfeldspieler aber schon jetzt als Schlüsselspieler mehr als angekommen in Köln und sieht sich selbst – anders als noch in Düsseldorf – als wichtigen Verbindungsspieler im zentralen defensiven Mittelfeld. Diese Rolle spielt Isak Johannesson beim 1. FC Köln.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


come-on-fc.com berichtet täglich aus dem Trainingslager in Spanien

Für viele war Isak Bergmann Johannesson ein absoluter Schlüsseltransfer für den FC vor Beginn der neuen Bundesligasaison. Der Isländer gehörte bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf zu den absoluten Leistungsträgern und ging somit mit durchaus hohen Erwartungen in seine neue Aufgabe beim 1. FC Köln. Während in Düsseldorf noch in einer offensiveren Rolle unterwegs, so war Johannesson unter FC-Coach Lukas Kwasniok meist etwas tiefer gefragt, agierte oft mit einem Nebenmann im zentralen defensiven Mittelfeld. Hier übernahm der 22-Jährige in den ersten Spielen der laufenden Saison oft die Aufgabe des Ballschleppers und Verbindungsspielers zwischen Abwehr und Angriff. Mit seiner Spielintelligenz, Laufstärke und Passqualität vereint der Neuzugang wichtige Eigenschaften, die gerade für einen Aufsteiger wie die Kölner unabkömmlich sind für das eigene Spiel und das gemeinsame Ziel Klassenerhalt.

Johannesson zufrieden mit sich und Start in Köln

Der Spieler selbst blickt zufrieden auf seine Einsatzzeiten und seine zum Vergleich zu seinem Ex-Club veränderte Rolle im Team: „Ich stand in 15 Spielen auf dem Platz, deswegen bin ich sehr glücklich. Ich übernehme auf der Doppelsechs eine wichtige Aufgabe, kann mich in das Spiel nach vorne einschalten. Das ist schon die perfekte Position für mich.“ Geht man ein wenig ins Detail, so ist gerade auf der Doppelsechs eine gute Spielauffassung entscheidend.

Johannesson agiert sehr positionsdiszipliniert, schiebt immer wieder klug in die Halbräume und sorgt mit klaren ersten Pässen für Struktur im Kölner Aufbauspiel. In Ballbesitz lässt er sich häufig fallen, um Anspielstationen für die Innenverteidiger zu schaffen, während er gegen den Ball mit gutem Timing ins Pressing geht. Mit ihm auf dem Platz hat das FC-Spiel deutlich mehr Balance als ohne ihn.

Schnell angekommen in Köln

Dass sich sein Aufgabenbereich und seine Rolle auf dem Spielfeld im Vergleich zu Ex-Club Düsseldorf verändert haben, hat man Johannesson nur bedingt angemerkt. Direkt zu Saisonbeginn konnte er sich unter Coach Kwasniok als Stammspieler etablieren. Während er in Düsseldorf noch häufiger selbst zum Abschluss kam, liegt sein Fokus beim FC nun stärker auf der Organisation und Vorbereitung der eigenen Offensivaktionen. „Auf der Sechs fühle ich mich extrem wohl. Aber es stimmt schon, ich habe in Düsseldorf mehr Tore geschossen. Jetzt habe ich eine etwas andere Aufgabe. Ich bin eher für den Spielaufbau mitverantwortlich, spiele die Pässe zu den Jungs, die die Tore erzielen sollen,“ so der Nationalspieler. Auch seine bis hierhin fehlende Torgefahr fällt in der defensiveren Position nicht so stark ins Gewicht, er kann sich so auf andere Aufgaben konzentrieren und die torgefährlicheren Mitspieler in Szene setzen.

Unauffällig aber wichtig

Im FC-System ohne echten Spielmacher ist grade der Spielertyp Johannesson mit seinen Qualitäten enorm wichtig, um die eigenen Angriffe klug einzuleiten. Auch wenn er zuletzt mitunter das Opfer kleinerer System- und Positionsanpassungen beim FC wurde, so ist er in Topform doch ein essenzieller Schlüsselspieler im Mittelfeld der Kölner. Mit Blick auf das neue Jahr muss es beim 1. FC Köln darum gehen, seine Fähigkeiten, Räume zu lesen und das Tempo zu kontrollieren und in den richtigen Momenten durch kluge Schnittstellenpässe zu verschärfen, gewinnbringend zu integrieren. In dieser Rolle mag er beim 1. FC Köln zwar  vielleicht nicht immer der auffälligste Akteur sein – als (vor)letzter Passgeber oft in manchen Momenten aber ein sehr entscheidender.

Drei Thesen, an welchen Stellschrauben der 1. FC Köln drehen könnte

Lukas Kwasniok beim Training des 1. FC Köln
,

Drei Thesen, an welchen Stellschrauben der 1. FC Köln drehen könnte

Der 1. FC Köln hat sich gleich zu Beginn des neuen Jahres aufgemacht und bereitet sich im spanischen La Nucia auf den zweiten Teil der Saison vor. Der Trend war zuletzt negativ. Das soll sich nun wieder ändern: Sind das die Stellschrauben an denen der 1. FC Köln drehen kann?

Nach einem guten Saisonstart zeichnete sich beim Aufsteiger zuletzt ein Negativtrend ab. Bereits am kommenden Samstag will der FC gegen Heidenheim wieder durchstarten. Dabei könnten vor allem drei Überlegungen eine Rolle spielen: Sind das die Stellschrauben an denen der 1. FC Köln drehen kann?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


come-on-fc.com berichtet täglich aus dem Trainingslager in Spanien

Neben den üblichen Grundlagen wie Fitness und taktischen Konzepten hat sich beim 1. FC Köln in der Hinrunde vor allem die defensive Schwäche bei gegnerischen Standards herauskristallisiert. Wenig verwunderlich stand genau dies schließlich im spanischen Trainingslager in Benidorm auch auf der Tagesordnung, wenngleich auch andere Dinge sich mit Wiederaufnahme des Pflichtspielbetriebs durchaus ändern könnten.

Feste Rolle für Schlüsselspieler Martel?

Eine der wichtigen Entscheidungen für die Rückrunde betrifft die Position von Eric Martel. Der Leistungsträger wurde vor allem nach der Verletzung von Abwehrchef Timo Hübers immer wieder auch als Innenverteidiger eingesetzt und fehlte der Mannschaft so als Ankerspieler und Fixpunkt im defensiven Mittelfeld – wobei auch dort seine Stärken zum Großteil im Defensivbereich liegen.

Doch auch der 23-Jährige konnte letztlich nichts daran ändern, dass der FC ohne Sieg aus den jüngsten sechs Ligaspielen ging. Mit seiner Lauf- und Zweikampfstärke sowie seinen Führungsqualitäten ist der ehemalige U21-Nationalspieler zweifelsohne ein Leader der Geißböcke. Zudem hat er für die Kölner im Mittelfeld wohl die größte Wirkungskraft, da sein taktisches Verständnis und seine Spielintelligenz in der hintersten Reihe und meist gegen den Ball nicht so stark zum Tragen kommen wie beispielsweise im Gegenpressing eine Reihe weiter vorne im Mittelfeld.

Durch die Verpflichtung von City-Talent Jahmai Simpson-Pusey hat der FC neben Routinier Dominique Heintz, Joel Schmid, Cenk Özkacar und Rav van den Berg mittelfristig mehr als genug Auswahl für die Innenverteidigung. Zumal auch ein weiterer Abwehrspieler dazukommen könnte.

Mit El Mala und Kaminski in der Offensive?

Eine weitere potenzielle Veränderung wäre die Integration der beiden Leistungsträger Jakub Kaminski und Said El Mala. Während El Mala aktuell der Topscorer bei den Geißböcken ist, adelte Coach Kwasniok den Polen Kaminski zuletzt mehrfach öffentlich als seinen wichtigsten Spieler. Mit den beiden gelernten linken offensiven Flügelspielern verfügt der FC über zwei dynamische Kreativspieler, die mit ihrer individuellen Klasse gerade gegen gleichstarke Teams den Unterschied machen können.

Anders als in den jüngsten Spielen wäre es durchaus eine Überlegung, beide Akteure nicht abwechselnd, sondern vielmehr gemeinsam in die Startelf zu stellen. Möglicherweise wäre eine angepasste taktische Grundaufstellung die Lösung. Während Kwasniok in den ersten 16 Ligapartien mehrfach zwischen Dreier- und Viererkette hin- und herwechselte, könnte man die Stärken beider Spieler in einem 4-4-1-1-System bündeln und vielleicht so besser nutzen.

Auf der linken Außenbahn könnte El Mala sein Tempo und seine Dribbelstärke in Eins-gegen-Eins-Situationen einbringen und immer wieder mit Tiefenläufen für Gefahr sorgen. Kaminski könnte als hängende Spitze in einer Art Freigeistfunktion agieren. So kann er sich zwischen den Linien frei bewegen, freie Räume besetzen und je nach Bedarf situativ auf einen der beiden Flügel ausweichen,um dort eine Überzahlsituation für seine Mannschaft zu schaffen. Mit seiner Spielintelligenz und seiner Torgefahr kann sich der polnische Nationalspieler zudem immer wieder auch in vorderster Front mit einschalten und den Stürmer unterstützen.

Zwei Viererketten für mehr Stabilität?

Auch gegen den Ball hat ein 4-4-1-1 durchaus einige Vorteile zu bieten. Mit einem Martel als Absicherung im defensiven Zentrum, zwei klaren Flügelrollen und einer beweglichen Offensivzentrale wie Kaminski könnte der FC sowohl im Pressing als auch im Umschaltspiel variabel agieren und bei gegnerischen Angriffen blitzschnell zu einem 4-5-1 wechseln, um die Räume dicht zu machen und den Gegner zu Fehlpässen zu zwingen.

Vielleicht wären klare Entscheidungen das bessere Mittel als Experimente. Mit der richtigen Positionierung von Leistungsträger Martel und dem Mut, Kaminski und El Mala gemeinsam zu bringen, könnte man vielleicht auch ein klares Zeichen in Richtung Gegner setzen. Der 1. FC Köln würde nicht wie so oft (auf die gegnerische Aufstellung reagieren), sondern proaktiv agieren. Gelingt es Lukas Kwasniok, diese Erkenntnisse nachhaltig in den Spielbetrieb zu übertragen, könnte der FC nicht nur sportlich an Stabilität gewinnen, sondern auch eine klare Idee davon, wie er in Zukunft auftreten will.