Said El Mala zwischen Stammspieler und Teilzeitjuwel beim 1. FC Köln – wieviel Konstanz braucht ein Talent?

Lukas Kwasniok wechselt den entkräfteten Said El Mala aus
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Said El Mala zwischen Stammspieler und Teilzeitjuwel beim 1. FC Köln – wieviel Konstanz braucht ein Talent?

Said El Mala ist trotz der aktuellen Negativtendenz beim FC weiter ein heißes Thema am Rhein. Der Offensivspieler vereint Tempo, Technik und Unbekümmertheit – Eigenschaften, die im modernen Profifußball rar und dementsprechend begehrt sind. Auch beim 1. FC Köln: Wieviel Sicherheit braucht Said El Mala?

Während sein großes Potenzial unbestritten ist, wird der aktuelle Umgang des 1. FC Köln und von Trainer Lukas Kwasniok mit dem Top-Talent in den Sozialen Medien von den Fans zunehmend hinterfragt. Zwischen behutsamem Aufbau, dem Leistungsprinzip und (dadurch) begrenzter Spielzeit entsteht ein riskantes Spannungsfeld. Für einen jungen Spieler wie El Mala und auch den Verein birgt genau das Risiken beim 1. FC Köln: Wieviel Sicherheit braucht Said El Mala?

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Said El Mala gehört mit seinen gerade einmal 19 Jahren bereits jetzt zu den Leistungsträgern beim 1. FC Köln. Mit sechs Toren und drei Vorlagen ist der linke Flügelspieler der beste Scorer im Team der Geißböcke, obwohl er in der laufenden Bundesligasaison gerade einmal die Hälfte der möglichen Spielminuten auf dem Rasen stand. FC-Coach Lukas Kwasniok betonte in den vergangenen Wochen bereits mehrfach, seinen Schützling behutsam aufbauen und vor zunehmendem Druck abschotten zu wollen. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach beispielsweise stand El Mala zwar in der Startelf, wurde allerdings zur Halbzeit ausgewechselt, da er nach Ansicht seines Trainers keine gute Leistung im Defensivverhalten gegen den Ball zeigte.

Zwischen Stammspieler und Teilzeitjuwel

Um den Youngster hat sich längst ein großer Medienhype aufgebaut, sowohl im In- und Ausland haben internationale Topclubs das Kölner Juwel längst auf dem Zettel. Dennoch will der Trainer seinem mit 40 Millionen Euro laut transfermarkt.de mit Abstand wertvollstem Spieler keinen Sonder- bzw. Ausnahmestatus geben – was naturgemäß auch Risiken mit sich bringt. Mit dem aktuellen Umgang darf man sich als Köln-Anhänger und auch als Spieler selbst durchaus die Frage nach einer klaren Rolle stellen. Als junger Akteur braucht gerade El Mala regelmäßige Einsätze und strukturierte Einsatzzeiten, um sich sowohl taktisch als auch physisch und mental weiterzuentwickeln.

Ein Kritikpunkt in den Sozialen Medien: In seiner aktuellen Situation fehle es an Klar- und Sicherheit, um sich voll auf das jeweils kommende Spiel fokussieren zu können. Auch wenn die Auswechslung gegen Borussia Mönchengladbach berechtigt gewesen sein mag, El Mala hat bereits gezeigt, dass er auch in wichtigen Spielen von Beginn an liefern kann. Gegen die Fohlen war der Youngster zudem nicht der einzige schwache Akteur auf Seiten der Kölner. Ohne einen geregelten Spielrhythmus läuft man in Köln Gefahr, sein Top-Talent in seiner Entwicklung zu hemmen. Wie mehrfach betont, will Coach Kwasniok El Mala vor überzogenem Medieninteresse schützen. Mit pauschalen Appellen lässt sich ein gerade in Köln dynamisches Umfeld aber nicht wirklich kontrollieren.

Risiko durch unklare Erwartungshaltung

Durch wochenlange Transfergerüchte mit nahezu allen deutschen und englischen wie spanischen Topclubs kann ein Leistungsdruck entstehen, der nicht nur bei El Mala selbst, sondern im schlimmsten Fall auch beim ganzen Team zu Ablenkung und Fokusverlust führt. Ohne professionelle Begleitung sind an einem solchen Druck schon mehrfach hochgepriesene Top-Talente gescheitert auf dem Weg zu einem Weltklassespieler. In besagtem Derby gegen die Borussia vom Niederrhein dufte der U21-Nationalspieler von Beginn an auflaufen, weil er zuvor laut Coach Kwasniok „geliefert hat“. In anderen Spielen, wie beispielsweise gegen Eintracht Frankfurt oder zuletzt gegen den 1. FC Union Berlin hingegen, kam er nur von der Bank. Der Kölner Trainer entscheidet immer wieder situativ über Leistung und Aufstellung, was je nach Gegner auch sinnvoll sein kann.

Trotz des geltenden Leistungsprinzips wünscht man sich als FC-Fan für das wohl größtes Talent seit vielen Jahren eine klare und langfristige Perspektive. Was wird von El Mala gegen welchen Gegner erwartet? Welche Entwicklungsschritte wollen die Verantwortlichen bei ihm sehen? Diese Fragen zu beantworten und mögliche nächste Schritte zu definieren ist ein wichtiger Schritt auf der gerade erst bestiegenen Karriereleiter eines Spielers, der in der letzten Saison noch in der 3. Liga gespielt hat. Ein uneinheitliches Rollenbild kann im schlimmsten Fall nämlich für Verunsicherung und Selbstzweifel sorgen, anstatt gegenseitiges Vertrauen zu schaffen.

Klare Kommunikation der Rolle

Said El Mala ist für den 1. FC Köln in der aktuell schwierigen sportlichen Phase sowohl Leistungs- als auch Hoffnungsträger, das belegen allein die Zahlen. Die Balance zwischen Schutz und Herausforderung ist für die Verantwortlichen um Coach Kwasniok zwar sicher schwierig, dennoch aber essenziell für das neue Jahr. Spielzeit, Rolle und Erwartungen müssen klar und offen kommuniziert werden, ansonsten könnte bei Topscorer El Mala womöglich schon bald ein Leistungsabfall drohen. Auch den Rest des Teams könnte ein solcher Nebenschauplatz verunsichern und dafür sorgen, dass auch das neue Jahr erst einmal kein Ende für den derzeitigen Negativtrend bedeutet.

Für den 1. FC Köln geht es deshalb nicht nur darum, den Spieler El Mala zu bewahren, sondern ihn gezielt zu fordern und so zu fördern. Die kommenden Monate werden zeigen, ob es gelingt, die Balance zwischen Entwicklung und Verantwortung zu finden – oder ob aus einem außergewöhnlichen Talent in einer entscheidenden Phase seiner noch jungen Karriere nur ein weiteres Talent wird, das nie sein volles Potenzial ausschöpfen konnte.

Dem 1. FC Köln fehlt ein kreatives Bindeglied, aber mögliche Optionen sind rar

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Dem 1. FC Köln fehlt ein kreatives Bindeglied, aber mögliche Optionen sind rar

Der 1. FC Köln hat auch das fünfte Bundesligaspiel in Folge nicht gewinnen können und muss nach der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen langsam aber sicher den Blick nach unten richten. Gegen den rheinischen Rivalen gelang den Kölnern über 90 Minuten wenig. Der 1. FC Köln braucht wieder mehr Kreativität im Spiel.

Für den 1. FC Köln bedeutete auch das Rhein-Duell mit der Werkself aus Leverkusen das insgesamt fünfte aufeinanderfolgende Bundesligaspiel ohne Sieg. Die Geißböcke müssen nach der verdienten Niederlage gegen den Rivalen langsam aber sicher den Blick nach unten richten, fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den FC St. Pauli und Relegationsplatz 16. Der 1. FC Köln braucht wieder mehr Kreativität im Spiel.

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Auch wenn der Effzeh bis auf die jüngste Partie in den letzten fünf Spielen immer mindestens ein Tor erzielte, konnte man den Spielern am Samstag dennoch nicht zum ersten Mal eine gewisse Ideenlosigkeit auf dem Weg zum gegnerischen Tor anmerken. Einen wirklich gefährlichen Spielmacher sucht man im System von Coach Lukas Kwasniok vergeblich, zumal der Kölner Coach systematisch meist mit einer eher defensiv eingestellten Mittelfeldzentrale agieren lässt anstelle eines offensiven Taktgebers. Auch wenn der Trainer selbst immer wieder betonte, vor allem auf schnelle Umschalt- und Überraschungsmomente zu setzen, so darf die Frage erlaubt sein, ob in einer offensiveren Ausrichtung ein Bindeglied zwischen Defensive und letzter Reihe eine Rolle spielen könnte.

Mögliche Optionen sind rar

Blickt man auf den Kader des 1. FC Köln im Detail, scheint die Entscheidung des Trainers mit dem aktuellen Personal durchaus nachvollziehbar. Es gibt nur wenige Optionen für die Rolle des letzten Passgebers aus dem Zentrum. Florian Kainz ist mit seinen 33 Jahren und über 200 Pflichtspielen zwar mehr als erfahren und kennt die Liga bestens, dennoch fehlt es ihm in der jüngeren Vergangenheit mitunter an Torgefahr und der letzten Entschlossenheit vor des Gegners Tor. Unter Kwasniok stand der ehemalige Nationalspieler in der laufenden Spielzeit erst zwei Mal in der Startelf. Ähnliches lässt sich auch über Neuzugang Johannesson sagen. Der isländische Nationalspieler kam vor der Saison für 5,5 Millionen Euro aus Düsseldorf und stand immerhin in elf der 14 Bundesligaspielen in der Startelf.

Mit einem Tor und noch keinem Assist konnte jedoch auch er bislang nicht wirklich nachweisen, dem FC in der Offensivbewegung mehr Power und Durchschlagskraft zu geben. Johannesson ist vom Profil her mehr ein Achter als ein Sechser, spielt aber auch eher den vorletzten als den entscheidenden letzten Pass am und im gegnerischen Strafraum. Nachdem er zu Saisonbeginn gesetzt war, kam auch er zuletzt nur dreimal in Folge nur als Einwechselspieler zum Einsatz. „Der Isak liebt es am Spielaufbau beteiligt zu sein, um dann nach zu starten. Das macht er auch. Nur entweder er wird nicht gefunden oder er schießt den Ball in den Fangzaun“, sagte Lukas Kwasniok. „Jedes Wochenende hat er die Chance, den Ball ins Tornetz und nicht ins Fangnetz zu schießen.“

Personal mit anderen Stärke

Das ist bislang nicht geglückt. Leistungsträger Eric Martel sowie Neuzugang Tom Krauß sind in der Defensive variabel einsetzbar und können sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld auflaufen, sind aber eindeutig defensiv ausgerichtet und kommen somit nur selten in die wirklich gefährlichen Räume in der gegnerischen Spielhälfte. Zudem ist vor allem ein Martel mit seinem Spielverständnis und seiner Passqualität aktuell der wohl wichtigste Profi im eigenen Spielaufbau. Mit Luca Waldschmidt und Marius Bülter verfügt der FC-Kader noch über zwei Spieler, die zumindest in der Vergangenheit in der offensiven Mittelfeldzentrale gespielt haben. Während man bei Waldschmidt trotz drei Toren und zwei Vorlagen aber immer noch auf der Suche nach seiner idealen Position zu sein scheint, ist Neuzugang Bülter mit ebenfalls drei Toren und noch einer Vorlage mehr als zweitbester Scorer (gemeinsam mit Jakub Kaminski) im Team wohl unentbehrlich in vorderster Front.

Mehr Scorerpunkte als Bülter kann derzeit einzig Said El Mala vorweisen (6 Tore, 3 Vorlagen). Gerade in Bezug auf Taktik und im Passspiel hat der gebürtige Krefelder augenscheinlich aber noch Defizite, was aber gemessen an seinen 14 Bundesligaspielen völlig normal ist. Zudem ist er mit seiner Geschwindigkeit und seiner Dribbelstärke eindeutig eher ein Spieler für die Außenbahn, was zu großen Teilen auch für Jakub Kaminski und Jan Thielmann gilt. 

Beachtliche Ausbeute, aber negative Tendenz

Für den 1. FC Köln ist die Lage mit dem aktuell neunten Tabellenplatz zwar immer noch mehr als beachtlich für einen Aufsteiger, dennoch geht die Tendenz in den letzten Wochen nach unten. Aktuell wirkt die eigene Offensive mitunter ziemlich behäbig. Womöglich bringt der Jahresumschwung auch noch einmal personelle Veränderungen mit sich. Wie man aus dem Kölner Umfeld hört, scheint es finanzielle Mittel für eine Kaderverstärkung zu geben. Ob dann auch mehr Kreativität mit in die Mannschaft fließt, wird sich spätestens im Januar zeigen.


Der 1. FC Köln offenbart seine Probleme im eigenen Spielaufbau

Wie lange spielt Eric Martel noch für den 1. FC Köln?
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Der 1. FC Köln offenbart seine Probleme im eigenen Spielaufbau

Kontrolle, Ruhe und Klarheit im Spielaufbau – all das fehlte dem FC in den vergangenen Begegnungen zu häufig. Auch am Samstagabend in Leverkusen. Vor allem in der eigenen Spielhälfte gerieten die Kölner immer wieder schnell unter Druck. Der 1. FC Köln offenbart Probleme im Spielaufbau.

Der Samstagabend hat gleich mehrere Probleme bei den Geißböcken offenbart. Gerade auf dem Weg nach vorne will einfach nicht viel zusammenpassen. Auch die Verletzung von Abwehrchef Timo Hübers tut ihr Übriges und verstärkt die strukturellen Probleme auf dem Weg zum gegnerischen Tor. Der 1. FC Köln offenbart Probleme im Spielaufbau.

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Der 1. FC Köln konnte durch die 0:2-Niederlage gegen Rhein-Rivalen Bayer 04 Leverkusen auch das fünfte Bundesligaspiel in Folge nicht gewinnen und muss langsam aber sicher den Blick nach unten richten. Trotz Tabellenplatz zehn und einer weiterhin für einen Aufsteiger mehr als beachtlichen Ausgangslage vor dem letzten Ligaspiel des Jahres gegen den 1. FC Union Berlin sorgen zuletzt vermehrt Probleme im eigenen Aufbauspiel für Kopfschmerzen bei den FC-Anhängern. Spätestens seit der schweren Verletzung von Abwehrchef Timo Hübers wirkt die Defensive der Kölner mitunter nervös und leistet sich immer wieder auch individuelle Fehler, die den Gegner zu guten Gelegenheiten einladen.

Martel als Hübers-Vertreter

Lukas Kwasniok hatte am Freitag angekündigt, dass es in Leverkusen nur etwas zu holen gebe, wenn seine Mannschaft mutig nach vorne spielte. Die Aufstellung deutete auch daraufhin, nur sah es auf dem Platz ganz anders aus. Im Gegenteil, Kwasniok erklärte später, die Kölner hätten gegen Leverkusen von Beginn an kaum eine Chance gehabt. Das wirkte tatsächlich so, nur nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit. Tatsächlich setzen viele Gegner den FC früh unter Druck und versuchen, den Spielaufbau der Geißböcke schon früh in deren Spielhälfte zu stören. Jenen Mannschaften gelingt es mit aggressivem Pressing häufig, Ballverluste in gefährlichen Zonen zu erzwingen. Die FC-Innenverteidiger leisteten sich in den vergangenen Partien schon den ein oder anderen Fehler und brachten so auch Keeper Marvin Schwäbe mehrfach unnötig in Bedrängnis. So auch gegen Leverkusen als Sebastian Sebulonsen Malik Tillman einlud, der aber den FC noch verschonte.

Ohne Timo Hübers fehlt Coach Lukas Kwasniok augenscheinlich der zentrale Aufbauspieler aus der Abwehr. Durch den Ausfall des Innenverteidigers, der in dieser Saison wohl nicht zurückkehren wird, musste zuletzt immer wieder Leistungsträger Eric Martel als Innenverteidiger ran. Zwar hat der FC durch die Umbesetzung einen starken Passgeber in der letzten Kette, dennoch ist der 23-Jährige kein gelernter Innenverteidiger und fehlt vor allem als Bindeglied zwischen der Abwehr und der eigenen Offensivabteilung. Unter Coach Kwasniok ist Köln taktisch höchst flexibel unterwegs, die wechselnden Positionen der Spieler können aber auch für für Unstetigkeit und Abstimmungsprobleme im Spielaufbau sorgen – gerade dann, wenn sich die Rolle und Aufgabe einzelner Spieler von Spiel zu Spiel verändert und die Profis nicht wissen, wer in Pressing-Situationen die primären Aufgaben im Ballbesitz von hinten heraus übernimmt.

Kernkompetenz Aufbauspiel

Neben Martel durften in den vergangenen Spielen sowohl Dominique Heintz, Cenk Özkacar als auch Rav van den Berg in der Innenverteidigung ran. Auch wenn vor allem der junge Niederländer van den Berg vielversprechende Ansätze in Sachen Spielverständnis und Passspiel zeigt, bleibt festzustellen: Das Hübers-Aus ist eine deutlich merkbare Schwäche für das FC-Spiel. Der ehemalige Hannoveraner war bis zu seiner schweren Verletzung der wichtigste Ballverteiler aus der eigenen Abwehr heraus, verfügt über eine hohe Passsicherheit auch unter Gegnerdruck. Dazu agierte er immer wieder auch mutig im Andribbeln und half so maßgeblich dabei, frühe gegnerische Pressinglinien zu überspielen und sich so etwas Platz im Mittelfeld und auf dem Weg zum gegnerischen Tor zu verschaffen. Gemeinsam mit Leistungsträger Martel war er – wenn man so will – der erste Taktgeber und Tempobestimmer, ehe es in das Umschaltspiel und die Offensivbewegung geht.

Durch das monatelange Fehlen von Hübers fehlt dem 1. FC Köln nun ein Innenverteidiger im Kader, der das Aufbauspiel als seine Kernaufgabe sieht. Allerdings ist das natürlich nur ein Teil des Problems. Der FC verließ sich in der jüngeren Vergangenheit gefühlt zu oft zu sehr auf die Personalie Said El Mala. Der Offensivspieler wurde oft gesucht, nicht immer gefunden. Und nicht immer war der 19-Jährige in seinen Dribblings erfolgreich. Das muss er in diesem Alter wohl auch noch nicht, nur fehlen den Geißböcken aktuell die kreativen Ideen, Chancen zu kreieren. Spieler wie Isak Johannesson finden aktuell nicht ihre Form, die Wingbacks strahlen bislang noch keine, mindestens zu wenig Gefahr aus. Aktuell fehlt dem FC die spielerische Idee.

Bringt das Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen das Ende der Rotation beim 1. FC Köln?

Jubelnde Spieler des 1. FC Köln
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Bringt das Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen das Ende der Rotation beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln steht nach 13 Spieltagen als Aufsteiger auf einem beachtlichen achten Tabellenplatz und hat das Ziel Klassenerhalt fest im Blick. Trotz der guten Position gelang der Mannschaft von Coach Lukas Kwasniok zuletzt allerdings kein Sieg mehr. Seit vier Ligaspielen heißt es warten auf einen Dreier beim 1. FC Köln: Gibt es ein Ende der wechselnden Startelfen?

Gerade unter den Fans sind auf der Suche nach Gründen für die sieglose Serie auch die ständigen Formations- und Personalwechsel ein Thema. Für Leistungsträger Jan Thielmann könnte das bevorstehende Duell mit der Werkself nun womöglich der Startschuss für ein festes System sein beim 1. FC Köln: Gibt es ein Ende der wechselnden Startelfen?

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Nachdem der 1. FC Köln als Aufsteiger mit zwei Siegen aus den ersten beiden Ligaspielen gegen Mainz und Freiburg perfekt in die neue Bundesligasaison gestartet ist, haperte es zuletzt ein wenig. Seit vier Spielen warten die Kölner auf einen Sieg, dazu kassierte man in diesem Zeitraum satte neun Gegentore. Über die Gründe für den aktuellen (Negativ-)Trend lässt sich viel und groß diskutieren. Viele Fans fragen sich daher mittlerweile, ob die Marschroute des Trainers Lukas Kwasniok, den Gegner mit immer wieder wechselnden Aufstellungen und Formationen zu überraschen, nicht vielmehr das eigene Team daran hindert, sich einzuspielen. Ähnlich lassen sich auch die jüngsten Aussagen von Eigengewächs Jan Thielmann zumindest in Teilen deuten, der sowohl Vor- und Nachteile bei der Thematik sieht.

Taktisches Umdenken durchaus möglich

„Ich glaube, dass du irgendwann ein bisschen ausrechenbarer wirst“, so der 23-Jährige über die regelmäßigen Wechsel von Coach Kwasniok. „Am Anfang kommt der 1. FC Köln mit einem neuen Trainer und da weiß man noch nicht so, was spielen die für ein System, wie sind die eingestellt? Jetzt nach ein paar Spielen kennt man dann vielleicht die ein- oder anderen Muster. Dann muss man schauen, dass wir uns immer wieder neue Sachen einfallen lassen und wieder ins Toreschießen kommen, vorne Lösungen finden und hinten klarer verteidigen als wir es zuletzt getan haben.“ Ob in Zukunft womöglich eine feste und gleichbleibende Aufstellung für mehr Stabilität sorgt, sei jedoch letztlich nicht Aufgabe der Spieler. „Wir müssen neue Lösungen finden und neue Sachen machen. Vielleicht für ein Spiel eine neue Formation wählen für ein Spiel, für das nächste dann wieder eine andere. Da ist aber das Trainerteam oben im Büro für verantwortlich.“

Allerdings könnte eine wiederkehrende personelle Achse auf dem Spiel hilfreich sein, lässt er durchblicken. „Ich glaube, du brauchst einen gewissen Kern, einen sogenannten Stammspielerkern. Du kannst jetzt nicht jedes Wochenende wieder elf Neue auf den Platz bringen.“ Natürlich müsse man beim Effzeh immer wieder auch „auf Verletzungen reagieren“, dennoch sei es wichtig, „dass wir uns irgendwo auch ein bisschen einspielen. Wenn man spielt und gute Leistung zeigt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man am Wochenende darauf wieder spielt.“ Möglicherweise könnte schon das kommende Spiel gegen den amtierenden Meister aus Leverkusen ein Umdenken am Geißbockheim bewirken, wenngleich man als klarer Außenseiter ins das Duell geht. „Wenn jetzt gegen Leverkusen die erste Elf es gut macht, könnte man sich für das letzte Spiel (des Jahres) ein bisschen einspielen und Union nochmal weghauen vor der Pause.“

In Zukunft weniger Personalrochaden?

Mit Blick in die Zukunft scheint es also durchaus möglich, dass der 1. FC Köln je nach Ausgang der letzten beiden Spiele vor der Winterpause spätestens im neuen Jahr mit deutlich weniger Personalrochaden daherkommt. Mit einer guten Leistung gegen die Werkself könnte sogar schon das letzte Duell 2025 mit Union Berlin für Klarheit sorgen, sollte Kwasniok seine Männer dann erstmals seit seiner Ankunft in zwei Partien taktisch/personell unverändert auflaufen lassen. Bislang ließ sich der Coach diesbezüglich zwar nicht wirklich abbringen von seinem Weg, letztlich könnten beziehungsweise müssen ausbleibende Ergebnisse womöglich aber ein Umdenken am Rhein bewirken.

Kann Linton Maina gegen Leverkusen für den 1. FC Köln zum X-Faktor werden?

Linton Maina im Spiel gegen den VfB Stuttgart
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Kann Linton Maina gegen Leverkusen für den 1. FC Köln zum X-Faktor werden?

Der FC gastiert am kommenden Samstag am 14. Spieltag der Bundesliga beim Rhein-Rivalen Bayer 04 Leverkusen und hat nach zuletzt vier sieglosen Spielen die Chance, wieder mal drei Punkte einzufahren. Ein Akteur könnte dabei eine wichtige Rolle spielen beim 1. FC Köln: Ist Linton Maina der Überraschungsfaktor gegen Leverkusen?

Eine größere Rolle spielen könnte beim Duell gegen Leverkusen Linton Maina, der in der Vergangenheit gegen die Werkself bereits einen guten Eindruck hinterließ und daher nun bereit für die Startelf zu sein scheint beim 1. FC Köln: Ist Linton Maina der Überraschungsfaktor gegen Leverkusen.

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Für den 1. FC Köln geht es nach zuletzt vier sieglosen Partien in Folge gegen den rheinischen Rivalen aus Leverkusen darum, sich mit drei Punkten wieder in eine positive Stimmung zu bringen. Vor dem möglicherweise richtungsweisenden Duell mit Konkurrent Union Berlin um Ex-Coach Steffen Baumgart am letzten Spieltag vor Weihnachten wäre ein Sieg sicher hilfreich, um den zuletzt eher negativen Trend zu brechen und sich wieder ein kleines Polster auf den Relegations- und die Abstiegsränge zu verschaffen. Möglicherweise wird auf Seiten der Kölner dabei auch Linton Maina wieder eine größere Rolle spielen als zuletzt. Der schnelle Flügelspieler hinterließ gegen die Werkself in der Vergangenheit schon einen guten Eindruck und könnte daher am Wochenende wieder von Beginn an auflaufen.

Guter Auftritt im letzten Duell   

Auch wenn Maina nach seiner Einwechslung gegen den FC St. Pauli am letzten Wochenende noch immer nicht sein erstes Saisontor gelang, so dürfte er durchaus gute Karten auf einen Platz in der Startelf der Kölner haben für das Spiel gegen die Leverkusener. Nachdem Jungstar Said El Mala beim 1:1 gegen die Hamburger in der Sturmmitte auflief und seine Rolle mit dem einzigen FC-Tor durchaus ordentlich interpretierte, scheint ein Startplatz auf einem der beiden Flügel durchaus realistisch für den gebürtigen Berliner. Mit Blick auf seine Leistung beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten dürfte sich FC-Coach Lukas Kwasniok ernsthafte Gedanken über einen Einsatz des Offensivmannes von Beginn an machen.

Zumal die Flügelzange aus dem Pauli-Spiel bestehend aus Marius Bülter und Luca Waldschmidt nicht wirklich zu überzeugen wusste. Während Waldschmidt zuletzt immerhin eine aufsteigende Formkurve zeigte und gegen die Hamburger nach mehreren Spielen wieder mal in der Anfangsformation stand, läuft Bülter seiner Form aus den ersten Ligaspielen der Saison aktuell ein wenig hinterher. Das Tor bei der 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt war für den 32-jährigen Neuzugang das einzige Erfolgserlebnis aus den letzten neun Ligapartien, auch gegen St. Pauli agierte der ehemalige Hoffenheimer und Schalker ziemlich glücklos.

X-Faktor Maina

Mit Maina steht einer der schnellsten und antrittstärksten Spieler im FC-Kader demnach in den Startlöchern. Zwar ist der 26-Jährige in der aktuellen Spielzeit noch ohne Tor oder Vorlage, dennoch scheint Gegner Bayer Leverkusen ihm zu liegen. Denn die letzte Begegnung des Kölner Flügelflitzers mit der Werkself spricht eine deutliche Sprache. Im Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC und den Leverkusenern im Februar dieses Jahres zeigte Maina, was er der Werkself entgegenzusetzen hat. So sorgte er mit seinen Tempoläufen für Entlastung und leitete zunächst das 1:0 ein, als er Dejan Ljubicic den Ball vorlegte, der Damion Downs damals den Führungstreffer ermöglichte. Maina bekam im Gegenzug von Downs das 2:0 aufgelegt und vollstreckte erstaunlich souverän.

Für seine starke Leistung im Pokal-Fight wurde er vom „Kicker“ mit der Note 2,0 sogar zum Spieler des Spiels ernannt. Und auch damals war der FC wahrlich nicht als Favorit in das Duell gestartet. Mit Blick auf die Rolle der Kölner als Außenseiter und klarer Underdog gegen den amtierenden Deutschen Meister könnte also gerade Maina für schnelle Umschaltmomente und Konteraktionen am Samstag deutlich besser geeignet sein als der eher wuchtig und langsamere Bülter. Zudem rechnet man in Kölner sicher mit deutlich weniger Ballbesitz als der Gegner, umso mehr muss man die sich bietenden Gelegenheiten in der Offensive mit Tempo nutzen.

Für Kwasniok und seine Mannschaft könnte der frühere U21-Nationalspieler somit ein echter X-Faktor sein, zumal auch die Werkself durch die 0:2-Auswärtsniederlage beim FC Augsburg im jüngsten Bundesligaspiel zuletzt ein wenig ins Straucheln gekommen war. Der 1. FC Köln könnte mit einem Punktgewinn bei einem Top-Team der Bundesliga oder gar einem Auswärtssieg die Sieglos-Serie brechen und sich pünktlich vor dem Duell mit Union Berlin wieder in eine positiv vorweihnachtliche Stimmung bringen.

Vor- und Nachteile: Wird Said El Mala zur Dauerlösung als Mittelstürmer beim 1. FC Köln?

Said El Mala erzielt gegen St. Pauli das 1:0
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Vor- und Nachteile: Wird Said El Mala zur Dauerlösung als Mittelstürmer beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln sah sich gegen den FC St. Pauli am vergangenen Samstag lange als Sieger, ehe es doch noch den späten Ausgleich gab. Einen guten Eindruck hinterließ dabei Jungstar Said El Mala, der gegen die Hamburger als Mittelstürmer auflief. Und so stellt sich durchaus eine Frage beim 1. FC Köln: Ist Said El Mala eine gute Dauerlösung als Mittelstürmer?

Lange sahen die Kölner am Samstag wie der sichere Sieger aus. Nur ein Ausrutscher von Marvin Schwäbe verhinderte letztlich den Sieg der Geißböcke. Ein Spieler stach einmal mehr heraus und das auf ungewohnter Position für den 1. FC Köln: Ist Said El Mala vielleicht sogar eine gute Dauerlösung als Mittelstürmer?

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Auch wenn der 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli am Samstag lange wie der sichere und verdiente Sieger aussah, mussten sich die Kölner nach dem 1:1-Ausgleich in den letzten Spielsekunden am Ende doch noch mit einem Unentschieden begnügen. Trotz des bitteren doppelten Punkteverlustes machte auch gegen die Hamburger wieder einmal Youngster Said El Mala auf sich aufmerksam und erzielte das einzige Tor seiner Mannschaft zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung. Ungewöhnlich dabei: Der 19-Jährige lief gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt erstmals als Mittelstürmer auf und hinterließ dabei einen sehr ordentlichen Eindruck. Für FC-Trainer Lukas Kwasniok scheint sich nach dem Auftritt seines Top-Talents nun die berechtigte Frage zu stellen, ob El Mala nicht auch als eine Dauerlösung für die Problemzone Sturmspitze fungieren kann.

Effizientester Spieler der Liga nach Kane

Mit dem Treffer gegen St. Pauli ist El Mala nun mit sechs Toren und drei Vorlagen alleiniger Top-Scorer der Kölner. Der gebürtige Krefelder kam bis zuletzt fast ausschließlich über den linken Flügel zum Zug, brachte sich selbst aber immer wieder durch starke Tempodribblings in gute Abschlusspositionen am oder im gegnerischen Strafraum. Mit nur 4,7 Versuchen pro Tor ist er nach Bayern-Star Harry Kane sogar der effizienteste Spieler der Bundesliga. Neben seinem Torinstinkt und eben jener Effizienz bringt El Mala zumindest theoretisch auch körperlich einiges mit, ist mit 1,87 Meter groß gewachsen und dürfte das Potenzial haben, in Luftduellen oder beim Ballabschirmen noch deutlich mehr mitzuhelfen.

Als vorderster Angreifer ist der Weg zum Tor für ihn zudem deutlich kürzer als über den Flügel, er könnte sich zwischen den gegnerischen Innenverteidigern mit seinem Tempo in die Tiefe direkt zum Tor bewegen und müsste nicht erst über die Außenbahn einen Gegenspieler ausspielen, um dann nach innen in die gefährlichen Räume zu ziehen. Ohnehin ist der 19-Jährige auf dem Flügel eher der Typ Flügelspieler, der im Robben-Style nach innen geht und den Abschluss sucht. Die Außenposition könnte Lukas Kwasniok so beispielsweise mit einem flankenstarken Spieler wie Kaminski besetzen. Abgesehen von seinen offensiven Talenten könnte El Mala in der Sturmmitte vielleicht auch eher seine defensiven „Schwächen“ kaschieren und er könnte sich mehr auf seine Rolle als offensiver Gefahrenherd konzentrieren.

El Mala wirklich als Mittelstürmer-Dauerlösung?

Allerdings mangelt es El Mala zurzeit noch an der Erfahrung in zentraler Sturmposition sowie an einer massiv robusten Spielweise. Der 19-Jährige ist zwar pfeilschnell, setzt seinen Körper trotz seiner Größe aber noch zu wenig ein. Auch das Kopfballspiel gehört Stand jetzt (noch) nicht zu den bislang nachgewiesenen Stärken des jungen Top-Talents. Darüber hinaus kommt mit dem kürzeren Weg zum Tor in der Sturmspitze auch seine hohe Endgeschwindigkeit deutlich weniger zum Tragen, da auf dieser Position eher explosive kurze bis mittellange Sprints relevant sind. Lange Läufe auf höchstem Tempo über das Spielfeld wie beim Tor gegen den FC St. Pauli sind als Mittelstürmer wohl eher selten möglich.

Insgesamt verfügt der Youngster zwar über ein hochinteressantes Skillset, hat aber nicht die klassische Ausbildung als Mittelstürmer genossen. Der Überraschungsfaktor könnte innerhalb eines Spiels womöglich interessant werden, um El Mala je nach Spielstand vom Flügel in die Mitte zu beordern – ob diese Rolle allerdings als Dauerlösung Früchte tragen kann, wird die Zukunft zeigen. Fest steht jedenfalls eins: FC-Coach Kwasniok hat mit seinem Top-Talent mehrere Optionen und auch der 19-Jährige wird von Training zu Training und Spiel zu Spiel reifer und besser werden. Aus der Startelf ist der Topscorer jedenfalls zurzeit nicht mehr wegzudenken.

Überraschungseffekt vs. gewünschte Konstanz: Lukas Kwasniok findet erneut eine neue Startelf

Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach
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Überraschungseffekt vs. gewünschte Konstanz: Lukas Kwasniok findet erneut eine neue Startelf

13 Begegnungen, 13 unterschiedliche Startformationen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok veränderte die Startelf auch gegen Frankfurt. Das kommt nicht überall gut an. Einige Fans wünschen sich eine eingespielte Mannschaft.

Der 1. FC Köln steht dank einem sehr ordentlichen Saisonstart als Aufsteiger auf einem starken zehnten Tabellenplatz und hat nach einem Drittel der neuen Spielzeit bereits sieben Zähler Vorsprung auf den FC St. Pauli und Relegationsplatz 16. Trotz des Punktepolsters auf die Abstiegsränge müssen die Kölner den Blick nach wettbewerbsübergreifend vier Niederlagen aus den letzten fünf Pflichtspielen allmählich wieder nach unten richten. Neben der zuletzt mageren Punkteausbeute scheint zudem auch die richtige Formation sowie Startelf zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gefunden beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok veränderte die Startelf auch gegen Frankfurt

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Auch wenn Köln als Aufsteiger zum aktuellen Zeitpunkt mit Tabellenplatz zehn mehr als nur im Soll liegt, gab es mit Blick auf die jüngsten Ergebnisse zuletzt nur wenig Grund zur Freude für FC-Coach Lukas Kwasniok. Die 3:4-Pleite gegen Eintracht Frankfurt bedeutete die vierte Niederlage aus den jüngsten fünf Pflichtspielen. Einzig gegen den Mitaufsteiger Hamburger SV setzten sich die Kölner mit 4:1 durch. Insgesamt kassierten die Geißböcke in diesem Zeitraum satte 13 Gegentore. Möglicherweise für den Trainer wohl immer wieder auch der Anlass, etwas an der Aufstellung zu verändern. Mit 13 (!) verschiedenen Startformationen sowie zahlreichen Spielerrotationen auf mehreren Positionen scheint eine wirkliche „erste Elf“ bislang noch nicht gefunden. Zumal Kwasniok betonte, dass es diese bei ihm ohnehin nicht geben werde.

Der Faktor Überraschungseffekt

Ob die Grundpfeiler für eine erfolgreiche Saison und das Erreichen des obersten Saisonziels zum aktuellen Zeitpunkt aber gegeben sind, dürften nun spätestens die kommenden Wochen bis Weihnachten zeigen. Für die Kölner geht es bis dahin gegen Werder Bremen, den FC St. Pauli, Bayer Leverkusen und den 1. FC Union Berlin. Ein Blick auf die Kölner Startaufstellungen in dieser Saison legt zwei Vermutungen nahe. Je nach Ansicht könnte man meinen, der 1. FC Köln ist entweder unglaublich flexibel und kann sich auf jeden Gegner individuell ein- und auch aufstellen. Oder aber Trainer Kwasniok sucht nach 13 Pflichtspielen immer noch die für ihn und seine Kölner beste Formation und die dazugehörigen Spieler. 13 Pflichtspiele sind gespielt, für den FC stehen sechs Niederlagen fünf Siege und einem Unentschieden gegenüber.

Mit Ausnahme der Gegner aus Stuttgart und Dortmund (1:2 und 0:1) ging der Coach bei jeder Niederlage mit einer anderen taktischen Formation ins Rennen. Zudem standen noch kein einziges Mal die gleichen elf Spieler auf dem Rasen. Überhaupt ging man taktisch nur ein einziges Mal unverändert in zwei aufeinanderfolgende Spiele. Nämlich bei den Spielen gegen die TSG 1899 Hoffenheim und darauf folgend den FC Augsburg. Beide Duelle verließ Köln unbesiegt mit einem Sieg und einem Remis. Für die Gegner der Kölner dürfte die Spielvorbereitung sicher keine einfache sein. Zu oft wechseln sich Positionen und Formationen bei den Rheinländern ab. Als taktisches Stilmittel kann Trainer Kwasniok seine Gegner so immer wieder überraschen und vor knifflige Aufgaben stellen.

Flexibilität vs. Stabilität

Mit Marius Bülter und Luca Waldschmidt hat der FC in der Offensive flexibel einsetzbare Spieler zur Verfügung. Auch Neuzugang Tom Krauß oder Leistungsträger Eric Martel können sowohl im zentralen Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung spielen und haben dies in dieser Spielzeit auch schon getan. Mit Said El Mala haben die Geißböcke darüber hinaus einen echten X-Faktor in ihren Reihen. Der Shootingstar kann sowohl von Beginn an als auch von der Bank stets für Unruhe und spielerische Glanzmomente sorgen. Dennoch sei die Frage erlaubt, ob eine gewisse Routine und Stabilität nicht ebenfalls sinnvoll wäre, um eingespielt in die Bundesligaduelle zu gehen.

Formationstechnisch ließ der Übungsleiter sein Team bislang sowohl mit einer Dreierkette im 3-4-3, 3-4-1-2, 3-4-2-1 oder 3-5-2 auflaufen als auch im 4-3-3 oder 4-4-2 mit einer Viererkette in der Defensive. Eine klare Vorliebe ist nicht wirklich erkennbar. Wenngleich man mit einem flachen 3-4-3-System in vier Spielen einzig im DFB-Pokal gegen Rekordmeister FC Bayern München verlor. Ob sich die Spieler mit den immer wieder ändernden Vorgaben zurechtfinden und richtig einspielen können, lässt sich anhand des bisherigen Saisonverlaufs schwer sagen. Auch wenn die Tendenz zuletzt eher negativ ist und Köln in den vergangenen fünf Partien nur gegen den Aufsteiger aus Hamburg gewinnen konnte, liest sich die Tabelle aus Sicht der Kölner bis dato mehr als zufriedenstellend.

Überraschungseffekt und Flexibilität

Die Faktoren Überraschungseffekt und Flexibilität scheinen also durchaus zu greifen und die Kölner Gegner als Stilmittel vor Probleme zu stellen. Zumal Kwasniok die taktische Marschroute vor einem Spiel sicher in mehreren Trainingseinheiten einstudiert. Spannend wird es nun zu beobachten sein, ob der FC auch in Zukunft an dieser Methode festhält und so wichtige Punkte auf dem Weg zum obersten Ziel – dem Klassenerhalt einfahren kann. Falls nicht, muss man sich am Geißbockheim wohl schon bald Gedanken um eine feste Stammformation machen, mit der man (zumindest) beim Anpfiff in die Spiele geht – vielleicht ja dann im 3-4-3.

Zwölf Gegentore in vier Spielen, verletzte Verteidiger: Wer wird der neue Abwehrchef?

Bittere Pleite für den 1. FC Köln in Dortmund
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Zwölf Gegentore in vier Spielen, verletzte Verteidiger: Wer wird der neue Abwehrchef?

Das Verletzungspech bleibt den Kölnern treu. Nach Luca Kilian, Rav van den Berg und Timo Hübers fällt mit Joel Schmied nun der vierte Innenverteidiger beim FC aus. Und das in einer Zeit, in der es Probleme in der Defensive gibt beim 1. FC Köln: Wer wird der neue Abwehrchef der Geißböcke?

Der 1. FC Köln steht nach elf Spieltagen als Aufsteiger auf einem mehr als ordentlichen Tabellenplatz 10 der Bundesliga und hat das Ziel Klassenerhalt damit absolut im Visier. Mit 20 erzielten Toren läuft es anders als in den vergangenen Jahren auch offensiv zufriedenstellend. In der Defensive hingegen gibt es bei 19 kassierten Gegentoren durchaus noch Luft nach oben. Nach dem Saison-Aus von Abwehrchef Timo Hübers sowie der Verletzung von Neuzugang Joel Schmied stellt sich zudem eine andere Frage beim 1. FC Köln: Wer wird der neue Abwehrchef der Geißböcke?

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Zwölf Gegentore musste der 1. FC Köln in den vergangenen vier Pflichtspielen hinnehmen, darunter allein sieben beim Rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach sowie der Heimniederlage zuletzt gegen Eintracht Frankfurt. Neben den vielen Treffern bietet zudem die aktuelle Personallage in der Abwehr am Geißbockheim Grund zur Sorge. Nachdem sich mit Timo Hübers ein absoluter Stammspieler und Leistungsträger gegen Dortmund schwer am Knie verletzte und in dieser Saison wohl nicht mehr auf den Platz zurückkehren wird, ergab eine MRT-Untersuchung nun auch bei Neuzugang Joel Schmied eine Muskelverletzung im Oberschenkel und zwingt ihn zu einer Pause. FC-Coach Lukas Kwasniok muss nun umplanen, schon am Wochenende geht es im Duell mit Werder Bremen um wichtige Punkte im Kampf um den Ligaverbleib und gegen den zuletzt gezeigten Abwärtstrend.

Viel Talent, wenig Erfahrung

Auf der Suche nach einem neuen Abwehrchef hat der Trainer dabei zwar mehrere Optionen, dennoch bleiben zumindest Zweifel. Insgesamt stehen dem 1. FC Köln mit Blick auf den Kader sechs echte Kandidaten für die Innenverteidigung zur Verfügung, wenngleich Youngster Neo Telle mit bislang acht Einsätzen in der Zweitvertretung der Geißböcke alles andere als eine akute Hilfe darstellt und wohl kaum in der aktuellen Abwehrnot zurück zu den Profis kehrt. Auch Luc Dabrowski und Yannick Mausehund sind kein Thema. Denkbar erscheinen schon eher die beiden Neuzugänge Rav van den Berg sowie Cenk Özkacar, die vor der Saison aus England respektive Spanien an den Rhein kamen. Der Niederländer van den Berg startete ordentlich in die Saison und schien sich bereits als Stammspieler im FC-System zu etablieren, ehe ihn eine Schulterverletzung außer Gefecht setzte.

Zwar ist der U21-Nationalspieler wieder fit und verfügt über zweifelsohne viel Talent, mit seinen gerade einmal zwei absolvierten Pflichtspielen in dieser Saison fehlt es ihm dennoch noch an Erfahrung in der Bundesliga und Spielpraxis mit seinen neuen Teamkollegen. Ähnlich verhält es sich bei Özkacar, der zwar schon sieben Mal in dieser Spielzeit auf dem Rasen stand, dabei aber sowohl Licht als auch Schatten in seinen Leistungen zeigte. Auch für ihn kommt die Rolle als neuer Abwehrchef höchstwahrscheinlich zu früh. Mit seinem ersten Einsatz über 90 Minuten spielte sich jüngst trotz der am Ende knappen 3:4-Niederlage Routinier Dominique Heintz in den Fokus. Der mittlerweile 32-Jährige zeigte eine ordentliche Leistung und scheint nach den Ausfällen und der fehlenden Erfahrung seiner Kollegen gute Karten auf weitere Spielzeit zu haben.

Mittelfeld-Duo als Abwehrverstärkung?

An Einsatz und Leidenschaft mangelt es dem erfahrenen Pfälzer mit über 200 Bundesligaeinsätzen nicht, Fragen bleiben aber wohl vor allem bezüglich seiner (fehlenden) Geschwindigkeit. Neben den gelernten Innenverteidigern ließ Kwasniok in dieser Saison auch die beiden defensiven Mittelfeldspieler Tom Krauß und Eric Martel bereits im Abwehrzentrum auflaufen. Leistungsträger Martel bekleidete die Position bereits fünf Mal und hätte somit zwar wahrscheinlich keine Anpassungsprobleme, seine Qualität in Sachen Zweikampf und Passsicherheit fehlen den Kölnern aber im Mittelfeld. Neuzugang Krauß stand direkt am 1. Spieltag beim 1:0-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 als Innenverteidiger in der FC-Startelf, spielte bei seinen sieben weiteren Einsätzen aber meist im zentralen defensiven Mittelfeld.

Ob einer der beiden als Dauerlösung in die Bresche springen und der Abwehr Stabilität verleihen kann, wird sich zeigen. Egal für welche personelle Variante sich Trainer Kwasniok beim 1. FC Köln letztlich entscheiden wird, Zweifel werden wohl hier und da bleiben. Am Ende des Tages werden die Ergebnisse ihm entweder Recht geben oder bei bleibendem Negativtrend die Frage nach einem neuen Abwehrchef aufkommen lassen. Finanziell wäre ein weiterer Transfer zwar denkbar, sollte aber wohl überlegt sein. Vermutlich könnte ein gestandener Innenverteidiger mit einer gewissen Bundesligaerfahrung helfen. Dieser kann sowohl die Neuzugänge an die Hand nehmen als auch die Rolle des Abwehrchef zumindest temporär ausfüllen, sollten wie in der jüngeren Vergangenheit gleich mehrere Abwehrspieler ausfallen.

Der nächste Treffer, der nächste Scorer – Wo nützt Marius Bülter dem 1. FC Köln am meisten?

Einer der Lichtblicke gegen Frankfurt: Marius Bülter
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Der nächste Treffer, der nächste Scorer – Wo nützt Marius Bülter dem 1. FC Köln am meisten?

Der FC hat sich mit Marius Bülter vor Saisonbeginn durchaus namhaft verstärkt und mit dem Ex-Schalker und Hoffenheimer einen bundesligaerfahrenen Mann für die eigenen Reihen gewonnen. Eine echte Verstärkung beim 1. FC Köln: Auf welcher Position spielt Marius Bülter die größte Rolle?

Einer der Lichtblicke bei der 3:4-Pleite gegen Frankfurt am Samstagabend war Marius Bülter. Der 32-Jährige ist in der Offensive variabel einsetzbar und konnte das Vertrauen und die Erwartungen mit drei Toren und drei Vorlagen bereits zurückzahlen. Dennoch darf man sich mit Blick auf seine Vielseitigkeit durchaus die Frage stellen, auf welcher Position er denn sportlich am wertvollsten ist für den 1. FC Köln: Auf welcher Position spielt Marius Bülter die größte Rolle?

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Seine Qualitäten zeigte er am Samstagabend einmal mehr mit einem Jokertor. Mit der Verpflichtung von Marius Bülter ist dem 1. FC Köln offenbar ein starker Transfer geglückt. Durch den Neuzugang aus Hoffenheim hat Köln nicht nur einen bundesligaerfahrenen, sondern noch dazu einen vielseitig einsetzbaren Offensivmann für die eigenen Reihen gewonnen. Mit seiner Routine soll der 32-Jährige nun mithelfen, mindestens das oberste Ziel Klassenerhalt möglichst frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Nach elf Spieltagen der laufenden Bundesligasaison lässt sich bereits sagen: Mit drei Toren und drei Vorlagen hat der Neuzugang kaum Anlaufschwierigkeiten gehabt, traf sogar jeweils ein Mal in den ersten beiden Partien. Mit seinen insgesamt bislang sechs Scorerpunkten ist er damit zweibester Scorer im Team von Trainer Lukas Kwasniok, einzig Senkrechtstarter und Offensiv-Juwel Said El Mala hat mit vier Toren und drei Vorlagen noch einen Scorer mehr zu bieten.

Bülter ist die Allzweckwaffe in der Offensive

Blickt man auf die bisher gespielten Partien, so kam Bülter bislang meist in vorderster Front als Sturmspitze zum Einsatz. Unter anderem bei der späten und höchst bitteren 0:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund agierte er neben El Mala als hängende Spitze im Schatten von Jakub Kaminski. Dabei ist die Position alles andere als festgeschrieben. Vom Fußballportal transfermarkt.de wird Bülter mit der Position des Linksaußen beschrieben, dabei hat er diese Rolle in der laufenden Saison de facto noch nie zu Spielbeginn bekleidet. Schaut man sich aber die gesamte Profilaufbahn des Deutschen an, bestätigen zahlreiche Einsätze auf dieser Position diese Angabe.

Als Mittelstürmer hingegen hat er laut transfermarkt.de vergleichsweise „erst“ 79 Spiele vorzuweisen, als hängende Spitze gar nur 47. Doch was macht Bülter und sein Spiel eigentlich aus und warum ist er überhaupt so flexibel einsetzbar? Beginnend mit seiner aktuellen Rolle beim 1. FC Köln als Mittelstürmer fällt eins sofort auf: Mit seinen knapp 1,90 Meter ist er ein physisch starker Stürmer, der sowohl im Kopfballspiel als auch mit dem Rücken zum Tor über Stärken verfügt. Trotz seiner Größe ist er zudem nicht langsam und kann durchaus auch mal mit einem Pass in die Tiefe hinter die gegnerische Abwehrkette geschickt werden. Als Anspielstation im Angriffsdrittel kann man ihn auch unter Bedrängnis anspielen, um sich im Anschluss selbst wieder anzubieten. Bülter kann den Ball halten, Räume für seine Mitspieler schaffen und ihn dann im richtigen Moment weiterspielen.

Schienenspieler in beide Richtungen

Auch wenn er in der Formation nominell der vorderste Angreifer ist, ist er nicht gleich zwingend der letzte Zielspieler auf dem Weg zum Torabschluss. Mit dem aus Kaiserlautern verpflichteten Ragnar Ache haben die Kölner zwar auch einen echten Mittelstürmer im Kader. Der gebürtige Frankfurter hatte (anders als Bülter) zu Saisonbeginn allerdings sowohl mit kleineren Blessuren als auch mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen und besritt daher erst zwei Bundesligaspiele von Beginn an, was sich im weiteren Saisonverlauf aber sicher ändern dürfte.

Neben der Rolle als Neuner im Sturmzentrum kann Bülter wie gegen den BVB gesehen in zweiter Reihe als hängende Spitze auflaufen. Auch hier kommt ihm seine Physis zugute und kann in wichtigen Zweikämpfen gegen den Ball und in der Luft für einen Vorteil sorgen. Wie drei Vorlagen belegen, hat der Offensivmann auch ein Auge für den Mitspieler und kann den letzten, den tödlichen Pass spielen. Durch den größeren Abstand zum gegnerischen Tor kann er zudem aus dem offensiven Mittelfeld heraus Läufe starten. So will er gegnerische Abwehrreihen aufreißen und überraschen – vor allem dann, wenn er sich von seinen/m Gegenspieler(n) im gegnerischen defensiven Mittelfeld löst und die Innenverteidiger attackiert.

Variabler Stürmer für alle Fälle

Aus seiner Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim und beim FC Schalke 04 ist der 32-Jährige aber auch noch als Schienenspieler aufgefallen. Dort agierte er in der Vergangenheit vor allem auf der linken Seite, wo er entweder in einem 3-5-2- oder einem 3-4-3-System den Flügel bearbeitete und den Gegner mit durchaus guten Flanken in Richtung Strafraum vor Probleme stellte. In dieser Position ist seine Physis jedoch nicht nur offensiv gefragt, sondern kann auch defensiv eine wichtige Rolle gegen die meist kleineren gegnerischen Flügelspieler einnehmen. Durch seine Erfahrung von mehr als 150 Bundesligaspielen verfügt er über ein taktisches Verständnis vor allem im Defensivverhalten. Insgesamt ist er allerdings weder ein klassischer Flügelflitzer noch ein klassischer Außenverteidiger, was vor allem gegen bewegliche und flinke schnelle Gegenspieler auf der Außenbahn für Defizite sorgen könnte.

Marius Bülter ist als Neuzugang beim 1. FC Köln ohne große Startschwierigkeiten eingeschlagen. Auch wenn er kein ausgeprägter Vollblutstürmer mit hoher Torquote ist (und wahrscheinlich auch nicht mehr werden wird), erfüllt er die in ihn gesetzten Erwartungen absolut und ist ein echter Gewinn für die Kölner. Mit seiner Flexibilität kann Trainer Kwasniok ihn je nach Gegner auf mehreren Positionen aufstellen, ohne dabei große Qualitätsverluste hinnehmen zu müssen. Mit Blick auf seine Stärken und Schwächen erscheint die Rolle als hängende Spitze vielleicht am sinnvollsten. Hier kommen sowohl seine Physis als auch seine Torgefahr am besten zur Geltung. Mit Überraschungsläufen ins letzte Drittel kann Bülter immer wieder aus der zweiten Reihe nach vorne stoßen, um so womöglich einen in Zukunft hundertprozentig fitten Ragnar Ache mit Toren und Vorlagen auf dem Weg zum obersten Ziel – dem Klassenerhalt – zu unterstützen.

Entwicklung oder Überforderung? Said El Malas Berufung zur DFB-Elf im Für und Wider

Said El Mala im DFB-Trikot
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Entwicklung oder Überforderung? Said El Malas Berufung zur DFB-Elf im Für und Wider

Die Möglichkeit zur Entwicklung oder eine zu frühe Überforderung? A-Nationalelf oder U21-Kader? Die Berufung von Julian Nagelsmann und die Rückkehr zur U21 von Kölns Shootingstar tritt die nächste Diskussion los um das Talent des 1. FC Köln: Für Said El Malas Berufung in die DFB-Elf gibt es Für und Wider.

Nach der Teilnahme an der Vorbereitung auf das Duell gegen Luxemburg und 90 Minuten auf der Bank der deutschen Elf, war der Ausflug zum Team von Julian Nagelsmann auch schon wieder beendet für den Youngster des 1. FC Köln: Für Said El Malas Berufung in die DFB-Elf gibt es Für und Wider.

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„Said hat einen guten Eindruck gemacht“, erklärte Julian Nagelsmann nach dem zähen 2:0-Erfolg über Luxemburg im WM-Qualifikationsspiel am Freitag. Der Youngster war das erste Mal dabei und ist ein superangenehmer junger Mann. Er ist demütig genug und frech genug“, so der Bundestrainer weiter. Dass der 19-Jährige für das zweite und finale Qualifikationsspiel gegen die Slowakei am Montag (6:0) bereits wieder bei der U21 weilte und dort in einer wichtigen Phase der EM-Qualifikation mithelfen soll, sei eine im Vorfeld beschlossene Absprache gewesen. So oder so, mit seinen ersten Trainingseinheiten im A-Kader der DFB-Elf hat sich für den jungen Offensivspieler nunmehr eine weitere Tür geöffnet, die er mit guten Leistungen beim 1. FC Köln in der Bundesliga durchschreiten soll. Oder?

Berufung in die A-Nationalmannschaft zu voreilig?

Mit seiner laut FC-Coach Lukas Kwasniok „exorbitant schnellen“ Entwicklung hat El Mala den ein oder anderen Schritt in seiner noch jungen Karriere übersprungen und gilt trotz seines Alters bereits als größter Hoffnungsschimmer im Kader der Geißböcke auf dem Weg zum vermeintlichen Saisonziel Klassenerhalt. Dennoch mahnte der Kölner Trainer vor zu großen Erwartungen und bemängelte auch öffentlich zuletzt die Defensivarbeit seines Juwels. Während El Mala bei seinem Club bereits jetzt absoluter Publikumsliebling ist, darf man sich auf Nationalmannschaftsebene durchaus fragen, ob die frühe Berufung in den A-Kader nicht doch ein wenig voreilig erfolgte. Für die deutsche U21 bestritt der gebürtige Krefelder nämlich bislang erst fünf Länderspiele, vier davon in der EM-Qualifikation.

Raum zum Wachsen

Drei Mal stand er dabei in der Anfangsformation, zwei Mal wurde er von Nachwuchscoach Antonio Di Salvo eingewechselt. Gegen Georgien gelang dem Youngster erst der erste Assist. Dennoch braucht man kein Wahrsager zu sein, um zu wissen, dass er im Kreise der jüngeren DFB-Talente in der nähere Zukunft ziemlich sicher deutlich mehr Spielzeit bekommen wird als beim Weltmeister von 2014. Mit mehr Spielzeit würde El Mala in eine größere Rolle hineinwachsen und gleichzeitig mehr Verantwortung übernehmen, was ihm sowohl auf wie neben dem Platz weiterbringen würde. Dazu hat er bei der U21 nicht den ganz großen Druck, der immer wieder (auch medial) mit A-Einsätzen einhergeht.

Auch wenn das 6:0 gegen die Slowakei und die erfolgreiche direkte WM-Qualifikation glückte, gab es in der Vergangenheit auch immer wieder Kritik an den Auftritten der Nagelsmann-Auswahl. Dem „Raum zum Wachsen“ wird beim Nachwuchs tendenziell mehr Wichtigkeit zugesprochen als den unmittelbaren Ergebnissen, was dem Offensivmann zugutekommen und noch einmal Last von seinen Schultern nehmen dürfte. Weitere Nominierungen und Einsätze würden gerade auch jetzt in der aktuellen Qualifikationsphase sowohl seinen Charakter stärken und sein taktisches Verständnis fördern – zweifelsohne eine gute Vorbereitung für eine mögliche Zukunft bei der A-Nationalelf.

Vorteile der Berufung

Auf der anderen Seite hat auch eine frühe Berufung in den Kreis von Deutschlands Elitekickern seine Vorteile. Unter Nagelsmann würde El Mala regelmäßig mit den besten deutschen Fußballern trainieren, dazu ist das Niveau und die Intensität im Training sicher nochmal ein wenig höher als bei der U21. Mit Joshua Kimmich, Leroy Sané oder auch Leon Goretzka stehen ihm zudem erfahrene Profis und gestandene Nationalspieler zur Seite, mit denen er sich im direkten Austausch wertvolle Tipps holen kann. Abseits des Feldes stellt ihn ein Platz im A-Kader vielmehr ins Rampenlicht. Der Marktwert würde bei ordentlichen Leistungen viel schneller in die Höhe steigen. Davon könnte bei einem möglichen Verkauf in Zukunft dann auch der FC finanziell profitieren.

Mental gesehen ist die Nominierung bereits ein Statement von Nagelsmann, er schenkt dem dribbelstarken Youngster trotz gerade einmal zehn Bundesligaeinsätzen bereits jetzt großes Vertrauen. Die Kehrseite der Medaille könnten jedoch ein immer größer werdender Medienhype um seine Person sowie zu wenig Spielzeit sein. Sollte dieser Fall eintreten, würde El Mala seiner Entwicklung schaden. Zwar hat sein Schritt von der 3. Liga in die Bundesliga eindrucksvoll gezeigt, dass er sehr schnell als Spieler (und Mensch) wachsen kann – dennoch besteht das Risiko der (psychischen) Überbelastung beziehungsweise Überforderung.

Wertvolle Erfahrungen

Said El Mala hat zweifelsohne eine große Zukunft vor sich, sollte er verletzungsfrei bleiben und weiterhin hart an sich arbeiten. Was seine nahe Zukunft betrifft, so könnte auch ein hybrider Ansatz für seine sportliche und menschliche Entwicklung die besten Voraussetzungen bieten. Bei der U21 bietet sich der Rahmen, um sein Spiel technisch wie taktisch auf das nächste Level zu bringen. Dort kann er sowohl Stammspieler sein, als auch eine größere Rolle auf und neben dem Platz einnehmen. Gleichzeitig kann er durch vereinzelte Berufungen (und Einsätze) bei der A-Nationalelf reinschnuppern und so wertvolle Erfahrungen sammeln, die ihn auf eine mögliche DFB-Zukunft in den kommenden Jahren vorbereiten.

Durch den frühen Kontakt mit dem Nagelsmann-Tross kann er sich so akklimatisieren und leichter einfinden, sollte er beispielsweise am Saisonende oder in den nächsten Jahren regelmäßiger Gast dort sein. Wie auch immer die Entscheidungen von Bundestrainer Nagelsmann sowie U21-Coach Di Salvo aussehen werden, eins steht fest: Mit Said El Mala hat Deutschland wieder einen echten Rohdiamanten in seinen Reihen, den es nun behutsam zu schleifen gilt. Der nächste Schritt ist nun allerdings erst einmal auf Clubebene zu machen, so die unmissverständliche Botschaft des DFB-Coaches. „Said muss nun unumstrittener Stammspieler werden.“