Überraschungseffekt vs. gewünschte Konstanz: Lukas Kwasniok findet erneut eine neue Startelf

Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach
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Überraschungseffekt vs. gewünschte Konstanz: Lukas Kwasniok findet erneut eine neue Startelf

13 Begegnungen, 13 unterschiedliche Startformationen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok veränderte die Startelf auch gegen Frankfurt. Das kommt nicht überall gut an. Einige Fans wünschen sich eine eingespielte Mannschaft.

Der 1. FC Köln steht dank einem sehr ordentlichen Saisonstart als Aufsteiger auf einem starken zehnten Tabellenplatz und hat nach einem Drittel der neuen Spielzeit bereits sieben Zähler Vorsprung auf den FC St. Pauli und Relegationsplatz 16. Trotz des Punktepolsters auf die Abstiegsränge müssen die Kölner den Blick nach wettbewerbsübergreifend vier Niederlagen aus den letzten fünf Pflichtspielen allmählich wieder nach unten richten. Neben der zuletzt mageren Punkteausbeute scheint zudem auch die richtige Formation sowie Startelf zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gefunden beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok veränderte die Startelf auch gegen Frankfurt

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Auch wenn Köln als Aufsteiger zum aktuellen Zeitpunkt mit Tabellenplatz zehn mehr als nur im Soll liegt, gab es mit Blick auf die jüngsten Ergebnisse zuletzt nur wenig Grund zur Freude für FC-Coach Lukas Kwasniok. Die 3:4-Pleite gegen Eintracht Frankfurt bedeutete die vierte Niederlage aus den jüngsten fünf Pflichtspielen. Einzig gegen den Mitaufsteiger Hamburger SV setzten sich die Kölner mit 4:1 durch. Insgesamt kassierten die Geißböcke in diesem Zeitraum satte 13 Gegentore. Möglicherweise für den Trainer wohl immer wieder auch der Anlass, etwas an der Aufstellung zu verändern. Mit 13 (!) verschiedenen Startformationen sowie zahlreichen Spielerrotationen auf mehreren Positionen scheint eine wirkliche „erste Elf“ bislang noch nicht gefunden. Zumal Kwasniok betonte, dass es diese bei ihm ohnehin nicht geben werde.

Der Faktor Überraschungseffekt

Ob die Grundpfeiler für eine erfolgreiche Saison und das Erreichen des obersten Saisonziels zum aktuellen Zeitpunkt aber gegeben sind, dürften nun spätestens die kommenden Wochen bis Weihnachten zeigen. Für die Kölner geht es bis dahin gegen Werder Bremen, den FC St. Pauli, Bayer Leverkusen und den 1. FC Union Berlin. Ein Blick auf die Kölner Startaufstellungen in dieser Saison legt zwei Vermutungen nahe. Je nach Ansicht könnte man meinen, der 1. FC Köln ist entweder unglaublich flexibel und kann sich auf jeden Gegner individuell ein- und auch aufstellen. Oder aber Trainer Kwasniok sucht nach 13 Pflichtspielen immer noch die für ihn und seine Kölner beste Formation und die dazugehörigen Spieler. 13 Pflichtspiele sind gespielt, für den FC stehen sechs Niederlagen fünf Siege und einem Unentschieden gegenüber.

Mit Ausnahme der Gegner aus Stuttgart und Dortmund (1:2 und 0:1) ging der Coach bei jeder Niederlage mit einer anderen taktischen Formation ins Rennen. Zudem standen noch kein einziges Mal die gleichen elf Spieler auf dem Rasen. Überhaupt ging man taktisch nur ein einziges Mal unverändert in zwei aufeinanderfolgende Spiele. Nämlich bei den Spielen gegen die TSG 1899 Hoffenheim und darauf folgend den FC Augsburg. Beide Duelle verließ Köln unbesiegt mit einem Sieg und einem Remis. Für die Gegner der Kölner dürfte die Spielvorbereitung sicher keine einfache sein. Zu oft wechseln sich Positionen und Formationen bei den Rheinländern ab. Als taktisches Stilmittel kann Trainer Kwasniok seine Gegner so immer wieder überraschen und vor knifflige Aufgaben stellen.

Flexibilität vs. Stabilität

Mit Marius Bülter und Luca Waldschmidt hat der FC in der Offensive flexibel einsetzbare Spieler zur Verfügung. Auch Neuzugang Tom Krauß oder Leistungsträger Eric Martel können sowohl im zentralen Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung spielen und haben dies in dieser Spielzeit auch schon getan. Mit Said El Mala haben die Geißböcke darüber hinaus einen echten X-Faktor in ihren Reihen. Der Shootingstar kann sowohl von Beginn an als auch von der Bank stets für Unruhe und spielerische Glanzmomente sorgen. Dennoch sei die Frage erlaubt, ob eine gewisse Routine und Stabilität nicht ebenfalls sinnvoll wäre, um eingespielt in die Bundesligaduelle zu gehen.

Formationstechnisch ließ der Übungsleiter sein Team bislang sowohl mit einer Dreierkette im 3-4-3, 3-4-1-2, 3-4-2-1 oder 3-5-2 auflaufen als auch im 4-3-3 oder 4-4-2 mit einer Viererkette in der Defensive. Eine klare Vorliebe ist nicht wirklich erkennbar. Wenngleich man mit einem flachen 3-4-3-System in vier Spielen einzig im DFB-Pokal gegen Rekordmeister FC Bayern München verlor. Ob sich die Spieler mit den immer wieder ändernden Vorgaben zurechtfinden und richtig einspielen können, lässt sich anhand des bisherigen Saisonverlaufs schwer sagen. Auch wenn die Tendenz zuletzt eher negativ ist und Köln in den vergangenen fünf Partien nur gegen den Aufsteiger aus Hamburg gewinnen konnte, liest sich die Tabelle aus Sicht der Kölner bis dato mehr als zufriedenstellend.

Überraschungseffekt und Flexibilität

Die Faktoren Überraschungseffekt und Flexibilität scheinen also durchaus zu greifen und die Kölner Gegner als Stilmittel vor Probleme zu stellen. Zumal Kwasniok die taktische Marschroute vor einem Spiel sicher in mehreren Trainingseinheiten einstudiert. Spannend wird es nun zu beobachten sein, ob der FC auch in Zukunft an dieser Methode festhält und so wichtige Punkte auf dem Weg zum obersten Ziel – dem Klassenerhalt einfahren kann. Falls nicht, muss man sich am Geißbockheim wohl schon bald Gedanken um eine feste Stammformation machen, mit der man (zumindest) beim Anpfiff in die Spiele geht – vielleicht ja dann im 3-4-3.

Zwölf Gegentore in vier Spielen, verletzte Verteidiger: Wer wird der neue Abwehrchef?

Bittere Pleite für den 1. FC Köln in Dortmund
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Zwölf Gegentore in vier Spielen, verletzte Verteidiger: Wer wird der neue Abwehrchef?

Das Verletzungspech bleibt den Kölnern treu. Nach Luca Kilian, Rav van den Berg und Timo Hübers fällt mit Joel Schmied nun der vierte Innenverteidiger beim FC aus. Und das in einer Zeit, in der es Probleme in der Defensive gibt beim 1. FC Köln: Wer wird der neue Abwehrchef der Geißböcke?

Der 1. FC Köln steht nach elf Spieltagen als Aufsteiger auf einem mehr als ordentlichen Tabellenplatz 10 der Bundesliga und hat das Ziel Klassenerhalt damit absolut im Visier. Mit 20 erzielten Toren läuft es anders als in den vergangenen Jahren auch offensiv zufriedenstellend. In der Defensive hingegen gibt es bei 19 kassierten Gegentoren durchaus noch Luft nach oben. Nach dem Saison-Aus von Abwehrchef Timo Hübers sowie der Verletzung von Neuzugang Joel Schmied stellt sich zudem eine andere Frage beim 1. FC Köln: Wer wird der neue Abwehrchef der Geißböcke?

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Zwölf Gegentore musste der 1. FC Köln in den vergangenen vier Pflichtspielen hinnehmen, darunter allein sieben beim Rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach sowie der Heimniederlage zuletzt gegen Eintracht Frankfurt. Neben den vielen Treffern bietet zudem die aktuelle Personallage in der Abwehr am Geißbockheim Grund zur Sorge. Nachdem sich mit Timo Hübers ein absoluter Stammspieler und Leistungsträger gegen Dortmund schwer am Knie verletzte und in dieser Saison wohl nicht mehr auf den Platz zurückkehren wird, ergab eine MRT-Untersuchung nun auch bei Neuzugang Joel Schmied eine Muskelverletzung im Oberschenkel und zwingt ihn zu einer Pause. FC-Coach Lukas Kwasniok muss nun umplanen, schon am Wochenende geht es im Duell mit Werder Bremen um wichtige Punkte im Kampf um den Ligaverbleib und gegen den zuletzt gezeigten Abwärtstrend.

Viel Talent, wenig Erfahrung

Auf der Suche nach einem neuen Abwehrchef hat der Trainer dabei zwar mehrere Optionen, dennoch bleiben zumindest Zweifel. Insgesamt stehen dem 1. FC Köln mit Blick auf den Kader sechs echte Kandidaten für die Innenverteidigung zur Verfügung, wenngleich Youngster Neo Telle mit bislang acht Einsätzen in der Zweitvertretung der Geißböcke alles andere als eine akute Hilfe darstellt und wohl kaum in der aktuellen Abwehrnot zurück zu den Profis kehrt. Auch Luc Dabrowski und Yannick Mausehund sind kein Thema. Denkbar erscheinen schon eher die beiden Neuzugänge Rav van den Berg sowie Cenk Özkacar, die vor der Saison aus England respektive Spanien an den Rhein kamen. Der Niederländer van den Berg startete ordentlich in die Saison und schien sich bereits als Stammspieler im FC-System zu etablieren, ehe ihn eine Schulterverletzung außer Gefecht setzte.

Zwar ist der U21-Nationalspieler wieder fit und verfügt über zweifelsohne viel Talent, mit seinen gerade einmal zwei absolvierten Pflichtspielen in dieser Saison fehlt es ihm dennoch noch an Erfahrung in der Bundesliga und Spielpraxis mit seinen neuen Teamkollegen. Ähnlich verhält es sich bei Özkacar, der zwar schon sieben Mal in dieser Spielzeit auf dem Rasen stand, dabei aber sowohl Licht als auch Schatten in seinen Leistungen zeigte. Auch für ihn kommt die Rolle als neuer Abwehrchef höchstwahrscheinlich zu früh. Mit seinem ersten Einsatz über 90 Minuten spielte sich jüngst trotz der am Ende knappen 3:4-Niederlage Routinier Dominique Heintz in den Fokus. Der mittlerweile 32-Jährige zeigte eine ordentliche Leistung und scheint nach den Ausfällen und der fehlenden Erfahrung seiner Kollegen gute Karten auf weitere Spielzeit zu haben.

Mittelfeld-Duo als Abwehrverstärkung?

An Einsatz und Leidenschaft mangelt es dem erfahrenen Pfälzer mit über 200 Bundesligaeinsätzen nicht, Fragen bleiben aber wohl vor allem bezüglich seiner (fehlenden) Geschwindigkeit. Neben den gelernten Innenverteidigern ließ Kwasniok in dieser Saison auch die beiden defensiven Mittelfeldspieler Tom Krauß und Eric Martel bereits im Abwehrzentrum auflaufen. Leistungsträger Martel bekleidete die Position bereits fünf Mal und hätte somit zwar wahrscheinlich keine Anpassungsprobleme, seine Qualität in Sachen Zweikampf und Passsicherheit fehlen den Kölnern aber im Mittelfeld. Neuzugang Krauß stand direkt am 1. Spieltag beim 1:0-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 als Innenverteidiger in der FC-Startelf, spielte bei seinen sieben weiteren Einsätzen aber meist im zentralen defensiven Mittelfeld.

Ob einer der beiden als Dauerlösung in die Bresche springen und der Abwehr Stabilität verleihen kann, wird sich zeigen. Egal für welche personelle Variante sich Trainer Kwasniok beim 1. FC Köln letztlich entscheiden wird, Zweifel werden wohl hier und da bleiben. Am Ende des Tages werden die Ergebnisse ihm entweder Recht geben oder bei bleibendem Negativtrend die Frage nach einem neuen Abwehrchef aufkommen lassen. Finanziell wäre ein weiterer Transfer zwar denkbar, sollte aber wohl überlegt sein. Vermutlich könnte ein gestandener Innenverteidiger mit einer gewissen Bundesligaerfahrung helfen. Dieser kann sowohl die Neuzugänge an die Hand nehmen als auch die Rolle des Abwehrchef zumindest temporär ausfüllen, sollten wie in der jüngeren Vergangenheit gleich mehrere Abwehrspieler ausfallen.

Der nächste Treffer, der nächste Scorer – Wo nützt Marius Bülter dem 1. FC Köln am meisten?

Einer der Lichtblicke gegen Frankfurt: Marius Bülter
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Der nächste Treffer, der nächste Scorer – Wo nützt Marius Bülter dem 1. FC Köln am meisten?

Der FC hat sich mit Marius Bülter vor Saisonbeginn durchaus namhaft verstärkt und mit dem Ex-Schalker und Hoffenheimer einen bundesligaerfahrenen Mann für die eigenen Reihen gewonnen. Eine echte Verstärkung beim 1. FC Köln: Auf welcher Position spielt Marius Bülter die größte Rolle?

Einer der Lichtblicke bei der 3:4-Pleite gegen Frankfurt am Samstagabend war Marius Bülter. Der 32-Jährige ist in der Offensive variabel einsetzbar und konnte das Vertrauen und die Erwartungen mit drei Toren und drei Vorlagen bereits zurückzahlen. Dennoch darf man sich mit Blick auf seine Vielseitigkeit durchaus die Frage stellen, auf welcher Position er denn sportlich am wertvollsten ist für den 1. FC Köln: Auf welcher Position spielt Marius Bülter die größte Rolle?

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Seine Qualitäten zeigte er am Samstagabend einmal mehr mit einem Jokertor. Mit der Verpflichtung von Marius Bülter ist dem 1. FC Köln offenbar ein starker Transfer geglückt. Durch den Neuzugang aus Hoffenheim hat Köln nicht nur einen bundesligaerfahrenen, sondern noch dazu einen vielseitig einsetzbaren Offensivmann für die eigenen Reihen gewonnen. Mit seiner Routine soll der 32-Jährige nun mithelfen, mindestens das oberste Ziel Klassenerhalt möglichst frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Nach elf Spieltagen der laufenden Bundesligasaison lässt sich bereits sagen: Mit drei Toren und drei Vorlagen hat der Neuzugang kaum Anlaufschwierigkeiten gehabt, traf sogar jeweils ein Mal in den ersten beiden Partien. Mit seinen insgesamt bislang sechs Scorerpunkten ist er damit zweibester Scorer im Team von Trainer Lukas Kwasniok, einzig Senkrechtstarter und Offensiv-Juwel Said El Mala hat mit vier Toren und drei Vorlagen noch einen Scorer mehr zu bieten.

Bülter ist die Allzweckwaffe in der Offensive

Blickt man auf die bisher gespielten Partien, so kam Bülter bislang meist in vorderster Front als Sturmspitze zum Einsatz. Unter anderem bei der späten und höchst bitteren 0:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund agierte er neben El Mala als hängende Spitze im Schatten von Jakub Kaminski. Dabei ist die Position alles andere als festgeschrieben. Vom Fußballportal transfermarkt.de wird Bülter mit der Position des Linksaußen beschrieben, dabei hat er diese Rolle in der laufenden Saison de facto noch nie zu Spielbeginn bekleidet. Schaut man sich aber die gesamte Profilaufbahn des Deutschen an, bestätigen zahlreiche Einsätze auf dieser Position diese Angabe.

Als Mittelstürmer hingegen hat er laut transfermarkt.de vergleichsweise „erst“ 79 Spiele vorzuweisen, als hängende Spitze gar nur 47. Doch was macht Bülter und sein Spiel eigentlich aus und warum ist er überhaupt so flexibel einsetzbar? Beginnend mit seiner aktuellen Rolle beim 1. FC Köln als Mittelstürmer fällt eins sofort auf: Mit seinen knapp 1,90 Meter ist er ein physisch starker Stürmer, der sowohl im Kopfballspiel als auch mit dem Rücken zum Tor über Stärken verfügt. Trotz seiner Größe ist er zudem nicht langsam und kann durchaus auch mal mit einem Pass in die Tiefe hinter die gegnerische Abwehrkette geschickt werden. Als Anspielstation im Angriffsdrittel kann man ihn auch unter Bedrängnis anspielen, um sich im Anschluss selbst wieder anzubieten. Bülter kann den Ball halten, Räume für seine Mitspieler schaffen und ihn dann im richtigen Moment weiterspielen.

Schienenspieler in beide Richtungen

Auch wenn er in der Formation nominell der vorderste Angreifer ist, ist er nicht gleich zwingend der letzte Zielspieler auf dem Weg zum Torabschluss. Mit dem aus Kaiserlautern verpflichteten Ragnar Ache haben die Kölner zwar auch einen echten Mittelstürmer im Kader. Der gebürtige Frankfurter hatte (anders als Bülter) zu Saisonbeginn allerdings sowohl mit kleineren Blessuren als auch mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen und besritt daher erst zwei Bundesligaspiele von Beginn an, was sich im weiteren Saisonverlauf aber sicher ändern dürfte.

Neben der Rolle als Neuner im Sturmzentrum kann Bülter wie gegen den BVB gesehen in zweiter Reihe als hängende Spitze auflaufen. Auch hier kommt ihm seine Physis zugute und kann in wichtigen Zweikämpfen gegen den Ball und in der Luft für einen Vorteil sorgen. Wie drei Vorlagen belegen, hat der Offensivmann auch ein Auge für den Mitspieler und kann den letzten, den tödlichen Pass spielen. Durch den größeren Abstand zum gegnerischen Tor kann er zudem aus dem offensiven Mittelfeld heraus Läufe starten. So will er gegnerische Abwehrreihen aufreißen und überraschen – vor allem dann, wenn er sich von seinen/m Gegenspieler(n) im gegnerischen defensiven Mittelfeld löst und die Innenverteidiger attackiert.

Variabler Stürmer für alle Fälle

Aus seiner Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim und beim FC Schalke 04 ist der 32-Jährige aber auch noch als Schienenspieler aufgefallen. Dort agierte er in der Vergangenheit vor allem auf der linken Seite, wo er entweder in einem 3-5-2- oder einem 3-4-3-System den Flügel bearbeitete und den Gegner mit durchaus guten Flanken in Richtung Strafraum vor Probleme stellte. In dieser Position ist seine Physis jedoch nicht nur offensiv gefragt, sondern kann auch defensiv eine wichtige Rolle gegen die meist kleineren gegnerischen Flügelspieler einnehmen. Durch seine Erfahrung von mehr als 150 Bundesligaspielen verfügt er über ein taktisches Verständnis vor allem im Defensivverhalten. Insgesamt ist er allerdings weder ein klassischer Flügelflitzer noch ein klassischer Außenverteidiger, was vor allem gegen bewegliche und flinke schnelle Gegenspieler auf der Außenbahn für Defizite sorgen könnte.

Marius Bülter ist als Neuzugang beim 1. FC Köln ohne große Startschwierigkeiten eingeschlagen. Auch wenn er kein ausgeprägter Vollblutstürmer mit hoher Torquote ist (und wahrscheinlich auch nicht mehr werden wird), erfüllt er die in ihn gesetzten Erwartungen absolut und ist ein echter Gewinn für die Kölner. Mit seiner Flexibilität kann Trainer Kwasniok ihn je nach Gegner auf mehreren Positionen aufstellen, ohne dabei große Qualitätsverluste hinnehmen zu müssen. Mit Blick auf seine Stärken und Schwächen erscheint die Rolle als hängende Spitze vielleicht am sinnvollsten. Hier kommen sowohl seine Physis als auch seine Torgefahr am besten zur Geltung. Mit Überraschungsläufen ins letzte Drittel kann Bülter immer wieder aus der zweiten Reihe nach vorne stoßen, um so womöglich einen in Zukunft hundertprozentig fitten Ragnar Ache mit Toren und Vorlagen auf dem Weg zum obersten Ziel – dem Klassenerhalt – zu unterstützen.

Entwicklung oder Überforderung? Said El Malas Berufung zur DFB-Elf im Für und Wider

Said El Mala im DFB-Trikot
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Entwicklung oder Überforderung? Said El Malas Berufung zur DFB-Elf im Für und Wider

Die Möglichkeit zur Entwicklung oder eine zu frühe Überforderung? A-Nationalelf oder U21-Kader? Die Berufung von Julian Nagelsmann und die Rückkehr zur U21 von Kölns Shootingstar tritt die nächste Diskussion los um das Talent des 1. FC Köln: Für Said El Malas Berufung in die DFB-Elf gibt es Für und Wider.

Nach der Teilnahme an der Vorbereitung auf das Duell gegen Luxemburg und 90 Minuten auf der Bank der deutschen Elf, war der Ausflug zum Team von Julian Nagelsmann auch schon wieder beendet für den Youngster des 1. FC Köln: Für Said El Malas Berufung in die DFB-Elf gibt es Für und Wider.

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„Said hat einen guten Eindruck gemacht“, erklärte Julian Nagelsmann nach dem zähen 2:0-Erfolg über Luxemburg im WM-Qualifikationsspiel am Freitag. Der Youngster war das erste Mal dabei und ist ein superangenehmer junger Mann. Er ist demütig genug und frech genug“, so der Bundestrainer weiter. Dass der 19-Jährige für das zweite und finale Qualifikationsspiel gegen die Slowakei am Montag (6:0) bereits wieder bei der U21 weilte und dort in einer wichtigen Phase der EM-Qualifikation mithelfen soll, sei eine im Vorfeld beschlossene Absprache gewesen. So oder so, mit seinen ersten Trainingseinheiten im A-Kader der DFB-Elf hat sich für den jungen Offensivspieler nunmehr eine weitere Tür geöffnet, die er mit guten Leistungen beim 1. FC Köln in der Bundesliga durchschreiten soll. Oder?

Berufung in die A-Nationalmannschaft zu voreilig?

Mit seiner laut FC-Coach Lukas Kwasniok „exorbitant schnellen“ Entwicklung hat El Mala den ein oder anderen Schritt in seiner noch jungen Karriere übersprungen und gilt trotz seines Alters bereits als größter Hoffnungsschimmer im Kader der Geißböcke auf dem Weg zum vermeintlichen Saisonziel Klassenerhalt. Dennoch mahnte der Kölner Trainer vor zu großen Erwartungen und bemängelte auch öffentlich zuletzt die Defensivarbeit seines Juwels. Während El Mala bei seinem Club bereits jetzt absoluter Publikumsliebling ist, darf man sich auf Nationalmannschaftsebene durchaus fragen, ob die frühe Berufung in den A-Kader nicht doch ein wenig voreilig erfolgte. Für die deutsche U21 bestritt der gebürtige Krefelder nämlich bislang erst fünf Länderspiele, vier davon in der EM-Qualifikation.

Raum zum Wachsen

Drei Mal stand er dabei in der Anfangsformation, zwei Mal wurde er von Nachwuchscoach Antonio Di Salvo eingewechselt. Gegen Georgien gelang dem Youngster erst der erste Assist. Dennoch braucht man kein Wahrsager zu sein, um zu wissen, dass er im Kreise der jüngeren DFB-Talente in der nähere Zukunft ziemlich sicher deutlich mehr Spielzeit bekommen wird als beim Weltmeister von 2014. Mit mehr Spielzeit würde El Mala in eine größere Rolle hineinwachsen und gleichzeitig mehr Verantwortung übernehmen, was ihm sowohl auf wie neben dem Platz weiterbringen würde. Dazu hat er bei der U21 nicht den ganz großen Druck, der immer wieder (auch medial) mit A-Einsätzen einhergeht.

Auch wenn das 6:0 gegen die Slowakei und die erfolgreiche direkte WM-Qualifikation glückte, gab es in der Vergangenheit auch immer wieder Kritik an den Auftritten der Nagelsmann-Auswahl. Dem „Raum zum Wachsen“ wird beim Nachwuchs tendenziell mehr Wichtigkeit zugesprochen als den unmittelbaren Ergebnissen, was dem Offensivmann zugutekommen und noch einmal Last von seinen Schultern nehmen dürfte. Weitere Nominierungen und Einsätze würden gerade auch jetzt in der aktuellen Qualifikationsphase sowohl seinen Charakter stärken und sein taktisches Verständnis fördern – zweifelsohne eine gute Vorbereitung für eine mögliche Zukunft bei der A-Nationalelf.

Vorteile der Berufung

Auf der anderen Seite hat auch eine frühe Berufung in den Kreis von Deutschlands Elitekickern seine Vorteile. Unter Nagelsmann würde El Mala regelmäßig mit den besten deutschen Fußballern trainieren, dazu ist das Niveau und die Intensität im Training sicher nochmal ein wenig höher als bei der U21. Mit Joshua Kimmich, Leroy Sané oder auch Leon Goretzka stehen ihm zudem erfahrene Profis und gestandene Nationalspieler zur Seite, mit denen er sich im direkten Austausch wertvolle Tipps holen kann. Abseits des Feldes stellt ihn ein Platz im A-Kader vielmehr ins Rampenlicht. Der Marktwert würde bei ordentlichen Leistungen viel schneller in die Höhe steigen. Davon könnte bei einem möglichen Verkauf in Zukunft dann auch der FC finanziell profitieren.

Mental gesehen ist die Nominierung bereits ein Statement von Nagelsmann, er schenkt dem dribbelstarken Youngster trotz gerade einmal zehn Bundesligaeinsätzen bereits jetzt großes Vertrauen. Die Kehrseite der Medaille könnten jedoch ein immer größer werdender Medienhype um seine Person sowie zu wenig Spielzeit sein. Sollte dieser Fall eintreten, würde El Mala seiner Entwicklung schaden. Zwar hat sein Schritt von der 3. Liga in die Bundesliga eindrucksvoll gezeigt, dass er sehr schnell als Spieler (und Mensch) wachsen kann – dennoch besteht das Risiko der (psychischen) Überbelastung beziehungsweise Überforderung.

Wertvolle Erfahrungen

Said El Mala hat zweifelsohne eine große Zukunft vor sich, sollte er verletzungsfrei bleiben und weiterhin hart an sich arbeiten. Was seine nahe Zukunft betrifft, so könnte auch ein hybrider Ansatz für seine sportliche und menschliche Entwicklung die besten Voraussetzungen bieten. Bei der U21 bietet sich der Rahmen, um sein Spiel technisch wie taktisch auf das nächste Level zu bringen. Dort kann er sowohl Stammspieler sein, als auch eine größere Rolle auf und neben dem Platz einnehmen. Gleichzeitig kann er durch vereinzelte Berufungen (und Einsätze) bei der A-Nationalelf reinschnuppern und so wertvolle Erfahrungen sammeln, die ihn auf eine mögliche DFB-Zukunft in den kommenden Jahren vorbereiten.

Durch den frühen Kontakt mit dem Nagelsmann-Tross kann er sich so akklimatisieren und leichter einfinden, sollte er beispielsweise am Saisonende oder in den nächsten Jahren regelmäßiger Gast dort sein. Wie auch immer die Entscheidungen von Bundestrainer Nagelsmann sowie U21-Coach Di Salvo aussehen werden, eins steht fest: Mit Said El Mala hat Deutschland wieder einen echten Rohdiamanten in seinen Reihen, den es nun behutsam zu schleifen gilt. Der nächste Schritt ist nun allerdings erst einmal auf Clubebene zu machen, so die unmissverständliche Botschaft des DFB-Coaches. „Said muss nun unumstrittener Stammspieler werden.“


Strittige Szene, Elfmeter und ein Unglücksrabe: Ein bitterer Abend für den 1. FC Köln

Kristoffer Lund erlebte am Samstag nicht seinen glücklichsten Abend
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Strittige Szene, Elfmeter und ein Unglücksrabe: Ein bitterer Abend für den 1. FC Köln

An manchen Tagen verdichtet sich ein Fußballspiel in einigen wenigen Augenblicken. Bei Kristoffer Lund waren es an diesem Samstagabend zwei Momente, die am Ende sinnbildlich stehen für die 1:3-Niederlage der Geißböcke im 99. Rheinischen Derby. Der 1. FC Köln erlebt einen bitteren, unglücklichen Abend.

Lukas Kwasniok hatte vor dem Rheinischen Derby erklärt, man brauche einen kühlen Kopf um zu bestehen. Das galt nicht für alle seiner Schützling. Der 1. FC Köln erlebt einen bitteren, unglücklichen Abend

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Als in der 67. Spielminute sein Name auf der Anzeigetagel aufleuchtete und Kristoffer Lund den Rasen (endlich) verlassen konnte, dürfte sich in ihm neben Enttäuschung wohl auch ein wenig Erleichterung breit gemacht haben. Der Außenbahnspieler des 1. FC Köln hatte mit seinem unglücklichen Auftritt und zwei verursachten Elfmetern einen nicht geringen Anteil an der Derby-Niederlage der Geißböcke im Duell mit den Fohlen vom Niederrhein. Dass es zu diesem Zeitpunkt bereits 3:0 für die Gastgeber aus Mönchengladbach stand, dazu hatte der schnelle und einsatzfreudige Lund zunächst mit einem ungestümen Einsteigen im Strafraum gegen den am Samstagabend stark aufgelegten Gladbacher Franck Honorat in erheblichem Maße mit beigetragen.

Unglücksrabe Lund

Wenngleich der (nach Ansicht der TV-Bilder von Schiedsrichter Deniz Aytekin gepfiffene) Strafstoß von Stürmer Haris Tabakovic nicht verwandelt und von FC-Keeper Marvin Schwäbe zur Ecke gelenkt wurde, so war er letzten Endes doch ursprünglich für den 0:1-Rückstand durch Philipp Sander nach eben jenem Eckball. Auch beim zweiten Gegentor verhielt sich Lund unglücklich im eigenen Strafraum, bekam den Ball nach einem Tumult an den Arm und bescherte der gegnerischen Mannschaft vom Niederrhein die Steilvorlage zum zwischenzeitlichen 2:0, die Abwehrmann Kevin Diks erst mit etwas Glück nutzte, ehe Stürmer Tabakovic nur zwei Minuten später in den Kölner Schock hinein das 3:0 nachlegte.

Das Endergebnis von 1:3 aus Kölner Sicht sorgt nach dem zuletzt klaren 4:1-Erfolg über den Hamburger SV nun wieder für ein wenig Ernüchterung vor der Länderspielpause. Auch das Zustandekommen des zweiten Elfmeters sowie der Spielverlauf insgesamt sorgte bei den Kölner Beteiligten durchaus für Gesprächsstoff, wie FC-Keeper Marvin Schwäbe nach Spielschluss durchblicken ließ. „Um ehrlich zu sein, ist er in der Bewegung nach vorn, er sieht den Ball sehr spät. Wenn ich das so sehe, ärgere ich mich noch mehr darüber.“ Vor allem die Frage, ob die Aktion denn ein eindeutiger Strafstoß und somit als solcher zu ahnden sei, beschäftigte den Schlussmann. „Es ist vom Prinzip her irgendwie die Bewegung in Richtung wo der Ball liegt, wo er ist. Soll man sich die Arme abhacken? Wann ist es eine klare Fehlentscheidung und wann nicht?“

Dass Verursacher Lund das Spielgerät an den Arm bekommt, wollte er dennoch „nicht wegdiskutieren“. Dennoch müsse man laut ihm den Elfmeter „nicht geben und den Schiedsrichter dann rausschicken.“

Keine Kritik an Schiri-Gespann um Aytekin

Die Kölner hatten die Partie durchaus ordentlich begonnen und hatten zur Pause sowohl mehr Ballbesitz als auch mit über 90 Prozent eine sehr gute Passquote. Dass am Ende der Schiedsrichter zum Leidwesen von Lund eine ungewollte Hauptrolle an diesem Abend einnahm, bestätigte indirekt auch FC-Sportdirektor Thomas Kessler. Große Kritik an der Leistung des Unparteiischen gab es seinerseits jedoch nicht, im Gegenteil. „Ich glaube, das es auch am Ende wieder ein Spiel war, das durch knappe Entscheidungen entschieden worden ist. Heute war das Momentum einfach überhaupt nicht auf unserer Seite. Ich habe Deniz Aytekin nach dem Spiel getroffen und halte ihn für einen der besten Schiedsrichter, die wir in Deutschland haben. […] In der Situation bei beiden Elfmetern findet man immer eine Argumentation, warum man das pfeifen kann und warum nicht.“ Allerdings fragte sich auch Kessler, ob die Situationen eindeutige Fehlentscheidungen gewesen seien.

Für Lund, der beim Tor von Luca Waldschmidt zum Endstand aus Kölner Sicht  (nach einem Foulelfmeter) längst eingepackt in einer Trainingsjacke von der Ersatzbank zusah, war es alles in allem dennoch ein Abend zum Vergessen, der ihm wohl noch ein wenig länger im Kopf bleiben wird. Die nächste Chance, seinen Namen wieder positiv auf die Anzeigetafel zu bringen, hat er am 22. November. Dann trifft der 1. FC Köln nach der Länderspielpause auf Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt.


Zwei Tore in zwei Spielen: Ragnar Ache scheint beim 1. FC Köln angekommen zu sein

Ragnar Ache jubelt über seinen Treffer gegen den HSV
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Zwei Tore in zwei Spielen: Ragnar Ache scheint beim 1. FC Köln angekommen zu sein

Der 1. FC Köln steht nach dem 4:1-Heimsieg im Aufsteigerduell gegen den Hamburger SV auf dem siebten Tabellenplatz der Bundesliga und kann mit breiter Brust ins prestigeträchtige Rheinische Derby mit Borussia Mönchengladbach am 10. Spieltag gehen. Großen Anteil am jüngsten Erfolg der Geißböcke hat auch eine Neuverpflichtung des 1. FC Köln: Ragnar Ache ist in der Bundesliga angekommen.

Gegen den FC Bayern traf er im Pokal und nährte die Hoffnung auf eine Überraschung. Gegen den HSV wurde er mit seinem Tor zum Dosenöffner für den 1. FC Köln: Ragnar Ache ist in der Bundesliga angekommen.

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Für Ragnar Ache persönlich dürfte die vergangene Woche trotz der Pokal-Niederlage und dem Aus gegen Rekordmeister FC Bayern München (1:4) ziemlich zufriedenstellend gewesen sein. Der Angreifer stand sowohl im DFB-Pokal gegen die Münchner in der Startelf als auch jüngst beim Heimspiel gegen den HSV und eröffnete beide Partien jeweils zugunsten seiner Farben mit einem Tor. Nachdem er vor Beginn der vergangenen Woche noch ohne Pflichtspieltreffer für den FC in dieser Saison war, scheint Ache nun gerade rechtzeitig vor dem Derby gegen den Rivalen vom Niederrhein seine Form und vor allem auch seinen Platz im Kölner System gefunden zu haben und könnte so womöglich ein entscheidender Faktor im Duell mit Mönchengladbach werden.

Ragnar Ache kommt rechtzeitig in Form 

Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok hatte schon im Pokal gegen die Bayern einen vor allem in Halbzeit eins sehr ordentlichen Auftritt hingelegt und ging nicht unverdient durch das erste Saisontor von Ache in Führung. Im wichtigen Bundesliga-Duell im Kampf um den Klassenerhalt gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg sorgte sein Tor jedoch auch beim Stürmer selbst noch mal für euphorischere Stimmung. „Es fühlt sich viel besser an als am Mittwoch. Ein Tor zu schießen und zu gewinnen, ist immer ein geiles Gefühl“, so der gebürtige Frankfurter.

Nach zuletzt zwei Auftritten von Beginn an zeigte sich der Neuzugang aus Kaiserslautern fokussiert und blickt auch dem Duell mit dem Rivalen selbstbewusst und mit Vorfreude entgegen. „Ich fühle mich top und bereit für das Derby“, so der 27-Jährige. Ein positives Signal für alle FC-Fans, denn dabei war vor allem die Fitness des 1,83 Meter großen Offensivmannes immer wieder auch ein Thema am Geißbockheim und vermutlich Mitgrund oder gar Hauptgrund für seinen Bankplatz in den meisten Pflichtspielen in dieser Saison. „Am Anfang der Saison hätte ich keine 90 Minuten spielen können“, bestätigte auch er selbst die Probleme zu Beginn der Spielzeit. „Jetzt haben sich die beiden Spiele gut angefühlt, so muss ich weitermachen und weiterarbeiten, sodass ich mehrere Spiele hintereinander 90 Minuten spielen kann.“

Mit X-Faktor Ache ins Derby

Mit seiner Präsenz im Angriffsdrittel und seiner wiedergefundenen Form bringt Ache beim 1. FC Köln noch einmal eine neue Komponente ins Spiel. Der ehemalige U21-Nationalspieler verfügt über ein starkes Timing in der Luft und ist aufgrund seiner Sprungkraft trotz „nur“ 1,83m ein exzellenter Kopfballspieler auch im Luftduell gegen deutlich größere gegnerische Verteidiger. Als Wandspieler gewinnt Ache immer wieder wichtige Zweikämpfe im oder rund um den gegnerischen Strafraum und hat dabei oft auch den Blick für den besser postierten Nebenmann, legt so viele Torschüsse oder gefährliche Aktionen per Kopf auf. Dazu verfügt er über ein gutes Stellungsspiel, wie jüngst gesehen beim in der Entstehung durchaus etwas wirren 1:0-Führungstors des FC.

Pünktlich zum Derby kann FC-Coach Kwasniok also auf einen formstarken Ache bauen, der langsam aber sicher angekommen scheint bei seinem neuen Arbeitgeber und in der Bundesliga. Mit einem Sieg gegen den ungeliebten Rhein-Rivalen könnte sich wohl auch Ache endgültig in die Herzen der Kölner Anhänger spielen – falls er da nicht ohnehin schon angekommen ist. Der Stürmer selbst zeigte sich nach Abpfiff der Partie gegen den HSV noch ein wenig zurückhaltend, was die Zukunft angeht. „Im Fußball darf man immer träumen, aber am Ende muss man bodenständig bleiben und von Woche zu Woche gucken, dass man Spiele gewinnt und Punkte holt.“ Die nächste Chance dazu hat der 1. FC Köln dann am kommenden Samstag im Topspiel am Abend (18.30 Uhr) gegen die Borussia aus Mönchengladbach. Vielleicht kann ja dann auch Ache mithelfen, aus dem Traum vom Derbysieg Realität werden zu lassen.