Vor Abstiegsduell gegen Werder Bremen: Alessio Castro-Montes bietet sich an

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Vor Abstiegsduell gegen Werder Bremen: Alessio Castro-Montes bietet sich an

Nach seinem starken Comeback gegen Eintracht Frankfurt sind die Erwartungen an Alessio Castro-Montes hoch. Kann der Belgier an seine Leistung anknüpfen und gegen Werder Bremen ein anderes Gesicht zeigen als im Hinspiel? 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes im Fokus

Im Duell zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen könnte Alessio Castro-Montes zur entscheidenden Figur werden. Dabei dürfte der Mittelfeldspieler keine allzu guten Erinnerungen an das Hinspiel gegen die Hanseaten haben.

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Für den 1. FC Köln geht es am kommenden Sonntag im direkten Duell mit Tabellennachbarn Werder Bremen um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Mit einem Heimsieg würden sich die Kölner rund um Neu-Coach René Wagner an den Norddeutschen vorbeischieben und könnten je nach Verlauf des Spieltags sogar Erzrivale Borussia Mönchengladbach hinter sich lassen. Mithelfen soll gegen die Bremer ziemlich sicher auch Alessio Castro-Montes, der zwar keine guten Erinnerungen an das Hinspiel haben dürfte, sich nach Einwechslung gegen Frankfurt zuletzt aber mit einem Tor durchaus eindrucksvoll zurückmeldete.

Alessio Castro-Montes hat sich beim 1. FC Köln rechtzeitig vor dem Abstiegsduell gegen Werder Bremen am kommenden Sonntag zurückgemeldet und dürfte womöglich von Beginn an gegen die Norddeutschen auflaufen. Der Belgier, der zuletzt sieben Spiele aufgrund von einer Muskelverletzung und deren Nachwirkungen verpasste, sorgte nach seiner Einwechslung gegen Eintracht Frankfurt beim 2:2 am Wochenende nicht nur für den Ausgleich in der Schlussphase, sondern zeigte auch ansonsten mit mehreren guten Pässen und Laufwegen eine ordentliche Leistung. Dass der 28-Jährige somit nun ausgerechnet gegen Werder Bremen zu einer Schlüsselfigur avancieren könnte, hätten mit Blick auf das Hinspiel sicher nur die wenigsten gedacht.

Schlechte Erinnerungen an das Hinspiel

Der variabel einsetzbare Mittelfeldmann hat schlechte Erinnerungen an das Hinspiel (1:1), wurde nach nach einer mauen Vorstellung im linken Mittelfeld und einer gelben Karte zur zweiten Halbzeit ausgewechselt und stand in den folgenden drei Ligaspielen keine einzige Minute mehr auf dem Platz. Unter dem neuen Trainer René Wagner konnte er nach überstandener Verletzung gegen die Hessen aus Frankfurt wieder mitwirken und zeigte gleich, dass er ein sehr wichtiger Spieler für die Geißböcke im Saison-Endspurt sein kann. Nicht nur wegen seines Tores, sondern auch wegen seiner Pässe, seiner Laufbereitschaft und seiner guten Flanken und Standards hat Castro-Montes gute Karten, daheim gegen Bremen in der Kölner Startelf zu stehen.

An Motivation dürfte es dem FC-Neuzugang aus dem vergangenen Sommer sicher nicht fehlen, seine Leistung aus dem Hinspiel beim erneuten Aufeinandertreffen der beiden abstiegsbedrohten Clubs gerade zu rücken. Aufgrund von vielen kleineren Blessuren und Rückschlägen kam der Belgier in der laufenden Spielzeit erst in 15 Pflichtspielen zum Einsatz, zu Buche stehen dabei dennoch beachtliche 4 Scorerpunkte (1 Tor, 3 Vorlagen). Seine offensiven Vorstöße und gerade seine Flanken und Standards könnten zu einem wichtigen taktischen Mittel gegen die zuletzt sieglosen Bremer (1:2 zuhause gegen RB Leipzig) werden.

Castro-Montes mit guten Chancen auf die Startelf

Mit Blick auf die Personallage und die Konkurrenz erscheint ein Startelfeinsatz von Castro-Montes wahrscheinlich, Hauptkonkurrent Jan Thielmann zeigte in Frankfurt eine ziemlich durchwachsene Leistung und konnte vor allem offensiv kaum Impulse setzen. Der eigentliche Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen agierte beim Debüt von (Interims-)Trainer René Wagner als Innenverteidiger in einer defensiven Fünferkette und könnte diese Rolle auch gegen Bremen einnehmen. Alternativ könnte der Norweger auf seine Stammposition nach rechts zurückkehren und Castro-Montes eine Position nach vorne ins Mittelfeld rücken. So oder so, für den 1. FC Köln beginnen spätestens jetzt die Wochen der Wahrheit. Und zuhause gegen den direkten Konkurrenten aus Bremen soll mit dringend nötigen drei Punkten – und einem fitten Castro-Montes – der erste Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht werden.


Das Restprogramm des 1. FC Köln hat es in sich

(Photo by Neil Baynes/Getty Images)
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Das Restprogramm des 1. FC Köln hat es in sich

Sechs Finalspiele rief Jakub Kaminski nach dem Unentschieden gegen Frankfurt aus. Es warten spannungsgeladene Wochen auf den 1. FC Köln: Das ist das Restprogramm der Geißböcke

Von Pflichtsiegen bis zu schwer lösbaren Aufgaben für den 1. FC Köln: Das ist das Restprogramm der Geißböcke

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Der 1. FC Köln steht vor einem intensiven Saisonendspurt im Kampf um den Klassenerhalt. Sechs Spiele bleiben den Kölnern rund um Neu-Trainer René Wagner, um die nötigen Punkte zu sammeln, um auch im kommenden Fußballjahr erstklassig zu spielen. Trotz der prekären Lage haben die Rheinländer den Ligaverbleib mehr denn je selbst in der Hand, mit Werder Bremen, dem FC St. Pauli und dem 1. FC Heidenheim warten noch drei direkte Mitkonkurrenten aus dem Tabellenkeller.

Gelingt die Vorentscheidung gegen Bremen und St. Pauli?

Als Fan des 1. FC Köln muss man wahrlich kein Prophet sein, um zu erkennen, dass in erster Linie die kommenden zwei Partien daheim gegen Werder Bremen und auswärts beim FC St. Pauli für mehr als nur eine Vorentscheidung sorgen und gerade stimmungstechnisch enorm wichtig für die darauf folgenden letzten vier Partien sein können. Gegen die beiden Konkurrenten im Abstiegskampf kamen die Kölner zweimal nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus – und das, obwohl in beiden Partien ein Dreier drin gewesen wäre.

Vor allem der späte Ausgleich gegen die St. Paulianer (fiel damals in Spielminute 94 und somit quasi mit dem Schlusspfiff) sorgte damals für große Frustration nach Abpfiff und dürfte daher nun im Rückspiel noch einmal zusätzliche Motivation bringen. Während der „Effzeh“ gegen St. Pauli auswärts antreten muss, sollte gegen die zuletzt sieglosen Bremer daheim im RheinEnergie-Stadion ein Sieg her. Rein nüchtern betrachtet erscheinen 6 Punkte aus beiden Partien eine realistische Zielvorgabe, 4 Punkte sollten für das Team von René Wagner unter dem Strich aber mindestens aus beiden Spielen herausspringen.

Nachbarschaftsduell mit Leverkusen und Wiedersehen mit Steffen Baumgart

Mit dem Spiel gegen Bayer Leverkusen steht dann nochmal ein echtes Nachbarschaftsduell mit einem Top-Team der Bundesliga an. Mit einem Sieg werden die Kölner hier sicher nicht planen, schon im Hinspiel agierten die Geißböcke offensiv ziemlich harmlos und verloren völlig zurecht mit 0:2. In erster Linie dürfte es daheim gegen die Werkself darum gehen, das eigene (im Vergleich zur direkten Konkurrenz deutlich bessere) Torverhältnis nicht zu sehr zu belasten. Aber wer weiß, vielleicht springt ja am Ende auch gegen den Champions-League-Anwärter ein Überraschungspunkt heraus.

Im Anschluss geht es für die Kölner auswärts zum 1. FC Union Berlin. Für Ex-Köln-Coach Steffen Baumgart und seine Köpenicker könnte die Saison zum Zeitpunkt des Spiels mehr oder weniger gelaufen sein. Derzeit befinden sich die Hauptstädter (noch) im gesicherten Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle, brauchen aller Voraussicht nach aber wohl noch mindestens einen Sieg aus den verbleibenden Partien. Ähnlich wie gegen Bremen war auch die Niederlage gegen Union aus Kölner Sicht vermeidbar, fiel das späte Gegentor zum Berliner Sieg doch erst in Spielminute 91. Je nach Ausgang der vorherigen Partien könnte auch dieses Duell noch einmal spannend und auch für Berlin sportlich wichtig werden, die Kölner haben die späte Heimniederlage im Hinspiel jedenfalls sicher nicht vergessen.

Pflichtaufgabe gegen Heidenheim

Zum Saisonabschluss trifft der 1. FC Köln dann auf den 1. FC Heidenheim, ehe es am 34. Spieltag auswärts zum designierten Deutschen Meister FC Bayern nach München geht. Die Heidenheimer sind bereits jetzt klares Tabellenschlusslicht und werden aller Voraussicht nach bereits vor dem letzten Spieltag als Absteiger feststehen, sodass es mindestens mal für das Team von Trainer-Ikone Frank Schmidt sportlich um nichts mehr geht, außer sich anständig von den eigenen Fans aus der Saison zu verabschieden. Aus FC-Sicht sind drei Punkte im Heimspiel gegen den Tabellenletzten eine Pflichtaufgabe, nicht mehr und nicht weniger.

Auch wenn der Rekordmeister der Bundesliga im letzten Spiel wohl schon als Meister feststeht, werden die Münchner sich in der eigenen Allianz Arena sicher noch einmal von ihrer besten Seite zeigen wollen, ehe sie die Schale überreicht bekommen. Aus Kölner Sicht bestehen zumindest leise Hoffnungen, dass der FCB bis dahin noch in der Champions League und im DFB-Pokal vertreten ist und so vielleicht den ein- oder anderen Leistungsträger schont. Andernfalls ist gegen den Branchenprimus nicht wirklich mit Punkten zu rechnen.


Diese Leihspieler muss der 1. FC Köln fest binden – wenn es die Klasse zulässt

Tom Krauß überzeugt zunehmend
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Diese Leihspieler muss der 1. FC Köln fest binden – wenn es die Klasse zulässt

Sechs Leihspieler hat der FC im Laufe der Saison verpflichtet. Die meisten wussten zu überzeugen, ob sie aber beim 1. FC Köln bleiben, ist nicht klar: So steht es um die Leihspieler.

Der 1. FC Köln steht sieben Spieltage vor Saisonende auf Tabellenplatz 15 der Bundesliga und steckt mit zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Während nicht nur die Gegenwart sportlich Grund zur Sorge gibt, könnte ein möglicher Abstieg auch die nahe Zukunft des Kaders in großem Ausmaß beeinflussen. Gleich sechs Leihspieler haben die Geißböcke aktuell an Bord, die Zukunft nahezu aller dürfte stark vom Saisonausgang abhängen. Wer also prägt das Spiel des FC wirklich, bei wem lohnt sich eine feste Verpflichtung am meisten?

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Transfercoup Jakub Kaminski

Mit Jakub Kaminski hat der FC im Sommer einen echten Glücksgriff gelandet. Der Pole hat sich auf Anhieb in die erste Elf gespielt und überzeugt seitdem als Stammspieler und unermüdlicher Antreiber der FC-Offensive. Mit sechs Toren und drei Vorlagen ist er neben Said El Mala und Ragnar Ache einer der Topscorer des Aufsteigers und überzeugt auch bei der Arbeit gegen den Ball mit viel Einsatz und Laufbereitschaft. Nicht zuletzt durch seine starken Leistungen und vor allem der kolportierten Kaufoption von vergleichsweise günstigen 5,5 Millionen Euro ist es wohl sicher, dass die Kölner den polnischen Nationalspieler nicht fest verpflichten.

Selbst bei einem Abstieg wäre eine Verpflichtung des erst 23-Jährigen gut investiertes Geld, denn Kaminskis Marktwert wird laut transfermarkt.de aktuell auf zwölf Millionen Euro taxiert. Allerdings ist nicht vorstellbar, dass der 23-Jährige bei seinem Leistungsstand mit in die 2. Bundesliga geht.

Überraschende Stammspieler?

Auf der linken Defensivseite hat sich der 1. FC Köln im vergangenen Sommer ebenfalls leihweise verstärkt. Mit Kristoffer Lund kam vom FC Palermo aus Italiens zweiter Liga ein weiterer junger Spieler, der mit 23 Jahren noch viel Entwicklungspotenzial besitzt, sich aber wie Kaminski als Stammspieler etabliert hat – sicher auch, weil es kaum Alternativen gibt. Lund hat als linker Schienenspieler nach wettbewerbsübergreifend 27 Einsätzen mit nur einer Torvorlage noch Luft nach oben auf dem Weg nach vorne. Dennoch dürfte man bei einer Kaufoption von kolportierten 2,5 Millionen Euro nicht viel falsch machen. Der Marktwert des gebürtigen Dänen liegt laut transfermarkt.de bei vier Millionen Euro.

In der Innenverteidigung hat der 1. FC Köln in der laufenden Saison bereits einige Rückschläge hinnehmen müssen. Nach der schweren Verletzung von Abwehrchef Timo Hübers neigt sich wohl auch die Zeit des dauerverletzten Luca Kilian in Köln im Sommer dem Ende zu. Der Vertrag wird wohl nicht verlängert. Auf dem aufsteigenden Ast befindet sich immerhin der ausgeliehene Cenk Özkacar. Hatte der Türke zu Saisonbeginn noch mit Anpassungsproblemen zu kämpfen, so spielte er sich in den vergangenen Partien mehr und mehr in die Mannschaft und stand in den vergangenen acht Partien sieben Mal in der Startelf. Der 25-Jährige konnte zuletzt an der Seite von Rav van den Berg in Hamburg durchaus überzeugen und ist mit seinen 25 Jahren wie so viele Kölner noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen.

Die Kaufoption für den fünffachen Nationalspieler soll entsprechend seinem aktuellen Marktwert bei rund zwei Millionen Euro liegen. Ob die Kölner diese ziehen sollten, werden wohl seine Leistungen bis zum Saisonende und die Ligazugehörigkeit nach dem Sommer zeigen.

Komplizierte Vertragssituation

Jahmai Simpson-Pusey fehlte zuletzt aufgrund einer Rotsperre. Dennoch hat der erst 20-jährige Engländer, der von Premier-League-Topclub Manchester City nach Köln kam, bereits nach wenigen Partien sein großes Potenzial angedeutet, das man in Köln sicher gerne weiter fördern würde. Aufgrund einer zwischenzeitlichen Muskelverletzung und eben jener Sperre steht der gebürtige Huddersfielder bislang „nur“ bei acht Pflichtspielen im FC-Dress. Fakt ist, dass man mit ihm ein großes Abwehrtalent in seinen Reihen hat, das man unabhängig von der Ligazugehörigkeit wohl nur ungern ziehen lassen würde. Ob Manchester City einen Spieler wie ihn allerdings in der 2. Bundesliga „parken“ möchte, erscheint unwahrscheinlich, zumal er sicher woanders auf höherem Niveau Spielzeit sammeln könnte.

Ein wenig unter dem Radar fliegt der jüngst von Rekordmeister FC Bayern München ausgeliehene Felipe Chavez. Der erst 18-Jährige ist bereits A-Nationalspieler seines Landes Peru und gilt als großes Versprechen für die Zukunft. Dennoch wartet er bei seinem Leihclub in Köln noch auf seine erste richtige Chance. Ex-Coach Kwasniok ließ den zentralen Mittelfeldspieler noch nicht von der Leine, brachte ihn für insgesamt 19 Spielminuten. Ob er beim Saisonendspurt und im Kampf um den Klassenerhalt deutlich mehr Spielzeit bekommt, erscheint fraglich. Immerhin: Die Kölner haben sich eine Kaufoption gesichert und sollen gewillt sein, diese auch im Sommer zu ziehen. Möglicherweise kann man sich mit Chavez so ein vielversprechendes Talent für die Zukunft sichern, dass vor allem bei einem Abstieg mit deutlich mehr Spielzeit rechnen kann. Nicht von ungefähr kommt es wohl, dass sein Noch-Stammclub aus München sich eine doppelte Rückkaufoption für die Jahre 2027 und 2028 gesichert hat.

Bei Klassenerhalt sicherer Kauf

Als echte Allzweckwaffe im Kölner Team hat sich Tom Krauß nach seiner Ankunft aus Mainz herausgestellt. Der eigentlich gelernte defensive Mittelfeldspieler agierte unter Ex-Coach Lukas Kwasniok bereits als Linksverteidiger, Innenverteidiger und zuletzt zwei Mal in Folge als Rechtsverteidiger und leistete sich dabei zumindest keine groben Fehler. Die Zukunft des 24-Jährigen wird in Köln liegen – sofern der Klassenerhalt gelingt. Die benötigten Einsätze für eine feste Verpflichtung (15 Pflichtspiele) hat er bereits absolviert, beim Ligaverbleib wird er neben der Leihgebühr für 3,5 Millionen an den Effzeh gebunden. Vor allem bei einem Abgang von Eric Martel dürfte der gebürtige Leipziger im Mittelfeld ein wichtiges Puzzleteil sein, um auch in der neuen Saison konkurrenzfähig zu sein.


Ordentliche Leistung, aber der 1. FC Köln lässt schon wieder Punkte liegen

Eric Martel vom 1. FC Köln im Duell mit dem HSV
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Ordentliche Leistung, aber der 1. FC Köln lässt schon wieder Punkte liegen

Der FC hat sich im Kampf um den Klassenerhalt gegen den HSV nicht mit einem Sieg belohnt. Trotz ordentlicher Leistung gelang es der Mannschaft von Lukas Kwasniok auswärts nicht, die drei Punkte aus Hamburg mitzunehmen. Vor allem die harmlose Offensive gibt acht Spiele vor Saisonende Grund zur Sorge. Der 1. FC Köln verpasst gegen den HSV einen Befreiungsschlag.

Es hätte für den 1. FC Köln ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt und ein echter Mutmacher für die kommenden Aufgaben werden können. Gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg zeigten die Geißböcke über weite Strecken eine engagierte und ordentliche Leistung, mussten sich am Ende jedoch „nur“ mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben. Ein Ergebnis, das sich für viele Kölner mit Blick auf den Spielverlauf eher nach zwei verlorenen Punkten anfühlen dürfte.

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In einer von Beginn an eher zähen Partie spielte sich in den ersten halben Stunde wenig ab. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend im Mittelfeld, ohne sich dabei wirklich gute Gelegenheiten herauszuspielen. Wie so oft in dieser Saison agierte der FC mindestens auf Augenhöhe, geriet nach einem Geniestreich von HSV-Spielmacher Fabio Vieira aber wieder einmal in Rückstand (39.) – zum dritten Mal in Folge. Die Mannschaft von Kwasniok suchte im Anschluss aber noch vor der Pause nach einer Antwort und fand sie schließlich nach einer sehenswert einstudierten Eckballvariante in Form von Offensiv-Juwel Said El Mala, der per Kopf für den Ausgleich sorgte (45.) Nach dem Seitenwechsel wurde es dann wieder zäher, viele Zweikämpfe zwischen den Strafräumen dominierten das Geschehen weitestgehend.

„Das ist schon ein Nackenschlag“

Die Rheinländer hatten zwar ein leichtes Übergewicht in Sachen Ballbesitz, konnten dies aber (bis auf einen Kopfball von Eric Martel in der Nachspielzeit) nicht mehr in gute Torchancen und somit den zweiten bzw. Siegtreffer ummünzen. Was am Ende bleibt, ist unterm Strich zwar immerhin ein Punkt – überwiegen dürfte aber die Enttäuschung über einen wieder einmal verpassten Dreier. Die Kölner warten nach dem Remis in Hamburg nunmehr seit sechs Partien auf einen Sieg und haben nach dem Wochenende und Spieltag 26 nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Der bittere Beigeschmack über die verpassten drei Punkte war auch Geschäftsführer Sport Thomas Kessler nach Abpfiff anzumerken: „Ich glaube wir hätten heute schon drei Punkte holen können. Wenn du natürlich mit der einzigen Chance, die der HSV hat, vielleicht mit Ausnahme jetzt kurz vor Schluss nochmal, ein Gegentor bekommst, dann ist es gut, dass wir in der ersten Halbzeit noch so reagiert haben. Das ist schon ein Nackenschlag für die Mannschaft.“

Ähnlich äußerte sich auch Coach Kwasniok über das Spiel. „Es fühlt sich irgendwie komisch an. Wir haben in der ersten Halbzeit eine Aktion zugelassen. Das macht Fabio Vieira natürlich dann auch überragend mit dem Lupfer. Es ist kein Spektakel gewesen, das war aber auch nicht zu erwarten, wenn der HSV gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga spielt. Zwei Aufsteiger, es geht um viel. Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft gewesen sind.“ Am Ende des Tages stellte aber auch er nüchtern fest: „Da kannst du dir nichts für kaufen, das ist schon klar. Aber es ist immer so ein Gefühl, dass es immer weitergeht und der Groschen wird dann irgendwann auch komplett fallen. Heute war das noch nicht der Fall. Wir können mit dem Punkt leben.“

Ab jetzt zählen nur noch Ergebnisse

Während die Leistung der Mannschaft in vielen Spielen in dieser Saison stimmen mag, die Punkteausbeute entspricht diesen Leistungen in erschreckend großer Regelmäßigkeit nicht. Mit jetzt 25 Punkten ist der Aufsteiger nach wie vor mittendrin im Abstiegskampf, dazu verbleiben nur noch acht Ligaspiele bis Saisonende. Nachdem in den letzten Spielen gegen den VfB Stuttgart, die TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund wohl nicht unbedingt mit Punkten zu rechnen war, hätte man gegen den HSV im direkten Aufeinandertreffen zweier Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen, ein echtes Ausrufezeichen setzen können. Der mögliche Hallo-Wach-Effekt blieb aus, mit dem Remis bleiben die Norddeutschen fünf Punkte voraus und haben zudem weiter das (um ein Tor) bessere Torverhältnis.

Grund zur Sorge macht zudem die weitestgehend harmlose Offensive der Kölner in Hamburg. Auch wenn El Mala mit seinem neunten Saisontor weiter Eigenwerbung betrieb, blieb Mittelstürmer Ragnar Ache diesmal beispielsweise meist blass. Aus dem Mittelfeld heraus fehlte es sowohl an kreativen Pässen ins letzte Drittel als auch an guten Schussversuchen aus der Distanz. Vor allem mit Blick auf das kommende Ligaspiel, nämlich das Derby gegen den direkten Tabellennachbarn Borussia Mönchengladbach, kommt diese Negativ-Entwicklung in Sachen Torgefahr zur Unzeit. Nach dem HSV-Spiel ist das Derby gegen den ungeliebten Rivalen ein immens wichtiges Spiel, sowohl aus Prestige- als auch aus tabellarischen Gründen. Mit einem Sieg könnte der FC ein großes Zeichen setzen und würde die „Fohlen“ auch in der Tabelle überholen. Für die Geißböcke ist spätestens nach dem verpassen Sieg in Hamburg klar:

Jetzt beginnt die sogenannte „Crunch-Time“. Es müssen dringend Punkte her, egal wie. Ob die Mannschaft dabei dann am Ende des Tages auch gute Leistungen abruft und seine Gegner spielerisch beherrscht, dürfte so ziemlich jedem FC-Anhänger egal sein. Denn soviel ist sicher, am Saisonende zählt nur eins: nämlich der Klassenerhalt.


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Nicht nur für Kwasniok entscheidende Wochen: Ein Abstieg hätte auch für den Kader massive Folgen

Die Spieler des 1. FC Köln gehen nach dem 1:2 gegen Dortmund enttäuscht vom Platz
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Nicht nur für Kwasniok entscheidende Wochen: Ein Abstieg hätte auch für den Kader massive Folgen

Der 1. FC Köln muss den Blick nach nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Ligaspielen nach unten richten und befindet sich mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Während ein möglicher Abstieg sicher nicht den Zielen und Ambitionen am Geißbockheim entspräche, so würde er vermutlich auch größere Veränderungen für die Kaderstruktur bedeuten beim 1. FC Köln: Der Abstieg würde den nächsten Kader-Umbruch bedeuten.

Nach der jüngsten Niederlage gegen Borussia Dortmund hat sich der Druck auf Lukas Kwasniok bei den Geißböcken noch einmal verstärkt. Die kommenden Begegnungen dürften wohl über die Zukunft des Trainers entscheiden. Doch nicht nur für den Coach sind die Partien von enormer Bedeutung.

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Auch für den Verein steht sportlich wie wirtschaftlich gegen den Hamburger SV viel auf dem Spiel in den kommenden Wochen und Monaten. Mit nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Ligaspielen rangiert die Mannschaft von Cheftrainer Lukas Kwasniok nur noch auf Tabellenplatz 14. Dazu liegt man punktgleich mit dem FC St. Pauli auf Relegationsplatz 16. Auch Geschäftsführer Sport Thomas Kessler hat alle Hände voll zu tun. Muss er doch bereits jetzt die Kaderplanungen für die kommende Saison vorantreiben und sich vor allem mit den zahlreichen Leihspielern und deren Zukunft beschäftigen. Zwei zentrale Fragen kristallisieren sich für die besorgten Fans dabei immer mehr heraus: In welcher Liga tritt der Effzeh in der neuen Spielzeit überhaupt an? Und wie sähe die Kaderstruktur im Falle des Abstiegs dann aus?

Viele Leihspieler mit unklarer Zukunft

Ein möglicher Abstieg der Kölner hätte nicht nur kurzfristige Folgen für den Verein und seine Fans, sondern könnte oder würde wohl auch große Personal-Veränderungen zur Folge haben. Im Kader des Aufsteigers stehen derzeit sechs Leihspieler, deren Zukunft mehr oder weniger stark vom Ausgang der laufenden Saison abhängig zu sein scheint. Dazu zählen die Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar, Außenbahnspieler Kristoffer Lund sowie Tom Krauß, Felipe Chávez und Jakub Kaminski.

Der erst 20-jährige Simpson-Pusey hat sich trotz aktueller Rotsperre durchaus gut eingefunden in Köln und zeigt viel Potenzial. Aus Kölner Sicht wird man sicher über eine Verlängerung der Leihe am Saisonende nachdenken. Vorausgesetzt, man bleibt der Bundesliga erhalten. Denn dass sein Stammclub Manchester City einen talentierten Innenverteidiger wie den jungen Engländer in der 2. Bundesliga „parkt“, wenn man ihn vermutlich woanders auf Erstliganiveau fördern könnte – unwahrscheinlich.

Nicht alle Spieler sollen gehalten werden

Bei Kaminski, Lund und Özkacar, die in der laufenden Spielzeit bislang alle regelmäßig zum Einsatz kommen, hat der 1. FC Köln jeweils eine Kaufoption. Würde man diese alle ziehen, müsste man wohl rund zehn Millionen Euro in die Hand nehmen. Während sich bei Lund (ca. 2,7 Millionen Euro) und Özkacar (ca. 2 Millionen Euro) noch keine finale Entscheidung abzeichnet, gilt die feste Verpflichtung von Leistungsträger Kaminski vom Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg für 5,5 Millionen Euro bereits als beschlossene Sache. Wenn man denn die Klasse hält. Dem Vernehmen nach soll Kaminski aber eine Ausstiegsklausel in einem künftigen Vertrag verankern wollen. Auch bei dem Kölner Königstransfer kann man sich eine Saison im Liga-Unterhaus bei den aktuellen Leistungen nur schwer vorstellen.

Bei Tom Krauß gestaltet sich die Sachlage ein wenig simpler. Der defensive Mittelfeldspieler bleibt den Geißböcken beim Erreichen des Klassenerhalts erhalten. Voraussetzung zwei der Kölner Kaufpflicht ist bereits mit einer bestimmten Anzahl von Spielen sicher erreicht. Zusätzlich werden in diesem Fall neben der Leihgebühr weitere 3,5 Millionen Euro an Ablöse fällig. Zu guterletzt ist auch Felipe Chávez vom FC Bayern derzeit nur ausgeliehen, auch hier haben die Rheinländer sich eine Kaufoption gesichert. Aber auch hier erscheint es eher unwahrscheinlich, dass der Mittelfeldspieler bei seinem Talent in der 2. Bundesliga unterkommen wird.

Verkauf von El Mala würde finanziellen Spielraum bringen

Im Falle des Abstiegs würden die Geißböcke also mit sehr großer Wahrscheinlichkeit erneut ein Facelifting bekommen müssen. Das Gesicht des Kaders würde einmal mehr ein anderes sein. Auch, weil zahlreiche weitere Verträge auslaufen und alles andere als klar ist, ob Spieler wie Eric Martel weiter in Köln spielen werden. Zwar hat Said El Mala noch einen langfristigen Vertrag bei den Kölnern und den auch noch ohne Ausstiegsklausel, dass der Shootingstar aber den Weg mit in Liga zwei geht, ist so gut wie ausgeschlossen. Zumindest wäre der Abstieg sicherlich nicht der erfolgversprechendste Schritt in der Entwicklung des Youngsters und die liegt den FC-Bossen ja am Herz.

Es könnte also erneut einen besonders großen Kaderumbruch geben. Und das, nachdem Thomas Kessler im vergangenen Sommer ziemlich viel Geld für eine Kaderumstrukturierung in die Hand genommen hat. Rund 25 Millionen Euro wurden investiert – so viel wie erst einmal zuvor in der Transfergeschichte der Geißböcke. Immerhin: Sollte El Mala im Sommer verkauft werden, hätte der FC das nötige Kleingeld für einen weiteren Umbruch. Einen großen Umbruch – unabhängig der Liga. Nur wäre der beim Klassenerhalt im ganz großen Stil nicht zwingend nötig.


Schon wieder kein Lohn für die Arbeit – Der 1. FC Köln schenkt erneut einen Punkt her

Ragnar Ache gegen den VfB Stuttgart (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Schon wieder kein Lohn für die Arbeit – Der 1. FC Köln schenkt erneut einen Punkt her

Der FC verliert das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend mit 1:3 auswärts beim VfB Stuttgart und kann sich gegen die Schwaben trotz einer durchaus ordentlichen Auswärtsleistung nicht mit Zählbarem belohnen. Der 1. FC Köln schenkt beim VfB erneut Punkte her.

Neben der erschreckenden Karnevalsbilanz offenbarten sich auch gegen den VfB alte Probleme, die sich nun schon länger durch die Saison ziehen und die womöglich ein Hauptgrund dafür sein könnten, dass die Geißböcke auch weiterhin den Blick in den Rückspiegel richten müssen.

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Bereits vor dem Spiel gegen den Angstgegner aus Stuttgart hatte Kölns Trainer Lukas Kwasniok dem Gegner mit einem Augenzwinkern zum Sieg gratuliert und mit Blick auf die Ergebnisse aus den letzten Pflichtspielen an Karneval erklärt: „Eigentlich brauchen wir gar nicht anfangen. Karnevalsbilanz schlecht, gegen die Großen schlecht, Samstagabend noch schlechter. Insofern jetzt schon Glückwünsche an den VfB Stuttgart.“

Die Bilanz leidet weiter

Was nach Abpfiff und der 1:3-Niederlage nun auch klar ist: Das vom Cheftrainer eigentlich als Spaß Gemeinte und Gesagte trifft zu, die Bilanz ist nun noch schlechter beziehungsweise um eine Niederlage reicher als vor dem Spiel. Zudem bleibt die TSG 1899 Hoffenheim weiterhin das einzige Top-Team der Bundesliga, gegen das die Kölner in der laufenden Spielzeit punkten konnten. Mit weiterhin nur zwei Auswärtssiegen bleibt der 1. FC Köln auch nach dem 22. Spieltag auf einem zweistelligen Tabellenplatz, ein Sieg hätte den Sprung auf Rang neun bedeutet.

Auch wenn die Geißböcke gegen den VfB zwar bereits das siebte Mal in dieser Spielzeit einen Rückstand aufholen konnten, gelang es am Ende nicht, mindestens einen Punkt nach Köln mitzunehmen. Dabei wäre dies durchaus möglich gewesen, da die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß auf der Gegenseite wahrlich nicht ihren besten Tag erwischte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ragnar Ache gelang es dem Team außerdem wieder einmal nicht, Ruhe ins Spiel zu bekommen. Der schnelle Gegenschlag (erneut durch Demirovic) im Anschluss an das eigene Tor bedeutete bereits den fünften Gegentreffer für den FC innerhalb von zehn Minuten nach einem eigenen Erfolgserlebnis. „Vielleicht fehlt uns das letzte bisschen Konzentration. Wenn wir das 1:1 oder ein Tor machen, dann ist es wichtig, konzentriert zu bleiben und nicht nach drei, vier Minuten wieder ein Gegentor zu kriegen. Das müssen wir verbessern“, sagte Ache nach dem Duell.

Der FC bringt sich um den Ertrag

Die Kölner bringen sich so immer wieder selbst um den Ertrag und zerstören die Euphorie und die Sicherheit, die ein eigenes Tor auslösen kann. Gerade als Aufsteiger und Abstiegskandidat ein X-Faktor, der womöglich vor allem gegen Saisonende wichtiger denn je sein könnte. Dabei hatte man sich bereits am Donnerstag frühzeitig aus Köln verabschiedet, um dem Karnevalstreiben zu entgehen und sich professionell auf das Spiel gegen den Angstgegner vorzubereiten.

Vor Anpfiff hatte der Kölner Coach sich am Sky-Mikrofon zu seiner Aussage aus der Vorwoche geäußert, er könne „eben immer nur die Leistung beeinflussen und hoffen, dass andere nicht zu sehr das Ergebnis beeinflussen.“ Am Schiedsrichter hat es gegen den VfB Stuttgart nicht gelegen, dass der FC das Spiel verlor. Und auch wenn die Leistung – vor allem als Auswärtsteam – gestimmt haben mag, so ist Fußball am Ende doch ein Ergebnissport. Und nach eben Ergebnissen stehen nach zwei Siegen gegen Mainz und Wolfsburg nun erneut zwei Niederlagen in Folge zu Buche. Die Suche nach Konstanz bleibt also weiterhin bestehen, ebenso wie alte Schwächen. Der nächste Versuch, diese abzustellen, bietet sich den Rheinländern am kommenden Samstag. Dann empfängt man die TSG 1899 Hoffenheim – das einzige Team aus der Top-6, gegen das die Kölner in der laufenden Saison gewinnen konnten.


Karnevals-Misere geht weiter: Der 1. FC Köln lässt in Stuttgart wieder Punkte liegen

Marius Bülter ärgert sich über eine vergebene Chance
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Karnevals-Misere geht weiter: Der 1. FC Köln lässt in Stuttgart wieder Punkte liegen

Der FC und Karneval, das will punktetechnisch nicht mehr zusammenpassen. Der 1. FC Köln unterliegt beim VfB Stuttgart 1:3. Dabei spielten die Kölner einmal mehr lange mit. Das reichte am Ende wieder nicht.

Der 1. FC Köln hat sich trotz einer ordentlichen Leistung gegen die Schwaben aus Stuttgart nicht belohnt und unterliegt dem VfB Stuttgart mit 1:3. Nach frühem Rückstand konnten sich die Kölner zunächst durch Stürmer Ragnar Ache mit dem durchaus verdienten Ausgleich belohnen, mussten nur kurz darauf dann aber einen bitteren Doppelschlag hinnehmen und stehen am Ende mit null Punkten da.

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Nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig in der Vorwoche schickte FC-Trainer Lukas Kwasniok den 1. FC Köln gegen die Schwaben aus Stuttgart zunächst ohne Shootingstar Said El Mala und den erkrankten Isak Johannesson von Beginn an ins Rennen, stattdessen starteten Joel Schmied und Marius Bülter. Gegen den VfB ging es für die vor dem Spiel elftplatzierten Kölner darum, die ernüchternde Karnevalsbilanz (nur drei Siege am Karnevalswochenende in den vergangenen 25 Jahren, dazu neun Unentschieden und 14 Niederlagen) endlich ein wenig aufzubessern und den Abstand auf den Tabellenkeller nach den Niederlagen der Konkurrenten aus Mainz, St. Pauli und Werder Bremen zu vergrößern.

Schwungvoller Beginn, Demirovic trifft wie im Hinspiel

Unter regnerischen Bedingungen in Stuttgart begann die Partie aus Kölner Sicht gleich mit einem Schreckmoment: Nach einem langen Schlag von FC-Keeper Marvin Schwäbe in die Mitte kam die Kugel prompt zurück und landete in zentraler Position vor den Füßen von VfB-Stürmer Deniz Undav, der per Chip am aufmerksamen Kölner Schlussmann scheiterte (2.). Die Gastgeber bemühten sich in der Folge schon früh um Kontrolle und versuchten, die Kölner bereits in deren Spielhälfte unter Druck zu setzen und den Führungstreffer zu erzielen. Die erste echte Gelegenheit auf Seiten der Geißböcke ergab sich nach dem Anfangsschreck dann wenig später durch Jakub Kaminski, der nach Weiterleitung von FC-Stürmer Ragnar Ache aus halblinker Position zum Abschluss kam, den Ball allerdings mit links nicht richtig traf und so das Tor rechts verfehlte (9.).

Mitten in die vermehrten Bemühungen der Kölner hinein sorgte der VfB dann für die frühe Führung. Nach einem weiten Ball von Chris Führich setzte sich Jamie Leweling rechts im Strafraum gegen seinen Kölner Bewacher Kristoffer Lund durch und legte überlegt per Kopf in die Mitte zu Offensivkollege Ermedin Demirovic ab. Der Bosnier ließ sich nicht zweimal bitten und veredelte die Vorlage durchaus ansehnlich per Volley zum frühen 1:0 für die Schwaben und seinem insgesamt sechsten Saisontreffer (15.).

Beflügelt durch die Führung kamen die Stuttgarter einige Minuten später über die linke Seite erneut über den agilen Führich und den durchstartenden Maximilian Mittelstädt zu einer Gelegenheit. Der Pass des VfB-Linksverteidigers in den Rückraum landete bei Torschütze Demirovic, der das Tor per Direktabnahme aber um rund zwei Meter verfehlt (23.). Die Kölner zeigten sich in der Folge zwar durchaus bemüht, die Gastgeber verdienten sich die Führung nach einer gespielten halben Stunde allerdings mit mehr Ballbesitz und der besseren Zweikampfquote.

Bemühten Kölnern fehlt letzte Durchschlagskraft

Nach einer kurzen Druckphase der Schwaben kam die Mannschaft von FC-Coach Kwasniok dann über Jan Thielmann zu einer Chance. Das Eigengewächs probierte es nach Zuspiel von Bülter von der Strafraumkante mit einem wuchtigen, aber letztlich doch recht unplatzierten Abschluss – kein Problem für VfB-Schlussmann Alexander Nübel (38.). Auch die letzten Minuten der ersten Spielhälfte inklusive einer Minute Nachspielzeit brachten den FC trotz mehr und mehr Mut und Zug nach vorne nicht mehr aufs Scoreboard, sodass die Geißböcke trotz einer durchaus ordentlichen Auswärtsleistung mit einem 0:1-Rückstand in die Pause gingen.

Zunächst einmal unverändert starteten beide Mannschaften in die zweite Halbzeit. In den ersten rund 15 Minuten nach dem Seitenwechsel ging es dann ruhig und ohne nennenswerte Torchancen zu, das Geschehen spielte sich weitestgehend zwischen den beiden Strafräumen ab. In der Folge waren es dann zunächst die Gastgeber, die über den weiter auffälligen Führich in den Strafraum der Kölner drängten. Seine Hereingabe von der linken Seite fand allerdings keinen Abnehmer, auch der Nachschuss von Atakan Karazor blieb in der Kölner Hintermannschaft hängen (58.). Mehr oder weniger im darauffolgenden Angriff kamen dann auch die Gäste wieder in Tornähe: Nach einer Seitenverlagerung von Sebastian Sebulonsen landete der Ball über Umwege bei Bülter, der die Kugel aus kurzer Distanz aus der Drehung allerdings nicht aufs Tor bringen konnte (59.).

VfB kontert Ache-Ausgleich doppelt

Die Kölner agierten auch nach rund einer Stunde weiter bemüht und arbeiteten an Torchancen für den Ausgleich, es fehlte dennoch weiter der letzte Pass oder die letzte Konsequenz im Abschluss. Der VfB Stuttgart hingegen zog sich ein wenig zurück, setzte aber immer wieder kleine Nadelstiche in Richtung Kölner Strafraum. Für die Schlussphase nahm Kwasniok dann mit Özkacar und Schmied gleich zwei Innenverteidiger raus, Said El Mala und Luca Waldschmidt sollten frische neue Impulse in die wenig zwingende Offensive bringen – und das sollte mit dem Ausgleich belohnt werden! Nach einem groben Fehlpass des Ex-Kölners Jeff Chabot fing der eingewechselte Waldschmidt die Kugel ab leitete weiter zu Ragnar Ache. Der Stürmer ließ Gegenspieler Finn Jeltsch mit einer Finte ins Leere rutschen und überlupfte VfB-Keeper Alexander Nübel sehenswert aus rund fünf Metern zum durchaus verdienten 1:1-Ausgleich (79.).

Noch im Kölner Freudentaumel sorgte der VfB Stuttgart nur fünf Minuten später wieder in Person von Demirovic dann für den Dämpfer. Nach feinem Hackenzuspiel des neuen Bilal El Khannouss von der linken Seite beförderte der ebenfalls eingewechseltes Ramon Hendriks die Kugel mustergültig per Flanke in den Strafraum. Dort wartete erneut Demirovic und vollendete mit rechts aus kurzer Distanz am chancenlosen Schwäbe vorbei zur erneuten Führung (84.)

Sichtlich getroffen durch den schnellen Gegentreffer versuchte der 1. FC Köln es noch einmal, unter anderem waren auch Florian Kainz und Youngster Fynn Schenten ins Spiel gekommen. Doch statt des erneuten Ausgleichs sorgte Stuttgarts Top-Torjäger Deniz Undav in seinem 100. Pflichtspiel dann mit dem 3:1 in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung. Nach Kainz-Ballverlust landete die Kugel über Umwege beim eingewechselten Stuttgarter Angelo Stiller, der ein gutes Auge bewies und auf seinen Kollegen aus der Nationalmannschaft querlegte. Dessen platzierter Rechtsschuss besorgte dann den Endstand, Schwäbe war auch hier wieder machtlos.


1.FC Köln: Schwäbe – Lund, Özkacar, Schmied, Sebulonsen, Thielmann – Martel, Krauß – Kaminski, Bülter, Ache; Tore: 1:0, 2:1 Demirović (15., 84.), 1:1 Ache (79l), 3:1 Undav (90.+2)

Das Warten auf die Entscheidung: Wohin führt der Weg von Eric Martel? Welche Optionen hat der 1. FC Köln?

Marvin Schwäbe und Eric Martel nach dem Spiel gegen Wolfsburg
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Das Warten auf die Entscheidung: Wohin führt der Weg von Eric Martel? Welche Optionen hat der 1. FC Köln?

Der FC muss sich möglicherweise im Sommer nach einem Ersatz für Leistungsträger Eric Martel umsehen. Die Situation ist nach wie vor nicht geklärt, eine Tendenz noch nicht absehbar. Wie geht es weiter mit Eric Martel und dem 1. FC Köln?

Es ist wohl eine der spannendsten Personalien dieser Saison – zumindest wird schon sehr lange darüber diskutiert und spekuliert. Wie geht es weiter mit Eric Martel? Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Aber für Spieler und Verein gibt es Pro und Contra.

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Nach wie vor ist es eine Hängepartie. Und eine, die sich wie ein Kaugummi zieht. Schon im vergangenen Frühling war die Personalie um Eric Martel eine heiß diskutierte. Spekulationen um die Vertragsverlängerung, Gerüchte um einen Abschied, Interessenten aus dem In- und Ausland. In einem Nebensatz droppte der Sechser im Trainingslager in Bad Waltersdorf, dass er beim FC bleiben würde – allerdings vorerst ohne Vertragsverlängerung. Im Februar soll die Entscheidung nun folgen. Und sie wird mit Spannung erwartet und in den Sozialen Medien weiterhin heiß diskutiert. Doch wie sehen die Optionen für Verein und Spieler überhaupt aus?

Unauffälliger Anführer

Für den 1. FC Köln wäre ein Abgang von Eric Martel aus sportlicher Perspektive definitiv ein herber Verlust, gehört er doch zu den Leistungsträgern im Team von Cheftrainer Lukas Kwasniok. Der ehemalige Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft gilt als zweikampfstark und spielintelligent, verfügt über ein gepflegtes Passspiel und kann sowohl im Mittelfeldzentrum als auch zentral in der Abwehrkette auflaufen. Darüber hinaus bringt er mit gerade einmal 23 Jahren bereits die Erfahrung aus mehr als 150 Pflichtspielen auf nationalen, aber auch internationalem Niveau mit. Ein sehr attraktives Paket, zumal er in Zukunft durchaus auch in den Dunstkreis der A-Nationalmannschaft stoßen könnte. Das wissen auch andere Clubs, Clubs aus dem In- und Ausland. Die Tatsache, dass er aktuell ablösefrei zu haben wäre, bringt ihn wohl ziemlich sicher in die Notizbücher von zahlreichen Vereinen.

Neben der sportlichen Komponente wäre ein ablösefreier Abschied des Leistungsträgers aus Kölner Sicht wirtschaftlich für den FC mehr als schwierig. Martels Marktwert wird laut transfermarkt.de derzeit auf rund acht Millionen Euro geschätzt, ein ablösefreier Abgang wäre ein herber Verlust. Selbst eine Vertragsverlängerung für eine weitere Saison dürfte den Kölnern bei einem dann kurzen Vertrag nur eine Summe deutlich unter dem Marktwert bescheren. Dass die FC-Bosse sich aber nicht lange hinhalten lassen wollen, scheint auch klar. So ist das Interesse an vielversprechenden Sechsern wie Dan Neil oder Silas Andersen zu erklären, an denen der FC stark interessiert war. Der FC braucht Planungssicherheit und die möglichst schnell.

Felipe Chávez spielt indes eine andere fußballerische Rolle. Martel ist kein dominanter Spielgestalter, kein Spieler mit Glamour-Faktor. Ebenso wenig ist er Torvorbereiter oder gar Torschütze. Er ist Motor und Antreiber, ein Kämpfertyp in der Spielfeldzentrale. Und genau einen solchen Spielertyp braucht es im Kampf um den Klassenerhalt und gegen den Abstieg. Einen Spieler seiner Qualität zu finden, noch dazu ohne die finanziellen Einbußen bei einem ablösefreien Wechsel, dürfte für den FC mindestens schwierig werden. In seinem Alter ist das Potenzial noch groß und die Zukunft vielversprechend.

Ambition vs. Emotion

Der Spieler selbst hält sich bislang weiterhin bedeckt und lässt sich seine Zukunft offen. Seinen Aussagen zufolge wolle er sich nun nach dem Winter-Transferfenster entscheiden, was für ihn der richtige nächste Schritt ist. In der Bundesliga wird es im Sommer mehrere Optionen geben. Clubs wie der SC Freiburg, Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart oder die TSG 1899 Hoffenheim könnten in Frage kommen. Allerdings ist nicht sicher, ob Martel dort auch einen Stammplatz sicher hätte. Anders ist die Situation beim FC: Mit seinen Leistungen in Köln und seinem jungen Alter von 23 Jahren hat sich Martel in jedem Fall ein ordentliches Standing erspielt, war in den vergangenen zwei Jahren unumstrittener Stammspieler und dürfte es auch wieder werden.

Auf der anderen Seite ist Martel durch seinen auslaufenden Vertrag und das gegebene Interesse zudem in einer guten Verhandlungsposition. Ein Wechsel würde für ihn wohl ziemlich sicher zu einem Club mit Europapokal-Ambitionen führen, inklusive einer deutlichen Gehaltssteigerung. Martel selbst machte nie einen Hehl aus seiner Verbundenheit zum Club. Dennoch sagte er bereits im Vorjahr, dass er von der Champions League träume. Dass er dieses Ziel in Köln irgendwann erreichen könnte, scheint bei allem kölschen Optimismus dann doch eher unwahrscheinlich.


Mit der Viererkette zu mehr Stabilität beim 1. FC Köln?

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Mit der Viererkette zu mehr Stabilität beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln hat mit dem 1:0-Erfolg über den VfL Wolfsburg einen möglichen direkten Konkurrenten auf Distanz gehalten und hält zumindest tabellarisch einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Trainer Lukas Kwasniok setzte gegen die Niedersachsen erneut auf eine Viererkette in der Defensive: Gewinnt der 1. FC Köln durch die Viererkette an Stabilität?

Auch wenn die Neubesetzungen von Sebastian Sebulonsen in der Innenverteidigung und Alessio Castro-Montes auf der Rechtsverteidigerposition sicher noch nicht ganz eingespielt sein kann, so zeichnet sich doch eine gewisse Zukunftstauglichkeit im neuen System ab. Oder wechselt der Köln Coach wieder auf die Dreierformation?

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Der Heimsieg gegen die „Wölfe“ bescherte der Mannschaft von Coach Lukas Kwasniok den ersten Zu-Null-Erfolg der laufenden Spielzeit seit Spieltag sechs Anfang Oktober vergangenen Jahres. In der Zwischenzeit ließ der Trainer immer wieder zwischen Dreier- und Viererkette wechseln. Kwasniok ließ sich nie auf ein bestimmtes System festnageln. Flexibel müsse der FC sein, je nach Gegner bedarf es Überraschungsmomenten und individuellen Anpassungen von System und Positionen, so die Worte des Trainers. Damit könnte nun womöglich aber Schluss sein. Der knappe Heimsieg gegen die Mannschaft von VfL-Coach Daniel Bauer lieferte durchaus einige Erkenntnisse, warum eine Viererkette in der defensiven Grundordnung womöglich auch langfristig der Schlüssel zu mehr Stabilität sein könnte.

Mehr Raumabdeckung, weniger Platz für den Gegner

In erster Linie bietet eine Abwehr mit vier Spielern und somit logischerweise zwei Außenverteidigern zumindest in der Theorie weniger Platz für den Gegner. Gerade die Außenbahnen sind rund um den eigenen Strafraum besser abgedeckt als beispielsweise mit einer Dreier bzw. Fünferkette. Gegnerische Flügelspieler und Spielzüge können so zumindest theoretisch besser verteidigt und Flanken unterbunden werden. In der Bundesliga agieren viele Mannschaften wie auch Wolfsburg und Freiburg mit zwei offensiven Flügeln. Wenngleich der Däne Christian Eriksen auf Seiten des Gegners am Freitagabend eine Halbposition bekleidete.

In Bezug auf die Raumverteidigung können sich ebenfalls Vorteile ergeben. Die Spieler können besser auf einer gemeinsamen Linie verteidigen und verschieben. Je nach Situation kann auch die Abseitsfalle für den Gegner besser organisiert und umgesetzt werden. Oft sind im eigenen Spielaufbau auch die Abstände zwischen den Spielern geringer als mit einer Dreierreihe. Sofern sich bei eben dieser kein Mittelfeldspieler zurückfallen lässt, um den Ball hinten abzuholen. Bei schnellen Gegenzügen senkt eine Grundordnung mit vier Abwehrspielern zudem die Wahrscheinlichkeit, dem Gegner aussichtsreiche Eins-gegen-eins-Situationen zu bieten. Vor allem schnelle und riskante Gegenstöße können so minimiert werden.

Zwei Neuzugänge im Fokus

Trotz genannter Vorteile gilt es natürlich auch mit einer Viererkette, die theoretischen Vorteile und Unterschiede in der Praxis gewinnbringend um- und einzusetzen. Beim 1. FC Köln haben sich in den vergangenen drei Spielen vor allem zwei Neubesetzungen hervorgetan. Zum Einen hat sich Coach Kwasniok dafür entschieden, den Norweger Sebastian Sebulonsen von der rechten Schiene eine Position weiter in die Zentrale zu rücken. Der 26-Jährige bringt mit 1,87 Meter gute Voraussetzungen mit, um Kopfballduelle in der Luft und harte Zweikämpfe gegen wuchtige gegnerische Angreifer zu gewinnen. Dazu ist er körperlich recht robust und bringt eine ordentliche Grundgeschwindigkeit mit, die heutzutage vor allem bei Innenverteidigern immer gefragter wird.

Als zweite Personalie kommt auch der Belgier Alessio Castro-Montes aus Kölner Sicht immer besser in Fahrt. Zu Saisonbeginn noch außen vor, stand der Neuzugang aus Saint-Gilloise in den letzten fünf Ligapartien vier Mal in der Startelf. Nachdem er gegen Heidenheim und Mainz nominell im linken Mittelfeld eingesetzt wurde und mit drei Vorlagen überzeugte, beorderte Kwasniok ihn gegen die (vermeintlich) stärkeren Gegner auf die Rechtsverteidigerposition. Der 28-Jährige bringt eine gute Dynamik mit, schlägt immer wieder gute Flanken und Standards in Richtung gegnerischen Strafraum. Zudem verfügt er über ein ordentliches Passspiel. In der Rückwärtsbewegung ist Castro-Montes laufstark und taktisch flexibel. Er kann sowohl auf den Außenbahnen agieren als auch im zentralen defensiven oder offensiven Mittelfeld.

Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass die Dreierkette auch ihre Vorteile hat. Etwa steht ein Offensivspieler mehr zur Verfügung. Die Defensive kann viel flexibler verteidigen. Das Zentrum im Schlussdrittel ist kompakter, dadurch vielleicht sicherer. Dennoch: der 1. FC Köln hat mit dem Heimsieg gegen Wolfsburg einen wichtigen, aber noch lange nicht den letzten Schritt zum Saisonziel Klassenerhalt gemacht. Die neuen Optionen dürften Trainer Kwasniok zum aktuellen Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der Verletztenliste dennoch gefallen. Mit Blick auf die künftigen Bundesligapartien könnte eine Viererkette bei den Rheinländern nun also vielleicht endlich die lang ersehnte Stabilität liefern. Eine Stabilität, auf die die Fans auch wegen wechselnder Aufstellungen und Systemänderungen bislang vergeblich warten.


Starkes Offensivtrio, starke Bilanz – eine schwere Aufgabe für den 1. FC Köln

OF Alessio Castro-Montes im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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Starkes Offensivtrio, starke Bilanz – eine schwere Aufgabe für den 1. FC Köln

Der 1. FC Köln eröffnet den 20. Bundesliga-Spieltag mit dem Freitagabendspiel gegen den VfL Wolfsburg. Nach der guten Leistung auswärts beim SC Freiburg am vergangenen Wochenende will die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok gegen die Wölfe auch vor heimischem Publikum wieder überzeugen. Das erwartet den 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg.

Nach dem Punktverlust in Freiburg geht es für den FC bereits am Freitag gegen Wolfsburg weiter. Einfach wird die Aufgabe allerdings nicht: Das erwartet den 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz.

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Sowohl für die Kölner als auch die Gäste aus Wolfsburg dürfte die Partie von richtungsweisender Bedeutung sein: Beide Teams stecken aktuell im grauen Mittelfeld fest, wobei der Blick zuletzt tendenziell eher in Richtung unteres Tabellendrittel geht. Trotz guter Leistung stand der FC in Freiburg nach Spielschluss (1:2) ohne Punkte da und verpasste es, einen weiteren Befreiungsschlag zu setzen. Gegen die aktuelle kriselnden Wölfe soll nun ein ähnlich guter Auftritt wie in Freiburg möglichst in Einklang gebracht werden mit einem positiven Endergebnis.

Form & Bilanz: VfL-Coach Daniel Bauer durchlebt mit seiner Mannschaft nach seiner Übernahme derzeit eine schwierige Phase. Von den vergangenen fünf Partien konnte sein Team nur gegen Aufsteiger FC St. Pauli (2:1) gewinnen, ansonsten unterlagen die „Wölfe“ neben dem 1:8-Debakel gegen Rekordmeister FC Bayern München zu Jahresbeginn auch in der Vorwoche nach schwacher Leistung und Führung dem direkten Konkurrenten aus Mainz mit 1:3. Dazu kommt eine wackelige Defensive: In den letzten elf Ligapartien kassierten die Niedersachsen stets mindestens ein Gegentor.

Ein Mutmacher dürfte dennoch die Vergangenheit sein: Die jüngsten drei Partien in Köln konnte Wolfsburg allesamt gewinnen. Auch die Bilanz spricht für die Gäste: In bislang 40 Duellen ging der VfL 18 Mal als Sieger vom Platz, während der 1. FC Köln zehn Siege verbuchen konnte. Zwölf Partien endeten mit einem Unentschieden. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften in einem höchst unterhaltsamen Spiel mit einem 3:3.

Personallage: Gegen den 1. FC Köln müssen der VfL Wolfsburg und Coach Daniel Bauer auf folgende Spieler verzichten: Joakim Maehle (Schulterverletzung), Rogerio (Muskelverletzung), Bence Dardai (Kreuzbandriss), Jonas Wind (Muskelverletzung), Jenson Seelt (Knieverletzung), Cleiton (Sprunggelenksverletzung).

Offensive und Defensive

Zweitschwächste Abwehr der Liga: Mit insgesamt 41 Gegentoren hat der VfL Wolfsburg nach Liga-Schlusslicht 1. FC Heidenheim (42) die schlechteste Abwehr der Bundesliga. Zuletzt blieben die Niedersachsen am 8. Spieltag im Oktober letzten Jahres beim 1:0-Auswärtssieg in Hamburg ohne Gegentor.

Essenzielles Angriffs-Trio: 15 der bislang 28 erzielten Bundesligatore in der laufenden Saison beim VfL Wolfsburg gehen auf das Konto der Mittelstürmer Mohamed Amoura und Dzenan Pejcinovic sowie Flügelmotor Patrick Wimmer.

Im Fokus

Mittelstürmer Dzenan Pejcinovic erzielte alle seine fünf Saisontore in den letzten vier Bundesligaspielen. Nach Fußverletzung im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim blieb er über 90 Minuten bei der 1:3-Niederlage in Mainz ohne Treffer und dürfte darauf brennen, sein Torkonto am Freitagabend in Köln weiter aufzubessern. Wichtig ist für VfL-Coach Bauer auch die Rückkehr von Kapitän und Routinier Maximilian Arnold, der nach Gelbsperre in Köln wieder zur Verfügung steht und mit seiner Standardstärke aller Voraussicht nach in die Startelf rückt.

4-2-3-1-System

Trainer Daniel Bauer lässt den VfL Wolfsburg seit seiner Übernahme in einem 4-2-3-1-System mit einer Doppel-Sechs im defensiven Mittelfeld auflaufen, wo neben dem gesetzten Kapitän Maxi Arnold sowohl Yannick Gerhard als auch Vini Souza und Matthias Svanberg um einen Platz konkurrieren. Im Angriff führt derzeit kein Weg am Trio Pecjinovic, Amoura und Wimmer vorbei, die zusammen mehr als 50 Prozent aller Wolfsburger Tore erzielen oder vorbereiten. Je nach Spielstand und Situation verändert sich die Grundformation der Wölfe im Laufe eines Spiels auch mal zu einem 4-3-3.

Mögliche Aufstellung: Grabara – Kumbedi – Jenz, Koulierakis, Gerhardt – Arnold, Vini Souza, Eriksen – Wimmer, Amoura – Pejcinovic