Mit Glück gegen den Rekordmeister: So will der 1. FC Köln gegen Bayern München punkten

Jahmai Simpson-Pusey im Zweikampf mit Harry Kane
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Mit Glück gegen den Rekordmeister: So will der 1. FC Köln gegen Bayern München punkten

Wenn der 1. FC Köln am letzten Spieltag der Bundesligasaison am Samstag beim FC Bayern München antritt, steht für beide Mannschaften sportlich nichts mehr auf dem Spiel. Die Münchner haben sich bereits vorzeitig zum Deutschen Meister gekrönt und auch die Kölner haben das Saisonziel Klassenerhalt einen Spieltag vor Schluss erreicht. Dennoch dürfte die Partie in der bayrischen Allianz Arena alles andere als bedeutungslos werden: So will der 1. FC Köln gegen Bayern München punkten.

Während es für die Rheinländer um Coach René Wagner darum geht, sich mit einer engagierten Leistung aus der Spielzeit zu verabschieden, wollen die Münchner Bayern sicher noch einmal sportlich die Muskeln spielen lassen, ehe man im Anschluss die Meisterschale in die Höhe streckt.

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Vor der letzten Herausforderung in dieser Saison fahren die Kölner mit einer Mischung aus Erleichterung, Realismus und Hoffnung in die Allianz Arena nach München. Wenngleich die Partie sportlich für keine der beiden Teams mehr eine wirkliche Relevanz darstellt, geht es für die Kölner um Coach René Wagner darum, sich möglichst mit einer ordentlichen Leistung aus der Saison zu verabschieden. Dass die Rollen vor dem Duell mit dem bereits feststehenden Deutschen Meister aber ziemlich klar verteilt sind, daran ließ FC-Trainer Wagner auf der Spieltags-Pressekonferenz im Vorfeld keinen Zweifel. „Wir werden alles reinhauen und wollen eine gute Leistung bringen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man in München gewinnen kann, wenn man eine gute Leistung bringt. Wenn man Glück hat gegen Bayern, dann lassen sie einen nah dran und wenn man ganz viel Glück hat, dann kann man auch mal ein Spiel gewinnen in München oder auch zuhause.“

Schlechte Bilanz trotz durchaus guter Leistungen gegen den FCB

Erinnerungen weckte der Coach auf der PK an die letzten Begegnungen mit dem Rekordmeister, wo der FC trotz einer jeweils „guten Leistung, wie wir sie in der Hinrunde oder im DFB-Pokal gezeigt haben“, mit 1:3 und 1:4 verlor. Gerade deshalb sei die mentale Herausforderung für seine Spieler enorm. „Du musst Gas geben ohne Ende, mit der Hoffnung, nah dran zu sein an einem Unentschieden oder mit ganz viel Glück an einem Sieg. Wenn aber alles normal läuft und man bringt eine super Leistung, schlagen sie einen trotzdem.“ Gegen die Geißböcke spricht außerdem die Bilanz: Die Kölner konnten keines der letzten 22 Duelle mit dem Bundesliga-Rekordmeister für sich entscheiden und warten seit vier Partien auf einen Ligasieg, umso größer ist die Sehnsucht also nach einem Erfolg gegen den deutschen Branchenprimus.

Dass die Münchner mit Blick auf das anstehende Pokalfinale in der kommenden Woche gegen den VfB Stuttgart derweil eine B-Elf ins Rennen schickt, glaubt Wagner nicht. „Wir glauben, dass die Bayern mit ihrer besten Mannschaft auflaufen werden. Wenn ich der Trainer in München wäre, würde ich die beste Mannschaft aufs Feld stellen, um mich so auf das DFB-Pokalfinale vorzubereiten.“ Gerade unter Cheftrainer Vincent Kompany habe man beim FCB nie wirklich das Gefühlt, „die Mannschaft will in irgendeiner Art und Weise etwas wegspielen. Ich glaube nicht, dass die Münchner mit dem Pokalfinale die Woche darauf irgendeinen Grund haben, jemanden zu schonen. Wir bereiten uns also auf die stärkste Mannschaft vor.“ Neben dem bereits pulverisierten Liga-Torrekord wollen die Münchner sich mit einem Sieg gegen den 1. FC Köln einstimmen auf die Übergabe der Meisterschale im Anschluss an die Partie vor heimischem Publikum in der Allianz Arena.

Martel ersetzt Krauß im Mittelfeld

Personell muss der FC gegen die Bayern auf Mittelfeldmotor Tom Krauß verzichten, der aufgrund von Knieproblemen gar nicht erst nach München mitfahren wird. Für ihn wird aller Voraussicht nach Rückkehrer Erik Martel in die erste Elf rücken, der nach Gelbsperre wieder zur Verfügung steht. In der Innenverteidigung ließ Wagner zudem durchblicken, dass wohl auch Jahmai Simpson-Pusey nach seinem Ausfall aus disziplinarischen Gründen im Vorfeld der Partie gegen den 1. FC Heidenheim (1:3) wieder auflaufen wird. Er habe laut Coach „aktuell die Nase“ vorn im Vergleich mit Innenverteidigerkonkurrent Rav van den Berg. Auf dem Weg nach vorne sollen wie zuletzt eigentlich immer Senkrechtstarter Said El Mala und Leistungsträger Jakub Kaminski für Gefahr sorgen.

Gerade El Mala könne „mit seiner Qualität im Umschalten und mit seiner Qualität, Tiefe hinter der Kette anzubieten für jeden Kader ein wichtiger Spieler sein“ und soll diese Qualitäten möglichst auch gegen den Rekordmeister wieder unter Beweis stellen. Mit aktuell zwölf Toren und fünf Vorlagen ist der gebürtige Krefelder nach wie vor Kölner Topscorer. Eine weitere Torbeteiligung könnte trotz der fehlenden sportlichen Relevanz der Partie eine mögliche Ablöse bei einem etwaigen Sommerabgang des Juwels noch einmal in die Höhe schießen lassen. Zuletzt soll Medienberichten zufolge der Premier-League-Club FC Brentford sein Interesse bekundet haben.

Unabhängig von der Personalie El Mala ist die Partie für den 1. FC Köln eine gute und zugleich auch die letze Gelegenheit, sich nach dem geschafften Klassenerhalt mit einer guten Leistung gegen die stärkste Mannschaft des Landes von den eigenen Fans zu verabschieden. Die Münchner werden vor der anschließenden Meisterfeier allerdings sicher etwas dagegen haben und wollen sich mit einem Sieg sowohl die Stimmung vergolden als auch Selbstvertrauen tanken, ehe man in der kommmenden Woche im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart nach dem Double greift.

Kader-Baustellen: Auf diesen Positionen muss der 1. FC Köln zur neuen Saison am dringendsten nachlegen

Thomas Kessler und Tim Steidten vom 1. FC Köln
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Kader-Baustellen: Auf diesen Positionen muss der 1. FC Köln zur neuen Saison am dringendsten nachlegen

Der 1. FC Köln hat das Saisonziel Klassenerhalt zwei Spieltage vor Schluss erreicht und kann nur noch bei höchst unrealistischen Ereignissen auf dem Relegationsplatz landen. Auch wenn die Kölner als Aufsteiger zu keinem Zeitpunkt der Saison auf einem Abstiegsrang standen, so hat sich in den vergangenen Monaten doch die ein oder andere Baustelle offenbart: Auf diesen Positionen muss der 1. FC Köln im anstehenden Transfersommer nachlegen.

Immer wieder fielen während der Saison Lücken innerhalb des Kölner Kaders auf. Weitere werden wohlmöglich durch anstehende Abgänge gerissen. So wird sich Thomas Kessler wohl bereits Gedanken über weitere Optionen der Verstärkung machen.

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Was passiert auf den Schienen?

Trotz ordentlichen 47 erzielten Saisontoren hat der 1. FC Köln mit Blick auf die offensive Unterstützung seiner Defensivspieler noch Luft nach oben. Vor allem die beiden Außenverteidigerpositionen konnten zwei Spieltage vor Saisonende nicht den offensiven Output liefern, den man sich vermutlich gewünscht hätte bei den Kölner Verantwortlichen. Zumindest hatte Lukas Kwasniok die erhoffte Offensivstärke seiner „Wingbacks“ gleich mehrfach eingefordert. Sowohl Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen als auch sein Pendant auf der linken Seite Kristoffer Lund bringen es bis dato in 31 bzw. 33 Pflichtspielen auf kein einziges Saisontor. Auch was die Torvorlagen angeht, sieht es eher mau aus. Während Sebulonsen noch gänzlich ohne Torbeteiligung ist, konnte Lund immerhin zwei Treffer für seine Teamkollegen auflegen. Zuletzt bereitete er den Treffer von Said El Mala gegen Union Berlin vor.

Die kam indes von Alessio Castro-Montes. Der Belgier ließ in der Spielzeit phasenweise seine Qualitäten aufblitzen, war aber insgesamt nicht konstant genug. Gerade in der Offensive hat man sich von den Wingbacks mehr vorgestellt. Wenngleich natürlich in erster Linie die defensive Stabilität für eine Mannschaft wie den Aufsteiger aus Köln im Vordergrund steht, so hätte sicher niemand in Köln ein Problem mit etwas mehr Gefahr nach vorne über beide Schienen.

Wie sieht es in der Zentrale aus?

Im Kölner Mittelfeld hängt eine Entscheidung über einen Neuzugang vermutlich stark von der Zukunft Eric Martels ab. Der Stammspieler und Leistungsträger konnte zwar in der Rückrunde (wie viele seiner Teamkollegen) nicht mehr ganz an die starke Hinrunde anknüpfen, soll nach Möglichkeit und Ansicht der Kölner Führungsetage aber dennoch am Rhein bleiben. Problematisch ist die Situation aber trotzdem: Während der Spieler sich bislang noch nicht entschieden hat und den Kölnern so keine Planungssicherheit gibt, hat der 1. FC Köln ein ursprüngliches Angebot an Martel mittlerweile zurückgezogen und hat die Personalie nicht mehr als oberste Priorität auf der Agenda. Viel Werbung in eigener Sache kann Martel nicht mehr machen: Aufgrund seiner zehnten Gelben Karte und der damit verbunden Sperre gegen Heidenheim bleibt ihm nur noch das Saison-Abschlussspiel gegen den Rekord-Meister FC Bayern München.

Die Kölner brauchen einen Stoßstürmer

Im letzten Drittel hat man mit Jakub Kaminski, Said El Mala, Ragnar Ache, Luca Waldschmidt und Marius Bülter sowie den Youngstern Fynn Schenten und Youssoupha Niang nominell zwar ein Überangebot, einen echten großgewachsenen Stoßstürmer sucht man allerdings vergeblich im FC-Kader. Ragnar Ache erfüllt die Aufgabe eines Wandspielers und Zielstürmers, ist aber offenbar verletzungsanfällig. Ein Ersatz war schon im vergangenen Sommer ein Thema. Doch den gab es am Ende bekanntlich nicht. Das rächt sich zumindest quantitativ zum Saisonfinale. Den Ache ist verletzt. Ein zweiter Zielstürmer dürfte daher ein besonders wichtiges Ziel sein.

Während die Kölner die Kaufoption bei Kaminski ziehen werden und den Polen inklusive einer Ausstiegsklausel im Bereich von rund 20 Millionen so fest an sich binden, ist ein Verbleib von Juwel El Mala weiterhin unklar. Angebote im Bereich von 35 bis 40 Millionen Euro sollen dem 1. FC Köln nicht ausreichen, um einem Transfer des Senkrechtstarters (Vertrag bis 2030) zuzustimmen. Waldschmidt hingegen würde selbst gerne in der Domstadt bleiben, kommt aber auch in dieser Saison meist nur von der Bank aus zum Einsatz. Denkbar, dass die Kölner ihn ein Jahr vor Vertragsende noch abgeben, um eine Ablöse zu erhalten. Dabei würde den Kölnern ein kreativer Offensivspieler sicher auch gut tun, vielleicht auf der Acht, vielleicht hinter den Spitzen.


Ungewisse Zukunft und Suche nach Alternativen: Diese Spieler könnten Eric Martel beim 1. FC Köln ersetzen

Eric Martel vom 1. FC Köln
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Ungewisse Zukunft und Suche nach Alternativen: Diese Spieler könnten Eric Martel beim 1. FC Köln ersetzen

Die Zukunft von Eric Martel beim 1. FC Köln ist auch drei Spieltage vor Saisonende weiter ungewiss. Der Vertrag des defensiven Mittelfeldspielers läuft im Sommer aus, Interessenten ploppen auf. Und so verwundert es nicht, dass man sich nach Alternativen umschaut beim 1. FC Köln: Wer könnte auf Eric Martel folgen?

Eric Martel gehört beim 1. FC Köln zum Stammpersonal und bestritt in der laufenden Saison bislang 29 von 31 Bundesligaspielen. Einzig am 17. sowie am 28. Spieltag musste er aufgrund einer Gelb- bzw. Gelb-Rot-Sperre pausieren. Auch wenn der gebürtige Straubinger in der Rückrunde nicht mehr ganz an die starke Hinrunde anknüpfen kann, so ist er auch unter (Interims-)Coach René Wagner nach dem Abgang von Cheftrainer Lukas Kwasniok weiter gesetzt. Hinter der Zukunft in Köln stehen aber weiter Fragezeichen. Zuletzt ploppt ein kolportiertes Interesse des VfL Wolfsburg auf.

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Auch zuletzt stand Eric Martel im rheinischen Duell gegen Bayer 04 Leverkusen (1:2) 85 Minuten auf dem Rasen. In der Schlussphase wurde er aus taktischen Gründen für eine offensivere Ausrichtung ausgewechselt. Aus Kölner Sicht ist die Situation klar. Man würde den Mittelfeldspieler gerne halten und den im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern. Allerdings hat auch das Zögern Martels seine Verhandlungsposition beeinflusst und dem FC zu denken gegeben. Der Club beschäftigt sich längst bereits mit möglichen Optionen. Bei den aufgeführten Alternativen handelt es sich jedoch nicht um konkrete Gerüchte, sondern um eine Aufzählung möglicher Alternativen. Eine der ersten genannten war schon im Winter der dänische U21-Nationalspieler Silas Andersen vom schwedischen Erstligisten BK Häcken. Er gilt als robuster Abräumer im Mittelfeld und soll dem Vernehmen nach für eine Summe im Bereich von sieben Millionen Euro zu haben sein. Ein Angebot der Kölner in Höhe von rund vier Millionen Euro soll bereits eingegangen sein. Jedoch war dies zu wenig für den schwedischen Meister von 2022. Andersen hat seinen Vertrag mittlerweile allerdings verlängert.

Zwei alte Bekannte

Mit Ellyes Skhiri könnte ein Spieler interessant werden, der bereits von Sommer 2019 bis Sommer 2023 für den „Effzeh“ auflief. Seit seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt stagniert die Karriere des Tunesiers jedoch ein wenig. In der laufenden Saison kam er zwar wettbewerbsübergreifend in 31 Partien zum Einsatz, dabei stand er allerdings nur 17 Mal in der Anfangsformation. An Köln hat der laufstarke Mittelfeldmann gute Erinnerungen, war er doch unangefochtener Stammspieler und Leistungsträger. Mit bald 31 Jahren könnte der kommende Sommer für Skhiri möglicherweise die letzte Chance sein, noch einmal woanders anzugreifen und einen längerfristigen Vertrag zu unterschreiben. Sein Arbeitspapier in Frankfurt ist noch bis Sommer 2027 datiert. Daher können die Hessen ihn wohl nur noch in diesem Sommer für eine vergleichsweise angemessene Ablösesumme verkaufen. Mit CAA Stellar hat Skhiri zudem den gleichen Berater wie Köln-Neuzugang Isak Johanesson.

Ein weiterer Name mit Kölner Vergangenheit, der medial bereits genannt wurde, ist der von Yannick Gerhardt. Der Bruder von Anna Gerhardt aus der Frauenmannschaft des 1. FC Köln spielt seit mittlerweile knapp zehn Jahren beim VfL Wolfsburg, der 2016 rund 13 Millionen Euro für den gebürtigen Würselener an den Rhein überwies. Mit mittlerweile 32 Jahren hat Gerhardt viel erlebt, spielte mit den Wölfen vor einigen Jahren sogar in der Champions League. Die Realität und Gegenwart sieht allerdings anders aus. Mit 25 Punkten steht der VfL Wolfsburg auf dem vorletzten Tabellenplatz und steht somit kurz vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga. Ob der flexibel einsetzbare Defensivmann den Weg nach fast 300 Pflichtspielen für die Niedersachsen allerdings mit antritt, erscheint mehr als nur fraglich. In Köln wäre Gerhardt im Falle einer Rückkehr sicher auf Anhieb ein Führungsspieler, der mit seiner Erfahrung und Variabilität viel Unterstützung für die jungen Spieler und Soforthilfe auf mehreren Positionen liefern kann.

Der 1. FC Köln als Karriere-Anheizer

Neben zwei Ex-Kölnern brachte DERWESTEN zuletzt weitere Namen ins Gespräch. Die Rede ist unter anderem von Mahmoud Dahoud, der wie Skhiri bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag steht. Mittlerweile 30 Jahre alt, spielt der zentrale Mittelfeldspieler seit der Ankunft von SGE-Coach Albert Riera keine Rolle mehr in den Planungen der Hessen und wird den Club nach Ablauf seines Vertrags im Sommer verlassen. Auch wenn Dahoud mit knapp 200 Bundesligaeinsätzen wie Gerhardt zuvor eine Menge an Erfahrung im deutschen Oberhaus mitbringt, dürfte seine Vergangenheit bei Borussia Mönchengladbach bei einigen Fans für Unverständnis sorgen. Der Spieler wäre zwar ablösefrei zu haben, die Kölner Verantwortlichen werden sich die Verpflichtung eines ehemaligen „Fohlen“ aber sicher überlegen.

Ein weiterer Spieler, der für die Kölner möglicherweise eine interessante Option sein könnte, ist Gerhardts Teamkollege Matthias Svanberg. Der schwedische Nationalspieler ist mit 27 Jahren noch relativ jung und hat noch einige Jahre vor sich, dazu ist er von seiner Statur und Körpergröße her Eric Martel ziemlich ähnlich. Ähnlich wie auch Gerhardt ist er kein Stammspieler in Wolfsburg und könnte sich vor allem bei einem Abstieg auf die Suche nach einer neuen sportlichen Herausforderung machen. Svanbergs Vertrag beim VfL läuft noch bis Sommer 2027, sein Marktwert wird derzeit auf rund 9 Millionen Euro taxiert. Mit Elvis Rexhbecaj hat der VfL Wolfsburg zudem bereits einen alten bekannten als Rückkehrer für das zentrale Mittelfeld verpflichtet.

Egal, wie sich Martel und/oder der 1. FC Köln entscheiden werden, mit einer Verkündung dürfte wohl nicht allzu schnell zu rechnen sein. Zu unwahrscheinlich erscheint eine Entscheidung beider Partien aktuell inmitten einer Phase, in der man um die sportliche Zukunft in der höchsten deutschen Spielklasse kämpft. Vermutlich ein entscheidender Punkt in Martels Vorstellung vom Verbleib in Köln.

Said El Mala: Mit neuer Position doch noch in den Dunstkreis der WM?

Said El Mala jubelt nach seinem Tor gegen Bremen
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Said El Mala: Mit neuer Position doch noch in den Dunstkreis der WM?

Nun also auch Elfmeter. Am vergangenen Spieltag erzielte der Youngster seinen elften Saisontreffer. Und das in ganz anderer Funktion für den 1. FC Köln: Said El Mala in neuer Rolle zur WM?

Beim 1. FC Köln zeichnet sich unter dem neuen Trainer René Wagner eine klare Weiterentwicklung in der Rolle von Said El Mala ab. Während der Offensivspieler unter Vorgänger Lukas Kwasniok häufig strikt auf dem linken Flügel eingesetzt wurde, soll er unter dem neuen Coach nun deutlich flexibler agieren und sich vermehrt auch in die gefährlichen Räume in zentraler Position rund um Mittelstürmer Ragnar Ache begeben. Nicht zuletzt dank des ihm ausgesprochenen Vertrauens und seiner inzwischen gefestigten Rolle in der Startelf wusste der 19-Jährige auch zuletzt gegen Werder Bremen zu überzeugen und erzielte beim 3:1-Erfolg den wichtigen Treffer per Elfmeter. Pünktlich vor der entscheidenden Saisonphase scheint El Mala damit zusätzliches Selbstvertrauen getankt zu haben und vielleicht winkt doch noch die WM.

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Wagner fordert mehr Flexibilität von El Mala

Mit nunmehr elf Saisontoren und vier Vorlagen ist Said El Mala alleiniger Topscorer beim 1. FC Köln und geht nach seinem Elfmetertor gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen (3:1) mit ordentlich Selbstvertrauen in die letzten fünf Saisonspiele in der Bundesliga. Auch wenn das Offensiv-Juwel bereits unter Lukas Kwasniok eine steile Entwicklung erlebte, scheint das in ihn gesetzte Vertrauen von Neu-Coach René Wagner ihn zum Saisonende hin noch einmal zusätzlich zu beflügeln. In der Vergangenheit noch meist als klarer linker Außenbahnspieler eingesetzt, scheint sich die Rolle des begehrten Leistungsträgers der Kölner unter dem neuen Übungsleiter noch aber noch einmal zu verändern oder weiterzuentwickeln.

„Ich möchte einfach, dass er als Spieler ein bisschen flexibler wird. Nicht nur außen steht und auf seine Situationen wartet, sondern auch mal von innen tief gehen kann oder sich seine Position außen auch immer wieder sucht“, beschrieb Wagner auf der Spieltags-Pressekonferenz am Mittwoch die (neuen) Erwartungen an den 19-Jährigen, der es bereits am vergangenen Wochenende „echt gut gemacht hat“ im „Mix zwischen Doppelspitze mit Reggie (Ragnar Ache, Anm. d. Red.) und nach außen ausweichend, um sich seine Situationen zu suchen.“ Gerade dieses Zusammenspiel mit Stürmer Ache sei wichtig für das Team, um den Gegner vor unerwartete und unangenehme Aufgaben zu stellen. „Ich mag ihn in der Öffnung bzw. im Übergang aktuell gern neben Reggie, weil wir dann immer die Chance haben, über einen langen Ball durch Reggie auch gefährlich hinter die letzte Linie zu kommen. Ich glaube, das tut ihm gut, er ist diese Saison gefühlt schon oft allein auf den Torhüter zugelaufen und die Dinger wird er irgendwann dann auch reinmachen und so noch gefährlicher werden.“

Mit neuer Rolle zu mehr Torgefahr

Dass er die neuen Impulse und Anforderungen annimmt und bereits jetzt versucht, sie umzusetzen, stimmt Coach Wagner optimistisch. „Ich spüre, dass er mir vertraut, weil er einfach seine Position im Spiel auch gut hält. Er erfüllt seine Aufgabe und versucht in jeder Phase des Spiels, die Sachen umzusetzen, die wir ihm mitgeben.“ Die neue Rolle weg vom klassischen Flügelspieler hin zu einem variableren Offensivakteur, der sowohl zentral als auch auf den Außenbahnen agiert und so immer wieder auch in die gefährlichen Abschlusssituationen vor dem gegnerischen Tor kommt, soll demnach fortan und bis zum Saisonende die Marschroute sein. „Das wird die Rolle für Said für die letzten Spiele sein, dass er da einfach unberechenbarer wird, weil er mit seiner Geschwindigkeit und seinem Dribbling unfassbar gefährlich werden kann für jeden Gegner“, so Wagner abschließend.

Am Ende des Tages geht es für El Mala auch darum, noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Zwar wollte Wagner sich nicht zu den DFB-Chancen seines Youngsters äußern, die neue Rolle, vor allem aber das Vertrauen könnten dem Youngster zumindest den Weg ebnen.


Vor Abstiegsduell gegen Werder Bremen: Alessio Castro-Montes bietet sich an

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Vor Abstiegsduell gegen Werder Bremen: Alessio Castro-Montes bietet sich an

Nach seinem starken Comeback gegen Eintracht Frankfurt sind die Erwartungen an Alessio Castro-Montes hoch. Kann der Belgier an seine Leistung anknüpfen und gegen Werder Bremen ein anderes Gesicht zeigen als im Hinspiel? 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes im Fokus

Im Duell zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen könnte Alessio Castro-Montes zur entscheidenden Figur werden. Dabei dürfte der Mittelfeldspieler keine allzu guten Erinnerungen an das Hinspiel gegen die Hanseaten haben.

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Für den 1. FC Köln geht es am kommenden Sonntag im direkten Duell mit Tabellennachbarn Werder Bremen um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Mit einem Heimsieg würden sich die Kölner rund um Neu-Coach René Wagner an den Norddeutschen vorbeischieben und könnten je nach Verlauf des Spieltags sogar Erzrivale Borussia Mönchengladbach hinter sich lassen. Mithelfen soll gegen die Bremer ziemlich sicher auch Alessio Castro-Montes, der zwar keine guten Erinnerungen an das Hinspiel haben dürfte, sich nach Einwechslung gegen Frankfurt zuletzt aber mit einem Tor durchaus eindrucksvoll zurückmeldete.

Alessio Castro-Montes hat sich beim 1. FC Köln rechtzeitig vor dem Abstiegsduell gegen Werder Bremen am kommenden Sonntag zurückgemeldet und dürfte womöglich von Beginn an gegen die Norddeutschen auflaufen. Der Belgier, der zuletzt sieben Spiele aufgrund von einer Muskelverletzung und deren Nachwirkungen verpasste, sorgte nach seiner Einwechslung gegen Eintracht Frankfurt beim 2:2 am Wochenende nicht nur für den Ausgleich in der Schlussphase, sondern zeigte auch ansonsten mit mehreren guten Pässen und Laufwegen eine ordentliche Leistung. Dass der 28-Jährige somit nun ausgerechnet gegen Werder Bremen zu einer Schlüsselfigur avancieren könnte, hätten mit Blick auf das Hinspiel sicher nur die wenigsten gedacht.

Schlechte Erinnerungen an das Hinspiel

Der variabel einsetzbare Mittelfeldmann hat schlechte Erinnerungen an das Hinspiel (1:1), wurde nach nach einer mauen Vorstellung im linken Mittelfeld und einer gelben Karte zur zweiten Halbzeit ausgewechselt und stand in den folgenden drei Ligaspielen keine einzige Minute mehr auf dem Platz. Unter dem neuen Trainer René Wagner konnte er nach überstandener Verletzung gegen die Hessen aus Frankfurt wieder mitwirken und zeigte gleich, dass er ein sehr wichtiger Spieler für die Geißböcke im Saison-Endspurt sein kann. Nicht nur wegen seines Tores, sondern auch wegen seiner Pässe, seiner Laufbereitschaft und seiner guten Flanken und Standards hat Castro-Montes gute Karten, daheim gegen Bremen in der Kölner Startelf zu stehen.

An Motivation dürfte es dem FC-Neuzugang aus dem vergangenen Sommer sicher nicht fehlen, seine Leistung aus dem Hinspiel beim erneuten Aufeinandertreffen der beiden abstiegsbedrohten Clubs gerade zu rücken. Aufgrund von vielen kleineren Blessuren und Rückschlägen kam der Belgier in der laufenden Spielzeit erst in 15 Pflichtspielen zum Einsatz, zu Buche stehen dabei dennoch beachtliche 4 Scorerpunkte (1 Tor, 3 Vorlagen). Seine offensiven Vorstöße und gerade seine Flanken und Standards könnten zu einem wichtigen taktischen Mittel gegen die zuletzt sieglosen Bremer (1:2 zuhause gegen RB Leipzig) werden.

Castro-Montes mit guten Chancen auf die Startelf

Mit Blick auf die Personallage und die Konkurrenz erscheint ein Startelfeinsatz von Castro-Montes wahrscheinlich, Hauptkonkurrent Jan Thielmann zeigte in Frankfurt eine ziemlich durchwachsene Leistung und konnte vor allem offensiv kaum Impulse setzen. Der eigentliche Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen agierte beim Debüt von (Interims-)Trainer René Wagner als Innenverteidiger in einer defensiven Fünferkette und könnte diese Rolle auch gegen Bremen einnehmen. Alternativ könnte der Norweger auf seine Stammposition nach rechts zurückkehren und Castro-Montes eine Position nach vorne ins Mittelfeld rücken. So oder so, für den 1. FC Köln beginnen spätestens jetzt die Wochen der Wahrheit. Und zuhause gegen den direkten Konkurrenten aus Bremen soll mit dringend nötigen drei Punkten – und einem fitten Castro-Montes – der erste Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht werden.


Das Restprogramm des 1. FC Köln hat es in sich

(Photo by Neil Baynes/Getty Images)
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Das Restprogramm des 1. FC Köln hat es in sich

Sechs Finalspiele rief Jakub Kaminski nach dem Unentschieden gegen Frankfurt aus. Es warten spannungsgeladene Wochen auf den 1. FC Köln: Das ist das Restprogramm der Geißböcke

Von Pflichtsiegen bis zu schwer lösbaren Aufgaben für den 1. FC Köln: Das ist das Restprogramm der Geißböcke

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Der 1. FC Köln steht vor einem intensiven Saisonendspurt im Kampf um den Klassenerhalt. Sechs Spiele bleiben den Kölnern rund um Neu-Trainer René Wagner, um die nötigen Punkte zu sammeln, um auch im kommenden Fußballjahr erstklassig zu spielen. Trotz der prekären Lage haben die Rheinländer den Ligaverbleib mehr denn je selbst in der Hand, mit Werder Bremen, dem FC St. Pauli und dem 1. FC Heidenheim warten noch drei direkte Mitkonkurrenten aus dem Tabellenkeller.

Gelingt die Vorentscheidung gegen Bremen und St. Pauli?

Als Fan des 1. FC Köln muss man wahrlich kein Prophet sein, um zu erkennen, dass in erster Linie die kommenden zwei Partien daheim gegen Werder Bremen und auswärts beim FC St. Pauli für mehr als nur eine Vorentscheidung sorgen und gerade stimmungstechnisch enorm wichtig für die darauf folgenden letzten vier Partien sein können. Gegen die beiden Konkurrenten im Abstiegskampf kamen die Kölner zweimal nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus – und das, obwohl in beiden Partien ein Dreier drin gewesen wäre.

Vor allem der späte Ausgleich gegen die St. Paulianer (fiel damals in Spielminute 94 und somit quasi mit dem Schlusspfiff) sorgte damals für große Frustration nach Abpfiff und dürfte daher nun im Rückspiel noch einmal zusätzliche Motivation bringen. Während der „Effzeh“ gegen St. Pauli auswärts antreten muss, sollte gegen die zuletzt sieglosen Bremer daheim im RheinEnergie-Stadion ein Sieg her. Rein nüchtern betrachtet erscheinen 6 Punkte aus beiden Partien eine realistische Zielvorgabe, 4 Punkte sollten für das Team von René Wagner unter dem Strich aber mindestens aus beiden Spielen herausspringen.

Nachbarschaftsduell mit Leverkusen und Wiedersehen mit Steffen Baumgart

Mit dem Spiel gegen Bayer Leverkusen steht dann nochmal ein echtes Nachbarschaftsduell mit einem Top-Team der Bundesliga an. Mit einem Sieg werden die Kölner hier sicher nicht planen, schon im Hinspiel agierten die Geißböcke offensiv ziemlich harmlos und verloren völlig zurecht mit 0:2. In erster Linie dürfte es daheim gegen die Werkself darum gehen, das eigene (im Vergleich zur direkten Konkurrenz deutlich bessere) Torverhältnis nicht zu sehr zu belasten. Aber wer weiß, vielleicht springt ja am Ende auch gegen den Champions-League-Anwärter ein Überraschungspunkt heraus.

Im Anschluss geht es für die Kölner auswärts zum 1. FC Union Berlin. Für Ex-Köln-Coach Steffen Baumgart und seine Köpenicker könnte die Saison zum Zeitpunkt des Spiels mehr oder weniger gelaufen sein. Derzeit befinden sich die Hauptstädter (noch) im gesicherten Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle, brauchen aller Voraussicht nach aber wohl noch mindestens einen Sieg aus den verbleibenden Partien. Ähnlich wie gegen Bremen war auch die Niederlage gegen Union aus Kölner Sicht vermeidbar, fiel das späte Gegentor zum Berliner Sieg doch erst in Spielminute 91. Je nach Ausgang der vorherigen Partien könnte auch dieses Duell noch einmal spannend und auch für Berlin sportlich wichtig werden, die Kölner haben die späte Heimniederlage im Hinspiel jedenfalls sicher nicht vergessen.

Pflichtaufgabe gegen Heidenheim

Zum Saisonabschluss trifft der 1. FC Köln dann auf den 1. FC Heidenheim, ehe es am 34. Spieltag auswärts zum designierten Deutschen Meister FC Bayern nach München geht. Die Heidenheimer sind bereits jetzt klares Tabellenschlusslicht und werden aller Voraussicht nach bereits vor dem letzten Spieltag als Absteiger feststehen, sodass es mindestens mal für das Team von Trainer-Ikone Frank Schmidt sportlich um nichts mehr geht, außer sich anständig von den eigenen Fans aus der Saison zu verabschieden. Aus FC-Sicht sind drei Punkte im Heimspiel gegen den Tabellenletzten eine Pflichtaufgabe, nicht mehr und nicht weniger.

Auch wenn der Rekordmeister der Bundesliga im letzten Spiel wohl schon als Meister feststeht, werden die Münchner sich in der eigenen Allianz Arena sicher noch einmal von ihrer besten Seite zeigen wollen, ehe sie die Schale überreicht bekommen. Aus Kölner Sicht bestehen zumindest leise Hoffnungen, dass der FCB bis dahin noch in der Champions League und im DFB-Pokal vertreten ist und so vielleicht den ein- oder anderen Leistungsträger schont. Andernfalls ist gegen den Branchenprimus nicht wirklich mit Punkten zu rechnen.


Diese Leihspieler muss der 1. FC Köln fest binden – wenn es die Klasse zulässt

Tom Krauß überzeugt zunehmend
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Diese Leihspieler muss der 1. FC Köln fest binden – wenn es die Klasse zulässt

Sechs Leihspieler hat der FC im Laufe der Saison verpflichtet. Die meisten wussten zu überzeugen, ob sie aber beim 1. FC Köln bleiben, ist nicht klar: So steht es um die Leihspieler.

Der 1. FC Köln steht sieben Spieltage vor Saisonende auf Tabellenplatz 15 der Bundesliga und steckt mit zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Während nicht nur die Gegenwart sportlich Grund zur Sorge gibt, könnte ein möglicher Abstieg auch die nahe Zukunft des Kaders in großem Ausmaß beeinflussen. Gleich sechs Leihspieler haben die Geißböcke aktuell an Bord, die Zukunft nahezu aller dürfte stark vom Saisonausgang abhängen. Wer also prägt das Spiel des FC wirklich, bei wem lohnt sich eine feste Verpflichtung am meisten?

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Transfercoup Jakub Kaminski

Mit Jakub Kaminski hat der FC im Sommer einen echten Glücksgriff gelandet. Der Pole hat sich auf Anhieb in die erste Elf gespielt und überzeugt seitdem als Stammspieler und unermüdlicher Antreiber der FC-Offensive. Mit sechs Toren und drei Vorlagen ist er neben Said El Mala und Ragnar Ache einer der Topscorer des Aufsteigers und überzeugt auch bei der Arbeit gegen den Ball mit viel Einsatz und Laufbereitschaft. Nicht zuletzt durch seine starken Leistungen und vor allem der kolportierten Kaufoption von vergleichsweise günstigen 5,5 Millionen Euro ist es wohl sicher, dass die Kölner den polnischen Nationalspieler nicht fest verpflichten.

Selbst bei einem Abstieg wäre eine Verpflichtung des erst 23-Jährigen gut investiertes Geld, denn Kaminskis Marktwert wird laut transfermarkt.de aktuell auf zwölf Millionen Euro taxiert. Allerdings ist nicht vorstellbar, dass der 23-Jährige bei seinem Leistungsstand mit in die 2. Bundesliga geht.

Überraschende Stammspieler?

Auf der linken Defensivseite hat sich der 1. FC Köln im vergangenen Sommer ebenfalls leihweise verstärkt. Mit Kristoffer Lund kam vom FC Palermo aus Italiens zweiter Liga ein weiterer junger Spieler, der mit 23 Jahren noch viel Entwicklungspotenzial besitzt, sich aber wie Kaminski als Stammspieler etabliert hat – sicher auch, weil es kaum Alternativen gibt. Lund hat als linker Schienenspieler nach wettbewerbsübergreifend 27 Einsätzen mit nur einer Torvorlage noch Luft nach oben auf dem Weg nach vorne. Dennoch dürfte man bei einer Kaufoption von kolportierten 2,5 Millionen Euro nicht viel falsch machen. Der Marktwert des gebürtigen Dänen liegt laut transfermarkt.de bei vier Millionen Euro.

In der Innenverteidigung hat der 1. FC Köln in der laufenden Saison bereits einige Rückschläge hinnehmen müssen. Nach der schweren Verletzung von Abwehrchef Timo Hübers neigt sich wohl auch die Zeit des dauerverletzten Luca Kilian in Köln im Sommer dem Ende zu. Der Vertrag wird wohl nicht verlängert. Auf dem aufsteigenden Ast befindet sich immerhin der ausgeliehene Cenk Özkacar. Hatte der Türke zu Saisonbeginn noch mit Anpassungsproblemen zu kämpfen, so spielte er sich in den vergangenen Partien mehr und mehr in die Mannschaft und stand in den vergangenen acht Partien sieben Mal in der Startelf. Der 25-Jährige konnte zuletzt an der Seite von Rav van den Berg in Hamburg durchaus überzeugen und ist mit seinen 25 Jahren wie so viele Kölner noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen.

Die Kaufoption für den fünffachen Nationalspieler soll entsprechend seinem aktuellen Marktwert bei rund zwei Millionen Euro liegen. Ob die Kölner diese ziehen sollten, werden wohl seine Leistungen bis zum Saisonende und die Ligazugehörigkeit nach dem Sommer zeigen.

Komplizierte Vertragssituation

Jahmai Simpson-Pusey fehlte zuletzt aufgrund einer Rotsperre. Dennoch hat der erst 20-jährige Engländer, der von Premier-League-Topclub Manchester City nach Köln kam, bereits nach wenigen Partien sein großes Potenzial angedeutet, das man in Köln sicher gerne weiter fördern würde. Aufgrund einer zwischenzeitlichen Muskelverletzung und eben jener Sperre steht der gebürtige Huddersfielder bislang „nur“ bei acht Pflichtspielen im FC-Dress. Fakt ist, dass man mit ihm ein großes Abwehrtalent in seinen Reihen hat, das man unabhängig von der Ligazugehörigkeit wohl nur ungern ziehen lassen würde. Ob Manchester City einen Spieler wie ihn allerdings in der 2. Bundesliga „parken“ möchte, erscheint unwahrscheinlich, zumal er sicher woanders auf höherem Niveau Spielzeit sammeln könnte.

Ein wenig unter dem Radar fliegt der jüngst von Rekordmeister FC Bayern München ausgeliehene Felipe Chavez. Der erst 18-Jährige ist bereits A-Nationalspieler seines Landes Peru und gilt als großes Versprechen für die Zukunft. Dennoch wartet er bei seinem Leihclub in Köln noch auf seine erste richtige Chance. Ex-Coach Kwasniok ließ den zentralen Mittelfeldspieler noch nicht von der Leine, brachte ihn für insgesamt 19 Spielminuten. Ob er beim Saisonendspurt und im Kampf um den Klassenerhalt deutlich mehr Spielzeit bekommt, erscheint fraglich. Immerhin: Die Kölner haben sich eine Kaufoption gesichert und sollen gewillt sein, diese auch im Sommer zu ziehen. Möglicherweise kann man sich mit Chavez so ein vielversprechendes Talent für die Zukunft sichern, dass vor allem bei einem Abstieg mit deutlich mehr Spielzeit rechnen kann. Nicht von ungefähr kommt es wohl, dass sein Noch-Stammclub aus München sich eine doppelte Rückkaufoption für die Jahre 2027 und 2028 gesichert hat.

Bei Klassenerhalt sicherer Kauf

Als echte Allzweckwaffe im Kölner Team hat sich Tom Krauß nach seiner Ankunft aus Mainz herausgestellt. Der eigentlich gelernte defensive Mittelfeldspieler agierte unter Ex-Coach Lukas Kwasniok bereits als Linksverteidiger, Innenverteidiger und zuletzt zwei Mal in Folge als Rechtsverteidiger und leistete sich dabei zumindest keine groben Fehler. Die Zukunft des 24-Jährigen wird in Köln liegen – sofern der Klassenerhalt gelingt. Die benötigten Einsätze für eine feste Verpflichtung (15 Pflichtspiele) hat er bereits absolviert, beim Ligaverbleib wird er neben der Leihgebühr für 3,5 Millionen an den Effzeh gebunden. Vor allem bei einem Abgang von Eric Martel dürfte der gebürtige Leipziger im Mittelfeld ein wichtiges Puzzleteil sein, um auch in der neuen Saison konkurrenzfähig zu sein.


Ordentliche Leistung, aber der 1. FC Köln lässt schon wieder Punkte liegen

Eric Martel vom 1. FC Köln im Duell mit dem HSV
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Ordentliche Leistung, aber der 1. FC Köln lässt schon wieder Punkte liegen

Der FC hat sich im Kampf um den Klassenerhalt gegen den HSV nicht mit einem Sieg belohnt. Trotz ordentlicher Leistung gelang es der Mannschaft von Lukas Kwasniok auswärts nicht, die drei Punkte aus Hamburg mitzunehmen. Vor allem die harmlose Offensive gibt acht Spiele vor Saisonende Grund zur Sorge. Der 1. FC Köln verpasst gegen den HSV einen Befreiungsschlag.

Es hätte für den 1. FC Köln ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt und ein echter Mutmacher für die kommenden Aufgaben werden können. Gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg zeigten die Geißböcke über weite Strecken eine engagierte und ordentliche Leistung, mussten sich am Ende jedoch „nur“ mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben. Ein Ergebnis, das sich für viele Kölner mit Blick auf den Spielverlauf eher nach zwei verlorenen Punkten anfühlen dürfte.

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In einer von Beginn an eher zähen Partie spielte sich in den ersten halben Stunde wenig ab. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend im Mittelfeld, ohne sich dabei wirklich gute Gelegenheiten herauszuspielen. Wie so oft in dieser Saison agierte der FC mindestens auf Augenhöhe, geriet nach einem Geniestreich von HSV-Spielmacher Fabio Vieira aber wieder einmal in Rückstand (39.) – zum dritten Mal in Folge. Die Mannschaft von Kwasniok suchte im Anschluss aber noch vor der Pause nach einer Antwort und fand sie schließlich nach einer sehenswert einstudierten Eckballvariante in Form von Offensiv-Juwel Said El Mala, der per Kopf für den Ausgleich sorgte (45.) Nach dem Seitenwechsel wurde es dann wieder zäher, viele Zweikämpfe zwischen den Strafräumen dominierten das Geschehen weitestgehend.

„Das ist schon ein Nackenschlag“

Die Rheinländer hatten zwar ein leichtes Übergewicht in Sachen Ballbesitz, konnten dies aber (bis auf einen Kopfball von Eric Martel in der Nachspielzeit) nicht mehr in gute Torchancen und somit den zweiten bzw. Siegtreffer ummünzen. Was am Ende bleibt, ist unterm Strich zwar immerhin ein Punkt – überwiegen dürfte aber die Enttäuschung über einen wieder einmal verpassten Dreier. Die Kölner warten nach dem Remis in Hamburg nunmehr seit sechs Partien auf einen Sieg und haben nach dem Wochenende und Spieltag 26 nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Der bittere Beigeschmack über die verpassten drei Punkte war auch Geschäftsführer Sport Thomas Kessler nach Abpfiff anzumerken: „Ich glaube wir hätten heute schon drei Punkte holen können. Wenn du natürlich mit der einzigen Chance, die der HSV hat, vielleicht mit Ausnahme jetzt kurz vor Schluss nochmal, ein Gegentor bekommst, dann ist es gut, dass wir in der ersten Halbzeit noch so reagiert haben. Das ist schon ein Nackenschlag für die Mannschaft.“

Ähnlich äußerte sich auch Coach Kwasniok über das Spiel. „Es fühlt sich irgendwie komisch an. Wir haben in der ersten Halbzeit eine Aktion zugelassen. Das macht Fabio Vieira natürlich dann auch überragend mit dem Lupfer. Es ist kein Spektakel gewesen, das war aber auch nicht zu erwarten, wenn der HSV gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga spielt. Zwei Aufsteiger, es geht um viel. Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft gewesen sind.“ Am Ende des Tages stellte aber auch er nüchtern fest: „Da kannst du dir nichts für kaufen, das ist schon klar. Aber es ist immer so ein Gefühl, dass es immer weitergeht und der Groschen wird dann irgendwann auch komplett fallen. Heute war das noch nicht der Fall. Wir können mit dem Punkt leben.“

Ab jetzt zählen nur noch Ergebnisse

Während die Leistung der Mannschaft in vielen Spielen in dieser Saison stimmen mag, die Punkteausbeute entspricht diesen Leistungen in erschreckend großer Regelmäßigkeit nicht. Mit jetzt 25 Punkten ist der Aufsteiger nach wie vor mittendrin im Abstiegskampf, dazu verbleiben nur noch acht Ligaspiele bis Saisonende. Nachdem in den letzten Spielen gegen den VfB Stuttgart, die TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund wohl nicht unbedingt mit Punkten zu rechnen war, hätte man gegen den HSV im direkten Aufeinandertreffen zweier Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen, ein echtes Ausrufezeichen setzen können. Der mögliche Hallo-Wach-Effekt blieb aus, mit dem Remis bleiben die Norddeutschen fünf Punkte voraus und haben zudem weiter das (um ein Tor) bessere Torverhältnis.

Grund zur Sorge macht zudem die weitestgehend harmlose Offensive der Kölner in Hamburg. Auch wenn El Mala mit seinem neunten Saisontor weiter Eigenwerbung betrieb, blieb Mittelstürmer Ragnar Ache diesmal beispielsweise meist blass. Aus dem Mittelfeld heraus fehlte es sowohl an kreativen Pässen ins letzte Drittel als auch an guten Schussversuchen aus der Distanz. Vor allem mit Blick auf das kommende Ligaspiel, nämlich das Derby gegen den direkten Tabellennachbarn Borussia Mönchengladbach, kommt diese Negativ-Entwicklung in Sachen Torgefahr zur Unzeit. Nach dem HSV-Spiel ist das Derby gegen den ungeliebten Rivalen ein immens wichtiges Spiel, sowohl aus Prestige- als auch aus tabellarischen Gründen. Mit einem Sieg könnte der FC ein großes Zeichen setzen und würde die „Fohlen“ auch in der Tabelle überholen. Für die Geißböcke ist spätestens nach dem verpassen Sieg in Hamburg klar:

Jetzt beginnt die sogenannte „Crunch-Time“. Es müssen dringend Punkte her, egal wie. Ob die Mannschaft dabei dann am Ende des Tages auch gute Leistungen abruft und seine Gegner spielerisch beherrscht, dürfte so ziemlich jedem FC-Anhänger egal sein. Denn soviel ist sicher, am Saisonende zählt nur eins: nämlich der Klassenerhalt.


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Nicht nur für Kwasniok entscheidende Wochen: Ein Abstieg hätte auch für den Kader massive Folgen

Die Spieler des 1. FC Köln gehen nach dem 1:2 gegen Dortmund enttäuscht vom Platz
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Nicht nur für Kwasniok entscheidende Wochen: Ein Abstieg hätte auch für den Kader massive Folgen

Der 1. FC Köln muss den Blick nach nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Ligaspielen nach unten richten und befindet sich mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Während ein möglicher Abstieg sicher nicht den Zielen und Ambitionen am Geißbockheim entspräche, so würde er vermutlich auch größere Veränderungen für die Kaderstruktur bedeuten beim 1. FC Köln: Der Abstieg würde den nächsten Kader-Umbruch bedeuten.

Nach der jüngsten Niederlage gegen Borussia Dortmund hat sich der Druck auf Lukas Kwasniok bei den Geißböcken noch einmal verstärkt. Die kommenden Begegnungen dürften wohl über die Zukunft des Trainers entscheiden. Doch nicht nur für den Coach sind die Partien von enormer Bedeutung.

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Auch für den Verein steht sportlich wie wirtschaftlich gegen den Hamburger SV viel auf dem Spiel in den kommenden Wochen und Monaten. Mit nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Ligaspielen rangiert die Mannschaft von Cheftrainer Lukas Kwasniok nur noch auf Tabellenplatz 14. Dazu liegt man punktgleich mit dem FC St. Pauli auf Relegationsplatz 16. Auch Geschäftsführer Sport Thomas Kessler hat alle Hände voll zu tun. Muss er doch bereits jetzt die Kaderplanungen für die kommende Saison vorantreiben und sich vor allem mit den zahlreichen Leihspielern und deren Zukunft beschäftigen. Zwei zentrale Fragen kristallisieren sich für die besorgten Fans dabei immer mehr heraus: In welcher Liga tritt der Effzeh in der neuen Spielzeit überhaupt an? Und wie sähe die Kaderstruktur im Falle des Abstiegs dann aus?

Viele Leihspieler mit unklarer Zukunft

Ein möglicher Abstieg der Kölner hätte nicht nur kurzfristige Folgen für den Verein und seine Fans, sondern könnte oder würde wohl auch große Personal-Veränderungen zur Folge haben. Im Kader des Aufsteigers stehen derzeit sechs Leihspieler, deren Zukunft mehr oder weniger stark vom Ausgang der laufenden Saison abhängig zu sein scheint. Dazu zählen die Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar, Außenbahnspieler Kristoffer Lund sowie Tom Krauß, Felipe Chávez und Jakub Kaminski.

Der erst 20-jährige Simpson-Pusey hat sich trotz aktueller Rotsperre durchaus gut eingefunden in Köln und zeigt viel Potenzial. Aus Kölner Sicht wird man sicher über eine Verlängerung der Leihe am Saisonende nachdenken. Vorausgesetzt, man bleibt der Bundesliga erhalten. Denn dass sein Stammclub Manchester City einen talentierten Innenverteidiger wie den jungen Engländer in der 2. Bundesliga „parkt“, wenn man ihn vermutlich woanders auf Erstliganiveau fördern könnte – unwahrscheinlich.

Nicht alle Spieler sollen gehalten werden

Bei Kaminski, Lund und Özkacar, die in der laufenden Spielzeit bislang alle regelmäßig zum Einsatz kommen, hat der 1. FC Köln jeweils eine Kaufoption. Würde man diese alle ziehen, müsste man wohl rund zehn Millionen Euro in die Hand nehmen. Während sich bei Lund (ca. 2,7 Millionen Euro) und Özkacar (ca. 2 Millionen Euro) noch keine finale Entscheidung abzeichnet, gilt die feste Verpflichtung von Leistungsträger Kaminski vom Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg für 5,5 Millionen Euro bereits als beschlossene Sache. Wenn man denn die Klasse hält. Dem Vernehmen nach soll Kaminski aber eine Ausstiegsklausel in einem künftigen Vertrag verankern wollen. Auch bei dem Kölner Königstransfer kann man sich eine Saison im Liga-Unterhaus bei den aktuellen Leistungen nur schwer vorstellen.

Bei Tom Krauß gestaltet sich die Sachlage ein wenig simpler. Der defensive Mittelfeldspieler bleibt den Geißböcken beim Erreichen des Klassenerhalts erhalten. Voraussetzung zwei der Kölner Kaufpflicht ist bereits mit einer bestimmten Anzahl von Spielen sicher erreicht. Zusätzlich werden in diesem Fall neben der Leihgebühr weitere 3,5 Millionen Euro an Ablöse fällig. Zu guterletzt ist auch Felipe Chávez vom FC Bayern derzeit nur ausgeliehen, auch hier haben die Rheinländer sich eine Kaufoption gesichert. Aber auch hier erscheint es eher unwahrscheinlich, dass der Mittelfeldspieler bei seinem Talent in der 2. Bundesliga unterkommen wird.

Verkauf von El Mala würde finanziellen Spielraum bringen

Im Falle des Abstiegs würden die Geißböcke also mit sehr großer Wahrscheinlichkeit erneut ein Facelifting bekommen müssen. Das Gesicht des Kaders würde einmal mehr ein anderes sein. Auch, weil zahlreiche weitere Verträge auslaufen und alles andere als klar ist, ob Spieler wie Eric Martel weiter in Köln spielen werden. Zwar hat Said El Mala noch einen langfristigen Vertrag bei den Kölnern und den auch noch ohne Ausstiegsklausel, dass der Shootingstar aber den Weg mit in Liga zwei geht, ist so gut wie ausgeschlossen. Zumindest wäre der Abstieg sicherlich nicht der erfolgversprechendste Schritt in der Entwicklung des Youngsters und die liegt den FC-Bossen ja am Herz.

Es könnte also erneut einen besonders großen Kaderumbruch geben. Und das, nachdem Thomas Kessler im vergangenen Sommer ziemlich viel Geld für eine Kaderumstrukturierung in die Hand genommen hat. Rund 25 Millionen Euro wurden investiert – so viel wie erst einmal zuvor in der Transfergeschichte der Geißböcke. Immerhin: Sollte El Mala im Sommer verkauft werden, hätte der FC das nötige Kleingeld für einen weiteren Umbruch. Einen großen Umbruch – unabhängig der Liga. Nur wäre der beim Klassenerhalt im ganz großen Stil nicht zwingend nötig.


Schon wieder kein Lohn für die Arbeit – Der 1. FC Köln schenkt erneut einen Punkt her

Ragnar Ache gegen den VfB Stuttgart (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Schon wieder kein Lohn für die Arbeit – Der 1. FC Köln schenkt erneut einen Punkt her

Der FC verliert das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend mit 1:3 auswärts beim VfB Stuttgart und kann sich gegen die Schwaben trotz einer durchaus ordentlichen Auswärtsleistung nicht mit Zählbarem belohnen. Der 1. FC Köln schenkt beim VfB erneut Punkte her.

Neben der erschreckenden Karnevalsbilanz offenbarten sich auch gegen den VfB alte Probleme, die sich nun schon länger durch die Saison ziehen und die womöglich ein Hauptgrund dafür sein könnten, dass die Geißböcke auch weiterhin den Blick in den Rückspiegel richten müssen.

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Bereits vor dem Spiel gegen den Angstgegner aus Stuttgart hatte Kölns Trainer Lukas Kwasniok dem Gegner mit einem Augenzwinkern zum Sieg gratuliert und mit Blick auf die Ergebnisse aus den letzten Pflichtspielen an Karneval erklärt: „Eigentlich brauchen wir gar nicht anfangen. Karnevalsbilanz schlecht, gegen die Großen schlecht, Samstagabend noch schlechter. Insofern jetzt schon Glückwünsche an den VfB Stuttgart.“

Die Bilanz leidet weiter

Was nach Abpfiff und der 1:3-Niederlage nun auch klar ist: Das vom Cheftrainer eigentlich als Spaß Gemeinte und Gesagte trifft zu, die Bilanz ist nun noch schlechter beziehungsweise um eine Niederlage reicher als vor dem Spiel. Zudem bleibt die TSG 1899 Hoffenheim weiterhin das einzige Top-Team der Bundesliga, gegen das die Kölner in der laufenden Spielzeit punkten konnten. Mit weiterhin nur zwei Auswärtssiegen bleibt der 1. FC Köln auch nach dem 22. Spieltag auf einem zweistelligen Tabellenplatz, ein Sieg hätte den Sprung auf Rang neun bedeutet.

Auch wenn die Geißböcke gegen den VfB zwar bereits das siebte Mal in dieser Spielzeit einen Rückstand aufholen konnten, gelang es am Ende nicht, mindestens einen Punkt nach Köln mitzunehmen. Dabei wäre dies durchaus möglich gewesen, da die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß auf der Gegenseite wahrlich nicht ihren besten Tag erwischte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ragnar Ache gelang es dem Team außerdem wieder einmal nicht, Ruhe ins Spiel zu bekommen. Der schnelle Gegenschlag (erneut durch Demirovic) im Anschluss an das eigene Tor bedeutete bereits den fünften Gegentreffer für den FC innerhalb von zehn Minuten nach einem eigenen Erfolgserlebnis. „Vielleicht fehlt uns das letzte bisschen Konzentration. Wenn wir das 1:1 oder ein Tor machen, dann ist es wichtig, konzentriert zu bleiben und nicht nach drei, vier Minuten wieder ein Gegentor zu kriegen. Das müssen wir verbessern“, sagte Ache nach dem Duell.

Der FC bringt sich um den Ertrag

Die Kölner bringen sich so immer wieder selbst um den Ertrag und zerstören die Euphorie und die Sicherheit, die ein eigenes Tor auslösen kann. Gerade als Aufsteiger und Abstiegskandidat ein X-Faktor, der womöglich vor allem gegen Saisonende wichtiger denn je sein könnte. Dabei hatte man sich bereits am Donnerstag frühzeitig aus Köln verabschiedet, um dem Karnevalstreiben zu entgehen und sich professionell auf das Spiel gegen den Angstgegner vorzubereiten.

Vor Anpfiff hatte der Kölner Coach sich am Sky-Mikrofon zu seiner Aussage aus der Vorwoche geäußert, er könne „eben immer nur die Leistung beeinflussen und hoffen, dass andere nicht zu sehr das Ergebnis beeinflussen.“ Am Schiedsrichter hat es gegen den VfB Stuttgart nicht gelegen, dass der FC das Spiel verlor. Und auch wenn die Leistung – vor allem als Auswärtsteam – gestimmt haben mag, so ist Fußball am Ende doch ein Ergebnissport. Und nach eben Ergebnissen stehen nach zwei Siegen gegen Mainz und Wolfsburg nun erneut zwei Niederlagen in Folge zu Buche. Die Suche nach Konstanz bleibt also weiterhin bestehen, ebenso wie alte Schwächen. Der nächste Versuch, diese abzustellen, bietet sich den Rheinländern am kommenden Samstag. Dann empfängt man die TSG 1899 Hoffenheim – das einzige Team aus der Top-6, gegen das die Kölner in der laufenden Saison gewinnen konnten.