Wir wollen „keinen Angsthasenfußball spielen“ – So sieht Tom Krauß seine Rolle und das Duell gegen Leipzig

Tom Krauß vom 1. FC Köln
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Wir wollen „keinen Angsthasenfußball spielen“ – So sieht Tom Krauß seine Rolle und das Duell gegen Leipzig

Der Konkurrenzkampf ist hart bei den Geißböcken. Auch der Neuzugang der Kölner muss ich um Einsatzzeit bemühen beim 1. FC Köln: Tom Krauß über den kommenden Gegner und seine Rolle im Team.

Die Chancen auf Spielzeit steigen aktuell bei dem 24-Jährigen, denn gegen Wolfsburg verletzte sich mit RAV van den Berg ein Konkurrent um den Platz in der Mannschaft beim 1. FC Köln: Tom Krauß über den kommenden Gegner und seine Rolle im Team.

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Am Samstagnachmittag blieb „nur“ die Rolle des Zuschauers. Beim wilden Ritt gegen gegen Wolfsburg saß Tom Krauß 90 Minuten auf der Bank. Der Sprung zum Stammspieler ist dem Neuzugang noch nicht gelungen. Wobei es die Rolle in der Fülle beim FC in dieser Spielzeit dann auch nicht geben soll. Bislang haben nur Eric Martel, Marvin Schwäbe und Jakub Kaminski die volle Bundesliga-Arbeitszeit in den Knochen. Der Konkurrenzkampf ist groß beim FC. „Man sieht, dass wir eine gute Kaderbreite haben. Es ist ein gewisser Konkurrenzkampf, dass sich jeder zeigen will, dass jeder spielen will“, so Krauß am Mittwoch nach dem Training. „Ich glaube, so pusht sich jeder nach oben und entwickelt sich noch mal weiter. Das ist eminent wichtig, um solche Spiele zu ziehen. Es zeigt, wie wir ticken.“

„Unruhig bin ich nicht“

Wie das Team von Trainer Lukas Kwasniok tickt, hat es zu Beginn der Saison bereits mehrfach bewiesen. Die Marschroute, nicht auf eine Stammelf sondern eine Startelf zu setzen, scheint aufzugehen, denn die Motivation ist derzeit groß bei den Akteueren. Das weiß auch Krauß: „Am Ende will man immer spielen. Das ist klar. Am Ende muss man aber auch ruhig bleiben, gut trainieren, um dem Trainer zu zeigen, dass man da ist. Egal wann.“ Wenige Einsatzzeit führt jedoch häufig zu Unmut innerhalb der Mannschaft. Beim FC scheint dies allerdings kein Problem dazustellen. „Unruhig bin ich nicht. Es ist erst der 3. Spieltag. Ich war einmal auf der Bank. Das ist auch okay“, so Krauß über seine Rolle als Joker.

„Die Akzeptanz ist da, weil ein Konkurrenzkampf da ist. Das Niveau ist sehr hoch.“ So scheint Kwasniok seinen Spielern durchaus den Sinn der wechselnden Einsätze nahegebracht zu haben. Dieser hängt auch mit der flexiblen Aufstellung des Trainers zusammen. “Es kommt natürlich auch darauf an, was wir für eine Formation spielen. Wir haben jetzt gesehen, dass wir immer eine andere Formation gespielt haben“, erläutert Krauß die Situation.

“Wir rechnen uns immer Chancen aus“

Am Wochenende steht für Krauß dann die Chance auf Einsatzzeit in der alten Heimat an. „Ich bin da geboren und war da bis ich 19 war“, sagt der 24-Jährige über Leipzig. Eine leichte Aufgabe wird es für den Mittelfeldspieler trotz großen Selbstvertrauens aber sicherlich nicht. „Wir rechnen uns immer Chancen aus, sonst brauchen wir da nicht hinfahren. Wir gehen wie gegen Wolfsburg als Underdog in das Spiel. Wir wollen jeden Gegner ärgern und von Spiel zu Spiel schauen. Wir wissen, dass es schwierig ist und dass wir vielleicht auch leiden müssen. Aber wir rechnen uns immer Chancen aus.“

Und das nach dem gelungen Saisonstart wohl auch nicht zu Unrecht. „Es ist ja auch ein Verdienst, wie wir uns in den letzten Spielen gezeigt haben. Wir kommen mit einer breiten Brust und wollen keinen Angsthasenfußball spielen.“ Eine Einstellung, die sich die Kölner Mannschaft seit vergangener Saison hart erarbeitet hat. Dennoch ist für Krauß eins klar: „Mich interessiert aber auch nicht, wer wieviel Respekt vor uns hat.“ Und so fährt die Kölner Mannschaft am Wochenende zu vierten Duell der Bundesliga-Saison. Möglicherweise kann sich Krauß dort dann erneut zeigen.


Nach der van-den-Berg-Verletzung: Cenk Özkacar und Tom Krauß können sich für die Startelf empfehlen

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln
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Nach der van-den-Berg-Verletzung: Cenk Özkacar und Tom Krauß können sich für die Startelf empfehlen

Gegen den VfL Wolfsburg verletzte sich Rav van den Berg an der Schulter und fällt länger aus. Das ist bitter für den FC, aber gleichzeitig eine Chance für zwei Spieler des 1. FC Köln: Özkacar und Krauß können sich beweisen.

Mehrere Wochen wird Rav van den Berg dem FC fehlen. In der Zeit müssen wahrscheinlich vor allem zwei Spieler den teuersten Sommerneuzugang ersetzen beim 1. FC Köln: Özkacar und Krauß können sich beweisen.

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Langsam hatte ihn Trainer Lukas Kwasniok an die Mannschaft herangeführt und dann direkt zweimal in Folge in die Startelf beordert: Rav van den Berg schien eigentlich gerade dabei zu sein, sich einen festen Platz in der ersten Kölner Elf zu erarbeiten. Beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg verletzte sich der teuerste Neuzugang des Sommers jedoch an der Schulter und fällt für mehrere Wochen aus. Eine bittere Nachricht für den FC, aber gleichzeitig die Chance für zwei andere Verpflichtungen, sich zu zeigen. Denn in den vergangenen beiden Partien hatte van den Berg noch Cenk Özkacar und Tom Krauß auf die Bank verdrängt. Die beiden sahen in den Begegnungen mit den Wölfen und dem SC Freiburg kaum Spielzeit, nur Krauß wurde für eine halbe Stunde gegen die Breisgauer eingewechselt. Sie drohten, hinter dem Niederländer zurückzufallen. Jetzt kann sich aber sehr wahrscheinlich mindestens einer der beiden wieder beweisen.

Bei einer Dreierkette braucht es einen Ersatz

Denn wenn Kwasniok weiterhin auf die Dreier- beziehungsweise Fünferkette setzt wie in den meisten bisherigen Spielen, muss es zwangsläufig nach dem Ausfall Veränderungen in der Innenverteidigung geben. Timo Hübers ist unter dem neuen Coach gesetzt. Und auch Joel Schmied scheint beim Trainer hoch im Kurs zu stehen, stand in der bisherigen Saison nur 45 Minuten nicht auf dem Platz. Dominique Heintz dagegen war bei noch keiner einzigen Partie im Kader. Darum ist es unwahrscheinlich, dass der Routinier der Ersatz für van den Berg wird.


Bleiben Özkacar und der von Kwasniok häufig in der Innenverteidigung eingesetzte Krauß. Der hatte bis jetzt trotz einer guten Vorbereitung keinen leichten Stand. Im erste Bundesligaspiel gegen seinen Stammverein FSV Mainz 05 durfte der Leihspieler sich als linker Innenverteidiger beweisen, konnte seinen Coach dabei aber nicht restlos von sich überzeugen und musste in der 68. Minute vom Platz. Aber der Trainer schätzt seine Einsatzbereitschaft und Energie, bezeichnete ihn als wichtigen „Defensiv-Allrounder“. Jetzt ergibt sich mit dem Ausfall von van den Berg für ihn die Möglichkeit, sich erneut zu beweisen und an die guten Leistungen aus der Vorbereitung anknüpfen zu können. Denn die bisherigen Einsatzzeiten erfüllen bestimmt nicht die Ansprüche, mit denen der 24-Jährige per Leihe aus Mainz gekommen ist.

Özkacar eine Option als Linksfuß

Dafür muss der gelernte Mittelfeldspieler sich aber gegen Özkacar durchsetzen. Dieser erhielt bereits im Pokal den Vorzug und wurde im ersten Ligaspiel für Krauß eingewechselt. Dabei zeigte der Innenverteidiger solide Leistungen, ohne sich aber nachhaltig zu empfehlen. Nachdem der Türke dann in den beiden Partien danach keine Minute Einsatzzeit bekam, dürfte er nun heiß auf die neue Chance sein. Dabei hat der Neuzugang ein leicht anderes Profil als Krauß. Denn neben der Tatsache, dass Özkacar die Position gelernt hat, ist der 24-Jährige neben Heintz der einzige Innenverteidiger im Kölner Kader, der einen starken linken Fuß hat. Damit bietet der Abwehrspieler wegen der unterschiedlichen Passwinkel seinem Trainer nochmal andere Möglichkeiten. Das könnte ein Vorteil für den vom FC Valencia ausgeliehenen Profi sein.

Allerdings hat Kwasniok auch in den vorherigen Begegnungen kein Problem damit gehabt, einen Rechtsfuß als linken Innenverteidiger einzusetzen. Daher muss sich der türkische Nationalspieler wie Krauß im Training empfehlen, um die Chance zu bekommen, bis van den Berg zurückkehrt. Denn gegen den teuersten Sommerneuzugang könnte es alleine wegen der hohen Ablöse, aber auch wegen des zweifellos vorhandenen großen Potentials des Niederländers schwierig werden. Trotzdem könnte es für sie eine Möglichkeit sein, um Druck auf den 21-Jährigen bei dessen Rückkehr sowie vor allem auf Schmied und Hübers auszuüben.


Personal-Update vor Leipzig: Ohne Rav van den Berg, aber mit Verspätung

Lukas Kwasniok beim Training der Geißböcke
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Personal-Update vor Leipzig: Ohne Rav van den Berg, aber mit Verspätung

Am Dienstag startete der FC in die Vorbereitung auf die Begegnung mit RB Leipzig. Und dabei konnte Lukas Kwasniok nahezu aus dem Vollen schöpfen. Wie immer gibt es ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Nur die Langzeitverletzten fallen aus.

Nach dem verrückten 3:3 in Wolfsburg begannen die Geißböcke am Dienstag mit dem ersten Training der Woche vor dem zweiten Auswärtsspiel in Serie in Leipzig. Und natürlich gab es ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Nur die Langzeitverletzten fallen aus.

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Am Samstagabend steht für den 1. FC Köln das zweite Auswärtsspiel in Folge in der Bundesliga an. Dann müssen die Geißböcke in Leipzig antreten. Dort möchte der FC auch im fünften Pflichtspiel ungeschlagen bleiben. Dass das gegen RB keine leicht Aufgabe wird, versteht sich von selbst. Denn in 14 Begegnungen konnten die Kölner sich erst zweimal gegen die Leipziger durchsetzen bei sieben Niederlagen. Sicher nicht dabei helfen können, die Bilanz zu verbessern, wird Rav van den Berg. Der Innenverteidiger verletzte sich gegen den VfL Wolfsburg an der Schulter und wird mehrere Wochen ausfallen. Beim ersten Training der Woche am Dienstag fehlte der Niederländer dementsprechend. Genauso wie der zweite Langzeitverletzte Luca Kilian, der sich in der Vorwoche zum dritten Mal das Kreuzband gerissen hat.

Mittwochmorgen noch eine öffentliche Einheit

Ansonsten nahmen alle Spieler am Training der Geißböcke teil. Allerdings kam die Mannschaft mit reichlich Verspätung auf den Platz. Eigentlich war die Einheit für 14:30 anberaumt, erst um kurz vor halb vier betraten die Spieler den Trainingsplatz am Geißbockheim. Stand jetzt kann Kwasniok also nahezu aus dem Vollen schöpfen. Vor der Partie in Leipzig ist am Mittwoch noch eine öffentliche Trainingseinheit um 10:30. Ab Donnerstag bereitet sich das Team dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf die Begegnung vor. Die Pressekonferenz ist einmal mehr für Donnerstag angesetzt und wird wieder im Livestream beim FC übertragen. Die Begegnung gegen RB findet dann am Samstagabend statt und ist das erste Topspiel der Geißböcke in dieser Saison.

Bei der Terminierung der Begegnung hätte die DFL wohl kaum geahnt, dass es das auch tabellarisch sein wird. Aktuell ist der Tabellendritte aus Köln beim Tabellensiebten. Dem Gewinner winkt der 2. Tabellenplatz und unter Umständen sogar ein wenig mehr.