Der verdiente 5:0-Erfolg über Union Berlin hat die Stimmung rund um den 1. FC Köln spürbar verändert. Aber nicht nur das, auch die Situation im Kader ist nun offensichtlich eine andere. FC-Trainer René Wagner erklärte am Freitag, dass sich einige Spieler mit ihren Leistungen geradezu aufgedrängt und somit den Druck auf bisherige Stammkräfte erhöht hätten.
Mit dem 5:0-Erfolg über Union Berlin haben die Kölner die richtige Antwort auf die trostlosen Begegnungen zuvor gegeben. Gerade das 0:0 gegen den FC Schalke 04 hat im Umfeld des 1. FC Köln viele Fragezeichen hinterlassen. Die Stimmungslage ist seit Dienstagabend wieder eine andere. Und noch etwas anderes hat sich seit dem 5:0-Erfolg verändert: Die Situation im Kader, denn der Erfolg stellt René Wagner vor eine große Herausforderung. Die arrivierten Kräfte haben plötzlich Konkurrenz bekommen, die nun auf weitere Chancen hofft.

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Und das scheint bereits bei den Akteuren angekommen zu sein. „Wir haben heute im Training auch schon wieder gemerkt, dass Spieler, die sich vielleicht vorher etwas sicherer gefühlt haben, heute ein bisschen mehr Gas geben mussten“, berichtete Wagner am Freitag. Denn gegen Union Berlin haben sich plötzlich andere Profis empfohlen. „Und das ist ja genau der Wettkampf, den wir im Kader brauchen.“ Wagner hatte Veränderungen im Vorfeld angekündigt, doch die ganz große Rotation war ausgeblieben. Joel Schmied war ein Akteur, der es in die erste Elf schaffte und dort nun wohl auch bleibt. Wie von come-on-fc.com berichtet, hat der Spieler eine Art Einsatzgarantie ausgesprochen bekommen. Mit Alessio Castro-Montes und Paul Okon-Engstler schafften es zwei weitere Spieler in den Kader. „Generell, wenn man gewinnt, sind meistens alle Entscheidungen richtig. Und wenn man dann unentschieden spielt oder verliert, sind die meisten alle falsch“, sagte der Trainer.
„Viele Jungs haben sich das Recht erarbeitet“: Wagner kündigt Veränderungen an
Besonders auffällig waren die Veränderungen im Mittelfeld. Tom Krauß übernahm eine andere Rolle in der Innenverteidigung, Paul Okon-Engstler durfte seine Stärken als alleinige Sechs einbringen. Der Australier habe erstmals in seiner „Paradedisziplin“ als Mittelfeldstratege gespielt und das „überragend gemacht“. Möglicherweise wird also auch Okon-Engstler wieder die Chance erhalten. Doch Wagner wird nicht mit der gleichen Elf ins Rennen gehen, wie noch am Dienstagabend. „Es wird Anpassungen geben in Berlin, weil wir einfach auch glauben, dass da ein paar andere Sachen wichtiger sind in dem Spiel“, erklärte Wagner. Die Startelf stehe noch nicht endgültig fest. Allerdings hätten sich einige Spieler mit ihrem Auftritt im Pokal in eine deutlich bessere Ausgangsposition gebracht. „Viele Jungs haben sich auch das Recht erarbeitet, dass es jetzt schwerer wird, sie rauszunehmen.“
1. FC Köln: Auch die Einwechselspieler erhöhen den Konkurrenzdruck
Das Gerüst wird dennoch stehen. Anpassungen sind möglich. Doch die Botschaft an die Mannschaft ist dann doch ziemlich eindeutig: Wer seine Chance nutzt, kann die bisherige Rangordnung verändern, so das Signal. Für den Trainer ergibt sich daraus aber auch ein Luxusproblem. Denn der Kölner Trainer hat die Qual der Wahl. Immerhin drängten sich auch einige Einwechselspieler auf. Isak Johannesson belohnte sich mit einem Tor, Reigan Heskey bereitete einen Treffer vor und auch Jan Thielmann leitete ein Tor mit einem starken Pass ein. „Die Art und Weise, Fußball zu spielen, oder wie wir es auch trainieren oder welchen Weg wir gehen wollen, der hat sich nicht verändert“, betonte der Trainer. Personell werde es dagegen immer wieder Anpassungen geben.
Der Pokalsieg hat nicht nur Selbstvertrauen gebracht. Er hat auch gezeigt, dass Wagner auf mehreren Positionen Alternativen besitzt, die unmittelbar weiterhelfen können. Wer davon am Sonntag profitieren wird, ist noch offen. Dass die Kader-Entscheidungen für den Trainer durch das 5:0 nicht einfacher geworden sind, ist dagegen nicht von der Hand zu weisen.
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