Die Sommervorbereitung ist fast vorbei und der Pflichtspielauftakt steht vor der Tür. Am Donnerstag um 15 Uhr hat der 1. FC Köln mit der Vorbereitung auf Würzburg begonnen. Trainer René Wagner hatte angekündigt, dass einige Spieler nach den freien Tagen kein Teil des Profitrainings mehr sein könnten. Auch die Startelf soll sich in den kommenden Tagen finden. Nicht auf jeder Position herrscht bereits Klarheit beim 1. FC Köln: Für wen reicht es für die Startelf?
Aktuell geht es für die Geißböcke in die heiße Phase der Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel. Und so langsam wird sich eine Startelf herauskristallisieren.

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Die Zeit der Experimente ist vorbei. In den vergangenen Wochen sprach René Wagner immer wieder davon, dass es darum gehe „Kombinationen zu testen“. Dafür hat er in dieser letzten Trainingswoche noch einmal die Chance. Gleichzeitig soll sich die Startelf für Würzburg auch aufeinander einstellen. Das Training soll Aufschluss über den aktuellen Stand geben.
Gesetzte Spieler
Auf manchen Position herrscht weniger Unklarheit als auf anderen. Auch wenn ein Einsatz von Ron-Robert Zieler im Pokalspiel nicht ausgeschlossen wurde, ist Kapitän Marvin Schwäbe im Tor nach wie vor gesetzt. Auch auf den Außenverteidigerpositionen scheint die Besetzung klar. Hinten rechts hat Alessio Castro-Montes seinen Platz sicher, da Sebastian Sebulonsen weiterhin mit einer Muskelverletzung ausfällt. Auf der anderen Seite ist Neuzugang Gideon Mensah gesetzt. Seit Wochen sucht der FC nach einem Ersatzmann für ihn – bislang allerdings ohne Erfolg. Derzeit sind Jonathan Friemel und David Fürst die ersten Alternativen. Fürst trainierte am Donnerstagmittag jedoch mit weiteren Teamkollegen bereits wieder bei der U21, wird also wohl vorerst nicht bei den Profis eingeplant werden. Friemel stand im Training mit Manuel Hartmann nicht auf dem Platzt, wird wohl mit bei den Profis trainieren und könnten die Chance auf sein Debüt bekommen.
In der Innenverteidigung ist Jahmai Simpson-Pusey gesetzt. Der junge Engländer gilt als Fixpunkt in der Defensive, während die Rolle neben ihm noch umkämpft ist. Im Mittelfeldzentrum hat Tom Krauß seinen Platz sicher und natürlich führt auch an Said El Mala kein Weg vorbei, sofern der Linksaußen den Verein nicht kurzfristig noch verlassen sollte. Auf der Position des Mittelstürmers wird, trotz der Verpflichtung von Thijs Dallinga, Ragnar Ache als erste Wahl in die Saison gehen und auch in Würzburg starten.
Umkämpfte Positionen
In anderen Mannschaftsteilen hingegen könnte sich in der letzten Trainingswoche entscheiden, wer am Montagabend in die Würzburger Akon Arena einläuft. Luka Lochoshvili hat wohl die besten Karten auf die Rolle neben Simpson-Pusey in der Innenverteidigung. Der kopfballstarke Linksfuß hat in den Testspielen überzeugt und sticht insbesondere durch seine Qualität bei Standards heraus. Gerade in einem umkämpften Pokalspiel kann ein Tor nach einer Ecke den Unterschied ausmachen. Aber auch für Joel Schmied und Rav van den Berg hat Trainer Wagner immer wieder lobende Worte gefunden. Für den zweiten Platz im zentralen Mittelfeld gilt Isak Johannesson als Favorit.
Der gesuchte neue Sechser ist immer noch nicht da und Neuzugang Paul Okon-Engstler muss sich in der Bundesliga erst einmal zurechtfinden. Eine mögliche Verpflichtung von Ellyes Skhiri könnte die Hierarchie in der Zentrale allerdings vor dem Bundesligaauftakt auf den Kopf stellen. Skhiri soll aktuell den Medizincheck in Köln absolvieren. Während El Mala auf links gesetzt ist, herrscht auf dem rechten Flügel noch Unklarheit. Die heißesten Kandidaten sind Jan Thielmann und Linton Maina. Während Thielmann ein Arbeiter ist, der über 120 Minuten attackieren kann, zeichnet sich Maina vor allem durch sein enormes Tempo aus. Wer von den beiden Publikumslieblingen den Vorzug erhält, könnte eine der spannendsten Entscheidungen der nächsten Tage werden.
Abschließend stellt sich die Frage, wer neben beziehungsweise hinter Ragnar Ache aufläuft. Marius Bülter und Luca Waldschmidt waren mit jeweils fünf Treffern die besten Kölner Torschützen der Vorbereitung. Auch ein Startelfeinsatz von Youssoupha Niang ist nicht auszuschließen. René Wagner wird alle beobachten und am Ende eine Entscheidung treffen müssen. Zudem muss er berücksichtigen, welchen Spielern er zutraut, ein Spiel als Einwechselspieler zu entscheiden. In Köln weiß man, dass gerade im Pokal ein Joker den entscheidenden Unterschied machen kann.
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