Beim FC wussten nicht alle Spieler zu überzeugen
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Frust statt Vorfreude: Die Baustellen beim 1. FC Köln machen das Derby gegen Mönchengladbach zum Krisenduell

Vier Punkte für den FC, null für die Borussia: Auf dem Papier hat der 1. FC Köln im Gegensatz zu Borussia Mönchengladbach einen soliden Saisonstart hingelegt. Doch von Derby-Euphorie ist bei beiden rheinischen Rivalen wenig zu spüren. Denn zahlreiche Baustellen trüben die Vorfreude auch beim 1. FC Köln: Das Derby wird für beide Clubs zur Zerreißprobe.

Unsichere Abwehr, mangelnde Chancenverwertung, personelle Probleme: Köln-Coach René Wagner hat im Krisenderby einige Probleme zu lösen.

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Wenn Derbys zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach anstehen, ist die Vorfreude eigentlich groß. Für die Fans sind es die wichtigsten Spiele der Saison – quasi die Schaumkrone auf dem Kölsch. Wer solch ein brisantes Traditionsduell gewinnt, hat erstmal etwas Ruhe und beim eigenen Anhang einen dicken Stein im Brett. Bei Niederlagen steht der Rhein allerdings in Flammen. Und genau dieser Druck ist im Vorfeld der Partie am Sonntagnachmittag in den Lagern beider Cubs zu spüren: Statt Schaumkrone ist derzeit eher Katerstimmung angesagt.

Gladbach am Tabellenende – doch auch beim FC herrscht Frust

Die Gladbacher befinden sich schon seit Saisonbeginn in der Krise: Null Punkte, 16 Gegentore und der letzte Tabellenplatz sprechen eine deutliche Sprache. So deutlich, dass Eugen Polanski den Trainerstuhl bei der Borussia bereits nach dem 3. Spieltag räumen musste. Seinen Platz hat Alexander Blessin eingenommen. Und man hat das Gefühl, dass der Trainerwechsel beim VfL zumindest einen verhaltenen Optimismus ausgelöst hat.

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Davon ist beim 1. FC Köln zurzeit nichts zu spüren: Nach der guten Stimmung infolge des 3:2-Auftaktsieges gegen Hoffenheim hat man auch in der Domstadt längst „et ärme Dier“. Obwohl der FC mit vier Zählern grundsätzlich einen ordentlichen Saisonstart hingelegt hat, ist die Gemütslage bei der Anhängerschaft ähnlich bescheiden wie am Niederrhein. Und es gibt einige Gründe, warum das Derby zum Krisenduell wird.

Wacklige Defensive, fehlende Spielidee: Kölns Probleme vor dem Derby

Da wäre zum einen die Causa René Wagner. Der FC-Trainer hatte schon vor dieser Spielzeit bei zahlreichen Fans wenig Kredit – und der scheint nach den zuletzt recht erfolglosen Auftritten seiner Mannschaft gegen Werder und den HSV immer weiter aufgebraucht. Denn eine Spielidee ist beim 1. FC Köln weiterhin kaum erkennbar, die Defensive präsentiert sich nach wie vor wackelig. Und das Problem der vielen Gegentore nach Standards bekommt Wagner ebenfalls nicht in den Griff. Zusätzlich zeigen die Geißböcke offensiv zwar vielversprechende Ansätze, schlagen bisher aber viel zu wenig Kapital aus ihren Chancen. So sammelten die Geißböcke in den letzten beiden Partien statt (durchaus möglichen) vier bis sechs Punkten gerade mal einen Zähler.

Ausgerechnet die Offensive wurde beim Testspiel am vergangenen Samstag gegen Viktoria Köln auch noch empfindlich geschwächt. Mit Ragnar Ache und Thijs Dallinga verletzten sich nämlich beide Mittelstürmer des Effzeh. Ache fällt mit Muskelverletzung wohl mehrere Wochen aus. Bei dem am Kreuzband verletzten Dallinga ist nicht sicher, ob er in dieser Saison überhaupt noch einmal für die Domstädter auf dem Platz stehen kann. Ein schlechteres Timing konnte es für diese Hiobsbotschaften bei der ohnehin schon angespannten Stimmung kaum geben.

Ache und Dallinga fehlen: Wer soll gegen Gladbach die Tore schießen?

Denn nun hat Wagner, zusätzlich zum unsicheren Abwehrverhalten und der mangelnden Chancenverwertung, vor dem Derby im Sturmzentrum eine weitere Baustelle zu beackern. Als Lösung für den zentralen Angriff wäre neben Said El Mala, der auf dieser Position bereits in der vergangenen Saison zum Einsatz kam, auch Marius Bülter vorstellbar. Wer am Ende Tore macht, dürfte allen, die es mit dem 1. FC Köln halten, aber ohnehin ziemlich egal sein. Hauptsache, die Geißböcke geben nicht wieder den Aufbaugegner, wie es zuletzt beim HSV der Fall war. Denn bei einer Pleite im Krisenduell könnte aus einer getrübten Derby-Vorfreude beim rut-wießen Anhang schnell „Alarmstufe Rot“ werden.

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