Linton Maina jubelt über seinen Treffer
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Vom kolportierten Streichkandidaten zur erfolgreichen Alternative: Linton Maina vervollständigt das dynamische Trio

Linton Maina gehört zu den positiven Überraschungen der noch jungen Saison beim 1. FC Köln. Der Offensivspieler ist gut in die Saison gestartet, bringt mit seiner Geschwindigkeit und seiner Dynamik Leben in die Kölner Offensive und kommt nach vier Bundesliga-Spielen bereits auf ein Tor und eine Vorlage. Noch bemerkenswerter ist allerdings, wie sich seine persönliche Situation innerhalb weniger Wochen verändert hat. Linton Maina ist wieder eine feste Größe beim 1. FC Köln.

Als Thomas Kessler weit vor dem Saisonauftakt betonte, dass es durchaus noch Härtefälle geben könne und Spieler sich noch auf der Zielgeraden mit einem Wechsel beschäftigen würden, war einer der spekulierten Namen Linton Maina. Aktuell führt beim FC aber kein Weg am Flügelflitzer vorbei.

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Dass es überhaupt zu dieser Entwicklung kommen würde, deutete sich im Sommer zunächst nicht wirklich an. Denn ein weiteres Jahr am Geißbockheim war alles andere als beschlossene Sache. Ganz im Gegenteil – Maina gehörte zu den Spielern, bei denen ein Abschied durchaus im Raum stand. Kein Wunder, denn unter René Wagner stand der gebürtige Berliner in der vergangenen Spielzeit lediglich zweimal in der Startelf. Dennoch blieb der Offensivspieler in der Domstadt und bekam die Chance sich in der Vorbereitung zu zeigen. Genau diese Gelegenheit nutzte er für sich. Maina zeigte sich in den Trainingseinheiten und Testspielen engagiert, sorgte für Dynamik und arbeitete sich im Laufe der Vorbereitung Schritt für Schritt näher an die Mannschaft heran. Aus einem Spieler, bei dem ein Wechsel wahrscheinlich schien, wurde damit wieder eine ernsthafte Option für Trainer und Team.

Vertrauen direkt zum Saisonauftakt

Wie sehr sich seine Position verändert hatte, untermauerte dann auch das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal. Maina stand in Würzburg in der Startelf und bekam damit direkt zu Saisonbeginn die Gelegenheit, seine Leistungen aus der Vorbereitung zu bestätigen. Zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim kam er zunächst als Einwechselspieler zum Einsatz und bereitete das wichtige 2:2 vor. Danach stand der 27-Jährige in den drei folgenden Spielen immer in der Startelf und zählte zu den stärkeren Kölnern. Gegen Werder Bremen konnte er seine starke Leistung früh mit einem Tor belohnen. Nach vier Spieltagen stehen somit ein Treffer und eine Vorlage für ihn zu Buche. Eine Bilanz, die durchaus den positiven Eindruck aus der Vorbereitung bestätigt.

Dynamik als Kernkompetenz

Das liegt auch an den Eigenschaften, die Maina schon in der Vergangenheit ausgezeichnet haben. Mit seinem Tempo kann der Flügelspieler für Unruhe sorgen, im Eins-gegen-eins sucht er den direkten Weg und gibt dem Kölner Spiel damit eine andere Dynamik. Gerade sein Tiefgang kann als belebendes Element für den FC immens wertvoll sein. Maina passt damit perfekt in die Offensivkette Said El Mala, Mikey Moore und eben Linton Maina. Dabei geht es noch gar nicht darum, Maina zum unumstrittenen Schlüsselspieler zu erklären. Dafür ist die Saison noch zu jung und seine Entwicklung noch nicht weit genug fortgeschritten. Die Zeit des Berliners beim FC ist ohnehin von Höhen und Tiefen, auch individuell, geprägt. Seine Rolle hat sich im Vergleich zum Sommer aber unübersehbar verändert. Aus einem möglichen Streichkandidaten ist wieder eine feste Größe im Konkurrenzkampf geworden.

Für Maina ist diese Entwicklung vor allem deshalb bemerkenswert, weil sie keineswegs vorgezeichnet war. Statt sich mit einer unklaren Perspektive abzufinden, hat er die Vorbereitung genutzt, um seine Situation selbst zu verändern. Der Start in die Saison hat diesen Eindruck bislang bestätigt. Ein Tor, eine Vorlage und regelmäßige Einsätze sind dabei weniger entscheidend als die Tatsache, dass Maina wieder eine Rolle spielt und sich das Vertrauen des FC zurückerarbeitet hat. Ausgerechnet ein Spieler, dessen Zukunft im Sommer noch fraglich war, könnte damit zu einer der interessanteren persönlichen Geschichten dieser Kölner Saison werden.

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