Köln und die mangelnde Chancenverwertung: Dem FC fehlen nicht nur die Stürmer

Ragnar Ache verpasst ein Tor gegen Werder Bremen
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Köln und die mangelnde Chancenverwertung: Dem FC fehlen nicht nur die Stürmer

Der 1. FC Köln hat in den ersten Wochen der neuen Saison bereits einige unterschiedliche Leistungen gezeigt. Mal überzeugte die Mannschaft zumindest temporär mit ihrer offensiven Wucht, mal tat sie sich über weite Strecken schwer, in gefährliche Situationen zu kommen. Wenn sie in diese kam, ließ der Abschluss mitunter zu Wünschen übrig. Wie effizient ist der 1. FC Köln bislang?

Der FC kommt in seinen bisherigen fünf Pflichtspielen dieser Saison auf acht Torerfolge. Davon fiel wie berichtet lediglich eines vor der Pause, sieben weitere erzielten die Domstädter in der zweiten Halbzeit. Das ist ohnehin schon eine auffällige statistische Verteilung, wird bei genauerem Hinsehen aber noch interessanter und offenbart noch eine andere Auffälligkeit.

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Thijs Dallinga stand schon ziemlich frei, als Gideon Mensah eine butterweiche Flanke auf seinen Kopf servierte. Der Niederländer vergab, obwohl der xGoals-Wert dieser Chance bei 0,45 lag. Die Qualität der Chance bedeutet also, dass jeder zweite Treffer mit jenem Wert auch ein Tor ist. Mikey Moores Riesenchance gegen die Rothosen war von ähnlicher Qualität, hätte ebenfalls ein Treffer sein können, wenn nicht müssen. In den vier Bundesliga-Spielen kommt Köln in der ersten Halbzeit auf einen gesamten xGoals-Wert von 2,45 – auf dem Torkonto steht für die ersten 45 Minuten ein Tor, nach dem Seitenwechsel liegt der Wert bei 5,35. Pro Partie entspricht das durchschnittlich 0,61 xG vor der Pause und 1,34 danach. Köln entwickelt nach dem Seitenwechsel damit im Schnitt mehr als doppelt so viel Torgefahr wie in den ersten 45 Minuten. Nimmt man das Pokalspiel bei den Würzburger Kickers hinzu, wird der Unterschied sogar noch deutlicher: Über alle fünf Pflichtspiele kommt der FC auf 3,20 xG in der ersten und 6,46 xG in der zweiten Halbzeit.

1. FC Köln mit Problemen bei der Chancenverwertung

Auch unabhängig von der auffälligen Verteilung auf die beiden Halbzeiten lohnt sich deshalb ein Blick auf die Effizienz. Gegen den VfB lag der xGoals-Wert der Kölner bei überragenden 2,8 – die Geißböcke erzielten gerade einmal einen Treffer. In den vier Bundesliga-Spielen hat der FC bislang insgesamt 7,80 erwartete Tore produziert, tatsächlich aber nur sechsmal getroffen. Zwischen der Qualität der herausgespielten Möglichkeiten und dem tatsächlichen Ertrag liegt damit eine Differenz von 1,80 Toren. Köln liegt also bei der Effizienz deutlich im Minusbereich – und im Ligavergleich auf dem vorletzten Platz. Einzig der FC Schalke 04 ist minimal schwächer. Auf der anderen Seite zeigt sich der FC Augsburg extrem kaltschnäuzig. Die Fuggerstädter erzielten bereits elf Tore, obwohl die Qualität der Chancen gerade einmal sieben Tore erwarten ließ. Eine höhere Effizienz kann kein Team aufweisen.

Damit ergibt sich ein durchaus interessantes Gesamtbild vom bisherigen Saisonstart. Köln braucht häufig Zeit, um offensiv richtig in die Partie zu finden, entwickelt nach dem Seitenwechsel aber deutlich mehr Gefahr und kommt dann auch wesentlich häufiger zu hochwertigen Möglichkeiten. Die sieben von acht Pflichtspieltoren nach der Pause sind deshalb nicht nur eine statistische Kuriosität, sondern werden von den xG-Werten zumindest teilweise gestützt. Gleichzeitig bleibt die Chancenverwertung ein Faktor, der den Unterschied zwischen einer guten zweiten Halbzeit und einem entsprechend guten Ergebnis ausmachen kann. Die zwei Gesichter des FC zeigen sich damit bislang nicht nur auf dem Platz, sondern lassen sich nach den ersten fünf Pflichtspielen auch ziemlich deutlich anhand der Zahlen ablesen. Im internen Teamvergleich kommen Marius Bülter und Mikey Moore auf einen xGoals-Wert von jeweils 1,48 – getroffen haben beide noch nicht.

Ausgerechnet jetzt fallen mit Dallinga und Ragnar Ache zwei Spieler aus, die drei der bisherigen sechs Ligatore erzielt haben. Und in der Defensive? Dort liegt der Wert der gefangenen Tore über dem gegnerischen xGoals-Wert. Die Qualität der gegnerischen Chancen ließ acht Tore erwarten, stand jetzt sind es neun. Es gibt also in beiden Bereichen noch Luft nach oben.

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Vom kolportierten Streichkandidaten zur erfolgreichen Alternative: Linton Maina vervollständigt das dynamische Trio

Linton Maina jubelt über seinen Treffer
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Vom kolportierten Streichkandidaten zur erfolgreichen Alternative: Linton Maina vervollständigt das dynamische Trio

Linton Maina gehört zu den positiven Überraschungen der noch jungen Saison beim 1. FC Köln. Der Offensivspieler ist gut in die Saison gestartet, bringt mit seiner Geschwindigkeit und seiner Dynamik Leben in die Kölner Offensive und kommt nach vier Bundesliga-Spielen bereits auf ein Tor und eine Vorlage. Noch bemerkenswerter ist allerdings, wie sich seine persönliche Situation innerhalb weniger Wochen verändert hat. Linton Maina ist wieder eine feste Größe beim 1. FC Köln.

Als Thomas Kessler weit vor dem Saisonauftakt betonte, dass es durchaus noch Härtefälle geben könne und Spieler sich noch auf der Zielgeraden mit einem Wechsel beschäftigen würden, war einer der spekulierten Namen Linton Maina. Aktuell führt beim FC aber kein Weg am Flügelflitzer vorbei.

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Dass es überhaupt zu dieser Entwicklung kommen würde, deutete sich im Sommer zunächst nicht wirklich an. Denn ein weiteres Jahr am Geißbockheim war alles andere als beschlossene Sache. Ganz im Gegenteil – Maina gehörte zu den Spielern, bei denen ein Abschied durchaus im Raum stand. Kein Wunder, denn unter René Wagner stand der gebürtige Berliner in der vergangenen Spielzeit lediglich zweimal in der Startelf. Dennoch blieb der Offensivspieler in der Domstadt und bekam die Chance sich in der Vorbereitung zu zeigen. Genau diese Gelegenheit nutzte er für sich. Maina zeigte sich in den Trainingseinheiten und Testspielen engagiert, sorgte für Dynamik und arbeitete sich im Laufe der Vorbereitung Schritt für Schritt näher an die Mannschaft heran. Aus einem Spieler, bei dem ein Wechsel wahrscheinlich schien, wurde damit wieder eine ernsthafte Option für Trainer und Team.

Vertrauen direkt zum Saisonauftakt

Wie sehr sich seine Position verändert hatte, untermauerte dann auch das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal. Maina stand in Würzburg in der Startelf und bekam damit direkt zu Saisonbeginn die Gelegenheit, seine Leistungen aus der Vorbereitung zu bestätigen. Zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim kam er zunächst als Einwechselspieler zum Einsatz und bereitete das wichtige 2:2 vor. Danach stand der 27-Jährige in den drei folgenden Spielen immer in der Startelf und zählte zu den stärkeren Kölnern. Gegen Werder Bremen konnte er seine starke Leistung früh mit einem Tor belohnen. Nach vier Spieltagen stehen somit ein Treffer und eine Vorlage für ihn zu Buche. Eine Bilanz, die durchaus den positiven Eindruck aus der Vorbereitung bestätigt.

Dynamik als Kernkompetenz

Das liegt auch an den Eigenschaften, die Maina schon in der Vergangenheit ausgezeichnet haben. Mit seinem Tempo kann der Flügelspieler für Unruhe sorgen, im Eins-gegen-eins sucht er den direkten Weg und gibt dem Kölner Spiel damit eine andere Dynamik. Gerade sein Tiefgang kann als belebendes Element für den FC immens wertvoll sein. Maina passt damit perfekt in die Offensivkette Said El Mala, Mikey Moore und eben Linton Maina. Dabei geht es noch gar nicht darum, Maina zum unumstrittenen Schlüsselspieler zu erklären. Dafür ist die Saison noch zu jung und seine Entwicklung noch nicht weit genug fortgeschritten. Die Zeit des Berliners beim FC ist ohnehin von Höhen und Tiefen, auch individuell, geprägt. Seine Rolle hat sich im Vergleich zum Sommer aber unübersehbar verändert. Aus einem möglichen Streichkandidaten ist wieder eine feste Größe im Konkurrenzkampf geworden.

Für Maina ist diese Entwicklung vor allem deshalb bemerkenswert, weil sie keineswegs vorgezeichnet war. Statt sich mit einer unklaren Perspektive abzufinden, hat er die Vorbereitung genutzt, um seine Situation selbst zu verändern. Der Start in die Saison hat diesen Eindruck bislang bestätigt. Ein Tor, eine Vorlage und regelmäßige Einsätze sind dabei weniger entscheidend als die Tatsache, dass Maina wieder eine Rolle spielt und sich das Vertrauen des FC zurückerarbeitet hat. Ausgerechnet ein Spieler, dessen Zukunft im Sommer noch fraglich war, könnte damit zu einer der interessanteren persönlichen Geschichten dieser Kölner Saison werden.

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Kurswechsel beim FC: Said El Mala macht es vor – Wer hat ebenfalls Entwicklungspotenzial?

Thomas Kessler am Telefon
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Kurswechsel beim FC: Said El Mala macht es vor – Wer hat ebenfalls Entwicklungspotenzial?

Junge Spieler günstig verpflichten, weiterentwickeln und mit Erlös wieder verkaufen – Der Weg klingt gleichermaßen lukrativ wie logisch. Und Said El Mala bietet das perfekte Beispiel, dass dieser Weg auch gangbar ist. Doch nicht jedes Talent wird irgendwann auch das erhoffte Geld bringen. Doch welche weiteren FC-Spieler besitzen großes Entwicklungspotenzial?

Insbesondere die Neuzugänge aus dem vergangenen Sommer deuten beim 1. FC Köln auf einen möglichen Kurswechsel bei den Transfers hin. Der FC setzt offenbar verstärkt auf junge, entwicklungsfähige Spieler wie beispielsweise Reigan Heskey oder Paul Okon-Engstler, die durch ihre  Entwicklung finanziell und sportlich an Wert gewinnen sollen. Einen ähnlichen Weg sind Vereine wie Borussia Dortmund oder auch Eintracht Frankfurt bereits erfolgreich gegangen. Doch welche Spieler aus dem aktuellen Kader könnten den 1. FC Köln künftig tatsächlich für eine hohe Summe verlassen?

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Der offensichtlichste Kandidat ist Said El Mala. Denn der 20-Jährige hat sich in kurzer Zeit zum wertvollsten Spieler im Kader der Domstädter entwickelt. In diesem Sommer lagen bereits Angebote vor, deren Gesamtpakete die Marke von 50 Millionen Euro überstiegen haben sollen. El Mala zeigt damit exemplarisch, welches wirtschaftliche Potenzial in einer erfolgreichen Entwicklung stecken kann. Doch neben ihm gibt es weitere junge Spieler, bei denen der FC auf eine ähnliche Entwicklung hofft. Jahmai Simpson-Pusey, Reigan Heskey, Paul Okon-Engstler, Ísak Jóhannesson, Gil Neves, Patrik Kristal, Fynn Schenten und Youssoupha Niang sind allesamt noch jung und bringen grundsätzlich das Potenzial mit, ihren Wert deutlich zu steigern.

Nicht immer eine positive Entwicklung

Bei Simpson-Pusey und Heskey wurde medial darüber spekuliert, dass Manchester City aufgrund von Rückkaufklauseln oder einem Matching-Right nach wie vor das letzte Wort bei den jungen Engländern haben. Bei Gil Neves soll Benfica angeblich an einem späteren Verkauf beteiligt sein. Dennoch bleiben genügend vielversprechende Spieler, bei denen der FC das Heft des Handelns in den eigenen Händen hält. Allerdings ist der Weg für einige der genannten Akteure noch weit. Teilweise müssen sie sich überhaupt erst dauerhaft im Spieltagskader und anschließend in der Startelf der ersten Mannschaft etablieren, bevor ernsthaft über größere Transfererlöse gesprochen werden kann. Es handelt sich deshalb nicht um sichere Millionenwerte, sondern um Spieler, denen der FC den Feinschliff verpassen muss.

Doch nicht jede Karriere entwickelt sich so, wie es sich Verein und Spieler erhoffen. Bei Rav van den Berg, Julian Pauli und Elias Bakatukanda ist das Potenzial nach wie vor bekannt, die großen Entwicklungssprünge sind bislang jedoch ausgeblieben. Besonders deutlich wird das am Beispiel Jan Thielmann. Beim inzwischen 24-Jährigen waren die Erwartungen bereits vor mehreren Jahren groß. Der nächste Schritt in seiner Entwicklung ist jedoch über einen längeren Zeitraum ausgeblieben. Während bei anderen Talenten noch viel Zeit für eine Entwicklung vorhanden ist, wird es bei Thielmann zunehmend schwieriger, mit einer deutlichen Vervielfachung seines Wertes zu rechnen. Ein gewisser Wiederverkaufswert bleibt dennoch bestehen.

Sportliche Soforthilfe ebenfalls von Bedeutung

So auch bei diesen Spielern. Denn natürlich gibt es im Kader Akteure, bei denen sportlicher Nutzen und wirtschaftlicher Wert aufgrund ihres Alters stärker zusammenkommen. Ragnar Ache, Sebastian Sebulonsen oder Tom Krauß sind Beispiele dafür. Sie gelten weder als Talente, noch als Spieler über ihrem Zenit. Die Profis können dem FC bereits kurzfristig auf dem Platz helfen und gleichzeitig aufgrund ihrer sportlichen Qualität und ihres nicht zu hohen Alters noch einen gewissen Wiederverkaufswert erzielen. Sie sind damit keine klassischen Ausbildungsspieler, bei denen es um eine mögliche Vervielfachung des Marktwerts geht, sondern welche, die sportliche Gegenwart und wirtschaftliche Perspektive miteinander verbinden.

Dann gibt es aber auch Routiniers, deren größter Wert nicht in einem möglichen späteren Verkauf liegt. Ellyes Skhiri, Timo Hübers, Marius Bülter, Marvin Schwäbe, Alessio Castro-Montes oder Luka Lochoshvili können für den FC vor allem sportlich wichtig sein. Bei ihnen geht es weniger darum, ihren Marktwert in den kommenden Jahren massiv zu steigern, sondern darum, mit Erfahrung und Leistung zum Erfolg der Mannschaft beizutragen. Genau darin liegt die entscheidende Unterscheidung: Der Wert eines Spielers lässt sich für den 1. FC Köln nicht allein daran messen, wie viel Geld er bei einem späteren Transfer einbringen könnte. Entscheidend ist auch, ob und wie sehr er dem FC bereits heute auf dem Platz hilft.

Am Ende zeigt der Blick auf den Kader damit, dass der FC verschiedene Formen von Wert miteinander verbinden muss. Junge Talente können zu erheblichen Transfererlösen führen, andere Spieler besitzen zumindest noch einen soliden Wiederverkaufswert und bei wieder anderen steht der sportliche Beitrag im Vordergrund. Für Köln dürfte es deshalb nicht nur darum gehen, die nächsten El Malas zu finden, sondern auch darum, die vorhandenen Akteure tatsächlich so weiterzuentwickeln, dass aus Potenzial irgendwann sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg wird.

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Nicht gesucht, nicht gefunden oder eine Systemfrage? Die aktuelle Situation der Stürmer des 1. FC Köln ist kompliziert

Ragnar Ache und Thijs Dallinga sollen beim FC Tore schießen
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Nicht gesucht, nicht gefunden oder eine Systemfrage? Die aktuelle Situation der Stürmer des 1. FC Köln ist kompliziert

Nachdem Thijs Dallinga herausragend in die Saison startete, konnte er zuletzt nicht mehr überzeugen. Ragnar Ache sucht zum Beginn der Spielzeit ebenfalls noch seine Konstanz. Beide Angreifer haben bisher Schwierigkeiten, ihre Stärken einzubringen. Liegt das an ihnen selbst oder doch am System von René Wagner?

Jeder Fußballfan weiß von klein auf: Stürmer müssen Tore schießen. Beim FC ist die Realität zum Saisonstart allerdings zum Teil eine andere. Sowohl Thijs Dallinga als auch Ragnar Ache werden in der Offensive als reiner Knipser nur selten gesucht. Wenn sie gefordert sind, dann hauptsächlich als Wandspieler. Müssen sich die Angreifer dem System anpassen oder doch eher anders herum? In jedem Fall muss im Sturmzentrum des 1. FC Köln etwas passieren.

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Nach den jüngsten Ergebnissen ist von der anfänglichen Euphorie beim FC nach dem Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim nur noch wenig übrig. Thijs Dallinga wurde damals mit seinem Doppelpack zum Matchwinner und feierte einen perfekten Einstand im Trikot der Geißböcke. Zusammen mit Ragnar Ache, der bereits in der vergangenen Saison seine Qualitäten auf Bundesliga-Niveau gezeigt hatte, entstand schnell der Eindruck, dass der FC sein eigentlich seit Jahren schwelendes Sturmproblem gelöst hatte. Die letzten Spiele vor der Länderspielpause zeigten jedoch anderes. Sowohl Ache als auch Dallinga sahen in den Spielen gegen Stuttgart, Bremen und den HSV alles andere als glücklich aus. Beide Angreifer konnten ihre Stärken kaum ausspielen und warfen damit eine dringliche Frage auf: Setzt der 1. FC Köln seine Stürmer falsch ein?

Qualitäten in der Luft

Die 38. Minute dürfte vielen FC-Fans in Hamburg besonders schmerzhaft in Erinnerung geblieben sein. Gideon Mensah brachte den Ball von links punktgenau in den Strafraum. Dallinga kam aus kürzester Distanz frei zum Kopfball doch Daniel Heuer Fernandes bekam noch die Hände an den Ball und verhinderte den Kölner Führungstreffer. Nach dem verschossenen Elfmeter gegen Bremen ließ der Niederländer somit die nächste Großchance ungenutzt. Gleichzeitig zeigt die Szene aber auch, warum Dallinga und Ache für den FC wichtig sind.

Beide bringen ein ähnliches Profil mit: Sie können Flanken und hohe Bälle im Strafraum zu verwerten, sind körperlich präsent und bewegen sich clever zwischen den Abwehrreihen. Gerade beim Niederländer war in Hamburg zu sehen, wie gefährlich er werden kann, wenn er per Flanke gefunden wird. Die Präsenz in Luftzweikämpfen gehört auch bei Ache zu den Kernkompetenzen. Bei seiner Verpflichtung im vergangenen Sommer hat er selbst genau auf diese Qualität hingewiesen: „Vor allem das Spiel mit Flanken ist eine große Stärke von mir“, sagte der Stürmer damals. Trotzdem ist die Flanke im Kölner Angriff (mit anschließendem Abschluss) nur selten das Mittel der Wahl. Doch woran liegt das?

Falsch eingesetzte Stürmer?

Die Antwort darauf ist das Spielermaterial hinter der Spitze. Said El Mala, Mikey Moore und Linton Maina bringen viel Dynamik, Dribbelstärke und die Fähigkeit mit, selbst Lösungen zu kreieren. Sie sind aber keine klassischen Flankengeber. Der Mittelstürmer fungiert im System der Domstädter somit eher als Zielspieler, der lange Bälle festmachen und auf die nachrückenden Spieler ablegen soll. Eine Spielidee, die beide Stürmer durchaus limitiert und ihrer Stärken und Torgefahr beraubt. Die Szene in Hamburg zeigt exemplarisch, dass Dallinga in solchen Situationen Gefahr ausstrahlen kann. Ache traf später sogar nach einer Hereingabe. Die Frage ist, wie regelmäßig der FC ihnen diese Situationen verschaffen kann. Bisher war dies deutlich zu selten der Fall.

Mit Borna Sosa haben die Kölner nun einen Spieler im Kader, dem diese Ausrichtung entgegen kommen könnte. Der Linksverteidiger ist bekannt für seine Flankenqualität und kann von außen für die Hereingaben sorgen, die Ache und Dallinga brauchen. Gleichzeitig würde ein stärkeres Flankenspiel aber auch die Rollen von Said El Mala, Mikey Moore und Linton Maina verändern. Es geht also nicht einfach darum, möglichst viele Bälle in den Strafraum zu schlagen, sondern um die Frage, auf welche Mischung aus spielerischen Kombinationen, Dribblings und Hereingaben der FC setzen will, um alle Spieler bestmöglich einzusetzen. Bundestrainer Jürgen Klopp sagte bei seiner ersten Kadernominierung: „Wir haben nicht geguckt, was wir nicht haben, sondern wir haben geguckt, was wir haben.“ Womöglich würde eine solche Ansicht dem FC ebenfalls neue Perspektiven eröffnen.

Bewährtes System

Ansonsten muss die Frage erlaubt sein, ob sich der FC im Sturm vielleicht falsch aufgestellt hat. Denn die Profile der beiden Angreifer unterscheiden sich nur gering. Ein Konzept, dass nichtsdestotrotz bereits in Köln funktionierte. In der Saison 2021/22 stürmten mit Sebastian Andersson und Anthony Modeste ebenfalls zwei klassische Mittelstürmer für die Geißböcke. Modeste kam auf 32 Einsätze, Andersson aufgrund einer Corona-Infektion zum Saisonende auf 26. Unter dem damaligen Trainer Steffen Baumgart, dem der heutige Cheftrainer René Wagner assistierte, gelang den Kölnern die Qualifikation für die Conference League. Mit Benno Schmitz hatte der FC damals, genau wie jetzt mit Sosa, einen Spieler mit hervorragender Flankenqualität in den eigenen Reihen. Möglich aber, dass der Trainer sich das Mittel des Knipsers auch für die Schlussphase aufheben will, wenn andere Lösungen nicht mehr greifen.

Ob Wagner die Idee seines Mentors in Erwägung zieht, wird sich im Verlauf der Saison zeigen. Die Szene in Hamburg hat aber anschaulich gezeigt, welche Gefahr entstehen kann, wenn einer der beiden in genau solche Aktionen kommt, wie sie zu ihrem Spiel passen. Wenn die Domstädter es schaffen, ihre Vorderleute so in Szene zu setzen, ist der FC um eine Option im letzten Drittel reicher. Dabei würden zumindest die Stärken der eigenen Stürmer bedient.

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Erneute Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Zufall, Pech – oder steckt vielleicht doch mehr dahinter?

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
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Erneute Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Zufall, Pech – oder steckt vielleicht doch mehr dahinter?

Mit Alessio Castro-Motes gibt es beim FC den nächsten Fall eines Spielers mit einer Muskelverletzung. Insgesamt kommen die Geißböcke seit Beginn der vergangenen Saison auf nahezu 20 Akteure, die ausfielen. Eine auffällige Zahl – doch der Vergleich mit der Konkurrenz und die Einschätzung eines Experten zeichnen ein differenzierteres Bild beim 1. FC Köln: Was steckt hinter den vielen Muskelverletzungen?

Schon wieder hat es einen Spieler des 1. FC Köln erwischt. Mit Alessio Castro-Montes fällt erneut ein Akteur mit einer muskulären Verletzung aus. Das Thema begleitet die Geißböcke bereits seit Monaten und das wirft zwangsläufig die Frage nach dem Warum auf. Doch sind so viele Muskelverletzungen seit Beginn der vergangenen Saison tatsächlich so außergewöhnlich und lässt sich für die Häufung überhaupt eine konkrete Ursache finden?

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Muskelverletzungen sind im Profifußball ein ständiger Begleiter. Doch wenn sich die Ausfälle bei einer Mannschaft auffällig häufen, stellt sich schnell die Frage nach den Ursachen. Mit der Blessur von Alessio Castro-Montes ist das Thema beim 1. FC Köln nun wieder aktuell geworden. Der 29-Jährige musste gegen den HSV angeschlagen ausgewechselt werden, eine Untersuchung bestätigte anschließend eine strukturelle Muskelverletzung. Für den FC ist es damit ein weiterer Ausfall, der in das Bild der vergangenen Monate passt. Ein Blick auf andere Bundesligisten zeigt allerdings zunächst: Der 1. FC Köln steht mit diesem Problem keineswegs allein da.

Nicht nur ein Kölner Problem

Seit Beginn der Saison 2025/26 kommen die Domstädter laut dem Online-Portal transfermarkt.de auf insgesamt 19 Muskelverletzungen. Das klingt zunächst nach einer beträchtlichen Zahl und zeigt, dass sich diese Thematik nahezu durch die ganze Saison zog. Im Vergleich mit anderen Ligakonkurrenten relativiert sich das Bild jedoch. Der rheinische Rivale und nächster Gegner, Borussia Mönchengladbach, kommt im selben Zeitraum auf 20. Der FC Bayern München sogar auf 22 (transfermarkt.de). Muskelverletzungen sind damit offenbar kein Phänomen, das ausschließlich den FC betrifft. Vielmehr bewegen sich mehrere Bundesligisten in einer ähnlichen Größenordnung. Der Blick auf die Zahlen macht deshalb deutlich, dass sich die Frage nach den Ursachen nicht allein auf Köln beziehen lässt.

Öffentliche Diskussionen und Rätselraten

Beim 1. FC Köln war die Häufung allerdings bereits im Laufe der vergangenen Saison auch öffentlich zum Thema geworden. Trainer Lukas Kwasniok sprach angesichts der damaligen Verletzungsserie von einer „kuriosen Situation“ und kündigte eine Ursachenforschung an. Zur Einordnung sprach come-on-fc.com damals mit Prof. Wolfgang Potthast von der Deutschen Sporthochschule Köln. Der Biomechanik-Experte warnte dabei vor vorschnellen Erklärungen: Muskelverletzungen seien nicht auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen. Vielmehr könne eine ganze Reihe von Einflussgrößen eine Rolle spielen. Genau deshalb lasse sich eine solche Verletzungsserie auch nicht ohne Weiteres mit einer einzelnen Ursache erklären.

Verschiedene Gründe möglich

Dazu zählen unter anderem die Trainings- und Belastungssteuerung, individuelle körperliche Voraussetzungen, Ernährung oder muskuläre Dysbalancen. Auch Zusammenhänge mit der Wirbelsäule oder der neuronalen Ansteuerung können laut Potthast eine Rolle spielen. Gleichzeitig betonte der Wissenschaftler, dass es bislang keine einfache diagnostische Methode gibt, mit der sich zuverlässig bestimmen lässt, wann ein Spieler eine Pause vom Training benötigt. Gerade deshalb sei es sinnvoll, einzelne Verletzungen genau zu analysieren: Wann trat sie auf, unter welchen Bedingungen und welche individuellen Besonderheiten brachte der jeweilige Spieler mit? Eine solche Betrachtung könne helfen, wiederkehrende Muster zu erkennen und mögliche Ansatzpunkte für die Prävention zu finden.

Wo genau die Ursachen für diese hohe Frequenz an Muskelverletzungen liegen, lässt sich somit jedoch nach wie vor nicht final beantworten. 19 Muskelverletzungsperioden bleiben für den 1. FC Köln damit eine Zahl, die auffällt. Der Vergleich mit Bayern und Gladbach zeigt allerdings auch, dass der FC mit dieser Problematik nicht alleinsteht – die beiden Konkurrenten kommen sogar auf noch höhere Werte. Der FC muss während der Suche nach dem Wieso weiterhin auf personelle Rückschläge vorbereitet sein. Denn die erneute Blessur von Castro-Montes ist bereits die vierte Muskelverletzung in der noch jungen Saison und beweist damit, dass das Problem auch in der aktuellen Spielzeit nicht verschwunden ist.

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Gideon Mensah überzeugt beim 1. FC Köln: Vom Fragezeichen zur Konstanten

Gideon Mensah im Duell gegen Werder Bremen
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Gideon Mensah überzeugt beim 1. FC Köln: Vom Fragezeichen zur Konstanten

Er gehörte zu den ersten Transfers des 1. FC Köln in diesem Sommer. Nach seiner WM-Teilnahme mit Ghana wechselte Gideon Mensah an das Geißbockheim. Seine Aufgabe: Die Baustelle auf der Position des Linksverteidigers nach Jahren zu schließen. Mit der Rückennummer 14 tritt er damit in die Fußstapfen von Jonas Hector. Nach einem holprigen Start konnte der 28-Jährige in den ersten Ligaspielen überzeugen.

Die Kölner Abwehrreihe erlebte einen durchwachsenen Saisonstart. Die gesuchte defensive Stabilität fehlt noch und bereits neun Mal schlug es im FC-Tor ein. Gideon Mensah gehörte bisher jedoch zu den wenigen Lichtblicken. Der Ghanaer überzeugte bisher durch gute Arbeit gegen den Ball und schaltete sich auch vermehrt in der Offensive ein. Für einige Fans womöglich überraschend, da der Außenverteidiger zunächst als Defensivspezialist angekündigt wurde. Das Gefühl und die Zahlen sagen bisher jedoch anderes.

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Am Abend steht das nächste Highlight an. Nach der WM ist vor dem Afrika-Cup und für den will sich Ghana natürlich qualifizieren. Mit dabei ist der Linksverteidiger der Kölner, der sich längst zum Stammspieler gemauert hat. Die Auftritte von Gideon Mensah gehören bisher zu den wenigen positiven Eindrücken beim 1. FC Köln in dieser Saison. Der Ghanaer hat sich auf der linken Abwehrseite schnell etabliert und zeigte in den ersten vier Bundesliga-Spielen gute Leistungen. Während sich die Kölner Defensive immer wieder Unsicherheiten leistete, ist Mensah bislang der zuverlässigste Spieler der Viererkette. Dass ausgerechnet der 28-Jährige diese Rolle einnimmt, war nach der Vorbereitung nicht unbedingt absehbar. Vielmehr hatte der Linksverteidiger zunächst einige Fragezeichen hinterlassen – umso bemerkenswerter ist, wie schnell sich das Bild seit dem Saisonstart verändert hat. Gideon Mensah gehört zu den Konstanten beim 1. FC Köln.

Denn bereits kurz nach seiner Verpflichtung gab es erste Zweifel. Mensah war ablösefrei vom AJ Auxerre gekommen und hatte aufgrund der Weltmeisterschaft, bei der er für Ghana auflief und das Sechzehntelfinale erreichte, sowie einer hartnäckigen Erkrankung verspätet mit der Vorbereitung in Köln begonnen. Diese Rückstand zeigte sich auch in den ersten Testspielen, sodass zwischenzeitlich die Frage aufkam, ob seine Qualität für die Bundesliga überhaupt ausreichen würde. Diese Zweifel kamen wohl auch bei den FC-Verantwortlichen auf. Statt einem klaren Backup verpflichteten die Domstädter mit Borna Sosa einen Spieler, der ebenfalls den Anspruch hat in der Startelf zu stehen. Mit dem Saisonstart änderte sich dieses Bild jedoch grundlegend. Mensah überzeugte schon beim Auftakt gegen die TSG Hoffenheim und bestätigte diesen Eindruck anschließend auch in den weiteren Partien. Aus dem Neuzugang, bei dem zunächst die Bundesliga-Tauglichkeit zur Diskussion stand, ist damit innerhalb weniger Wochen eine feste Größe geworden. Für Sosa hingegen blieb erst einmal nur der Bankplatz.

Mehr als nur ein defensiver Außenverteidiger?

Im Zuge seiner Verpflichtung versprach man sich von Mensah vor allem, dass er dem FC defensive Stabilität auf der linken Seite gibt. Seine Physis, seine Zweikampfstärke und seine konsequente Arbeit gegen den Ball gehören dabei zu seinen zentralen Qualitäten. Genau diese hat der Ghanaer in seinen ersten Bundesliga-Spielen sofort unter Beweis gestellt. Mensah verteidigte aufmerksam, ging resolut in die Duelle und verlieh der linken Seite bislang die Stabilität, die man sich von ihm erhofft hatte. Gegen den HSV war allerdings noch eine weitere Facette zu erkennen: Der 27-Jährige rückte immer wieder weit nach vorne und suchte sichtbar die Beteiligung am Offensivspiel. Das kann auch mit der Spielanlage der Hamburger zusammengehangen haben, die sich über weite Strecken tief zurückzogen. Trotzdem entstand der Eindruck, dass Mensah nicht nur absichern, sondern sich durchaus aktiv in die Angriffe einschalten wollte.

Erkennbare Steigerungen

Ein Blick auf die Daten aus den ersten vier Bundesliga-Spielen liefert dafür zumindest eine gewisse Grundlage. Mensah schlägt beim FC bislang 3,05 Flanken pro 90 Minuten, bei Auxerre waren es in der vergangenen Saison 2,14. Auch bei den erfolgreichen Pässen ins letzte Drittel überbietet er mit 5,08 pro 90 Minuten seinen letztjährigen Wert von 4,53. Die Steigerungen sind damit durchaus erkennbar, gleichzeitig aber auch nicht so groß, dass sich daraus schon ein völlig anderes Spielprofil ableiten ließe. Hinzu kommt, dass die Datenmenge aus gerade einmal vier Ligaspielen stammt. Für eine belastbare Aussage darüber, ob der ghanaische Nationalspieler beim FC tatsächlich offensiver agiert als noch bei Auxerre, ist das schlicht eine zu kleine Stichprobe. Die Zahlen stützen den Eindruck aus Hamburg aber zumindest in Ansätzen.

Gerade deshalb ist es spannend, diese Entwicklung in den kommenden Spielen weiter zu beobachten. Mit einer größeren Datenbasis lässt sich zunehmend besser beurteilen, ob Mensah tatsächlich offensiv mehr Einfluss nimmt als noch in Frankreich oder ob die bisherigen Werte vor allem durch die ersten Gegner und jeweiligen Spielverläufe zustande gekommen sind. Noch ist die Aussagekraft dafür begrenzt. Fest steht aber, dass der Linksverteidiger der Black Stars beim FC bislang genau das zeigt, was man sich von dem Außenverteidiger erhofft hatte.

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Ausgerechnet bei seinem 1. FC Köln: Mitchell Weiser hofft auf sein Comeback

Mitchell Weiser könnte gegen den FC sein Comeback feiern
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Ausgerechnet bei seinem 1. FC Köln: Mitchell Weiser hofft auf sein Comeback

Mehr als ein Jahr musste Mitchell Weiser zusehen, konnte aufgrund eines Kreuzbandrisses nicht spielen. Nun soll die Leidenszeit ein Ende haben. Und das gegen einen besonderen Verein, gegen den 1. FC Köln: Mitchell Weiser hofft auf sein Comeback gegen den FC.

Das Spiel des SV Werder Bremen beim 1. FC Köln dürfte vor allem für einen Mann emotional werden. Mitchell Weiser steht vor einem besonderen Bundesliga-Comeback. 14 Monate nach seinem Kreuzbandriss könnte der 32-Jährige ausgerechnet gegen den FC in den Bundesligakader zurückkehren. Seit dieser Woche trainiert Weiser wieder vollständig mit der Mannschaft und hat damit die wichtigste Hürde auf dem Weg zurück auf den Platz genommen. Für einen Spieler, der eine komplette Saison verpasst hat, wäre die Rückkehr ohnehin ein besonderer Moment. Dass sie nun ausgerechnet bei seinem früheren Jugendverein stattfinden könnte, verleiht der Geschichte noch einmal eine ganz eigene Note.

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Eigentlich sollte es noch etwas dauern bis der Rechtsverteidiger wieder Bundesligaluft schnuppern kann. „Die Planung bei Mitch ging eigentlich dahin, dass wir ihn in der Länderspielpause dann auch mit Spielminuten aufbauen. Aber ich habe jetzt auch gute Eindrücke gewinnen können“, sagte Werders Cheftrainer Daniel Thioune im Rahmen der Pressekonferenz. Die Rückkehr des Routiniers scheint also früher Fahrt aufzunehmen als zunächst geplant. Insbesondere aufgrund der langen Ausfallzeit dürfte bei Werder Vorsicht das oberste Gebot in dieser Personalie sein. „Es ist natürlich jetzt nicht möglich, dass er Starter sein kann, aber ich will mich dann auch einfach nochmal zurückziehen. Wir haben einen Tag und dann entscheiden wir, was wir brauchen und was dieser Kader noch braucht“, betonte Thioune. Ein Einsatz nach Einwechslung ist also definitiv nicht ausgeschlossen.

Rückkehr an die alte Wirkungsstätte

Weiser könnte also sein Comeback ausgerechnet dort feiern, wo für ihn einst alles begann. Der gebürtige Troisdorfer kam als Jugendlicher zum 1. FC Köln und verbrachte insgesamt sieben Jahre in der Nachwuchsabteilung. Auch sein Vater Patrick Weiser war einst als Profi für die Domstädter aktiv. Mitchell Weiser durchlief alle Jugendmannschaften und kam bereits im Alter von 17 Jahren zu seinem Bundesligadebüt. Mit 18 Jahren folgte dann der Wechsel aus der FC-U19 zum FC Bayern München für rund 800.000 Euro. Zu diesem Zeitpunkt galt er als besonders vielversprechendes Talent, durchlief sämtliche Nachwuchs-Nationalmannschaften und wurde 2017 U21-Europameister – gemeinsam mit Marvin Schwäbe. Der Ex-Kölner erzielte im Endspiel sogar den einzigen Treffer gegen Spanien. Nach mehreren Inlandsstationen – darunter bekanntlich auch Bayer Leverkusen – landete Weiser 2021 schließlich an der Weser.

Mehr als 14 Jahre nach seinem Abgang geht es nun zurück in die Heimat. Zu seinem Heimatclub, für den er genau einmal als Profi auf dem Platz stand. Zumindest für einen Tag ein Vorspielen im eigenen Umfeld. Nun aber nicht mehr als Nachwuchsspieler, sondern als erfahrener Bundesligaprofi, der nach einer schweren Verletzung um den Anschluss kämpft. Ob Weiser tatsächlich auf dem Platz stehen wird, bleibt bis zum Spieltag abzuwarten. Sollte Thioune ihm nach der langen Pause bereits dieses Wochenende Spielzeit zu geben, dürfte es für den deutsch-Algerier ein Comeback der besonderen Art werden.

Von wann bis wann hat Mitchell Weiser beim FC gespielt?

Der 32-Jährige wechselte 2005 in den Juniorenbereich des FC. 2012 ging es dann zum FC Bayern. Für den Rekordmeister lief Weiser genauso auf, wie später für Leverkusen.

War Mitchell Weiser Nationalspieler?

Der gebürtige Troisdorfer hat zahlreiche Nachwuchs-Nationalmannschaften durchlaufen, wurde 2017 U21-Europameister. Bei der A-Elf kam er aber nicht zum Einsatz.

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Ache und Dallinga im Fokus – doch ein anderer FC-Stürmer trifft gegen Bremen besonders gern

Marius Bülter nach seinem Treffer gegen Mainz
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Ache und Dallinga im Fokus – doch ein anderer FC-Stürmer trifft gegen Bremen besonders gern

Im Angriff stehen dem 1. FC Köln vor dem Duell mit Werder Bremen zwei spannende Optionen zur Verfügung. Ragnar Ache konnte bereits in der vergangenen Saison mit guten Leistungen überzeugen. Thijs Dallinga geht nach seinem Doppelpack gegen die TSG Hoffenheim mit ordentlich Rückenwind in die Partie. Beide haben damit Argumente auf ihrer Seite, wenn es um die Besetzung im Kölner Sturm geht. Doch auch ein weiterer Stürmer traf bereits häufig gegen Werder: Marius Bülter hat gegen Bremen eine bemerkenswerte Bilanz.

Nach seinem Debüttreffer für die Geißböcke am ersten und seinem Ausfall am zweiten Spieltag, steht Thijs Dallinga dem 1. FC Köln neben unter anderem Ragnar Ache als Stürmer wieder zur Verfügung. Entsprechend richtet sich der Blick vor dem Duell mit dem SVW vor allem auf die Frage, wer von beiden in der Startelf stehen wird. Dabei gerät ein anderer FC-Stürmer schnell aus dem Blickfeld – obwohl gerade er gegen Werder eine bemerkenswerte Bilanz vorzuweisen hat.

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Die Rede ist von Marius Bülter. Denn der 33-Jährige hat in der Bundesliga gegen keinen anderen Gegner so häufig getroffen wie gegen Werder Bremen. Fünf Tore stehen für ihn gegen die Grün-Weißen zu Buche – mehr als gegen jeden anderen Bundesligisten. Die Treffer stammen dabei aus unterschiedlichen Phasen seiner Karriere. Sowohl bei Union Berlin, als auch im Dress der TSG Hoffenheim war Bülter gegen Werder erfolgreich. Zweimal gelang Bülter gegen die Bremer sogar ein Doppelpack. So auch bei seinem letzten Torerfolg gegen den SVW im September 2024. Gut ein Jahr zuvor schoss er nach Einwechslung das erlösende Siegtor für die Hoffenheimer. Eine Qualität die auch mit Blick auf das bevorstehende Spiel interessant ist.

Aktuell nur Joker

Denn Bülter dürfte gegen Bremen nicht zu den ersten Optionen für die Startelf gehören. Schon bei der 1:4-Niederlage in Stuttgart kam er erst nach 75 Minuten für Ache in die Partie. Der Routinier brachte den FC immerhin noch auf die Anzeigetafel, auch wenn der Treffer schließlich als Eigentor von Ramon Hendriks gewertet wurde. Trotzdem zeigte sich dabei, welche Rolle 33-Jährige beim FC derzeit einnehmen kann. Ein Joker, der von der Bank neue Impulse geben soll. Mit Dallinga ist nun zudem eine weitere Offensivoption wieder fit, wodurch Bülters Einsatzzeit keineswegs garantiert ist. Gerade deshalb könnte es am Samstag zunächst einmal darum gehen, ob der gebürtige Ibbenbürener überhaupt die Gelegenheit bekommt, seine besondere Bilanz gegen Werder weiter auszubauen.

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Sollte Bülter allerdings gebraucht werden, hätte er zumindest statistisch einen Gegner vor sich, gegen den es in der Vergangenheit besonders gut lief. Fünf Bundesliga-Tore gegen Werder sind seine persönliche Bestmarke gegen einen einzelnen Gegner. Ob daraus am Samstag ein weiterer Treffer wird, ist aber insbesondere mit Blick auf die offensive Konkurrenz fraglich. Ache und Dallinga bleiben damit die naheliegenderen Namen im Kölner Sturm. Doch falls der Routiner seine Chance bekommt, bringt er gegen aus den direkten Duellen gegen Bremen eine Empfehlung mit, die kein anderer FC-Angreifer vorweisen kann.

Wer spielt gegen Bremen im Sturm

Den Kampf um den Startplatz werden Ragnar Ache und Thijs Dallinga wohl unter sich ausmachen – Dallinga hat dabei die Nase ein Stück weiter vorn. Marius Bülter darf sich wohl keine Hoffnungen auf einen Einsatz in der ersten Elf machen.

Wie oft traf Bülter gegen Werder Bremen?

Der 33-Jährige kommt insgesamt auf fünf Treffer gegen die Nordlichter – persönliche Bestmarke gegen einen einzelnen Gegner.

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Niclas Füllkrug und vier Tore gegen den FC: Warum sich der 1. FC Köln eigentlich keine Sorgen machen muss – eigentlich…

Niclas Füllkrug erzielte bereits vier Tore gegen den FC
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Niclas Füllkrug und vier Tore gegen den FC: Warum sich der 1. FC Köln eigentlich keine Sorgen machen muss – eigentlich…

Bereits vier Mal hat Niclas Füllkrug gegen den FC getroffen – und das in acht Spielen. In Bremen scheint sich der Stürmer wieder wohl zu fühlen und trifft nun auf eine zuletzt doch wacklige Hintermannschaft beim 1. FC Köln: Muss sich der FC vor Niclas Füllkrug sorgen?

Die Rückkehr nach Bremen dürfte sowohl für Niclas Füllkrug als auch für die Werder-Fans ein besonderer Moment gewesen sein. Füllkrug stammt aus der Bremer Jugendakademie und kehrte bereits 2019 einmal zu seinem Jugendverein zurück. Er avancierte zum Publikumsliebling und in der Saison 2022/23 sogar Bundesliga-Torschützenkönig. Nach Zwischenstationen beim BVB, West Ham United und der AC Milan kehrt der inzwischen 33-Jährige nun erneut an seine alte Wirkungsstätte zurück, um nach seinen glücklosen Stationen im Ausland wieder in die Spur zu finden. Aufgrund seiner Statistiken in den vergangenen Jahren könnte man meinen, dass Füllkrug seine alten Fähigkeiten abhandengekommen sind. Zusätzlich schien die Kölner Defensive insbesondere bei schnellen Angriffen Probleme zu haben. Nicht gerade das, was den Mittelstürmer auszeichnet. Muss sich der 1. FC Köln also keine Sorgen wegen Füllkrug machen?

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Auf den ersten Blick spricht tatsächlich einiges dafür. Füllkrug ist kein Stürmer, der eine Abwehr mit ständigen Tiefenläufen vor große Probleme stellt oder über sein Tempo kommt. Genau solche Situationen haben der Kölner Defensive zuletzt besonders wehgetan. Wenn der Gegner nach Ballgewinnen schnell umschaltet, mit wenigen Kontakten durch das Mittelfeld spielt und anschließend den Raum hinter der Abwehr attackiert, gerät der FC immer wieder unter Druck. Gegen diese Art von Angriffen ist es für eine Defensive entscheidend, frühzeitig die richtigen Abstände zu finden und die Tiefe zu kontrollieren. Ein Angreifer wie Füllkrug, der stärker von seiner Präsenz im Strafraum als von seiner Dynamik lebt, scheint auf den ersten Blick deshalb weniger gut zu dem Problem zu passen, das Köln aktuell am meisten beschäftigt. Die vermeintliche Entwarnung für den FC lässt sich also durchaus begründen.

Füllkrug ist besonders gefährlich in der Luft

Allerdings wäre es fahrlässig, die eigenen Defensivprobleme nur auf das schnelle Spiel am Boden zu reduzieren. Auch hohe Bälle und Standardsituationen haben der Mannschaft bereits in der vergangenen Saison immer wieder Probleme bereitet. Diese Schwäche ist auch unter René Wagner noch nicht vollständig verschwunden. In den ersten Spielen der neuen Saison zeigte sich ebenfalls, dass der FC bei ruhenden Bällen nicht immer die nötige Stabilität und Konsequenz im eigenen Strafraum auf den Platz bringt. Sowohl das Gegentor zum 0:1 in Würzburg als auch das zwischenzeitliche 1:2 gegen die TSG Hoffenheim resultierten aus einer Standardsituation. Genau an dieser Stelle könnte Füllkrug ins Spiel kommen.

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Denn die Qualitäten des Angreifers liegen dort, wo der FC eben noch nicht jede Situation souverän verteidigt. Der Bremer kann sich körperlich behaupten, Gegenspieler binden und vor allem mit seinem Kopfballspiel für Gefahr sorgen. Werder muss ihn deshalb nicht mit hohem Tempo in Szene setzen. Eine präzise Flanke oder ein gut getretener Standard kann bereits ausreichen, um Füllkrug in eine Situation zu bringen, in der er seine Stärken ausspielen kann. Bereits beim 3:0-Heimsieg gegen RB Leipzig war der ehemalige Nationalspieler per Kopfball nach einem Eckball erfolgreich.

Kölner Defensive bleibt nach wie vor wackelig

Für die Defensive der Domstädter wird es deshalb darauf ankommen, Füllkrug nicht nur als klassischen Strafraumstürmer zu verteidigen, sondern die Entstehung solcher Situationen bereits vorher zu verhindern. Gerade bei Standards und Flanken darf der FC dem Angreifer keinen Freiraum lassen, denn der ehemalige Dortmunder braucht nicht viele Möglichkeiten, um seine Kopfballstärke einzusetzen. Das macht ihn trotz des fehlenden Tempos zu einem unangenehmen Gegenspieler. Gerade weil die Anfälligkeit bei hohen Bällen und Standards noch nicht vollständig behoben scheint, könnte Füllkrug so eine Möglichkeit haben, dem FC genau dort wehzutun, wo die Mannschaft nach wie vor die gewünschte Stabilität sucht. Die nötige Qualität dafür hat der ehemalige Nationalstürmer mehrfach unter Beweis gestellt – auch schon gegen den FC.

Das beweist der Blick auf seine persönliche Bilanz gegen die Geißböcke. In acht Spielen gegen den FC kommt der Angreifer auf vier Tore. Eine durchaus beachtliche Ausbeute. Die Statistik liefert damit am Ende noch einmal den Dämpfer für die vermeintliche Entwarnung. „Lücke“ ist vielleicht nicht der Stürmer, der die womöglich größte Schwäche der Domstädter mit seinem Tempo ideal bespielen kann. Ihn deshalb als ungefährlich einzustufen, wäre trotzdem ein Trugschluss. Durch sein enorm starkes Kopfballspiel und sauberen Torabschluss wurde der Routinier einst Torschützenkönig der Bundesliga. Und das im grün-weißen Trikot. Wenn der FC also bei Flanken und Standards nicht die nötige Stabilität findet, bringt Füllkrug genau die Qualitäten mit, um daraus Kapital zu schlagen.

Wer sind die nächsten Gegner des FC?

Die nächsten drei Gegner des FC nach Bremen sind der HSV, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt.

Gegen wen muss der FC im Pokal ran?

Der 1. FC Köln spielt in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen Union Berlin. Die Partie findet am 27. Oktober um 20:45 Uhr in Müngersdorf statt.

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Flügelzange des 1. FC Köln: So können Said El Mala und Mikey Moore für jeden Gegner zur Waffe werden

Mikey Moore und Said El Mala vom 1. FC Köln
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Flügelzange des 1. FC Köln: So können Said El Mala und Mikey Moore für jeden Gegner zur Waffe werden

Es sind die Unterschiede, die das Duo für die Geißböcke so interessant und für die Gegner so gefährlich machen. Mit den individuellen Qualitäten auf den beiden Außenpositionen müssen sich die Kölner in der Liga sicherlich nicht verstecken – eine Chance für den 1. FC Köln: Said El Mala und Mikey Moore können zur Waffe werden.

So verschieden die beiden Akteure auch sein mögen, so gut könnten sie gemeinsam für den FC funktionieren. Laufen Said El Mala und Mikey Moore zusammen auf, stehen die Gegner definitiv vor einer Herausforderung.

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Wie die Flügelzange des 1. FC Köln zur Waffe werden kann

Das 1:4 beim VfB Stuttgart war aus Sicht des 1. FC Köln ein Abend zum Vergessen. Über weite Strecken fand der FC offensiv kaum Lösungen, kam nur selten gefährlich vor das Stuttgarter Tor und musste sich am Ende deutlich geschlagen geben. Besonders in der ersten Halbzeit fehlte es dabei auch an individueller Qualität zur Chancenkreation durch Einzelaktionen. Said El Mala, der in den vergangenen Monaten immer wieder für genau solche Momente gesorgt hatte, fehlte krankheitsbedingt. Mit der Einwechslung von Mikey Moore zum Seitenwechsel, stand plötzlich ein Kölner auf dem Platz, der sofort für deutlich mehr Bewegung im Offensivspiel sorgte. Der Engländer suchte das Eins-gegen-Eins, setzte sich mehrfach durch. Nachdem er seine eigenen Torchancen noch vergeben hatte, bereitete er das zwischenzeitliche 1:3 vor. Am Ausgang der Partie änderte das zwar nichts mehr, unterstrich aber Moores Qualitäten im letzten Drittel. So kann das Duo aus Said El Mala und Mikey Moore Spiele zugunsten des 1. FC Köln entscheiden.

Hat der FC seinen nächsten Unterschiedsspieler gefunden?

Moore besitzt eine Qualität, die für den 1. FC Köln im letzten Drittel besonders wertvoll sein kann. Der 19-Jährige ist nicht darauf angewiesen, auf einer festen Position zu bleiben, sondern sucht sich seine Räume selbst. Gegen den VfB war er fast überall auf dem Feld zu finden. Offensiv kann Moore nahezu jede Position bekleiden. Besonders gefährlich wird er, wenn er zwischen den Linien auftaucht. Dort kann er sich auf engem Raum mit seinem Dribbling aus Situationen lösen, Gegenspieler binden und entweder mit einem kreativen Pass die nächste Aktion einleiten oder selbst zum Abschluss kommen. Beides sind Muster, die bereits bei seinem Debüt zur Geltung kamen. Genau diese Mischung macht die Leihgabe für René Wagner so interessant. Der Cheftrainer bezeichnete seinen Neuzugang als einen Spieler, „der für uns den Unterschied machen kann“. Ein weiterer Spieler von diesem Format ist Said El Mala. Sobald dieser wieder fit ist und auf seine Stammposition, den linken Flügel, zurückkehrt, dürfte Moore häufiger auf der rechten Seite zum Einsatz kommen. Seine positionslose Spielweise könnte dabei ein großer Vorteil sein.

Denn mit El Mala auf der Gegenseite verfügt der FC über einen Spieler, der anders gefährlich wird. Während Moore seine Stärken auch in tödlichen Zuspielen auf seine Mitspieler hat, lebt El Mala stärker von seiner Dynamik, seinem Tempo und dem Zug zum Tor. Der 20-Jährige kann mit explosiven Läufen die Tiefe attackieren, Gegenspieler im Eins-gegen-Eins stehen lassen und anschließend selbst den Abschluss suchen. In der vergangenen Saison hat er bereits eindrucksvoll bewiesen, wie gefährlich er in der Bundesliga werden kann. Damit bringt auch El Mala genau jene individuelle Qualität mit, die dem FC gegen kompakte Gegner helfen kann – allerdings auf einem anderen Weg als Moore.

Vielversprechendste Außenbahnen der Liga?

Genau diese Unterschiede machen dieses Duo so interessant. Anders als noch in der Vorsaison muss der Gegner sich so auf mehr als nur die linke Seite konzentrieren. Taucht Moore zwischen den Linien auf, muss die Defensive entscheiden, ob sie einen Mittelfeldspieler oder sogar einen Innenverteidiger aus seiner Position zieht. Gleichzeitig kann El Mala auf der anderen Seite die Tiefe attackieren. Wird wiederum die linke Seite stärker zugestellt, bekommt Moore auf der Gegenseite Räume. Diese Wechselwirkungen machen die FC-Offensive schwerer auszurechnen. Dass die Kölner dabei auf außergewöhnliches Potenzial zurückgreifen können, zeigt auch der Blick auf die Marktwerte. Während El Malas Marktwert auf rund 45 Millionen Euro taxiert wird, liegt Moore bei noch 18 Millionen Euro. Damit verfügt man über eine Flügelzange, die sich abseits der Bayern vor keiner anderen der Liga verstecken muss. Für einen Klub wie den 1. FC Köln ist eine solche Ansammlung an individueller Qualität auf den Außenpositionen alles andere als selbstverständlich.

Aus zwei Unterschiedsspielern entsteht allerdings noch nicht automatisch eine funktionierende Offensive. Genau hierin liegt die Aufgabe von René Wagner. Der Trainer muss eine Struktur finden, in der Moore seine Freiheit zwischen den Linien nutzen kann und El Mala gleichzeitig seine Dynamik ausspielen darf. Dazu benötigt es auch eine ausreichende Absicherung der Hintermannschaft. Gelingt dieser Spagat, könnte diese Offensive einige Spiele zugunsten der Domstädter entscheiden. Moore kann mit seinen kreativen Aktionen eine Defensive auseinanderziehen, El Mala mit Dynamik, Tiefgang und Torgefahr zuschlagen. Der Ausfall von El Mala in Stuttgart hat bereits eindrucksvoll bewiesen, wie sehr dem FC eine solche individuelle Qualität fehlen kann.

Welche Rückennummern tragen Moore und El Mala?

Neuzugang Mikey Moore läuft für den FC mit der 47 auf. Said El Mala wechselte seine Rückennummer im Sommer von der 13 auf die Zehn.

Von wo wurde Moore verpflichtet?

Der FC hat Moore aktuell aus England von den Tottenham Hotspur ausgeliehen. In der Vorsaison spielte er auf Leihbasis in Schottland bei den Glasgow Rangers.

Von wo wurde El Mala verpflichtet?

Said El Mala wechselte im Sommer 2025 gemeinsam mit seinem Bruder Malek von Viktoria Köln zum FC.

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