Linton Maina könnte in der Begegnung wichtig werden
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Vom Sorgenkind zum Topscorer: Was sich bei Linton Maina beim 1. FC Köln verändert hat

In der vergangenen Saison spielte Linton Maina beim 1. FC Köln über weite Strecken nur eine Nebenrolle. Nun führt der 27-Jährige bereits nach fünf Spieltagen die interne Scorerliste an. Trainer René Wagner liefert eine bemerkenswerte Erklärung für den Aufschwung – und deutet an, warum es unter seinem Vorgänger nicht funktionierte.

In der vergangenen Saison spielte Linton Maina beim 1. FC Köln nur eine Nebenrolle. Unter René Wagner ist der 27-Jährige plötzlich wieder Leistungsträger und führt die interne Scorerliste an. Doch was hat sich beim Flügelspieler tatsächlich verändert? Der Trainer liefert eine Erklärung, die weit über Tore und Vorlagen hinausgeht.

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Gemessen an den Punkten und Ergebnissen ist die Bilanz gegen Eintracht Frankfurt für Linton Maina keine positive. Zwei Siege stehen drei Niederlagen gegenüber. Noch schlechter fällt die eigene Statistik aus. Gegen die Hessen hat der gebürtige Berliner bis heute noch keinen Scorer gesammelt. Das hat Gründe. Zum Beispiel die Spielzeit. Maina stand in seinen fünf Begegnungen gegen Frankfurt nur zwei Mal in der Startelf. In der vergangenen Saison sammelte er nur 15 Minuten gegen die SGE. Im Hinspiel saß er 90 Minuten auf der Bank. Ohnehin hatte Maina zu Beginn der vergangenen Spielzeit einen guten Zuschauerplatz gebucht. Ex-Trainer Lukas Kwasniok lobte seinen Flügelspieler in höchsten Tönen. Nur war diese „Waffe“ auf der Bank dann doch eher stumpf. In den ersten zwölf Spielen brachte es Maina auf sechs Einsätze, zwei von Beginn. Nicht viel – dementsprechend mau fiel die Scorerbilanz aus.

Linton Maina: Unter Wagner plötzlich wieder Leistungsträger

So mau, dass Maina nun nach dem fünften Spieltag schon mehr Scorer gesammelt hat als in der gesamten vergangenen Saison. Damals waren es zwei Tore und ein Assist. Inklusive Pokal kommt der Offensivspieler nun auf drei Assists und ein Tor. Gemeinsam mit Isak Johannesson führt Maina die interne Topscorerliste bei den Geißböcken also mit vier Punkten an. Plötzlich gehört Maina wieder zu den Leistungsträgern der Geißböcke. Erst im Derby bereitete der Spieler ein weiteres Tor vor. Für FC-Trainer René Wagner beginnt die Erklärung nicht auf dem Spielfeld, sondern beim Menschen. „Linton ist ein Spieler, der sich wohlfühlen und das Vertrauen spüren muss. Das bekommt er von uns zurzeit“, sagte der Coach. Es ist eine Aussage, die viel darüber verrät, wie Wagner den Offensivspieler einschätzt. Aber genauso viel, woran seine Formschwäche in der Vorsaison gelegen haben kann.

Denn das Vertrauen wird Maina trotz der lobenden Worte unter Lukas Kwasniok nicht gespürt haben. Maina benötigt offenbar ein Umfeld, in dem er sich sicher fühlt und seine Stärken einbringen kann. Das Vertrauen des Trainerteams scheint ihm dabei zu helfen. Allerdings geht es alles andere als nur um Softskills. „Linton hat in den letzten Spielen auch einfach immer Leistung gezeigt. Das ist wichtig für einen Spieler, der lange im Verein ist und für sich noch einmal eine neue Phase findet“, erklärte der Trainer. Der 27-Jährige hat sich seinen Platz also nicht nur durch das Wohlwollen seines Coaches erarbeitet, sondern auch durch seine Auftritte auf dem Rasen. „Es ist wichtig, sich neu zu erfinden. Es fällt auf, dass er sehr mit in die Defensive arbeitet“, sagte der Trainer. Seine Schnelligkeit war schon immer eine seiner größten Waffen. Im modernen Fußball reicht es für einen Offensivspieler allerdings nicht, ausschließlich bei eigenen Angriffen gefährlich zu werden.

Ist Mainas Aufschwung beim 1. FC Köln nachhaltig?

Im Gegensatz zu anderen Offensivspielern wie Luca Waldschmidt oder Jan Thielmann hat der Berliner seine Chance gegen die starke Konkurrenz um Said El Mala und Mikey Moore offenbar genutzt. Vielleicht auch, weil sich die drei Akteure sehr gut ergänzen. Damit zeichnet sich zumindest eine mögliche Erklärung für den Aufschwung ab: Maina profitiert vom Vertrauen seines Trainers, zahlt dieses aber gleichzeitig mit Einsatz und Leistungen zurück. „Er taucht mit viel Motivation auf, gibt jeden Tag Gas“, sagte der Trainer. Die entscheidende Frage wird nun sein, wie nachhaltig diese Entwicklung ist. Maina hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass er Spiele entscheiden und Tore vorbereiten kann. Ebenso hat er allerdings eine Saison hinter sich, in der ihm genau das nur selten gelang. Der gute Start ist deshalb ein wichtiges Signal, aber noch kein Beweis dafür, dass der Offensivspieler dauerhaft zu alter Stärke zurückgefunden hat.



Für den FC kommt seine Entwicklung jedenfalls zum richtigen Zeitpunkt. Gerade angesichts der personellen Probleme in der Offensive sind Spieler gefragt, die selbst gefährlich werden und ihre Mitspieler in Szene setzen können. Maina bringt beides mit. Und wenn es ihm gelingt, seine offensive Wirkung mit der von Wagner hervorgehobenen Defensivarbeit zu verbinden, könnte seine Rolle über die eines schnellen Flügelspielers hinauswachsen. Vielleicht hilft dabei auch das gute persönliche Verhältnis zwischen Trainer und Spieler, wie Wagner selbst andeutet. Entscheidend bleibt jedoch, was Maina auf dem Platz daraus macht. Nach seinem schwächsten Bundesliga-Jahr im FC-Trikot hat er jedenfalls einen bemerkenswerten Neustart hingelegt. Ob daraus tatsächlich eine neue Phase seiner Karriere wird, werden die kommenden Wochen zeigen.

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