Mikey Moore stand gegen Frankfurt nicht in der Startelf des 1. FC Köln
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Mikey Moore nur auf der Bank: Wagners überraschender Plan geht nicht auf

Nach drei Startelfeinsätzen in Folge musste Mikey Moore gegen Eintracht Frankfurt überraschend auf der Bank Platz nehmen. René Wagner entschied sich für eine defensivere Grundordnung und setzte im Angriff auf andere Qualitäten. Zunächst schien der Plan aufzugehen. Doch als der FC offensiv zunehmend Probleme bekam, konnte auch der eingewechselte Engländer die Niederlage nicht mehr verhindern.

Ein wenig Ball hochalten, ein paar müde Pässe. Als Mikey Moore sich am Freitagabend mit der Mannschaft auf dem Platz aufwärmte, wirkte der Engländer ein wenig lustlos. Nach drei Startelf-Einsätzen in Folge beförderte Trainer René Wagner den Youngster zunächst auf die Bank. Das hatte vor allem taktische Gründe.

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Mit seiner Aufstellung hatte Wagner vor dem Duell bei Eintracht Frankfurt einige Fans überrascht. Die Kölner begannen mit einer Dreierkette, bestehend aus Luka Lochoshvili, Joel Schmied und Jahmai Simpson-Pusey. Und wenn hinten einer mehr gebraucht wird, muss in der Offensive einer weichen. Der Leidtragende war daher Mikey Moore. Wagner begründete seine Entscheidung vor Anpfiff wie folgt: „Wir wollen schauen, dass wir aus einem kompakteren Block einfach umschalten können. Dass wir mit schnellen Spielern umschalten können und haben mit Bülti einen Spieler, der zwischen den Linien schwimmen kann.“

Warum Wagner gegen Frankfurt auf Mikey Moore verzichtete

Während Moore im ersten Abschnitt auf der Ersatzbank nicht besonders glücklich wirkte, machte der FC in den ersten 45 Minuten ein ordentliches Spiel. Hinten standen die Geißböcke kompakt, vorne gab es die ein oder andere gute Gelegenheit, unter anderem durch Marius Bülter. Als im zweiten Abschnitt die Frankfurter die Intensität erhöhten und es dem FC gerade nach vorn an Kreativität fehlte, bekam Moore dann noch gut zwanzig Minuten, in denen jedoch nicht viel klappen wollte. Dem 19-Jährigen versprangen immer wieder die Bälle und in der Entstehung des entscheidenden Gegentreffers zum 0:1 kam er nicht mehr rechtzeitig in den Zweikampf. Einen großen Vorwurf kann man Moore jedoch nicht machen. Die Fehlerkette begann sicherlich an anderer Stelle.

Dabei hätte gerade Moores Spielweise dem FC möglicherweise helfen können. Während El Mala und Maina besonders mit ihrem Tempo gefährlich werden, verfügt der Engländer über die technischen Möglichkeiten, auch gegen einen kompakt stehenden Gegner Lösungen zu finden. Er kann sich zwischen den Linien anbieten, Gegenspieler im Dribbling binden und mit einem überraschenden Pass Räume öffnen. Allerdings ist das zunächst nur eine theoretische Überlegung. Dass Moore in seiner Einsatzzeit selbst kaum Akzente setzen konnte, zeigt, dass der 19-Jährige die offensiven Probleme der Kölner nicht im Alleingang hätte lösen können.

Allerdings erwischt der gebürtige Londoner insgesamt einen eher unglücklichen Abend. Nachdem das Offensiv-Juwel in den vergangenen drei Partien zwar immer wieder gute Akzente zeigte, jedoch keinen weiteren Scorerpunkt liefern konnte, kam die Entscheidung aufgrund der System-Umstellung überraschend. Das Tempo gab wohl den Ausschlag. Und da haben Said El Mala und Linton Maina aktuell wohl die Nase vorn. Marius Bülter sollte sich dagegen zwischen den Linien bewegen und die Bälle festmachen oder weiterleiten. Moore bringt andere Qualitäten mit. Der Engländer sucht häufig spielerische Lösungen, kann mit seiner Technik auf engem Raum Situationen auflösen und Chancen vorbereiten. Für den gewählten Matchplan waren offenbar andere Eigenschaften gefragt.

Da die Kölner sich aber kaum zwingende Torchancen erspielten, darf zumindest die Frage erlaubt sein, ob der FC mit einem Moore von Beginn an, andere Lösungen gefunden hätte. Der xGoals-Wert von 0,5 war jedenfalls alles andere als bemerkenswert.

Moore dürfte gegen Schalke wieder in die Startelf zurückkehren

Doch der Bankplatz gegen die Eintracht wird wohl kaum ein Fingerzeig für die kommenden Wochen sein. Wagners taktische Herangehensweise passt sich dem Gegner an. Und dass die Entscheidung gegen Moore ein Fehler war, lässt sich aus der Niederlage allerdings kaum ableiten. Schließlich funktionierte Wagners Plan zumindest über weite Strecken der ersten Halbzeit. Die Kölner verteidigten kompakt und kamen selbst zu guten Möglichkeiten. Erst nach dem Seitenwechsel verlor der FC zunehmend den Zugriff auf die Partie. Die Frage ist deshalb weniger, ob Moore zwingend hätte beginnen müssen, sondern ob Wagner auf die veränderte Spielsituation früher hätte reagieren können. Der Engländer kam erst in der 68. Minute ins Spiel.

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