Reigan Heskey beim Training
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Unverhoffte Chancen auf Spielzeit: Starten diese Talente beim 1. FC Köln jetzt durch?

Der 1. FC Köln wurde in den letzten Wochen von einigen Ausfällen hart getroffen. Insbesondere im Sturmzentrum und in der Innenverteidigung wurde die Personaldecke zuletzt dünner. Die Verletzung von Ellyes Skhiri reißt ebenfalls ein großes Loch im Mittelfeld. Können nun einige Youngster davon profitieren und ihre Chancen nutzen?

Nachdem sich vor einigen Wochen eine klare Startformation beim 1. FC Köln herauskristallisierte, musste René Wagner seine Pläne zuletzt oft kurzfristig anpassen. Aufgrund mehrerer Ausfälle veränderte sich der Kader regelmäßig. In Frankfurt kamen dadurch junge Spieler zum Einsatz, die zuletzt außen vor waren. Andere Talente bekommen die Chance, sich im Training zu zeigen. Die Youngster könnten zu den Profiteuren der aktuellen Situation werden.

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Durch die Verletzungen von Spielern wie Ragnar Ache, Thijs Dallinga und Ellyes Skhiri brachen dem FC zuletzt zentrale Schlüsselspieler weg. Obwohl die Ausfälle schmerzen, müssen diese Leistungsträger in den nächsten Wochen ersetzt werden. Während die Startelf dadurch in einigen Mannschaftsteilen klar zu sein scheint, könnten junge Talente ihre Chance als Einwechselspieler erhalten. In der Vergangenheit hat sich bereits gezeigt, dass Spieler aus der Jugend, die unverhofft die Chance bei den Profis bekommen, sofort einschlagen können. Beispiele dafür sind Noah Katterbach, Ismail Jakobs oder Jan Thielmann. Womöglich könnte sich so eine Entwicklung bei einem der Spieler nun wiederholen.

Vom Ergänzungsspieler zum Hoffnungsträger

Der FC hat seine Ausrichtung auf dem Transfermarkt in den letzten Jahren angepasst. Anstatt auf gestandene Profis zu setzen, wurden immer häufiger junge Talente ans Geißbockheim gelotst. Die Spieler sollen sich in Köln entwickeln und mittelfristig eine zentrale Rolle im Profi-Kader spielen. In diesem Sommer fanden so auch Paul Okon-Engstler und Reigan Heskey ihren Weg in die Domstadt. Okon-Engstler wechselte aus der australischen Liga an den Rhein, um in Europa den nächsten Karriereschritt zu gehen. Heskey kam aus der Akademie von Manchester City, um seine ersten Schritte im Herrenbereich zu gehen. Beide waren zunächst als Ergänzungsspieler vorgesehen, kamen nun jedoch in Frankfurt zum Einsatz. Der Australier profitierte dabei von der Skhiri-Verletzung, wodurch er zur ersten Alternative im zentralen Mittelfeld aufstieg. Gegen die Eintracht wurde der 21-Jährige in der 68. Minute eingewechselt, in den nächsten Wochen dürften weitere Einsätze folgen.

Heskey kam am Freitagabend ebenfalls zum Einsatz und damit zu seinem zweiten Spiel in der Bundesliga. Durch den Ausfall der beiden Mittelstürmer musste Wagner sein System anpassen. Said El Mala rückte daher weiter in die Mitte, wodurch die Außenbahn frei wurde. Für die Schlussphase durfte der Engländer schließlich ran und brachte noch einmal Schwung in die Partie. Sein Abschluss kurz vor Schluss wurde zwar geblockt, dennoch fand Thomas Kessler nach Abpfiff motivierende Worte für den Flügelspieler: „Für ihn hätte ich mich besonders gefreut, wenn der Ball reingegangen wäre. Er setzt sich gut durch, kommt zum Abschluss – und wird dann noch geblockt. Auf diesem Niveau entscheiden halt Kleinigkeiten.“ Dieser unbekümmerte Auftritt und die Personalnot in der Offensive könnten dafür sorgen, dass in Zukunft noch viele weitere Einsätze folgen werden.

Profi-Chancen für die Jungböcke

Die Nachwuchsmannschaften der Kölner waren in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Auch in dieser Saison läuft es hervorragend: U17 und U19 führen ihre Ligen souverän an und in der U21 tummeln sich ebenfalls viele spannende Talente. Obwohl Wagner nicht als besonders experimentierfreudig gilt, gibt er doch regelmäßig Jugendspielern die Chance, sich im Profi-Training zu zeigen. Assad Kotya-Fofana könnte daher schon bald zu seinem Debüt in der Bundesliga kommen. Durch die Ausfälle von Rav Van den Berg und Joel Schmied ist der 18-Jährige in kürzester Zeit zur dritten Option in der Innenverteidigung aufgestiegen. Im Testspiel gegen Viktoria Köln stand er sogar in der Startelf. Vor Kotya-Fofana stand in dieser Saison Jonathan Friemel schon im Profi-Kader. Während die Verantwortlichen noch nach einem neuen Linksverteidiger suchten, durfte sich der Ex-U19-Kapitän auf die Bank setzen, blieb jedoch ohne Einsatz.

Aber auch für die angeschlagene Offensive gibt es spannende Kandidaten. Malek El Mala und Nilas Yacobi haben sich bereits als zuverlässige Torjäger in der Regionalliga bewiesen und könnten in Zukunft womöglich die Gelegenheit erhalten, diese Qualität auch für die Profis unter Beweis zu stellen. Zuletzt wurde außerdem U19-Knipser Kevin Ekweribe von Wagner zum Training der Profis eingeladen. In der vergangenen Saison konnte sich mit Fynn Schenten bereits ein junger Stürmer mit guten Leistungen für Bundesliga-Einsätze empfehlen. Ob Wagner bereit ist, einem der Youngster diese Chance ebenfalls zu geben, dürfte sich in den nächsten Wochen zeigen.

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