In etwas über einer Woche steht für den FC der Pflichtspielstart an. Von den offenen Baustellen haben die Kölner bislang mehrere schließen können, doch es bleiben weiter einige offen. Wir haben mal geschaut, wo es noch dringenden Handlungsbedarf gibt. Das sind die offenen Baustellen beim Kader des 1. FC Köln.
Die Vorbereitung ist fast geschafft, am Sonntag stehen gegen den SC Paderborn die letzten beiden Testspiele des Sommers an. Trotzdem ist der Kader des 1. FC Köln weiterhin nicht vollständig. Es gibt nach wie vor Positionen, bei denen Handlungsbedarf besteht.

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🟢 Torwart – kein Handlungsbedarf: Eigentlich gehörte die Position des Torhüters beim FC nie zu den ausgemachten Baustellen der Kaderplaner. Marvin Schwäbe ist als Nummer eins gesetzt und stand auch nie so wirklich zur Debatte. Dass der Keeper vor dem Vorbereitungsstart auf dem Markt angeboten worden sein soll, ist durchaus ein normales Szenario und bedeutet nicht, dass Schwäbe den Verein auch verlassen wollte. Oft geht es um ein Abklopfen möglicher Szenarien. Schwäbe wird den FC auch in die kommende Saison führen. Dahinter ist der FC mit Ron-Robert Zieler sowie dem 18-Jährigen Neuzugang Martin James und Matthias Köbbing gut aufgestellt. Man könnte allenfalls überlegen, ob mittelfristig ein echter Herausforderer für Schwäbe Sinn machen würde.
Großer Bedarf auf vielen Positionen
🟢 Innenverteidigung – kein Handlungsbedarf: Mit der Verpflichtung von Luka Lochoshvili dürften die FC-Bosse auch die Kaderbaustelle im Abwehrzentrum geschlossen haben. Der FC wollte einen routinierten Innenverteidiger mit linkem Fuß, den haben die Geißböcke bekommen. Auf Jahmai Simpson-Pusey und Rav van den Berg ruhen große Hoffnungen, immerhin haben sich die Kölner für die beiden Abwehrspieler finanziell weit aus dem Fenster gelehnt. Joel Schmied ist der vierte fitte Abwehrspieler, den die Kölner fürs Zentrum haben. Timo Hübers wird wohl zur Rückrunde wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Und mit Julian Pauli und Elias Bakatukanda sind aktuell noch zwei Eigengewächse im Lager, die jedoch in der Vorbereitung mit Ausfallzeiten zu kämpfen hatten. Um van den Berg gibt es indes Wechsel-Gerüchte. Ob die Kölner im Fall der Fälle noch nachbessern, ist offen.
🟡 Linksverteidiger – Baustelle: Mit dem Abschied von Kristoffer Lund wurde die wohl größte Lücke im Kader gerissen. Dem FC fehlte ein nomineller Linksverteidiger im Kader. Die Lücke hat Gideon Mensah geschlossen. Der Ghanaer hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Doch es wird noch eine zweite Variante gesucht, da Alessio Castro-Montes für die rechte Seite vorgesehen ist.
🟢 Rechtsverteidiger – möglicherweise Handlungsbedarf: Im vergangenen Sommer wurde Sebastian Sebulonsen kurz vor dem Trainingslager in Bad Waltersdorf verpflichtet. Schon in Österreich zeigte der Norweger konstant gute Leistungen. Auch in der kommenden Spielzeit ist Sebulonsen eigentlich gesetzt, verpasst jedoch verletzungsbedingt den Saisonstart. Daher könnte erstmal Alessio Castro-Montes im Fokus stehen. Sicherlich einer der technisch stärkeren Spieler des Kaders. Allerdings fehlte „Monti“ die Konstanz, auch aufgrund von Verletzungen. Daher ist der Belgier nicht die sicherste Option. Hinter ihm hat sich jedoch mit David Fürst in der Vorbereitung ein Eigengewächs empfohlen. Deshalb ist der Handlungsbedarf trotz der Sebulonsen-Verletzung nicht so groß. Die Position genießt keine Priorität, nur bei einer spannenden Möglichkeit könnte noch jemand geholt werden.
In der Offensive muss noch etwas passieren
🔴 Zentrales Mittelfeld – Baustelle: Mit Eric Martel hat ein zentraler Spieler den FC nach der abgelaufenen Saison verlassen. Der Sechser war einer der Leader der Kölner, der mit Willen und Leidenschaft voran ging. Mit Tom Krauß haben die Kölner einen zentralen Mittelfeldspieler in den Reihen, der eigentlich schon mehr die Aufgabe von Martel in der vergangenen Saison erfüllte als dieser selbst. Zusätzlich haben die Kölner allerdings noch Denis Huseinbasic abgegeben und dadurch akuten Handlungsbedarf. Neben Isak Johannesson, der auch offensiver auflaufen könnte, haben die Geißböcke durch die Verpflichtung von Paul Okon-Engstler zwei spielerisch stärkere Kandidaten im Kader. Der australische WM-Teilnehmer bringt ein spannendes Profil mit, jedoch mit seinen 21 Jahren noch keine Erfahrung in einer großen Liga. Nach der suchen die Kölner noch, denn es soll ein defensivstarker Anführer kommen. Trotz einiger Gerüchte haben die Geißböcke für dieses Profil weiterhin keine Lösung gefunden.
🟡 Offensives Mittelfeld/Flügel – mögliche Baustelle: An für sich ist der FC trotz des Abgangs von Jakub Kaminski nominell gut aufgestellt. So verpflichteten die Geißböcke mit Reigan Heskey ein spannendes Talent für den Flügel. Jedoch ist trotz des BVB-Ausstiegs aus dem El-Mala-Poker noch nicht sicher, ob der Shootingstar der vergangenen Saison in der Domstadt bleibt. Sollte El Mala gehen, braucht es definitiv Ersatz. Ansonsten könnte die Planung durch die sich abzeichnende Leihe von Mikey Moore abgeschlossen werden. Allerdings hat jener zuletzt auch Argumente gesammelt, um sich in Tottenham beweisen zu dürfen. Davon ab könnte durchaus noch ein Konkurrent für Spieler wie Linton Maina oder Jan Thielmann kommen.
🟢 Sturm – kein Handlungsbedarf (mehr): Ragnar Ache hat eine erfolgreiche Bundesligasaison absolviert und ist als Zielstürmer wohl gesetzt. Als Herausforderer steht mit Thijs Dallinga ein Neuzugang kurz vor seinem Transfer nach Köln. Sobald der Deal abgeschlossen ist, ist die Baustelle im Sturm geschlossen. Hinter den beiden gibt es noch Marius Bülter. Der überzeugte zwar zu Beginn der abgelaufenen Saison, anschließend aber immer seltener. Trotzdem dürfte der 33-Jährige im Fall der Fälle zur Stelle sein. Mit Youssoupha Niang lauert außerdem ein weiterer junger Stürmer im Hintergrund.
