
Drei Zweien, aber auch viel Durchschnitt – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin
Viel hat nicht gefehlt und der FC hätte einen sehr großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Am Ende gab es ein 2:2. Doch die Ausgangslage ist nach wie vor keine schlechte. Überzeugen konnten nicht alle Spieler. Die Einzelkritik des 1. FC Köln bei Union Berlin.
Auch, wenn der FC zwei Punkte liegengelassen hat, die Situation ist nach wie vor eine gute. Je nach Ausgang der Spiele der Konkurrenz kann der Rest der Saison entspannter angegangen werden. Dennoch sorgte das Remis für eine enttäuschte Stimmung.

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Marvin Schwäbe
Zunächst ohne Arbeit, brachte dann mit einem haarsträubenden Fehler Burke und der Kemlein ins Spiel. Die Unaufmerksamkeit blieb mit Glück ohne Folgen. War bei den Gegentoren machtlos.

Kristoffer Lund
Hatte einen schweren Stand auf der linken Abwehrseite, vor allem gegen den agilen Schäfer. Einmal mehr nicht immer sicher am Ball.

Cenk Özkacar
Wieder ein sehr routinierter Auftritt des Türken, der sich mit Nachdruck festspielt. Gewann starke 75 Prozent seiner Zweikämpfe und überzeugte auch im Spielaufbau.

Jahmai Simpson-Pusey
Bekam früh gleich zwei Mal die Körperhärte von Ansah brutal zu spüren. Holte sich das Selbstvertrauen aber schnell zurück. Kam alleine in den ersten zehn Minuten auf 20 Pässe, die alle ankamen. Am Ende wurden es gute 50. Im Spielaufbau beeindruckend souverän und auch in den Luftzweikämpfen gut.

Sebastian Sebulonsen
Erst unauffällig, stand dann gleich mehrfach gegen Rothe bei Flanken unglücklich. Fing noch vor dem Seitenwechsel einen Konter in höchster Not ab. Einmal mehr eine insgesamt solide Leistung – nicht mehr und nicht weniger.
Nicht alle überzeugen

Eric Martel
Stopfte viele Lücken und gewann im Schnitt drei von vier Zweikämpfen. Holte sich mit einem Stempel die zehnte Gelbe Karte ab und fehlt beim letzten Heimspiel der Geißböcke, vielleicht dem letzten Auftritt in Köln.

Tom Krauß
Spielte für den gesperrten Johannesson. Führte die meisten Kölner Zweikämpfe, von denen er die meisten auch gewann. War gewohnt leidenschaftlich und willensstark, ohne das Spiel zu leiten.

Jakub Kaminski
War über den Pass von Waldschmidt in der Anfangsphase noch überrascht. Dann richtig auf Zack, als er El Mala vor der Führung wegschickte und diese selbst einleitete. Hätte vor der Halbzeit erhöhen können, doch Klaus rettete stark, hätte nach der Halbzeit erhöhen können, kam einen Schritt zu spät. Erstaunlich früh vom Platz.

Luca Waldschmidt
Begann zum ersten Mal seit mehr als zwei Monaten in der Startelf. Seine erste Aktion – ein langer Ball auf Kaminski – ging in Richtung Traumpass. Dann mit einem cleveren Assist vor der Kölner Führung. Auch sein zweiter Traumball auf Kaminski fand kein glückliches Ende. Extrem laufstark, viele Ballkontakte. Gutes Spiel.

Marius Bülter
Fand lange gar nicht statt. Sein elfter Ballkontakt war dann schon ein besonders schöner zur Kölner Führung, der zehnte hatte den Treffer mit einem tollen langen Ball auf (eigentlich den im Abseits stehenden El Mala) Kaminski eingeleitet. Arbeitete stark in der Defensive, setzte aber auch weiterhin wenig im Angriff um.

Said El Mala
Ließ seine Qualität das erste Mal nach 20 Minuten aufblitzen, als er von der linken Seite in die Box zog, den Ball aber über das Tor jagte. Legte Kaminski gleich zwei große Chancen auf, die dieser vergab. Spielte Lunds Vorarbeit trocken ins lange Ecke. Ging nach 70 Minuten vom Platz.

Felipe Chávez
Kam nach einer guten Stunde. Technisch wirklich eine Augenweide, stark am Ball.
Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben