Ragnar Ache galt beim 1. FC Köln über den ganzen Sommer hinweg als unangefochtene Nummer eins im Sturmzentrum. Dieser Status könnte nach dem Bundesligaauftakt allerdings infrage stehen. Neuzugang Thijs Dallinga überzeugte bei seinem Debüt sofort und sicherte dem FC nach seiner Einwechslung mit zwei Toren den Sieg gegen Hoffenheim. Im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart fehlte der Niederländer krank, überzeugen konnte Ache in seiner Abwesenheit aber auch nicht.
Noch nie ist es einem Spieler des 1. FC Köln gelungen, in seinem ersten Bundesligaspiel doppelt zu treffen. Das galt jedenfalls bis zum ersten Spieltag. Nach 65 Minuten verließ Ragnar Ache gegen die TSG Hoffenheim den Platz und wurde von Thijs Dallinga ersetzt. Der Niederländer brauchte lediglich sieben Minuten, um in der Bundesliga anzukommen und sein erstes Tor zu erzielen. Zehn Minuten später folgte auch schon sein zweiter Streich, dieses Mal zum 3:2-Siegtreffer. Der perfekte Einstand. Aber auch gut genug, um Ache aus der Startelf zu verdrängen?

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Besser kann ein Stürmer wohl nicht starten. Thijs Dallinga hat gegen Hoffenheim seine Qualitäten sofort unter Beweis gestellt. Beim ersten Tor verschaffte sich der Stürmer durch einen cleveren Lauf Raum für den Abschluss, beim zweiten zögerte er nicht lange und knallte den Ball ins Netz. Fähigkeiten, die dem 1. FC Köln sehr gut zu Gesicht stehen. Ob er diese in Zukunft von Beginn an zeigen darf, ist noch unklar. Sturmkollege Ragnar Ache stand in den ersten beiden Spielen in der Startelf, konnte allerdings nicht überzeugen. Gegen Bremen ist Dallinga nun wieder eine Option.
Unterschiedliche Typen
Bei der Frage nach Ache oder Dallinga spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Die beiden Mittelstürmer unterscheiden sich in diversen Bereichen und bringen jeweils ein ganz eigenes Profil mit. Ache ist ein Stürmer, der sehr stark mit dem Rücken zum Tor ist. Die Nummer Neun ist zudem gut in der Luft und beschäftigt seine Gegenspieler viel, wodurch Räume für die Teamkollegen aufgehen. Mit seiner Physis ist er gegen fast jeden Gegner in der Lage, sich durchzusetzen und den Ball festzumachen, während die Mitspieler nachrücken. Auch bei Offensivstandards geht von dem 28-Jährigen stets Gefahr aus.
Dallinga ist ein anderer Spielertyp. Der Niederländer ist zwar 1,90 Meter groß, dennoch wesentlich weniger körperlich in seinem Spiel. Stattdessen glänzt er durch einen eiskalten Abschluss und ein gutes Gespür im Strafraum, was er gegen Hoffenheim bereits eindrucksvoll unter Beweis stellte. Mit der Rückennummer 27 tritt er beim FC in die Fußstapfen von Stürmern wie Anthony Modeste und Davie Selke. Womöglich kann er dem Kölner Publikum mit seinen Toren in Zukunft ähnlich viel Freude bereiten.
Die Option Doppelspitze
Bei der Verpflichtung von Dallinga wurde betont, dass er nicht nur als Ersatz von Ache, sondern auch neben ihm auflaufen könnte. Ex-Trainer Steffen Baumgart hat bereits gezeigt, dass ein solches System am Rhein funktionieren kann. Damals waren es die beiden Stürmer Modeste und Sebastian Andersson, die zeitweise nebeneinander aufliefen. Die Idee dahinter scheint klar: Eine starke Präsenz im gegnerischen Strafraum und die Möglichkeit, die beiden Zielspieler mit Flanken zu finden. So ein Modell wäre auch mit Dallinga und Ache denkbar. Mit Spielern wie Said El Mala, Mikey Moore und dem Deadline-Day-Zugang Borna Sosa stehen zudem verschiedene Profis im Kader, die in der Lage sind, eine solche Doppelspitze in Szene zu setzen und mit Flanken zu bedienen.
Jetzt steht aber schon fest: Egal, ob Dallinga, Ache oder eine Doppelspitze aus den beiden auf dem Platz steht, der FC und René Wagner haben zwei spannende Spieler für die Stürmerposition in den eigenen Reihen. Welche Option zunächst für den dritten Spieltag gewählt wird, wird sich am Samstagabend um 17:30 zeigen, wenn die Aufstellung für die Partie gegen Werder Bremen veröffentlicht wird.
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Das Schöne an Köln ist doch, dass ein Spieler nur 25 Minuten braucht, um aus Fan-Sicht ein absoluter Weltklassespieler zu sein, dieser Glanz aber innerhalb kürzester Zeit verpuffen kann und dem selben Spieler die Bundesligatauglichkeit abgesprochen wird. Warten wir das Bremenspiel ab, möglicherweise muss Dallinga dann aus Expertensicht schon wieder verkauft werden (ich bin darüber informiert, dass es nur eine Leihe ohne Kao sein soll).
Als Spieler würde ich eine solche Zirkusbude großräumig meiden und mich innerlich schlapp lachen.
Der Name Hans Wurst passt. Konstruktive Kritik ist gut aber dein Blödsinn ist super. Mehr brauche ich dazu nicht schreiben.