Form, Restprogramm und Prognose der Abstiegskandidaten: Viel spricht für den FC, zittern muss noch ein ganz anderer

Die Kölner Spieler jubeln nach einem Tor gegen Bremen
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Form, Restprogramm und Prognose der Abstiegskandidaten: Viel spricht für den FC, zittern muss noch ein ganz anderer

Nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen hat sich die Ausgangssituation für den FC komplett verändert. Und die Geißböcke können am Freitag den nächsten Schritt gehen. Das Restprogramm des 1. FC Köln ist zudem eins der leichteren.

Fünf Punkte und ein starkes Torverhältnis trennen den FC vom Relegationsrang. Das Polster ist gewachsen, die Ausgangslage hat sich deutlich verbessert. Und die restlichen fünf Spieltage sprechen auch für die Domstädter.

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11. 1. FC Union Berlin 32 Punkte

Form: Eigentlich wähnten sich die Eisernen schon auf der sicheren Seite. Doch nach nur zwei Siegen aus den vergangenen 14 Spielen geistert das Abstiegsgespenst durch Köpenick. Die Verantwortlichen zogen die Reißleine und entließen Steffen Baumgart. Nun soll Marie-Louise Eta das Ruder rumreißen. Das Polster zum Relegationsplatz ist mit acht Zählern bei fünf Spielen eigentlich ein großes.

Restprogramm: Zumal in den kommenden Gegnern noch Punkte stecken. Union bekommt es von den Top-Teams nur noch mit RB Leipzig zu tun. Neben dem Spiel gegen den FC warten noch die Begegnungen gegen Mainz, Augsburg und am Samstag Wolfsburg. Sollten die Eisernen gegen den Tabellenvorletzten gewinnen, sollte der Klassenerhalt so gut wie sicher sein.

Chancen: Angesichts des noch großen Polsters kam das Aus von Steffen Baumgart trotz der Negativbilanz recht überraschend. Bei fünf ausstehenden Spielen sollten maximal vier Punkte zum sichern Klassenerhalt reichen – vermutlich sogar weniger.

12. Hamburger SV 31 Punkte

Form: Nach einem kurzen Zwischensprint lief es zuletzt nicht mehr ganz so rund für die Rothosen. In den vergangenen acht Spielen holte das Team von Merlin Polzin nur noch einen Sieg – den im direkten Duell gegen Wolfsburg. Mit 31 Zählern ist das Polster zur gefährlichen Zone aber groß.

Restprogramm: Obwohl die Ausgangslage eine gute ist, ist der HSV alles andere als durch. Denn von den restlichen fünf Gegnern spielen mit Hoffenheim, Freiburg, Frankfurt und Leverkusen vier um den internationalen Wettbewerb, zum Teil sogar um die Königsklasse. Das fünfte Duell ist dann ausgerechnet das Derby gegen Bremen.

Chancen: Zwar hat es auch der HSV in den eigenen Händen und ein großes Polster, allerdings könnte tatsächlich das Saisonfinale mit den Spielen gegen die Top-sechs-Teams noch zum Faktor werden. Der HSV rutscht noch einmal rein, die Klasse wird der Aufsteiger dennoch halten.

13. 1. FC Köln 30 Punkte

Form: Dem FC ist gegen Bremen der Befreiungsschlag gelungen. Nach acht sieglosen Spielen in Folge gab es wieder drei Zähler und damit hat sich die Serie ein wenig gewandelt – nun sind es vier Spiele ohne Niederlage. Und die Leistung gegen Bremen lässt auf mehr hoffen.

Restprogramm: Schon am Freitag können die Kölner einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten vom Millerntor stünden die Geißböcke mit mindestens einem Bein auch in der kommenden Saison im Oberhaus. Mit Heidenheim trifft der FC noch auf das Tabellenschlusslicht. Allerdings geht es auch noch gegen den Tabellenführer sowie gegen Bayer Leverkusen und Union Berlin.

Chancen: Durch den Erfolg über Werder hat sich die Situation für den FC deutlich verbessert. Fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sowie ein starkes Torverhältnis sind vielversprechend. Selbst wenn die Kölner am Freitag nicht gewinnen sollten, sollte die Qualität des Kaders für den Klassenerhalt ausreichen.

14. Borussia Mönchengladbach 30 Punkte

Form: Zwar haben die Fohlen von den jüngsten fünf Spielen nur eins verloren, aber eben auch nur eins gewonnen. Nach dem 0:1 gegen Leipzig befindet sich die Borussia wieder in der Abstiegs-Verlosung. Immerhin hat Mönchengladbach gegen die direkten Konkurrenz stets gepunktet.

Restprogramm: Mit den Begegnungen gegen Dortmund und Hoffenheim warten noch zwei schwere Heimspiele. Zunächst empfängt die Borussia aber noch Mainz. Die beiden Auswärtspartien sind auf dem Papier lösbar. Es geht noch nach Wolfsburg und Augsburg.

Chancen: Ähnlich wie beim Rivalen ist das Polster mit fünf Zählern groß und in den ausstehenden Spielen weitere Zähler möglich. Ähnlich wie beim Rivalen stehen die Chancen auf den Liga-Erhalt demnach auch gut.

15. SV Werder Bremen 28 Punkte

Form: Auf den wichtigen Sieg gegen Wolfsburg folgten zwei Niederlagen. Das zwischenzeitliche Formhoch scheint wieder abgefallen zu sein. Zumal Werder in Köln wahrlich nicht überzeugte und das unabhängig der Unterzahl. Tatsächlich wird Bremen noch reichlich zittern.

Restprogramm: Denn von allen Kellerkindern steht der Mannschaft von Daniel Thioune das schwierigste Restprogramm bevor. Bremen trifft mit Stuttgart, Dortmund und Hoffenheim auf drei Teams aus der Top-sechs. An den letzten beiden Spieltagen stehen die Partie gegen die TSG und die Borussia an. Dazu gibt es am kommenden Spieltag noch das Derby gegen den HSV sowie das Heimspiel gegen Augsburg.

Chancen: Ausgerechnet das Nordderby könnte am Wochenende zum Fingerzeig werden. Sollte Bremen die Partie verlieren, steigt der Druck noch einmal erheblich. Denn das dritte Nordlicht sitzt Werder im Nacken. Durch die drei Top-Teams im Restprogramm könnte es dann für Bremen noch einmal richtig eng werden.

16. St. Pauli 26 Punkte

Form: Seit mittlerweile fünf Spielen wartet St. Pauli auf einen Erfolg. Das 0:5 gegen die Bayern am vergangenen Wochenende war besonders schmerzhaft. In der Formtabelle belegen die Kiezkicker den vorletzten Platz. Gerade in der Offensive hapert es. Nur zwei Tore erzielten die Nordlichter in den vergangenen fünf Spielen – kein Team weniger.

Restprogramm: Mit der Begegnung gegen den Rekordmeister ist die schwerste Aufgabe abgehakt. Von den vermeintlichen Top-Teams steht nun „nur“ noch Leipzig auf der Liste. Dagegen warten mit den Begegnungen gegen Köln, Heidenheim und Wolfsburg aber noch drei direkte Duelle auf St. Pauli. Zudem steht das Heimspiel gegen Mainz an.

Chancen: Über eine lange Phase zeigte sich St. Pauli sehr stabil und auf einem guten Weg, die Abstiegsplätze zu verlassen. Zuletzt stimmten die Ergebnisse nicht mehr. Dennoch spricht das Restprogramm dafür, dass Pauli mindestens den Relegationsplatz halten kann. Am letzten Spieltag könnte es zum Endspiel mit Wolfsburg kommen.

17. VfL Wolfsburg 21 Punkte

Form: Dass ein Trainerwechsel nicht immer die erhoffte Wirkung hat, zeigt der VfL Wolfsburg. Mit Paul Simonis und Daniel Bauer wurden bereits zwei Coachs bei den Niedersachsen entlassen. Der Erfolg ist bislang überschaubar. In der Formtabelle belegen die Wölfe mit nur einem Pünktchen den letzten Platz, in der gesamten Rückrunde gab es noch keinen Sieg, erst drei Unentschieden. Den letzten Sieg feierte der VfL am 17. Spieltag gegen St. Pauli.

Restprogramm: In den verbleibenden fünf Spielen stehen noch zwei gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte an – gegen Bayern und Freiburg. Die direkten Duelle gegen St. Pauli, Union Berlin und Gladbach werden bei vier Zählern Rückstand zum Relegationsplatz eigentlich zu Pflichtaufgaben.

Chancen: Wolfsburg steuert dem ersten Abstieg der Vereins-Geschichte entgegen. Mittlerweile ist auch der Effekt des Trainerwechsels zu Dieter Hecking wirkungslos verpufft. Für die Wölfe wird es in dieser Spielzeit wohl sehr sehr eng. Die Entscheidung dürfte am letzten Spieltag fallen.

18. 1. FC Heidenheim 19 Punkte

Form: Eigentlich sah die Mannschaft von der Ostalb bereits wie der sichere Absteiger aus. Seit Anfang Dezember hatte das Team von Frank Schmitt keinen Dreier mehr eingefahren. Bis zum vergangenen Spieltag. Da gab es ein 3:1 gegen Union Berlin und damit ein kleiner Befreiungsschlag. Fünf Punkte holte Heidenheim aus den jüngsten drei Spielen und zumindest der Relegationsplatz scheint wieder möglich.

Restprogramm: Dennoch spricht nicht viel für den Klassenerhalt der Heidenheimer. Ein kleiner Vorteil liegt im Saisonfinale. Das Tabellenschlusslicht spielt nur noch gegen eine Mannschaft aus der Top-Sechs (Bayern), hat dafür aber noch zwei Partien gegen direkte Konkurrenten vor der Brust.

Chancen: Und dennoch sind die Hoffnungen auf den Klassenerhalt wohl nur noch sehr geringe. Heidenheim liegt sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz. Für eine Mannschaft, die einen Sieg aus den vergangenen 16 Partien holte, fehlt die Fantasie, wie der Rückstand aufgeholt werden kann. Seit dem 2. Spieltag belegt das Team von der Ostalb durchgehend einen der letzten drei Tabellenplätze.


Noch sieben Punkte bis zum Ziel? Der 1. FC Köln muss jetzt zum Endspurt ansetzen

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln nach dem Tor gegen RB Leipzig
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Noch sieben Punkte bis zum Ziel? Der 1. FC Köln muss jetzt zum Endspurt ansetzen

Trotz der anhaltenden Krise von sieben sieglosen Spielen in Serie liegen die Kölner noch auf Kurs Klassenerhalt – zumindest statistisch. Einige Zähler werden die Geißböcke aber dennoch einfahren müssen. So viele Punkte braucht der 1. FC Köln wohl noch zum Klassenerhalt.

Zwölf Punkte holten die Kölner aus den vergangenen 18 Spielen – eine verheerende Bilanz. Die Geißböcke brauchen die Wende und Punkte. Doch die Statistik spricht eigentlich für die Kölner.

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Sieben Spieltage vor Saisonende haben die Kölner Verantwortlichen vor einer guten Woche also die Reißleine gezogen und Trainer Lukas Kwasniok entlassen. Dieser hatte bekanntlich bis zuletzt gekämpft, um den Job zu behalten, war überzeugt davon, mit dem FC noch die Wende zu schaffen. Der 44-Jährige war in den vergangenen Wochen nicht müde geworden, zu betonen, dass man ja auch nicht vergessen dürfe, wo der FC herkomme und das man ja noch immer über dem Strich stünde. Das ist natürlich richtig: Rein tabellarisch hat es Köln als Fünfzehnter komplett in der eigenen Hand. Und im Vergleich zur direkten Konkurrenz ist das Restprogramm zumindest auf dem Papier machbar (come-on-fc.com berichtete).

Im Schnitt reichen 33 Punkte für Platz 15

Allerdings zeigte die Formkurve zuletzt nach unten, die Punkteausbeute ist mit zwölf Zählern aus 18 Begegnungen mehr als bescheiden. Statistisch sieht die Situation für den FC dagegen gar nicht so schlecht aus. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995/96 ist ein Tabellenfünfzehnter nach dem 27. Spieltag neun Mal abgerutscht. Sechs Mal auf Rang 16, zwei Mal auf Platz 17 und ein Mal stieg das jeweilige Team als Schlusslicht ab. In mehr als zwei Drittel der Fälle hatten die Tabellenfünzehnten nichts mit dem Abstieg zu tun. 13 Mal ging es in der Tabelle sogar noch ein gutes Stück weit nach oben. So wie der FC vor genau 30 Jahren. Damals belegten die Geißböcke nach dem 27. Spieltag ebenfalls Rang 15, mit 28 Zählern, einem Punkt Vorsprung vor Frankfurt, drei vor Kaiserslautern. Am Ende der Saison stand ein sicherer 12. Platz mit 40 Punkten.

Zwölf Zähler holte der FC aus den verbliebenen sieben Spielen. Tatsächlich würden die den Kölnern in dieser Saison dicke reichen. Denn mit 38 Punkten ist seit 1998 kein Team mehr aus der Bundesliga abgestiegen. Im Schnitt reichen 36 Punkte für Rang 15. Das wären für die Kölner zehn in sieben Spielen – eine Hausnummer. Für den Relegationsplatz wären es bei im Schnitt 33 Punkten noch sieben Zähler. Nach der jüngeren Bilanz ebenfalls eine ordentliche Hausaufgabe, nur haben die anderen Teams die ebenfalls zu bewältigen. Mit 26 Punkten nach dem 27. Spieltag lag der Schnitt am Ende der Spielzeit für Tabellenplatz 15 übrigens ebenfalls bei 33 Punkten. Heißt wohl: Will der FC sicher über dem Strich stehen, sind Siege gegen die direkte Konkurrenz Pflicht.


Form, Restprogramm und Chancen der Abstiegskandidaten: Das spricht für den FC, das dagegen

Die Spieler des 1. FC Köln
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Form, Restprogramm und Chancen der Abstiegskandidaten: Das spricht für den FC, das dagegen

Sieben Spieltage vor dem Saisonende hat der FC noch einmal den Trainer gewechselt, um einen positiven Impuls zu setzen. Aktuell belegt Köln Rang 15. Nach wie vor liegt also alles in den Händen des FC. Der 1. FC Köln und die Konkurrenz im großen Abstiegscheck.

Zwei Punkte trennen den FC vom Relegationsrang. Das Polster ist klein, die Ausgangslage aber noch akzeptabel. Es müssen nur Punkte her. Und die Konkurrenz muss ebenfalls Zähler einfahren. Das wird nicht unbedingt einfach.

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11. 1. FSV Mainz 30 Punkte

Form: Nachdem Urs Fischer das Team übernommen hat, ist es kaum wiederzuerkennen. Sechs Zähler sammelten die Rheinhessen an den ersten 13 Spieltagen. Seit Fischer da ist, waren es 18. Mainz hat sich auf den elften Platz hoch gearbeitet. Auch, weil die Defensive besser steht. So hat der Schweizer den Gegentor-Schnitt von 1,8 auf 1,3 mit seiner Mannschaft drücken können. Von den vergangenen fünf Spielen verlor Mainz keins und holte gute neun Punkte.

Restprogramm: Das Team von Urs Fischer hat nur noch zwei Top-Teams der Liga vor der Brust. Am Wochenende steht das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim an, Ende April erwartet der FSV noch die Bayern. Es gibt aber auch noch direkte Duelle mit Gladbach, St. Pauli und Heidenheim.

Chancen: Die Ausgangslage ist für die Rheinhessen mittlerweile eine sehr gute. Mit den 30 Zählern steht Mainz mit einem Bein auch für die kommende Spielzeit in Liga eins. Zudem können die 05er Abstiegskampf – zumindest sind die Mainzer in all den Jahren nur einmal abgestiegen. Das dürfte auch in diesem Jahr so bleiben.

12. Hamburger SV 30 Punkte

Form: Nach einem kurzen Zwischensprint lief es zuletzt nicht mehr ganz so rund für die Rothosen. Aus den vergangenen sechs Spielen holte das Team von Merlin Polzin nur noch einen Sieg – den im direkten Duell gegen Wolfsburg. Mit 30 Zählern ist der HSV allerdings auch schon so gut wie durch.

Restprogramm: Obwohl die Ausgangslage eine gute ist, ist der HSV alles andere als durch. Denn das Restprogramm hat es durchaus in sich. Zum einen, weil Hamburg noch vier Mal in der Fremde ran muss. Zum anderen stehen noch Begegnungen gegen einige Topteams wie Leverkusen, Stuttgart und Hoffenheim an. Als direktes Duell gibt es noch den Leckerbissen gegen Bremen – das Nordderby.

Chancen: Zwar hat es auch der HSV locker in den eigenen Händen, allerdings könnte tatsächlich das Saisonfinale mit den Spielen gegen die Top-sechs noch zum Faktor werden. Der HSV rutscht noch einmal rein, aber die Klasse wird dennoch gehalten.

13. Borussia Mönchengladbach 29 Punkte

Form: Die Situation ist kompliziert, kann man wohl sagen. Zwar haben die Fohlen aus den vergangenen fünf Spielen ordentliche sieben Punkte geholt. Allerdings hat die Borussia von den vergangenen elf Partien auch nur zwei Spiele gewonnen. Zu allem Gladbacher Überfluss leidet Topscorer Haris Tabakovic aktuell unter Ladehemmungen. In den vergangenen fünf Spielen traf der Stürmer nicht.

Restprogramm: Das ist auch für die Borussia alles andere als einfach. Zwar hat die Mannschaft von Eugen Polanski noch vier Heimspiele vor der Brust. Und doch könnten die Partien in der Fremde das Zünglein an der Waage sein. Denn Gladbach hat von den letzten acht Auswärtsspielen nicht eins gewonnen. Zudem stehen auch noch einige schwere Spiele an. Unter anderem gegen den BVB, Heidenheim und Leipzig. Es gibt aber auch noch zwei direkte Duelle gegen die beiden Kellerkinder Heidenheim und Wolfsburg.

Chancen: Mit einem Erfolg gegen Heidenheim im Heimspiel am kommenden Wochenende könnten die Fohlen schon ziemlich viel in trockene Tücher bringen. Bei einer Niederlage würde Gladbach dann aber noch einmal ein wenig unter Druck geraten.

14. Werder Bremen 28 Punkte

Form: Nach kleineren Startschwierigkeiten hat Daniel Thioune den Zündschlüssel in Bremen gefunden. Von den vergangenen vier Spielen hat Werder drei Begegnungen gewonnen und ist damit auf Rang 14 geklettert. Mit neun Zählern aus den vergangenen fünf Spielen belegt Werder den sechsten Platz der Formtabelle. Allerdings hat sich ein Kernproblem noch nicht verändert. Bremen benötigt die meisten Versuche, um ein Tor zu erzielen.

Restprogramm: Das hat es so richtig in sich. Zwar stehen noch die direkten Duelle gegen Köln und Hamburg an, doch das Team von Daniel Thioune trifft auch noch auf vier Mannschaften aus der Top-Sechs. Zu Hause stehen noch die Spiele gegen Dortmund und Leipzig an, auswärts geht es gegen Stuttgart und Hoffenheim.

Chancen: Werder befindet sich aktuell in guter Verfassung, hat sich aus der größten Not herausgespielt. Doch auf der Zielgeraden warten noch Stuttgart, Hoffenheim und am letzten Spieltag Dortmund. Bremen sollte also alles daran setzen, den Klassenerhalt in den kommenden Wochen in trockene Tücher zu bringen. Nicht aus Sicht der Kölner Anhänger. Denn in zwei Wochen wird das Spiel gegen den FC angepfiffen.

15. 1. FC Köln 26 Punkte

Form: Die Form ist bekannt – sie ist schlecht. Kein Sieg in den vergangenen sieben Spielen, zwei Erfolge in den jüngsten 18 und in dieser Phase zwölf Punkte. Beim FC hofft man natürlich auf einen Trainereffekt durch die Beförderung von René Wagner. Allerdings zeigen Studien, dass sich jene Effekte in Grenzen halten. Immerhin: Wenn es eine Auswirkung gibt, dann meist eine kurzfristige – und genau die braucht es in Köln.

Restprogramm: Da können sich die Geißböcke eigentlich nicht beschweren. Denn im Vergleich zu einigen Konkurrenten ist das auf dem Papier nicht das Allerschwerste. Allerdings steht am letzten Spieltag noch das Auswärtsspiel gegen die Bayern an. Bis dahin sollte der FC also nach aller Möglichkeit durch sein. Zwar steht mit Leverkusen noch ein weiteres Topspiel an, doch die Geißböcke haben auch noch drei Partien gegen die direkte Konkurrenz (St. Pauli, Bremen und Heidenheim).

Chancen: Wenn René Wagner die richtigen Stellschrauben findet, kann es für den FC gut ausgehen. Immerhin stehen die Geißböcke noch über dem Strich. Allerdings sind dafür auch einige Siege unerlässlich und daran haperte es bekanntlich zuletzt. Mit drei direkten Duellen vor der Brust ist alles möglich.

16. St. Pauli 24 Punkte

Form: Nach der kleinen Hochphase mit drei Siegen in vier Spielen im Februar, unter anderem mit Stuttgart und Hoffenheim, fehlten zuletzt wieder die Siege. Im März folgte nur ein Zähler. Immerhin zeigt sich die Defensive der Kiezkicker sehr stabil. In den vergangenen fünf Spielen gab es insgesamt nur fünf Gegentore. Mit sieben Punkten aus den vergangenen fünf Partien steht Pauli aber noch immer recht ordentlich in der Formtabelle da.

Restprogramm: Das Millerntor zeigte sich in den vergangenen Wochen als wahre Festung. Von den vergangenen sieben Heimspielen ging nur das letzte verloren. Da passt es für die Kiezkicker, dass noch vier Partien vor dem eigenen Publikum ausgetragen werden. Zudem stehen mit Mainz, Heidenheim, Köln und Wolfsburg noch vier direkte Duelle an. Allerdings trifft St. Pauli noch auf die Bayern und auf Leipzig.

Chancen: Über eine lange Phase zeigte sich St. Pauli sehr stabil und auf einem guten Weg, die Abstiegsplätze zu verlassen. Zuletzt stimmten die Ergebnisse nicht mehr. Dennoch spricht das Restprogramm dafür, dass Pauli mindestens den Relegationsplatz halten kann. Am letzten Spieltag könnte es zum Endspiel mit Wolfsburg kommen.

17. VfL Wolfsburg 21 Punkte

Form: Dass ein Trainerwechsel nicht immer die erhoffte Wirkung hat, zeigt der VfL Wolfsburg. Mit Paul Simonis und Daniel Bauer wurden bereits zwei Trainer bei den Niedersachsen entlassen. Der Erfolg ist bislang überschaubar. In der Formtabelle belegen die Wölfe mit nur einem Pünktchen den letzten Platz, in der gesamten Rückrunde gab es noch keinen Sieg, erst drei Unentschieden.

Restprogramm: In den verbleibenden sieben Spielen stehen noch fünf gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte an – unter anderem gegen Bayern, Frankfurt und Leverkusen. Die direkten Duelle gegen St. Pauli und Gladbach werden also absolute Pflichtaufgaben.

Chancen: Wolfsburg steuert dem ersten Abstieg der Vereins-Geschichte entgegen. Zumal nun erst einmal die Partien gegen Leverkusen und Frankfurt anstehen. Kein leichter Auftakt in das Saisonfinale. Sollten beide Partien verloren gehen, ist auch der Effekt des letzten Trainerwechsels zu Dieter Hecking wirkungslos verpufft. Für die Wölfe wird es also sehr eng.

18. 1. FC Heidenheim 15 Punkte

Form: Seit 14 Begegnungen wartet das Tabellenschlusslicht mittlerweile auf einen Sieg. Damit ist Heidenheim das einzige Team der Liga, das in diesem Jahr noch keinen Dreier eingefahren hat. Immerhin luchste die Mannschaft von Frank Schmitt den Schwergewichten Leverkusen und Stuttgart zuletzt jeweils einen Punkt ab.

Restprogramm: Nicht mehr viel spricht für den Klassenerhalt der Heidenheimer. Ein kleiner Vorteil liegt im Saisonfinale. Das Tabellenschlusslicht spielt nur noch gegen eine Mannschaft aus der Top-Sechs (Bayern), hat dafür aber vier Partien gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte vor der Brust.

Chancen: Und dennoch sind die Hoffnungen auf den Klassenerhalt wohl nur noch sehr geringe. Heidenheim liegt mittlerweile neun Punkte hinter dem Relegationsplatz. Für eine Mannschaft, die seit 14 Spielen auf einen Sieg wartet, fehlt die Fantasie, wie der Rückstand aufgeholt werden kann. Seit dem 2. Spieltag belegt die Mannschaft von der Ostalb durchgehend einen der letzten drei Tabellenplätze.