Ein unverschämt bitterer Abend für den 1. FC Köln

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Ein unverschämt bitterer Abend für den 1. FC Köln

Frust beim FC: Trotz Führung durch Said El Mala reicht es nur zu einem 1:1 gegen St. Pauli. Kurz vor Schluss sorgt ein unglücklicher Ausrutscher von Schwäbe für den späten Ausgleich durch Jones. 1. FC Köln: Ein Abend zum Vergessen.

Tränen, Frust und Ratlosigkeit beim 1. FC Köln: Gegen den FC St. Pauli erleben die Geißböcke einen Abend zum Vergessen.

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Es war ein Spiel, das FC-Trainer Lukas Kwasniok wohl noch lange begleiten wird. Mit leerem Blick verweilte er nach Abpfiff niedergeschlagen auf der Kölner Auswechselbank. Unglücksrabe Kwasniok ließ nach dem Abpfiff die 90 Minuten Revue passieren. Die Ratlosigkeit stand ihm dabei deutlich ins Gesicht geschrieben. Vermeintliche Tränen erklärte der Coach später im Sportstudio als Schweiß. Dennoch: Das 1:1 gegen den FC St. Pauli fühlt sich für den 1. FC Köln wie eine Niederlage an, so klar waren die Kräfteverhältnisse zwischen den beiden Mannschaften verteilt. Nur einen einzigen Schuss auf den Kasten von Marvin Schwäbe benötigte die Elf von Alexander Blessin, um die drohende Niederlage abzuwenden.

Dabei sind späte Treffer in dieser Saison doch eigentlich eine Kölner Spezialität. Erst am vergangenen Spieltag sicherte Said El Mala beim 1:1 in Bremen mit einem glücklichen Treffer in der 90. Minute einen Punkt. Das Unentschieden gegen St. Pauli gestern war ein Schluck von der eigenen bitteren Medizin: „In Bremen hatten wir das Momentum in der letzten Minute auf unserer Seite. Heute hat nichts darauf hingewiesen. Von unseren 13 Ligaspielen war es heute das stabilste. Beide Teams hatten viel Respekt voreinander und verteidigten sehr stabil“, ordnete Lukas Kwasniok im Anschluss die Leistung seiner Elf ein.

El Mala: „Müssen uns das auf die Kappe schreiben“

Sicher ist, dass die Kölner am Samstagnachmittag weniger am Gegner als an ihrer eigenen Chancenverwertung scheiterten. Das gab auch Torschütze Said El Mala unumwunden zu: „Ja, wir müssen das 2:0 oder 3:0 einfach nach Hause fahren. Das müssen wir uns auf die Kappe schreiben. Dann sieht das hier ganz anders aus. Pauli hatte nichts“. Doch zur Wahrheit gehört ebenso, dass die Gäste äußerst konzentriert verteidigten und mit Nikola Vasilj einen Torhüter in überragender Tagesform zwischen den Pfosten hatten.

St. Pauli stand tief und stabil, kam im Umschaltspiel allerdings viel zu selten gefährlich nach vorne. Die Zuschauer sahen bis zur Pause insgesamt nur fünf Abschlüsse beider Teams. Nach dem Seitenwechsel musste die Partie zwangsläufig an Fahrt aufnehmen und genau so kam es. Bereits fünf Minuten nach Wiederbeginn bot sich den Kölner Fans der erste Moment zum Feiern. Nach einem Freistoß der Gäste beförderte Luca Waldschmidt den Ball weit aus der Gefahrenzone, wo Said El Mala noch vor der Mittellinie am schnellsten schaltete. Er zog davon, ließ Verfolger Pereira Lage hinter sich und blieb im Eins-gegen-Eins mit Vasilj völlig abgeklärt, sodass das 1:0 die logische Folge war.

Ein Ausrutscher kostet Köln den Sieg

In der Schlussphase löste Pauli-Coach Alexander Blessin seinen defensiven Ansatz auf und brachte mit Ricky-Jade Jones, Connor Metcalfe, Daniel Sinani und Abdoulie Ceesay maximale Offensivkraft von der Bank. Sinani und Jade-Jones sorgten wenige Augenblicke vor Spielende für die entscheidende Szene. Jones verlängerte eine Flanke von Danel Sinani höchst akrobatisch ins lange Eck. Im Fokus stand Marvin Schwäbe, der ausgerechnet bei dieser Aktion nicht trittfest war und auf dem nassen Rasen ausrutschte. Eine Parade wäre sonst wohl ein Leichtes für ihn gewesen. So fiel der überraschende Ausgleich: „Ich habe die längsten Stollen, die es gibt, auf dem Schuh. Und am Ende rutsche ich genau in dem Scheißmoment weg. Das tut extrem weh, ist extrem bitter. Es tut mir leid für die Mannschaft. Am Ende kann ich leider Gottes nicht viel ändern“, schlussfolgerte der Kölner Keeper.

Von allen Fußballgöttern verlassen

Für den FC bleibt nun nur, die Tränen rasch zu trocknen und den Fokus auf die nächste Aufgabe zu richten, wie auch Lukas Kwasniok betonte: „Wir müssen es leider akzeptieren. Aber deswegen werde ich jetzt trotzdem weiter im Fußball bleiben, auch wenn der liebe Gott heute nicht hingeschaut hat oder 20 Sekunden zu früh weggeschaut hat.“ Vielleicht zeigt sich der Fußballgott am kommenden Wochenende wieder gnädiger. Dann wartet das Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen. Zwar kassierte die Werkself eine überraschende 0:2-Niederlage, doch mit drei Punkten im Gepäck und einer breiten Brust wäre die Vorfreude auf das Duell mit der Elf von Kasper Hjulmand deutlich größer gewesen.


Zu Gast im Sportstudio: Lukas Kwasniok spricht über Said El Mala und erklärt den Grund für seine Rotationen

Lukas Kwasniok beim Spiel seines 1. FC Köln gegen St. Pauli
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Zu Gast im Sportstudio: Lukas Kwasniok spricht über Said El Mala und erklärt den Grund für seine Rotationen

Nur wenige Stunden nach dem bitteren 1:1 gegen den FC St. Pauli war der Kölner Trainer zu Gast im aktuellen sportstudio. Lukas Kwasniok spricht über Said El Mala und sein Rotations-Prinzip.

Klare Worte vom Kölner Trainer: Lukas Kwasniok spricht im aktuellen sportstudio unter anderem über Said El Mala und sein Rotations-Prinzip bei den Anfangsformationen.

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Die Laune hatte sich schon deutlich verbessert, als Lukas Kwasniok Stunden nach dem bitteren 1:1 gegen den FC St. Pauli im aktuellen Sportstudio an die Torwand trat. Auf der Pressekonferenz nach dem Last-Minute-Remis hatte der Kölner Coach erklärt, dass es ihm gerade gar nicht gut gehe. In der ZDF-Sendung zu später Stunde betonte der Trainer zwar auch, dass dieser „Lucky-Punch sehr bescheiden“ gewesen sei, doch der unglückliche Punkt war nur am Rande ein Thema. Vielmehr gab der Trainer Einblicke in sein Dasein als Trainer des 1. FC Köln. Kwasniok betonte, einmal mehr, dass er im Sommer nicht für jeden Bundesligisten die Pausen-Pläne über den Haufen geworfen hätte. Für den FC war die Entscheidung wohl ziemlich schnell getroffen. „Es gibt Chancen im Leben, da kann man nicht nein sagen“, sagte der 44-Jährige.

„Ich will unberechenbar bleiben“

Einer der Beweggründe war aber sicherlich das gute Match mit Thomas Kessler. „Das war auch einer der Gründe, warum ich gesagt habe, das kann etwas werden. Nicht nur, weil sie in der Vergangenheit große Erfolge hatten und die liegen ja auch schon ein paar Jährchen zurück“, sagte der Trainer. „Auch, weil man das Gefühlt hat, da ist eine gewisse Herzlichkeit in der Stadt und es gibt eine Aufbruchstimmung im Verein. Kess ist ein Teil davon. Und ich hatte das Gefühl, dass ich mich einbringen kann.“ Kwasniok glaubt, der FC sei an dieser Position gut aufgestellt. „Trotzdem geht es darum, Spiele dazu parallel auch zu gewinnen“, so der Trainer. „Entwicklungen vorantreiben geht immer nur mit positiven Ergebnissen. Es wird Zeit, dass wir einen Dreier einfahren und das am besten am kommenden Samstag in Leverkusen.“

Der Kölner Coach ist ebenfalls Teil einer Entwicklung, will beim FC eine Basis für eine positive Zukunft legen. Und das mitunter mit etwas überraschenden Mitteln. So zum Beispiel die Rotationen in seiner Anfangsformation. Auch am Samstag veränderte der Coach die Startelf auf vier Positionen im Vergleich zur Vorwoche. „Ich will unberechenbar bleiben, aber ohne mich selbst zu verwirklichen. Das Ziel ist immer, das nächste Spiel zu gewinnen“, sagte Kwasniok. „Da ist es als Aufsteiger und Underdog der Liga auch hilfreich, eine gewisse Kreativität an den Tag zu legen, um den Gegner zu überraschen. Wenn wir immer gleich spielen würden, hätten wir mit den Möglichkeiten, die uns jetzt zur Verfügung stehen, nicht ganz so hohe Wahrscheinlichkeiten gegen die Topteams zu gewinnen.“

„Wenn die keinen Bock haben…“

Um zu gewinnen, spielt aber auch die Verbindung zwischen Team und Trainer eine wichtige Rolle. „Da musst du sie schon mitnehmen“, sagt Kwasniok. „Sie müssen ja auch ein Stück weit für dich laufen. Wenn die keinen Bock haben, dann kannst du denen sonst etwas erzählen.“ Dabei beschreibt sich der Coach schon als väterlicher Freund. Denn der sei auch dazu da, den Spielern schon mal die Wahrheit zu sagen. „Ich bin kein Politiker, ich bin Trainer und als Trainer musst du ihnen auch mal Dinge sagen, die sie nicht hören wollen“, so der Coach. „Da die Mischung zu finden, ist nicht immer ganz einfach, weil die Wahrheit auch wehtun kann.“ So gerade bei den Spielern, die aktuell wohl ein wenig hinten dran sind.

„Langsam können wir ihn von der Leine lassen“

Und vielleicht auch bei denen, die es zu Saisonbeginn zumindest in Sachen Anfangself waren. Said El Mala musste beispielsweise erst einmal auf sein erstes Spiel über 90 Minuten bis zum vergangenen Spieltag warten. In der vergangenen Wochen gab es dann auch den ersten Auftritt in der Medienrunde. Mittlerweile sieht man El Mala häufiger vor dem Mikrofon. „Langsam können wir ihn von der Leine lassen. Das ist so wie mit der Spielzeit. Da haben wir uns Zeit gelassen, ihm Zeit gegeben. Wenn er von Beginn an spielt und so liefert, dann darf er auch öfter vor die Kamera“, sagt der Trainer mit einem Lächeln und schwärmt von den Stärken seines Youngsters. „Said hat unglaublich viel Tempo. Vor allem auch, wenn er den Ball am Fuß hat, da verliert er kein Tempo“, sagt der Coach. „Er hat die Gabe nochmal zu beschleunigen, wenn es darauf ankommt. Das macht ihn zu einem sehr interessanten jungen Mann auf dem Fußballmarkt.“

Schon am Donnerstag hatte der Trainer gesagt, wenn sein Shootingstar abliefert, würde er auch wieder 90 Minuten bekommen. Das könnte also am kommenden Samstag der Fall in Leverkusen sein. An der Torwand musste der Kölner Coach übrigens weitere harte Momente hinnehmen. Kwasniok versenkte im Gegensatz zu seinen Kontrahenten nicht einen Ball. „Ich wollte meine Spieler nicht im Schatten stehen lassen“, sagte der Trainer, der zuvor angedeutet hatte, mehr Tore schießen zu wollen „als Zieler und Bülter zusammen“. Das waren ebenfalls Null.


Last-Minute-Schock in Köln: Der 1. FC Köln verschenkt Sieg in letzter Minute

Eric Martel vom 1. FC Köln
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Last-Minute-Schock in Köln: Der 1. FC Köln verschenkt Sieg in letzter Minute

Der FC bleibt auch im vierten Spiel in Serie sieglos. Der 1. FC Köln spielt gegen den FC St. Pauli 1:1. Said El Malas Führung glich Ricky-Jade Jones in letzter Sekunde aus.

Noch am Donnerstag hatte Lukas Kwasniok von der spielerischen Stärke des Gastes geschwärmt. Diese Qualität blieb der Gast am Samstag aber weitestgehend schuldig. Und dennoch reichte es für Köln nicht zu einem Sieg. Der 1. FC Köln spielt gegen den FC St. Pauli 1:1. Die Führung von Said El Mala glichen die Gäste in der Nachspielzeit aus.

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Wie erwartet nahm Lukas Kwasniok Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche vor. Den Ausfall von Dominique Heintz kompensierte der Coach mit Rav van den Berg. Doch Kwasniok nahm noch weitere Wechsel vor. So starteten Tom Krauß, Denis Huseinbasic und Luca Waldschmidt für Cenk Özkacar, Alessio Castro-Montes und Isak Johannesson. Letzterer hatte von Kwasniok schon unter der Woche eine schöpferische Pause verschrieben bekommen. In der Offensive startete Said El Mala als Spitze, flankiert von Marius Bülter und Waldschmidt. Der FC suchte auch direkt den Vorwärtsgang. Doch es dauerte acht Minuten bis auch eine erste Chance dabei heraussprang. Huseinbasic steckte stark durch auf El Mala, der ging alleine aufs Tor zu, legte sich dabei aber den Ball zu weit vor.

El Mala erzielt die Führung

St. Pauli setzte in dieser Phase eher auf Umschaltmomente, spielte oft den langen Ball, doch der FC stand sicher. Erst nach einer guten Viertelstunde schlug Irvine Jackson mal eine Kugel vors Tor, fand aber keinen Mitspieler. Nach einem leichten Stockfehler von van den Berg, erspielte sich der Gast die erste Ecke, die aber folgenlos blieb. Vielleicht eine Art Weckruf. Nach einer scharfen Hereingabe von Bülter rettete Paulis Keeper Nikola Vasilj in höchster Not gegen El Mala aus kurzer Distanz, den Nachschuss setzte Waldschmidt an den Pfosten, einen weiteren Versuch spielte Sebastian Sebulonsen zu zentral (20.). Doch dem FC fiel auch weiterhin nicht so richtig viel ein. Gerade im letzten Schlussdrittel passierte insgesamt doch wenig. Allerdings kam vom Gast noch weniger.

Gegen Ende der ersten Halbzeit traute sich St. Pauli zunehmend mehr, übernahm sogar kurz die Spielkontrolle, war aber weiterhin komplett ungefährlich. So ging es torlos in die Kabine. St. Pauli kam etwas entschlossener auf das Feld, versuchte, auf mehr Spielanteile zu kommen. Doch der FC schlug eiskalt zu. Nach einem Gäste-Freistoß aus dem Halbfeld, schickte Waldschmidt mit einem langen Ball El Mala auf die Reise. Der Offensivspieler ließ sich trotz mehrfachen Zugreifens von Mathias Pereira Lage nicht aus der Ruhe bringen und vollendete eiskalt (51.). Der FC war fortan wieder besser im Spiel, wollte offenbar mehr. Doch nach wie vor fehlte der Zug zum Tor.

Mit breiter Brust gegen Leverkusen

Kwasniok reagierte und brachte mit Ragnar Ache und Johannesson neue Kräfte. Doch eine „alte“ Kraft hätte wohl alles klar machen können. Waldschmidt war plötzlich durch, ging alleine aufs Tor zu, doch der Abschluss aus 16 Metern war zu platziert. Für die Schlussphase kamen auch noch Florian Kainz und Linton Maina. St. Pauli erhöhte noch einmal den Druck, blieb aber weiterhin ungefährlich. Die beste Chance hatte noch Ache, der im Alleingang am gegnerischen Keeper scheiterte (90. +2). Der Nachschuss von Kainz hätte auch sitzen müssen. Dafür machte es St. Pauli dann doch besser. Ricky-Jade Jones köpfte den Ball Richtung Kiste, Schwäbe sah unglücklich aus: 1:1 (90.+4). Am kommenden Samstag ist Köln zu Gast bei Bayer Leverkusen (18.30 Uhr).

1. FC Köln: Schwäbe – van den Berg, Martel, Sebulonsen – Kaminski, Huseinbasic (73. Johannesson), Krauß (82. Kainz), Thielmann – Bülter (73. Ache), El Mala (82. Maina), Waldschmidt (88. Lund) ; Tore: 1:0 El Mala (51.), 1:1 Jones (90.+4)


Der 1. FC Köln beweis erneut seine neue Qualität: Die Last-Minute-Könige der Liga

Said El Mala jubelt nach einem Treffer
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Der 1. FC Köln beweis erneut seine neue Qualität: Die Last-Minute-Könige der Liga

Zum siebten Mal hat Said El Mala gegen Bremen in der Nachspielzeit ein Tor erzielt für den 1. FC Köln: Die FC-Profis sind die Last-Minute-Könige der Liga – und das mit Abstand. Doch was steckt dahinter?

Mehr als die Hälfte ihrer Treffer erzielen die Kölner in der Schlussviertelstunde. Ganz offensichtlich eine neue Qualität des 1. FC Köln: Die FC-Profis sind die Last-Minute-Könige der Liga. Kein anderer Club trifft so oft so spät.

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So wirklich wollten die mitgereisten Fans wohl nicht mehr dran glauben. Und auch Lukas Kwasniok hatte sich mit der knappen, wenn auch nicht unverdienten Niederlage abgefunden. Gerade als Luca Waldschmidt eine perfekte Flanke von Said El Mala nur an den Pfosten gehämmert hatte. „Wenn die Großchance von Luca nicht rein geht, dann denkst du, dass es am Ende eng wird“, sagte der Kölner Coach. Doch es wurde nicht eng. Denn der FC hat noch eine Wunderwaffe und in dieser Spielzeit eine beeindruckende Stärke. „Das Spiel geht 90 plus x und dann hatten wir das Quäntchen Glück“, so der Trainer weiter. Das Quäntchen Glück hieß an diesem Abend wohl Said El Mala, der eben davon bei seinem späten Treffer mehr als nur ein Quäntchen, vielmehr die Hacke des Gegenspielers, hatte.

Der Last-Minute-König

Der Shootingstar rettete dem FC gegen Bremen einen Punkt. Schon wieder. Auch gegen den FC Augsburg (1:1) und bei der TSG Hoffenheim (1:0) war der 19-Jährige mitverantwortlich für wichtige Zähler. „Ich hatte das Gefühl, dass die Spieler, die in der Lage sind, ein Tor zu erzielen, auf dem Feld bleiben müssen“, sagte der Trainer, der seinem Shootingstar erstmals die volle Distanz schenkte. El Mala dankte es mit dem Last-Minute-Treffer in der Nachspielzeit. Dem nächsten Last-Minute-Treffer – eine absolute Stärke der Kölner in dieser Saison. Schon sieben Mal trafen die Geißböcke in der Nachspielzeit. Gegen Bremen, Wolfsburg und Augsburg sicherte sich der FC so noch spät Punkte, im Pokal gegen Regensburg die zweite Runde. Kein anderes Team hat in dieser Saison so oft so spät getroffen.

Auf Rang zwei folgt der FC Bayern München, der vier seiner 44 Tore nach Ende der regulären Spielzeit erzielt hat. Köln kommt auf sieben Nachspielzeit-Tore bei 21 Treffern – jedes dritte Tor fällt im Schnitt nach der 90. Minute. Überhaupt scheint den Kölnern die Schlussphase zu liegen. Denn auch in der letzten 15 Minuten der regulären Spielzeit ist der FC erfolgreich. Weitere vier Tore erzielten die Kölner in der Schlussviertelstunde. Nur die Bayern und der VfB Stuttgart sind in dem Schlussviertel noch gefährlicher. „Wir glauben einfach bis zum Schluss dran. Vor allem, wenn Du das schon zwei, dreimal erfolgreich gemacht hast. Da hat schon das Pokalspiel in Regensburg dazu beigetragen, dass der Glaube entstanden ist“, sagte Lukas Kwasniok im Fußball-Talk BILD SPORT auf WELT TV. Aber woher kommt die Stärke der Geißböcke?

Mehr Risiko, mehr Tore?

Kwasniok hat schon mehrfach angedeutet, dass er sich den Gegner an seinem Team gerne abarbeiten lässt, um dann in der Schlussphase mit frischen Kräften das Spiel entscheiden will. Eine Maßnahme, die ganz offensichtlich greift. Immerhin kommt Köln schon auf sieben Tore durch Joker und starke 15 Torbeteiligungen. Die Bayern kommen bislang auf elf Torbeteiligungen. Alleine sechs davon kommen von El Mala. Doch es sind eben nicht nur die Joker, die beim FC spät treffen. „Zum einen nimmt gegen Spielende die körperliche Leistungsfähigkeit ab: Lauf- und Sprintleistungen sinken, die Fehleranfälligkeit steigt. Zum anderen passen Teams ihr Verhalten je nach Spielstand an. Wer zurückliegt, geht mehr Risiko ein, rückt höher auf und erzwingt Standardsituationen. Wer führt, wird häufig passiver – ein Muster, das als ‚Score-Effect‘ beschrieben wird“, erklärt der sportpsychologische Experte Thorsten Loch.

Tatsächlich ist der Kölner Coach bereit, ein hohes Risiko einzugehen, um Punkte einzufahren. Doch zum erhöhten Risiko kommt auch die allgemeine Dynamik des Spiels: „Statistisch gesehen häufen sich Tore gegen Ende, ganz unabhängig von psychologischen Zuschreibungen. Psychologische Faktoren, wie ein kurzfristiger Motivationsschub durch einen Ausgleichstreffer in letzter Minute, können diesen Effekt verstärken, sind aber nicht die alleinige Ursache“, sagt Loch. Am Samstag steht die Begegnung gegen den FC St. Pauli an. Ein guter Zeitpunkt die neue Stärke erneut unter Beweis zu stellen. Letztendlich wird es den Kölnern egal sein, wann ein möglicher Siegtreffer fällt.

Die Begegnung gegen Bremen offenbart, dass der 1. FC Köln im Kader nachbessern muss

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln
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Die Begegnung gegen Bremen offenbart, dass der 1. FC Köln im Kader nachbessern muss

In der ersten Halbzeit zeigte der FC am Samstag gegen Bremen seine bislang schlechteste Saisonleistung. Vor allem auf der linken Seite hatten die Kölner Probleme: Der 1. FC Köln wird auf den Schienen nachbessern müssen.

Bereits vor der Begegnung gegen Bremen musste FC-Coach Lukas Kwasniok in der Defensive puzzeln. Doch nicht nur die Verletzungsanfälligkeit in der Innenverteidigung könnte zu Bewegungen bei der Kaderplanung führen: Der 1. FC Köln wird auf den Schienen nachbessern müssen.

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Möglicherweise gab es bereits Berechnungen, wie viele Optionen Lukas Kwasniok bei der Auswahl einer neuen Startelf noch hat. Tatsache ist jedenfalls, dass der Kölner Coach auch im 14 Pflichtspiel dieser Saison eine Anfangsformation wählte, die so in den 13 Partien zuvor noch nicht auf dem Platz gestanden hatte. Das wurde vor allem durch Alessio Castro-Montes möglich. Denn der letzte Neuzugang des vergangenen Sommers stand erstmals bei den Geißböcken in der Startelf. Kwasniok hatte den Belgier vor wenigen Wochen als Mischung aus Lionel Messi und Neymar bezeichnet. Welche Qualitäten der FC-Coach da beobachtet hat, gegen Bremen brachte der 28-Jährige diese offensichtlich nicht aufs Feld. Im Gegenteil: Das Startelf-Debüt im Geißbocktrikot ging erstaunlich daneben.

FC offenbart große Schwächen auf der linken Seite

Ganz offensichtlich hatten die Bremer die linke Seite als den Schwachpunkt der Kölner Defensive ausgemacht. Hätte Kristoffer Lund von Beginn an gespielt, wäre die Vorahnung angesichts der vergangenen beiden Spiele keine besonders atemberaubende gewesen. Der gebürtige Däne mit US-amerikanischem Pass hatte sich sowohl gegen Mönchengladbach als auch gegen Eintracht Frankfurt jeweils zwei „kapitale Aussetzer“ geleistet und damit die Weichen in beiden Begegnungen auf Niederlage gestellt. Vielleicht hatte Kwasniok auch deswegen eben Castro-Montes Lund vorgezogen. Doch auch der Belgier (mit spanischem Pass) wies am Samstagnachmittag erstaunliche Schwächen auf. Senne Lynen, Yukinari Sugawara und Cameron Puertas hatte jedenfalls leichtes Spiel mit dem Kölner.

Immer wieder flogen die Flanken von der rechten Bremer Seite in die Box, immer wieder offenbarte die Kölner linke Seite erstaunliche Schwächen. Beim 0:1 köpfte Castro-Montes den Ball Jens Stage unglücklich vor die Füße. Dessen Flanke leitete den Gegentreffer ein. Da auch Cenk Özkacar nicht seinen besten Tag erwischte, hatte Bremen über den linken Flügel leichtes Spiel. Mehr als 40 Prozent aller Werder-Angriffe kamen über die linke Seite. Das wurde nach der Einwechslung von Kristoffer Lund zur Pause besser. Nur fügte der sich wieder mit einem kapitalen Aussetzer ein, der glücklicherweise von Romano Schmid nicht bestraft wurde. Da auch der FC seine Angriffe über die linke Seite aufzog und Said El Mala ebenfalls einige Male durchkam, so wie in der Nachspielzeit, stand am Ende des Nachmittags ein Zähler mehr auf dem Kölner Konto.

Der FC wird auf der Schiene nachlegen müssen

Unterm Strich verdeutlichte die Begegnung aber einmal mehr, dass der FC trotz des guten Transfersommers im Winter wohl doch noch einmal nachbessern muss. Den Kölnern fehlen auf den Schienen die Alternativen, gerade wenn sich die vermeintlichen Stammspieler nicht in bester Form befinden. Und Lund tut sich dieser Tage zweifelsohne schwer, Castro-Montes war am Samstag auch keine Verstärkung. Ähnlich wie in der Innenverteidigung sucht Kwasniok auch auf den Außenbahnen Alternativen, die nominell eigentlich an anderer Stelle beheimatet sind. Mit Jan Thielmann fand der Kölner Coach am Samstag einen Spieler, der die Position eigentlich spielen kann, aber in der jüngeren Vergangenheit nicht immer die beste Figur machte. Dass Thielmann in der Offensive besser aufgehoben ist, steht wohl außer Frage.

Auch Jakub Kaminski spielte schon mehrfach den defensiven Part auf der Schiene, doch der Kölner Coach will seinen „besten Spieler“ eigentlich schon lieber in der vordersten Kette einsetzen. Auch, wenn genau das am Samstagnachmittag nicht so richtig gut gelang. So stehen die Chancen nicht schlecht, dass der FC auch auf der Außenbahn im Winter noch einmal aktiv wird. In der Kölner Idealvorstellung findet Lund schnell wieder zurück in die Spur. Die Frage wäre dann nur, wie lange er diese halten kann. Dass die Kölner auch auf der Innenverteidigung Bedarf haben, ist wohl alleine durch die zahlreichen Verletzungen mehr als deutlich geworden.

Kommentar: Ein spätes Tor, ein wichtiger Punkt, aber auch die schwächste Leistung der Saison

Lukas Kwasniok beim Spiel gegen Bremen
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Kommentar: Ein spätes Tor, ein wichtiger Punkt, aber auch die schwächste Leistung der Saison

Mit seinem Last-Minute-Treffer hat Said El Mala dem FC im Weserstadion einen Punkt gerettet. Allerdings täuschten das späte Tor und das Ergebnis über eine desolate erste Halbzeit hinweg. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln gegen Bremen.

Mit einem späten Tor haben die Geißböcke die dritte Niederlage in Folge abwenden können. Die Kölner fuhren einen wichtigen Zähler ein. Doch die erste Halbzeit war schon erschreckend schwach. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln gegen Bremen.

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Als Lukas Kwasniok in der vergangenen Woche auf die beiden jüngsten Niederlagen gegen Frankfurt und zuvor Gladbach angesprochen wurde, da lächelte der Coach und sagte: „Willkommen in Köln. Es wurde auch Zeit nach fünf Monaten, dass die erste Frage mal kritisch ist.“ Natürlich hat Kwasniok schon andere kritische Fragen seit seinem Amtsantritt im Sommer beantwortet. Wie sonst hatte er auch dieses Mal die passende Antwort parat. Der Trainer erklärte, dass es als Aufsteiger nun mal wahrscheinlich sei, auch mal zwei, vielleicht sogar drei oder vier Spiele in Folge zu verlieren. Tatsächlich hat der starke Saisonauftakt mit sieben Punkten aus drei Spielen und dem (wenn auch sehr glücklichen) Erfolg in der ersten Runde des DFB-Pokals Hoffnungen geweckt – oder die Menschen „träumen lassen“, wie der Coach sagte.  

Schwächste Saisonleistung

„Willkommen in Köln“ ist der Klischee-Liebhaber geneigt zu sagen. Schließlich wird dem FC-Fan nach zwei Siegen gerne der Traum von Europa nachgesagt. Wohl kaum hat nur ein Kölner Anhänger nach dem dritten Spieltag ernsthaft damit gerechnet, dass es für den Rest der Spielzeit genauso weiterlaufen würde. Im Stillen gehofft und vielleicht auch eben geträumt möglicherweise. Die einnordenden Worte des Kölner Trainers sind also absolut richtig. Man darf nun mal nicht vergessen, wo der FC herkommt und auch nicht in welches Regalfach er in dieser Bundesliga-Spielzeit wohl gehören wird. Als Aufsteiger ist das erste Ziel der Klassenerhalt. Alle Träume, die darüber hinaus gehen, sollten erst mit dem Erreichen des ersten Ziels neu gesteckt werden.

Es war klar, dass es in dieser Saison auch mal zwei Niederlagen in Serie geben würde und angesichts der Gegner im Oktober und November mit Dortmund, den Bayern und Frankfurt waren auch die vier Niederlagen in fünf Pflichtspielen vor dem Duell gegen Bremen keine Alarmglocke wert. Die erste Halbzeit im Weserstadion dagegen schon. Die Leistung der Kölner war in den ersten 45 Minuten beängstigen schwach. Die Defensive war mehr als nur anfällig, die Offensive fand abgesehen von Said El Mala als einziger Aktivposten so gut wie gar nicht statt. Und das ist sicherlich nicht mit der doch hohen Anzahl an Verletzten zu erklären. Die Geißböcke konnten froh sein, dass die (noch nicht einmal übermäßig starken) Bremer die schwächste FC-Leistung dieser Saison nicht frühzeitig zu ihren Gunsten ausgenutzt hatten.

Ein schmeichelhafter Punkt

Unterm Strich stand ein schmeichelhafter Punkt. Der späte Ausgleich von El Mala darf nicht über den Auftritt im ersten Abschnitt hinwegtäuschen. Kwasniok sprach nachher von einem Sender-Empfänger-Problem und stellte sich demonstrativ vor die Mannschaft. Tatsächlich korrigierte der Trainer zur Halbzeit und das offenbar auch gut. Denn die Kölner fanden wieder in die Spur. Möglicherweise auch, weil Bremen den Faden verlor. Kwasniok hat am Ende des Tages recht, wenn er sagt, dass ein Aufsteiger zwei, vielleicht auch drei oder vier Spiele in Serie verlieren darf. Die Kölner haben sich früh ein wichtiges Polster erarbeitet, belegen nach wie vor einen guten zehnten Tabellenplatz.

Die Leistung von den ersten 45 Minuten in Bremen sollte sich so aber in den drei Spielen bis zur Winterpause nicht wiederholen. Folgen keine Punkte gegen St. Pauli, Leverkusen oder Union Berlin, dann werden sicherlich weitere kritische Fragen folgen, möglicherweise heißt es für Köln dann vor allem aber „Willkommen im Abstiegskampf.

Das „Sender-Empfänger-Problem“ des 1. FC Köln: Nur ein Einzelfall gegen Bremen?

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Das „Sender-Empfänger-Problem“ des 1. FC Köln: Nur ein Einzelfall gegen Bremen?

Das 1:1 in Bremen kann nicht über eine äußerst wacklige erste Halbzeit des 1. FC Köln hinweg täuschen. Erst nach dem Seitenwechsel fand Köln mehr Stabilität, doch der Auftritt verdeutlichte eindrucksvoll, wie fragil die Abwehr ist beim 1. FC Köln: Kommunikationsfehler mit Folgen

Beim Duell mit dem SV Werder Bremen sammelten die Domstädter viele Erkenntnisse. Gegen die Norddeutschen spielte der 1. FC Köln eine erste Hälfte zum Vergessen.

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Auf der Pressekonferenz nach dem schmeichelhaften 1:1 des FC gegen den SV Werder Bremen nahm Trainer Lukas Kwasniok kein Blatt vor den Mund. Seine Mannschaft habe früh in der Defensive Schwächen offenbart, so Kwasniok: „Gleich zu Beginn, als Werder eine große Chance hatte, haben wir drei, vier Duelle einfach nicht so bestritten, wie man es in der Bundesliga tun muss, um zu bestehen. Nach einem langen Abstoß musst du im Zweikampf eben auch mal als Sieger hervorgehen. Das war nicht der Fall.“

Der 44-Jährige beließ es jedoch nicht bei der Analyse der Zweikampfschwäche, sondern suchte auch bei sich selbst nach Ursachen für die wacklige Anfangsphase. Seine Erklärung fiel gleichwohl ebenso direkt aus wie seine Kritik: „Wir hatten in der ersten Halbzeit offensichtlich ein Sender-Empfänger-Problem. Also der Trainer als Sender und die Mannschaft als Empfänger. Die Jungs haben das aber eben auch nicht so umgesetzt, wie ich es mir vorgestellt habe. Das ist aber kein Vorwurf an die Spieler, sondern eher ein Vorwurf an meine Kommunikation im Vorfeld. Sie wollten, aber sie haben gar keinen Zugriff bekommen, weil sie falsch angelaufen sind. Das war einfach bitter.“

Desolates Abwehrverhalten der Kölner in der ersten Hälfte

Das Kölner Abwehrverhalten innerhalb der ersten 45 Minuten wurde ihnen beim Führungstreffer der Bremer zum Verhängnis. Das 1:0 durch Marco Friedl war die direkte Folge der Passivität, mit der der FC in dieser Phase verteidigte. Nach einer Ecke des Bremers Romano Schmid segelte der Ball ungehindert durch den Strafraum und landete schließlich auf dem Kopf von Alessio Castro-Montes. Dessen Klärungsversuch prallte jedoch lediglich bis an die rechte Strafraumkante, wo Jens Stage den Ball unbedrängt aufnehmen durfte. Der Bremer konnte ungestört in den Strafraum passen, wo der Ball schließlich bei Marco Friedl landete.

Es wäre jedoch zu einfach, Castro-Montes die alleinige Schuld für den Treffer zuzuschreiben. In besagter Szene kann man die gesamte Kölner Hintermannschaft in die Verantwortung nehmen. Friedls Gegenspieler Marius Bülter und Eric Martel ließen den Österreicher einfach entwischen. Schwäbe blieb bei dem wuchtigen Kopfball aus kürzester Distanz ohne Chance, hätte möglicherweise rauskommen müssen. Der Werder-Kapitän vollendete aus kurzer Distanz und verwandelte Bremens Überlegenheit in dieser Phase in die zwischenzeitliche Führung. Bereits am Freitag hatte Lukas Kwasniok die Standardschwäche seines Teams eingeordnet und dabei betont: „Es ist eben nicht so, dass, wenn du in der Defensive ein guter Kopfballspieler bist, du automatisch in der Offensive torgefährlich wirst.”

Diese Aussage lässt sich, wie die Szene beim Bremer Führungstreffer vermuten lässt, offenbar auch in die andere Richtung übertragen. Die Kölner Verteidiger wirkten in diesem Moment weder klar in der Zuordnung noch konsequent im Zweikampfverhalten. Werder nutzte diese Nachlässigkeiten konsequent aus.

Kwasniok: „Haben uns den Punkt in der zweiten Halbzeit verdient“

Nach der Pause schien die Mannschaft die Botschaften ihres Trainers für das Spiel gegen die Elf von Horst Steffen deutlicher vernommen zu haben. Die Hereinnahme von Mittelfeldallrounder Tom Krauß und Außenverteidiger Kristoffer Lund für Castro-Montes und Isak Jóhannesson verlieh dem Spiel der Kölner die dringend benötigte Stabilität. Mit Ausnahme eines haarsträubenden Fehlpasses von Lund, der Romano Schmid eine Großchance ermöglichte, aber nur dank des stark reagierenden Marvin Schwäbe ohne Folgen blieb, präsentierte sich der FC im zweiten Durchgang deutlich gefestigter. Gegen das präzise Bremer Umschaltspiel agierten die Kölner nun kompakter, griffiger und defensiv weit weniger anfällig als noch in der enttäuschenden ersten Hälfte.

So haben sich, trotz der schwachen ersten Hälfte, den Ausgleich durchaus verdient- zumindest laut Coach Kwasniok: „Wir haben uns den Punkt mit der zweiten Halbzeit verdient. […] Wir hatten das Gefühl, dass wir noch ein Tor erzielen können, und die Kontrolle über das Spiel. Dennoch denkt man, wenn die Großchance von Luca Waldschmidt nicht reingeht, dass es heute eng wird. Aber das Spiel dauert 90 Minuten plus X und dann hatten wir mit dem abgefälschten Schuss das nötige Glück auf unserer Seite. Die Jungs haben bis zum Schluss alles gegeben. Über 95 Minuten gesehen war es nicht unverdient, auch wenn der Spielverlauf dann ein bisschen glücklich für uns war.“

Alarmzeichen vor dem Duell mit St. Pauli

Unklare Zuteilungen, zu große Abstände zu den Gegenspielern und insgesamt unzureichender Zugriff in den Zweikämpfen sind beim FC nichts Neues mehr. Selten jedoch traten diese Defizite so deutlich zutage wie in den ersten 45 Minuten in Bremen. Die Partie offenbarte schonungslos, wie sehr die Kölner Defensive ins Schwimmen geraten kann, wenn Abstimmung und Zweikampfintensität nicht stimmen. Nun bleibt abzuwarten, ob Lukas Kwasniok beim anstehenden Heimspiel gegen den FC St. Pauli am kommenden Samstag von Beginn an Gehör bei seiner Mannschaft findet und ob die fragilen Mechanismen in der Defensive rechtzeitig stabilisiert werden können.


Immer wieder Said El Mala: Fehlt dem FC ein Plan B?

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Immer wieder Said El Mala: Fehlt dem FC ein Plan B?

Beim Remis in Bremen bewahrte Said El Mala den FC mit einem späten Treffer vor der dritten Niederlage in Folge. Nach dem Auftritt im Weserstadion stellt sich die Frage, wie wichtig das Talent für den FC ist. Ist der 1. FC Köln zu abhängig von Said El Mala?

Für die Kölner lief im Aufeinandertreffen mit dem SV Werder Bremen nur wenig zusammen – mit Ausnahme von Said El Mala. Der 19-Jährige stemmte die Offensivbemühungen der Rheinländer quasi im Alleingang. Ist der 1. FC Köln zu abhängig von Said El Mala?

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In dieser Saison setzt FC-Coach Lukas Kwasniok bekanntlich auf eine offensive Ausrichtung, die vor allem durch maximale Flexibilität geprägt ist. Eine Konstante in seinem Ansatz ist das Auflaufen von Said El Mala. Der 19-Jährige stand in allen zwölf bisherigen Spielen auf dem Platz, drückte dem Kölner Spiel zunächst durch hocheffektive Kurzeinsätze seinen Stempel auf. Am gestrigen Nachmittag folgte nun im Weserstadion die erste Bundesligapartie über die vollen 90 Minuten. Dies hing laut Kwasniok auch mit dem Spielverlauf im Bremen zusammen: „Ich hatte das Gefühl, dass die Spieler, die in der Lage sind, ein Tor zu erzielen, auf dem Feld bleiben müssen. Wir mussten leider verletzungsbedingt einen Wechsel vornehmen. Ich konnte daher nicht auch noch Linton Maina als weiteren Offensivspieler bringen. Es ist uns fast um die Ohren geflogen. Aber wenn du hinten liegst, brauchst du Spieler auf dem Feld, die Tore erzielen können. Kainz kann ein Tor erzielen, Waldschmidt, Kaminski und Thielmann können alle ein Tor erzielen und Said eben auch.“

Zwischen Übermut und Torerfolg

Dass El Mala derzeit für das Angriffsspiel seiner Mannschaft unverzichtbar ist, wurde gleich von Beginn an deutlich. Bereits nach 15 Minuten setzte der Krefelder das erste Ausrufezeichen. Die erste nennenswerte Gelegenheit des Spiels gehörte Köln: Der Flügelspieler bekam den Ball links an der Mittellinie, ließ den Bremer Karim Coulibaly aussteigen und schoss den Ball über das Tor. Den freistehenden Marius Bülter im Zentrum übersah er dabei geflissentlich. Anschließend kippte das Kölner Offensivspiel in eine längere Phase der Ideenlosigkeit, da Bremen bei den eigenen Offensivaktionen kaum Räume öffnete und äußerst abgeklärt verteidigte, ohne sich auf riskante Aktionen einzulassen.

El Mala suchte im weiteren Verlauf immer wieder den Weg nach vorn, blieb jedoch ebenso häufig hängen. Im Duell mit Bremens Amos Pieper und Yukinari Sugawara tat er sich lange schwer, echte Torgefahr auszustrahlen. Im Eins-gegen-Eins hatte der hochveranlagte mehrfach das Nachsehen. Auch nach dem Geschmack von Trainer Kwasniok agierte sein Schützling in dieser Hinsicht etwas zu übermütig: „Ich sehe ihn jeden Tag im Training. Ihn zeichnet aus, dass er sich von misslungenen Aktionen nicht beirren lässt. Er macht immer weiter. Der nächste Schritt wird sein, mal ein oder zwei Aktionen auszulassen und der Mannschaft Zeit zu geben, nachzukommen, um dann den Gegner zu überraschen.“

In der Schlussphase des Spiels zog El Mala das Tempo noch einmal an und setzte den eingewechselten Luca Waldschmidt mit einer maßgeschneiderten Hereingabe sehenswert in Szene. Dessen Volleyschuss strich nur um Zentimeter an seinem nächsten Jokertor vorbei. Der Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand fiel angesichts der Bemühungen dann durchaus erwartungsgemäß.

Bülter: „Wenn er Tore schießt, dann machen wir das gerne“

Nach dem Unentschieden gegen Werder Bremen könnte man sich die Frage stellen, ob nicht zu viel Verantwortung auf den Schultern von El Mala lastet- zumindest angesichts der Form der anderen Offensivakteure im Kader der Geißböcke. Marius Bülter, Jakub Kaminski und Jan Thielmann wurden von den diszipliniert verteidigenden Bremern um Trainer Horst Steffen nahezu vollständig aus dem Spiel genommen. Mit der frühen Verletzung von Dominique Heintz nach nur zwölf Minuten fiel zudem eine potenzielle offensive Wechseloption weg.

Die Wahrheit ist zudem: Der auf El Mala zugeschnittene Matchplan ging am Ende auf. Das wussten auch seine Mitspieler zu würdigen. „Er tut uns einfach extrem gut in gewissen Situationen mit seiner Leichtigkeit, seinem Abschluss und seiner Unbekümmertheit“, sagte Kölns Torwart Marvin Schwäbe nach dem Abpfiff über den Torschützen. Neben diesem erwartbaren Lob nahm Bülter seinen jungen Mannschaftskameraden jedoch auch in die Pflicht. „Mit seinen Eins-gegen-Eins-Situationen ist er immer wieder für Überraschungen in unserem Spiel verantwortlich. Das hilft uns. Hier und da verliert er auch mal den Ball, dann müssen wir hinterherlaufen. Wenn er aber immer wieder Tore schießt, dann machen wir das gerne“, so der 32-Jährige.

El Mala: „Was gäbe es Schöneres…“

Fest steht, dass nach dem Auftritt gegen Bremen beim 1. FC Köln keine allgemeine Zufriedenheit aufkommen kann, auch nicht, wenn El Mala am Ende den Worst Case verhindert hat. Zudem bleibt offen, ob im kommenden Heimspiel gegen St. Pauli erneut so viel Last auf den Schultern des Kölner Supertalents liegen wird. El Mala selbst blickte im Interview mit FC-TV voller Vorfreude auf die Partie gegen die Hamburger: „Wir wissen, dass Pauli ein unangenehmer Gegner sein wird. Die haben das 1:1 in München bis zur 90. Minute gehalten. Aber wir spielen zuhause. Was gäbe es da Schöneres, als drei Punkte einzufahren?“


Zwei Zweien und zwei Fünfen – Die Einzelkritik des 1. FC Köln in Werder Bremen

Eric Martel im Duell gegen Werder Bremen
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Zwei Zweien und zwei Fünfen – Die Einzelkritik des 1. FC Köln in Werder Bremen

Mit einem späten Treffer belohnten sich die Kölner für ihren Aufwand, ob das Remis aber wirklich verdient war, ist angesichts der ersten Halbzeit schwer zu sagen. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln bei Werder Bremen.

Dank Said El Mala hat der FC die dritte Niederlage in Serie abwenden können. Gerade in der ersten Halbzeit boten die Kölner Spieler aber eine schwache Leistung. Im zweiten Abschnitt funktionierte viel besser. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln bei Werder Bremen.

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Schwäbe Ruhepol hinter einer schwachen Defensive

Marvin Schwäbe

Hatte trotz der Bremer Dominanz zunächst wenig zu tun. Beim Gegentor durch Friedl chancenlos, hätte vielleicht sein Tor verlassen können. Parierte stark gegen Puertas. Hielt zu Beginn der zweiten Hälfte weltklasse im Eins-gegen-Eins gegen Schmid.


Einzelkritik Alessio Castro-Montes 5

Alessio Castro-Montes

Stand das erste Mal in dieser Saison in der Startelf. Hatte dort große Schwierigkeiten. Klärte vor dem 0:1 nicht sauber genug. Kam auf seiner Seite überhaupt nicht in die Laufduelle mit Sugawara, Lynen und Puertas. Symptomatisch: Holte sich aufgrund eines Tempodefizits die Gelbe Karte ab. Sein Freistoß aus dem Halbfeld war nicht mehr als ein Hauch von Gefahr. Wurde zur Pause vollkommen zu recht ausgewechselt.


Cenk Özkacar Einzelkritik 5+

Cenk Özkacar

Hatte auf seiner Seite ordentlich Probleme mit den Bremer Offensivspielern wie bei Puertas, der ihn immer mal wieder viel zu leicht stehen ließ. Die linke Kölner Defensivseite hatten die Bremer zu recht als den absoluten Schwachpunkt ausgemacht. Empfahl sich nicht gerade für mehr.


Dominique Heintz Einzelkritik

Dominique Heintz

Mimte etwas überraschend den Abwehrchef, allerdings nur gute zehn Minuten, dann musste er verletzt raus. Hatte bis dato neun Pässe gespielt, die alle ankamen und zwei Zweikämpfe gewonnen.


Sebastian Sebulonsen Einzelkritik 4+

Sebastian Sebulonsen

Begann in der Dreierkette. Fiel zunächst mit einem eklatanten Fehlpass auf. Wirkte auch sonst in seinen Defensivbemühungen nicht ganz sicher. Ließ sich von Grüll oft zu leicht vernaschen. Keinen Impact auf die Offensive. War nach dem Wechsel sicherer.


Jan Thielmann, Einzelkritik 3-

Jan Thielmann

Spielte auf der rechten Schiene und rückte eine Reihe zurück. Köpfte einige Flanken weg, gewann einige Zweikämpfe, war aber auch kein Stabilisator der Kölner Hintermannschaft. Spielte am Ende wieder in der Rechtsverteidigung.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Eric Martel Einzelkritik 3

Eric Martel

Kehrte zurück auf seine zentrale Position im Mittelfeld. Spulte erwartungsgemäß die meisten Kilometer ab, ging in die meisten Zweikämpfe, gewann aber zu wenige davon. Grätschte gleich zwei Mal stark in höchster Not. Muss weiterhin an seinen Offensivbemühungen arbeiten.


Isak Johannesson

Bekam das Zentrum nicht kompakt. War in der Vorwärtsbewegung kein Faktor. Gewohnt passsicher, allerdings mit vielen Sicherheitspässen. Dennoch sehr unauffällig. Nach 45 Minuten war Schluss.


Said El Mala

Fügte sich nach einer guten Viertelstunde erstmals mit einer starken Einzelaktion ein. Setzte seinen Schussversuch aus 15 Metern aber zu hoch an. War in der Offensive der absolute Aktivposten der Kölner. Traf aber mitunter schonmal die falschen Entscheidungen – versuchte es dann lieber alleine, als den sicheren Pass zu spielen. Legte in der Schlussphase Waldschmidt den Pfostentreffer auf, erzielte dann den späten Ausgleich.


Jakub Kaminski, Einzelkritik 3-

Jakub Kaminski

War im ersten Abschnitt so gut wie abgemeldet. Spielte aber auch auf der eher ungewohnten Rechtsaußen-Position. Wechselte zur Pause auf die linke Schiene. Vorbildlich in Sachen Leidenschaft, Willen und Kampfbereitschaft.


Marius Bülter

Fand in der Offensive lange überhaupt nicht statt, wurde aber auch nicht gefüttert. Verlor beim 1:0 Torschützen Friedl aus den Augen. Legte beim Abseitstreffer von Topp Stage im Grunde die Kugel auf.


Starker Einstand von van den Berg


Rav van den Berg Einzelkritik 2

Rav van den Berg

Kam nach zehn Minuten für Dominique Heintz. Köpfte und grätschte im Zentrum nahezu alles weg. Störte Schmid bei dessen Eins-gegen-Eins wohl entscheidend. Starker Auftritt des Abwehrspielers.


Kristoffer Lund Einzelkritik 4-

Kristoffer Lund

Kam zu Beginn der zweiten Halbzeit für Castro-Montes. Fügte sich mit einem haarsträubenden Fehlpass auf Schmid ein. Konnte sich bei Schwäbe für dessen weltklasse Rettung bedanken. Hatte die Seite aber besser im Griff als Castro-Montes. Das lag aber sicher nicht nur an Lund.


Tom Krauß vom 1. FC Köln Einzelkritik Note 3

Tom Krauß

Stabilisierte die Kölner Defensive. War gerade in der Vorwärtsbewegung aber nicht immer ganz sauber. Dennoch ein grundsolider Vortrag des Mittelfeldspielers.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.


Said El Mala rettet dem 1. FC Köln in Bremen den Punkt

Said El Mala trifft auch gegen Bremen
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Said El Mala rettet dem 1. FC Köln in Bremen den Punkt

Der FC hat die dritte Niederlage in Serie abwenden können. Der 1. FC Köln holt einen Punkt bei Werder Bremen. Und den dank eines späten Treffers von Said El Mala. Zuvor hatte Marco Friedl getroffen

Das Weserstadion bleibt für den FC weiterhin ein schwieriges Pflaster. Die Kölner warten nach 30 Jahren weiterhin auf ihren zweiten Erfolg an der Weser. Immerhin rettete Said El Mala den Kölnern einen Punkt. Marco Friedl traf für Werder, El Mala glich spät aus. Allerdings war der Zähler aufgrund einer desolaten ersten Halbzeit dann doch schmeichelhaft.

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Am Freitag hatte Lukas Kwasniok die Startelf-Nominierung von Rav van den Berg zumindest als Option angedacht, am Samstag entschied er sich zunächst gegen den Niederländer. Dafür startete Sebastian Sebulonsen in der Dreierkette, etwas überraschend gemeinsam mit Dominique Heintz und Cenk Özkacar. Erstmals stand auch Alessio Castro-Montes von Beginn an auf der linken Schiene in der Anfangsformation. Der FC hatte somit im 14. Pflichtspiel zum 14. Mal eine unterschiedliche Startelf auf dem Platz. Auf der rechten Schiene begann dafür Jan Thielmann, so dass in der Offensive Said El Mala und Jakub Kaminski Marius Bülter flankierten. Die ersten Minuten gehörten aber dem Gastgeber. Auch, weil der FC sich in der letzten Reihe noch nicht so richtig sortiert hatte.

Friedl nickt locker ein

Und die musste sich früh neu sortieren, denn nach gut zehn Minuten verletzte sich Heintz und wurde dann doch durch van den Berg ersetzt. Die erste dicke Chance hatte dann aber trotz der Bremer Überlegenheit der FC. El Mala wurde an der Mittellinie angespielt, nahm Tempo auf und suchte in der Box den Abschluss, setzte aber eine Etage zu hoch an (16.). Doch Bremen war das bessere Team, hatte deutlich mehr vom Spiel und belohnte sich. Nach einer Ecke klärte Castro-Montes die Kugel nicht clever genug, Jens Stage brachte den Ball erneut scharf vors Tor und Marco Friedl nickte ein (22.). Der Gastgeber blieb Spiel bestimmend, aber auch der FC hatte eine weitere Möglichkeit. Wieder wurde El Mala geschickt, dieses Mal blieb der Shootingstar aber im direkten Duell hängen (29.).

Gerade die linke Kölner Seite war besonders anfällig. Immer wieder wurden die Flanken vors Tor geschlagen, immer wieder verteidigten die Kölner, wenn auch nicht immer sauber. Für einen Hauch von Gefahr sorgte Castro-Montes mit einem Freistoß aus dem Halbfeld. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit gab es dann auf beiden Seiten doch noch Möglichkeiten. Martel blieb mit einem Abschluss an Friedl hängen (45.), auf der anderen Seite parierte Schwäbe einen Abschluss von Cameron Puertas (45.+2). Lukas Kwasniok wechselte zur Pause, brachte für den überforderten Castro-Montes Kristoffer Lund. Auch Tom Krauß kam für Isak Johanneson. Und Lund fügte sich mit einem haarsträubenden Fehlpass ein, schickte Schmid auf die Reise, aber Schwäbe rettete weltklasse (49.). Den Nachschuss setzte Keke Topp zu hoch an.

El Mala sichert den Punkt

Doch der Angreifer netzte nur wenige Minuten später ein. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld verlor Bülter den Ball gegen Stage, der die Kugel zurücklegte. Topp schob nur ein, aber Stage hatte sich zuvor im Abseits befunden (54.). Die Kölner investierten nun aber mehr in die Offensive. Unter anderem flankte El Mala auf Bülter, der aber keinen Druck hinter die Kugel bekam (61.). Bremen war längst nicht mehr so zielstrebig, setzte aber auf Konter. Der FC übernahm die Spielkontrolle, ohne wirklich gefährlich zu werden. Mit Luca Waldschmidt und Florian Kainz wechselte Kwasniok weitere Offensivkräfte ein. Doch die Kölner blieben weiterhin zu harmlos. Der ehemalige Kölner Kapitän legte sogar fast noch das 0:2 aus Kölner Sicht auf. Doch Sugawara vergab aus guter Position (86.).

Auf der anderen Seite hätte Luca Waldschmidt beinahe doch noch für einen halbwegs versöhnlichen Nachmittag gesorgt. Nach einer starken Flanke von El Mala kam der Offensivspieler zum Abschluss, traf aber nur den Pfosten (88.). Als keiner mehr so recht daran glaubte, nahm sich El Mala auf der linken Seite ein Herz. Der Schuss des Shootingstars wurde zum 1:1 abgefälscht. In der Nachspielzeit sah Niklas Stark noch die Gelb-Rote Karte. Einen Einfluss nahm das nicht mehr auf das Spiel. Am kommenden Samstag empfangen die Geißböcke dann den FC St. Pauli in Köln.

1. FC Köln: Schwäbe – Özkacar (74. Waldschmidt), Heintz (12. Van den Berg), Sebulonsen – Castro-Montes (46. Lund), Martel (81. Kainz), Johannesson (46. Krauß), Thielmann – El Mala, Bülter, Kaminski; Tore: 1:0 Friedl (22.), 1:1 El Mala (90.+2); Gelbe Karten FC: Castro-Montes (1), Thielmann, Martel (3); Gelb-Rote Karte: Stark