Nach Millionen-Einnahmen und -Ausgaben für Transfers: Wie viel Budget hat der 1. FC Köln noch für Neuzugänge?

Thomas Kessler sucht nach einem neuen Trainer für den 1. FC Köln
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Nach Millionen-Einnahmen und -Ausgaben für Transfers: Wie viel Budget hat der 1. FC Köln noch für Neuzugänge?

Es hat diesen Sommer schon einige Zu- und Abgänge beim FC gegeben. Und es sollen noch ein paar Spieler kommen. Diese müssen jedoch finanzierbar sein für den 1. FC Köln: Wie viel Budget ist für Transfers noch übrig?

Alleine für Ragnar Ache und Isak Johannesson hat der FC zusammen wohl zehn Millionen Euro ausgegeben, mit Max Finkgräfe und Damion Downs aber auch einiges wieder eingenommen. Nun sollen noch für die Abwehr und den Angriff weitere Neuzugänge geholt werden beim 1. FC Köln: Wie viel Budget ist für Transfers noch übrig?

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Jahrelang hat der 1. FC Köln unter dem ehemaligen Sportvorstand Christian Keller sich auf dem Transfermarkt eher zurückgehalten und wenig Geld ausgegeben. Das hatte zum Teil natürlich auch mit der Transfersperre zu tun. Aber auch wenn die Geißböcke Spieler verpflichten durften, gab es eher geringe Ausgaben. Die wirtschaftliche Konsolidierung stand im Vordergrund. Das ändert sich in diesem Sommer – auch durch die verbesserte finanzielle Situation. Direkt für die ersten beiden Neuzugänge Ragnar Ache und Isak Johannesson zahlte Sportdirektor Thomas Kessler 4,5 Millionen beziehungsweise 5,5 Millionen Euro. Und auch in den vergangenen Tagen und Wochen wurde und wird der Verein mit mehreren teuren Spielern in Verbindung gebracht. Für Danilho Doekhi etwa soll Union Berlin neun Millionen Euro wollen. Bei Ahmetcan Kaplan von Ajax Amsterdam wiederum kommt der FC nicht weiter. Die Niederländer würden nicht von ihrer Ablöseforderung von kolportierten sechs Millionen Euro abrücken. Daher stellt sich die Frage, ob die Kölner für einen Transfer in der Größenordnung von Doekhi überhaupt genügend Geld übrig hätten.

Wie viel Budget hat der FC übrig?

Insgesamt sollten ursprünglich um die zwölf Millionen Euro für Transfers zur Verfügung stehen. Das bestätigte Geschäftsführer Philipp Türoff gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ Ende Mai. Hiervon müssen die schon erwähnten Ache und Johannesson abgezogen werden, bedeutet minus zehn Millionen Euro. Für die weiteren Zugänge Tom Krauß, Ron-Robert Zieler, Sebastian Sebulonsen und Marius Bülter zahlten die Kölner dem Vernehmen nach insgesamt um die 4,2 Millionen Euro an Ablöse beziehungsweise Leihgebühr. Bei Sebulonsen sollen außerdem noch 500.000 Euro an Bonuszahlungen möglich sein. Die werden aber eher nicht in diesem Transferfenster anfallen. Bei Jakub Kaminski wiederum ist die Höhe einer möglichen Leihgebühr nicht bekannt. Die Ablöse für den Coach soll eine Millionen Euro betragen haben. Nimmt man alles zusammen wären die Geißböcke Stand jetzt bei einem ungefähren Minus von rund drei Millionen Euro – gemessen an den kolportierten zwölf Millionen, die aber ohnehin unter der Überschrift „in diesem Rahmen“ laufen.

Allerdings gab es auch bereits zwei Verkäufe, von denen der Club die Einnahmen in Transfers investieren kann. Für Damion Downs und Max Finkgräfe nimmt der FC zusammen kolportierte zwölf Millionen Euro direkt ein. Bei Downs könnten auch noch zwei Millionen Euro an Bonuszahlungen oben drauf kommen. Da mit diesen wie bei Sebulonsen auf der Zugangsseite wenn dann aber nicht in diesem Sommer zu rechnen ist, können sie nicht zum Budget dazuzählen. So hätten die Geißböcke noch insgesamt zwischen acht und neun Millionen Euro für Verpflichtungen übrig. Allerdings können die Verantwortlichen um Kessler nicht die kompletten Transfereinnahmen wieder für Neuzugänge ausgeben. So muss der Verein Beträge etwa wie Solidaritätszahlungen abgeben. Daher dürfte die Summe insgesamt niedriger liegen.

Noch mehrere Baustellen

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Einnahmen durch Weiterverkäufe ehemaliger Nachwuchsspieler – so wie durch den Liverpool-Wechsel von Florian Wirtz (etwa 2,5 Millionen Euro). Diese Gelder werden aber auch nicht gänzlich auf dem Transfer-Tisch der Kölner landen. Es bleibt in etwa eine Summe, die Union Berlin für Doekhi fordert. Außerdem möchte der FC auch nicht nur einen neuen Innenverteidiger, sondern auch eine Verstärkung für die Linksverteidiger-Position holen. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass der 1. FC Köln fast sein ganzes restliches verfügbares Geld für nur einen Spieler ausgibt. Wenn dann müssten sie auf den restlichen Positionen wie bei Kaminski und Krauß mit Leihgeschäften arbeiten. Oder es müsste noch ein Profi verkauft werden. Das würde dann aber gleichzeitig auf der Position, auf der jemand geht, eine neue Baustelle aufmachen. Wenn der Verein aber seinen jetzigen Kader beisammenhält und auch Doekhi nicht holt, hat er mit um die neun Millionen Euro trotzdem noch ein ordentliches Budget übrig, um sich weiter zu verstärken.


Philipp Türoff gibt Kaderbudget und Saisonziel des 1. FC Köln für die kommende Saison vor

Philipp Türoff vom 1. FC köln
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Philipp Türoff gibt Kaderbudget und Saisonziel des 1. FC Köln für die kommende Saison vor

Nach einem Jahr in der 2. Bundesliga steht der 1. FC Köln wieder da, wo er als Traditionsverein hingehört, in der Bundesliga. Doch nicht nur sportlich hat sich bei den Geißböcken einiges getan. Auch finanziell steht der FC wieder auf beiden Beinen und hat wieder Handlungsspielraum. Das sagt Philipp Türoff zur finanziellen Entwicklung des 1. FC Köln und den Zielen.

Im vereinseigenen Interview äußert sich der Geschäftsführer der Geißböcke zur Situation des FC. Das sagt Philipp Türoff zur finanziellen Entwicklung des 1. FC Köln und den Zielen.

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Die verangenen Jahre hielten für den 1. FC Köln ein Auf und Ab bereit. Mit der Transfersperre, der desolaten finanziellen Situation und dem Abstieg in die 2. Bundesliga blickt der Verein auf eine schwere Zeit zurück. Doch nun hat sich die Lage am Geißbockheim deutlich verbessert. Die FIFA-Sanktionen liegen in der Vergangenheit, der FC spielt wieder erstklassig und auch die finanzielle Situation hat sich merklich verbessert. Im vereinseigenen Interview im GeißbockEcho sprach Geschäftsführer Philipp Türoff über seinen „geil krassen Höllenritt“ der vergangenen drei Jahre im Amt. Besonders gegen Ende der Saison hätte der Blick aufs Spielfeld seinen Puls beschleuningt. Dabei wäre laut des Geschäftsführers der FC sowohl im Aufstiegs- als auch im Nicht-Aufstiegs-Szenario handlungs- und entwicklungsfähig gewesen. „Wir haben in den vergangenen Jahren gut gehaushaltet und uns dadurch stabilisiert“, so der 49-Jährige.

Unerwartete Einnahmen verbesserten die Situation

Es sei zwar „keineswegs so, dass wir auf einem Festgeldkonto sitzen und nun viel Geld ausgeben können, aber der FC ist wieder gesund und wir haben Handlunspielräume“, so Türoff. Und genau diese hätte der FC in beiden Szenarien dazu genutzt, um „die höchste Priorität anzugehen und uns sportlich wieder dahin zu bewegen, wo wir den 1. FC Köln sehen – nämich als fest etablierter Bestandtiel der Bundesliga.“ Dabei war das Abstiegsjahr rein finanziell mit deutlichen Einbußen für den FC verbunden. „Alleine die deutlich gesunkenen Medienerlöse tun finanziell weh. Dadurch müssen die Ausgaben reduziert werden“, so der Geschäftsführer. Durch die Zweitliga-Verträge und -Gehälter seien beim Lizenzspielkader die Kosten gesunken. Und auch die Stadionpacht reduzierte sich im Zweitligajahr bei gleichbleibend ausverkauftem Stadion. Dies helfe dabei „auch in einer Zweitliga-Saison stabil zu bleiben“.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Doch nicht nur die Einnahmen aus den Ticketverkäufen verhalfen dem FC zu Einkünften. Auch die nicht vorhersehbaren Sondererlöse spülten Geld in die Kassen des Vereins. Mit den „Einnahmen im DFB-Pokal und durch den Einzug ins Viertelfinale und ausverrkauften Spielen bei Flutlicht haben wir einstprechend einer vorsichtigen Planung nicht gerechnet“, so Türoff. “ Diese Effekte haben uns gestärkt, sodass wir auch die Zweitliga-Saison mit einem positiven Ergebnis abschließen werden.“ Hinzu kommen die Einnahmen des Transfers von Jonas Urbig. Der Keeper der Geißböcke wechselte bekanntermaßen im Winter zum FC Bayern München und brachte dem FC eine kolportierte Ablöse von sieben Millionen Euro Sockelablöse zuzüglich Bonuszahlungen von drei Millionen Euro die die Gesamtsumme auf zehn Millionen Euro ansteigen lassen könnten.

„Wir wollen eine Mannschaft zusammenhaben, die Spaß macht“

Der Transfer des Kölner Kronprinzen „zahlt positiv aufs Ergebnis ein und schafft wiederum Handlungsspielräume, um den Kader substanziell weiterzuentwickeln“, sagte Türoff. In erster Linie gehe es um die sportlichen Ziele. Aber auch in „anderen Bereichen werden Ressourchen gebraucht. Etwa in der physischen und digitalen Infrastruktur und auf der Geschäftsstelle. Die kolportierten zwölf Millionen Euro Etat für die Kaderplanung sollen nun tatsächlich zur Verfügung stehen. „Das ist in etwa die Größenordnung, die wir brauchen, um richtig handlungsfähig zu sein“, bestätige der 49-Jährige gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Und das Ziel für die kommende Saison ist auch bereits ausgemacht: „Wir wollen drinbleiben und uns an der Spitze des letzten Liga-Drittels einsortieren“, so der Geschäftsführer. Bedeutetnalso, dass sich der FC Tabellenplatz 13 oder 14 als angstrebtes Ziel setzt.

„Das würde in etwa auch unsere wirtschaftliche Kraft dokumentieren. Wir gehen das finanziell nicht naiv an, sondern wollen absolut wettbewerbsfähig sein und im Zweifel gegenüber unseren Konkurrenten auch mal die Nase vorne haben“, sagte Türoff weiter. „Wir wollen eine Mannschaft zusammenhaben, die Spaß macht und die auch in der Bundesliga eine gute Rolle spielen kann, um unser Ziel, den Klassenerhalt, zu schaffen.“ Und somit wäre wohl auch die spielerische Ausrichtig des FC für die kommende Saison als Marschroute abgesteckt. Eine mannschaft, die Spaß macht wird eher nicht auf destruktiven Fußball setzen, sondern viel eher versichen, offensiv zu agieren, früh zu pressen und das Spiel zu machen. Die Aussichten für die kommende saison hören sich zumindest auf der plnerischene Ebene vielversprechend an. Nun muss der 1. FC Köln diese Ziel nur noch umsetzen.