Frauen des 1. FC Köln vor Pokal-Hürde beim Zweitligisten: „Dann wird es wieder schwer“ – Entwarnung bei Marina Hegering

Marina Hegering jubelt mit ihren Mitspielerinnen
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Frauen des 1. FC Köln vor Pokal-Hürde beim Zweitligisten: „Dann wird es wieder schwer“ – Entwarnung bei Marina Hegering

Die Fußballerinnen des FC sind zuletzt zweimal in Folge im Cup an Zweitligisten gescheitert. Das soll sich am Samstag nicht wiederholen im DFB-Pokal: Die Fußballerinnen des 1. FC Köln treffen auf Hertha BSC. Trainerin Britta Carlson fordert von ihren Spielerinnen deshalb volle Konzentration – und kann dabei wohl wieder auf ihre Kapitänin Marina Hegering setzen.

Auswärts bei einem Zweitligisten. Was auf den ersten Blick für den 1. FC Köln als lösbare Aufgabe erscheint, entpuppte sich in den beiden Vorjahren jeweils als Stolperfalle. In der vergangenen Saison war im Achtelfinale beim SC Sand nach einem 2:3 Schluss. Ein Jahr zuvor scheiterte der FC bereits in der ersten Runde bei Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen.

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Trainerin Britta Carlson gab sich vor dem diesjährigen Pokal-Auftakt überraschend selbstkritisch: „Wir sind zweimal im Pokal gegen Zweitligisten rausgeflogen, im letzten Jahr auch zurecht, weil wir das einfach nicht seriös genug angegangen sind.“ Das wiederum solle diesmal anders werden: „Ich weiß, dass unsere Mannschaft mit dem gesamten Team diesen Fehler kein zweites Mal machen will.“ Entsprechend habe man sich intensiv auf den Gegner vorbereitet, diesen auch live vor Ort beobachtet. Aktuell steht Hertha BSC in der zweiten Bundesliga auf dem zweiten Platz – und das als Aufsteiger.

Britta Carlson warnt vor dem Gegner

„Die haben eine Mannschaft, die Fußball spielen will, die gute Ideen hat und robust ist“, charakterisierte Carlson die Hauptstädterinnen und unterstrich zugleich: „Trotzdem steht außer Frage, dass es an uns liegt, wie wir das Spiel gestalten. Wir wollen die Partie unbedingt gewinnen, wir sind der Favorit, das wollen wir auch ganz deutlich zeigen.“ Aber, und damit ist der Bogen zu den Vorjahren gespannt, dürfen die Kölnerinnen während der Partie keine Spannung abbauen: „Dafür braucht es eine ganz seriöse Leistung mit 100 Prozent Einsatz. Wenn wir nicht Vollgas geben und nur ein bisschen weniger Einsatz zeigen, dann wird es wieder schwer.“

Eine gute Nachricht zeichnet sich vor der Reise nach Berlin ab. Marina Hegering könnte am Samstag schon wieder auf dem Platz stehen. Die Kapitänin hat die 2:5-Niederlage beim Deutschen Meister Bayern München offenbar glimpflich überstanden. Das MRT habe bei der 36-Jährigen zeigte keine strukturelle Verletzung offenbart. „Marina geht es gut“, verriet Carlson come-on-fc.com. Hegering habe in München lediglich „leicht etwas gemerkt“ und deshalb kein Risiko eingehen wollen.

„Eine große Rotation haben wir nicht geplant“

Bereits am Dienstag stand die Abwehrspielerin wieder auf dem Trainingsplatz. „Wir bauen sie diese Woche weiter auf und es sieht, Stand jetzt, gut aus, dass sie auch am Wochenende dabei sein kann“, berichtete Carlson. Die Trainerin plant derweil keine großen personellen Umstellungen. Gerade das Tor wäre hierfür im Pokal prädestiniert, aber dort bleibe Lisa Schmitz gesetzt: „Wir werden im Tor nicht rotieren.“ Es gehe in Berlin „nicht um Spielpraxis, sondern in erster Linie darum, in die nächste Runde reinzuziehen“. Auch bei den Feldspielerinnen seien keine größeren Veränderungen vorgesehen. Der FC habe sich zuletzt immer besser auf den Positionen und in den Abläufen eingespielt. „Das ist wichtig für die kommenden schweren Aufgaben. Eine große Rotation haben wir nicht geplant.“

Hertha BSC soll unter keinen Umständen ein Stolperstein werden. Britta Carlson und ihr Trainerteam bereiten die Mannschaft entsprechend akribisch auf die Partie vor. Mit einem Sieg in der Hauptstadt wäre der erste Schritt getan auf dem Weg zum Finale im eigenen Wohnzimmer. Das Endspiel des DFB-Pokals steigt am 17. Mai im Rhein-Energie-Stadion.

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Stürmerin Sandra Jessen fällt bei den FC-Frauen länger aus, hinter Marina Hegering bleiben Fragezeichen

Sandra Jessen feierte ihr Comeback (Foto: Christof Koepsel/Getty Images for DFB)
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Stürmerin Sandra Jessen fällt bei den FC-Frauen länger aus, hinter Marina Hegering bleiben Fragezeichen

Es hatte sich bereits am Samstag abgezeichnet, am Sonntag wurde es zur Gewissheit: Die Frauen des 1. FC Köln müssen für längere Zeit auf ihre Stürmerin Sandra Jessen verzichten. Die Isländerin muss wegen einer Meniskus-Verletzung operiert werden.

Auch Marina Hegering droht der nächste Ausfall. Die Trainerin Britta Carlson fand derweil lobende Worte für ihre Mannschaft.

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Sandra Jessen ist der Pechvogel der laufenden Saison. Die Stürmerin verpasste einen Großteil der Vorbereitung verletzungsbedingt, wurde dann aber immerhin rechtzeitig zum Saisonstart fit. Richtig ins Rollen kam die Isländerin noch nicht – und nun wird sie erneut mindestens wochenlang fehlen. Die Stürmerin zog sich in München bei einem Zweikampf eine Meniskus-Verletzung zu und wird in Köln operiert. Jessen musste zunächst noch in München bleiben für weitere Untersuchungen, die am Sonntag in der Domstadt fortgesetzt wurden, ehe die endgültige Diagnose feststand. Wie lange die Angreiferin ausfallen wird, lässt sich noch nicht beziffern, allerdings müssen wohl mindestens einige Wochen angesetzt werden.

„Wir wollten die Bayern ärgern, das haben wir leider nur phasenweise geschafft“

Offen ist zunächst noch, ob sich Marina Hegering schwerer verletzt hat oder vielleicht in Berlin schon wieder mitwirken kann beim DFB-Pokal-Spiel. Die Bilder aus München gaben jedoch eher wenig Grund für Optimismus. Kölns Trainerin Britta Carlson ärgerte sich derweil über die Anfangsphase ihrer Mannschaft beim Branchen-Primus: „Wir haben gegen Bayern die ersten 20 Minuten leider verschlafen und zu einfache Gegentore bekommen. Wir haben viel zu leichtsinnig verteidigt.“ Zugleich merkte die Trainerin allerdings auch an: „Wir hatten auch schon in der Anfangsphase eine große Chance durch Lydia Andrade und auch danach hatten wir unsere Möglichkeiten.“

Nach dem Horror-Start stabilisierten sich die Kölnerinnen aber und kamen bis auf 2:3 heran. „Ich denke, wenn wir die ganze Zeit so gespielt hätten, wie nach dem 0:3, dann wäre etwas drin gewesen“, mutmaßte Carlson, die auch ihren Ärger über die Schiedsrichter-Leistung losließ: „Wir müssen uns die ersten 20 Minuten selbst ankreiden, aber man muss auch sagen, dass wir nicht mit den Schiedsrichterentscheidungen einverstanden waren. Das haben beide Clubs so gesehen.“ Dennoch hielt auch Kölns Trainerin unterm Strich fest: „Letztlich spiegelt die Höhe des Ergebnisses nicht ganz das Spiel wider. Wir wollten die Bayern ärgern, das haben wir leider nur phasenweise geschafft.“

So bleibt nach dem Auftritt beim Meister ein gemischtes Bild: Der FC muss sich die ersten 20 Minuten klar ankreiden lassen, zeigte anschließend aber die Reaktion, die Carlson von ihrer Mannschaft sehen wollte.

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Die Frauen des 1. FC Köln kassieren beim FC Bayern München eine derbe Niederlage – Sandra Jessen und Marina Hegering müssen zudem verletzt vom Platz

FC-Trainerin Britta Carlson
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Die Frauen des 1. FC Köln kassieren beim FC Bayern München eine derbe Niederlage – Sandra Jessen und Marina Hegering müssen zudem verletzt vom Platz

Die Siegesserie der Frauen des 1. FC Köln ist gegen die Bayern gerissen: Nach drei gewonnenen Duellen setzte es im Auswärtsspiel beim FC Bayern München eine 2:5-(1:3)-Niederlage. Dabei kämpften sich die Kölnerinnen zwischenzeitlich nach 0:3 auf 2:3 heran, aber ein zweifelhafter Elfmeter sorgte für die Vorentscheidung.

Bitter: Mit Sandra Jessen und Marina Hegering verlor der FC zwei Leistungsträgerinnen verletzt.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startelf im Vergleich zum 3:0-Heimsieg gegen den 1. FC Union Berlin auf zwei Positionen. Amelie Bohnen und Lydia Andrade ersetzten Vanessa Leimenstoll und Taylor Ziemer. In der Anfangsphase sah es noch so aus, als würden die Bayern-Frauen dem Sturmlauf der Männer gestern Abend gegen Union Berlin (7:0) nacheifern. Nach einer Viertelstunde stand es bereits 0:3 aus FC-Sicht und den Kölnerinnen drohte ein schwarzer Nachmittag.

Schreckmoment für die Kölnerinnen

Danach stabilisierten sich die FC-Frauen jedoch defensiv – und verkürzten noch vor der Halbzeit sogar. Carlon Elsen nutzte einen Aussetzer ihrer Gegenspielerin und traf freistehend zum 1:3 (45.+2). Kurz nach der Pause gab es einen Schreck-Moment für die Kölnerinnen: Sandra Jessen ging im eigenen Strafraum nach einem Zweikampf bei einer Münchener Ecke verletzt zu Boden und musste am linken Fuß behandelt werden. Für die Isländerin ging es nicht weiter, sie musste mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Immerhin konnte Marina Hegering dadurch als Einwechselspielerin ihr Comeback feiern.

Bittere Schlussminuten

Die Kölnerinnen zeigten sich davon aber nicht negativ beeindruck, erzielten stattdessen sogar den Anschlusstreffer. Beke Sterner eroberte den Ball im Mittelkreis, schaltete blitzschnell und passte zu Pauline Bremer auf dem rechten Flügel. Deren Flanke köpfte Sterner in der Mitte zum 2:3 ins Tor (57.). Die Freude wurde durch einen äußerst fragwürdigen Foulelfmeter für die Gastgeberinnen ausgebremst. Franziska Kett nahm das stehende Bein von Sophie Nachtigall äußerst dankbar an und ging zu Boden, die Schiedsrichterin Selina Menzel zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Alara Sehitler verwandelte sicher zur 2:4-Vorentscheidung aus FC-Sicht (65.). Sarah Zadrazil vollendete eine Kombination in den Sechzehner kurz darauf zum 2:5 und machte damit den Deckel drauf (68.).

Bitter: In den Schlussminuten mussten die Gäste zu zehnt weiterspielen, weil Hegering angeschlagen vom Feld musste. Die Kapitänin versenkte danach auf der Bank ihr Gesicht unter dem Trikot. Dieser Mix aus Enttäuschung und Frust ließ nichts Gutes erahnen. Am Ende stand eine verdiente Niederlage, mit der die Serie von zuvor drei Siegen endete. Bitter war dabei, dass der zweifelhafte Elfmeter das Spiel zugunsten des FCB lenkte, als sich die Kölnerinnen gerade wieder herangekämpft hatten.

Für den FC geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem DFB-Pokal-Spiel beim Zweitligisten Hertha BSC weiter. In der Liga wartet am Tag der Deutschen Einheit (16 Uhr) das Heimspiel gegen den SC Freiburg.

1. FC Köln: Schmitz – Sterner, Bohnen, Vogt, Gerhardt (82. Leimenstoll), Jessen (53. Hegering) – Elsen, Feiersinger, Nachtigall (82. Donhauser) – Bremer, Andrade (71. Zeller). Tore: 1:0 Damnjanovic (4.), 2:0/3:0 Imade (9./15.), 3:1 Elsen (45.+2), 3:2 Sterner (57.), 4:2 Sehitler (65., Foulelfmeter), 5:2 Zadrazil (68.).

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Frauen des 1. FC Köln wollen Bayern ärgern: „Die haben auch keine Lust, gegen uns zu spielen“

Jubel bei den Frauen des 1. FC Köln
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Frauen des 1. FC Köln wollen Bayern ärgern: „Die haben auch keine Lust, gegen uns zu spielen“

Die FC-Frauen treten mit breiter Brust beim FC Bayern an: Nach drei Siegen in Folge und 315 Minuten ohne Gegentor soll ausgerechnet beim Favoriten die nächste Überraschung gelingen.

Größer könnte die Hürde kaum sein: Die Frauen des 1. FC Köln müssen am Samstag (14 Uhr) beim amtierenden Double-Sieger Bayern München antreten – und das ausgerechnet zum Wiesn-Auftakt. Die Bilanz spricht zwar klar gegen Köln – doch die jüngsten Auftritte in München sowie der Rückenwind nach dem Saisonstart machen Mut.

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Kurz nachdem am Samstagmittag das Oktoberfest eröffnet wird, wollen die FC-Frauen wenige Kilometer weiter nördlich für eine dicke Überraschung sorgen. Die Kölnerinnen sind zu Gast beim großen Favoriten Bayern München. Die Rollen scheinen klar verteilt zu sein, doch die Kölnerinnen reisen mit großem Selbstvertrauen an. Der FC hat die vergangenen drei Bundesliga-Spiele in Folge gewonnen und ist seit 315 Minuten ohne Gegentor. Beim Branchen-Primus steht nun der Härtetest für den Aufschwung an: „Wir wissen, dass es ein sehr schwerer Gegner ist. Aber ich glaube, die haben auch keine Lust, gegen uns zu spielen“, äußerte Britta Carlson selbstbewusst. Die Kölner Trainerin erinnerte dabei auch an die vergangenen Auftritte in München. Denn auch wenn der FC bislang alle 16 Bundesliga-Duelle gegen Bayern verloren hat, waren die letzten beiden Gastspiele durchaus ermutigend.

„Das wollen wir natürlich toppen.“

In der vergangenen Saison hielt der FC lange mit und ging durch Sandra Jessen sogar in Führung. Zur Halbzeit stand es 1:1, ehe Bayern nach dem Seitenwechsel aufdrehte und am Ende 5:1 gewann. Deutlich enger war es 2024/25. Damals mussten sich die Kölnerinnen lediglich mit 0:1 geschlagen geben. 70 Minuten lang hielt der FC die Münchnerinnen vom eigenen Tor fern. Genau daran will Carlson diesmal anknüpfen – und möglichst noch einen Schritt weitergehen: „Das wollen wir natürlich toppen.“

Die Grundlage für einen erfolgreichen Auftritt muss erneut eine stabile Defensive sein. Offen ist allerdings, wie Carlson ihre Abwehrzentrale besetzen kann. Mit Marina Hegering könnte zumindest eine erfahrene und gelernte Innenverteidigerin zurückkehren. Sollte die Ex-Nationalspielerin noch nicht bereit sein, müsste Carlson erneut mit positionsfremden Spielerinnen improvisieren. Das wiederum klappte zuletzt problemlos, mit Bayern kommt jetzt aber eine andere Wucht auf die Kölner Abwehr zu.

Kölner Hoffnungsschimmer gegen die Bayern

Offensiv deutet sich derweil eine Veränderung an. Lydia Andrade könnte gegen Bayern wieder in die Startelf rücken. Die Schweizerin hatte gegen Union Berlin zunächst nur auf der Bank gesessen, nach ihrer Einwechslung aber direkt getroffen.
Carlson habe die Entscheidung bewusst getroffen, um den Ehrgeiz der 27-Jährigen zu wecken. Gegen Bayern könnte gerade ihr Tempo zu einem wichtigen Faktor werden. „Wir können auf jeden Fall die Münchenerinnen ärgern“, zeigte sich Andrade vor dem Duell selbstbewusst.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Köln könnte zudem der Spielplan sein. Bayern hat erst am Montagabend in Leverkusen zwar mit 3:2 gewonnen, musste dabei aber nach einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand lange kämpfen. Britta Carlson verfolgte das Duell im Haberland-Stadion live auf der Tribüne. Und drei Tage nach dem Spiel zum Wiesn-Auftakt wartet bereits der Champions-League-Auftakt gegen Manchester City auf die Münchenerinnen.

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